Grundsatzdiskussion Islam

Moderator: Moderatoren Forum 8

Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Wasteland » Di 23. Aug 2016, 16:44

Das ist ja der Punkt. Da alle Religionen nicht in empirischen Fakten oder der Wissenschaft verwurzelt sind, sind sie sowas wie ein Selbstbedienungsladen für jedwede denkbare Interpretation und Manipulation.
Aus jeder Religion kann man alles machen, das ist wie Pudding oder Knete.
Daher gibt es im Ergebnis auch keine wirklichen Unterschiede zwischen den Religionen, wenn man sie in ihrer Gesamtheit betrachtet. Subjektive oder religiöse Menschen streiten das natürlich ab, es ist aber offensichtlich.
Benutzeravatar
Selaht
Beiträge: 233
Registriert: Di 13. Mär 2012, 14:18

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Selaht » Mi 24. Aug 2016, 13:49

Wasteland hat geschrieben:(23 Aug 2016, 17:44)

Das ist ja der Punkt. Da alle Religionen nicht in empirischen Fakten oder der Wissenschaft verwurzelt sind, sind sie sowas wie ein Selbstbedienungsladen für jedwede denkbare Interpretation und Manipulation.
Aus jeder Religion kann man alles machen, das ist wie Pudding oder Knete.
Daher gibt es im Ergebnis auch keine wirklichen Unterschiede zwischen den Religionen, wenn man sie in ihrer Gesamtheit betrachtet. Subjektive oder religiöse Menschen streiten das natürlich ab, es ist aber offensichtlich.

Es gibt schon Unterschiede. Beispielsweise geht es in den drei großen Lehren Asiens um sogenannte "edle Wahrheiten". Diese können leichter als das bei Offenbarungsreligionen der Fall ist, als Weisheitslehren interpretiert werden. Offenbarungen, die von Herrn Allwissend persönlich stammen sollen, haben da dann doch einen deutlich höheren Exklusivitätsanspruch, der Patchwork unmöglich macht. Für viele Asiaten ist es aber klar, da man nie genug Weisheit haben kann, und dass sich daher die drei Lehren nicht ausschließen, sondern ergänzen. Nach meiner Einschätzung ist es zwar mit den Weisheiten dieser Lehren auch nicht so weit her, aber als etwas besser, als die auf Propheten basierenden Lehren, halte ich sie schon.

Und wenn ich den gelebten Islam und seinen Einfluss auf die Politik und die Gesetzgebung, die er im islamischen Kulturkreis hat, betrachte, und nicht nur die theoretischen Interpretationen, dann ist der Islam deutlich problematischer als andere Offenbarungsreligionen. Wegen dieser Problematik erhalten übrigens Anhänger des Ahmadiyya-Islams in Europa relativ leicht Asylrecht, so dass sie nun hier missionieren (ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch nehmen) können, was ihnen u. a. in Pakistan und Indonesien verboten ist. Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie aufgrund des Islams Freiheitsrechte eingeschränkt werden. Und es hat natürlich mit dem Islam zu tun, wenn "Verfälschern des Islams" ihre Rechte per Gesetz eingeschränkt werden.

Begeistert bin ich von dieser Situation keineswegs. Weder davon, dass der Islam dafür sorgt, dass Muslime Asylrecht in Europa haben, noch vom Ahmadiyya-Islam, aber unsere Gesetze ändern und mir Pakistan oder Indonesien als Vorbild nehmen, will ich erst recht nicht, zumal ich da an den Fundamenten meiner Überzeugungen sägen müsste.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Wasteland » Mi 24. Aug 2016, 16:19

Selaht hat geschrieben:(24 Aug 2016, 14:49)

Und wenn ich den gelebten Islam und seinen Einfluss auf die Politik und die Gesetzgebung, die er im islamischen Kulturkreis hat, betrachte, und nicht nur die theoretischen Interpretationen, dann ist der Islam deutlich problematischer als andere Offenbarungsreligionen.


