Grundsatzdiskussion Islam

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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Di 19. Sep 2017, 19:31

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 19:43)

Sie migrieren IN unsere Kultur, also ist die Lebensweise unvereinbar mit unserer Kultur.


Verehrteste, es ist nicht irgendeine größere Gruppe, die Unterordnung der Frau unter den Mann fordert (größere Gruppe von Männern, die ihre Frauen unterdrücken) sondern es ist Bestandteil der Kultur, ist das prägende Frauen- und Menschenbild einer Kultur, in der religiöses Recht gilt, in der der Koran Gesetzeskraft hat. Das ist keine unzulässige Verallgemeinerung, sondern integraler Bestandteil der islamischen Kultur. Im Islam gibt es, anders als in unserer europäischen Kultur, in der das Individuum im Mittelpunkt steht, auch keine "höchst komplexen Individualität", da hat das Kollektiv (die Familie/Sippe) Vorrang vor dem Individuum. Stichwort Familienehre!
Das Benennen von Tatsachen ist keine Diffamierung und auch keine Ausgrenzung!

.

Da du ja auch die Ansage von MdL ignoriert, das Thema Integrationswilligkeit woanders zu diskutieren, erlaube ich mir die Nachfrage:
Die muslimischen Neubuerger in deinem Ort sind da aber schon irgendwie anders, oder? Wenn sie Häuser bauen, Steuern zählen, AfD wählen, eure Stammtische besuchen, deutsche Pässe haben, scheint es mir eher unwahrscheinlich, dass sie gleichzeitig aus kulturellen Gründen ihre Frauen unterdrücken, ausschliesslich den Koran als Gesetz anerkennen und in unsere Kultur nicht integrierbar sind. Irgendwie sind deine Aussagen sehr widersprüchlich, um es mal höflich auszudrücken.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Keoma » Di 19. Sep 2017, 19:32

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:29)

Ich würde einfach vorsichtig sein mit solchen Begriffen wie "prägendes Frauen- und Menschenbild einer Kultur". Damit wertet man immer ab, wenn man meint, das eigene "Frauen- und Menschenbild" sei dem anderer Menschen überlegen. Und wenn man in Deutschland etwa die Probe aufs Exempel macht, da hinkt die Praxis dieses "Frauen- und Menschenbildes" gerade in rechtskonservativen und nationalistischen Kreisen der Theorie von der Gleichberechtigung der Geschlechter in "unserer Kultur" weit hinterher. Man schaue sich nur das so genannte "Frauen- und Menschenbild" der AfD an.

Ich dachte, die AfD ist nur eine Minderheit?
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 19:34

Woppadaq hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:06)

Es gibt keinen Zwang für einen Moslem, seine Frau zu unterdrücken, daran kann ein Koranvers genausowenig was ändern wie ein Bibelzitat, wonach Gott die gleichgeschlechtliche Liebe verbietet, einen Christen dazu zwingt, einen Schwulen oder eine Lesbe umzubringen.

"Bei Themen allerdings wie der Menschenrechts- oder Frauenfrage wird immer deutlicher, wieviel Verständnislosigkeit und Nichtwissen den Diskurs immer noch prägen und wie wenig die Grundlagen des jeweils anderen Rechts- und Kulturverständnisses bekannt sind. Konkret bedeutet das im Westen weithin fehlendes Wissen über den Islam, z. B. über das islamische Strafrecht und seine Kategorisierung der Verbrechen oder das geforderte Beweisverfahren. Wenig Wissen existiert aber auch über das spezifisch islamische Menschenrechtsverständnis mit seiner Überordnung der Scharia über alle von Menschen geforderten Rechte."
Hätteste lieber mal das gelesen bzw, die Adresszeile eingegeben und den gesamten Text gelesen - ansonsten, siehe das Unterstichene.
q.e.d.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Di 19. Sep 2017, 19:35

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:29)

