Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

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Flat
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Flat » Fr 5. Aug 2016, 06:34

Laertes hat geschrieben:(04 Aug 2016, 21:54)

Ich bin contra Religion, wenn Glaube oder Weltanschauung in Totalitarismus und Hass umschlägt. Nicht der Islam als solcher ist Ursache..., nicht die Muslime aus Tradition oder wahrhaftem Glauben, sondern diejenigen, die aus Fanatismus oder Machtkalkül eine totalitäre und hasserfüllte des Auslegung des Islam predigen.


Moin,

ich als Gläubiger bin ebenfalls gegen jede religiöse Richtung, die Totalitarismus und Hass gutheißt.

Bei dem 2. Teil Deiner Aussage aber bin ich etwas anderer Meinung. Meiner Ansicht nach trägt eine schweigende Mehrheit ebenfalls eine Mitschuld. Mitglieder einer Religion haben mit dafür zu sorgen, dass aus ihren Reihen kein Hass gepredigt wird. Wegschauen gilt nicht.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon HugoBettauer » Fr 5. Aug 2016, 13:03

Man kann von der Mehrheit nicht erwarten, zu jeder spinnerten Minderheit dauernd irgendwas zu sagen oder auch nur eine Meinung zu haben. Wo bleibt der Aufschrei der schweigenden Mehrheit angesichts Volksmusik und Windelsex?
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Flat
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Flat » Fr 5. Aug 2016, 13:05

Was ist Windelsex?
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Antonius » Fr 5. Aug 2016, 13:20

Flat hat geschrieben:(05 Aug 2016, 07:34)
Moin,
ich als Gläubiger bin ebenfalls gegen jede religiöse Richtung, die Totalitarismus und Hass gutheißt.

Bei dem 2. Teil Deiner Aussage aber bin ich etwas anderer Meinung. Meiner Ansicht nach trägt eine schweigende Mehrheit ebenfalls eine Mitschuld. Mitglieder einer Religion haben mit dafür zu sorgen, dass aus ihren Reihen kein Hass gepredigt wird. Wegschauen gilt nicht.
Grüß Gott, Flat.

Ich möchte Dir und Deinen Aussagen vollständig beipflichten; das zu sagen ist mir sehr wichtig. :)
Zuletzt geändert von Antonius am Fr 5. Aug 2016, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Atheist » Fr 5. Aug 2016, 13:21

Flat hat geschrieben:(05 Aug 2016, 14:05)

Was ist Windelsex?


Da siehst du mal: Die Mehrheit kann auch aus Unwissenheit schweigen. Wer die höheren und göttlichen Sphären seiner religiösen Weltanschauung ergründet, findet womöglich keine Zeit, um die Tageszeitung aufzuschlagen. Und wer nach seiner Arbeitswoche lieber feiern geht oder aufs Land fährt, statt Lichterketten zu bilden oder sich in die Medien zu drängen, macht lediglich genauso von seinen Freiheiten Gebrauch wie auch Berufsdemonstranten auf der Straße oder Hobbyempörte in sozialen Netzen. Schließlich haben noch nicht alle Religionen das Amt des Berufsempörten, wie z.B. den Papst, institutionalisiert.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Flat » Fr 5. Aug 2016, 13:30

Atheist hat geschrieben:(05 Aug 2016, 14:21)

Da siehst du mal: Die Mehrheit kann auch aus Unwissenheit schweigen. Wer die höheren und göttlichen Sphären seiner religiösen Weltanschauung ergründet, findet womöglich keine Zeit, um die Tageszeitung aufzuschlagen. Und wer nach seiner Arbeitswoche lieber feiern geht oder aufs Land fährt, statt Lichterketten zu bilden oder sich in die Medien zu drängen, macht lediglich genauso von seinen Freiheiten Gebrauch wie auch Berufsdemonstranten auf der Straße oder Hobbyempörte in sozialen Netzen. Schließlich haben noch nicht alle Religionen das Amt des Berufsempörten, wie z.B. den Papst, institutionalisiert.


Moin,

war das jetzt eigentlich typisch atheistisch? Statt einfach meine Frage zu beantworten, einen glaubensfeindlichen Text abzusondern, der mit der Frage nichts zu tun hat und sie dann dennoch unbeantwortet zu lassen? :D

Na, dann rate ich mal: Da ich Windelsex nicht aus dem theistischen Umfeld kenne, ist es was atheistisches?
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Atheist » Fr 5. Aug 2016, 13:37

Flat hat geschrieben:(05 Aug 2016, 14:30)

Moin,

war das jetzt eigentlich typisch atheistisch? Statt einfach meine Frage zu beantworten, einen glaubensfeindlichen Text abzusondern, der mit der Frage nichts zu tun hat und sie dann dennoch unbeantwortet zu lassen? :D

Na, dann rate ich mal: Da ich Windelsex nicht aus dem theistischen Umfeld kenne, ist es was atheistisches?


Das kann ich dir nicht sagen, denn der Wortlaut führt bei mir nicht zu derartigen Vorstellungen.
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Hyde
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Hyde » Mo 8. Aug 2016, 03:29

Laertes hat geschrieben:(04 Aug 2016, 21:54)

Ich bin Atheist und trotzdem pro Religion (egal welche), weil sie den Menschen Trost spenden, Halt bieten, einen Zugang zu Spiritualität und Transzendenz eröffnen. Religion ist für mich keine Wahrheit sondern bietet ein Modell. Wer an Karma oder die Hölle glaubt, kommt besser mit den Taten von Amokläufern, Terroristen und sonstige Mordbuben zurecht. Solange ihre Anhänger im alltäglichen, öffentlichen Zusammenleben Frauen und Männer, Schwarze und Weiße, Heiden und Gläubige, Homos und Heteros als gleichberechtigt anerkennt, ist mir jede Religion recht.


Das Problem der Religionen ist aber, dass sie in der Summe Intoleranz fördern. Wir sehen - auch in allen westlichen Staaten - dass gesellschaftlicher Fortschritt mit abnehmender Religiösität korreliert. Die Staaten, welche die liberalsten, fortschrittlichsten Werte haben (Westeuropa, insbesondere Skandinavien) sind auch die, in denen Religion die geringste Rolle spielt.
Und z.B. in den USA zeigen ja alle Umfragen, dass Werte wie Toleranz, Gleichberechtigung, Ablehnung von Todesstrafe usw von denjenigen Bevölkerungsgruppen am stärksten befürwortet werden, umso geringere Religiösität sie aufweisen.
Was ich an Religionen auch problematisch finde, ist dass religiöse Erziehung der Entwicklung eines kritischen (und kritikfähigen) Charakters tendenziell im Weg steht. Da man, anstatt kritisch nachzudenken, es sich leicht machen kann mit den "einfachen Lösungen", die Religionen anbieten. Dass mit steigender Bildung der Grad an Religiösität in der Bevölkerung abnimmt, ist eine logische Folge der These, dass sich kritischer Verstand und Religion beißen. Dass die Religiösität in der westlichen Welt generell am Aussterben oder zumindest auf dem Rückzug ist, ebenso.

Daher scheue ich mich auch nicht zu sagen: je mehr die Religion in unserer Gesellschaft in Zukunft an Bedeutung verlieren wird, umso besser wird das für die Menschen sein.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Hyde » Mo 8. Aug 2016, 04:05

Laertes hat geschrieben:(04 Aug 2016, 21:54)

Ich bin Atheist und trotzdem pro Religion (egal welche), weil sie den Menschen Trost spenden, Halt bieten, einen Zugang zu Spiritualität und Transzendenz eröffnen. Religion ist für mich keine Wahrheit sondern bietet ein Modell. Wer an Karma oder die Hölle glaubt, kommt besser mit den Taten von Amokläufern, Terroristen und sonstige Mordbuben zurecht.


Um speziell hierzu noch etwas zu sagen. Erstens sehe ich keinen Beweis für die These, dass religiöse Menschen mit Terroranschlägen oder generell mit Katastrophen besser zurechtkämen als Atheisten.
Zweitens ist der "tröstende Gedanke", der ja häufig als ein Vorteil von Religionen ins Feld geführt wird (nach dem Motto: "was solls, irgendwann komm ich eh in den Himmel oder ins Paradies" oder "der Herrgott passt schon auf mich auf") in meinen Augen eher eine problematische unkritische Form des Selbstbetrugs, welche kein Ausdruck eines stabilen, gefestigten Charakters ist - sondern die im Gegenteil aufzeigt, wie labil diejenige Persönlichkeit ist und deswegen - angstgetrieben - auf kindlich-naive Erklärungsmuster zurückgreifen muss, sich auch selbst etwas vormachen muss.

Insofern kann Religion als "Allheilmittel", um "einfache Antworten" präsentiert zu bekommen, die einen "trösten" und die einem das Denken und das Konfrontieren mit Unangenehmem abnehmen, auch als ein Zeichen von charakterlichen Unzulänglichkeiten bzw fehlender charakterlicher Reife aufgefasst werden.
Zuletzt geändert von Hyde am Mo 8. Aug 2016, 04:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon Jekyll » Mo 8. Aug 2016, 04:09

Hyde hat geschrieben:(08 Aug 2016, 04:29)

Das Problem der Religionen ist aber, dass sie in der Summe Intoleranz fördern. Wir sehen - auch in allen westlichen Staaten - dass gesellschaftlicher Fortschritt mit abnehmender Religiösität korreliert. Die Staaten, welche die liberalsten, fortschrittlichsten Werte haben (Westeuropa, insbesondere Skandinavien) sind auch die, in denen Religion die geringste Rolle spielt.
Und z.B. in den USA zeigen ja alle Umfragen, dass Werte wie Toleranz, Gleichberechtigung, Ablehnung von Todesstrafe usw von denjenigen Bevölkerungsgruppen am stärksten befürwortet werden, umso geringere Religiösität sie aufweisen.
Was ich an Religionen auch problematisch finde, ist dass religiöse Erziehung der Entwicklung eines kritischen (und kritikfähigen) Charakters tendenziell im Weg steht. Da man, anstatt kritisch nachzudenken, es sich leicht machen kann mit den "einfachen Lösungen", die Religionen anbieten. Dass mit steigender Bildung der Grad an Religiösität in der Bevölkerung abnimmt, ist eine logische Folge der These, dass sich kritischer Verstand und Religion beißen. Dass die Religiösität in der westlichen Welt generell am Aussterben oder zumindest auf dem Rückzug ist, ebenso.

Daher scheue ich mich auch nicht zu sagen: je mehr die Religion in unserer Gesellschaft in Zukunft an Bedeutung verlieren wird, umso besser wird das für die Menschen sein.
Der Gedanke ist sehr verführerisch, die Areligiosität zum Alleinseligmachenden zu erklären und die Religionen zum Sündenbock aller Übel der Welt, wenn da nur nicht eine gewisse Ironie stecken würde. Religion ist letztlich genauso ein Mittel zum Zweck wie eine rein materialistisch-rational orientierte Lebenseinstellung auch. Beide Orientierungen können sowohl zum Wohl als auch zum Übel der Menschheit eingesetzt werden (die größten Menschheitsverbrechen wurden von atheistischen, materialistisch-rational denkenden Menschen ersonnen und begangen). Der Dreh- und Angelpunkt ist wie immer der Mensch selber.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon schelm » Mo 8. Aug 2016, 08:30

Jekyll hat geschrieben:(08 Aug 2016, 05:09)

Der Gedanke ist sehr verführerisch, die Areligiosität zum Alleinseligmachenden zu erklären und die Religionen zum Sündenbock aller Übel der Welt, wenn da nur nicht eine gewisse Ironie stecken würde. Religion ist letztlich genauso ein Mittel zum Zweck wie eine rein materialistisch-rational orientierte Lebenseinstellung auch. Beide Orientierungen können sowohl zum Wohl als auch zum Übel der Menschheit eingesetzt werden (die größten Menschheitsverbrechen wurden von atheistischen, materialistisch-rational denkenden Menschen ersonnen und begangen). Der Dreh- und Angelpunkt ist wie immer der Mensch selber.

Der für Ideologie anfällige Zweibeiner bekämpft ja weltweit Ideologien, die Teile der Population verführen und letztlich zu Katastrophen führen. Deshalb macht es keinen Sinn einer Ideologie unkritisch gegenüber zu treten, die sich im Selbstverständnis als elitär, überlegen, einzigartig wahrhaftig hält und nach gesellschaftlicher Verbindlichkeit ihres Weltbildes strebt. Genau der Nährboden, um neue Katastrophen zu generieren.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon aleph » Mo 8. Aug 2016, 09:07

Vielleicht, weil er als auslösende Ursache ausscheidet. Denn würde der Islam Gewalt, Terror und Selbstmord zwingend auslösen, dann hätte man nicht nur eine Milliarde Terroristen, der Islam würde auch ganz schnell aussterben.

Die Lösung des Problems ist also nicht, wie man den Islam am effektivsten bekämpft, sondern, wie man verhindert, dass aus Moslems Terroristen werden.

Meines Erachtens ist das ein Problem der Gesellschaften, in denen die Terroristen in spe sozialisiert werden. Denn dort muss man ja ansetzen. Polizei usw. können da erst eingreifen, wenn die Leute bereits radikalisiert sind und dann ist es schon etwas spät dafür. Denn religiöse Fehlüberzeugungen lassen sich nur schwer ändern, man muss dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon PeterK » Mo 8. Aug 2016, 09:29

aleph hat geschrieben:(08 Aug 2016, 10:07)
Meines Erachtens ist das ein Problem der Gesellschaften, in denen die Terroristen in spe sozialisiert werden.

Ich stimme zu, befürchte allerdings, dass "wir" da nicht viel werden ändern können (abgesehen von denjenigen, die bei "uns" sozialisiert werden). Der Islam ist übrigens Teil vieler dieser Gesellschaften.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon relativ » Mo 8. Aug 2016, 13:09

aleph hat geschrieben:(08 Aug 2016, 10:07)

Vielleicht, weil er als auslösende Ursache ausscheidet. Denn würde der Islam Gewalt, Terror und Selbstmord zwingend auslösen, dann hätte man nicht nur eine Milliarde Terroristen, der Islam würde auch ganz schnell aussterben.

Die Lösung des Problems ist also nicht, wie man den Islam am effektivsten bekämpft, sondern, wie man verhindert, dass aus Moslems Terroristen werden.

Meines Erachtens ist das ein Problem der Gesellschaften, in denen die Terroristen in spe sozialisiert werden. Denn dort muss man ja ansetzen. Polizei usw. können da erst eingreifen, wenn die Leute bereits radikalisiert sind und dann ist es schon etwas spät dafür. Denn religiöse Fehlüberzeugungen lassen sich nur schwer ändern, man muss dafür sorgen, dass sie gar nicht erst entstehen.

Dieser Aussage kann man nur zustimmen und es ist auch die einzig Objektive im Bezug auf den Islam und seinem Problem mit radikalen Elementen und Auslegungen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon relativ » Mo 8. Aug 2016, 13:15

PeterK hat geschrieben:(08 Aug 2016, 10:29)

Ich stimme zu, befürchte allerdings, dass "wir" da nicht viel werden ändern können (abgesehen von denjenigen, die bei "uns" sozialisiert werden). Der Islam ist übrigens Teil vieler dieser Gesellschaften.

Du kannst alleine auch nix gegen den sogenannten Klimawandel tun, trotzdem ist man immer auch ein Teil des Ganzen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon schelm » Mo 8. Aug 2016, 14:55

JFK hat geschrieben:(08 Aug 2016, 14:56)

Neee, kein Anpassungsdruck, schlägt doch wieso irgendwann ins gegegteil um, Assimilation kann nur wirken wenn die Minderheiten von den Vorteilen und der Attraktivität des Gesellschaftsmodell überzeugt wird.

Der Moslem wird eine Freiheitliche und offene Gesellschaft schätzen lernen, wenn er merkt das er so akzeptiert wird wie er ist, damit auch andere Menschen so akzeptiert wie sie sind.

Es kommt auch nicht aus die Quote an, eine Gesellschaft dir es schafft Menschen unabhängig ihrer Kultur und Relion in ihren mitten zu integrieren, wird damit Erfolg haben, wenn sie die Menschen anhand ihrer Eigenarten an den Rand drängt, so werden die verdrängten eine Parallel Gesellschaften bilden und sich über Generationen nicht integrieren können.

Rosarote Träumereien. Genügend Sunniten in einer Region, und aus ihren Reihen beginnt die Diskriminierung oder gar der Kampf gegen betriebsinterne Kuffar -> Schiiten, denen man abspricht überhaupt Moslems zu sein. Genügend Muslime egal welcher Konfession in einer Region, und für alles Unbill der Welt taugt dann das verbindende Feindbild des " Ungläubigen ", gemeint jene Schriftbesitzer und Atheisten und sonstige Andersgläubige, die nichts mit dem Islam am Hut haben. Im gleichen Maß, wie man sich weigert Andersgläubige als Andergläubige zu bezeichnen, statt als " Ungläubige ", zeigt sich das Ausmaß an Selbstüberhöhung, elitären Führungsanspruch und Inbesitznahme absoluter Wahrheit.

So was geht immer zu Lasten anderer ...
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon JFK » Mo 8. Aug 2016, 15:08

schelm hat geschrieben:(08 Aug 2016, 15:55)

Rosarote Träumereien........


Kackbraune Hassprädigen.

Du solltest nicht dein Kollektivdenken auf andere übertragen, Rassisten die die sich unter dem banner des sunnitischen İslam zusammengefunden haben, haben doch nichts mit der Religion des kleinen Mannes zu tuen.

Nach deiner Argumentation ist es so, als müssten sich zb die Fransozen sorgen das Hitler Zurück kommt, wenn sich zwei normale Deutsche in einem Pariser Cafe an einem Tisch setzen, also überspitz dagestelltz aber das ist dein vorurteil über Moslems.

Genügend Sunniten in einer Region, und aus ihren Reihen beginnt die Diskriminierung


Hast du ein beispiel hierfür?

Also jetzt normale Zuwanderer, keine Bezahlte Sölner.
Zuletzt geändert von JFK am Mo 8. Aug 2016, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon schelm » Mo 8. Aug 2016, 15:11

Hast du ein beispiel hierfür?

Irak.

( Nerv jetzt bitte nicht mit der Zuordnung " Einwanderer ", ich sprach hingegen von " Region ". Und zwar deshalb, weil man schlussfolgern kann, wie Dominanz des Islam sich auswirken würde, an Hand der weltweiten Realität muslimischer Staaten. )
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon schelm » Mo 8. Aug 2016, 15:16

Kackbraune Hassprädigen.

Du erzeugst damit nur noch Heiterkeit. :)
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Re: Weshalb weigert man sich, den Islam als solchen als Ursache ...

Beitragvon JFK » Mo 8. Aug 2016, 15:23

schelm hat geschrieben:(08 Aug 2016, 16:11)

Irak.

( Nerv jetzt bitte nicht mit der Zuordnung " Einwanderer ", ich sprach hingegen von " Region ". Und zwar deshalb, weil man schlussfolgern kann, wie Dominanz des Islam sich auswirken würde, an Hand der weltweiten Realität muslimischer Staaten. )


Der übergang eines Kalifenstaats mit der Religion als verbindende Komponente zum Nationalstaat verläuft niemals Reibungslos, das ist kein Alleinstellungsmerkmal des nahen Ostens.


Und doch, ich nerve mit Einwanderung, das ist der Ausgangspunkt unserer Diskussion, also Schweif nicht ab.

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