Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

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Polibu
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Polibu » So 29. Jul 2018, 18:33

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:23)

So hart wuerde ich es nicht beurteilen. Es ist typisch fuer Religioese, ihre eigene Interpretationen/Denomination als die einzig Wahre und gueltige zu sehen und verzweifelt rudernd zu erklaeren, warum alle anderen falsch liegen. Da es nicht DEN richtigen oder falschen Islam gibt, was gerade von diesem PersonenKreis immer gerne hervorgehoben wird, muessen sie sich klar machen, dass eben auch die Denominationen, die ihnen nicht gefallen, genauso berechtigt sind, wie ihre eigene. Als Atheistin sind mir generell die liberalen Denominationen der Religionen sympathisch, trotzdem kann auch ich nicht den anderen, vorallem den streng konservativen Richtungen, ihre Gueltigkeit absprechen. Niemand kann das - auch wenn es fortlaufend durch alle Religionen praktiziert wird. :D



Wenn du den Quran kennst, solltest du auch wissen, dass dies ein Zitat aus dem Talmud [Traktat Sanhedrin], die Anweisung Allahs an uns Juden, nicht an Muslime ist - klauen gilt nicht! Die Sura alMaida handelt in weiten Teilen von Christen und Juden. :p Ich zitiere die Passage vollstaendig:

Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls [Israel/den Juden] vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Die direkt darauf folgende Ayat 33 ist besonders interessant:

Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,

Das liest sich schwer nach abartiger TodesStrafe im Diesseits - shalom/salam! :|


Allahs Anweisung an euch Juden? Wie soll man das verstehen?
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Keoma » So 29. Jul 2018, 18:36

Polibu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:33)

Allahs Anweisung an euch Juden? Wie soll man das verstehen?

Hab ich doch schon geschrieben, Mohammed hat alles mögliche zusammengeklaut.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Tom Bombadil » So 29. Jul 2018, 18:42

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:19)

Aber es ist schon putzig, wenn sich Muslime Teile des Talmud zu eigen machen. Das koennen sie ruhig ausweiten, solange sie nicht die OriginalQuelle unterschlagen. Es schadet nicht, mehr ueber die juedische Religion & Traditionen zu lernen - so baut man eventuell vorhandene antijuedische Vorurteile ab! :thumbup:

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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Bleibtreu » So 29. Jul 2018, 18:43

Polibu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:33)

Allahs Anweisung an euch Juden? Wie soll man das verstehen?

Bitte lies Beitraege & Diskussionen vollstaendig im Kontext, dann erspart du mir und dir unnoetige ZeitVerschwendung mit solch dusseligen Fragen! :)

Weil EinMensch nur einen Teil der Ayat 32 aus Sura 5 aus dem Quran zitiert hat, die ich zur Korrektur vollstaendig einstellte

Aus diesem Grunde haben Wir [Allah/G'tt] den Kindern Isrāʾīls [Israel/den Juden] vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Uebrigens ist Allah auch lediglich das arabische Wort fuer G'tt. Auch christliche Araber sagen Allah zu ihrem christlichen Herrn, obwohl sie keine Muslime sind. :p
Hast du jetzt den Kontext kapiert? - Gut!

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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Polibu » So 29. Jul 2018, 18:46

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:43)

Bitte lies Beitraege & Diskussionen vollstaendig im Kontext, dann erspart du mir und dir unnoetige ZeitVerschwendung mit solch dusseligen Fragen! :)

Weil EinMensch nur einen Teil der Ayat 32 aus Sura 5 aus dem Quran zitiert hat, die ich zur Korrektur vollstaendig einstellte

Aus diesem Grunde haben Wir [Allah/G'tt] den Kindern Isrāʾīls [Israel/den Juden] vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Uebrigens ist Allah auch lediglich das arabische Wort fuer G'tt. Auch christliche Araber sagen Allah zu ihrem christlichen Herrn, obwohl sie keine Muslime sind. :p
Hast du jetzt den Kontext kapiert? - Gut!



Deine freche Antwort kannst du dir in den Allerwertesten schieben. :)
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Bleibtreu » So 29. Jul 2018, 18:48

Polibu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:46)

Deine freche Antwort kannst du dir in den Allerwertesten schieben. :)

Dann troll woanders! :p
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Polibu » So 29. Jul 2018, 18:48

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 19:48)

Dann troll woanders! :p


Ich habe dir eine ganz normale Frage gestellt. Kein Grund ausfallend zu werden.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Skeptiker » So 29. Jul 2018, 19:38

EinMensch hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:55)
...
Ich verheimliche dir keine Verse aus dem Koran. Wie du sicherlich weißt, gibt es im Islam unterschiedliche Rechtsschulen. Wenn ein Gelehrter eine Fatwa gibt, heißt das nicht, dass alle Muslime sich an dieser festhalten.
...

Wenn in einer Fatwa die Tötung wegen Abfall vom Glauben als islamisch beschlossen wird, dann gibt es zumindest eine Rechtsschule des Islam, die das billigt.

Mir fällt auf, dass immer dann, wenn es darum geht Aussenstehenden ein möglichst friedfertiges Gesicht des Islam zu vermitteln, man sich die Auslegung gemässigter Rechtsschulen herausgreift und diese als DEN ISLAM verkauft. Konservative Rechtsschulen werden gerne unterschlagen, die sind nur EINE STRÖMUNG.
Wenn dann aber der Islam in Form der konservativen Rechtsschulen angegriffen wird, dann ist es immer nur eine andere Rechtsschule und die kann nicht für den Islam in Gänze stehen. Jede gelebte Praxis des Islam, ist ihm dann nicht mehr zurechenbar.

Für mich ist der Islam die Summe aller Auslegungen und Praktiken des Islam. Wenn man also behaupten will Tötung von Abtrünnigen wäre unislamisch, dann hat man eben vorher dafür zu sorgen, dass KEINE RECHTSSCHULE das so auslegt oder durch explizite Aussagen in der Schrift so ausgeschlossen wird.

Nebenbei sind die konservativen Rechtsschulen im Islam keine extremistische Minderheit.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon X3Q » So 29. Jul 2018, 19:41

EinMensch hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:01)

Hallo X3Q,



Warum wollen Sie das wissen? Sie glauben doch nicht an den Koran, oder? Aber nun gut:

Jeder darf glauben, was er will: „Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein.“ (Heiliger Quran 18:29)
Man darf den freien Willen anderer Menschen nicht unterdrücken (vgl. Heiliger Quran 2:279), noch darf man andere Menschen umbringen: "...Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält..." (Heiliger Quran 5:32).

Viele Grüße,
EinMensch

Welche Rolle spielt es, ob ich an den Koran oder an das Maggie Kochbuch glaube? Richtig. Es spielt keine Rolle. Ich wollte von dir einfach nur wissen, wo oder ob im Koran steht, daß die Todesstrafe bei Apostasie verboten ist. Es ist eine ganz einfache Frage. Allem Anschein nach bist du bist nicht in der Lage diese einfache Frage zu beantworten. Wenn dazu nichts im Koran steht, dann schreibe es einfach; aber hör einfach auf mit deinem Suren-Bingo?

--X
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Misterfritz » So 29. Jul 2018, 20:10

Es ist auch, denke ich, nicht unbedingt wichtig, ob es dazu eine belegbare Koranstelle gibt o.ä.
Ein Ägypter, recht gebildet und hatte schon in Europa gearbeitet, sagte mir, wenn sein Sohn vom Glauben abfallen würde, müsste er ihn töten, auch wenn er schwul wäre oder eine Nichtmuslima (besonders eine Jüdin) heiraten wollte, müsste er ihn töten. Der Sohn war zu dem Zeitpunkt knapp 3 Jahre alt.
Da ist er sicherlich nicht von alleine drauf gekommen.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Skeptiker » So 29. Jul 2018, 20:33

Misterfritz hat geschrieben:(29 Jul 2018, 21:10)
Es ist auch, denke ich, nicht unbedingt wichtig, ob es dazu eine belegbare Koranstelle gibt o.ä.
Ein Ägypter, recht gebildet und hatte schon in Europa gearbeitet, sagte mir, wenn sein Sohn vom Glauben abfallen würde, müsste er ihn töten, auch wenn er schwul wäre oder eine Nichtmuslima (besonders eine Jüdin) heiraten wollte, müsste er ihn töten. Der Sohn war zu dem Zeitpunkt knapp 3 Jahre alt.
Da ist er sicherlich nicht von alleine drauf gekommen.

Aber wir haben ja gelernt, dass der Islam nicht dahinter stecken kann, nur vielleicht einer seiner vielen Avatare (Rechtsschulen und Glaubenspraktiken).
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Ammianus » So 29. Jul 2018, 21:02

Misterfritz hat geschrieben:(29 Jul 2018, 21:10)

Es ist auch, denke ich, nicht unbedingt wichtig, ob es dazu eine belegbare Koranstelle gibt o.ä.
Ein Ägypter, recht gebildet und hatte schon in Europa gearbeitet, sagte mir, wenn sein Sohn vom Glauben abfallen würde, müsste er ihn töten, auch wenn er schwul wäre oder eine Nichtmuslima (besonders eine Jüdin) heiraten wollte, müsste er ihn töten. Der Sohn war zu dem Zeitpunkt knapp 3 Jahre alt.
Da ist er sicherlich nicht von alleine drauf gekommen.


Allerdings ist es wohl mehr oder weniger Konsens unter den Gelehrten, dass ein Moslem eine Christin oder Jüdin heiraten darf. Wobei die Kinder dann natürlich automatisch Moslems sind. Der Gatte darf die Ehefrau auch nicht an der Ausübung ihre Glaubens hindern.
Eine Muslima jedoch darf nur einen Moslem heiraten. Eine Ehe mit einem Nichtmoslem ist ungültig und Zina. Hier sei auch an einen Fall der jüngeren Geschichte in Ägyptens erinnert, bei der ein Ehepaar ins Exil getrieben wurde:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nasr_Hamid_Abu_Zaid
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Misterfritz » So 29. Jul 2018, 21:09

Ammianus hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:02)

Allerdings ist es wohl mehr oder weniger Konsens unter den Gelehrten, dass ein Moslem eine Christin oder Jüdin heiraten darf. Wobei die Kinder dann natürlich automatisch Moslems sind.
Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass, völlig unabhängig davon, was die Gelehrten sagen, diese Ansichten recht tief verwurzelt sind. Und irgendwo her müssen sie ja kommen.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Alpha Centauri » So 29. Jul 2018, 21:18

Leider ist ein großer Teil der Welt religös Verblendet , in muslimischen Länden ist Atheismus verboten sonst droht Folter oder Tod , ein US Präsident der sich offen zum Atheismus bekennt undenkbar um mal nur zwei Beispiele zu bringen
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Ammianus » So 29. Jul 2018, 21:21

Misterfritz hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:09)

Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass, völlig unabhängig davon, was die Gelehrten sagen, diese Ansichten recht tief verwurzelt sind. Und irgendwo her müssen sie ja kommen.


Wie schon der Wiki-Artikel richtig feststellt, findet sich im Koran selbst keine passende Begründung für die Tötung von Apostaten. Die leitet man aus angeblichen Handlungen und Aussagen Mohammeds ab, wie sie sich in den Hadithsammlungen finden. Und dies dürfen nur die sogenannten Gelehrten. Sieht man sich aber an, dass die Sache mehr oder weniger fast in der gesamten islamischen Welt so gesehen wird, dann ist dies keine Einzelmeinung verirrter Theologen sondern allgemeiner Konsens. Das es nicht mehr oder wenig praktiziert wird dürfte mit dem Verhältnis zum Rest der Welt zusammenhängen. Der Wiki-Artikel versucht z.B. auch das Verhalten islamischer Verbände in Deutschland zu erklären. Diese sprechen sich ja für Religionsfreiheit inklusive der Möglichkeit des Wechsels aus. Allerdings können sie sich hinter der islamischen Regel zurückziehen, dass die Gesetze des Gastlandes einzuhalten sind so lange sie keinen schwerwiegenden Eingriff in die Glaubenspraxis darstellen.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Bleibtreu » So 29. Jul 2018, 21:26

Ammianus hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:21)

Wie schon der Wiki-Artikel richtig feststellt, findet sich im Koran selbst keine passende Begründung für die Tötung von Apostaten. Die leitet man aus angeblichen Handlungen und Aussagen Mohammeds ab, wie sie sich in den Hadithsammlungen finden. Und dies dürfen nur die sogenannten Gelehrten. Sieht man sich aber an, dass die Sache mehr oder weniger fast in der gesamten islamischen Welt so gesehen wird, dann ist dies keine Einzelmeinung verirrter Theologen sondern allgemeiner Konsens.[...]

Es findet sich keine direkte Anweisung zur Toetung im Quran - ansonsten: Vollkommen richtig, genau das hatte ich vorhin Skeptiker zu erlaeutern versucht: viewtopic.php?p=4262872#p4262872
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Skeptiker » So 29. Jul 2018, 21:50

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:26)
Es findet sich keine direkte Anweisung - ansonsten: Vollkommen richtig, genau das hatte ich Vorhin Skeptiker zu erlaeutern versucht: viewtopic.php?p=4262872#p4262872

Ja, danke dafür. Ich hatte das auch durchaus so verstanden.

Wenn ich in meinen Antworten EinMensch und keinproblem gegenüber das vielleicht nicht ganz 100%ig korrekt wiedergebe, dann liegt das vielleicht auch daran, dass ich das ganze Thema nicht emotionsfrei sehe. Ich halte diese Vorgehensweise der Muslime tatsächlich für Täuschungsmanöver. Hier wird die Arglosigkeit von Menschen ausgenutzt, deren religiöses Verständnis soweit säkularisiert ist, dass sie gar keine Vorstellung mehr davon haben was starker theokratischer Gottesglaube bedeutet, so wie er in den meisten muslimischen Gesellschaften heute noch gelebt wird (von der fehlenden philosophischen Trennung zwischen Kirche und Staat garnicht erst zu reden).

Für die allermeisten Menschen hier ist Religion ein Synonym für eine Sozialgemeinschaft mit positiven Grundwerten. Daher braucht man nur betonen "Religion" zu sein, dann kommt einem nicht nur gesetzlicher, sondern auch gesellschaftlicher Schutz zu. In meinen Augen wird da Vertrauen ausgenutzt. Meine Befürchtung ist ein Wiedererstarken religiöser Kräfte, wodurch viele Errungenschaften in Gesellschaft gefährdet sind.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Bleibtreu » So 29. Jul 2018, 22:20

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:50)

Ja, danke dafür. Ich hatte das auch durchaus so verstanden.

Wenn ich in meinen Antworten EinMensch und keinproblem gegenüber das vielleicht nicht ganz 100%ig korrekt wiedergebe, dann liegt das vielleicht auch daran, dass ich das ganze Thema nicht emotionsfrei sehe. Ich halte diese Vorgehensweise der Muslime tatsächlich für Täuschungsmanöver. Hier wird die Arglosigkeit von Menschen ausgenutzt, deren religiöses Verständnis soweit säkularisiert ist, dass sie gar keine Vorstellung mehr davon haben was starker theokratischer Gottesglaube bedeutet, so wie er in den meisten muslimischen Gesellschaften heute noch gelebt wird (von der fehlenden philosophischen Trennung zwischen Kirche und Staat garnicht erst zu reden).

Für die allermeisten Menschen hier ist Religion ein Synonym für eine Sozialgemeinschaft mit positiven Grundwerten. Daher braucht man nur betonen "Religion" zu sein, dann kommt einem nicht nur gesetzlicher, sondern auch gesellschaftlicher Schutz zu. In meinen Augen wird da Vertrauen ausgenutzt. Meine Befürchtung ist ein Wiedererstarken religiöser Kräfte, wodurch viele Errungenschaften in Gesellschaft gefährdet sind.

Ich kann gut nachvollziehen, dass es fuer Unbedarfte sehr schwierig ist bei diesen ganzen Manoevern durch zu blicken und dann noch ruhig zu bleiben. Das "will der mich verarschen?" Gefuehl ist auch mir nicht unbekannt. Auch ich habe ueber manch fanatische Kaputtnixe [das beziehe ich jetzt nicht explizit auf die 2 Genannten] privat schon derart geflucht, dass selbst ein Soeldner rot vor Scham wird. :D

Diese Vorgehensweise, wie du es nennst, ist generell typisch unter Religioesen, nicht nur bei Muslimen. Es ist typisch fuer Religioese, ihre eigene Interpretationen/Denomination als die einzig Wahre und gueltige zu sehen und verzweifelt rudernd zu erklaeren, warum alle anderen falsch liegen.

Dazu kommt natuerlich, ihre Religion per se als gut hinzustellen/in Schutz zu nehmen. "Ich wuerde doch nie an ScheissDreck glauben, also kann mein Glaube nichts Schlechtes haben" Wenn christliche Milizen oder Fundamentalisten durch drehen, wirst du auch von Christen hoeren, dass diese Menschen keine wahren Christen seien. Das ist derselbe Mechanismus wie bei Muslimen: "das ist nicht der wahre Islam - das sind keine echten Muslime". Einen reifen Glaeubigen erkennst du daran, dass er reflektiert + problemlos eingestehen kann, dass innerhalb seiner Religion/Konfession/Denomination dies und das schief laeuft. Und, das er sich nicht an Dogmen klammert, sondern seinen Verstand benutzt. Archaische, Menschen verachtende LebensModelle haben in einer aufgeklaerten Welt nichts verloren - denen muss kompromisslos die Tuer gewiesen werden.

Das Wiedererstarken religioeser Kraefte, vorrangig fundamentalistisch/konservativer, ist schon seit Jahren im Gange. Erschreckend. :dead: Das einzige Mittel dagegen ist das von dir Erwaehnte: Eine strikte Trennung von Staat und Kirche/Religion. Und sobald religioese Meschuggene sich zuviel herausnehmen wollen, muss es umgehend was auf die Muetze geben. Wenn hier keine knallhart durchgezogene Linie vertreten wird, wird man zusehends mehr an saekularem Boden verlieren.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon keinproblem » Mo 30. Jul 2018, 18:34

Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:23)

Wenn du den Quran kennst, solltest du auch wissen, dass dies ein Zitat aus dem Talmud [Traktat Sanhedrin], die Anweisung Allahs an uns Juden, nicht an Muslime ist - klauen gilt nicht! Die Sura alMaida handelt in weiten Teilen von Christen und Juden. :p Ich zitiere die Passage vollstaendig:

Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls [Israel/den Juden] vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Die direkt darauf folgende Ayat 33 ist besonders interessant:

Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,


Die Passage ist nicht vollständig, du hast aber Recht, dass es den Rahmen sprengen würde alles hier einzufügen (auch wenn man die 33te Ayat, die noch Teil des Satzes ist den du eingefügt hast meiner Meinung nach hätte nicht weglassen müssen).
Die Ayat vorher behandelte noch die Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain.

"Aus diesem Grunde (weil Kain mordete) haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben."
[5:32]


"Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,
[5:33]

– außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, daß Allah Allvergebend und Barmherzig ist."
[5:34]




Kain ist der erste Mörder der Menschheitsgeschichte und in 5:32 steht nun geschrieben, dass aus diesem Anlass dem Volk der Israeliten offenbart wurde, dass der Mord an einer Person gleich dem Mord an jeder Person ist. Kain war nicht vom Volke der Israeliten, warum also sollte der Kains Mord etwas mit einer ethnisch anderen Gruppe zutun haben? Ein möglicher Ansatz wäre u.a., dass die Volkszugehörigkeit oder Hautfarbe nichts damit zu tun hat, wie viel ein Menschenleben wiegt.
Außer der Anmerkung, dass es den Israeliten auch verkündet wurde, habe ich jetzt nicht verstanden warum du daraus schlussfolgerst, es sei nur für diese bindend. Dein Studium für vergleichende Religionswissenschaft war entweder bloß befriedigend, oder aber du hast deinen Beitrag bewusst so formuliert, dass man als Leser indirekt schlussfolgert, die Muslime sind von diesem Gesetz nicht betroffen. Ich gehe ehrlich gesagt eher von ersterem aus.
Da du sicherlich gelernt hast, dass Gott in der islamischen Theologie nicht drei oder mehr Religionen sondern stehts eine einzige, die monotheistische Gottergebenheit herabgesandt hat, ist dir bestimmt klar, dass wir das Volk von Moses nicht als andere Glaubensgemeinschaft betrachten, sondern als unsere Geschwister im Glauben, die uns voraus gingen. Eventuell hast du während deines Studiums erfahren, dass Allah selbst in Sure Al-Baqara sagt, dass er jede Ayat die er aufhebt oder in Vergessenheit geraten lässt durch eine gleichwertige oder bessere ersetzt.

Diese islamophobe Argumentation (ohne die Unterstellung du hättest sie bewusst benutzt) wird von Gegnern oft genutzt und propagiert, um nicht nur das Bild des Islam der einen Mord mit dem Mord an jedem gleichsetzt ungerechtfertigt unter den Teppich zu kehren, sondern außerdem auch (und das ist das perfide dabei) um das Bild einer heuchlerischen Spitzfindigkeit und Bereitschaft zum Lügen und Betrügen für diese Religion zu malen ("Taqqiya").

(Die Blase rund um die Taqqiya die oft als letztes Mittel der Diskussion zur Mundtotmachung genutzt wird erinnert stark an das antijudaistische Werk Martin Luthers „Von den Juden und ihren Lügen“, ist und ist wohl mindestens genauso antisemitisch.
Dass die Moderation das duldet ist per se nicht schlimm, immerhin ist das Phänomen erst vor (relativ) kurzer Zeit wieder am aufflammen und der Durchschnittsbürger hat nun nicht mal eben die Muße ohne Anlass in islamischer Literatur zu wälzen. Ich bin diese Woche wohl sehr beschäftigt und eventuell kann das jemand anderes für mich einen Thread erstellen in dem der Moderation/Vorstand die exakte Analyse des Begriffs Taqiya aufgearbeitet präsentiert werden und man auf die Verunglimpfung hinter der Anschuldigung (alle Muslime lügen) bzw. den Parallelen zum europäischen Judenhass aufzeigt.)