Ich würde einfach vorsichtig sein mit solchen Begriffen wie "prägendes Frauen- und Menschenbild einer Kultur". Damit wertet man immer ab, wenn man meint, das eigene "Frauen- und Menschenbild" sei dem anderer Menschen überlegen. Und wenn man in Deutschland etwa die Probe aufs Exempel macht, da hinkt die Praxis dieses "Frauen- und Menschenbildes" gerade in rechtskonservativen und nationalistischen Kreisen der Theorie von der Gleichberechtigung der Geschlechter in "unserer Kultur" weit hinterher. Man schaue sich nur das so genannte "Frauen- und Menschenbild" der AfD an.

Ist sowieso völliger Quatsch, die islamische Religionszugehörigkeit als Kultur zu bezeichnen. Afrikaner, Araber, Russen, Balkanesen, Asiaten sind alle Moslems, haben aber kulturell wirklich nichts gemeinsam.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 19:40

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:01)

Nein ist es eben NICHT!
«Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den andern ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede.» (Koran 4, 34)

Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen?) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Gott) demütig ergeben und geben acht auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist, weil Gott (darauf) acht gibt (d.h. weil Gott darum besorgt ist, daß es nicht an die Öffentlichkeit kommt) . Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Gott ist erhaben und groß.

[url=https://www.igfm.de/frauen-unter-der-scharia/]Bei Themen allerdings wie der Menschenrechts- oder Frauenfrage wird immer deutlicher, wieviel Verständnislosigkeit und Nichtwissen den Diskurs immer noch prägen und wie wenig die Grundlagen des jeweils anderen Rechts- und Kulturverständnisses bekannt sind. Konkret bedeutet das im Westen weithin fehlendes Wissen über den Islam, z. B. über das islamische Strafrecht und seine Kategorisierung der Verbrechen oder das geforderte Beweisverfahren. Wenig Wissen existiert aber auch über das spezifisch islamische Menschenrechtsverständnis mit seiner Überordnung der Scharia über alle von Menschen geforderten Rechte.[/url]

Damit dürfte deine Behauptung "eine individuelle Entscheidung einzelner Männer und kein Zwang, so zu handeln, weil es irgendeine "Kultur" so vorgibt." eindeutig widerlegt sein!


Nö, da is nix widerlegt. Die Muslime in meinem Umfeld gehen respektvoll mit Frauen um und unterdrücken sie in keinster Weise. Die Realität ist immer konkret.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 19:48

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:29)

Ich würde einfach vorsichtig sein mit solchen Begriffen wie "prägendes Frauen- und Menschenbild einer Kultur". Damit wertet man immer ab, wenn man meint, das eigene "Frauen- und Menschenbild" sei dem anderer Menschen überlegen. Und wenn man in Deutschland etwa die Probe aufs Exempel macht, da hinkt die Praxis dieses "Frauen- und Menschenbildes" gerade in rechtskonservativen und nationalistischen Kreisen der Theorie von der Gleichberechtigung der Geschlechter in "unserer Kultur" weit hinterher. Man schaue sich nur das so genannte "Frauen- und Menschenbild" der AfD an.

Warum sollte ich vorsichtig sein, wenn sich das Frauen- und Menschenbild im Islam und in der europäischen Kultur grundlegend unterscheiden. Ein grundlegender Unterschied IST vorhanden, wie ich mit entsprechenden Links und Zitaten nachgewiesen habe. Da wird keine Wertung vorgenommen - gar keine!
Im Gegensatz zu unserer Kultur, wo es sich tatsächlich um individuelle Sichtweisen, um ein individuelles Frauen- und Menschenbild handelt, handelt es sich im Islam um eine kulturell/gesellschaftlich vorgegebenes (religiös festgeschriebenes) Frauen- und Menschenbild.
Die Art und Weise, wie du hier über den Islam und das diesem immanente Frauen- und Menschbild diskuierst, zeigt, wie Recht Prof. Schirrmacher hat, wenn sie konstatiert, dass Verständnislosigkeit und Nichtwissen, den Diskurs prägen.
Deine Ahnungslosigkeit, Naivität und vor allem deine Ignoranz sind erschreckend.
Du willst dich nicht informieren, viel lieber kommst du mit "alles rääächts", alles nur "kuluturalistischer Rassismus"
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Senexx » Di 19. Sep 2017, 20:00

