Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

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Zunder
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Zunder » Mi 31. Mai 2017, 19:45

Der Gegensatz zwischen Sein und Nichts hat nichts mit Mechanik zu tun, sondern mit Ontologie, bzw. Seinslogik.
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Boraiel
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Boraiel » Mi 31. Mai 2017, 19:47

Dark Angel hat geschrieben:(26 May 2017, 14:24)

Das behauptest DU, ich sage es ist Nonsens.
Für mich gibt es kein "UND". Ich bin, was ich bin - ein Mensch, das vorläufige Endergebnis von 500 Mio Jahren biologischer Evolution (seit der so genannten kambrischen Explosion).
Die Prozesse Physik ==> Supernova, Chemie ==> Entstehung von Makromolekülen wie Aminosäuren, Benzolketten, Proteinen etc haben per se nichts mit mir zu tun, die kommen überlall im Universum in Supernovaresten und Sternentstehungsbebieten vor,
und nochmal Physik ==> Entstehung eines Planetensystems mit Zentalgestirn Spektraltyp G2 (Hauptreihenstern), das zufällig einen Planeten in seiner habitablen Zone aufweist, der die Voraussetzungen für die Entstehung von Leben mit sich bringt. Bis dahin alles komplexe Strukturen, die jede für sich nichts mit der Entstehung des Menschen zu tun haben.
Es gibt viel zu viele "Hätte", Wäre", "Wenns" - zu viele Zufälle - auf dem Weg zur Entstehung des Menschen.
Ich sehe da Erklärungen, ich sehe Verständnis von Zusammenhängen, aber keinerlei Scheitern.


Ich bin kein Kind Gottes und ich gleiche genetisch bis auf wenige Prozent allen anderen Menschen, sogar Schimpansen UND ich trage sogar einige wenige Prozent Neandertalergene in mir.
Der "Stammbaum" des Homo sapiens sapiens lässt sich genetisch (mtDNA) auf 7 so genannte Urmütter zurück verfolgen.
Dass Menschen nicht gleich sind, dass sie sich im Charakter, Verhaltensweisen etcpp hat nix mit Gott zu tun, sondern mit sexueller Selektion, mit genetischer Rekombination der DNA - ABER alle sind Menschen, ALLE haben die gleichen Voraussetzungen, das gleiche Potential. Gar keine abwegige Schlussfolgerung, kein Scheitern.


Aber natürlich bin ich morgen immer noch der gleiche Mensch wie heute und der gleiche der, ich gestern war oder vorige Woche oder voriges Jahr. Meine DNA hat sich nicht verändert, ICH habe mich nicht verändert, bin einen Tag älter und einige Erfahrungen reicher geworden, aber als Mensch bin ich immer noch der gleiche.
Es sind heute die gleichen Elektronen, die um die gleichen Atomkerne kreisen, wie gestern und es werden morgen immer noch die gleichen sein. Meine DNA besteht heute aus den gleichen Aminosäuren wie gestern und wird morgen noch aus den gleichen Aminosäuren bestehen. Da verändert sich gar nichts "ganz erheblich".

Dein Denken ist immer noch von den abrahamitischen Religionen geprägt, ohne dass du es scheinbar merkst. Einige deiner Ansichten sind ziemlich naiv und lassen sich mit dem wissenschaftlichen Weltbild nicht vereinbaren.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Boraiel » Mi 31. Mai 2017, 19:49

schokoschendrezki hat geschrieben:(28 May 2017, 23:44)

