Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

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Michi
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Michi » Sa 25. Aug 2018, 17:13

Der nächste "tolle" Kommentar zu den Missbrauchsfällen kommt von Kardinal Sergio Obeso Rivera aus Mexiko:

Manchmal sollten sich diejenigen, die uns beschuldigen, ein wenig schämen, weil sie oft selbst etwas zu verbergen haben.


(Quelle nicht verlinkt wegen Sprachregel)
"When in doubt... C-4"
- Jamie Hyneman
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firlefanz11
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 27. Aug 2018, 13:20

Antonius hat geschrieben:(25 Aug 2018, 16:56)

Du mußt Deine Ressentiments hier nicht unbedingt darstellen.

Doch. Auch dazu dient ein Diskussionsforum. Dass das Dir als Kirchenapologet gegen den Strich geht tut diesbezüglich nichts zur Sache denn wir sind hier nicht in der Kirche...

Und was Irland angeht: Ein ähnliches Bild wie in den USA.
In Dublin traf der Papst am Wochenende mit acht Missbrauchsopfern persönlich zusammen. Mitglieder des Klerus, Mönche und Vertreter katholischer Einrichtungen hatten sich an ihnen vergangen, wie Vatikan-Sprecher Greg Burke mitteilte. Unter den acht Teilnehmern der Begegnung war demnach ein Opfer des Priesters Tony Walsh. Dieser missbrauchte über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten Hunderte Kinder, bis er schließlich aus dem Priesterstand entlassen und inhaftiert wurde.
In Irland wurden mutmaßlich über Jahrzehnte hinweg Tausende Kinder durch katholische Priester sexuell missbraucht. Seit 2002 haben mehr als 14.500 Menschen Entschädigung beantragt.


Immerhin wurde dieser Walsh eingeknastet. Dürfte für die armen Kinder u. deren Eltern aber auch nur ein schwacher Trost sein.
Die RKK solls machen wie die altkatholische Kirche u. ihren Vertretern die Ehe erlauben...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
roadrunner

Re: Katholischer Kindesmissbrauch, ab wann wird es System?

Beitragvon roadrunner » Di 28. Aug 2018, 13:34

Ein Terraner hat geschrieben:(09 Feb 2017, 17:13)

Durch das Zölibat würde ich das jetzt nicht entschuldigen, ich bin kein Psychologe. Aber sexuelle Lust auf Kinder wegen Enthaltsamkeit, kling jetzt nicht sehr einleuchtend.


Die kath. Kirche ist offensichtlich das Paradies der Pädophílen, gut geschützt durch den selbsternannten Stellvertreter Gottes auf Erden
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Mi 29. Aug 2018, 09:49

Es gibt überhaupt keine Hinweise darauf, dass sexueller Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche überproportional aufgetreten ist. Hier laufen einige ziemlich blauäugig durch die Gegend und machen sich über die Ausmaße des Kindesmissbrauches in unserer Gesellschaft insgesamt überhaupt keine Vorstellung. Die sollen sich vielleicht einmal mit Mitarbeiter von Organisationen wie Zartbitter e. V. unterhalten.

Hier ein Artikel zum Thema:

https://www.sueddeutsche.de/leben/studie-viele-muetter-dulden-kindesmissbrauch-1.3545627

Zahl minderjähriger Missbrauchsopfer nimmt weiter zu
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht in Europa von etwa 18 Millionen betroffenen Mädchen und Jungen aus. Laut einer aktuellen Studie des Universitätsklinikums Ulm nimmt die Zahl minderjähriger Missbrauchsopfer in Deutschland weiter zu. In einer Umfrage gaben 13,9 Prozent der Befragten ab 14 Jahren an, als Kind oder Jugendlicher missbraucht worden zu sein. Das entspricht etwa jedem siebten Deutschen. 2010 hatte eine Studie mit derselben Methodik noch einen Wert von 12,6 Prozent ergeben.


jeder siebte Deutsche ist als Kind oder Jugendliche sexuell missbraucht worden. Die Mißbrauchszahlen innerhalb der katholischen Kirche scheinen sogar weit unterproportional zu sein. Am gefährdetsten ist man immer noch in der eigenen Familie.
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Ein Terraner
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 29. Aug 2018, 09:58

jellobiafra hat geschrieben:(29 Aug 2018, 10:49)

Es gibt überhaupt keine Hinweise darauf, dass sexueller Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche überproportional aufgetreten ist.


Es gibt da schon ein paar Indizien zur Kinderficker-Sekte

https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller ... hen_Kirche
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Mi 29. Aug 2018, 18:58

Ein Terraner hat geschrieben:(29 Aug 2018, 10:58)

Es gibt da schon ein paar Indizien zur Kinderficker-Sekte

https://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller ... hen_Kirche


Unterstreicht aber eher meine Aussage. Aus der Quelle:

Empirische Daten für Missbrauch durch katholische Geistliche oder andere Mitarbeiter der katholischen Kirche gibt es kaum; die vorhandenen Schätzungen aus verschiedenen Ländern kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, die besagen, dass zwischen 1 und 5 % der Kleriker durch Missbrauch aufgefallen sind. Manche gehen davon aus, dass überdurchschnittlich viele Kleriker pädophil veranlagt seien, andere hingegen, dass der Anteil unter dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung liege.


Insgesamt wurden 13,9 Prozent aller Deutschen Opfer von sexuellem Missbrauch als Kinder und Jugendliche. Es sieht ganz so aus, dass innerhalb der Kinderfickersekte seltener Kinder gefickt wurden als außerhalb. (absolut und relativ). Wobei ich zugeben muss, dass man von der Anzahl der Täter nicht direkt auf die Anzahl der Opfer schließen kann, da einige Täter mehrere Kinder missbraucht haben.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Mi 29. Aug 2018, 19:49

Die Abschaffung des Zölibats kann durchaus zu einer Verringerung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen führen.
Pädophile Priester können dann eine Familie gründen und sich an den eigenen Kindern vergehen.
Polibu

Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Polibu » Mi 29. Aug 2018, 19:58

jellobiafra hat geschrieben:(29 Aug 2018, 20:49)

Die Abschaffung des Zölibats kann durchaus zu einer Verringerung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen führen.
Pädophile Priester können dann eine Familie gründen und sich an den eigenen Kindern vergehen.


Und inwiefern wäre das besser? Soll das hier Humor sein oder was? :|
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Mi 29. Aug 2018, 20:09

Polibu hat geschrieben:(29 Aug 2018, 20:58)

Und inwiefern wäre das besser? Soll das hier Humor sein oder was? :|


Hab ich gesagt, dass das besser ist?. Diejenigen, die gegen alle Logik das Zölibat verantwortlich machen für Kindesmissbrauch, vergessen gerne, dass die meisten Fälle von
Kindesmissbrauch in der eigenen Familie stattfinden. Häufig ist der Vater der Täter. Eine Abschaffung des Zölibats bedeutet, dass Pädophile noch einen weitaus stärkeren Zugriff auf
Kinder bekommen.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Sa 1. Sep 2018, 15:03

Der weitaus größte Anteil der Missbrauchsfälle geht auf regressive Täter zurück, deren sexuelle Präferenz primär auf Erwachsene gerichtet ist, wohl auch in der katholischen Kirche. Sie greifen auf die Kinder zu, weil sie in ihrer Position - wo oder in welcher Einrichtung auch immer - auf die Kinder leicht zugreifen können. Deswegen gelten sie auch als Ersatzobjekttäter.


Gibt es denn eine Bibelstelle, die den sexuellen Kindesmissbrauch explizit verurteilt (auf die sich zum Beispiel ein Pfarrer/Pastor in seiner Predigt berufen kann)?
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » So 2. Sep 2018, 18:02

streicher hat geschrieben:(01 Sep 2018, 16:03)

Der weitaus größte Anteil der Missbrauchsfälle geht auf regressive Täter zurück, deren sexuelle Präferenz primär auf Erwachsene gerichtet ist, wohl auch in der katholischen Kirche. Sie greifen auf die Kinder zu, weil sie in ihrer Position - wo oder in welcher Einrichtung auch immer - auf die Kinder leicht zugreifen können. Deswegen gelten sie auch als Ersatzobjekttäter.


Gibt es denn eine Bibelstelle, die den sexuellen Kindesmissbrauch explizit verurteilt (auf die sich zum Beispiel ein Pfarrer/Pastor in seiner Predigt berufen kann)?


ich kenne keine Bibelstelle. Moderne Theologen interpretieren die sodomitische Sünde als sexueller Missbrauch von Wehrlosen, also auch Kindern. In der Bibel steht das nicht.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon Heimdal » Mo 3. Sep 2018, 22:27

jellobiafra hat geschrieben:(02 Sep 2018, 19:02)

ich kenne keine Bibelstelle. Moderne Theologen interpretieren die sodomitische Sünde als sexueller Missbrauch von Wehrlosen, also auch Kindern. In der Bibel steht das nicht.