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:29)

Ich würde einfach vorsichtig sein mit solchen Begriffen wie "prägendes Frauen- und Menschenbild einer Kultur". Damit wertet man immer ab, wenn man meint, das eigene "Frauen- und Menschenbild" sei dem anderer Menschen überlegen.

Genau das behaupte ich.

Ich ziehe unser Frauen- und Menschenbild dem in muslimischen Kulturen eindeutig vor.

Sie etwa nicht?
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Mi 20. Sep 2017, 15:36

Warum wurde die Titelüberschrift der letzten Beiträge in "Warum driftet Deutschland nach rechts?" geändert?

Ganz abgesehen davon, daß es in Deutschland keine Drift nach rechts gibt, sondern eher eine Drift in die Mitte,
sollten wir es hier bei der alten Überschrift "Grundsatzdiskussion Islam" belassen,
denn dieses Thema ist sicherlich ein notwendiges Diskussionsthema in einem Religionsforum.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Milady de Winter » Mi 20. Sep 2017, 19:42

Antonius hat geschrieben:(20 Sep 2017, 16:36)

Warum wurde die Titelüberschrift der letzten Beiträge in "Warum driftet Deutschland nach rechts?" geändert?

Ganz abgesehen davon, daß es in Deutschland keine Drift nach rechts gibt, sondern eher eine Drift in die Mitte,
sollten wir es hier bei der alten Überschrift "Grundsatzdiskussion Islam" belassen,
denn dieses Thema ist sicherlich ein notwendiges Diskussionsthema in einem Religionsforum.

MOD - diese Beiträge wurden aus dem anderen Strang hierer verschoben, daher tragen sie natürlicherweise dessen Betreff. Die Überschrift hier wurde nicht geändert, der Strang heißt nach wie vor "Grundsatzdiskussion Islam".
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Hyde » Fr 22. Sep 2017, 03:25

Auch in der Bewertung moderner Gesellschaften gibt es größere Unterschiede zwischen der allgemeinen Bevölkerung und den muslimischen Einwanderern. So würden 23 Prozent der befragten Muslime nur ungern in der Nachbarschaft von homosexuellen oder bisexuellen Paaren leben. In der allgemeinen Bevölkerung denken 16 Prozent so.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-09/integration-muslime-einwanderer-eu

Das bestätigt den Eindruck, dass Homophobie unter Muslimen stärker ausgeprägt ist als in der Gesamtbevölkerung. Allerdings ist der Unterschied auch nicht so wahnsinnig groß. 16 Prozent gegenüber 23 Prozent. Wenn man bedenkt, dass in den Herkunftsländern der Moslems meist die Todesstrafe auf Homosexualität steht und dass Homophobie in den Herkunftsländern zum "allgemeinen Kulturgut" gehört, zeigt das jedenfalls, wie stark sich die eingewanderten Moslems bereits in den ersten Generationen an europäische Werte angepasst und angenähert haben.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Senexx » Fr 22. Sep 2017, 04:30

Dieser Unterschied kann auch nur ein scheinbarer Unterschied sein. Muslime haben häufiger Kinder als Deutsche. Vermutlich werden Familien mit Kindern eher die Nachbarschaft von Homosexuellen ablehnen als Leute ohne Kinder. Dann könnte der höhere Anteil von Familien mit Kindern den Unterschied erklären.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon BingoBurner » Fr 22. Sep 2017, 04:53

Woppadaq hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:06)

Es gibt keinen Zwang für einen Moslem, seine Frau zu unterdrücken, daran kann ein Koranvers genausowenig was ändern wie ein Bibelzitat, wonach Gott die gleichgeschlechtliche Liebe verbietet, einen Christen dazu zwingt, einen Schwulen oder eine Lesbe umzubringen.


