Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

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mok
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Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Mi 23. Aug 2017, 04:10

Haltet ihr die Religionsfreiheit in Deutschland mit 14 Jahren für zeitgemäß und vom Grundrecht her vertretbar? Was haltet ihr davon?

Ist es eurer Meinung zu jung oder zu alt?
Oder sollte man es vielleicht ganz verbieten Kinder religiös zu erziehen damit sie sich selbst ihre eigene Meinung machen können, was natürlich schwer fällt wenn die Eltern streng religiös sind.

Finde es ist ein schwieriges Thema aber Wert sich da mal Gedanken drüber zu machen. :?: . Oder nicht?
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watisdatdenn?
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 23. Aug 2017, 06:45

Das passt so. Ich bin mit 17 Jahren aus der Kirche ausgetreten, nachdem ich die Bibel durchgelesen hatte.
Die Bibel ist ein tolles Buch, aber für mich nicht als Glaubensgrundlage geeignet.

Ich finde es aber gut dass ich religiös erzogen wurde. Ich glaube ich würde viele religiöse Dinge sonst nicht nachvollziehen können.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon gödelchen » Mi 23. Aug 2017, 06:50

s. A 6 GG , s. §§ 106, 112, 113 BGB

Wo ist also dein Problem in dem gut ausgestalteten Rechtskonstrukt ?....außer natürlich der dringende Wunsch nach Kappung der Einwirkung von religiösen Momenten in der Erziehung ?
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mok
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Mi 23. Aug 2017, 17:02

gödelchen hat geschrieben:(23 Aug 2017, 07:50)

s. A 6 GG , s. §§ 106, 112, 113 BGB

Wo ist also dein Problem in dem gut ausgestalteten Rechtskonstrukt ?....außer natürlich der dringende Wunsch nach Kappung der Einwirkung von religiösen Momenten in der Erziehung ?



Mein Problem bezieht sich auf meinen Persönlichen Erfahrungen.Viele Kinder die Religiös erzogen worden sind, bleiben bei dieser Religion weil es sich so im Gehirn verankert hat.

Ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen.Aus vielen Gründen war es trotzdem schwer dort aus zu treten.
Dazu kam das ich durch 14 Jahre langer Gehirnwäsche noch fest daran geglaubt habe und mich sehr schuldig fühlte.
Selbst heute noch habe ich ab und zu das Gefühl das es wahr sein könnte und mein Leben deshalb gestraft ist wenn es mal nicht so gut läuft.

Es hat nicht nur meine Kindheit zerstört sondern die Zeit danach war sehr schwer.Und das ging wohl vielen so, doch die Mehrheit von denen die so aufwuchsen bleibt bei dieser Religion.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Provokateur » Mi 23. Aug 2017, 17:12

mok hat geschrieben:(23 Aug 2017, 18:02)

Mein Problem bezieht sich auf meinen Persönlichen Erfahrungen.Viele Kinder die Religiös erzogen worden sind, bleiben bei dieser Religion weil es sich so im Gehirn verankert hat.

Ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen.Aus vielen Gründen war es trotzdem schwer dort aus zu treten.
Dazu kam das ich durch 14 Jahre langer Gehirnwäsche noch fest daran geglaubt habe und mich sehr schuldig fühlte.
Selbst heute noch habe ich ab und zu das Gefühl das es wahr sein könnte und mein Leben deshalb gestraft ist wenn es mal nicht so gut läuft.

Es hat nicht nur meine Kindheit zerstört sondern die Zeit danach war sehr schwer.Und das ging wohl vielen so, doch die Mehrheit von denen die so aufwuchsen bleibt bei dieser Religion.


Da bist du natürlich schwer gebrannt. Und ich habe einige Berichten von Aussteigern bei den Zeugen gelesen, kann also in etwa verstehen (wenn auch nicht nachempfinden) was du durchgemacht haben musst.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon jack000 » Mi 23. Aug 2017, 18:27

mok hat geschrieben:(23 Aug 2017, 18:02)Ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen.Aus vielen Gründen war es trotzdem schwer dort aus zu treten.
Dazu kam das ich durch 14 Jahre langer Gehirnwäsche noch fest daran geglaubt habe und mich sehr schuldig fühlte.
Selbst heute noch habe ich ab und zu das Gefühl das es wahr sein könnte und mein Leben deshalb gestraft ist wenn es mal nicht so gut läuft.

Die Zeugen Jehovas sind dahingehend sogar eher eine Gruppe, die ich als fanatisch einstufen würde. Aber es reicht schon das simple Christentum (In meinem Fall evangelische Kirche) in dem ich ohne gefragt zu werden aufgewachsen bin und erst im Alter von 41 Jahren (Nach Zahlung von insgesamt geschätzten 18.000€ Kirchensteuer) ausgetreten um noch mal über 30.000€ Zahlungen an diesen fragwürdigen Verein (nur bis zur Rente) zu vermeiden.
=> Mein Problem war auch, das irgendwie zu fürchten da aus zu treten obwohl ich damit gar nix anfangen konnte!
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 24. Aug 2017, 05:48

Religionsmündigen Kindern eine Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft vorzugeben, ist ein Eingriff in die Rechte des Kindes.Kirchenaustritt ist derart umständlich und zeitaufwendig, das viele Menschen wirksam daran gehindert werden, einen Entschluss zum Kirchenaustritt unverzüglich in die Tat umzusetzen...

Schon die Anwesenheitspflicht bei religiösen Handlungen ist fragwürdig und als rechtswidrig einzustufen. Wenn aber ein Kind genötigt wird, gegen seine Überzeugung aktiv an religiösen Handlungen teilzunehmen, stellt das eine Nötigung zur Heuchelei und einen schweren Angriff auf die Menschenwürde des Kindes dar...

https://www.ibka.org/artikel/miz94/kinder.html
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Kritikaster » Do 24. Aug 2017, 05:56

mok hat geschrieben:(24 Aug 2017, 06:48)

Religionsmündigen Kindern eine Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft vorzugeben, ist ein Eingriff in die Rechte des Kindes.Kirchenaustritt ist derart umständlich und zeitaufwendig, das viele Menschen wirksam daran gehindert werden, einen Entschluss zum Kirchenaustritt unverzüglich in die Tat umzusetzen...

Schon die Anwesenheitspflicht bei religiösen Handlungen ist fragwürdig und als rechtswidrig einzustufen. Wenn aber ein Kind genötigt wird, gegen seine Überzeugung aktiv an religiösen Handlungen teilzunehmen, stellt das eine Nötigung zur Heuchelei und einen schweren Angriff auf die Menschenwürde des Kindes dar...

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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 24. Aug 2017, 06:13

Verstehe nur nicht wieso es kaum jemanden Interessiert und dieses Gesetz von den wenigsten in Frage gestellt wird.Überhaupt die Trennung zwischen Kirche und Staat.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Kritikaster » Do 24. Aug 2017, 06:52

mok hat geschrieben:(24 Aug 2017, 07:13)

Überhaupt die Trennung zwischen Kirche und Staat.

Dafür gibt es schon einen Strang.
mok hat geschrieben:Verstehe nur nicht wieso es kaum jemanden Interessiert und dieses Gesetz von den wenigsten in Frage gestellt wird.

Ich bin ja auch der Meinung, dass die Erziehung der Eltern durch die Kinder erfolgen sollte und nicht umgekehrt. Da ist die deutsche Rechtslage aber auch so was von unzeitgemäß.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon jack000 » Do 24. Aug 2017, 06:53

mok hat geschrieben:(24 Aug 2017, 06:48)Kirchenaustritt ist derart umständlich und zeitaufwendig, das viele Menschen wirksam daran gehindert werden, einen Entschluss zum Kirchenaustritt unverzüglich in die Tat umzusetzen...

Eigentlich ist es doch nur 1 Formular bei Bürgerbüro auszufüllen?
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon gödelchen » Do 24. Aug 2017, 07:00

mok hat geschrieben:(23 Aug 2017, 18:02)

Mein Problem bezieht sich auf meinen Persönlichen Erfahrungen.Viele Kinder die Religiös erzogen worden sind, bleiben bei dieser Religion weil es sich so im Gehirn verankert hat.

Ich bin als Zeuge Jehovas aufgewachsen.Aus vielen Gründen war es trotzdem schwer dort aus zu treten.
Dazu kam das ich durch 14 Jahre langer Gehirnwäsche noch fest daran geglaubt habe und mich sehr schuldig fühlte.
Selbst heute noch habe ich ab und zu das Gefühl das es wahr sein könnte und mein Leben deshalb gestraft ist wenn es mal nicht so gut läuft.

Es hat nicht nur meine Kindheit zerstört sondern die Zeit danach war sehr schwer.Und das ging wohl vielen so, doch die Mehrheit von denen die so aufwuchsen bleibt bei dieser Religion.


Wo ist das Problem...außer, dass es deines persönlich ist? Arbeite dein Problem auf und lass andere mit der gut geregelten allgemein gültigen Form in der Sache umgehen.

Fertig.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 24. Aug 2017, 07:11

Ja mache ich.Finde es trotzdem Falsch das Kinder streng religiös erzogen und genötigt werden.
So wird ermöglicht eine 14 Jahre lange starke Gehirnwäsche auszuüben und man hat beste Chancen wieder ein Mensch mehr in seiner Religion zu haben.Und das ganz ohne zu versuchen Fremde Mensche zu bekehren.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon watisdatdenn? » Do 24. Aug 2017, 08:01

mok hat geschrieben:(24 Aug 2017, 08:11)
Ja mache ich.Finde es trotzdem Falsch das Kinder streng religiös erzogen und genötigt werden.
So wird ermöglicht eine 14 Jahre lange starke Gehirnwäsche auszuüben und man hat beste Chancen wieder ein Mensch mehr in seiner Religion zu haben.Und das ganz ohne zu versuchen Fremde Mensche zu bekehren.

Korrekt erkannt. Das ist ja der evolutionäre Vorteil von Religionen, wenn sie das gleichzeitig mit Kinderreichtum kombinieren (was bei den Zeugen Jehovas eher nicht der Fall ist?).
Guck mal hier rein:
https://youtu.be/dSJcCdH-VlI

Du kannst es vielleicht auch positiv sehen: Vielleicht haben deine Eltern nur Kinder bekommen, weil sie dachten, dass Gott es so will. Dann wäre der glaube auch teilweise für deine Existenz verantwortlich. Jetzt bist du dem Glauben halt intellektuell entwachsen. Passt doch soweit alles.
Manche Dinge sitzen tief, das ist klar. Als ich ausgetreten bin haben mich viele unsinnige religiöse Dinge nicht mehr gestört / aufgeregt. Durch die Distanz verlieren solche Dinge auch an Relevanz im Leben.

Zu beneiden bist du sicher nicht. Ich hatte als Jugendlicher schon an der sexfeindlichkeit des Katholizismus (und Feminismus) zu knabbern (ich bin immer noch überrascht daß meine Frau den Sex sehr genießt, ich dachte als Jugendlicher immer die Frauen machen das nur aus Pflicht und haben keinen Spaß dabei.. Das sitzt leider sehr tief bei mir und krieg ich warscheinlich trotz besseren Wissens auch nicht mehr ganz raus. Diesen kleinen psychischen knacks werde ich auch dem Feminismus und Katholizismus nicht vergessen!). Bei den Zeugen Jehovas ist das ja nochmal eine ordentliche Nummer krasser.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Tatjana » Do 24. Aug 2017, 09:07

Alle beobachteten und bekannten Gesellschaften waren/sind stark religiös.
Nur im aufgeklärten Westen sinkt der Anteil gläubiger Menschen stetig.
Ob eine explizit nicht religiöse Gesellschaft von "Ungläubigen" überhaupt über mehrere Generationen existenzfähig ist, kann bezweifelt werden. Warten wir es ab ...
„Das nächste Mal, wenn Akademiker Dir erklären, wie wichtig diversity ist, frage sie, wieviel Konservative in ihrem Soziologie-Fachbereich tätig sind.“ Thomas Sowell
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon gödelchen » Do 24. Aug 2017, 10:02

Tatjana hat geschrieben:(24 Aug 2017, 10:07)

Alle beobachteten und bekannten Gesellschaften waren/sind stark religiös.
Nur im aufgeklärten Westen sinkt der Anteil gläubiger Menschen stetig.
Ob eine explizit nicht religiöse Gesellschaft von "Ungläubigen" überhaupt über mehrere Generationen existenzfähig ist, kann bezweifelt werden. Warten wir es ab ...


Der nächste Faden mit dem "Jottgen" :-)

Übrigens deine beiden letzten Sätze zeigen ein Spannungsfeld auf. Der Atheist , der was vermisst in der Sache, meint, dass der Mensch einen klugen Spruch aus dem Protokoll weiser Worte NT nicht vergessen sollte: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, findet man da.

Und so politisch gesehen, hat e snoch nie etwas Wirkmächtigeres gegeben , als das Prinzip Gott. Man sollte es verstehen.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon Quatschki » Do 24. Aug 2017, 10:15

Tatjana hat geschrieben:(24 Aug 2017, 10:07)

Alle beobachteten und bekannten Gesellschaften waren/sind stark religiös.
Nur im aufgeklärten Westen sinkt der Anteil gläubiger Menschen stetig.
Ob eine explizit nicht religiöse Gesellschaft von "Ungläubigen" überhaupt über mehrere Generationen existenzfähig ist, kann bezweifelt werden. Warten wir es ab ...

Alle erfolgreichen Machthaber, Anführer und Entscheider haben sich nie der Religion unterworfen, sondern sie benutzt, um die einfältigen Massen zu kontrollieren und bei der Fahne zu halten.
Alle erfolgreichen Wissenschaftler und Erfinder waren entweder nicht gläubig, oder hatten ein sehr spezielles Verständnis von Religion, das sehr wenig mit dem zu tun hat, was die Priester predigen.

Und was das Abwarten anbelangt, läuft es darauf hinaus, dass die Menschheit überall planetarische Belastungsgrenzen erreicht und bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass ein Heiland herniedersteigen wird, um den Atommüll zu dekontaminieren, devastierte Äcker zu befruchten, die Umwelt zu reparieren oder die "guten" Menschen in eine bessere Welt zu evakuieren,
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon mok » Do 24. Aug 2017, 11:20

Quatschki hat geschrieben:(24 Aug 2017, 11:15)

Alle erfolgreichen Machthaber, Anführer und Entscheider haben sich nie der Religion unterworfen, sondern sie benutzt, um die einfältigen Massen zu kontrollieren und bei der Fahne zu halten.
Alle erfolgreichen Wissenschaftler und Erfinder waren entweder nicht gläubig, oder hatten ein sehr spezielles Verständnis von Religion, das sehr wenig mit dem zu tun hat, was die Priester predigen.

Und was das Abwarten anbelangt, läuft es darauf hinaus, dass die Menschheit überall planetarische Belastungsgrenzen erreicht und bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass ein Heiland herniedersteigen wird, um den Atommüll zu dekontaminieren, devastierte Äcker zu befruchten, die Umwelt zu reparieren oder die "guten" Menschen in eine bessere Welt zu evakuieren,




Genau das ist das Problem doch die wenigsten merken es.
So wie viele anderen Sachen in der heutigen Konsumgesellschaft.Um uns abzulenken und um uns zu verdummen damit wir nach deren Nase tanzen statt zu widersprechen und uns zu viele Gedanken zu machen.
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon ThorsHamar » Do 24. Aug 2017, 12:09

gödelchen hat geschrieben:(24 Aug 2017, 11:02)


Und so politisch gesehen, hat e snoch nie etwas Wirkmächtigeres gegeben , als das Prinzip Gott. Man sollte es verstehen.


Das Prinzip Gott heisst Macht und Unterwerfung, Zugehörigkeit als Belohnung und Aussstoss als Strafe ....
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Re: Religionsmündigkeit mit 14 Jahre

Beitragvon gödelchen » Do 24. Aug 2017, 12:25

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Aug 2017, 13:09)

Das Prinzip Gott heisst Macht und Unterwerfung, Zugehörigkeit als Belohnung und Aussstoss als Strafe ....


Ja, spricht das gegen die Wirkmächtigkeit des Prinzips? 75 % der heute lebenden Menschen leben so eben bis gern mit dem Prinzip. Selbst das Hinterfragen desselben verkneifen sie sich........
Zuletzt geändert von gödelchen am Do 24. Aug 2017, 12:25, insgesamt 2-mal geändert.

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