In der sogenannten katholischen "Moraltheologie" wurden Konzepte entwickelt, die nichts mit der Lehre des Rabbi Joshua zu tun haben.

Es sind Erfindungen, die nur einem Zweck dienen: Dem Machterhalt einer Kirche und des selbsternannten Stellvertreters Christi auf Erden. Einem Stellvertreter, der in den vergangenen Jahrhunderten zu den schlimmsten Sündern und "Hurenböcken" auf Odins Erdboden gehörte.

Die sogenannte Bibel ist ein künstlich erzeugtes Konstrukt. Geschaffen wurde dieser Kanon der Schriften von völlig zerstrittenen Christensekten beim Konzil von Nizäa. Angeführt von einem ketzerischen römischen Kaiser. Sie packten dort rein, was ihnen nützlich war. Alles , was ihre Macht hätte untergraben können, wurde verbannt.

Nach nun fast 2000 Jahren steht dieser Verein vor einem Scherbenhaufen. Das wurde auch mal Zeit.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon jellobiafra » Di 4. Sep 2018, 00:00

Heimdal hat geschrieben:(03 Sep 2018, 23:27)

In der sogenannten katholischen "Moraltheologie" wurden Konzepte entwickelt, die nichts mit der Lehre des Rabbi Joshua zu tun haben.

Es sind Erfindungen, die nur einem Zweck dienen: Dem Machterhalt einer Kirche und des selbsternannten Stellvertreters Christi auf Erden. Einem Stellvertreter, der in den vergangenen Jahrhunderten zu den schlimmsten Sündern und "Hurenböcken" auf Odins Erdboden gehörte.

Die sogenannte Bibel ist ein künstlich erzeugtes Konstrukt. Geschaffen wurde dieser Kanon der Schriften von völlig zerstrittenen Christensekten beim Konzil von Nizäa. Angeführt von einem ketzerischen römischen Kaiser. Sie packten dort rein, was ihnen nützlich war. Alles , was ihre Macht hätte untergraben können, wurde verbannt.

Nach nun fast 2000 Jahren steht dieser Verein vor einem Scherbenhaufen. Das wurde auch mal Zeit.


Der Katholizismus boomt. Weltweit ist die Zahl der Katholiken in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen - um 57 % in den letzten 30 Jahren, die Weltbevölkerung nur um ca. 46 % im gleichen Zeitraum. Scherbenhaufen sieht anders aus.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon McKnee » Di 4. Sep 2018, 06:34

Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?


Nicht der Mißbrauch hat oder wird/wurde System, aber die Vertuschung hat schon sehr lange System.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Albert Einstein
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Di 4. Sep 2018, 19:46

McKnee hat geschrieben:(04 Sep 2018, 07:34)

Nicht der Mißbrauch hat oder wird/wurde System, aber die Vertuschung hat schon sehr lange System.
Finde ich schwierig zu sagen. Seit wann wird Missbrauch eigentlich aufgeklärt? Wann kam das erste Mal ein Missbrauchsskandal an die Öffentlichkeit? Dementsprechend wird sich die Kirche Strategien überlegt haben. Vor hundert Jahren konnte so ein Skandal wohl nicht so ans Licht gezerrt werden, geschweige vor 500 oder 1000 Jahren.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » Mo 10. Sep 2018, 20:30

jellobiafra hat geschrieben:(04 Sep 2018, 01:00)

Der Katholizismus boomt. Weltweit ist die Zahl der Katholiken in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen - um 57 % in den letzten 30 Jahren, die Weltbevölkerung nur um ca. 46 % im gleichen Zeitraum. Scherbenhaufen sieht anders aus.
Der Scherbenhaufen entsteht wohl in Ländern wie Deutschland oder Irland, denn hier verliert die katholische Kirche Mitglieder, Einfluss und Glaubwürdigkeit. Ich dachte eigentlich auch, dass in Südamerika die Mitglieder auch mal gerne zu den Freikirchen wechseln. Die sind aber dort kein Deut besser, eher extremer und rückwärtsgewandt.
Was passiert, wenn man seinen Schein nach Außen nicht wahren kann? Zu dem Strategiewechsel/Vertuschung fällt mir gerade ein Beispiel ein, dass aus dem Bereich der Freikirchen stammt: in einer Jugendgruppe hat ein Jugendleiter tatsächlich auf einer Freizeit zugeschlagen. Die anderen Leiter zeigten sich total empört, nur ein Leiter jedoch ging der Sache weiter nach - und es kamen weitere Übergriffe ans Licht, auch sexuelle, auch frühere Vorkommnisse. Komischerweise hatte derjenige die komplette weitere Leiterschaft bald gegen sich und sah sich bald aus sämtlichen Ämtern verbannt. Strategiewechsel. Die anderen konnten wohl ihren Schein auch nicht mehr wahren. Besonders standen sie bald unangenehmen Fragen der Jugendlichen und Kindern gegenüber, und der Eltern, und irgendwann wohl auch der Polizei.
Fragen waren: Sind solche Übergriffe Ehebruch? Was sagt die Bibel dazu? Ihre Strategie war, sich schnellstmöglich wieder eine Position zu verschaffen, in welcher sie nicht mehr in Frage gestellt werden konnten. Deswegen regelt man ja auch solche Dinge gerne intern.
Nur: was soll man davon halten? Kommt man dann nicht auf die Idee, dass so manch Würdenträger den eigenen Glauben eigentlich gar nicht glaubt? Letztendlich wird der Glauben anderer benutzt, um der eigenen Sache näher zu kommen.
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Martin MITCHELL
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STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland.

Beitragvon Martin MITCHELL » So 16. Sep 2018, 05:42

.
Vielleicht kann ich ja auch unter den Boardnutzern und Boardnutzerinnen hier im POLITIK-FORUM.EU eine rege Diskussion zu diesem Thema anregen, ob sie nun demVEREIN ZUR FÖRDERUNG DER POLITISCHEN DISKUSSION E.V.angehören oder nicht.

Sieht man unter den verschiedenen Boardnutzern und Boardnutzerinnen dieses POLITIK-FORUM.EU diese anscheinend in Deutschland bestehende Situation mit Besorgnis an?

In wie weit aber kann man dieser Studie überhaupt vertrauen?

Was sollte jetzt, daraufhin, geschehen um die Sachlage was die Katholische Kirche in Deutschland betrifft, zu ändern und den deutschen Betroffenen dieser Verbrechen Beistand zu leisten?

( Übrigens bin ich, obwohl ein Ehemaliges Heimkind im Jugendalter in kirchlichen Heimen und Anstalten im damaligen Westdeutschland, – glücklicherweise – selbst kein Opfer eines solchen Verbrechens geworden. )

DIE KATHOLISCHE KIRCHE IN DEUTSCHLAND UND DAS AUSMAß IHRER VERBRECHEN

KINDESMISSBRAUCH IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN 1946 UND 2014 (NUR DAS WAS VON DEN OBEREN ZUGEGEBEN WIRD)


[ QUELLE: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie ]

TEILAUSZUG AUS EINEM SEHR, SEHR LANGEN AUFSCHLUSSREICHEN ARTIKEL - EINER SEHR VERLÄSSLICHEN QUELLE:

.
*Sexueller Missbrauch*

*Das Ausmaß des Verbrechens*

Über vier Jahre lang haben die deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt in der Kirche systematisch erforschen lassen. Wir veröffentlichen erste Ergebnisse der Studie.

Von
Evelyn Finger und Veronika Völlinger

[ „Evelyn Finger - Verantwortl. Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln, DIE ZEIT“ - Siehe @ https://www.zeit.de/autoren/F/Evelyn_Finger/index.xml ]
[ „Veronika Völlinger – Freie Journalistin“ - Siehe @
https://www.zeit.de/autoren/V/Veronika-_Voellinger/index ]

12. September 2018 / DIE ZEIT Nr. 38/2018, 13. September 2018 /

419 Kommentare [ ständig zunehmend ]


Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––

DAS AUSMAß DER VERBRECHEN:


3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.

4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren mutmaßlich Missbrauchstäter.


––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens". Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der
Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

Ergebnis: Was man bislang nur ahnte, was an dramatischen Einzelfällen bekannt und in Einzelstudien belegt war, wird nun weit übertroffen, allein durch die Zahlen der Opfer und der Täter. Sie sind alarmierend, auch weil die Forscher immer wieder betonen,
das "Dunkelfeld" des Kindesmissbrauchs sei groß und die wahren Zahlen lägen erfahrungsgemäß "höher". Die Wahrheit ist also noch schlimmer.

Auf mehr als 350 Seiten wird nun der sexuelle Missbrauch im Verantwortungsbereich der DBK dokumentiert. Die Forscher tun das nüchtern, präzise, detailgenau. 27 Bistümer hatten sich vertraglich verpflichtet, am Projekt teilzunehmen. Doch
ein Grundproblem bleibt: die Abhängigkeit der Ergebnisse von den Bischöfen. Daran war die Studie im ersten Anlauf gescheitert, weil der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer, der zunächst eine Studie für die DBK machen wollte, die Forschungsbedingungen unzumutbar fand. Zu Recht. Er wehrte sich dagegen, dass die Kirche den gültigen Vertrag nachträglich mit dem Ziel ändern wollte, die Forschungstexte zu kontrollieren und ihre Veröffentlichung "aus wichtigem Grund" sogar völlig verbieten zu dürfen. Außerdem kritisierte er die Vernichtung von Akten und den Widerstand der Kirche gegen eine unabhängige Aktenanalyse durch ehemalige Richter und Staatsanwälte.

Die letzten beiden Kritikpunkte werden nun bestätigt – und zwar durch die Studie selbst. Darin heißt es: "
In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."

Die Forscher haben Fragebögen entwickelt, anhand derer die Mitarbeiter in den Bistümern die Akten auswerten. Sie tragen Daten über die Betroffenen und die Beschuldigten ein, sie kreuzen Kategorien an, mit denen sich der genaue Ablauf der Tat beschreiben lässt. Und sie notierten, wie die Kirche auf Vorwürfe reagiert hat. Die ZEIT konnte mehrere solcher Erhebungsbögen einsehen, teilweise sind sie bis zu 50 Seiten lang.

So wertete man insgesamt 38.156 Personal- und Handakten aus. Aber:
Keiner der Wissenschaftler hat in den kirchlichen Archiven je Akten in der Hand gehabt. Deshalb ist die Studie nicht wirklich unabhängig. Die aufzuklärende Institution hat die Aufklärung kontrolliert. Das unterscheidet sie fundamental von der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte. [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/35/sexueller-missbrauch-pennsylvania-katholische-kirche ] *Das unterscheidet sie auch von der Missbrauchsstudie der Royal Commission in Australien, die Ende 2017 erschien*. Allerdings: In Deutschland darf die Staatsanwaltschaft nur ermitteln, wenn ein Fall nicht verjährt ist.

.

FORTSETZUNG AUF ZWEI WEITEREN SEITEN:

NÄCHSTE SEITE [Seite 2]: Spezifika des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche [ Siehe @
https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-2 ]


NÄCHSTE SEITE [Seite 3]: 969 der Missbrauchten waren Ministranten [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-3 ]

Siehe diesbezüglich auch Humanistischer Pressedienst (hpd) (12.09.2018) »Tausende sexuelle Übergriffe« - »STUDIE: Missbrauch in der Kirche dauert offenbar noch an« @ https://hpd.de/artikel/studie-missbrauch-kirche-dauert-offenbar-noch-an-15944 (und siehe auch die dortigen dazugehörenden Kommentare)

Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Katholische Kirche, Verbrechen, Diözese, Kindesmissbrauch, Deutsche Bischofskonferenz, Christian Pfeiffer, Sexueller Missbrauch, Missbrauch, sexuelle Gewalt, von den Oberen zugegeben, vertuscht, beschönigt, Kleriker, Missbrauchsbeschuldigte, Minderjährige, Kinder, Jugendliche, sexuell missbraucht, Ausmaß der Verbrechen, Verbrechen, Opfer, Täter, missbraucht, Priester, Ordensmänner, Diakone, Missbrauchstäter, Taten, Vertuschung, Vertuschung begünstigt, Kriminologe Christian Pfeiffer, Vernichtung von Akten, Widerstand der Kirche, unabhängige Aktenanalyse, Richter und Staatsanwälte, Aktenmanipulation, Akten, vernichtet, Aktenvernichtung, unabhängigen Einsicht, verhindert, vorhandenen Bistumsakten, Einsicht, Zugriff, Originalakten, blockiert, blockieren, nicht wirklich unabhängig,

Auch der eigentliche Gründer (Ende 2009) diesesnicht gemeinnützigenPOLITIK-FORUMS.EU / VEREINS (im Internet und in den Printmedien als der Jurist André Prätorius [wechselseitig FDP (2005) und DIE LINKE (2014)] angegeben) darf sich an dieser Diskussion beteiligen; und sich doch wohl auch beteiligen wollen, denke ich, oder nicht ??