Falsch, den das was du (be)schreibst ist religiöse Exegese.
Böswillig..... die Kunst aus einem Text das Gegenteil heraus zu lesen was da eigentlich steht.

"Die Frauen sind euer Acker".....na dann, geile "Kultur"..........Hirtenkultur halt :?
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon schelm » Di 26. Sep 2017, 20:38

Wow, es geht voran. Fast eine Revolution.

http://m.faz.net/aktuell/politik/saudi- ... 19904.html
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Julian » Di 26. Sep 2017, 21:46

Hyde hat geschrieben:(22 Sep 2017, 04:25)

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... anderer-eu

Das bestätigt den Eindruck, dass Homophobie unter Muslimen stärker ausgeprägt ist als in der Gesamtbevölkerung. Allerdings ist der Unterschied auch nicht so wahnsinnig groß. 16 Prozent gegenüber 23 Prozent. Wenn man bedenkt, dass in den Herkunftsländern der Moslems meist die Todesstrafe auf Homosexualität steht und dass Homophobie in den Herkunftsländern zum "allgemeinen Kulturgut" gehört, zeigt das jedenfalls, wie stark sich die eingewanderten Moslems bereits in den ersten Generationen an europäische Werte angepasst und angenähert haben.


Du übersiehst, dass die Studie eine Gefälligkeitsstudie einer EU-Institution war. Unabhängige Forscher wie Koopmans kommen zu anderen Ergebnissen. So wollen fast 60% der westeuropäischen Muslime keine homosexuellen Freunde - versus 10% bei den Einheimischen. Solch ein eklatanter Unterschied wäre aber politisch nicht gewollt.

Quelle:
https://www.wzb.eu/sites/default/files/ ... opmans.pdf
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » Mi 27. Sep 2017, 19:07

Julian hat geschrieben:(26 Sep 2017, 22:46)

Du übersiehst, dass die Studie eine Gefälligkeitsstudie einer EU-Institution war. Unabhängige Forscher wie Koopmans kommen zu anderen Ergebnissen. So wollen fast 60% der westeuropäischen Muslime keine homosexuellen Freunde - versus 10% bei den Einheimischen. Solch ein eklatanter Unterschied wäre aber politisch nicht gewollt.

Quelle:
https://www.wzb.eu/sites/default/files/ ... opmans.pdf


Lügen- Julian mal wieder in Aktion.

So gaben drei Viertel der in den sechs untersuchten Ländern befragten Muslime an, es gebe nur eine mögliche Auslegung des Korans, 60 Prozent lehnten Homosexuelle als Freunde ab.


Freunde ist nicht das selbe wie nachbarn, Kamarad.
Aber auch so, weichen Koopmans Studien meist von den der anderen erheblich ab.
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Dark Angel
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Dark Angel » Do 28. Sep 2017, 11:59

JFK hat geschrieben:(27 Sep 2017, 20:07)

Aber auch so, weichen Koopmans Studien meist von den der anderen erheblich ab.

Und weil Koopmans Studien von den meisten anderen abweichen, sind natürlich Koopmans Studien falsch.
Dass die meisten anderen Studien, Gefälligkeitsstudien sind, die nur das wiedergeben, was die "Willkommenskultur" stützt und von dieser akzeptiert wird, auf die Idee kommt man latürnich nicht:

