Christophobie

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Fuerst_48
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Re: Christophobie

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 22. Okt 2016, 19:14

luc hat geschrieben:(20 Oct 2016, 19:25)

Das Problemchen ist, dass die Christen und andere Religionsanhänger verdammt militantisch sind und uns eine Gesellschaftsform aufzwingen wollen, die wir als Atheisten oder als eher gleichgültige bzw. überzeugte Skeptiker nicht akzeptieren können. (siehe Verbot der Abtreibung, Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Liebe, Sterbehilfe usw.)

Ja, ganz furchtbar...wie freundlich-liberal ist dagegen der ISLAM mit seiner Scharia, nicht?? Bastonade, Hand abhacken, am Kran aufhängen oder alternativ "Steinigen"...echt sanft und soo fortschrittlich!! :mad2: :mad2: :mad2: :mad2: :mad2:
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Misterfritz
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Sa 22. Okt 2016, 19:28

Fuerst_48 hat geschrieben:(22 Oct 2016, 20:14)

Ja, ganz furchtbar...wie freundlich-liberal ist dagegen der ISLAM mit seiner Scharia, nicht?? Bastonade, Hand abhacken, am Kran aufhängen oder alternativ "Steinigen"...echt sanft und soo fortschrittlich!! :mad2: :mad2: :mad2: :mad2: :mad2:
man muss sich ja nicht daran orientieren, dass es bei anderen noch schlimmer ist. das bringt einen seltenst voran ;)
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Fuerst_48
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Re: Christophobie

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 22. Okt 2016, 19:30

teddys home hat geschrieben:(22 Oct 2016, 20:28)

man muss sich ja nicht daran orientieren, dass es bei anderen noch schlimmer ist. das bringt einen seltenst voran ;)

Richtig! Aber an der christlichen Religion kein gutes Haar lassen, ist mMn der falsche Weg !
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Misterfritz
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Sa 22. Okt 2016, 19:34

Fuerst_48 hat geschrieben:(22 Oct 2016, 20:30)

Richtig! Aber an der christlichen Religion kein gutes Haar lassen, ist mMn der falsche Weg !
mir sind religionen ziemlich wumpe und meinetwegen kann jeder glauben, was er will. was mich stört ist, dass sich religionen (egal welche) auch in das leben derer einmischen, die das nicht glauben.
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Re: Christophobie

Beitragvon luc » So 23. Okt 2016, 08:55

Mir sind Religionen auch egal, solange sie den privaten Rahmen nicht überschreiten. Jeder muss wissen, woran er glauben möchte. Im 21. Jahrhundert existiert in Deutschland eine Trennung von Staat und Kirche immer noch nicht und keine Partei scheint das Problem anpacken zu wollen. Klar gibt es andere Prioritäten in diesem Land aber ich finde, es gibt gesunde Prinzipien und Symbole, die man beachten sollte.
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Re: Christophobie

Beitragvon Antonius » So 23. Okt 2016, 14:05

luc hat geschrieben:(23 Oct 2016, 09:55)
Mir sind Religionen auch egal, solange sie den privaten Rahmen nicht überschreiten. Jeder muss wissen, woran er glauben möchte. Im 21. Jahrhundert existiert in Deutschland eine Trennung von Staat und Kirche immer noch nicht und keine Partei scheint das Problem anpacken zu wollen. Klar gibt es andere Prioritäten in diesem Land aber ich finde, es gibt gesunde Prinzipien und Symbole, die man beachten sollte.
Ich möchte Dir gern zustimmen.
Aber, wenn ich lese, daß auf eine katholische Kirche in Berlin ein Anschlag verübt worden ist, sehe ich diese Prinzipien doch sehr in Frage gestellt.
In der BZ-Berlin berichtete der Journalist Gunnar Schupelius:

    Getroffen hat es die Herz-Jesu-Gemeinde in der Fehrbelliner Straße 99, Prenzlauer Berg, in der Nacht zum 19. September.
    Kaum jemand nahm davon Notiz, kein Politiker empörte sich.
    Das ist umso erstaunlicher, als in der Kirche schwerer Schaden entstand.
    Neben dem Haupteingang hatten die Täter eine Scheibe durchschlagen und Flaschen mit roter Farbe in einen Gemeinderaum geschleudert.
    Sämtliche Möbel, Schriften und Kleider sind unbrauchbar. Alles ist von getrocknetem Lack überzogen, in dem messerscharfe Splitter stecken.
    Die Fassade ist vollkommen beschmiert. Im Internet steht, auf einer illegalen linksextremen Plattform, der Bekennerbrief.
    Danach wurde die Kirche demoliert, weil sie Abtreibungsgegnern Raum bot, die am Sonnabend den „Marsch für das Leben“ organisierten.

    Diese Abtreibungsgegner waren vom Kanzleramt zum Brandenburger Tor gezogen und hatten ihre Meinung kundgetan.
    Sie sind der Ansicht, dass der Mensch auch vor der Entbindung schon lebt und ein Recht auf Leben hat und dass die Tötung eines Embryos
    oder gar eines lebensfähigen Fötus höchstens im Notfall erlaubt sein dürfte....
http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... ine-kirche
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Re: Christophobie

Beitragvon luc » So 23. Okt 2016, 15:34

Antonius hat geschrieben:(23 Oct 2016, 15:05)

Ich möchte Dir gern zustimmen.
Aber, wenn ich lese, daß auf eine katholische Kirche in Berlin ein Anschlag verübt worden ist, sehe ich diese Prinzipien doch sehr in Frage gestellt.
In der BZ-Berlin berichtete der Journalist Gunnar Schupelius:

    Getroffen hat es die Herz-Jesu-Gemeinde in der Fehrbelliner Straße 99, Prenzlauer Berg, in der Nacht zum 19. September.
    Kaum jemand nahm davon Notiz, kein Politiker empörte sich.
    Das ist umso erstaunlicher, als in der Kirche schwerer Schaden entstand.
    Neben dem Haupteingang hatten die Täter eine Scheibe durchschlagen und Flaschen mit roter Farbe in einen Gemeinderaum geschleudert.
    Sämtliche Möbel, Schriften und Kleider sind unbrauchbar. Alles ist von getrocknetem Lack überzogen, in dem messerscharfe Splitter stecken.
    Die Fassade ist vollkommen beschmiert. Im Internet steht, auf einer illegalen linksextremen Plattform, der Bekennerbrief.
    Danach wurde die Kirche demoliert, weil sie Abtreibungsgegnern Raum bot, die am Sonnabend den „Marsch für das Leben“ organisierten.

    Diese Abtreibungsgegner waren vom Kanzleramt zum Brandenburger Tor gezogen und hatten ihre Meinung kundgetan.
    Sie sind der Ansicht, dass der Mensch auch vor der Entbindung schon lebt und ein Recht auf Leben hat und dass die Tötung eines Embryos
    oder gar eines lebensfähigen Fötus höchstens im Notfall erlaubt sein dürfte....
http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... ine-kirche


Diese Anschläge sind natürlich kriminell und als solche zu verurteilen. Keine Frage!

Abgesehen davon frage ich mich, warum die Christen gegen die Abtreibung, gegen die Eheöffnung, gegen die Sterbehilfe demonstrieren, auch wenn sie eigentlich das Recht dazu haben. Niemand zwingt eine christliche Frau zur Abtreibung, niemand zwingt christliche Homosexuelle zu heiraten, niemand zwingt einen Christen zum Selbstmord. Habt ihr schon von Freiheit und Selbstverantwortung gehört? Sollen sich die anderen eurem Diktat unterwerfen? Welche Überschreitung der eigenen Kompetenz! Welche Arroganz! Die Gesellschaft besteht nicht nur aus Christen und ihr solltet unterscheiden zwischen ziviler Gesellschaft, religiöser Überzeugung und religiösen Praktiken. Ihr habt nicht das Monopol der Moral. Eure Moral kann man durchaus respektieren aber ihr solltet verstehen, dass viele Menschen eine andere Sichtweise haben, die genauso respektabel ist.
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Re: Christophobie

Beitragvon Michi » Mo 24. Okt 2016, 17:47

Antonius hat geschrieben:Wie wäre es, wenn die Atheisten das Thema der Religionen (und das anderer Ideologien) einfach meiden würden? ;)

Ich trau mich mal zu behaupten, dass den meisten Atheisten Religion egal ist. Von denen kriegst du aber natürlich nichts mit. Und manche anderen Atheisten interessieren sich halt für Religionskritik. Dagegen spricht auch überhaupt nichts, jeder kann ja kritisieren, wozu er Lust hat.
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Re: Christophobie

Beitragvon Dampflok94 » Di 25. Okt 2016, 11:44

Michi hat geschrieben:(24 Oct 2016, 18:47)

Ich trau mich mal zu behaupten, dass den meisten Atheisten Religion egal ist. Von denen kriegst du aber natürlich nichts mit. Und manche anderen Atheisten interessieren sich halt für Religionskritik. Dagegen spricht auch überhaupt nichts, jeder kann ja kritisieren, wozu er Lust hat.

JA, durchaus. Aber wie so oft macht der Ton da die Musik. Und wenn dann hier einige gerne von "Religioten" reden oder Gottesglaube für dumm erklären, dann sieht das anders aus. Das ärgert mich doch sehr.
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Bielefeld09
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Re: Christophobie

Beitragvon Bielefeld09 » Di 25. Okt 2016, 11:52

Dampflok94 hat geschrieben:(25 Oct 2016, 12:44)

JA, durchaus. Aber wie so oft macht der Ton da die Musik. Und wenn dann hier einige gerne von "Religioten" reden oder Gottesglaube für dumm erklären, dann sieht das anders aus. Das ärgert mich doch sehr.

Tja, das ist sie wieder.
Diese verbreitete Intoleranz verbunden mit persönlichen Beleidigungen.
Das ist eben kein guter Stil.
Aber Religionskritiker sind ja nun mal nicht per se Christophob.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Fr 27. Jan 2017, 20:29

Antonius hat geschrieben:(07 Oct 2016, 10:34)

Das mag vielleicht sein.
Dennoch werben die Anhänger des Atheismus im allgemeinen (intensiv) für ihre Sichtweise.
Wie wäre es, wenn die Atheisten das Thema der Religionen (und das anderer Ideologien) einfach meiden würden? ;)
Warum?
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Fr 27. Jan 2017, 20:40

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:29)

Warum?

Kannst du dir das nicht denken?
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Fr 27. Jan 2017, 20:45

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:40)

Kannst du dir das nicht denken?
Nein,
eigentlich nicht. Es sei denn, man scheut Auseinandersetzungen zu diesem Thema :D
Im Übrigen werbe ich nie für meine Ansichten. ;)
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Re: Christophobie

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 27. Jan 2017, 20:52

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:45)

Nein,
eigentlich nicht. Es sei denn, man scheut Auseinandersetzungen zu diesem Thema :D
Im Übrigen werbe ich nie für meine Ansichten. ;)

Antonius antwortete eben nicht.
Hatte er Unrecht oder eben rechtzeitig nichts mehr zum erwidern?
Ist vielleicht auch Atheist geworden,
allerdings wartet er noch mit dem Coming Out?
Auch das sei ihm gegönnt.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Fr 27. Jan 2017, 20:54

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:45)

Nein,


Das kratzt immer an der selbsternannten Wahrheit von Religionen, das kann auf die dauer schon lästig werden.
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Fr 27. Jan 2017, 20:56

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:54)

Das kratzt immer an der selbsternannten Wahrheit von Religionen, das kann auf die dauer schon lästig werden.
Mich interessieren Religionen eher nicht. Aber wenn jemand meint, andere sollten sich in einem Diskussionsforum bitte nicht zu Wort melden, ist er evtl. falsch :D
Zuletzt geändert von Misterfritz am Fr 27. Jan 2017, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Christophobie

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Fr 27. Jan 2017, 20:58

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:56)

Mich interessieren Religionen eher nicht. Aber wenn jemand meint, andere sollten sich in einem Diskussionsforum bitte nicht zu Wort melden, ist evtl. falsch :D

ich find das ganz schön anmaßend und arrogant und es stört ganz sicher die Diskussion.
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Re: Christophobie

Beitragvon Misterfritz » Fr 27. Jan 2017, 20:58

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:58)

ich find das ganz schön anmaßend und arrogant und es stört ganz sicher die Diskussion.
Klappe, Blechbüchse!
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Fr 27. Jan 2017, 21:04

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:56)

Mich interessieren Religionen eher nicht. Aber wenn jemand meint, andere sollten sich in einem Diskussionsforum bitte nicht zu Wort melden, ist er evtl. falsch :D

Ja, "Kritik unerwünscht" ist da nie ein guter Anfang. :D
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Re: Christophobie

Beitragvon Michi » Fr 27. Jan 2017, 21:06

Misterfritz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 20:58)

Klappe, Blechbüchse!

Können Blechbüchsen gläubig sein? Und was glauben sie dann?
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