Christophobie

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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Di 9. Jan 2018, 11:18

Antonius hat geschrieben:(09 Jan 2018, 10:52)

Theologisch gesehen, ist die Tat eines Selbstmordattentäters absolut unmoralisch, sie ist in höchsten Maße moralisch verwerflich, sie ist das absolute Böse.
Der Selbstmordattentäter ist die Inkarnation des absolut Bösen.


Theologisch gesehen ist auch ein Selbstmordattentäter ein Geschöpf Gottes und demnach auch sein Werk, nach deiner Logik wäre damit Gott das absolut Böse.
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Re: Christophobie

Beitragvon Billie Holiday » Di 9. Jan 2018, 11:28

Mir ein Rätsel, wie man die Aussage „in der Hölle schmoren“ ernst oder wortwörtlich nehmen kann.
Das besagt doch nur, derjenige möge für seine Tat eine harte Strafe bekommen und ist Ausdruck der Empörung über seine Tat.
Ich selbst äußere mich anders, aber würde ich jemandem die Hölle wünschen, dann würde sich dahinter der Wunsch verbergen, derjenige würde streng zur Rechenschaft gezogen werden. Und nein, man muß nicht Befürworter der Todesstrafe sein, um einem üblen Gewaltverbrecher eine harte Strafe zu gönnen. Da reicht eine wirklich lebenslange Gefängnisstrafe, also das Wegsperren, um den Rest der Bevölkerung vor diesen Subjekten zu schützen. Für mich angemessen und hart.....also nix mit Schmoren in einer Hölle und so ein Quatsch.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Di 9. Jan 2018, 11:35

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:28)

Mir ein Rätsel, wie man die Aussage „in der Hölle schmoren“ ernst oder wortwörtlich nehmen kann.


Naja, das ist halt so mit Glauben. Wenn man meint das sowieso nichts dran ist, dann braucht man das jemanden auch nicht wünschen oder man sollte mal in sich gehen und überlegen was man da so von sich gibt. Und wenn man doch daran glaubt das so etwas wie eine Hölle existiert und man einem ewige Folter wünscht, dann ist das im besten Fall eine Ethisch und Moralische Fehlschaltung.
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Re: Christophobie

Beitragvon Billie Holiday » Di 9. Jan 2018, 11:44

Ein Terraner hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:35)

Naja, das ist halt so mit Glauben. Wenn man meint das sowieso nichts dran ist, dann braucht man das jemanden auch nicht wünschen oder man sollte mal in sich gehen und überlegen was man da so von sich gibt. Und wenn man doch daran glaubt das so etwas wie eine Hölle existiert und man einem ewige Folter wünscht, dann ist das im besten Fall eine Ethisch und Moralische Fehlschaltung.


Gottseidank bin ich Atheistin und belasse es bei dem Wunsch, ein Gewaltverbrecher möge weggesperrt werden.

Es gab vor vielen Jahren den Fall, wo zwei erwachsene Männer sich zwei spielende Kinder geschnappt haben. Ein Geschwisterpaar, Junge und Mädchen. Beide Männer haben das kleine Mädchen mehrfach vergewaltigt und dann getötet. Der kleine Junge soll bis zum Schluß um seine Schwester gekämpft haben, bis die Männer auch ihn getötet haben. Er hat wohl die Mehrfach-Vergewaltigung seiner kleinen Schwester mit angesehen und den Mord.
An einem Tag haben die Eltern beide Kinder durch Mord verloren.
Einer der Täter hat vor Gericht vor lauter Selbstmitleid Rotz und Wasser geheult, der andere Desinteresse und absolute Gleichgültigkeit demonstriert.
Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich vollstes Verständnis hätte, würden die Eltern solche Gedanken hegen....wenn sie denn irgendwann mal wieder klar denken konnten.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Di 9. Jan 2018, 11:49

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:44)

Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich vollstes Verständnis hätte, würden die Eltern solche Gedanken hegen....wenn sie denn irgendwann mal wieder klar denken konnten.


Ja, der Drang nach Rache ist sehr tief im Menschen verankert.
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Re: Christophobie

Beitragvon Billie Holiday » Di 9. Jan 2018, 11:50

Ein Terraner hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:49)

Ja, der Drang nach Rache ist sehr tief im Menschen verankert.