«Ich stelle eine extreme Intoleranz in der Integrationsforschung gegenüber abweichenden Meinungen fest und, schlimmer noch, ein totales Desinteresse an Forschungsbefunden, die nicht ins eigene Denkschema passen» [...]
Keine Frage, dieser Mann stört den politisch-akademischen Gottesdienst unter den deutschsprachigen Migrationsforschern, deren erster Glaubenssatz heisst: Alle Integrationsprobleme sind einzig auf die Diskriminierung der Einwanderer durch die ansässigen Bürger zurückzuführen. Wenn es in dieser Branche ein Unwort der letzten zwanzig Jahre gab, dann heisst es: Assimilation. Kulturelle Anpassung, so der bisherige Konsens, geht gar nicht. [...]
Doch was heisst Anpassung für Koopmans? Zunächst einmal nicht zwangsläufig Preisgabe des eigenen Glaubens. Aber es bedeutet, sich problemlos in der Sprache des neuen Wohnlandes verständigen zu können und hauptsächlich dessen Medien zu nutzen. Es bedeutet ferner, Freunde und Bekannte nicht nur in der eigenen Ethnie, sondern ebenso in der Mehrheitsgesellschaft zu finden, allenfalls auch Familienangehörige. Und schliesslich sollen die Auffassungen über die Rolle der Frau der durchschnittlichen Vorstellung in der Mehrheitsgesellschaft entsprechen. Unter diesen Umständen stehen die Integrationschancen gut.
https://www.nzz.ch/feuilleton/gespraech-mit-dem-soziologen-ruud-koopmans-assimilation-funktioniert-ld.13975


Was verstehen Sie unter dem Begriff Assimilierung?

In der Soziologie versteht man darunter den Prozess der Annäherung der Migranten an die Mehrheitsgesellschaft. Das kann man sowohl strukturell sehen mit Bezug auf Arbeitsmarkt und Bildung als auch kulturell, wozu Sprache und soziale Kontakte gehören. Durch den Aufstieg des Multikulti-Begriffs seit den siebziger Jahren wurde Assimilation immer mehr zum Tabu. Dabei geht es nicht darum, dass die Migranten ihre eigene Sprache und Kultur aufgeben.

Sondern worum?

Es geht darum, dass man in der Lage ist, die Sprache des neuen Wohnlandes zu sprechen, und nicht nur Kontakt innerhalb der eigenen Gruppe hat. Multikulti basiert auf dem Gedanken der Bikulturalität. Aber das hat bei vielen Muslimen nicht funktioniert. Fragen Sie mal in der türkischstämmigen Bevölkerung nach, was sie von Erdogans Bestrebungen halten, die freien Medien nun auch in Westeuropa mundtot zu machen. Die Identifikation mit der Türkei ist bei vielen weitaus stärker als mit Deutschland oder den Niederlanden. Das Problem der Multikulti-Debatte ist, dass die Schuld für diese Umstände immer bei der aufnehmenden Gesellschaft gesucht wird.
[...]
Was lässt sich von den anderen lernen?

Dass Multikulti eine schlechte Idee ist, weil sie das Nebeneinander von verschiedenen Kulturen legitimiert. Niemand soll seine Identität aufgeben. Aber wenn man in die Öffentlichkeit geht, dann ist man nur erfolgreich, wenn man die lokalen Regeln kennt. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/migrationsforscher-koopmans-haelt-multikulti-fuer-fatal-14202950.html


Das sagt doch einiges darüber aus, WO der "Hase im Pfeffer liegt". Nicht Koopmans Studien sind "falsch" oder einseitig, sondern die, die keine unbequemen Fakten nennen.
Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf!
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Do 28. Sep 2017, 23:25

Dark Angel hat geschrieben:(28 Sep 2017, 12:59)
Und weil Koopmans Studien von den meisten anderen abweichen, sind natürlich Koopmans Studien falsch.
Dass die meisten anderen Studien, Gefälligkeitsstudien sind, die nur das wiedergeben, was die "Willkommenskultur" stützt und von dieser akzeptiert wird, auf die Idee kommt man latürnich nicht:

