Die Christen und die DNA Gottes

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Nomen Nescio
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Do 15. Dez 2016, 22:11

Firlefanzdetektor hat geschrieben:(14 Dec 2016, 10:16)

Dass "Glauben" in einem gewissen Gegensatz zu "Wissen" steht, ist klar und an sich auch kein Problem. Problematisch wird das erst, wenn "Glauben" zu "Nicht-Wissen-Wollen" wird.

ich habe als gläubige überhaupt keine mühe glaube und wissenschaft beide zu akzeptieren. wobei ich so das beispiel geben könnte von mikro und makro.
auf mikroskala wissen wir viel; auf makroskala dagegen sehr wenig. schwarze löcher, was passiert damit? was besteht außerhalb unseres universums?

womit ich aber mühe haben ist mit der haltung von atheisten, die behaupten (groteske durch mich formuliert) »man kann es nicht messen und darum existiert es nicht«.
es gibt soviel sachen die man nicht messen kann, auch wenn bewiesen ist daß es sie gibt. bei uns gab es früher einen professor ten haeff, der »parapsychologie« als lehrfach hatte.

es gibt einen witz
ein prof sah ein schläfriger student und fragte ihm "was ist elektrizität"?
der student erschrack und antwortete »ich habs gewußt, professor. aber leider vergessen«.
darauf kam die antwort »wie schade, der einzige mensch auf erde der wußte was elektrizität ist, hat es vergessen«.

auch messen ist nicht alleinseligmachend.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Do 15. Dez 2016, 22:22

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:11)

ich habe als gläubige überhaupt keine mühe glaube und wissenschaft beide zu akzeptieren. wobei ich so das beispiel geben könnte von mikro und makro.
auf mikroskala wissen wir viel; auf makroskala dagegen sehr wenig. schwarze löcher, was passiert damit? was besteht außerhalb unseres universums?

womit ich aber mühe haben ist mit der haltung von atheisten, die behaupten (groteske durch mich formuliert) »man kann es nicht messen und darum existiert es nicht«.
es gibt soviel sachen die man nicht messen kann, auch wenn bewiesen ist daß es sie gibt. bei uns gab es früher einen professor ten haeff, der »parapsychologie« als lehrfach hatte.

es gibt einen witz
ein prof sah ein schläfriger student und fragte ihm "was ist elektrizität"?
der student erschrack und antwortete »ich habs gewußt, professor. aber leider vergessen«.
darauf kam die antwort »wie schade, der einzige mensch auf erde der wußte was elektrizität ist, hat es vergessen«.

auch messen ist nicht alleinseligmachend.


Dann solltest du besser zuhören, wenn Atheisten etwas sagen. Wir argumentieren nicht damit, dass man gott nicht messen kann und er deshalb nicht existieren könne.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Do 15. Dez 2016, 22:31

aleph hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:22)

Dann solltest du besser zuhören, wenn Atheisten etwas sagen. Wir argumentieren nicht damit, dass man gott nicht messen kann und er deshalb nicht existieren könne.

sorry, aber die atheisten die ich kenne und die übereifrig versuchen ihre »glaube« zu verbreiten, benützen derartige logik.
bemerkungen wie »beweise denn daß er einen urknall verursachte; daß einige stellen in der bibel tatsächlich stattfanden und nicht alles metaphorisch ist«.

meine meinung ist »jeder muß versuchen auf seine fasson seelig zu werden«. gestützt durch worte meines dominees (schon 50 jahre her) »ich betrachte den himmel als ein großes gebäude mit unzählbar viel eingangstüre. jede glaube hat ihre eigene tür. alle aber führen sie ins selbe gebäude hinein«.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Ein Terraner » Do 15. Dez 2016, 22:41

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:31)

jede glaube hat ihre eigene tür. alle aber führen sie ins selbe gebäude hinein«.


Ach ja, die alte christliche Hybris, alle beten ja eigentlich zum gleichen Gott, zum christlichen, aber sie machen es halt auf ihre Art.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Do 15. Dez 2016, 22:52

Ein Terraner hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:41)

Ach ja, die alte christliche Hybris, alle beten ja eigentlich zum gleichen Gott, zum christlichen, aber sie machen es halt auf ihre Art.

besser jedenfalls als überzeugen zu wollen daß einer »falsch« glaubt. ich gönne jedem seine überzeugung und werde ihn dafür nicht schmähen. erwarte - wenn nicht fordere - dasselbe von anderen.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nele28 » Do 15. Dez 2016, 22:55

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Dec 2016, 08:08)

Natürlich nicht, Ich halte mich aber mehr an die Faktenlage und weniger an Wunschvorstellungen.


Faktenlage und Glaube? Jetzt wird es aber irrig.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Ein Terraner » Do 15. Dez 2016, 23:00

Nele28 hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:55)

Faktenlage und Glaube? Jetzt wird es aber irrig.


Klar, die aktuelle Faktenlage sagt aus das es keine Fakten gibt, absolut nichts deutet auf irgend etwas Göttlichen hin. ;)
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Ein Terraner » Do 15. Dez 2016, 23:02

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:52)

besser jedenfalls als überzeugen zu wollen daß einer »falsch« glaubt. ich gönne jedem seine überzeugung und werde ihn dafür nicht schmähen. erwarte - wenn nicht fordere - dasselbe von anderen.


Naja es ist komplett unlogisch, aber es bleibt halt Glauben, begreifen muss man da nicht viel.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nele28 » Do 15. Dez 2016, 23:09

Es gibt so ein Berliner Ausspruch auf Deutsch übersetzt: ""Du hast es gut, du bist doof.""
Das soll aber nicht böse gemeint sein. Aber es ist was Wahres dran. Wenn man von drei falsch gesetzten Buchstaben absieht, heißt es in der Bergpredigt:
"Selig sind, die da geistig arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich."

Ich verstehe Menschen nicht, die sich vehement dagegen wehren, auf den eigenen menschlichen Verstand zu verzichten zugunsten von sog. „Glaubengewissheiten" , die es im Glauben gar nicht geben kann.
Mich interessiert mehr, was in den Köpfen von leichtgläubigen Menschen vorgeht.
Natürlich glaube ich auch. Ich glaube, dass der Bäcker, bei dem ich meine Brötchen kaufe, nicht vorher in den Teig gespuckt hat.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nele28 » Do 15. Dez 2016, 23:14

Ein Terraner hat geschrieben:(15 Dec 2016, 23:02)

Naja es ist komplett unlogisch, aber es bleibt halt Glauben, begreifen muss man da nicht viel.


Falsch glauben ist aber eine irrige Vorstellung. Überhaupt an einen personifizierten allmächtigen Gott nach unseren Vorstellungen zu glauben, ist ja schon im Grunde falsch.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 16. Dez 2016, 01:54

Nele28 hat geschrieben:(15 Dec 2016, 23:14)

Falsch glauben ist aber eine irrige Vorstellung. Überhaupt an einen personifizierten allmächtigen Gott nach unseren Vorstellungen zu glauben, ist ja schon im Grunde falsch.

durch solche bigotten worte bist du/seid ihr für mich gleich orthodoxe »gläubige«.

ich habe MEINE vorstellung von Gott. nicht deine, noch unsere.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 16. Dez 2016, 01:56

Nele28 hat geschrieben:(15 Dec 2016, 23:09)

Natürlich glaube ich auch. Ich glaube, dass der Bäcker, bei dem ich meine Brötchen kaufe, nicht vorher in den Teig gespuckt hat.

du kannst es aber nicht beweisen.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Fr 16. Dez 2016, 09:12

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:31)

sorry, aber die atheisten die ich kenne und die übereifrig versuchen ihre »glaube« zu verbreiten, benützen derartige logik.
bemerkungen wie »beweise denn daß er einen urknall verursachte; daß einige stellen in der bibel tatsächlich stattfanden und nicht alles metaphorisch ist«.

meine meinung ist »jeder muß versuchen auf seine fasson seelig zu werden«. gestützt durch worte meines dominees (schon 50 jahre her) »ich betrachte den himmel als ein großes gebäude mit unzählbar viel eingangstüre. jede glaube hat ihre eigene tür. alle aber führen sie ins selbe gebäude hinein«.



Ich möchte leichte Zweifel anmelden, ob Du Deine Atheisten wirklich gut kennst. Das, was Du an Beispielen anführst, hört sich für mich ganz anders an.
Zunächst einmal ist es schwierig, Atheisten eine Mission zu unterstellen, weil der Atheismus nämlich kein Ziel hat. Er ist eine Reaktion und da kommen wir zu dem Punkt, auf den ich hinaus möchte: Atheismus ist an für sich passiv. Er reagiert auf das, was Religionen an Wissen zu besitzen glauben, was sie behaupten. Das wird in Frage gestellt. Das ist keine Mission.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Fr 16. Dez 2016, 09:14

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Dec 2016, 01:56)

du kannst es aber nicht beweisen.


Theoretisch schon, allerdings ist der Aufwand sehr groß. Wenn jemand seinem Bäcker nicht traut, dann geht er eben zu einem anderen Bäcker. Niemand würde Nele dafür bestrafen wollen, dass sie ihren Bäcker wechselt.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Fr 16. Dez 2016, 09:20

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Dec 2016, 01:54)

durch solche bigotten worte bist du/seid ihr für mich gleich orthodoxe »gläubige«.

ich habe MEINE vorstellung von Gott. nicht deine, noch unsere.