Es gibt einen ziemlich unverschämten Missbrauch des "Energie"-Begriffs durch allerlei esoterische Richtungen. Die exakten Wissenschaften haben über eine lange Zeit hinweg einen einigermaßen brauchbaren Energiebegriff gefunden, dessen Seriösität sich unter anderem darin äußert, dass man mit der "Dunklen Energie" anerkennt, dass man von einem Großteil dieser Energien eigentlich keine Ahnung hat. So. Und nun taucht "Energie" in allen möglichen esoterischen Richtungen auf. Es ist völlig klar, dass mit diesem wissenschaftlich klingendem Begriff einfach Unwissenschaftlichkeit und Irrationalität verschleiert werden soll. "Es fließen Energien". Nicht Zaubersprüche oder göttliche Verfluchungen. Also, da wir auf wissenschaftlicher Grundlage arbeiten und nicht mit religiöser Irrationalität: Es fließen Energien. Unser Therapiekonzept ist wissenschaftlich unterlegt, Denk immer daran: Energien, Energien ... und zahl entsprechend für dieses überlegene Konzept.

Ok, das mag durchaus sein, ist aber nicht wirklich eine Beantwortung meiner Frage.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Boraiel » Mi 31. Mai 2017, 19:52

aleph hat geschrieben:(29 May 2017, 21:25)

Warum fragen lassen sich nicht restlos beantworten. Weil jede antwort gibt neuen anlass zu warumfragen.

:thumbup: Deswegen ist Gott ja auch das Woher der Fraglichkeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Theologie_im_Zeitalter_des_Nihilismus
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon garfield336 » Mi 31. Mai 2017, 20:14

JohnAtarash hat geschrieben:(31 May 2017, 17:08)

Sorry aber ein Nichtglaube ist auch ein Glaube. Nämlich, dass es keinen Gott gibt. Hast du denn Begründungen für deinen Nichtglauben?


Ich habe nicht gesagt dass ich glaube das es kein Gott gibt.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon BingoBurner » Mi 31. Mai 2017, 20:52

JohnAtarash hat geschrieben:(31 May 2017, 15:54)

Weil er unser aller Vater ist und man respektvoll mit seinen Eltern umgehen sollte. Man wählt die Eltern nicht. Wenn du dich aber auf die Seite der Demonen stellst, wären wir gezwungen den Krieg auch gegen dich zu führen. Außerdem bin ich zuverschtlich, dass wir den Krieg gewinnen. In der letzten Zeit bekommt Gott viel Hilfe von gerechten Menschen und Kreaturen.


Es ist nicht immer einfach, aber es ist ein Leben voller Sinn und Hoffnung.


Selten sowas doofes gelesen...............Warum nicht Mutter ?
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BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Dark Angel » Mi 31. Mai 2017, 21:01

Boraiel hat geschrieben:(31 May 2017, 20:47)

Dein Denken ist immer noch von den abrahamitischen Religionen geprägt, ohne dass du es scheinbar merkst. Einige deiner Ansichten sind ziemlich naiv und lassen sich mit dem wissenschaftlichen Weltbild nicht vereinbaren.

Häää wovon sollen meine Ansichten geprägt sein?
Von den abbrahamitischen Religionen mit Sicherheit nicht! Meine Ansichten basieren auf einem wissenschaftliche Weltbild und sonst gar nix! An meinen Ansichten ist auch nichts naiv.
Ich schwurble allerdings nicht so esoterischen Unsinn - vonwegen "bewegte Teilchen" zusammen.
Ich weiß sehr gut, dass es bezüglich der Entstehung von Leben noch mehr als genug unbeantwortete Fragen gibt, ebenso weiß ich, dass es hinsichtlich der Sternentstehung und/oder der Entstehung von Planetensystemen noch genügend unbeantwortete Fragen gibt. Das hat allerdings nicht das geringste mit Naivität zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit nicht wissen und mit diesem nicht wissen kann ich sehr gut leben. Ich brauche keine Krückenkonstruktion namens Gott.
Wie sagte Sir Isaak Newton - " Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean"
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Boraiel » Mi 31. Mai 2017, 21:27

Dark Angel hat geschrieben:Häää wovon sollen meine Ansichten geprägt sein?
Von den abbrahamitischen Religionen mit Sicherheit nicht! Meine Ansichten basieren auf einem wissenschaftliche Weltbild und sonst gar nix! An meinen Ansichten ist auch nichts naiv.
Ich schwurble allerdings nicht so esoterischen Unsinn - vonwegen "bewegte Teilchen" zusammen.
Ich weiß sehr gut, dass es bezüglich der Entstehung von Leben noch mehr als genug unbeantwortete Fragen gibt, ebenso weiß ich, dass es hinsichtlich der Sternentstehung und/oder der Entstehung von Planetensystemen noch genügend unbeantwortete Fragen gibt. Das hat allerdings nicht das geringste mit Naivität zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit nicht wissen und mit diesem nicht wissen kann ich sehr gut leben. Ich brauche keine Krückenkonstruktion namens Gott.
Wie sagte Sir Isaak Newton - " Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean"

Das war halt vor 350 Jahren, heute haben wir eher Atlantik, Pazifik und indischen Ozean zusammen, es fehlen noch die Polarmeere, um das ganze Meer zu kennen. Willkommen im 3. Jahrtausend. ;)
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 31. Mai 2017, 22:42

Boraiel hat geschrieben:(31 May 2017, 22:27)
Das war halt vor 350 Jahren, heute haben wir eher Atlantik, Pazifik und indischen Ozean zusammen, es fehlen noch die Polarmeere, um das ganze Meer zu kennen. Willkommen im 3. Jahrtausend. ;)

Ich bin da weniger optimistisch.. Wie viele der fantastilliarden mathematisch möglichen multiversen haben wir den schon analysiert oder überhaupt erst entdeckt?

Ist das Standardmodell wirklich so zufriedenstellend, wenn es sich nicht mit der allgemeinen Relativitätstheorie verträgt?

Ich kann mir kaum vorstellen dass es nicht irgendwie auch ein Universum mit 4 entfalteten raumdimensionen gibt..

Ich denke wir kennen zwar jetzt mehr als den tropfen von Newton damals, haben aber auch festgestellt dass es nicht nur auf der Erde Ozeane gibt, sondern noch Milliarden anderer Planeten mit anderen Ozeanen..
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Zunder » Mi 31. Mai 2017, 23:14

Boraiel hat geschrieben:(31 May 2017, 22:27)

Das war halt vor 350 Jahren, heute haben wir eher Atlantik, Pazifik und indischen Ozean zusammen, es fehlen noch die Polarmeere, um das ganze Meer zu kennen. Willkommen im 3. Jahrtausend. ;)

Diese naive Wissenschaftsgläubigkeit gab es auch schon bei den Materialisten des 19. Jahrhunderts.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Alexyessin » Do 1. Jun 2017, 07:28

Boraiel hat geschrieben:(31 May 2017, 20:52)

:thumbup: Deswegen ist Gott ja auch das Woher der Fraglichkeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophische_Theologie_im_Zeitalter_des_Nihilismus


Schmarrn.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 1. Jun 2017, 07:42

Boraiel hat geschrieben:(31 May 2017, 22:27)

Das war halt vor 350 Jahren, heute haben wir eher Atlantik, Pazifik und indischen Ozean zusammen, es fehlen noch die Polarmeere, um das ganze Meer zu kennen. Willkommen im 3. Jahrtausend. ;)


Aber das betrifft doch nur das Wissen über diesen winzigen Körper am Rande einer von Millionen Galaxien ... Nochmal: Aus geschätzt 68,3 Prozent Dunkler Energie und geschätzt 26,8 Prozent Dunkler Materie besteht das Universum. Das heißt, wir wissen über lediglich geschätzt 4,9 Prozent, woraus das Universum eigentlich besteht. Vom großen Rest haben wir nicht die mindeste Ahnung. Aber bereits die Tatsache, dass man auf diese Verhältnisse indirekt, über die Abschätzung der Bremsung der kosmischen Expansion schließen kann, bestätigt den Erfolg eines grundsätzlich wissenschaftlichen Ansatzes. Meine persönliche Meinung ist zwar die, dass ein solcher wissenschaftlicher Ansatz grundsätzlich auch die Existenz von in irgendeiner Art und Weise außerhalb von Raum und Zeit wirkenden Einflüsse nicht einfach ausschließen kann ... das hat aber absolut nix mit den historisch entstandenen und aus dem historischen Zusammenhang durchaus erklärbaren irdischen Religionen zu tun.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 1. Jun 2017, 07:58