Das sehe ich anders. Es ist nur so, das die anderen Offenbarungsreligionen kaum gesellschaftliche Relevanz oder politische Macht haben in den meisten Teilen der Welt.
Das war einmal anders und da hatten wir Zustände wie heute in Nahost.
Und ja, der Islam ist von den drei Religionen heute im miserabelsten Zustand, wobei das Judentum aufholt, was die Zahl der Extremisten in den eigenen Reihen angeht (wenn man von 1 Millionen ultraorthodoxen in Israel ausgeht, wie ich neulich las).
Da das Judentum aber im Vergleich eine verschwindend kleine Religion ist, macht sich das global fast nicht bemerkbar.
Aber auch die "Weiheitslehren" Asiens lassen sich hervorragend als gesellschaftliches Zwangskorsett, Legitimation für Krieg und Verfolgung und faschistoide Lehre gebrauchen.
Beispiele sind unter anderem dafür Tibet, Japan, Myanmar und Sri Lanka. Vom Hinduismus reden wir nicht, da sind der massive Terror und die Entmündigung der Menschen bekannt.
Benutzeravatar
Selaht
Beiträge: 233
Registriert: Di 13. Mär 2012, 14:18

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Selaht » Do 25. Aug 2016, 00:20

Wasteland hat geschrieben:(24 Aug 2016, 17:19)

Das sehe ich anders. Es ist nur so, das die anderen Offenbarungsreligionen kaum gesellschaftliche Relevanz oder politische Macht haben in den meisten Teilen der Welt.
Das war einmal anders und da hatten wir Zustände wie heute in Nahost.
Und ja, der Islam ist von den drei Religionen heute im miserabelsten Zustand, wobei das Judentum aufholt, was die Zahl der Extremisten in den eigenen Reihen angeht (wenn man von 1 Millionen ultraorthodoxen in Israel ausgeht, wie ich neulich las).
Da das Judentum aber im Vergleich eine verschwindend kleine Religion ist, macht sich das global fast nicht bemerkbar.
Aber auch die "Weiheitslehren" Asiens lassen sich hervorragend als gesellschaftliches Zwangskorsett, Legitimation für Krieg und Verfolgung und faschistoide Lehre gebrauchen.
Beispiele sind unter anderem dafür Tibet, Japan, Myanmar und Sri Lanka. Vom Hinduismus reden wir nicht, da sind der massive Terror und die Entmündigung der Menschen bekannt.

Was ich grundsätzlich für interessant, wenn nicht gar erschreckend halte, ist wie massiv Menschen doch durch ihr kulturelles Umfeld und Religionen geprägt werden können, egal ob nun positiv oder negativ,

Man kann religiöse Lehren und - auch die sollte man dazu packen - säkulare Ideologien - nicht unabhängig von den Menschen, die sie überzeugen, sehen. Es gibt zwar auch einige multireligiöse Staaten: diese sind aber in aller Regel jüngere politische Konstrukte. Viele Staaten haben eine klar dominierende Religion. Und die Menschen hängen dieser aus Überzeugung an! Auch Deutschland (fast ganz Europa) war solch ein von einer Religion dominierter Kulturkreis.

1950 waren laut Volkszählung noch 96% der Westdeutschen Kirchenmitglieder. Die religiöse Vielfalt im Imperium Romanum wurde klar vom Christentum aufgesogen. Einzige Ausnahme war das Judentum, das sich gehalten hat. Und man kann auch heute noch, obwohl nicht mehr ganz so offensichtlich, an den Mitgliederzahlen der evangelischen Kirche und der katholischen Kirche aufgeschlüsselt nach Bundesländern, ablesen, welche weltlichen Obrigkeiten vor einigen Jahrhunderten bestimmt haben, welche Deutschen nun ab sofort Protestanten sind und welche weiterhin katholisch zu sein haben. Und kaum ein Christ heutzutage kommt auf die Idee, die Konfession zu wechseln, obwohl ihnen bekannt sein müsste, dass ihre Vorfahren diese sich in aller Regel nicht selbst ausgesucht haben.

Es scheint ganz wesentlich von den Theologen abzuhängen, an was Menschen glauben und vom politischen Druck. Dass die Nähe der Ditib zur Diyanet und damit zu Erdogan kritisch beäugt wird, darf da kein Wunder nehmen. Aber auch der Staatsatheismus im Realsozialismus scheint Wirkung gehabt zu haben. In Tschechien und Ostdeutschland zumindest. Interessanterweise in Polen kaum.

Dass die anderen Offenbarungsreligionen keine gesellschaftliche Relevanz besäßen, denke ich nicht. Nur ist das, was christliche Theologen heutzutage so aus den alten Schriften machen, nichts, womit ich nicht leben könnte. Nun ja, wenn Frau Käßmann mit den Taliban beten will, ist das vielleicht sogar schon gefährlich naiv.
Benutzeravatar
Bolero
Beiträge: 1845
Registriert: Mi 6. Aug 2008, 21:32
Wohnort: Um Stuttgart herum

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Bolero » So 28. Aug 2016, 06:52

Zentralrat der Ex-Muslime: "Höre ich 'Allahu Akbar', bekomme ich eine solche Wut"

Der Name klingt wie ein Scherz, doch den Verantwortlichen ist es bitterernst: Der Zentralrat der Ex-Muslime warnt vor einer Islamisierung in Deutschland. Die Vorsitzende Mina Ahadi hat ihre Gründe.

"Der Koran ist ein Machtinstrument und bedeutet Männermacht", sagt Ahadi. Sie ärgert sich über "Multikulturalisten", die zu viel Verständnis hätten und alles verharmlosten. Sie hätten nicht verstanden, dass der Islam heutzutage eine politische Bewegung sei, um Macht auszuüben. "Der politische Islam ist unmenschlich, barbarisch, terroristisch. Die Bundesregierung hat keine klare Linie. Die deutsche Politik darf keine Zusammenarbeit mit islamischen Verbänden ermöglichen. Die Flüchtlingsbetreuung muss man säkular lösen und nicht mit Moscheevereinen oder islamischen Organisationen", sagt Ahadi.


http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... -wut-.html

Sehr treffender Beitrag, der jedem Multikulti-und bunten Streichel-Fetischisten die Zornesröte ins Gesicht treibt.
„Ein System, das leicht missbraucht werden kann, wird leicht missbraucht.“ (Münch)
JFK
Beiträge: 8915
Registriert: Di 13. Jan 2015, 16:19
Wohnort: München

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon JFK » So 28. Aug 2016, 14:39

Bolero hat geschrieben:(28 Aug 2016, 07:52)

Sehr treffender Beitrag


Dieser Teil auch?


Sie beklagt, dass Rassisten Auftrieb hätten, weil die Politik die Probleme nicht konsequent angeht. Eine Einladung zu einem Gespräch mit AfD-Chefin Frauke Petry vor einigen Monaten lehnte Ahadi ab und schrieb dazu einen langen offenen Brief. Die AfD vertrete "eine ähnliche autoritäre, homophobe und sexistische – kurz: menschenfeindliche – Position wie die ultrakonservativen Islamverbände".
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 4202
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Fuerst_48 » So 28. Aug 2016, 15:01

Menschenfeindlich...wenn das zutrifft, wird AfD nicht prozentuell in die Höhe schnellen. Wie das virtuelle Fans sich wünschen. Wobei Foren nach meiner Erfahrung so gut wie nie Wahlergebnisse prognostizieren können. Dafür fehlt der Weitblick.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 4125
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA
Wohnort: BRD

