Grundsatzdiskussion Islam

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think twice
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » So 3. Dez 2017, 14:35

Julian hat geschrieben:(03 Dec 2017, 14:32)

Wenn du darüber weiter diskutieren möchtest, dann bitte im "Sammelstrang Kriminalität durch Flüchtlinge".

Wer hat denn das Thema hier eingegebracht? Das warst doch du.
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Tom Bombadil
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Tom Bombadil » So 3. Dez 2017, 14:51

ryu1850 hat geschrieben:(03 Dec 2017, 13:45)

Das verbietet nur, das verbreiten der Bibel und des Korans in der Öffentlichkeit, oder an Kinder für die man nicht der Sorgeberechtigte ist.

Das würde dann ja schon reichen, Predigten ohne Bibel und Koran dürften interessant werden.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ryu1850 » So 3. Dez 2017, 14:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2017, 14:51)

Das würde dann ja schon reichen, Predigten ohne Bibel und Koran dürften interessant werden.


Dann stellt man nen Türsteher vor Kirchen und Moscheen der den Mitgliedsausweis kontrolliert und dann darf drinnen wieder mit Bibel und Koran gepredigt werden.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Tom Bombadil » So 3. Dez 2017, 16:15

Quelle?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ryu1850 » So 3. Dez 2017, 16:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2017, 13:11)

§ 131 StGB.


Da ist meine Quelle.

Es ist nicht mehr in der Öffentlichkeit, also darf man daraus Predigen.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Tom Bombadil » So 3. Dez 2017, 17:19

Nicht wirklich. Religiöse Einrichtungen gelten mW. als öffentliche Gebäude/öffentlicher Raum. Will man das beschränken, könnte man den Status der Religion verlieren, man ist dann nur noch ein okkulter Verein.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon ryu1850 » So 3. Dez 2017, 22:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Dec 2017, 17:19)

Nicht wirklich. Religiöse Einrichtungen gelten mW. als öffentliche Gebäude/öffentlicher Raum. Will man das beschränken, könnte man den Status der Religion verlieren, man ist dann nur noch ein okkulter Verein.


Das ist doch mal eine Gute Lösung, entweder nicht mehr aus den Hetzschriften predigen oder die religiösen Sonderrechte verlieren, finde ich ausgesprochen gut.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Misterfritz » Fr 8. Dez 2017, 18:09

Islam in Deutschland
Neuer muslimischer Verein will Streitkultur verändern

Finde ich eine gute Initiative. Aber ich frage mich, ob dieser intellektuelle Zirkel wirklich die muslimische Jugend erreicht.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Julian » Mo 11. Dez 2017, 20:47

Misterfritz hat geschrieben:(08 Dec 2017, 18:09)

Islam in Deutschland
Neuer muslimischer Verein will Streitkultur verändern

Finde ich eine gute Initiative. Aber ich frage mich, ob dieser intellektuelle Zirkel wirklich die muslimische Jugend erreicht.


Grundsätzlich eine gute Idee, aber man sollte sich genau anschauen, mit wem man es zu tun hat, um nicht hinten herum doch wieder Islamisten eine Plattform zu bieten.

Ich fand diesen Bericht des Bayerischen Rundfunks erhellend. Man sieht Menschen - ein älteres Ehepaar, eine Stadträtin - die zunächst ganz vorurteilsfrei und offen gegenüber einem Moscheeneubau sind. Nach Jahren kehren die Journalisten zurück und treffen die gleichen Leute an, deren Bild von der Moschee - die inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet wird - sich aber radikal, und zwar zum Negativen hin, verändert hat, und das nicht in Dunkeldeutschland, sondern in einer süddeutschen Großstadt.

Als Dreingabe gibt es neben der salafistischen Moschee noch ein Flüchtlingswohnheim, wo gleich auch noch Anhänger angeworben werden können.

Ein Augenöffner.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Di 26. Dez 2017, 13:32

Julian hat geschrieben:(11 Dec 2017, 20:47)
(...)
Ich fand diesen Bericht des Bayerischen Rundfunks erhellend. Man sieht Menschen - ein älteres Ehepaar, eine Stadträtin - die zunächst ganz vorurteilsfrei und offen gegenüber einem Moscheeneubau sind. Nach Jahren kehren die Journalisten zurück und treffen die gleichen Leute an, deren Bild von der Moschee - die inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet wird - sich aber radikal, und zwar zum Negativen hin, verändert hat, und das nicht in Dunkeldeutschland, sondern in einer süddeutschen Großstadt.

Als Dreingabe gibt es neben der salafistischen Moschee noch ein Flüchtlingswohnheim, wo gleich auch noch Anhänger angeworben werden können.

Ein Augenöffner.
Ja, ohne Zweifel.
Es ist ein Mißbrauch der Ideologie für politische Zwecke durch die Mohammedaner; das hat nichts mit religiösen Fragestellungen zu tun.

Immerhin wendet sich in Jordanien jetzt der Autor und Journalist Mousa Barhouma gegen den Mißbrauch der Ideologie.
    Der Islam sei kein politisches Programm, schrieb er in einem Artikel, den Qantara.de am 4. Dezember 2017 veröffentlichte.
    Er kritisierte die sich wiederholende Tendenz der arabischen Welt, Säkularismus mit Abfall vom Islam und Irrlehre gleichzusetzen.
https://www.islaminstitut.de/2017/jorda ... vom-islam/

Immerhin ein mutiges Zeichen.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Mia2706 » Mi 27. Dez 2017, 16:41

Das Problem beim Islam ist, dass er keine strenge Hierarchie im Gegensatz zur Kirche hat und deshalb eine individuelle Religion ist, die stark bevormundetet. Deshalb lebt der Islam sich öffentlich aus, wo im Gegensatz zu unserer weitgehend säkularisierenden Umfeld Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit und Verfassung klare Regeln vorgibt.
Deshalb die Frage, wie viel religiöser Islam darf in einem säkularen Staat öffentlich demonstriert werden?
Es verbietet sich, den fundamentalen und orthodoxen Islam öffentlich auszuleben, was mit unserem Grundgesetz nicht übereinstimmt.
Zugegeben, auch bei uns gibt es auch noch Nachholbedarf. Aber bei uns beginnen die Kirchen schon längst, offen darüber zu diskutieren mit der Absicht von Reformen. Die Tendenzen zu Reformen gibt es auch im Islam, werden aber noch weitgehend durch Fundamentalisten unterdrückt.
Ein Siebtel unseres Lebens verbringen wir an Samstagen.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Do 28. Dez 2017, 15:36

Mia2706 hat geschrieben:(27 Dec 2017, 16:41)
Das Problem beim Islam ist, dass er keine strenge Hierarchie im Gegensatz zur Kirche hat und deshalb eine individuelle Religion ist, die stark bevormundetet. Deshalb lebt der Islam sich öffentlich aus, wo im Gegensatz zu unserer weitgehend säkularisierenden Umfeld Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit und Verfassung klare Regeln vorgibt.
Deshalb die Frage, wie viel religiöser Islam darf in einem säkularen Staat öffentlich demonstriert werden?
Es verbietet sich, den fundamentalen und orthodoxen Islam öffentlich auszuleben, was mit unserem Grundgesetz nicht übereinstimmt.
Zugegeben, auch bei uns gibt es auch noch Nachholbedarf. Aber bei uns beginnen die Kirchen schon längst, offen darüber zu diskutieren mit der Absicht von Reformen. Die Tendenzen zu Reformen gibt es auch im Islam, werden aber noch weitgehend durch Fundamentalisten unterdrückt.
Ob die theologischen und ethischen Defizite im Islam mit der dort unterentwickelten Hierarchisierung zu tun haben, ist sehr zweifelhaft.
Entscheidend ist der mangelhafte Wille der "Islamgelehrten" zu grundlegenden Reformen.

Im Christentum war und ist Reformwille und -fähigkeit von Anfang an gegeben, wenn auch unterschiedlich stark in den verschiedenen zeitlichen Perioden:
ECCLESIA SEMPER REFORMANDA.
Auf diese Weise haben die Christlichen Kirchen, auch als gesellschaftliche Systeme "in gutem Zustand", das 21. Jahrhundert erreicht.

Hinzu kommt im Christentum das einzigartige System der christlichen Ethik, das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe.
Es ist das alles überstrahlende Fundament des christlichen Glaubens und ein wichtiger Baustein der Charta der universalen Menschenrechte.
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