Auch der in der Dachauer Gegend lebende mehrfache Familienvater und in katholischen Schulen / Fachhochschulen / Universitäten ausgebildebete Betreiber / Vertretungsberechtige diesesnicht gemeinnützigenPOLITIK-FORUMS.EU / VEREINS (im Impressum als Bernd Fitzthum angegeben) darf sich an dieser Diskussion beteiligen; und sich doch wohl auch beteiligen wollen, denke ich, oder nicht ??

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Re: STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland.

Beitragvon Liegestuhl » Mi 19. Sep 2018, 16:10

Martin MITCHELL hat geschrieben:(16 Sep 2018, 06:42)

Auch der eigentliche Gründer (Ende 2009) diesesnicht gemeinnützigenPOLITIK-FORUMS.EU / VEREINS (im Internet und in den Printmedien als der Jurist André Prätorius [wechselseitig FDP (2005) und DIE LINKE (2014)] angegeben) darf sich an dieser Diskussion beteiligen; und sich doch wohl auch beteiligen wollen, denke ich, oder nicht ??


Ja stimmt. Das ist der eigentliche Gründer dieses Forums.
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Re: Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?

Beitragvon streicher » So 23. Sep 2018, 10:57

2013 erst wurde im Vatikan der sexuelle Missbrauch als Straftat erklärt. Hat lange gedauert und wäre wohl ohne vehemente Aufklärung nicht erfolgt.

Es wird immer wieder über die Rolle des Zölibats und der Kirchenstrukturen in dem Zusammenhang diskutiert. Das ist leicht nachvollziehbar und auch notwendig. Man sollte aber auch darüber debattieren, welche Folge es hat, dass ein Geistlicher in seinem Amt - und das betrifft nicht nur die katholische Kirche - sich in seiner Rolle auf Gott beziehen kann, also einer postulierte Macht, die man nicht infrage zu setzen habe und dessen Willen er ausführt. Mit Sicherheit war es in der Vergangenheit noch schwieriger, einen Geistlichen - ein Diener Gottes also - mit Anschuldigungen wie eines Übergriffes infrage zu stellen. Gott oder das Gottesbild wurde nicht infrage gestellt, und damit ungern auch sein eingesetzter Diener im Amt. Vermutlich konnte der dann mit dem Ausschluss aus der Glaubensgemeinschaft drohen. Diese Drohkulisse kann die katholische Kirche nicht mehr so ohne Weiteres aufbauen, Freikirchen allerdings durchaus.
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STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr 5. Okt 2018, 22:35

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Meiner Meinung nach ist ein Thema, dass sich »Kindesmissbrauch in der katholischen kirche, ab wann wird es System?« betitelt weder DAS GLEICHE noch DASSELBE wie ein Thema, dass sich »STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland.« benennt.

Darum hat sich wohl auch niemand bisher zu dem Thema »STUDIE: Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland.« geäussert, weil niemand bemerkt hat, dass dieses Thema von mir eröffnet wurde ( am Sonntag, 16. September 2018, um 06:42 Uhr von mir eröffnet wurde ).

Oder aber niemand hat bemerkt, dass solch eine "STUDIE" in Deutschland, AUF DEUTSCHLAND KONZENTRIERT, stattgefunden hat ?!

Oder aber das Thema interessiert niemanden; und niemand will wirklich etwas sagen zu dem "AUSMAß DER SEXUALISIERTEN GEWALT GEGEN KINDER UND JUGENDLICHE IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND", dass jetzt, in Deutschland, teilweise, durch diese "STUDIE" erstmalig aufgedeckt worden ist.

Natürlich ist die Dunkelziffer DER SEXUALISIERTEN GEWALT GEGEN KINDER UND JUGENDLICHE IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND noch viel, viel größer und das Ausmaß noch viel, viel schlimmer, als diese "STUDIE" uns glauben lässt !!

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