Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

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Ich finde das Besondere Kirchgeld

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Ein Terraner
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Ein Terraner » Do 12. Jan 2017, 20:42

Boraiel hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:37)

Wenn man sich anschaut, wie sich menschliches Leben auf Erden ausbereitet, wird man sehen, dass eine Kirchenmitgliedschaft doch sehr, sehr förderlich ist. Insbesondere die Teilhabe an der heiligen, katholischen Kirche.

Und warum soll das so sein?
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Boraiel
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Boraiel » Do 12. Jan 2017, 20:47

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:42)

Und warum soll das so sein?

Siehst du denn ein, dass es so ist?
"Die größte Strafe aber ist, von Schlechteren regiert zu werden, wenn einer nicht selbst regieren will; und aus Furcht vor dieser scheinen mir die Rechtschaffenen zu regieren, wenn sie regieren."
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Ein Terraner » Do 12. Jan 2017, 20:50

Boraiel hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:47)

Siehst du denn ein, dass es so ist?

Nein, wieso auch, oder fällt dir noch ein Grund ein warum das so sein sollte? Einfach behaupten gilt nicht.
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Boraiel
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Boraiel » Do 12. Jan 2017, 20:59

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:50)

Nein, wieso auch, oder fällt dir noch ein Grund ein warum das so sein sollte? Einfach behaupten gilt nicht.

Einfach mal einen unvoreingenommen Blick hinaus in die Welt werfen. :)
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Ein Terraner » Do 12. Jan 2017, 21:07

Boraiel hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:59)

Einfach mal einen unvoreingenommen Blick hinaus in die Welt werfen. :)

Ja da kommt Religion nicht gerade gut weg, hast du auch noch ein Argument?
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Misterfritz » Fr 13. Jan 2017, 18:10

Boraiel hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:37)

Wenn man sich anschaut, wie sich menschliches Leben auf Erden ausbereitet, wird man sehen, dass eine Kirchenmitgliedschaft doch sehr, sehr förderlich ist. Insbesondere die Teilhabe an der heiligen, katholischen Kirche.
Für wen ist das sehr fördelich? Für die Kirchen, ok, aber sonst?
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 14. Jan 2017, 11:17

Borail hat geschrieben:Einfach mal einen unvoreingenommen Blick hinaus in die Welt werfen. :)
Nun ich hab "geworfen" - D ist eines der wenigen Länder mit einer derartigen Verquickung von Staat und Kirche mit besonderem "Augenmerk" auf die "Heilige Katholische Kirche" aber auch der böse Ableger davon die sog. "Protestanten".

Ob nun zusätzlich über die sog. "Kirchensteuer" - falscher euphemistischer Begriff - sollte "Gläubigensteuer" heißen - oder werden da "Kirchen" besteuert :?: Ganz im Gegenteil, schon der staatliche Einzug dieser Steuer ist eine hohe und ansonsten kostenlose Subvention für Organisationen, welche auch sonst zumindest in D vollkommen vom Staat erhalten werden.

So finanzieren ALLE diese seltsamen Vereine - auch Mitglieder anderer Religionen, welche nicht oder jedenfalls noch nicht gleichbehandelt werden. Weil das alles so schön "demokratisch" ist, gelten für ALLE Unternehmungen beiden Kirchen völlige Steuerfreiheit - völlig gleichgültig was die so "unternehmen" - eine wunderhübsche Parallelgesellschaft frei vom Arbeitsrecht und ähnlichem was ansonsten für "uns" gesetzliche Grundlage ist. Kein Wunder, das z.B. die "Heilige Katholische Kirche Deutschlands" eine der reichsten Kirchen auf dieser Welt ist. Wenn es um Grundbesitz geht, beide nehmen da eine Spitzenposition ein, was mindestens seltsam ist, weil eigentlich "alles" Anfang des 19.Jahrhunderts wegsäkularisiert wurde.....

Praktisch sämtliche sozialen Leistungen die Kirchen erbringen, "segeln" unter "falscher Flagge" - meint, "wir" finanzieren, was Kirchen nach außen hin als "ihr Werk" verkaufen. Besonders empörend, auch dann, wenn jemand keiner oder aber einer der nicht privilegierten "Glaubensgemeinschaften" angehört. Grob gerechnet zahlt jeder in etwa den selben Betrag, der bei Mitgliedschaft anfallen würde NOCHEINMAL über sein sonstiges Steueraufkommen direkt und indirekt an die privilegierten "Kirchen" - wer austritt, zahlt eben weiter aber verdeckt diesen Anteil... :dead:

Mitgliedschaft qua Geburt - jedenfalls bis zum Tode oder dezidiertem Austritt, der durchaus zu großen innerfamiliären Zerwürfnissen führen kann - plus Nachteile im eher öffentlichen Bereich, wenn der Austritt bekannt wird - wozu schon die verpflichtenden Angaben die ein Arbeitgeber einfordern muss, nicht selten bereits führen. So wird gleich auch das doch private "Glaubensbekenntnis" öffentlich eingefordert - so funktioniert also "Trennung" Kirche und Staat :?:

Das habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen - bin es nur müde schon wider das komplette "Elend der Konkordate" und wie sie zustande gekommen sind zu belegen. Wen das interessiert sollte da mal selbst "Hand anlegen".... :mad:
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Antonius » So 15. Jan 2017, 14:30

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:17)
(...)
Ob nun zusätzlich über die sog. "Kirchensteuer" - falscher euphemistischer Begriff - sollte "Gläubigensteuer" heißen - oder werden da "Kirchen" besteuert :?: Ganz im Gegenteil, schon der staatliche Einzug dieser Steuer ist eine hohe und ansonsten kostenlose Subvention für Organisationen, welche auch sonst zumindest in D vollkommen vom Staat erhalten werden...

Zum Begriff der "Kirche", der mannigfaltige Bedeutungen hat:
1. Kirche als Gebäude, als Gotteshaus,
2. Kirche als geistliche Organisationsform,
3. Kirche als die Gemeinschaft der Gläubigen.

Die letztere Bedeutung des Wortes ist für mich die wichtigste, denn die Kirche lebt durch die Gläubigen, die die Lehre Jesu Christi in sich tragen,
sie verkünden und an die nächste Generation weitergeben.
Die Lehre Jesu Christi ist vor allem getragen durch das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe.
Papst Benedikt XVI. hat in seiner Enzyklika "DEUS CARITAS EST" vom Dez. 2005 die verschiedenen Aspekte dargestellt:
http://w2.vatican.va/content/benedict-x ... s-est.html
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Ein Terraner » So 15. Jan 2017, 14:37

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:17)

falscher euphemistischer Begriff - sollte "Gläubigensteuer" heißen


Vereinsbeitrag ?
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Teeernte » So 15. Jan 2017, 14:56

Boraiel hat geschrieben:(12 Jan 2017, 20:37)

Wenn man sich anschaut, wie sich menschliches Leben auf Erden ausbereitet, wird man sehen, dass eine Kirchenmitgliedschaft doch sehr, sehr förderlich ist. Insbesondere die Teilhabe an der heiligen, katholischen Kirche.


Die "Dienste" der Kirche werden nach und nach durch den Staat übernommen .... Familienbande zerschlagen - und durch staatliche Leistungen ersetzt.

Die "Teilhabe" - ist mau.....und die Dividende doch niedrig.

Da mischt ein Muslimverein mit 1000 Mitgliedern politisch doch etwas mehr mit - auch wenn man die Trennung von Staat und Religion wünscht.
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon Boraiel » So 15. Jan 2017, 15:08

Teeernte hat geschrieben:(15 Jan 2017, 14:56)

Die "Dienste" der Kirche werden nach und nach durch den Staat übernommen .... Familienbande zerschlagen - und durch staatliche Leistungen ersetzt.

Die "Teilhabe" - ist mau.....und die Dividende doch niedrig.

Da mischt ein Muslimverein mit 1000 Mitgliedern politisch doch etwas mehr mit - auch wenn man die Trennung von Staat und Religion wünscht.

Ja, das stimmt und ist ein großes Problem für die großen christlichen Kirchen in Deutschland. Die "Dienstleistungen" wurden zwar verstetigt, aber die Quälität, vor allem auch der zwischenmenschlichen Begegnung hat gehörig abgenommen.
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 16. Jan 2017, 18:45

Das große Problem der christlichen Kirchen ist einfach, sie bieten scheinheilig als "eigen" deklarierte "soziale Dienste" an, die im allgemeinen voll aus Steuern ALLER finanziert werden. :?

Gerade die "ach so christlichen Kirchen" hätten es in der Hand wenigstens über Erbpacht ihre reichhaltige Auswahl an Immobilien die sie vollkommen steuerfrei betreiben, zu niedrigen "sozialverträglichen" Pachtforderungen an all jenen zukommen zu lassen, welche gegenwärtig keinerlei Chancen haben wenigstens so zu "alterssicherndem" Wohneigentum zu gelangen. Auch entsprechende Kredite die auf diese Gruppe zugeschnitten helfen könnten, wären denkbar.

Andere - "das Volk" - zahlen lassen, aber öffentlich diese "noblen Taten" als die eigene ausgeben - EIN Beispiel : "Die Caritas Legende"

Stattdessen leben die zusätzlich staatlich finanzierte Kirchenoberschicht "notfalls" auch mal in "Saus und Braus" ganz wie Potentaten der Renaissance. Öffentlichkeitswirksam kasteit sich der aktuelle "Pontifex Maximus" und gibt den "armen Papst". Das in Zeiten wo jedem, jede Information frei zugänglich ist, "unerfreuliche" Bücher und Schriften nichtmehr auf dem "Index Librorum Prohibitorum" landen, eine verdammt schliche "Öffentlichkeitsarbeit" Wobei in vielen Bereichen auch die "Protestanten" von der "heiligen katholischen Kirche" nur noch schwer unterscheidbar agieren...

Oh Herr, erleuchte diese Schrebergartensozialisten und gib ihnen "göttliche Einsicht" bei gesellschaftliche Vorgängen....
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Re: Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe

Beitragvon JosefG » Di 17. Jan 2017, 04:09

Zumindest in Bayern kann man die Zahlung des Kirchgelds für den konfessionslosen
Partner vermeiden durch Mitgliedschaft im Bund für Geistesfreiheit Bayern.
http://www.bfg-bayern.de/portal/article/wichtig-für-2016-bfg-mitgliedschaft-spart-steuer

Ob dafür allerdings die beitragsfreie Form der Mitgliedschaft ausreicht, weiss ich nicht.
https://www.bfg-regensburg.de/mitglied-werden/

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