Hat sie denn Dich persönlich kritisiert? Sie hat doch angegeben, was sie meint: Religionen haben tradierte Gottesvorstellungen, die durch Theologien und Religionsgemeinschaften vertreten werden. Diese beeinflussen auch die Vorstellung darüber, was man allgemein unter "Gott" oder "Allmacht" versteht. Die hat Nele angesprochen.

Es ist des öfteren zu beobachten, dass Gläubige zu einer Religionsgemeinschaft gehören und sich zu deren Lehren und Glaubensbekenntnis bekennen. Hinterfrägt man dann diese Bekenntnisse, dann weichen Gläubige oft aus und man fühlt sich gefoppt "ätsch, das ist nicht mein persönlicher GLaube, was in meiner Gemeinde verkündet wird, ichhabe meine eigenen Vorstellungen darüber".
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 16. Dez 2016, 10:25

aleph hat geschrieben:(16 Dec 2016, 09:20)

Hat sie denn Dich persönlich kritisiert?

ja, das hat sie. mir ihren ersten satz »Falsch glauben ist aber eine irrige Vorstellung«. damit sagt sie zwei sachen.
1. ich glaube falsch. was gut wäre, daß laß ich mal beiseite. sie aber kann überhaupt nicht beweisen daß was ich glaube falsch ist. ob bewußt oder unbewußt bei mir, darüber sagt sie nichts und ich nehme an, daß sie meint daß ich nicht bewußt falsch glaube.
daneben, was ist »falsch glauben«? ist die glaube falsch? wenn ja, die bibel sagt auch was darüber, etwas über steine werfen.
wer ist sie daß sie so anmaßend auftreten kann? ihr benehmen nach zu urteilen hat sie vergessen was gute manieren sind.

2. irrige vorstellung? noch immer »das findet SIE«. woher holt sie die unverschämtheit zu behaupten daß IHR urteil/meinung korrekt ist? ICH finde es unverschämt und arrogant.

also: genau das beispiel der atheisten die durch mich verabscheut werden. genau wie ich das auch tue bei orthodoxen menschen von einer anderen glaube. »vivre et laisser vivre« ist mein motto.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nele28 » Fr 16. Dez 2016, 10:31

@Aleph: Das ist richtig, was du schreibst.

Bei eigenen Vorstellungen in Bezug auf persönlichen Glauben, wie er hier vorgebracht wurde, ist man erst recht gefordert, kritisch zu hinterfragen. Ein Manko bei den Gläubigen allgemein.

Wenn der Körper seine Funktionen einstellt, das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, dann stirbt auch das hoch komplexe Organ namens Gehirn ab und stellt damit ebenfalls all seine Funktionen ein.
Manchmal geschieht das auch schon vorher durch Demenz und Alzheimer. Die Denkfunktionen werden dann fortschreitend eingeschränkt, bis am Ende die Persönlichkeit einschließlich das Ich-Bewusstsein nicht mehr existieren, der Mensch also nur noch eine lebende Hülle ist, lange bevor er überhaupt stirbt.

Was ist der Mensch wirklich? Eine Marionette oder ein selbständiges Wesen mit eigenen Willen? Der eigene Wille, der gegen den „allmächtigen““ Gott eingesetzt und missbraucht werden kann?

Wir wissen doch alle, was Menschen seid ihrer Existenz ihren Mitmenschen an zig-millionenfachen Leid und Verbrechen – manchmal innerhalb weniger Jahrzehnte - angetan haben.

Ich finde es geradezu zynisch, wenn naiv gläubige Menschen dann die Ausrede parat haben, als sei der Wille Gottes unergründbar und Gott hätte schon seine Gründe, schlimmste Verbrechen im bekannten Ausmaße zuzulassen.
Was soll das für eine Vertröstung sein?

Eine Welt, bei der Menschen nur willenlose Marionetten zu Gottes Gnaden wäre, wäre schlimmer als die Hölle.
Wie ist das zu verstehen?

Das Theodizee-Problem konfrontiert mit der Frage, ob der Mensch, so wie er ist, akzeptiert werden kann oder der Mensch als missglückter Irrläufer der Evolution betrachtet werden muss.
Deshalb stellt sich die Frage ganz anders:
Können wir bei all dem Übel und dem Leid noch an Gott glauben? Der Gläubige sollte aber zu dem logischen Schluss kommen, dass es einen allmächtigen Gott, zu dem er betet, nicht geben kann.
Eine Marionette ist kein selbstständig denkendes Wesen, kann sich also nicht für Gut und Böse entscheiden. Dann stellt sich die Frage, warum Gott ein selbständiges Wesen geschaffen hat, mit dem viel Unheil in die Welt gebracht und Gott dabei tatenlos zugeschaut hat und bis auf den heutigen Tag zuschaut. .

