Grundsatzdiskussion Islam

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon keinproblem » Sa 28. Jul 2018, 15:25

Senexx hat geschrieben:(28 Jul 2018, 16:23)

Krass.

Ich hatte gehofft, dass ich Sie falsch verstanden hätte.


Das haben Sie tatsächlich richtig verstanden, dass die Legitimation eines Mordes von einer Einzelperson nicht bindend sein sollte, verstehen Sie aber auch, oder?
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7447
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bleibtreu » Sa 28. Jul 2018, 15:50

Da hier dasselbe ArgumentationsTheater abgezogen wird, verlinke ich meinen dazu passenden aus einem anderen Strang: viewtopic.php?p=4262140#p4262140
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin fuer Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1803
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 23:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Progressiver » Sa 28. Jul 2018, 17:04

@keinproblem,

ich bin kein Islamexperte. Du aber auch nicht. Die wirklichen Islamexperten dagegen, die islamisches Recht anwenden, finden genug Hadithe und Koranstellen, die die Tötung von Apostaten legitimieren. Und wenn man es wie der Islamische Staat in Syrien und im Nordirak macht, der nur die reine Koranlehre akzeptiert und nicht die 1.400 Jahre alte Rechtstradition des Islams, dann sieht man erst recht, zu was ein Staatsgebilde, das sich ausschließlich auf Mohammeds Schriften bezieht, für Gewalttaten fähig ist. Diese Terroristen legitimieren ihr Handeln direkt aus dem Koran. Dagegen sind diejenigen, die sich auf die Hadithe berufen, fast schon humaner. Aber nur fast.

Ich fasse zusammen: Dort, wo der Islam Staatsreligion ist, wird auch die Todesstrafe für Apostaten gefordert und praktiziert. In anderen Ländern, wo es kein funktionierendes Staatswesen gibt, kommt dann eben eine Meute zu dem Apostaten und prügelt ihn in einem gemeinschaftlichen Akt der Lynchjustiz tot. Das Ergebnis bleibt aber das Gleiche. Was ist daran so schwer zu verstehen?
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 3026
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Ammianus » Sa 28. Jul 2018, 17:13

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 16:21)

...

Irgendwelche Wikipedia Artikel sind keine Antwort auf meine Frage, eine sachliche schon gar nicht (auch wenn dein Link dein eigenes Argument zum Teil untergräbt, siehe Einleitung).

Der einzige der hier rumspielt, bist leider du. Du hast eine unwahre Behauptung aufgestellt und nun mangelt es dir an Belegen, weshalb du die Beweispflicht auf mich, anonyme Gelehrte oder Wikipedia projizieren möchtest. Das ist kein sonderlich starker Charakterzug, aber jeder hat wohl mehr oder weniger eine Tendenz in die Richtung.

Im Gegensatz zu dir habe ich schon mehrfach die akademische Bescheidenheit gehabt, Irrtümer offen einzugestehen ohne mich mit irgendwelchen halbschlauen Rhetorikkniffen daraus "retten" zu wollen - das weißt du selbst wohl am besten.


Lüg mal schön weiter.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Sa 28. Jul 2018, 18:20

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 16:25)

Das haben Sie tatsächlich richtig verstanden, dass die Legitimation eines Mordes von einer Einzelperson nicht bindend sein sollte, verstehen Sie aber auch, oder?


Sorry, das ist wirklich zu blöd. Ich prophezeie Ihnen ein kurzes Forenleben. Und ich würde ihren "Forentod" "legitimieren". :D
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon keinproblem » Sa 28. Jul 2018, 18:36

Progressiver hat geschrieben:(28 Jul 2018, 18:04)

@keinproblem,

ich bin kein Islamexperte. Du aber auch nicht. Die wirklichen Islamexperten dagegen, die islamisches Recht anwenden, finden genug Hadithe und Koranstellen, die die Tötung von Apostaten legitimieren. Und wenn man es wie der Islamische Staat in Syrien und im Nordirak macht, der nur die reine Koranlehre akzeptiert und nicht die 1.400 Jahre alte Rechtstradition des Islams, dann sieht man erst recht, zu was ein Staatsgebilde, das sich ausschließlich auf Mohammeds Schriften bezieht, für Gewalttaten fähig ist. Diese Terroristen legitimieren ihr Handeln direkt aus dem Koran. Dagegen sind diejenigen, die sich auf die Hadithe berufen, fast schon humaner. Aber nur fast.

Ich fasse zusammen: Dort, wo der Islam Staatsreligion ist, wird auch die Todesstrafe für Apostaten gefordert und praktiziert. In anderen Ländern, wo es kein funktionierendes Staatswesen gibt, kommt dann eben eine Meute zu dem Apostaten und prügelt ihn in einem gemeinschaftlichen Akt der Lynchjustiz tot. Das Ergebnis bleibt aber das Gleiche. Was ist daran so schwer zu verstehen?


Du hast jetzt zwar nicht etwas inhaltlich Neues beigetragen, aber ich versuche trotzdem zu erklären, wieso ich mit genau dieser Schlussfolgerung nicht übereinstimme.

Was du sagst ist nämlich, dass wenn man den Koran einfach frei und mit aufrichtiger Haltung liest und nach ihm handelt, ein enthauptender Terrorist wird. Das ist allerdings eine knallharte Verunglimpfung die nichts mit der Realität zutun hat.
Der kleine Denkfehler im Argument ist, dass es als Beleg ausreicht auf einige Fanatiker mit dem Finger zu zeigen und zu sagen, diese handeln nach dem Islam weil sie es sagen, aber die absolute Mehrheit der Muslime bei der Betrachtung außen vor zu lassen obwohl diese auch sagen, sie handeln nach dem Islam. Das ist eine selektive Wahrnehmung.

Der größere Denkfehler ist davon auszugehen, sich nicht mit den Schriften selbst ausführlich beschäftigen zu müssen um ein Urteil zu fällen, weil man ja sowieso schon gesehen hat, was diverse Personen die von sich selbst behaupten sich ausführlich damit auseinandergesetzt zu haben, machen.

Wenn jeder Muslim den Verzehr von Rindfleisch aufgrund des Korans ablehnt steht trotzdem noch Schwein geschrieben, da ändern keine knapp 2Mrd und auch keine 10Mrd Personen und ihre Meinungen etwas, diese elementare Tatsache gilt es meiner Ansicht nach zu begreifen, wenn man einfach blauäugig dem der am lautesten Muslim schreit glaubt, er hat die sauberste Koranexegese vollzogen.

Man kann einfach selbst als Individuum Nachforschungen betreiben, oder man gesteht sich in der notwendigen akademischen Bescheidenheit ein, dass man es nicht weißt und gerade nicht die Muße findet sich damit zu beschäftigen. Jede andere Option wäre wohl destruktiv.

Senexx hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:20)

Sorry, das ist wirklich zu blöd. Ich prophezeie Ihnen ein kurzes Forenleben. Und ich würde ihren "Forentod" "legitimieren". :D


Ich bitte Sie das jetzt nicht unnötig missverstehen zu wollen. Ich unterstelle Ihnen, dass Sie sowohl die Definition von "legitimieren" wie auch "Verbrechen" kennen und verstehen.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7447
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bleibtreu » Sa 28. Jul 2018, 18:55

Hier geht es jetzt weiter:

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 16:57)
Das hat mit der Wortbedeutung von Sophistik nichts zutun. Und ja, auch der Kommunist behält Recht wenn er behauptet, der Kommunismus sei nie umgesetzt worden. Das interessiert allerdings nur Personen die sich mit kühlen Fakten und nicht irgendwelchen Emotionen beschäftigen wollen.

Von welchen "faktischen Tatsachen" an denen sich nichts ändert, redest du?
Bleibtreu hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:02)
Ok, du hast es wieder nicht verstehen wollen, die Bedeutung von sophistisch ist dir auch unbekannt - geschenkt. :)

Dann KlarText:
Da es nicht DEN richtigen oder falschen Islam gibt, sondern unterschiedliche Auslegungen/Interpretationen/Denominationen, gibt es folglich auch keine richtigen oder falschen islamischen Staaten, sondern nur unterschiedliche theoretische Vorstellungen und Umsetzungen einer islamischen HerrschaftsIdeologie. Du kannst aber gerne ausfuehren, wie fuer dich ein islamischer Staat sein sollte. :)

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:33)
Der Islam hat viele verschiedene Strömungen, Denk- und Rechtsschulen - da sind wir uns völlig einig. Dieses gesamte Spektrum hat allerdings trotzdem (mindestens) einen gemeinsamen Ausgangspunkt: Die erste Säule des Islam, das Glaubensbekenntnis.

Welcher islamische Staat bekennt sich nicht zum islamischen GlaubensBekenntnis?

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:33)
Es gibt zwar unterschiedliche theoretische Vorstellungen und Umsetzungen eines islamischen Staates, allerdings sind auch diese Vorstellungen ein Bereich der Theologie und sind (oder sollten) keine Meinung, sondern eine wissenschaftlich vertretbare Position sein.

Und da sind wir wieder bei den unterschiedlichen Auslegungen/Interpretationen/Denominationen - Akzeptiere endlich, dass es nicht DEN richtigen oder falschen Islam gibt!

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:33)
Ich kann morgen auch eine islamische Republik gründen und sagen, dass jeder der gerne Kuchen isst Zakat nicht zahlen muss. Ist auch meine Vorstellung und Umsetzung, diese gilt es zu tolerieren und trotzdem hat sie theologisch keinerlei Hand und Fuß.

Das ist ein von dir erfundenes MaerchenBeispiel, mehr nicht.
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin fuer Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
keinproblem
Beiträge: 575
Registriert: Mo 19. Mär 2018, 23:20
Benutzertitel: Al-Ayyubi

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon keinproblem » So 29. Jul 2018, 12:04

Bleibtreu hat geschrieben:(28 Jul 2018, 19:55)

Und da sind wir wieder bei den unterschiedlichen Auslegungen/Interpretationen/Denominationen - Akzeptiere endlich, dass es nicht DEN richtigen oder falschen Islam gibt!

Ich weiß nicht, ob du meinen Beitrag nur überflogen hast aber ich grade an mehrfacher Stelle geschrieben, dass es einen allgemein gültigen und denkschulübergreifenden Konsens bei der ersten und wichtigsten Säule des Islam gibt, von dem aus das Spektrum an verschiedenen Richtungen ausgeht.


Das ist ein von dir erfundenes MaerchenBeispiel, mehr nicht.

Das ist ein Gleichnis um meinen Punkt nochmal anschaulicher zu machen und du bist, ganz nebenbei, auf keinen einzigen Punkt meiner Argumentation eingegangen (außer dem hier, bei dem du mein simples Gleichnis als Märchen abgetan hast ganz so, als hätte ich behauptet es wäre real, um das daraus folgende Szenario nicht durchspielen zu müssen.

Da du mir keine substantielle Antwort auf meinen Beitrag gegeben hast, verweise ich noch mal auf meinen letzten Beitrag zu meinen Thema, für konstruktive Interessenten viewtopic.php?p=4262238#p4262238
Benutzeravatar
Brainiac
Moderator
Beiträge: 5703
Registriert: Do 30. Jun 2011, 10:41

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Brainiac » So 29. Jul 2018, 21:04

Meines Erachtens gibt es nur eine Zukunft des Islams in dieser Welt, nämlich die, unwichtiger zu werden. So wie auch das Christentum unwichtiger wurde. Säkularisierung.

Das von einer Religion selbst zu verlangen, ist natürlich etwas paradox. Das kann die Religion nicht aus sich selbst heraus tun. Die Zeitläufte müssen es bewirken.