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Di 30. Aug 2016, 08:07

Bolero hat geschrieben:(28 Aug 2016, 07:52)
Zentralrat der Ex-Muslime: "Höre ich 'Allahu Akbar', bekomme ich eine solche Wut"

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... -wut-.html

Sehr treffender Beitrag, der jedem Multikulti-und bunten Streichel-Fetischisten die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Mina Ahadi ist Vereinsvorsitzende im Zentralrat der Ex-Muslime e.V., der in Deutschland seit einigen Jahren existiert.
http://exmuslime.com/ueber-uns/

Der Zentralrat der Ex-Muslime setzt sich u.a. für folgende Ziele ein:
- die Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte als unveräußerliche individuelle Rechte des einzelnen Menschen
- die Durchsetzung der Weltanschauungsfreiheit als Freiheit, sich öffentlich wie nichtöffentlich zu religiösen oder nichtreligiösen Anschauungen zu bekennen
- die Durchsetzung einer konsequenten Trennung von Staat und Kirche/Religion/Weltanschauung
- die Förderung der Völkerverständigung auf der Grundlage der allgemeinen Menschenrechte

Die Informationsseite des Zentralrats der Ex-Muslime bietet eine Fülle von Informationen zur Verteidigung der freiheitliche Grundordnung unseres Gemeinwesens.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1798
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 23:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Progressiver » Di 30. Aug 2016, 16:28

Bolero hat geschrieben:(28 Aug 2016, 07:52)

Zentralrat der Ex-Muslime: "Höre ich 'Allahu Akbar', bekomme ich eine solche Wut"



http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... -wut-.html

Sehr treffender Beitrag, der jedem Multikulti-und bunten Streichel-Fetischisten die Zornesröte ins Gesicht treibt.


Deutschland wird in religiöser Hinsicht nur als wirklich freiheitliche und laizistische Gesellschaft gut weiterbestehen können. Dies sollte man den Islamverbänden klar machen. Aber auch die Flüchtlinge, die hierher kommen, sollten von Anfang an lernen, dass religiöses Gedankengut hierzulande nur stört. Ebenso wird sie das selbst nicht weiter bringen. Wenn ich aber Politiker beispielsweise aus der CSU oder der AfD zuhöre und was die für Töne spucken, dann blasen sie in das gleiche illiberale und reaktionäre Horn. Denn auch der Glaube an den christlichen Gott wird einen im Leben nicht weiter bringen, wenn es Stand der Wissenschaft ist, dass die Erde eben nicht 6.000 Jahre alt ist und von Adam und Eva abstammt. Insofern sollten die laizistischen Teile der Gesellschaft keinen Respekt vor religiösen Glaubensvorstellungen haben, wenn sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen. Und auch mit den Mitteln der Satire würde ich über die Religionen herziehen. Denn nicht derjenige, der sich einen Spaß macht, ist das Problem, sondern derjenige, der mordet. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ist der beste Satz, der im Grundgesetz steht. Man sollte folglich allen Flüchtlingen, die hierher kommen, von Anfang an klar machen, was dies bedeutet. Denn Menschenfeindlichkeit wiegt schwerer als die Feindlichkeit gegenüber irgendwelchen Gottesvorstellungen. Leider versagt Merkel da auf der ganzen Linie. Aber auch die AfD-Leute sollten in die gleiche Schulen und Kurse geschickt werden, denn tatsächlich sind sie keinen Deut besser als irgendwelche Fanatiker aus den islamischen Ländern, denen die Menschenrechte ebenfalls nichts wert sind.

Europa ist das, was es ist, weil hier die Menschenrechte gelten -für jedermann. Wenn ein Flüchtling, ein hier geborener Muslim, ein christlicher Fundamentalist oder ein AfD-ler diese negiert, dann haben sie alle vier hier nichts verloren.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 11986
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Keoma » Mi 31. Aug 2016, 13:54

Eine gute Nachricht, aber mit erschreckender Reaktion von Seiten der Politik:

http://www.heise.de/tp/artikel/49/49285/1.html

"Simone Stein-Lücke, die der CDU angehörige Bezirksbürgermeisterin bedauerte die Ankündigung der Schließung, da die Akademie ihrer Ansicht nach "die Schullandschaft bereichert". "
Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein.
Benutzeravatar
Powerwolf
Beiträge: 709
Registriert: So 28. Aug 2016, 10:01

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Powerwolf » Fr 2. Sep 2016, 11:26

Ahoi.

Hat eigentlich gestern jemand Maybritt-Illner gesehen?

Da war ja auch wieder diese deutsche Muslima Frau Hübsch anwesend, die in keiner Talkshow zum Thema Islam fehlen darf.

Die spricht oft vernünftig und tolerant daher.
Aber dann stellt sich raus: Dem Chef der jungen Union hatte sie vorher aus religiösen Gründen den Handschlag verweigert.
Nachher hat sie es noch irgendwie verteidigt nach dem Motto: früher hätte sie noch (gnädigerweise) Menschen die Hand geschüttelt, um ihre Gefühle nicht zu verletzen, aber jetzt in der angeheizten Stimmung sehe sie es nicht mehr ein usw.

Sorry, so etwas ist einfach unverschämt. Es ist nunmal in unserem Kulturkreis eine extreme Unhöflichkeit, den Handschlag zu verweigern.
Wozu das ganze? Wenn ich in einem fernöstlichen Land wohnen würde, und da wäre es üblich, sich nicht die Hand zu schütteln, sondern zu verbeugen, dann würde ich das doch auch machen. Ist doch ganz normale soziale Höflichkeit.
Benutzeravatar
Powerwolf
Beiträge: 709
Registriert: So 28. Aug 2016, 10:01

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Powerwolf » Fr 2. Sep 2016, 11:55

Wenn ich mir so durchlese, was religiöse Vereine da alles finanzieren, dann kann die Konsequenz nur sein:

Konsequente Trennung von Religion und Staat.

Das heißt: keine Ausnahmen. Auch keine katholischen Grundschulen mehr.

Wahlweiser Religionsunterricht zu Aufklärungs-/Informationszwecken ja, aber nicht durch Priester, sondern durch staatlich ausgebildete Lehrer.

Genauso sollte auch islamischer Religionsunterricht angeboten werden, ebenfalls durch staatlich auf dem Boden des Grundgesetzes ausgebildete Lehrer.

Religion muss komplett in den Privatbereich zurückgedrängt werden. Jeder kann gerne in seiner Kirche oder Moschee oder zu Hause beten.
Aber keine Verquickung mit dem öffentlichen Bereich.

Von mir aus soll auch die Kirchensteuer abgeschafft werden. Das Geld sollen die Kirchen selbst organisiert eintreiben, das hat mit dem Staat nichts zu tun.

Es kann auch wirklich nicht sein, dass wir uns nach jahrhundertelangem Kampf vom Diktat der Kirche befreit haben um jetzt radikale Moslems hier schalten und walten zu lassen, die auch noch Flüchtlinge und deutsche Bürger bedrohen.

Gestern bei Maybrit Illner klang ja auch wieder an, dass die dort vertretenen kritischen Muslima gefährlich leben, weil radikale Übergriffe auf sie zu befürchten sind.
Das kann nicht sein!



P.S.: Ich bin selbst katholisch, aber das ist meine Privatsache.
Benutzeravatar
Powerwolf
Beiträge: 709
Registriert: So 28. Aug 2016, 10:01

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Powerwolf » Fr 2. Sep 2016, 12:09

Mir fällt gerade ein, dass der Schriftsteller Salman Rushdi schon vor 25 Jahren abtauchen musste, weil seine Islam-kritischen Bücher zu einem Mordaufruf gegen ihn geführt hatten.

Der Islam scheint die einzige Weltreligion zu sein, die noch ein extremes Gewaltproblem hat.

Vermutlich muss man auch an die Moscheen in Deutschland ran und eine staatliche Lizenz auf dem Boden des Grundgesetzes vergeben und die Moscheen, die die Anforderungen nicht erfüllen, schließen.
PeterK
Beiträge: 5190
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon PeterK » Fr 2. Sep 2016, 12:24

Powerwolf hat geschrieben:(02 Sep 2016, 12:55)
Das heißt: keine Ausnahmen. Auch keine katholischen Grundschulen mehr.
[...]
Genauso sollte auch islamischer Religionsunterricht angeboten werden, ebenfalls durch staatlich auf dem Boden des Grundgesetzes ausgebildete Lehrer.

Ist das nicht leicht widersprüchlich? Ich kenne Religionsunterricht noch als eine "interreligiöse" Veranstaltung. Da wurden Kenntnisse über die verschiedenen Weltreligionen vermittelt und darüber, was Religion an sich sei. Es gab aber keinen "christlichen", "islamischen" oder "buddhistischen" Religionsunterricht.

Dass die Ausbildung der Lehrer - und auch der Pfaffen/Imame etc. jeglicher Couleur - staatlich geregelt wird, halte ich allerdings auch für sehr ratsam.
Atheist

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Atheist » Fr 2. Sep 2016, 19:57

PeterK hat geschrieben:(02 Sep 2016, 13:24)

Ist das nicht leicht widersprüchlich? Ich kenne Religionsunterricht noch als eine "interreligiöse" Veranstaltung. Da wurden Kenntnisse über die verschiedenen Weltreligionen vermittelt und darüber, was Religion an sich sei. Es gab aber keinen "christlichen", "islamischen" oder "buddhistischen" Religionsunterricht.


Das wäre dann aber Ethik. Der Religionsunterricht war bei mir konfessionsgebunden (katholisch oder evangelisch). Es wäre auch sinnlos, sich mehrere Jahre lang anzuschauen, was bei den Weltreligionen so los ist. Einen fundierten Überblick verschafft man sich bereits nach einigen Monaten. Um in die Tiefe zu gehen, ohne dabei durcheinander zu geraten, bedarf es entsprechenden Personals und einer konkreten Konfession.

Prinzipiell ist aber gegen konfessionelle Schulen nichts einzuwenden, so lange sie privat bleiben. An staatlichen Schulen sollte religiöse Neutralität herrschen und konfessioneller Religionsunterricht als Alternative zum Ethikunterricht angeboten werden.
PeterK
Beiträge: 5190
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon PeterK » Sa 3. Sep 2016, 18:12

Atheist hat geschrieben:(02 Sep 2016, 20:57)
Das wäre dann aber Ethik. Der Religionsunterricht war bei mir konfessionsgebunden (katholisch oder evangelisch). Es wäre auch sinnlos, sich mehrere Jahre lang anzuschauen, was bei den Weltreligionen so los ist. Einen fundierten Überblick verschafft man sich bereits nach einigen Monaten. Um in die Tiefe zu gehen, ohne dabei durcheinander zu geraten, bedarf es entsprechenden Personals und einer konkreten Konfession.

Prinzipiell ist aber gegen konfessionelle Schulen nichts einzuwenden, so lange sie privat bleiben. An staatlichen Schulen sollte religiöse Neutralität herrschen und konfessioneller Religionsunterricht als Alternative zum Ethikunterricht angeboten werden.

Bei uns hieß es tatsächlich "Religion", obwohl sich die Veranstaltung mit dem Phänomen Religion allgemein befasste. Vielleicht war das aber eine altsprachlich-humanistische Besonderheit.

Private Schulen - ob konfessionell oder nicht - sehe ich ein wenig skeptisch.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 4125
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA
Wohnort: BRD

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Antonius » Fr 16. Sep 2016, 10:00

Antonius hat geschrieben:(30 Aug 2016, 09:07)

Mina Ahadi ist Vereinsvorsitzende im Zentralrat der Ex-Muslime e.V., der in Deutschland seit einigen Jahren existiert.
http://exmuslime.com/ueber-uns/
(....)

Hier ein aktuelles Interview mit Mina Ahadi:

https://soundcloud.com/deutsche-welle-i ... to-germany

WorldLink: 'Islam doesn't belong to Germany'
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Benutzeravatar
Powerwolf
Beiträge: 709
Registriert: So 28. Aug 2016, 10:01

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Powerwolf » Fr 16. Sep 2016, 13:06

Dass viele Muslime das Kopftuch gutheißen, zeigt mir, dass sie noch ziemliche Hinterwäldler und auch dumm sind.

Die meisten Christen haben erkannt, dass man die Dogmen und Gebote der Amtskirche nicht zu 100% ernst nehmen kann und dass jeder Mensch selbst nachdenken darf, was für ihn richtig und falsch ist. Dass kann einem kein weltfremder Priester oder Pabst abnehmen.

Aber viele Muslime denken nicht derart selbständig.
Sie besitzen Smartphones, leben im Geiste aber noch im Mittelalter. Armselig.
Ich hoffe, dass sie irgendwann mal aufwachen und in der Moderne ankommen.
Benutzeravatar
Platon
Beiträge: 15111
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 18:27
Benutzertitel: hält sich im Hintergrund

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Platon » Fr 16. Sep 2016, 17:03

Powerwolf hat geschrieben:(16 Sep 2016, 14:06)

Dass viele Muslime das Kopftuch gutheißen, zeigt mir, dass sie noch ziemliche Hinterwäldler und auch dumm sind.

Die meisten Christen haben erkannt, dass man die Dogmen und Gebote der Amtskirche nicht zu 100% ernst nehmen kann und dass jeder Mensch selbst nachdenken darf, was für ihn richtig und falsch ist. Dass kann einem kein weltfremder Priester oder Pabst abnehmen.

Aber viele Muslime denken nicht derart selbständig.
Sie besitzen Smartphones, leben im Geiste aber noch im Mittelalter. Armselig.
Ich hoffe, dass sie irgendwann mal aufwachen und in der Moderne ankommen.

Es darf aber auf keinen Fall sein, dass man durch selbstständiges Nachdenken über den eigenen Lebensentwurf und möglicherweise auch theologische Argumente zu dem Schluss kommt, dass man ein Kopftuch tragen will? :?:
Benutzeravatar
Powerwolf
Beiträge: 709
Registriert: So 28. Aug 2016, 10:01

Re: Grundsatzdiskussion Islam

Beitragvon Powerwolf » Fr 16. Sep 2016, 17:09

Platon hat geschrieben:(16 Sep 2016, 18:03)

Es darf aber auf keinen Fall sein, dass man durch selbstständiges Nachdenken über den eigenen Lebensentwurf und möglicherweise auch theologische Argumente zu dem Schluss kommt, dass man ein Kopftuch tragen will? :?:


Vereinzelte Exoten gibt es immer mal.
Aber imho nicht in der Häufigkeit wie bei den Muslimen.
Dieses mittelalterliche Denken ist schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Die wenigsten Inder z.B. laufen hier mit Turban umher.

Die einzigen Menschen, die in Deutschland in größeren Mengen komisch auffallen, sind die Muslime.
Das ist nunmal eine Tatsache.

Und dieses primitive Denken korreliert leider auch mit der mangelnden Bereitschaft zur Gleichstellung der Frauen und mit der Gewaltbereitschaft (Ehrenmord, Gewalt gegen Karikaturisten usw.). Primitiv halt. Mittelalter.

Der Islam muss sich endlich einmal grundsätzlich modernisieren und die ultra-orthodoxen Strömungen als Sekten ächten.

Zurück zu „81. Religion“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast