Abgrenzung Islam/Islamismus

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KülTigin

Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon KülTigin » Mo 5. Jun 2017, 02:41

Teeernte hat geschrieben:(05 Jun 2017, 03:25)

Kannst Ihm direkt antworten/nachlesen.. http://www.bento.de/politik/moscheerepo ... m-1327222/

Ich hab ein andere Predigt gemeint.

macht nix..

Nun die Öffentliche Meinung wendet sich.



Deine Propaganda hilft Dir also nicht weiter.. :D :D





Grade Dein ABLENKEN spricht Bände ! Du bist ÜBERALL Dabei.

HEEE - woher kommt der Frust der Muslime ? Minderwertigkeitsprobleme ?

Sieht man das hier bei anderen Religionen ?

Die ABLEHNUNG wächst.


Der einzige der hier radikale Propaganda betreibt, das bist du und niemand sonst, ich ziehe hier keinen radikalen Prediger ran, der mir sagt was ich denken soll, anders als bei dir. Du scheinst von diesem falschen Propheten voll überzeugt zu sein und Rechtfertigung heisst für dich schon wieder Ablenken, so ist keine Diskussion möglich.

Was soll denn passieren, wenn die Ablehnung wächst? Wollt ihr wieder 6 Millionen Angehörige einer Religionszugehörigkeit vergasen?
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Beitragvon schokoschendrezki » Mo 5. Jun 2017, 06:14

Die ganze Diskussion ist mir zu "kulturalisiert". Arabische Staatsfonds wie die von Abu Dhabi, Katar, Saudi Arabien usw. gehören einerseits allesamt zu den Top Ten in der Welt und sind andererseits in allen großen deutschen Unternehmen als teils maßgebliche Anteilseigner vertreten. Bei Daimler sitzen sie inzwischen im Aufsichtsrat. Sie zählen zu den wirklich großen Playern in der Welt. Und im Gegensatz zu ihren offiziellen Verlautbarungen sind sie eben nicht unpolitisch. Ihre natürlicherweise mit den jeweiligen Staaten verzahnte Politik läuft nur eben in einem völlig intransparenten Dunkelfeld ab.
Schätzungen besagen, dass der saudische Staat zwischen 1970 und 2005 150 Milliarden Dollar in den Export radikalen Gedankenguts gesteckt habe.


Diese Dollars haben die Saudis im Wesentlichen durch Geschäfte mit dem Westen gemacht.

Es wird über diese Tatsachen vor allem deshalb so wenig diskutiert, weil diese tatsächlich über Macht und Einfluss verfügenden Kräfte im Gegensatz zu islamischen Terroristen nicht die Öffentlichkeit schockieren wollen sondern, ganz im Gegenteil, die Öffentlichkeit scheuen. Dabei stehen u.a. sie letztendlich mindestens auch, wenn nicht gar wesentlich als Protegees hinter der Radikalisierung des Islam.

Am Anfang einer ehrlichen Diskussion hier im Westen müsste meines Erachtens die bittere Einsicht stehen: Wir sind voll integrierter Teil dieses ganzen Systems. Teil der Maschine, die in einem anderen Teil Terroristen finanziert.

Und der niedrige Ölpreis und das langsame Versiegen der Petrodollars wird nicht, wie etwa Nasser el Massry meint, dazu führen, dass die USA und die Europäer auf Elektromobilität umsatteln und die Araber "zu ihren Kamelen" zurückkehren. Das ist völlig naiv.Längst haben arabische Staatsfond ihr Geld auch in Hochtechnologien und sogar in Solartechnikfirmen investiert. Gerade die Befürchtungen, dass diese Staatsfonds wegen des fallenden Ölpreises große Summen aus Beteiligungen im Westen abziehen, führt zu einer noch devoteren Haltung gegenüber diesen Regimes. All diese Prozesse sind die wirklich relevanten Entwicklungen.

Noch letztes Jahr hatte einer der Erdogan-Berater die Idee, die Deutsche Bank über einen (noch zu gründenden) türkischen Staatsfond samt und sonders aufzukaufen.
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon schelm » Mo 5. Jun 2017, 07:30

Bielefeld09 hat geschrieben:(04 Jun 2017, 23:22)

Ich glaube zu verstehen, was du meinst.
Für mich sind Genitalverstümmelungen aus jedem religiösem Grund eine Körperverletzung.
Das ist aber anders im Sinne der Religionsfreiheit entschieden worden.
Für mich bis heute noch ein Fehlurteil gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.
An dieser Stelle hätte man Grenzen aufzeigen können.
Ist allerdings versäumt worden.
Das ist aber auch ein anderes Thema.

Im Gegenteil. Es ist der Lackmustest gewesen, bestimmen in dieser Gesellschaft die individuellen Rechte
das Verhältnis zur Religion, oder schafft diese sich eine rechtliche Nische zu erobern, ihre Ansprüche darüber zu stellen. Das ist der Religion gelungen, die Zivilgesellschaft ist zurückgewichen. Insbesondere bei einer Religion mit starkem Drang zur Mission ein fatales Signal.

Und erneut : Es ist nicht im Sinne der Religionsfreiheit entschieden worden, Religionsfreiheit ist lt. GG überhaupt nicht betroffen, da ein Individualrecht. Es wird und wurde nicht darüber befunden, ob jemand in eigner Verantwortung an sich selbst aus religiösen Gründen körperliche Eingriffe vornehmen darf.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon Teeernte » Mo 5. Jun 2017, 08:39

KülTigin hat geschrieben:(05 Jun 2017, 03:41)

Der einzige der hier radikale Propaganda betreibt, das bist du und niemand sonst, ich ziehe hier keinen radikalen Prediger ran, der mir sagt was ich denken soll, anders als bei dir. Du scheinst von diesem falschen Propheten voll überzeugt zu sein und Rechtfertigung heisst für dich schon wieder Ablenken, so ist keine Diskussion möglich.

Was soll denn passieren, wenn die Ablehnung wächst? Wollt ihr wieder 6 Millionen Angehörige einer Religionszugehörigkeit vergasen?


Ich hänge keinem Glauben an - im Gegensatz zu Dir... Was soll ich rechtfertigen ? ...und wovon ablenken ?

Bei keinem steht die Religion "dran" . Wenn die Ablehnung steigt - die "Verlierer" der fehlenden Integration stehen fest .... das ist nicht die deutsche Gesellschaft.

Für zwei Drittel der Bundesbürger gehört der Islam nicht zu Deutschland.

https://www.merkur.de/politik/ablehnung ... 97961.html

Die Ablehnung des Islams wächst in Deutschland - quer durch alle Bildungsschichten und politischen Lager, wie eine Studie belegt.

https://www.facebook.com/ihre.sz/posts/754426997982015

Nur nebenbei :

Der muslimische Fake-Protest in London

So basteln sich unsere Medien ihren „Moslem-Protest“ nach dem islamischen Terroranschlag in London zurecht. Hier sehen wir die amerikanische CNN-Moderatorin Becky Anderson bei der „Arbeit“. Im Hintergrund erklärt ihr Assistent einer Gruppe von Kopftuchfrauen, wie und wo sie ihre „spontan“ gefertigten Schildchen mit der Aufschrift „ISIS will loose – Love will win“ am wirkungsvollsten in die Kamera halten. Alles bereit zur „geplanten“ Live-Schalte, na dann, los geht`s: „In London gehen nach den Terroranschlägen hunderte von Muslimen auf die Straße blablabla…..“ Auch die BBC übernahm übrigens dankbar diese perfekte Fake-Inszenierung!
https://www.journalistenwatch.com/2017/ ... in-london/
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon BingoBurner » Mo 5. Jun 2017, 21:24

KülTigin hat geschrieben:(04 Jun 2017, 23:52)

Ich verstehe worauf du hinaus willst, aber im Islam muss ich nicht selbst ein Tier schlachten und Essen, ich kann meine Verpflichtung auch einem anderen überlassen bzw. übertragen und das Fleisch den bedürftigen zukommen lassen, bzw. spenden.

Einmal im Jahr ist zumindest besser als Massentierhaltung und Bärchenwurst, Mettbrötchen, etc. jeden Tag in sich hinein zu stopfen.

Mit dem Vegan sein, kann ich das zumindest persönlich vereinbaren, es soll ja auch Vegane Star Köche geben, die Porsche mit Lederausstattung fahren.


Der Islamismus entspringt dem Islam.......................das ist der Punkt !
Das ist die Position die ich vertrete.

Und nein.......ich bin kein Atheist, ich bin nicht gegen Muslime.
Sondern ich bin für die aufgeklärten Muslime die unter diesen ganzen Mist leben.

So aber .........die Moderne beißt sich nun mal Mythen..........und genau da ist auch der Unterschied zwischen Islamismus und Islam obwohl beides der selben Quelle entspringen.

"Sexualität im Islam ist von Verboten, Ängsten und Gewalt geprägt. Die Folgen sind fatal, und das nicht nur für die Einzelnen, sondern für eine ganze Kultur. Seyran Ates, fordert eine sexuelle Revolution im Islam, denn eine freie Gesellschaft braucht eine freie Lebensgestaltung. Musliminnen, die selbst entscheiden wollen, wen sie lieben, werden mit dem Tode bedroht. Muslime, die sich gegen eine arrangierte Ehe wehren, werden von ihren Familien verstoßen."

https://www.amazon.de/Islam-braucht-ein ... 3550087586

Oder hier : http://www.deutschlandfunk.de/gerichtse ... _id=376043

"Schulen dürfen junge muslimische Mädchen zum gemeinsamen Schwimmunterricht mit Jungen verpflichten. Nach Ansicht des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist das Interesse an sozialer Integration wichtiger als die Religionsfreiheit. In Deutschland stößt das Urteil auf positive Reaktionen."

Deal with it.......................so läuft das hier nun mal.............
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Re:

Beitragvon Boracay » Mo 5. Jun 2017, 21:28

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Jun 2017, 07:14)
Und der niedrige Ölpreis und das langsame Versiegen der Petrodollars wird nicht, wie etwa Nasser el Massry meint, dazu führen, dass die USA und die Europäer auf Elektromobilität umsatteln und die Araber "zu ihren Kamelen" zurückkehren. Das ist völlig naiv.Längst haben arabische Staatsfond ihr Geld auch in Hochtechnologien und sogar in Solartechnikfirmen investiert.


Und du glaubst die können damit auf ewig eine Bevölkerung mit gehobenem Lebensstil durchfüttern? Die 576 Milliarden im saudischen Staatsfonds reiche da gerade mal zwei Jahre.....

Und wie diese Investments im eigenen Land ausschauen durfte ich schon am eigenem Leib in einem Chemielabor erleben. Top Geräte und Ausrüstung (der Agilent Sales hat alleine mit dem Labor wohl das Geschäft seines Lebens gemacht) die vor sich hin gammeln weil es niemand bedienen kann. Immer wieder kommen Ausländer um die Saudis zu schulden, aber an Arbeit ist da keiner interessiert. Und langfristig in der Hölle leben möchte auch kein Ausländer. So geht das halt alles an den Arsch.

Das Land hat keine Industrie, das niedrigste Bildungsniveau der Erde, keinerlei Aussicht auf irgendwas.....
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Beitragvon schokoschendrezki » Mo 5. Jun 2017, 22:49

Boracay hat geschrieben:(05 Jun 2017, 22:28)

Und du glaubst die können damit auf ewig eine Bevölkerung mit gehobenem Lebensstil durchfüttern? Die 576 Milliarden im saudischen Staatsfonds reiche da gerade mal zwei Jahre.....


Der Einwand ist schon berechtigt. Man überschätzt wahrscheinlich im allgemeinen die aktuellen Summen verfügbaren Kapitals gegenüber den Summen zeitlich veränderlicher Auf- und Abwärtsbewegungen. Im Nu kann es von heute so in ein morgen ganz anders übergehen.

Dennoch: Ich glaube nicht, dass in den arabisch-islamischen Staatsfonds nur Dummköpfe sitzen. Die wissen schon, Oder engagieren Leute, die wissen, Für mich persönlich war es jedenfalls einigermaßen überraschend, dass eine so engagiert als antiislamisch geltende Persönlichkeit wie El Massry in so völlig infantiler Dummköpfigkeit davon spricht, dass muslimische Araber aufgrund des Ölpreisverfalls "zu ihren Kamelen" zurückkehren werden. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Unterschätzung sondern vor allem auch um eine Verharmlosung der muslimisch-autoritären Staaten, (Mit denen Länder wie die Bundesrepublik Deutschland beste wirtschaftliche Beziehungen pflegen).
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon BingoBurner » Di 6. Jun 2017, 00:33

KülTigin hat geschrieben:(04 Jun 2017, 23:52)

Ich verstehe worauf du hinaus willst, aber im Islam muss ich nicht selbst ein Tier schlachten und Essen, ich kann meine Verpflichtung auch einem anderen überlassen bzw. übertragen und das Fleisch den bedürftigen zukommen lassen, bzw. spenden.

Einmal im Jahr ist zumindest besser als Massentierhaltung und Bärchenwurst, Mettbrötchen, etc. jeden Tag in sich hinein zu stopfen.

Mit dem Vegan sein, kann ich das zumindest persönlich vereinbaren, es soll ja auch Vegane Star Köche geben, die Porsche mit Lederausstattung fahren.


Ich möchte das nochmal nach schieben.............

NEIN..........nicht ich bin es der Muslime ausgrenzt
Das machen die Islamisten mit dem Rest der Muslime schon ganz alleine.

Nein.........nicht ich bin es der Kritik übt.....was ja an für sich ja erträglich ist.
Es sind Islamisten die dies tun

Nein........nicht die Aufklärung ist der Feind oder der Westen !
Es sind Islamisten...........

"WAS ERZÄHLST DU DEINEN KIND...............WAS MIT IHM PASSIERT................WENN ES VOM GLAUBEN ABFÄLLT ?"





"islam penalty for apostasy"







Damit ist alles gesagt oder ?................... FACE IT

Und die Feiglinge haben nicht mal den Schneid darauf zu antworten....................stammeln nur rum.........wie mich da nervt. WAKE THE FUCKING UP ! Du willst Wunder ? Bitte........................




Was siehst du ? Delfine oder ein intimes Paar ?
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Re:

Beitragvon Boracay » Di 6. Jun 2017, 06:45

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:49)

Dennoch: Ich glaube nicht, dass in den arabisch-islamischen Staatsfonds nur Dummköpfe sitzen. Die wissen schon, Oder engagieren Leute, die wissen, Für mich persönlich war es jedenfalls einigermaßen überraschend, dass eine so engagiert als antiislamisch geltende Persönlichkeit wie El Massry in so völlig infantiler Dummköpfigkeit davon spricht, dass muslimische Araber aufgrund des Ölpreisverfalls "zu ihren Kamelen" zurückkehren werden.


Die Investments sind schon okay, aber sie sind keine Alternative zu den Öleinnahmen. Selbst wenn der Ölpreis ein bisschen sinkt, dann müssen sich die Saudis verschulden. Ohne das Öl gibt es in Saudi Arabien gar nichts. Keine Industrie, keine Wirtschaft, keine Autos, keine Bauprojekte,..... überhaupt nichts mit Ausnahme Tourismus in Mekka. Das mit den Kamelen ist eher noch ein positives Szenario (die muss man sich leisten können). Das positivste für Saudi Arabien wäre "Öl geht nicht zu neige (glaube ich auch nicht), Ölpreis bleibt langfristig über 50 Dollar und Nachfragemenge bleibt langfristig stabil". Das ist die einzige Chance für das Land.
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Re: Re:

Beitragvon schokoschendrezki » Di 6. Jun 2017, 08:01

Boracay hat geschrieben:(06 Jun 2017, 07:45)

Die Investments sind schon okay, aber sie sind keine Alternative zu den Öleinnahmen. Selbst wenn der Ölpreis ein bisschen sinkt, dann müssen sich die Saudis verschulden. Ohne das Öl gibt es in Saudi Arabien gar nichts. Keine Industrie, keine Wirtschaft, keine Autos, keine Bauprojekte,..... überhaupt nichts mit Ausnahme Tourismus in Mekka. Das mit den Kamelen ist eher noch ein positives Szenario (die muss man sich leisten können). Das positivste für Saudi Arabien wäre "Öl geht nicht zu neige (glaube ich auch nicht), Ölpreis bleibt langfristig über 50 Dollar und Nachfragemenge bleibt langfristig stabil". Das ist die einzige Chance für das Land.


Haha. Dass man sich "Kamele erst mal leisten können muss" ist ja witzig. So habe ich das noch gar nicht betrachtet ... In Venezuela gehts sogar trotz noch Vorhandensein (gigantischer) Erdölvorräte bergab. Zur einseitigen Ausgerichtetheit auf Ölverkauf kommt da aber das allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Chaos. Die Frage wäre, ob ein Land wie Saudi Arabien ähnlich unorganisiert ist. Ich vermute eigentlich:nein. Engagiert man da nicht auf allen möglichen Gebieten fähige ausländische Berater? Zum Beispiel im militärischen Bereich.
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Re: Re:

Beitragvon Boracay » Di 6. Jun 2017, 22:48

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Jun 2017, 09:01)

Haha. Dass man sich "Kamele erst mal leisten können muss" ist ja witzig. So habe ich das noch gar nicht betrachtet ... In Venezuela gehts sogar trotz noch Vorhandensein (gigantischer) Erdölvorräte bergab. Zur einseitigen Ausgerichtetheit auf Ölverkauf kommt da aber das allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Chaos. Die Frage wäre, ob ein Land wie Saudi Arabien ähnlich unorganisiert ist. Ich vermute eigentlich:nein. Engagiert man da nicht auf allen möglichen Gebieten fähige ausländische Berater? Zum Beispiel im militärischen Bereich.


Du kannst für alles Berater einstellen (ohne die geht in Saudi Arabien eh nix), nur macht das Saudi Arabien nicht zu einem Land mit nennenswerter Industrie. Die wird nie kommen, weil das einheimische Arbeitskräftepotential gegen 0 geht. Die meisten Leute haben nie gearbeitet, wollen nichts arbeiten und sind selbst zu einfachen Rechenaufgaben oft gar nicht fähig. Saudis gelten auch in anderen arabischen Ländern als geistig zurück geblieben.

Es werden keine Alternativen zum Öl kommen.
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Re: Re:

Beitragvon schokoschendrezki » Di 6. Jun 2017, 23:51

Boracay hat geschrieben:(06 Jun 2017, 23:48)

Du kannst für alles Berater einstellen (ohne die geht in Saudi Arabien eh nix), nur macht das Saudi Arabien nicht zu einem Land mit nennenswerter Industrie. Die wird nie kommen, weil das einheimische Arbeitskräftepotential gegen 0 geht. Die meisten Leute haben nie gearbeitet, wollen nichts arbeiten und sind selbst zu einfachen Rechenaufgaben oft gar nicht fähig. Saudis gelten auch in anderen arabischen Ländern als geistig zurück geblieben.

Es werden keine Alternativen zum Öl kommen.


Das Thema interessiert mich sehr. Leider finde ich den kürzlich gehörten Podcast-Beitrag (von dradio) dazu nicht mehr. Es war - sinngemäß - davon die Rede, dass man zu reflexhaft zu Saudi-Arabien eine Negativ-Haltung einnähme und infolgedessen nicht mitbekäme, dass ganz aktuell eine Reihe von Umformungen und Reformen liefen. Dass etwa Frauen zwar allen möglichen Unterdürckungen ausgeliefert seien. Dass sie aber letzendlich gebildeter seien als diese "geistig zurückgebliebenen" und - so wie politische Oppositionelle - eben deshalb viel raffiniertere Strategien entwickeln, um zumindest kleinere Unternehmen zu gründen. Unternehmen, in denen formal Männer den Vorstand haben, in denen aber letztendlich kluge, durchsetzungsfähige Frauen das sagen haben. Die etwa das Auto-Fahrverbot für Frauen nach Art der Coolness-Strategien der schwarzen diskriminierten Jazzer im Amerika der 50er 60er so auslegen, dass für sie, als geistig Überlegene, schließlich ein Chaffeur seine Dienste zu versehen habe.
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon jack000 » Fr 9. Jun 2017, 16:46

Es scheint sich was zu tun:
Köln /Nürburgring. Unter dem Motto "Nicht mit uns" wollen Muslime am 17. Juni in Köln gegen islamistischen Terror demonstrieren. Bis zu 10.000 Teilnehmer seien angemeldet worden, teilten die Veranstalter am Freitag in Köln mit. "Die Anschläge von Menschen, die sich zur Rechtfertigung ungefragt auf den Islam berufen, häufen sich", erläuterten sie.

Deswegen würden "Muslime in ganz Deutschland und ihre Freunde" nun dazu aufrufen, "ein mächtiges Zeichen gegen Gewalt und Terror" zu setzen. Der geplante Friedensmarsch im Zentrum von Köln und mitten im Ramadan wäre ein symbolträchtiges Signal. "Wir lassen nicht zu, dass Terroristen im Namen des Islams (...) Unschuldige töten."

https://www.morgenpost.de/politik/artic ... ieren.html
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon Joker » Fr 9. Jun 2017, 16:56

jack000 hat geschrieben:(09 Jun 2017, 17:46)

Es scheint sich was zu tun:

https://www.morgenpost.de/politik/artic ... ieren.html

10.000 in Köln
Das ist ein Witz
Zumal man davon ausgehen kann das ein gehöriger Teil deutscher Politik und Flüchtlingshilfeorganisationen sich da auch angemeldet hat
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon jack000 » Fr 9. Jun 2017, 17:16

Joker hat geschrieben:(09 Jun 2017, 17:56)

10.000 in Köln
Das ist ein Witz
Zumal man davon ausgehen kann das ein gehöriger Teil deutscher Politik und Flüchtlingshilfeorganisationen sich da auch angemeldet hat

10.000 sind schon eine ganze Menge. Natürlich werden da auch andere mitlaufen aber auch das ist erstmal nichts negatives um ein Zeichen zu setzen was man von Islamismus/Gewalt/Terror hält.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 9. Jun 2017, 17:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Jun 2017, 00:51)

Das Thema interessiert mich sehr. Leider finde ich den kürzlich gehörten Podcast-Beitrag (von dradio) dazu nicht mehr. Es war - sinngemäß - davon die Rede, dass man zu reflexhaft zu Saudi-Arabien eine Negativ-Haltung einnähme und infolgedessen nicht mitbekäme, dass ganz aktuell eine Reihe von Umformungen und Reformen liefen. Dass etwa Frauen zwar allen möglichen Unterdürckungen ausgeliefert seien. Dass sie aber letzendlich gebildeter seien als diese "geistig zurückgebliebenen" und - so wie politische Oppositionelle - eben deshalb viel raffiniertere Strategien entwickeln, um zumindest kleinere Unternehmen zu gründen. Unternehmen, in denen formal Männer den Vorstand haben, in denen aber letztendlich kluge, durchsetzungsfähige Frauen das sagen haben. Die etwa das Auto-Fahrverbot für Frauen nach Art der Coolness-Strategien der schwarzen diskriminierten Jazzer im Amerika der 50er 60er so auslegen, dass für sie, als geistig Überlegene, schließlich ein Chaffeur seine Dienste zu versehen habe.


Das mit dem Chauffeur zeigt nur wie irrwitzig das Gesellschaftssystem in Saudi-Arabien ist. Für die meisten Frauen ist diese Chauffeur-Sache ein echtes Problem gar nicht cool wenn sie wirklich mal wo hin müssen.
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Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 9. Jun 2017, 17:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Jun 2017, 23:49)

Der Einwand ist schon berechtigt. Man überschätzt wahrscheinlich im allgemeinen die aktuellen Summen verfügbaren Kapitals gegenüber den Summen zeitlich veränderlicher Auf- und Abwärtsbewegungen. Im Nu kann es von heute so in ein morgen ganz anders übergehen.

Dennoch: Ich glaube nicht, dass in den arabisch-islamischen Staatsfonds nur Dummköpfe sitzen. Die wissen schon, Oder engagieren Leute, die wissen, Für mich persönlich war es jedenfalls einigermaßen überraschend, dass eine so engagiert als antiislamisch geltende Persönlichkeit wie El Massry in so völlig infantiler Dummköpfigkeit davon spricht, dass muslimische Araber aufgrund des Ölpreisverfalls "zu ihren Kamelen" zurückkehren werden. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Unterschätzung sondern vor allem auch um eine Verharmlosung der muslimisch-autoritären Staaten, (Mit denen Länder wie die Bundesrepublik Deutschland beste wirtschaftliche Beziehungen pflegen).


Die vielen Prinzen die in den staatlichen Stellen sitzen saugen das Land aus. Wenn es kein Öl mehr gibt dauert es nicht lange und die welche nicht genug im Vofeld geplündert haben sitzen wahrlich auf dem Trockenen. Ein vernünftige Ausbildung hat auch kaum einer. So richtig gefödert wird nur die theologische Ausbildung. Korangelehrte wohin man schaut. Und arbeiten können solche Leute nicht.
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 9. Jun 2017, 17:35

Joker hat geschrieben:(09 Jun 2017, 18:33)

Welcher Zacken wäre den Moslems denn aus der Krone gebrochen wenn sie die eine Minute nurmal sich wie menschliche Wesen verhalten hätten

Das frage ich mich bei den vielen Hooligans und Ultras jeden Spieltag. Alles abendländische Arier mit Bengalos und Bier. Prost Mahlzeit!
Es ist nicht alles eine Glaubensfrage.
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Re: Abgrenzung Islam/Islamismus

Beitragvon schelm » Fr 9. Jun 2017, 17:54

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Jun 2017, 18:35)

Das frage ich mich bei den vielen Hooligans und Ultras jeden Spieltag. Alles abendländische Arier mit Bengalos und Bier. Prost Mahlzeit!
Es ist nicht alles eine Glaubensfrage.


Hier die Begründung :

Eine klassische Schweigeminute stehe "nicht im Einklang mit ihrer Kultur", hätten Teamoffizielle der FFA mitgeteilt.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/na ... 51334.html
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Re: Re:

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 9. Jun 2017, 22:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Jun 2017, 18:27)

Das mit dem Chauffeur zeigt nur wie irrwitzig das Gesellschaftssystem in Saudi-Arabien ist. Für die meisten Frauen ist diese Chauffeur-Sache ein echtes Problem gar nicht cool wenn sie wirklich mal wo hin müssen.

Ja, sicher richtig. Ich bin nur einfach skeptisch gegenüber meinen eigenen gepflegten Ressentiments. Ich höre in einem von mir für seriös gehaltenen Sender 9 mal die üblichen Forderungen für eine Distanzierung von Saudi Arabien. Für eine strikte Einstellung aller Waffenverkäufe. Und ich bin genau derselben Meinung. Jetzt kommt einer daher, der sagt, tatsächlich laufen dort gerade ziemlich gravierende gesellschaftliche Veränderungen ab, die nur nicht in adäquatem Maße wahrgenommen werden. Ich bin einfach nicht der Mensch, der das einfach ablehnt, weil es nicht in sein Weltbild passt. Ich bin eher neugierig bzw. lege Wert darauf, mein Weltbild zu modifizieren, wenn es unter Umständen nicht mehr der Realtät entspricht. Ich gehöre nicht zu den wenigen, die tatsächlich dort gewesen sind. Umso neugieriger bin ich auf den Austausch solcher konkreten Eindrücke. Das ist nicht zuletzt einer der Hauptgründe, in einem Forum wie diesem mitzumachen.
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