Demzufolge ist es Wasser auf den Mühlen des radikalen Islams, den Islam zu problematisieren. Man sollte, zumindest innerhalb Europas, seinen gesellschaftspolitischen Forderungen die kalte Schulter zeigen und ihn ansonsten ignorieren. Verbrecher im Namen des Islams sind als das was sie sind zu behandeln, als Verbrecher.
this is planet earth
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 893
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » So 29. Jul 2018, 22:17

Brainiac hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:04)
Meines Erachtens gibt es nur eine Zukunft des Islams in dieser Welt, nämlich die, unwichtiger zu werden. So wie auch das Christentum unwichtiger wurde. Säkularisierung.

Das von einer Religion selbst zu verlangen, ist natürlich etwas paradox. Das kann die Religion nicht aus sich selbst heraus tun. Die Zeitläufte müssen es bewirken.

Demzufolge ist es Wasser auf den Mühlen des radikalen Islams, den Islam zu problematisieren. Man sollte, zumindest innerhalb Europas, seinen gesellschaftspolitischen Forderungen die kalte Schulter zeigen und ihn ansonsten ignorieren. Verbrecher im Namen des Islams sind als das was sie sind zu behandeln, als Verbrecher.

Ich glaube das ist eine Hoffnung die sich nicht erfüllen wird. Der Islam wird sich sogar noch stärker verbreiten. Dafür gibt es mehrere Gründe:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ndels.html

Das wissen die Muslime und sie denken überhaupt nicht daran sich zu säkularisieren. Das zeigen doch die koservativen Strömungen, die immer einflussreicher werden.

Für mich deutet sich ein großer Konflikt in der Welt an, wenn sich die moderne, liberale und reiche Welt einer archaischen, erzkonservativen und armen Welt gegenüberstehen.

Nur gut dass der Islam die Religion des Friedens ist. Dann haben wir vielleicht doch nichts zu befürchten. ;)
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5250
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Zunder » So 29. Jul 2018, 22:36

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Durch ständiges Wiederholen deiner Behauptung, irgendwelche Hinrichtungen die du hier postest sind durch islamisches Recht legitimiert, schaffst du keine Fakten.

Ich schaffe keine Fakten, ich benenne sie. Sollte man unterscheiden können.
keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Wenn in Ghana die Todesstrafe für Kinderschänder vorgesehen ist, ist es auch nicht durch christliche Schriften legitimiert nur weil das Land mehrheitlich christlichen Glaubens ist.

Die Religionszugehörigkeit einer Bevölkerungsmehrheit ist kein Gesetzeswerk.
Sollte man unterscheiden können.
keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Lehn' dich zurück, überlege für dich selber ob du gerade ignorant argumentiert hast (sollte sich jeder regelmäßig fragen).

Konfuzius hat gesagt: "Bla Bla Blubb."

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Du bist nicht der erste der auf das islamophobe Propagandaelement reingefallen ist, Apostasie sei ein hinrichtungswürdiges Verbrechen und das hier eisern weiter vertritt, wenn doch alle Argumente dagegen stehen.

Ein Argument sieht z.B. so aus:

Ein Rechtsgutachten (fatwa) des Fatwa-Ausschusses der Azhar, der renommiertesten Institution des sunnitischen Islam, über die Tötung von Apostaten aus dem Jahr 1978. Übersetzung des Originaldokumentes aus dem Arabischen:

„al-Azhar. Fatwa-Ausschuss.
Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.
Frage des Herrn Ahmad Derwisch; er hat diese Frage durch Herrn (Name nicht sichtbar), deutscher Staatsangehörigkeit, vorgelegt:
Ein Mann muslimischen Glaubens und ägyptischer Staatsangehörigkeit heiratete eine Frau christlichen Glaubens und deutscher Staatsangehörigkeit. In Übereinstimmung der Eheleute trat der genannte Muslim in die christliche Religion ein und schloss sich dem christlichen Glauben an.
1. Was ist das Urteil des Islams über den Status dieser Person mit Hinblick auf die islamischen Strafen?
2. Werden seine Kinder als Muslime oder als Christen angesehen? Was ist das Urteil?“

Die Antwort:

„Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten. Segen und Friede sei mit dem Siegel der Propheten, unserem Herrn Muhammad, seiner Familie und allen seinen Gefährten.
Hiermit erteilen wir Auskunft: Da er vom Islam abgefallen ist, wird er zur Reue aufgefordert. Zeigt er keine Reue, wird er islamrechtlich getötet.
Was seine Kinder betrifft, so sind sie minderjährige Muslime. Nach ihrer Volljährigkeit, wenn sie im Islam verbleiben, sind sie Muslime. Verlassen sie den Islam, werden sie zur Reue aufgefordert. Zeigen sie keine Reue, werden sie getötet.
Und Gott der Allerhöchste weiß es am besten.

(unleserliche Unterschrift):
Der Vorsitzende des Fatwa-Ausschusses in der Azhar.

Datum: 23. September 1978

Siegel mit Staatswappen: Die Arabische Republik Ägypten. Al-Azhar. Der Fatwa-Ausschuss in der Azhar.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie ... _Apostaten

Dein substanzloses Geschwätz enthält kein Argument, nicht einmal ein Imitat.
keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Das mit dem "im-dem" Ding habe ich jetzt nicht ganz verstanden, kannst du mir vielleicht noch mal erläutern.

Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt klappen kann, aber ich versuch's:

IM Islam gibt es verschiedene Lehrmeinungen. Einige fordern die Todesstrafe für Apostasie, andere nicht.
Die Behauptung, DER Islam fordere die Todesstrafe für Apostasie, könnte verstanden werden, als sei der Islam eine einheitliche Ideologie, die ausnahmslos die Todesstrafe fordert. Das wäre falsch.

keinproblem hat geschrieben:(28 Jul 2018, 12:22)
Fenners Wortlaut damals:

‚Über die Meinung, es gäbe auch ehrliche Juden, denke ich folgendermaßen: Die meisten von Ihnen werden wissen, dass der Talmud das Gesetzbuch der Juden ist und dass in demselben steht: ‚Das Gesetz Mosis gilt nur vom Juden zum andern; auf die Gojims hat es keinen Bezug, die dürfen sie bestehlen und betrügen.’ Nun geben Sie Acht, meine Herren! Tut der Jude, was im Talmud steht, ist er in unseren Augen ein Schuft; tut er es nicht, ist er in den Augen der Juden ein Schuft. Ein Schuft ist er auf alle Fälle.’


Auch das wiederrum erinnert an manche Argumentation heute. Stichwort Taqiyya und die vorsätzlich verfälschte Wiedergabe ihrer Bedeutung. Auch hier im Strang zu finden.
Konstruktion eines Feindbildes eben.

Ach Gottchen, der Muslim als neuer Jude. Das hatten wir ja noch nie.

In his Qur’an commentary, Muhammad ibn jarir at-Tabari clarifies verse 3:28 as follows:

If you [Muslims] are under their [non-Muslims’] authority, fearing for yourselves, behave loyally to them with your tongue while harboring inner animosity for them… [know that] God has forbidden believers from being friendly or on intimate terms with the infidels rather than other believers—except when infidels are above them [in authority]. Should that be the case, let them act friendly towards them while preserving their religion.


Ist wahrscheinlich eine Fälschung. So wie diese angebliche Stelle im Talmud.

Was im Islam Taqiyya heißt, pflegen auch andere Ideologien: Lüge, Heuchelei, Verstellung.
Das hat nichts mit dem Glauben an Gott zu tun, sondern mit einem totalitären, absolutistischen Weltbild.

Gläubige, egal welcher Religion, brauchen in einem freiheitlichen Land nicht zu lügen, nicht zu heucheln, sich nicht zu verstellen.
Ideologen müssen es, solange sie keine Macht haben.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » So 29. Jul 2018, 22:47

Brainiac hat geschrieben:(29 Jul 2018, 22:04)

Meines Erachtens gibt es nur eine Zukunft des Islams in dieser Welt, nämlich die, unwichtiger zu werden. So wie auch das Christentum unwichtiger wurde. Säkularisierung.

Das von einer Religion selbst zu verlangen, ist natürlich etwas paradox. Das kann die Religion nicht aus sich selbst heraus tun. Die Zeitläufte müssen es bewirken.

Demzufolge ist es Wasser auf den Mühlen des radikalen Islams, den Islam zu problematisieren. Man sollte, zumindest innerhalb Europas, seinen gesellschaftspolitischen Forderungen die kalte Schulter zeigen und ihn ansonsten ignorieren. Verbrecher im Namen des Islams sind als das was sie sind zu behandeln, als Verbrecher.

Der Islam kennt die Kraft der Religion, er wird dem Christentum bei seiner Selbstaufgabe keinesfalls nacheifern.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » So 29. Jul 2018, 22:57

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jul 2018, 23:17)

Für mich deutet sich ein großer Konflikt in der Welt an, wenn sich die moderne, liberale und reiche Welt einer archaischen, erzkonservativen und armen Welt gegenüberstehen.

Nur gut dass der Islam die Religion des Friedens ist. Dann haben wir vielleicht doch nichts zu befürchten. ;)

Da haben Sie aber was missverstanden: Wo der Islam herrscht, ist das Haus des Friedens, wo nicht, das Haus des Krieges, welches unterworfen und befriedet werden muss.

Der Islam ist eine Kriegserklärung an die noch nicht befriedeten Gebiete. Historisch wurde der Islam mit dem Schwert ausgebreitet. Bis nach Frankreich war man in Europa im Westen zeitweilig vorgestoßen, und im Osten bis Wien.

Heute versucht man es durch eine stille Invasion. In Frankreich und Deutschland ist man am weitesten gekommen.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 19060
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon think twice » Mo 30. Jul 2018, 00:06

Senexx hat geschrieben:(29 Jul 2018, 23:57)
Der Islam ist eine Kriegserklärung an die noch nicht befriedeten Gebiete. Historisch wurde der Islam mit dem Schwert ausgebreitet. Bis nach Frankreich war man in Europa im Westen zeitweilig vorgestoßen, und im Osten bis Wien.

Heute versucht man es durch eine stille Invasion. In Frankreich und Deutschland ist man am weitesten gekommen.

Manche sehen weisse Mäuse, andere hören den Muezzin rufen.
#ausgehetzt - Danke München!
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Mo 30. Jul 2018, 00:21

Der Ruf des Muezzin ist bei uns verboten. Gottseidank. Noch.

Sie dürfen aber Moscheen bauen und sie nach Andersgläubigenschlächtern und Eroberern benennen.
Benutzeravatar
Brainiac
Moderator
Beiträge: 5703
Registriert: Do 30. Jun 2011, 10:41

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Brainiac » Mo 30. Jul 2018, 07:09

Skeptiker hat geschrieben:(29 Jul 2018, 23:17)

Ich glaube das ist eine Hoffnung die sich nicht erfüllen wird. Der Islam wird sich sogar noch stärker verbreiten. Dafür gibt es mehrere Gründe:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ndels.html

Das wissen die Muslime und sie denken überhaupt nicht daran sich zu säkularisieren. Das zeigen doch die koservativen Strömungen, die immer einflussreicher werden.

Für mich deutet sich ein großer Konflikt in der Welt an, wenn sich die moderne, liberale und reiche Welt einer archaischen, erzkonservativen und armen Welt gegenüberstehen.

Nur gut dass der Islam die Religion des Friedens ist. Dann haben wir vielleicht doch nichts zu befürchten. ;)

Wir tragen aber zur Fundamentalisierung bei und verstärken diesen Trend, wenn wir, oder zumindest nennenswerte Strömungen der Gesellschaft, in einem fort den Islam als Problem Nr. 1 unserer Zeit thematisieren.

Die Geburtenraten im Maghreb liegen übrigens deutlich unter denen im, nicht dominant islamischen, Zentral- und Westafrika. Die Überbevölkerung auf den Islam zurückzuführen, wird immer wieder gern postuliert, das Pew-Institut ist ein gern genommener eifriger Supporter dieser These, trifft aber den Kern der Ursachen nicht.

https://de.actualitix.com/doc/karte/afri/afrika-karte-geburtenrate.jpg
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Afrika#/media/Datei%3AReligion_distribution_Africa_crop.png
Zuletzt geändert von Brainiac am Mo 30. Jul 2018, 07:30, insgesamt 1-mal geändert.
this is planet earth
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Mo 30. Jul 2018, 07:30

Brainiac hat geschrieben:(30 Jul 2018, 08:09)

Wir tragen aber zur Fundamentalisierung bei und verstärken diesen Trend, wenn wir, oder zumindest nennenswerte Strömungen der Gesellschaft, in einem fort den Islam als Problem Nr. 1 unserer Zeit thematisieren.

Die Geburtenraten im Maghreb liegen übrigens deutlich unter denen im, nicht dominant islamischen, Zentral- und Westafrika. Die Überbevölkerung auf den Islam zurückzuführen, wird immer wieder gern postuliert, das Pew-Institut ist ein gern genommener eifriger Supporter dieser These, trifft aber den Kern der Ursachen nicht.

Die höchsten Geburtenraten haben fast durch die Bank mehrheitlich islamische Länder in Zentral und West-Afrika.
Benutzeravatar
Brainiac
Moderator
Beiträge: 5703
Registriert: Do 30. Jun 2011, 10:41

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Brainiac » Mo 30. Jul 2018, 07:31

Das ist falsch, schauen Sie die Karten an.
this is planet earth
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6719
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Mo 30. Jul 2018, 08:16

Brainiac hat geschrieben:(30 Jul 2018, 08:31)

Das ist falsch, schauen Sie die Karten an.


Habe ich

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ehren.html
Benutzeravatar
Skeptiker
Beiträge: 893
Registriert: Do 11. Jan 2018, 22:26

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Skeptiker » Mo 30. Jul 2018, 08:20

Brainiac hat geschrieben:(30 Jul 2018, 08:09)
Wir tragen aber zur Fundamentalisierung bei und verstärken diesen Trend, wenn wir, oder zumindest nennenswerte Strömungen der Gesellschaft, in einem fort den Islam als Problem Nr. 1 unserer Zeit thematisieren.

Die Geburtenraten im Maghreb liegen übrigens deutlich unter denen im, nicht dominant islamischen, Zentral- und Westafrika. Die Überbevölkerung auf den Islam zurückzuführen, wird immer wieder gern postuliert, das Pew-Institut ist ein gern genommener eifriger Supporter dieser These, trifft aber den Kern der Ursachen nicht.

https://de.actualitix.com/doc/karte/afri/afrika-karte-geburtenrate.jpg
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Afrika#/media/Datei%3AReligion_distribution_Africa_crop.png

Ich halte nichts davon bei der Betrachtung einer Religion die uns zunehmend bedrohlich gegenübersteht, immer typisch deutsch in krampfhafte Selbstkritik zu verfallen. Wir sollten verstehen, dass das islamische Gesellschaftsmodell eine Bedrohung unseres Gesellschaftsmodelles darstellt. Ich halte es für eine umso größere Bedrohung, je mehr man das verharmlost.

Im von mir verlinkten Artikel sind die von Dir beschriebenen Bevölkerungsentwicklungen sicherlich berücksichtigt. Ich kann also nicht erkennen, warum Deine (richtige) Darstellung etwas an der Aussage des Welt-Artikels ändern sollte. Der Islam wird die dominierende Religion werden und der Konservative Islam verdrängt den gemäßigten.

Zurück zu „81. Religion“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste