Deus caritas est

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PublicEye
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Re: Deus caritas est

Beitragvon PublicEye » So 15. Dez 2013, 19:41

Antonius » So 15. Dez 2013, 19:29 hat geschrieben:"Deus caritas est," / "Gott ist die Liebe."

Ja Antonius, eine einmalige und durchschlagende Botschaft, die das sehnsüchtige Herz erreicht.

Der Gott der Bibel ist der einzige Gott der Liebe, den die Menschheit kennt!
Eine einmalige Botschaft!
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Antonius
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Do 31. Jul 2014, 20:07

schokoschendrezki » Fr 5. Okt 2012, 16:35 hat geschrieben:Das Bemerkenswerte an dieser Enzykla ist, dass es Lob und Bewunderung von vielen Nichtkatholiken dafür gab, während gerade die in katholischen Sozialeinrichtungen Tätigen verhaltene Kritik äußerten, weil sie sich mit ihren ganz praktischen Problemen in dieser luftig-göttlichen Poesie ein wenig allein gelassen sehen.

aus: Nächstenliebe allein kann nicht genügen. Benedikts Antrittsenzyklika bricht zu früh ab. Institut für Christliche Sozialwissenschaften, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 2006
Das ist sicherlich richtig.
Auf jeden Fall ein bedeutendes Zeugnis ! :thumbup:
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Jekyll&Hyde
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Jekyll&Hyde » Fr 1. Aug 2014, 22:59

Christen reden gern über gute Eigenschaften. Es ist Teil ihrer Inszenierung. Und darum publizieren sie sowas. Ethik und Moral, sind auch hier die Gewänder des Scharlatans. Kleider machen Leute.

Dieses Schwein hat die Bischöfe angewiesen, die Kinder zum Schweigen zu bringen, welche von Priestern missbraucht und misshandelt worden sind. Ich kann gar nicht sagen, wie angewidert ich von dem bin. Doch alle Welt lutscht ihm den Schwanz. Er durfte ja auch in Bundestag reden.

Für mich gehört er vor ein ordentliches Gericht und in psychologische Behandlung. Und seine Sekte gehört verboten.
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Sa 2. Aug 2014, 15:34, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon paradoxx » Sa 2. Aug 2014, 12:59

Por dios, was kann der für die Umtriebe der Caritas?

... wie etwa teure Kurse für Alkoholiker zum "maßvollen" Umgang mit dem Zeug, das sie nachweislich nicht einmal tropfenweise vertragen?
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Sonnenwaage » Sa 2. Aug 2014, 16:27

Sogar hier müssen irgendwelche Spinner die Kirche preisgeben!
»Die Wahrheit aber«, so heißt es,»wird Euch frei machen.«
Aber nur, wenn wir unter ihr stehen und die Liebe nicht zerstören.
Denn »wer in der Liebe ist, ist in der Wahrheit.«
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Do 16. Okt 2014, 16:12

PublicEye » Fr 5. Okt 2012, 22:35 hat geschrieben:Die Botschaft von der Liebe Gottes ist eine Botschaft mit ungeheurer Schlagkraft in der ansonsten kalten und lieblosen Welt.
Denkt man darüber nach und fängt an zu begreifen, was das bedeutet, dass Gott die Liebe in Person ist, dann bewirkt das eine Veränderung im Menschen.
Vielen Dank Antonius für das Hervorholen dieser wichtigen Botschaft an die Menschen.
Danke, lieber PublicEye; ich freue mich, daß wir vollkommen übereinstimmen.

Der Strangtitel "Deus caritas est", der seinerzeit vom Foristen Sir Porthos hier eingestellt wurde, kann in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Fr 6. Mär 2015, 14:42

Die Botschaft "Deus caritas est", "Gott ist die Liebe", ist die wesentliche Botschaft des Christentums.
Das vernehmen immer mehr Menschen rund um den Erdkreis.
Papst Benedikt XVI hat im Jahre 2005 diese Botschaft zum Titel seiner ersten Enzyklika gewählt.
Das Dreigestirn Eros, Philia und Agape sind die Themen dieser großen Enzyklika:
http://w2.vatican.va/content/benedict-x ... s-est.html

Ich hoffe, daß Sir Porthos, der seinerzeit diesen Strang hier eröffnet hat, uns wieder einmal beehrt.
Zuletzt geändert von Antonius am Fr 6. Mär 2015, 14:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Amun Ra » Fr 6. Mär 2015, 15:30

Antonius » Fr 6. Mär 2015, 14:42 hat geschrieben:Die Botschaft "Deus caritas est", "Gott ist die Liebe", ist die wesentliche Botschaft des Christentums.
Das vernehmen immer mehr Menschen rund um den Erdkreis.
...

Die Menschen rund um den Erdkreis vernehmen immer mehr, wie - im Besonderen - die katholische Kirche diese "Liebe Gottes" zum Ausdruck bringt. Wieviele unzählige - vornehmlich Jungen - haben diese "Liebe Gottes" am eigenen Leib erfahren müssen? Und die Welt durfte zusehen, wie diese kindesmisshandelnde Drecksbande ungeschoren davonkommt. Deus caritas est für den Arsch. Wenn da jemand seinen kindlichen "Nächsten" mal wieder zu sehr von der "Liebe Gottes" anteilig werden lies wird er von seinen Oberen auch noch gedeckt. :rolleyes:

Die christlichen Kirchen sind noch der exakt gleiche menschenverachtende Verein wie vor hunderten von Jahren. Nur gut das moderne, aufgeschlossene Gesellschaften diesen Unternehmen immer mehr die Zähne ziehen. :rolleyes:
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Fr 6. Mär 2015, 18:26

Amun Ra » Fr 6. Mär 2015, 15:30 hat geschrieben:Die Menschen rund um den Erdkreis vernehmen immer mehr, wie - im Besonderen - die katholische Kirche diese "Liebe Gottes" zum Ausdruck bringt. Wieviele unzählige - vornehmlich Jungen - haben diese "Liebe Gottes" am eigenen Leib erfahren müssen? Und die Welt durfte zusehen, wie diese kindesmisshandelnde Drecksbande ungeschoren davonkommt. Deus caritas est für den Arsch. Wenn da jemand seinen kindlichen "Nächsten" mal wieder zu sehr von der "Liebe Gottes" anteilig werden lies wird er von seinen Oberen auch noch gedeckt. :rolleyes:

Die christlichen Kirchen sind noch der exakt gleiche menschenverachtende Verein wie vor hunderten von Jahren. Nur gut das moderne, aufgeschlossene Gesellschaften diesen Unternehmen immer mehr die Zähne ziehen. :rolleyes:
Nix verstanden?
Du mußt Deine Ressentiments hier nicht in dieser vulgären Sprache darstellen. :rolleyes:

http://wiki.yoga-vidya.de/Eros_Agape_Philia
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Boraiel » Mi 11. Mär 2015, 23:15

Amun Ra » Fr 6. Mär 2015, 16:30 hat geschrieben:Die Menschen rund um den Erdkreis vernehmen immer mehr, wie - im Besonderen - die katholische Kirche diese "Liebe Gottes" zum Ausdruck bringt. Wieviele unzählige - vornehmlich Jungen - haben diese "Liebe Gottes" am eigenen Leib erfahren müssen? Und die Welt durfte zusehen, wie diese kindesmisshandelnde Drecksbande ungeschoren davonkommt. Deus caritas est für den Arsch. Wenn da jemand seinen kindlichen "Nächsten" mal wieder zu sehr von der "Liebe Gottes" anteilig werden lies wird er von seinen Oberen auch noch gedeckt. :rolleyes:

Die christlichen Kirchen sind noch der exakt gleiche menschenverachtende Verein wie vor hunderten von Jahren. Nur gut das moderne, aufgeschlossene Gesellschaften diesen Unternehmen immer mehr die Zähne ziehen. :rolleyes:

Im Gesamtbild ist das eine bemerkenswerte Fehleinschätzung der christlichen Kirchen, ursächlich dafür ist wohl die Mutlosigkeit, sich seines eigens Verstandes zu bedienen. :cool: Interessanterweise sind es häufig die gleichen Stellen, an denen verschiedene Menschen, nicht weitergehen. Naja, Unvernunft hat ihren Preis.
Politische Einordnung? Links von Dschingis Khan.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Selaht » Do 19. Mär 2015, 16:25

Antonius » So 15. Dez 2013, 20:29 hat geschrieben:Ich habe diesen alten Strang, erstellt seinerzeit von Sir Porthos, wieder hervorgeholt.
Er enthält wesentliche Aussagen über das Wesen Gottes.

"Deus caritas est," / "Gott ist die Liebe."

Es mag wahre Liebe geben, aber viele wahre Liebesbeziehungen bei Milliarden von Menschen auf der Erde.

Ich will anderen Menschen nicht vorschreiben, was sie zu lieben haben und was nicht. Sie müssen nicht dasselbe lieben wie ich.

Eine Lehre, die einerseits meint festlegen zu können, welches unsichtbare Wesen alle Menschen liebt, und dessen heilige Schrift dann auch noch Höllendrohungen von dieser vermeintlich in Jesus menschgewordenen Liebe beinhaltet, so dass es alle lieben müssen, auch dann wenn sie kein Interesse daran haben, eine legendenhafte Gestalt zu lieben, argumentiert mit Argumenta ad verecundiam. Totschlagargumente überzeugen mich nicht, insbesondere dann nicht, wenn man sie fast wörtlich als Totschlagargumente bezeichnen kann. Wenn die Höllendrohungen aus dem neuen Testament gestrichen sind, kann man nochmals drüber reden, ob Gott die Liebe ist.

Die christliche Liebe hat auch die im neuen Testament hinzugefügten Höllendrohungen in der Hinterhand (der Hades und das Elysion könnten aus der griechischen oder römischen polytheistischen Religion in das Christentum eingeflossen sein), die das alte Testament so noch nicht hatte. Das Judentum droht diesseitsorientiert mit dem Gott der Liebe (siehe 1. Gebot: Sippenhaftung).
Zuletzt geändert von Selaht am Do 19. Mär 2015, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » So 22. Mär 2015, 14:18

Selaht » Do 19. Mär 2015, 16:25 hat geschrieben:Es mag wahre Liebe geben, aber viele wahre Liebesbeziehungen bei Milliarden von Menschen auf der Erde.

Ich will anderen Menschen nicht vorschreiben, was sie zu lieben haben und was nicht. Sie müssen nicht dasselbe lieben wie ich.

Eine Lehre, die einerseits meint festlegen zu können, welches unsichtbare Wesen alle Menschen liebt, und dessen heilige Schrift dann auch noch Höllendrohungen von dieser vermeintlich in Jesus menschgewordenen Liebe beinhaltet, so dass es alle lieben müssen, auch dann wenn sie kein Interesse daran haben, eine legendenhafte Gestalt zu lieben, argumentiert mit Argumenta ad verecundiam. Totschlagargumente überzeugen mich nicht, insbesondere dann nicht, wenn man sie fast wörtlich als Totschlagargumente bezeichnen kann. Wenn die Höllendrohungen aus dem neuen Testament gestrichen sind, kann man nochmals drüber reden, ob Gott die Liebe ist.

Die christliche Liebe hat auch die im neuen Testament hinzugefügten Höllendrohungen in der Hinterhand (der Hades und das Elysion könnten aus der griechischen oder römischen polytheistischen Religion in das Christentum eingeflossen sein), die das alte Testament so noch nicht hatte. Das Judentum droht diesseitsorientiert mit dem Gott der Liebe (siehe 1. Gebot: Sippenhaftung).
Höllendrohungen, was sind das?

Nach katholischer Auffassung (und auch nach meiner) ist mit dem Begriff der Hölle die Gottesferne gemeint.
Die Ferne von Gott, d.h. der selbstverschuldete Ausschluß eines Menschen aus der Gemeinschaft mit Gott, das ist die Hölle.

Die Enzyklika "DEUS CARITAS EST" von Papst Benedictus XVI. aus dem Jahre 2005 enthält nicht ein einziges Mal den Begriff der Hölle,
stattdessen wird der liebende Gott in all seinen Aspekten dargestellt.
Zuletzt geändert von Antonius am So 22. Mär 2015, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Fr 16. Okt 2015, 10:15

Liegestuhl » So 1. Apr 2012, 18:13 hat geschrieben:Ich bin ebenfalls ein Nichtkatholik, der diese Enzyklika gelesen hat. ich war auch hellauf begeistert von den klaren und präzisen Worten des Papstes. Er ist ein herausragender Theologe.

Deus Caritas est ist für mich die zentrale Aussage des Christentums:

(....)

Die christliche Botschaft zu verstehen, ist wirklich nicht sonderlich schwer. Selbst ungebildete Analphabeten im afrikanischen Busch haben damit keine Probleme. Was Jesus wollte und was er gepredigt hat, ist ziemlich unmissverständlich und man muss sich schon ziemlich anstrengen, um so schief zu denken, um daraus Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus oder sonstwas herauszulesen.

In der Bibel, wie im Koran auch, sind Verhaltensregeln kodifiziert, die auf eine vormoderne Gesellschaft angewendet werden sollten. Die Zeiten ändern sich und wer heutzutage mal einen Blick in eine christliche Gemeinde wirft, wird schnell merken, dass Frauen dort keineswegs die Klappe halten. Das Gesetz ist für den Menschen gemacht. Nicht der Mensch für das Gesetz. Und der liebe Gott hat uns die Fähigkeit mit auf den Weg gegeben, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Die christliche Botschaft der Nächstenliebe ist eindeutig. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Alles Andere lässt sich aus diesem Gebot ableiten. Deus Caritas Est: Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

Wer mit dem Unfug anfängt und aufgeregt meint, er hätte bei Paulus aber dies und im Alten Testament das entdeckt und deshalb das gesamte Christentum und die christliche Botschaft in Zweifel zu stellen, betrügt sich selber. Auch ein Christ verlernt das Denken nicht, nur weil er die Bibel für sich entdeckt hat. Wer dies annimmt, legt die gleichen intoleranten und unbeweglichen Denkstrukturen an den Tag, wie die Leute, die sie unentwegt kritisieren.

http://www.politik-forum.eu/viewtopic.p ... 8#p1073598

Dem stimme ich vollständlich zu, lieber Liegestuhl.

Dein Text von damals ist ganz ausgezeichnet;
deshalb habe ich ihn hier nochmals vollständig dargestellt. :)
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Sa 28. Nov 2015, 16:30

Sir Porthos » So 1. Apr 2012, 18:01 hat geschrieben:Moin liebe Gemeinde,
im Jahre 2006 hat der Papst Benedikt XVI seine erste Enzyklika veröffentlicht.

Sie eröffnet mit einem Zitat: "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16).

Ich bin Lutheraner und kein Katholik. Dennoch habe ich diese Enzyklia damals wahrlich "verschlungen". Sie hat mir aus der Seele gesprochen.

Hier ist der Text:
http://www.vatican.va/holy_father/bened ... st_ge.html
Was haltet Ihr davon ?

Ich kann nur sagen, dass ich dem heiligen Vater noch viele Jahre des Lebens und der Lehre wünsche. Sein Wirken ist eine Bereicherung für jeden Christen.
Gott schütze ihn !
Da kann ich Dir nur vollkommen beipflichten, lieber Sir Porthos.
"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16).

Nun gibt einige hier im Forum, die diese einfache und doch so zentrale christliche Botschaft nicht verstehen bzw. nicht verstehen wollen.
Ein Beispiel ist der Forist Dark Angel, der geschrieben hat:
Dark Angel » Fr 27. Nov 2015, 16:11 hat geschrieben:(....)
Es war eben NICHT immer so, dass die "Liebe Gottes" als Angebot verstanden wurden. DIESES Verständnis - basierend auf dem antiken Menschenbild - gibt es erst seit der Renaissance, seit dem 15. Jh pc. Und nicht von ungefähr begann, ab dem 15. Jh. die Macht der Kirche zu schwinden, fanden Wissenschaft und Kunst einen gewaltigen Aufschwung - auch wenn die Kirche das zu verhindern gedachte ==> Galileo Gallilei und die Schriften der Humanisten (Boccaccio, Erasmus v. Rotterdam, Petrarca u.a.) auf den Index setzten.

Etwas, was sich so im NT NICHT findet! Festgeschrieben wurde die Trinität Gottes per kaiserlichem Dekret auf dem Konzil von Nicäa.
Das Thema "Arianisstreit" hatten wir bereits in einem anderen Thread und schon damals warst du auf dem falschen Dampfer.
Schon vergessen der Streit der Schulen von Alexandria und Antiochia?
Es ist also vollkommen unnötig auf Wikipedia zu verweisen, wenn ich dir die Fakten bereits vor Monaten auseinander gesetzt habe.

Der Forist Dark Angel ist offenbar in seinen Ressentiments so gefangen, daß er die zentralen Aussagen der Evangelien nicht erkennt bzw. in Zweifel zieht.
Auch die Grundglaubensaussage über die Trinität Gottes negiert er und behauptet, daß diese auf ein kaiserliches Dekret zurückzuführen sei.
In Wirklichkeit sind die Kirchenväter im Konzil von Nicäa der Hl. Schrift gefolgt, die im AT und im NT diese christliche Grundglaubensaussage vielfach erklärt und bestätigt.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Fr 1. Jan 2016, 15:48

Antonius » Sa 28. Nov 2015, 16:30 hat geschrieben:(...)
Auch die Grundglaubensaussage über die Trinität Gottes negiert er und behauptet, daß diese auf ein kaiserliches Dekret zurückzuführen sei.
In Wirklichkeit sind die Kirchenväter im Konzil von Nicäa der Hl. Schrift gefolgt, die im AT und im NT diese christliche Grundglaubensaussage vielfach erklärt und bestätigt.
Der Forist PublicEye, der leider momentan im Forum nicht schreiben kann, hat hier mehrfach darauf hingewiesen,
daß die Aussage über die Trinität Gottes von den Kirchenvätern aufgrund der Exegese des AT und des NT erfolgt ist.
Zuletzt geändert von Antonius am Fr 1. Jan 2016, 15:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Demolit » Sa 2. Jan 2016, 18:07

Antonius » Sa 28. Nov 2015, 16:30 hat geschrieben:Da kann ich Dir nur vollkommen beipflichten, lieber Sir Porthos.
"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4, 16).

Nun gibt einige hier im Forum, die diese einfache und doch so zentrale christliche Botschaft nicht verstehen bzw. nicht verstehen wollen.
Ein Beispiel ist der Forist Dark Angel, der geschrieben hat:

Der Forist Dark Angel ist offenbar in seinen Ressentiments so gefangen, daß er die zentralen Aussagen der Evangelien nicht erkennt bzw. in Zweifel zieht.
Auch die Grundglaubensaussage über die Trinität Gottes negiert er und behauptet, daß diese auf ein kaiserliches Dekret zurückzuführen sei.
In Wirklichkeit sind die Kirchenväter im Konzil von Nicäa der Hl. Schrift gefolgt, die im AT und im NT diese christliche Grundglaubensaussage vielfach erklärt und bestätigt.


Nun sollte sich ein guter Denker von der dogmatischen Interpretation der Trinität lösen. Im philosophischen Bereich hat die Trinität eine wunderbare Bedeutung für das Wesen des Menschen. Macht die Denkschule ganz geschmeidig....... Hegel sei Dank.

Weil das andere Denkschulen nicht auf die Reihe brachten, knarrt es da mehr mit dem Wesen des Menschen und dem, was der Mensch als Wesen sein will/kann.

echt
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Antonius » Mi 17. Feb 2016, 18:44

Demolit hat geschrieben:(02 Jan 2016, 18:07)

Nun sollte sich ein guter Denker von der dogmatischen Interpretation der Trinität lösen. Im philosophischen Bereich hat die Trinität eine wunderbare Bedeutung für das Wesen des Menschen. Macht die Denkschule ganz geschmeidig....... Hegel sei Dank.

Weil das andere Denkschulen nicht auf die Reihe brachten, knarrt es da mehr mit dem Wesen des Menschen und dem, was der Mensch als Wesen sein will/kann.

echt
Eine dogmatische Interpretation der Trinität steht aus meiner Sicht nicht im Mittelpunkt des christlichen Denkens.
"Im philosophischen Bereich hat die Trinität eine wunderbare Bedeutung für das Wesen des Menschen", für das Denken des metaphysisch empfindenden Menschen.

In Hermann Hesses "Siddhartha" bringt es der Protagonist, als er von Kamala nach seine Fähigkeiten gefragt wird, genial zum Ausdruck:
"Ich kann denken, ich kann warten, ich kann fasten."
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Nomen Nescio » So 21. Feb 2016, 19:53

Antonius hat geschrieben:(17 Feb 2016, 18:44)

Eine dogmatische Interpretation der Trinität steht aus meiner Sicht nicht im Mittelpunkt des christlichen Denkens.
"Im philosophischen Bereich hat die Trinität eine wunderbare Bedeutung für das Wesen des Menschen", für das Denken des metaphysisch empfindenden Menschen.

ich verstehe nicht warum darüber überhaupt geredet werden muß. betrachte es als ein axiom.
man glaubt oder man glaubt nicht. im ersten fall hat es kein zweck zu versuchen darüber zu diskutieren, denn man muß akzeptieren. auch der »urknall« ist etwas daß man akzeptieren muß. woher das alles kam bevor es zum knall kam... sinn- und zwecklos.

wie mein seliger dominee sagte »der himmel hat für jede glaube eine tür. alle führen ins selben gebäude hinein«. ==> Gott ist liebe.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Do 25. Feb 2016, 19:08

Ein furtbares Geschwätz, wie ich finde. Ein ja und nein, ein sowohl als auch.....blah, blah. Einfach unlaublich müßig. Das Geschwätz eines Führers, dessen Institution nun ca. 1700 Jahre lang ihre Chance gehabt hatte und es vermasselt hat. Nun wird bemerkt, dass ihr die Felle wegschwimmen (Kirchenaustritte). Aber finde ich hier eine eindeutige Zuwendung zu den Worten und Handlungen des Jesus von Natareth...? Bloß keine klare Stellungnahme zu den sozialen Ungerechtigkeiten. Bloß nicht mit den anderen Führern anlegen. Bloß nicht Kirchensteuer und kirchlichen Luxus aufs Spiel setzen. Man muss wohl tief gläubiger Kichler (oder gar Kirchenfunktionär?) sein, um von diesem nebligen Herumgeeiere beindruckt zu sein.

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Re: Deus caritas est

Beitragvon Elser » Do 25. Feb 2016, 19:16

Boraiel hat geschrieben:(11 Mar 2015, 23:15)

Im Gesamtbild ist das eine bemerkenswerte Fehleinschätzung der christlichen Kirchen, ursächlich dafür ist wohl die Mutlosigkeit, sich seines eigens Verstandes zu bedienen. :cool: Interessanterweise sind es häufig die gleichen Stellen, an denen verschiedene Menschen, nicht weitergehen. Naja, Unvernunft hat ihren Preis.



Im Einzelnen ist das eine traurige und, wie ich finde, auch üble Verdrängung der widerlichen Tatsachen. Außerdem kommt es dann immer gut, wenn man den Kritikern Verstandesproblem andichtet - woll. Ich empfinde, ganau DAS, als die unerträgliche Arroganz der Kirchler. Macht nur so weiter......Der Letzte macht die (Kirchen)tür zu.

Elser

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