Das liest sich schwer nach abartiger TodesStrafe im Diesseits - shalom/salam! :|


In den zwei anderen Suren (33, 34) wird salopp gesagt, dass man Leute die gegen einen angreifen töten soll (ausgenommen die Person ergibt sich).
Pazifismus mag zwar eine gute Sache sein aber ich fände es übertrieben sie jedem als moralische Pflicht auferlegen und dem Einzelne das Recht auf Notwehr nehmen zu wollen.
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Re: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Beitragvon Bleibtreu » Mo 30. Jul 2018, 21:02

keinproblem hat geschrieben:(30 Jul 2018, 19:34)

Die Passage ist nicht vollständig,

Rekapitulieren wir die Fakten:
EinMensch hat die Ayat 32 aus Sura alMaida unvollstaendig zitiert und damit eine bewusste Taeuschung vorgenommen, weil er mit dem SurenBingo belegen wollte, wie toll der Quran/Islam ist - das ist nach hinten losgegangen:
EinMensch hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:01)
[...] noch darf man andere Menschen umbringen: "...Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält..." (Heiliger Quran 5:32).

Ich habe den Juser dann mit Quelle unterlegt korrigiert, um die Taeuschung aufzudecken. Die blau von mir hervorgehobenen Passagen sind die von ihm Unterschlagenen:
Bleibtreu hat geschrieben:(29 Jul 2018, 18:23)
Wenn du den Quran kennst, solltest du auch wissen, dass dies ein Zitat aus dem Talmud [Traktat Sanhedrin], die Anweisung Allahs an uns Juden, nicht an Muslime ist - klauen gilt nicht! Die Sura alMaida handelt in weiten Teilen von Christen und Juden. :p Ich zitiere die Passage vollstaendig:

Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls [Israel/den Juden] vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.

Die Anweisung ging also an uns Juden, nicht an euch Muslime. Auch der Quran macht, wie in der vollstaendigen Ayat zu lesen ist, daraus keinen Hehl. :D

Und der restliche Teil der Ayat, ebenfalls nicht von EinMensch mitzitiert und von mir blau hervorgehoben, geht schwer in Richtung antijuedisch. DIE boesen Juden, von denen Viele nicht auf ihn hoeren wollten + es danach wahrlich masslos auf der Erde getrieben haben! Da braucht sich niemand ueber antijuedische Anfeindungen wundern, wenn solche Vorlagen im Quran, fuer Muslime dem heiligen Wort G'ttes, stehen. :|

Es stoert mich nicht, wenn der eine oder andere Muslim diese Anweisung aus dem Talmud fuer sich uebernehmen will; schliesslich kann mit dem noetigen MutWillen alles in Texte interpretiert werden - Nur Tricksereien, die sollte man tunlichst bei mir unterlassen - denn das geht 100% schief! ;)

keinproblem hat geschrieben:(30 Jul 2018, 19:34)In den zwei anderen Suren (33, 34) wird salopp gesagt, dass man Leute die gegen einen angreifen töten soll (ausgenommen die Person ergibt sich). Pazifismus mag zwar eine gute Sache sein aber ich fände es übertrieben sie jedem als moralische Pflicht auferlegen und dem Einzelne das Recht auf Notwehr nehmen zu wollen.

Bitte exakter arbeiten - das ist eine weitere unvollstaendige Aussage, Ayat 33 + 34 lauten:

Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,

– außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, daß Allah Allvergebend und Barmherzig ist.[/u]


... und sich bemuehen auf der Erde Unheil zu stiften ist ein aeusserst dehnbarer Begriff. Du kannst so gut wie jeden als UnheilStifter diffamieren, wenn es dir gelegen kommt und dann kreuzigen, die Hande und Fuesse wechselseitig abhacken etc. Genau an diesen kranken Dreck hat sich auch die terroristische DAESH gehalten. Und ja, in der westlichen Welt sind die TodesStrafe, zumal derart barbarisch praktiziert, ein no-go. Ausgenommen, die Personen ergeben sich ist so auch nicht korrekt - die bereuen, BEVOR ihr Macht ueber sie habt muss ich wohl nicht weiter erklaeren, n'est-ce pas?

Dein islamophobes UnterstellungsGeschwurbel + deine sonstigen AblenkungsManoever ignoriere ich. Ich argumentiere naemlich mit belegten Fakten! :)

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Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 30. Jul 2018, 21:30, insgesamt 3-mal geändert.
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
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