Wäre eine Welt nicht besser und erträglicher, wenn es niemals Menschen gegeben hätte wie Hitler, Stalin, Mao, Pol pot und viele andere Scheusale davor und danach, die unendlich viel Leid über eine schier unvorstellbare Zahl von Menschen gebracht haben und immer wieder bringen, leider auch im Namen der Kirche, die viel Schuld auf sich geladen hat, wie die Geschichte bis heute eindringlich beweist.

Den Menschen wurden und werden heute noch ein schlechtes Gewissen und vor allem Schuldgefühle "eingeimpft".

Bleiben wir bei der katholischen Kirche. War sie je etwas anderes als ein Herrschaftsmittel und so eine Art Vertröstung auf ein sog. Himmelreich, was auf Erden nicht kommen wollte und was auch nicht kommen sollte?
Fußte sie nicht erkennbar auf illusionären Wunschvorstellungen, eine Art Ersatzbefriedigung für ein nicht gelebtes Leben, den Ungerechtigkeiten und dem Leid, was als frommer Wunsch ins Jenseits befördert wurde?
Zuletzt geändert von Nele28 am Fr 16. Dez 2016, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Fr 16. Dez 2016, 10:33

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Dec 2016, 10:25)

ja, das hat sie. mir ihren ersten satz »Falsch glauben ist aber eine irrige Vorstellung«. damit sagt sie zwei sachen.
1. ich glaube falsch. was gut wäre, daß laß ich mal beiseite. sie aber kann überhaupt nicht beweisen daß was ich glaube falsch ist. ob bewußt oder unbewußt bei mir, darüber sagt sie nichts und ich nehme an, daß sie meint daß ich nicht bewußt falsch glaube.
daneben, was ist »falsch glauben«? ist die glaube falsch? wenn ja, die bibel sagt auch was darüber, etwas über steine werfen.
wer ist sie daß sie so anmaßend auftreten kann? ihr benehmen nach zu urteilen hat sie vergessen was gute manieren sind.

2. irrige vorstellung? noch immer »das findet SIE«. woher holt sie die unverschämtheit zu behaupten daß IHR urteil/meinung korrekt ist? ICH finde es unverschämt und arrogant.

also: genau das beispiel der atheisten die durch mich verabscheut werden. genau wie ich das auch tue bei orthodoxen menschen von einer anderen glaube. »vivre et laisser vivre« ist mein motto.


Meine Wahrnehmung ist völlig anders. Du nimmst das zu persönlich. Bei aller Wertschätzung, aber Dein persönlicher Glaube hat nicht die Relevanz, dass User sich dafür interessieren oder sie gar kritisieren möchten.
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon aleph » Fr 16. Dez 2016, 10:35

Zum Threadthema: Selbstverständlich konnte Gott eine fertige männliche DNA in der Gebärmutter von Maria erschaffen, so dass sie befruchtet wurde. Genauso wie bei Adam (was sowohl im Islam, also auch im Christentum als Vergleich herangezogen wird).

Spannend wäre hier eher die Frage, wo sich die Göttlichkeit Jesu versteckt. Wohl dürfte die Seele Jesu göttlich sein. Ist aber ein anderes Thema (für das übrigens auch Millionen von Menschen sterben mussten).
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Re: Die Christen und die DNA Gottes

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 16. Dez 2016, 10:37

aleph hat geschrieben:(16 Dec 2016, 09:20)

Es ist des öfteren zu beobachten, dass Gläubige zu einer Religionsgemeinschaft gehören und sich zu deren Lehren und Glaubensbekenntnis bekennen. Hinterfrägt man dann diese Bekenntnisse, dann weichen Gläubige oft aus und man fühlt sich gefoppt "ätsch, das ist nicht mein persönlicher GLaube, was in meiner Gemeinde verkündet wird, ichhabe meine eigenen Vorstellungen darüber".

meine meinung ist - anders als bei vielen - daß Gott von uns fordert daß wir helfen so gut wir können. ich habe das mein ganzes leben versucht zu tun. alle menschen kann ich nicht helfen, aber einzelwesen immer. seit ± mein 16. jahr habe ich so gelebt.
fehler mach jeder, auch ich. sowohl weil ich menschen nicht mag und dann nicht aussuche ob ich helfen kann. auch weil ich mein geduld verlor. glücklicherweise passierten solche momente selten.
ich sage dies nicht um zu prahlen, sondern um deutlich zu machen was für mich GLAUBE bedeutet.

übrigens, warum bringst du eine stimme aus wenn gewählt werden darf? keine partei ist für dich vermutlich 100% gut. denk mal bei glaube dasselbe. welche glaube hat für mich die mindeste minuspunkten? und dann macht man seine eigene bemerkungen. auch wenn 2 menschen genau dasselbe glauben, haben sie noch ihre eigene vorstellung. nimm musik. auch das wird durch jeden anders empfunden/erfahren.
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