«Ich stelle eine extreme Intoleranz in der Integrationsforschung gegenüber abweichenden Meinungen fest und, schlimmer noch,
ein totales Desinteresse an Forschungsbefunden, die nicht ins eigene Denkschema passen» [...]
Keine Frage, dieser Mann stört den politisch-akademischen Gottesdienst unter den deutschsprachigen Migrationsforschern, deren erster Glaubenssatz heisst:
Alle Integrationsprobleme sind einzig auf die Diskriminierung der Einwanderer durch die ansässigen Bürger zurückzuführen.
Wenn es in dieser Branche ein Unwort der letzten zwanzig Jahre gab, dann heisst es: Assimilation.
Kulturelle Anpassung, so der bisherige Konsens, geht gar nicht. [...]
Doch was heisst Anpassung für Koopmans? Zunächst einmal nicht zwangsläufig Preisgabe des eigenen Glaubens.
Aber es bedeutet, sich problemlos in der Sprache des neuen Wohnlandes verständigen zu können und hauptsächlich dessen Medien zu nutzen.
Es bedeutet ferner, Freunde und Bekannte nicht nur in der eigenen Ethnie, sondern ebenso in der Mehrheitsgesellschaft zu finden, allenfalls auch Familienangehörige.
Und schliesslich sollen die Auffassungen über die Rolle der Frau der durchschnittlichen Vorstellung in der Mehrheitsgesellschaft entsprechen.
Unter diesen Umständen stehen die Integrationschancen gut.
https://www.nzz.ch/feuilleton/gespraech-mit-dem-soziologen-ruud-koopmans-assimilation-funktioniert-ld.13975

(...)
Wenn man vorurteilslos das genannte Problem betrachtet, wird man nicht umhin kommen, die Studien Koopmans positiv zu bewerten und ihre Ergebnisse zu akzeptieren.
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Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Dark Angel » Fr 29. Sep 2017, 09:52

Antonius hat geschrieben:(29 Sep 2017, 00:25)

Wenn man vorurteilslos das genannte Problem betrachtet, wird man nicht umhin kommen, die Studien Koopmans positiv zu bewerten und ihre Ergebnisse zu akzeptieren.

Passend dazu, ein (schon etwas älteres) Interview mit Prof. Wolfgang Merkel:
Viele der Flüchtlinge kommen aus mehrheitlich muslimischen Ländern. Ist das eine besondere Herausforderung?

Einwanderer aus muslimischen Ländern und Gesellschaften sind in unsere Mehrheitsgesellschaft schlechter zu integrieren als Gruppen, die nicht so stark religiös sind. Zugespitzt kann man sagen: Die Religion ist das Trennende.

Das müssen Sie uns ausführlicher erläutern…

Der Islam ist eine monotheistische Religion, die spätestens nach der Revolution im Iran 1979 mehrere Fundamentalisierungsschübe erfahren hat. Fundamentalisierte monotheistische Religionen tendieren zur Intoleranz. Sie führen nicht zu gesellschaftlicher Integration, sondern Segregation. [...]
Gibt es denn europäische Gesellschaften, in denen sich Muslime der Mehrheitsgesellschaft gegenüber stärker geöffnet haben als in Deutschland?

Da muss ich Sie enttäuschen. Es gibt keine Gesellschaft in Europa, in der die Integration muslimisch gläubiger Bürger oder Zuwanderer wirklich gelungen wäre. Noch schwieriger wird es, wenn man sich Einwanderer aus arabischen Ländern ansieht. Bei ihnen ist die Bereitschaft zur Integration in die Mehrheitsgesellschaft noch weniger ausgeprägt als bei den übrigen Muslimen.

So argumentieren auch Rechtspopulisten.

Ich bin Demokratieforscher und kein Fremdenfeind. Man darf nicht "Sein" und "Sollen" vermischen. Was ich hier formuliere, sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen.
http://www.tagesspiegel.de/politik/demokratieforscher-wolfgang-merkel-die-kanzlerin-hat-die-buerger-entmuendigt/12969090.html
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon relativ » Fr 29. Sep 2017, 10:22

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 20:48)

Warum sollte ich vorsichtig sein, wenn sich das Frauen- und Menschenbild im Islam und in der europäischen Kultur grundlegend unterscheiden. Ein grundlegender Unterschied IST vorhanden, wie ich mit entsprechenden Links und Zitaten nachgewiesen habe. Da wird keine Wertung vorgenommen - gar keine!
Im Gegensatz zu unserer Kultur, wo es sich tatsächlich um individuelle Sichtweisen, um ein individuelles Frauen- und Menschenbild handelt, handelt es sich im Islam um eine kulturell/gesellschaftlich vorgegebenes (religiös festgeschriebenes) Frauen- und Menschenbild.
Die Art und Weise, wie du hier über den Islam und das diesem immanente Frauen- und Menschbild diskuierst, zeigt, wie Recht Prof. Schirrmacher hat, wenn sie konstatiert, dass Verständnislosigkeit und Nichtwissen, den Diskurs prägen.
Deine Ahnungslosigkeit, Naivität und vor allem deine Ignoranz sind erschreckend.
Du willst dich nicht informieren, viel lieber kommst du mit "alles rääächts", alles nur "kuluturalistischer Rassismus"

Deine pauschale Aussage wie, wo, was im islam vorgegeben ist und dann auch gelebt wird, ist aber auch erschreckend Ahnungslos und Ignorant. Denn auch in islamischen Ländern gehen Moslems unterschiedlich mit ihren Frauen um, manche strickt Religiös andere eher moderner, wieder andere sind brutale Widerlinge, hängt natürlich auch, wie in allen anderen Ländern, vom sozialen Umfeld ab. Selbst dort wo der Staat islamische Regeln hat, weicht dies mittelrweile auf , siehe z.B. auch Saudi Arabien.
Ein viel größeres Problem sehe ich, bei Menschen die aus Krisengebieten kommen darin, daß sie häufig durch Krieg/Bürgerkrieg lange Zeit sozialisiert wurden und somit eine gewisse Verrohung eingetreten ist.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Fr 29. Sep 2017, 11:59

relativ hat geschrieben:(29 Sep 2017, 11:22)

Deine pauschale Aussage wie, wo, was im islam vorgegeben ist und dann auch gelebt wird, ist aber auch erschreckend Ahnungslos und Ignorant. Denn auch in islamischen Ländern gehen Moslems unterschiedlich mit ihren Frauen um, manche strickt Religiös andere eher moderner, wieder andere sind brutale Widerlinge, hängt natürlich auch, wie in allen anderen Ländern, vom sozialen Umfeld ab. Selbst dort wo der Staat islamische Regeln hat, weicht dies mittelrweile auf , siehe z.B. auch Saudi Arabien.
Ein viel größeres Problem sehe ich, bei Menschen die aus Krisengebieten kommen darin, daß sie häufig durch Krieg/Bürgerkrieg lange Zeit sozialisiert wurden und somit eine gewisse Verrohung eingetreten ist.

Ahnungslos bist DU!
Was im Koran steht, ist Gesetz. Man kann nicht europäische Wertvorstellungen auf die islamisch geprägte Kultur überstülpen.
Extra für dich nochmal:

"Bei Themen allerdings wie der Menschenrechts- oder Frauenfrage wird immer deutlicher, wieviel Verständnislosigkeit und Nichtwissen den Diskurs immer noch prägen und wie wenig die Grundlagen des jeweils anderen Rechts- und Kulturverständnisses bekannt sind. Konkret bedeutet das im Westen weithin fehlendes Wissen über den Islam, z. B. über das islamische Strafrecht und seine Kategorisierung der Verbrechen oder das geforderte Beweisverfahren. Wenig Wissen existiert aber auch über das spezifisch islamische Menschenrechtsverständnis mit seiner Überordnung der Scharia über alle von Menschen geforderten Rechte."
https://www.igfm.de/frauen-unter-der-scharia/
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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