Deus caritas est

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Demolit

Re: Deus caritas est

Beitragvon Demolit » Do 25. Feb 2016, 20:28

Elser hat geschrieben:(25 Feb 2016, 19:08)

Ein furtbares Geschwätz, wie ich finde. Ein ja und nein, ein sowohl als auch.....blah, blah. Einfach unlaublich müßig. Das Geschwätz eines Führers, dessen Institution nun ca. 1700 Jahre lang ihre Chance gehabt hatte und es vermasselt hat. Nun wird bemerkt, dass ihr die Felle wegschwimmen (Kirchenaustritte). Aber finde ich hier eine eindeutige Zuwendung zu den Worten und Handlungen des Jesus von Natareth...? Bloß keine klare Stellungnahme zu den sozialen Ungerechtigkeiten. Bloß nicht mit den anderen Führern anlegen. Bloß nicht Kirchensteuer und kirchlichen Luxus aufs Spiel setzen. Man muss wohl tief gläubiger Kichler (oder gar Kirchenfunktionär?) sein, um von diesem nebligen Herumgeeiere beindruckt zu sein.

Elser


lach..ich hoffe du hast die Denkschule schon verlassen. Die können gut auf dich verzichten...die , die denken können, z.B.über den immer ! wesentlichen Beitrag von Denkschulen für das Gemeinsame...brauchen dich eigentlich auch nicht....zu wenig gut aufgestellter Atheismus, nur Frustablass..

lach und echt ;)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Mo 29. Feb 2016, 11:58

Demolit hat geschrieben:(25 Feb 2016, 20:28)

lach..ich hoffe du hast die Denkschule schon verlassen. Die können gut auf dich verzichten...die , die denken können, z.B.über den immer ! wesentlichen Beitrag von Denkschulen für das Gemeinsame...brauchen dich eigentlich auch nicht....zu wenig gut aufgestellter Atheismus, nur Frustablass..

lach und echt ;)



Oh - jetzt bin ich aber beeindruckt. Aber - macht nur so weiter. Immer schön arrogant einen auf "ihr seit einfach zu dumm" machen. Bringt gewaltig was. Z.B. eine Flut von Kircheaustritten. Sind wahrscheinlich alle nur zu dumm - was :p . Aber ich habe den Eindruck, das Leute wie Du, dass zwar gerne verhindern würden, aber dafür, auf gar keinen Fall, auf kirchliche Dekadenz verzichten wollen. Arrogantes Gelächter wird da aber, auf Dauer, nicht reichen.

Wenn der jetzige Pabst, vor den entsetzen Blicken eines Haufens aufgeprunkter Kirchenfürsten aus einen Kleinwagen steigt, so hat das sehr viel mehr christlichen Inhalt, als das ausschweifende, aber unkonkrete, Gelabber des vorherigen, gold- und seidebehangenen Rotschuhträgers. Mal sehen, wie lange er das überleben wird.

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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Fr 4. Mär 2016, 08:06

Elser hat geschrieben:(29 Feb 2016, 11:58)
Oh - jetzt bin ich aber beeindruckt. Aber - macht nur so weiter. Immer schön arrogant einen auf "ihr seit einfach zu dumm" machen.
(...)
Mal sehen, wie lange er das überleben wird.
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Nun, solange die Menschen mitdenken, wird die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, überleben - noch sehr lange. :)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Fr 4. Mär 2016, 19:02

Antonius hat geschrieben:(04 Mar 2016, 08:06)

Nun, solange die Menschen mitdenken, wird die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, überleben - noch sehr lange. :)



Das sehe ich ja nun genau anders herum. Wenn die Menschen anfangen würden konsequent mitzudenken, würden die Religionen untergehen. Denn die Religionen nehmen den Menschen ja gerade das Mitdenken ab. Darum heißt es ja - GLAUBE. Also nicht "Selbst Denken" sondern "Glauben". Selbst an Ungereimtheiten die sich ein paar unwissende (zeitlich bedingt) aber phantasievolle Menschen, vor langer Zeit, aus den Fingern gesogen haben. Lustig ist auch, dass die Märchen der anderen dann immer als "Aberglaube" abgetan werden. Tschuldige - aber die Geschichten der Christen im Allgemeinen und der Katholiken im Besonderen, sind nun wircklich nicht weniger abendteuerlich als die der anderen Religionen. :D

Sehr lustig finde ich, dass Du diesen Spruch von Kant unter Deiner Post hast. Was für ein Widerspruch! Ich staune immer wieder darüber, dass sich die Kirchenkämpfer solche Dinge trauen. 0,0 Hemmungen - unfassbar. Ich habe garnicht so viele Köpfe wie ich da schütteln möchte, wenn ich soetwas lesen muss. Aber - nur so funktionier es wohl ------ noch eine Weile ;) .

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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Fr 4. Mär 2016, 19:05

Antonius hat geschrieben:(04 Mar 2016, 08:06)

Nun, solange die Menschen mitdenken, wird die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, überleben - noch sehr lange. :)



Und - mit "überleben" habe ich natürlich den aktuellen Papst gemeint. Du weist schon warum - gell. :D

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Re: Deus caritas est

Beitragvon Demolit » Fr 4. Mär 2016, 19:14

Ja, die Banda Ambrosiano Mafiso Catholico hat schon Killer bestellt....auf dem nächsten Treffen der Bilderberger wird der Franzl mit Chemtrail besprüht und der 13. Mahdi wird das Kommando über die Truppe führen..nur Putin musss noch mit Kyrill die Nachfolge besprechen, dann schlagen die zu.


..hast den conspectus verax.

echt ;)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Fr 4. Mär 2016, 19:31

Demolit hat geschrieben:(04 Mar 2016, 19:14)

Ja, die Banda Ambrosiano Mafiso Catholico hat schon Killer bestellt....auf dem nächsten Treffen der Bilderberger wird der Franzl mit Chemtrail besprüht und der 13. Mahdi wird das Kommando über die Truppe führen..nur Putin musss noch mit Kyrill die Nachfolge besprechen, dann schlagen die zu.


..hast den conspectus verax.

echt ;)


Tja - möglich - bin keil Lateiner. :| Was ist das? :(

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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » So 4. Sep 2016, 13:18

Deus caritas est

An diesem Sonntag sprach Papst Franziskus die vor 19 Jahren gestorbene Ordensgründerin Mutter Teresa heilig.
Die Heiligsprechung liegt ganz auf einer Linie mit dem Heiligen Jahr, das Papst Franziskus für dieses Jahr ausgerufen hatte.
Das Thema: Barmherzigkeit.
Papst Franziskus sagte in der Predigt zur Feier, es sei durchaus angemessen, sie auch weiterhin Mutter Teresa zu nennen.
Die in Skopje als Tochter albanischer Eltern geborene Ordensfrau setzte sich jahrzehntelang für Arme und Kranke im indischen Kalkutta ein,
wo sie den „Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe“ gründete.

Aus der Predigt des Papstes:
„Ihre Mission in den Randzonen der Städte und den Randzonen des Lebens bleibt in unserer Zeit ein beredtes Zeugnis für die Nähe Gottes zu den Ärmsten der Armen.
Heute übergebe ich diese beispielhafte Gestalt einer Frau und einer gottgeweihten Person der ganzen Welt des Volontariats:
Möge sie euer Vorbild an Heiligkeit sein!
Mutter Teresa sagte gern: „Vielleicht spreche ich nicht ihre Sprache, aber ich kann lächeln.“
Tragen wir ihr Lächeln in unserem Herzen und schenken wir es allen, denen wir auf unserem Weg begegnen, besonders den Leidenden."

http://de.radiovaticana.va/news/2016/09 ... da/1255745
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Re: Deus caritas est

Beitragvon immernoch_ratlos » So 4. Sep 2016, 13:53

Wolfgang Borchert, (Draußen vor der Tür) hat geschrieben:"Oh, wir haben dich gesucht, Gott, in jeder Ruine, in jedem Granattrichter, in jeder Nacht. Wir haben dich gerufen. Gott! Wir haben nach dir gebrüllt, geweint, geflucht! Wo warst du da, lieber Gott?"
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » So 27. Nov 2016, 18:26

immernoch_ratlos hat geschrieben:(04 Sep 2016, 14:53)
Wolfgang Borchert, (Draußen vor der Tür) hat geschrieben
(...)
Daß Wolfgang Borchert unter dem Grauen des Krieges gelitten hat, ist sehr verständlich.
Er hätte sich jedoch klar machen können, daß der Krieg menschengemacht war, daß er durch die Ideologie des Hitler-Faschismus herbeigeführt worden war.
Gott läßt dem Menschen (im allgemeinen) die Freiheit, das Gute oder das Böse zu tun. :eek:
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Michi » So 27. Nov 2016, 18:48

Antonius hat geschrieben:(27 Nov 2016, 18:26)

Gott läßt dem Menschen (im allgemeinen) die Freiheit, das Gute oder das Böse zu tun. :eek:

So als würde es gar keinen Gott geben. ;)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Misterfritz » So 27. Nov 2016, 19:00

Michi hat geschrieben:(27 Nov 2016, 18:48)

So als würde es gar keinen Gott geben. ;)
:thumbup:
falls es überhaupt einen (mehrere) gott (götter) gibt :p
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Anderus » So 27. Nov 2016, 19:38

Feines Angebot! Gefällt mir! Nur noch die Liebe zählt? Bei Paulus gibt es eine kapitellange Definition der Liebe. Man könnte dem Paradies auf Erden näher kommen. Alleine, es ist nur heiße Luft. Sobald auch nur Einer, seine geliebten Hobbys der Moral, in Gefahr sieht, ist es nichts mehr mit Liebe, dann wird gekämpft, oft, auf Leben und Tod.

Natürlich gibt es Liebe für jeden, aber nur solange wie er nicht aus der Reihe tanzt, keine blöden Fragen stellt, und immer schön mit macht, was das Bodenpersonal gerade so an Narrativen (Zeitgeist) vorschreibt. Macht man das nicht, sogar hier im Thread, wird sofort die Keule rausgeholt, und zugeschlagen. Dann ist es mit der Liebe vorbei.

Bitte, wo bei den Christen, gibt es Liebe, hier in Deutschland? Gibt es uneingeschränkte Liebe für den Andersdenkenden? Für den Homosexuellen? Für den Kommunisten? Für den Rechtsradikalen? Für den Pädophilen? Für die Geschiedenen? Für die, die außerehelichen Sex machen? Für die, die vorehelichen Sex machen? Für die, die gerne viele Sexpartner haben, und das sogar zeitweise gleichzeitig? Für die, die als Hure arbeiten? Für die, die für freien und einvernehmlichen Sex, ab Sexualmündigkeit eintreten? Für die, die andere Götter haben? Für die, die generell, das Bodenpersonal der Kirchen ablehnen? Für die, die Beten albern finden? Für die, die Gottesdienste albern finden? Für die, die Wissen wollen, und nicht Glauben wollen? Für die, die Kirchensteuern als legalisierten Diebstahl betrachten? Für die, die den Prunk und Reichtum des Bodenpersonals als groteske Unverschämtheit betrachten? Da hört doch, wenn man ehrlich ist, bei 99,9% der Christen, die Liebe auf? Oder soll das bestritten werden? Diese ganzen Rufe nach Liebe, sind verlogen, solange nicht der Beweis erbracht ist, das das Gesagte bei den Menschen angekommen ist, wo es bis Dato, zu 99,9%, sein Ziel, noch lange nicht erreicht hat.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Bielefeld09 » So 27. Nov 2016, 20:01

Anderus hat geschrieben:(27 Nov 2016, 19:38)

Feines Angebot! Gefällt mir! Nur noch die Liebe zählt? Bei Paulus gibt es eine kapitellange Definition der Liebe. Man könnte dem Paradies auf Erden näher kommen. Alleine, es ist nur heiße Luft. Sobald auch nur Einer, seine geliebten Hobbys der Moral, in Gefahr sieht, ist es nichts mehr mit Liebe, dann wird gekämpft, oft, auf Leben und Tod.

Natürlich gibt es Liebe für jeden, aber nur solange wie er nicht aus der Reihe tanzt, keine blöden Fragen stellt, und immer schön mit macht, was das Bodenpersonal gerade so an Narrativen (Zeitgeist) vorschreibt. Macht man das nicht, sogar hier im Thread, wird sofort die Keule rausgeholt, und zugeschlagen. Dann ist es mit der Liebe vorbei.

Bitte, wo bei den Christen, gibt es Liebe, hier in Deutschland? Gibt es uneingeschränkte Liebe für den Andersdenkenden? Für den Homosexuellen? Für den Kommunisten? Für den Rechtsradikalen? Für den Pädophilen? Für die Geschiedenen? Für die, die außerehelichen Sex machen? Für die, die vorehelichen Sex machen? Für die, die gerne viele Sexpartner haben, und das sogar zeitweise gleichzeitig? Für die, die als Hure arbeiten? Für die, die für freien und einvernehmlichen Sex, ab Sexualmündigkeit eintreten? Für die, die andere Götter haben? Für die, die generell, das Bodenpersonal der Kirchen ablehnen? Für die, die Beten albern finden? Für die, die Gottesdienste albern finden? Für die, die Wissen wollen, und nicht Glauben wollen? Für die, die Kirchensteuern als legalisierten Diebstahl betrachten? Für die, die den Prunk und Reichtum des Bodenpersonals als groteske Unverschämtheit betrachten? Da hört doch, wenn man ehrlich ist, bei 99,9% der Christen, die Liebe auf? Oder soll das bestritten werden? Diese ganzen Rufe nach Liebe, sind verlogen, solange nicht der Beweis erbracht ist, das das Gesagte bei den Menschen angekommen ist, wo es bis Dato, zu 99,9%, sein Ziel, noch lange nicht erreicht hat.

Und weiter?
Menschen sind nur natürlich, egal welcher Religion?
Was für ein Frevel für alle Religionen.
Menschen sind mündig, jederzeit.
Was ist daran so schwierig zu verstehen?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Di 6. Dez 2016, 11:25

Anderus hat geschrieben:(27 Nov 2016, 19:38)
(...)
Bitte, wo bei den Christen, gibt es Liebe, hier in Deutschland? Gibt es uneingeschränkte Liebe für den Andersdenkenden? Für den Homosexuellen? Für den Kommunisten? Für den Rechtsradikalen? Für den Pädophilen? Für die Geschiedenen? Für die, die außerehelichen Sex machen? Für die, die vorehelichen Sex machen? Für die, die gerne viele Sexpartner haben, und das sogar zeitweise gleichzeitig? Für die, die als Hure arbeiten? Für die, die für freien und einvernehmlichen Sex, ab Sexualmündigkeit eintreten? Für die, die andere Götter haben? Für die, die generell, das Bodenpersonal der Kirchen ablehnen? Für die, die Beten albern finden? Für die, die Gottesdienste albern finden? Für die, die Wissen wollen, und nicht Glauben wollen? Für die, die Kirchensteuern als legalisierten Diebstahl betrachten? Für die, die den Prunk und Reichtum des Bodenpersonals als groteske Unverschämtheit betrachten? Da hört doch, wenn man ehrlich ist, bei 99,9% der Christen, die Liebe auf? Oder soll das bestritten werden? Diese ganzen Rufe nach Liebe, sind verlogen, solange nicht der Beweis erbracht ist, das das Gesagte bei den Menschen angekommen ist, wo es bis Dato, zu 99,9%, sein Ziel, noch lange nicht erreicht hat.

Mir scheint, es ist notwendig, das Prinzip der Christlichen Nächstenliebe hier nochmals - wie bereits an anderer Stelle geschehen - darzustellen:

    Die Christliche Nächstenliebe ist kein diffuses Gefühl,
    sondern vielmehr eine Frage der Einstellung und des Willens ist,
    jedem Menschen das ihm Zustehende zu gewähren, sich für sein Recht und Wohlergehen einzusetzen,
    ihn vor Schaden zu bewahren und ihn als Menschen anzunehmen.
    Der Christ hat selbstverständlich das Recht (und die Pflicht), seinem bedrängten Bruder beizustehen und Angriffe abzuwehren.
    Das Hauptgebot der Nächstenliebe schließt das nicht aus, im Gegenteil.
    In der Nächstenliebe ist auch die Eigenliebe eingeschlossen, denn nur wer sich selbst mag, kann auch andere mögen.
Das Gebot der christlichen Nächstenliebe kann man - aus meiner Sicht - unmittelbar in Art.1,Abs.1 GG übersetzen:
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Selaht » Mo 12. Dez 2016, 16:59

Antonius hat geschrieben:(06 Dec 2016, 11:25)

Mir scheint, es ist notwendig, das Prinzip der Christlichen Nächstenliebe hier nochmals - wie bereits an anderer Stelle geschehen - darzustellen:

[list]
Die Christliche Nächstenliebe ist kein diffuses Gefühl,
sondern vielmehr eine Frage der Einstellung und des Willens ist,

Sich zu einer "Ideologie" zu bekennen ist eine Frage der Einstellung und des Willens.

Zu einer "Ideologie" bekennt man sich deswegen, weil man diese "Für-Gut-Heißt".

Zur Wahrheit erklärt man dagegen etwas deswegen, weil man es "Für-Wahr-Hält", aber nicht unbedingt "Für-Gut-Heißt".

Es gibt zu viele "wahre Religionen" und zu wenig "gute Religionen". Es wäre viel gewonnen, wenn die Menschen, die einer Religion anhängen, sich bewusst darüber wären, dass sie sich zu etwas bekennen, das sie "Gut-Heißen" und nur bedingt zu etwas, das sie "Für-Wahr-Halten".

Doch wer Gott "Gut-Heißt", aber die Existenz Gottes nicht auch "Für-Wahr-Hält", glaubt an ein goldenes Kalb. Ich kann aber keine Geschichten "Für-Wahr-Halten", von denen ich weiß, dass sie Mythen, Sagen und Legenden sind. Das unterliegt nicht meiner Willensentscheidung. Ich glaube nicht, dass ich mit meinem Willen die Wahrheit beugen kann.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Do 15. Dez 2016, 11:08

Selaht hat geschrieben:(12 Dec 2016, 16:59)
Sich zu einer "Ideologie" zu bekennen ist eine Frage der Einstellung und des Willens.

Zu einer "Ideologie" bekennt man sich deswegen, weil man diese "Für-Gut-Heißt".

Zur Wahrheit erklärt man dagegen etwas deswegen, weil man es "Für-Wahr-Hält", aber nicht unbedingt "Für-Gut-Heißt".

Es gibt zu viele "wahre Religionen" und zu wenig "gute Religionen". Es wäre viel gewonnen, wenn die Menschen, die einer Religion anhängen, sich bewusst darüber wären, dass sie sich zu etwas bekennen, das sie "Gut-Heißen" und nur bedingt zu etwas, das sie "Für-Wahr-Halten".

Doch wer Gott "Gut-Heißt", aber die Existenz Gottes nicht auch "Für-Wahr-Hält", glaubt an ein goldenes Kalb. Ich kann aber keine Geschichten "Für-Wahr-Halten", von denen ich weiß, dass sie Mythen, Sagen und Legenden sind. Das unterliegt nicht meiner Willensentscheidung. Ich glaube nicht, dass ich mit meinem Willen die Wahrheit beugen kann.
Ich würde nicht einen Gegensatz zwischen "Für-Wahr-Hält" und "Für-Gut-Heißt" konstruieren....

Natürlich sind Religionen auch Ideologien, d.h. Heilslehren.
Es gibt jedoch - wie wir alle wissen - sehr unterschiedliche Religionen, unterschiedlich hinsichtlich ihrer Lehre, ihren Zielsetzungen, ihren Ritualen.
Eine "gute Religion" würde sich - aus meiner Sicht - von "politischer Ideologie" fern halten.
Eine "gute Religion" würde sich auf metaphysische und spirituelle Inhalte konzentrieren und dem Menschen die Freiheit lassen,
die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen der freiheitlichen Entscheidung der Menschen überlassen.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Anderus » Mo 26. Dez 2016, 07:03

Antonius hat geschrieben:(15 Dec 2016, 11:08)
Ich würde nicht einen Gegensatz zwischen "Für-Wahr-Hält" und "Für-Gut-Heißt" konstruieren....

Das sei Dir unbenommen. Für mich gibt es jedenfalls auch Wahrheiten, z.B. den Terroranschlag in Berlin, die ich nicht für gut heiße.

Natürlich sind Religionen auch Ideologien, d.h. Heilslehren. Es gibt jedoch - wie wir alle wissen - sehr unterschiedliche Religionen, unterschiedlich hinsichtlich ihrer Lehre, ihren Zielsetzungen, ihren Ritualen.

Es ist mir völlig egal, was eine Religion ist. Für mich gibt es keine Einzige, mit der ich auch nur ansatzweise etwas anfangen kann. Ich habe einen Gott, der keine Religion hat. Er setzt auf das Prinzip Nächstenliebe, gegen jedem Menschen. Alles andere interessiert ihn nicht.

Eine "gute Religion" würde sich - aus meiner Sicht - von "politischer Ideologie" fern halten.

Ich kenne eben keine gute Religion. Für mich sind sie alle schlecht. Mein Gott, legt jedenfalls, aus Gründen der Nächstenliebe, sehr viel Wert darauf, das ich mich in der Politik einmische. Zur Zeit, kämpfe ich für Renten, obwohl ich selber, mit meinen Altersbezügen, wesentlich über dem Durchschnitt liege.

Eine "gute Religion" würde sich auf metaphysische und spirituelle Inhalte konzentrieren.....

Da würde mir mein Gott, aber einen 2-stündigen Vortrag halten. Bei uns gibt es weder Metaphysik noch Spirituelles. Und, eine "gute Religion" gibt es bei uns schonmal gar nicht. Mit so einem Unsinn geben wir uns nicht ab. Noch nichtmal, wenn es nachweislich solche Erscheinungen gäbe.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon ebi80 » Mo 26. Dez 2016, 07:09

Anderus hat geschrieben:(26 Dec 2016, 07:03)

Das sei Dir unbenommen. Für mich gibt es jedenfalls auch Wahrheiten, z.B. den Terroranschlag in Berlin, die ich nicht für gut heiße.


Es ist mir völlig egal, was eine Religion ist. Für mich gibt es keine Einzige, mit der ich auch nur ansatzweise etwas anfangen kann. Ich habe einen Gott, der keine Religion hat. Er setzt auf das Prinzip Nächstenliebe, gegen jedem Menschen. Alles andere interessiert ihn nicht.


Ich kenne eben keine gute Religion. Für mich sind sie alle schlecht. Mein Gott, legt jedenfalls, aus Gründen der Nächstenliebe, sehr viel Wert darauf, das ich mich in der Politik einmische. Zur Zeit, kämpfe ich für Renten, obwohl ich selber, mit meinen Altersbezügen, wesentlich über dem Durchschnitt liege.


Da würde mir mein Gott, aber einen 2-stündigen Vortrag halten. Bei uns gibt es weder Metaphysik noch Spirituelles. Und, eine "gute Religion" gibt es bei uns schonmal gar nicht. Mit so einem Unsinn geben wir uns nicht ab. Noch nichtmal, wenn es nachweislich solche Erscheinungen gäbe.


Ähöm......redest du von Dir und deiner Stimme im Kopf? :s
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Anderus » Mo 26. Dez 2016, 07:11

ebi80 hat geschrieben:(26 Dec 2016, 07:09)

Ähöm......redest du von Dir und deiner Stimme im Kopf? :s


Um mich geht es hier im Thread nicht. Schreib bitte etwas zum Thema.

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