harry52 hat geschrieben:(30 May 2017, 08:20)

Wenn Raum und Zeit mehr als drei + eine Dimension haben, dann löst sich das ganze Problem vom Anfang auf. Wie bei einer Kugel gibt es weder Anfang noch Ende. Alle Punkte sin d gleichberechtigt und trotzdem ist die Fläche einer Kugel endlich.


Das "Problem" ist dabei ein anderes: Die, die einer 3+1-Dimension leben, können ganz grundsätzlich die Objekte einer > 3+1-Dimension nicht erfassen. Ich will das ja gar nicht als echte Hypothese hinstellen, Aber es ist logisch und mathematisch konsistent denkbar, dass sich im Universum Dinge abspielen und auch unsere 3+1-Welt beeinflussen, an die wir Menschen einfach grundätzlich nicht herankommen.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Keoma » Do 1. Jun 2017, 08:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Jun 2017, 08:58)

Das "Problem" ist dabei ein anderes: Die, die einer 3+1-Dimension leben, können ganz grundsätzlich die Objekte einer > 3+1-Dimension nicht erfassen. Ich will das ja gar nicht als echte Hypothese hinstellen, Aber es ist logisch und mathematisch konsistent denkbar, dass sich im Universum Dinge abspielen und auch unsere 3+1-Welt beeinflussen, an die wir Menschen einfach grundätzlich nicht herankommen.


Möglich.
Ich denke da an das Beispiel einer zweidimensionalen Welt - die Kreise schnappen sich ein Dreieck und sperren es in ein Viereck.
Wenn jetzt einer aus der dreidimensionalen Welt das Dreieck aus dem Viereck wegnimmt, ist das für die Kreise unerklärbar.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 1. Jun 2017, 08:15

Was der Threadersteller mit seinem Eingangsbeitrag schreibt:

JohnAtarash hat geschrieben:(09 May 2017, 15:56)

Ich kann mich als jemand bezeichnet, der sein Leben lang nach der Wahrheit gesucht hat. Schließlich habe ich meinen inneren Frieden gefunden, im Glauben an einen Gott, der Liebe ist und uns Menschen bedingungslos liebt. Es gibt zwar immer noch Kämpfe und Zweifel, aber ich schätze ich bin auf einem guten Weg. Jetzt möchte ich die Community fragen und zur Diskussion einladen, was ist für euch die beste Lebenseinstellung oder die Religion und warum?


ist im Grunde eine andere Formulierung des zentralen christlich-theologischen Problems der Rechtfertigung. Für die vor allem Martin Luther eine Lösung gefunden hat oder meint, gefunden zu haben. Nämlich, den Widerspruch zwischen einem gerechten und einem barmherzigen Gott aufzulösen. Für einen gerechten Gott hat der Mensch ein sündenfreies Leben zu führen, aktiv zu sein. Ein barmherziger Gott bedeutet eine Erlösung des Menschen. Er muss nicht aktiv durch ein sündenfreies Leben sich die Gottesbarmherzigkeit erkämpfen.
Die Kernfrage nach der Rechtfertigung ist: Was ist entscheidend dafür, dass das durch die Sünde gestörte Verhältnis zwischen Gott und Mensch in Ordnung kommt? Geschieht das allein aus der von Gott geschenkten Gnade oder aufgrund der guten Werke des Menschen? Die Rechtfertigungslehre antwortet darauf, dass der Mensch sich vor Gott nichts verdienen kann durch eigene Leistungen, gute Werke, Verdienste, Ablasszahlungen u. ä.; die zwischen Mensch und Gott durch die Sünde gestörte Beziehung wird allein von Gott her wieder hergestellt, weil er sich dem Menschen aus seinem freien Willen heraus in Gnade zuwendet. Gute Werke eines Menschen sind dann Frucht und Folge des Glaubens.


Natürlich führt auch diese Sicht zu sozusagen exzessiven Entgleisungen wie etwa im Calvinismus. Wo, vereinfacht gesagt, jeder tun und lassen kann, was er will: Sein Schicksal ist ohnehin von Gott vorherbestimmt. Und in einer weiteren Auslegung: Dass wirtschaftlicher Wohlstand als Zeichen der Auserwählung gedeutet werden kann. Im Zeichen dieser protestantischen Ethik ist im Grunde die gesamte Entwicklung der sogenannten "westlichen Welt" zu verstehen.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon harry52 » Do 1. Jun 2017, 08:30

schokoschendrezki hat geschrieben:Das "Problem" ist dabei ein anderes: Die, die einer 3+1-Dimension leben, können ganz grundsätzlich die Objekte einer > 3+1-Dimension nicht erfassen.

Ja und nein.
Unser Körper hat auch kein Sinnesorgan, dass radioaktive Strahlung spüren kann. Aber es gibt seit einigen Jahrzehnten Geigerzähler. Und Ja: Unser Körper ist von der Evolution nicht mit Sinnesorganen ausgestattet worden, die mehr als die vier Dimensionen erfassen können. Aber in Mathe können wir durchaus mit mehr Dimensionen rechnen und das wird ja auch getan und man sucht nach Möglichkeiten, doch irgendwie die Existenz weiterer Dimensionen experimentell bzw. mit einen ">4D-Zähler" nachzuweisen.

Ähnlich ist es mit der Quantentheorie und der Relativitätstheorie.
Wir haben auch lange gebraucht, das sonderbare Verhalten von ganz kleinen Dingen und den ganz großen und schnellen Dingen zu begreifen bzw. zu messen. Für unseren Erfolg bei der Fortpflanzung war das alles nicht wichtig, genauso wie Sinnesorgane für Radioaktivität und Sinnesorgane für mehr als vier Dimensionen.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 1. Jun 2017, 10:50

harry52 hat geschrieben:(01 Jun 2017, 09:30)

Ja und nein.
Unser Körper hat auch kein Sinnesorgan, dass radioaktive Strahlung spüren kann. Aber es gibt seit einigen Jahrzehnten Geigerzähler. Und Ja: Unser Körper ist von der Evolution nicht mit Sinnesorganen ausgestattet worden, die mehr als die vier Dimensionen erfassen können. Aber in Mathe können wir durchaus mit mehr Dimensionen rechnen und das wird ja auch getan und man sucht nach Möglichkeiten, doch irgendwie die Existenz weiterer Dimensionen experimentell bzw. mit einen ">4D-Zähler" nachzuweisen.

Ähnlich ist es mit der Quantentheorie und der Relativitätstheorie.
Wir haben auch lange gebraucht, das sonderbare Verhalten von ganz kleinen Dingen und den ganz großen und schnellen Dingen zu begreifen bzw. zu messen. Für unseren Erfolg bei der Fortpflanzung war das alles nicht wichtig, genauso wie Sinnesorgane für Radioaktivität und Sinnesorgane für mehr als vier Dimensionen.

Ist noch fraglich. Es gibt zahlreiche Physiker, die der Ansicht sind, die Objekte der Stringtheorie werden für immer rein theoretische Konstrukte bleiben und sich jedem Nachweis entziehen ...

Aber, um es nochmal auf den Punkt zu bringen, worum es mir geht: Beim Verhältnis zu Religionen ist zu unterscheiden: Auf der einen Seite die irdischen historisch gewachsenen Religionen mit ihren konkreten Erzählungen von Jesus Christus, dem Propheten Mohammed usw. Eine Nichtgläubigkeit daran ist für mich weit eher deswegen naheliegend, weil deren Existenz als gesellschaftliches und soziales Phänomen erklärlich ist. Sie sind entstanden, weil sie als ein funktionierendes soziales Bindemittel tauglich waren. Ich finds immer irgendwie peinlich, einem Christen zu erklären, dass seine Religion unlogisch, unwissenschaftlich ist. Dass sein Gott eigentlich nicht existiert usw. Das Christentum, der Islam usw. ist aus meiner Sicht weit eher ein soziales Bindungsvehikel als eine Welterklärung. Auf einer ganz anderen Seite steht der ganz nüchterne wissenschaftliche Ansatz, Mechanismen zum Weltfunktionieren und vor allem zur Weltexistenz, die noch völlig außerhalb aller bestehenden Theorien stehen, nicht prinzipiell auszuschließen.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon JohnAtarash » Do 1. Jun 2017, 11:24

Ein Terraner hat geschrieben:(31 May 2017, 20:05)

Und Nichtrauchen ist auch nur Rauchen, der gleiche Schwachsinn in jeder Diskussion mit Religiösen, immer und immer und immer und immer wieder ...........................


In diesem Thread geht es um Glauben, Religion und Lebenseinstellung. Wenn du gegenüber Gläubigen Animositäten hast, dann diskutiere am besten in diesem Thread nicht mit. Schreib lieber gar nichts anstatt negative Stimmung zu verbreiten.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Ein Terraner » Do 1. Jun 2017, 11:30

JohnAtarash hat geschrieben:(01 Jun 2017, 12:24)

Schreib lieber gar nichts anstatt negative Stimmung zu verbreiten.


Wie wäre es wenn du damit aufhörst deinen Schmarn zu verbreiten, dann werde ich auch nicht negativ.
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Re: Welche Lebenseinstellung ist die beste? Welche Religion ist am nähesten an der Wahrheit?

Beitragvon Selina » Do 1. Jun 2017, 11:40

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Jun 2017, 11:50)

Aber, um es nochmal auf den Punkt zu bringen, worum es mir geht: Beim Verhältnis zu Religionen ist zu unterscheiden: Auf der einen Seite die irdischen historisch gewachsenen Religionen mit ihren konkreten Erzählungen von Jesus Christus, dem Propheten Mohammed usw. Eine Nichtgläubigkeit daran ist für mich weit eher deswegen naheliegend, weil deren Existenz als gesellschaftliches und soziales Phänomen erklärlich ist. Sie sind entstanden, weil sie als ein funktionierendes soziales Bindemittel tauglich waren. Ich finds immer irgendwie peinlich, einem Christen zu erklären, dass seine Religion unlogisch, unwissenschaftlich ist. Dass sein Gott eigentlich nicht existiert usw. Das Christentum, der Islam usw. ist aus meiner Sicht weit eher ein soziales Bindungsvehikel als eine Welterklärung. Auf einer ganz anderen Seite steht der ganz nüchterne wissenschaftliche Ansatz, Mechanismen zum Weltfunktionieren und vor allem zur Weltexistenz, die noch völlig außerhalb aller bestehenden Theorien stehen, nicht prinzipiell auszuschließen.


Interessante Erklärung :thumbup: Nur mal was nicht ganz so Bierernstes am Rande: Eine liebe Bekannte, die auch bekennende Atheistin war (sie war aber getauft und konfirmiert), sagte immer mit nem Augenzwinkern: Ich werd mal lieber ein wenig beten. Für alle Fälle. Kann ja sein, es gibt doch einen Gott, da will ich lieber vorbeugen :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz

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