Ja, ich finde das menschlich. Unmenschlich und pathologisch finde ich die Gleichgültigkeit einiger gegenüber solchen Taten.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Di 9. Jan 2018, 12:00

Billie Holiday hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:50)

Ja, ich finde das menschlich. Unmenschlich und pathologisch finde ich die Gleichgültigkeit einiger gegenüber solchen Taten.


Das wäre dann Soziopathie. Aber aus religiöser Sicht darf man darüber auch nicht logisch Nachdenken, schließlich würde man sich dafür rächen wollen das sein geliebtes Kind jetzt im Paradies bei seinem geliebten Gott und für alle Ewigkeit glücklich ist.
Ok, der Weg dahin war jetzt nicht gerade schön um es mal überspitzt auszudrücken, aber im Ergebnis ändert das auch nichts. Das würde mich verrückt machen, alleine schon darüber nachzudenken ist verstörend.
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Re: Christophobie

Beitragvon jellobiafra » Mi 10. Jan 2018, 22:01

https://www.welt.de/debatte/article172365228/Christenverfolgung-ist-ein-Grund-fuer-harte-Sanktionen.html

Erschreckend am neuen Bericht des evangelikalen Hilfswerks Open Doors über die Lage der Christen in der Welt ist nicht nur das dort geschilderte Ausmaß der Unterdrückung. Erschreckend ist auch, dass sich religiöse Intoleranz immer mehr mit Rassismus und Nationalismus verbindet.

Sodass Christen in vielen islamischen Staaten, auch in einigen buddhistisch oder hinduistisch geprägten, nicht „nur“ als Andersgläubige unterdrückt werden. Sondern dass sie als Wesen angesehen werden, die dem angeblichen Staatsvolk oder der staatlich verordneten Ethnie gar nicht zugehörig sind und deshalb durch gewaltsame „Säuberungen“ vertrieben, ja, vernichtet werden sollen.
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Re: Christophobie

Beitragvon jellobiafra » Fr 2. Feb 2018, 22:50

https://www.welt.de/politik/deutschland/video173124422/BKA-Statistik-Fast-100-christenfeindliche-Straftaten-in-einem-Jahr.html

Fast 100 christenfeindliche Straftaten in einem Jahr
Stand: 11:29 Uhr | Dauer 45 Sekunden
In Deutschland gab 2017 laut BKA fast 100 christenfeindliche Straftaten – darunter Körperverletzungen, eine Brandstiftung und einen mutmaßlichen Mord. In rund einem Viertel der Fälle seien Kirchen oder christliche Symbole angegriffen worden.


Erschreckende Zahlen. Erfreulich aber immerhin, dass christenfeindliche Straftaten in Deutschland endlich statistisch erfasst werden.
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Re: Christophobie

Beitragvon jellobiafra » Fr 9. Feb 2018, 18:39

https://www.welt.de/politik/deutschland/article173377687/Mord-an-Christin-in-Prien-Afghane-muss-lebenslang-in-Haft.html

Die Einzelheiten, die von den Zeugen geschildert wurden, sind grausam. Die Details darüber, wie der heute 30 Jahre alte Hamidullah M. seinem Opfer vor einem Einkaufsmarkt auflauerte und der vierfachen Mutter ein großes Schlachtermesser in Hals und Kopf stieß. Laut Staatsanwaltschaft kam die Tat einer öffentlichen Hinrichtung gleich.
Am Freitagvormittag verurteilte das Landgericht Traunstein nun den Afghanen wegen Mordes an einer zum Christentum übergetretenen Landsfrau zu lebenslanger Haft. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.
Der Mann hatte die 38 Jahre alte Farima S. im April vergangenen Jahres in Prien am Chiemsee vor den Augen ihrer fünf und elf Jahre alten Söhne erstochen. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Anklagebehörde. Diese hatte dem Mann vorgeworfen, er habe die Frau wegen ihres christlichen Glaubens getötet.Der Mann hatte die 38 Jahre alte Farima S. im April vergangenen Jahres in Prien am Chiemsee vor den Augen ihrer fünf und elf Jahre alten Söhne erstochen. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Anklagebehörde. Diese hatte dem Mann vorgeworfen, er habe die Frau wegen ihres christlichen Glaubens getötet.
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Re: Christophobie

Beitragvon Polibu » Fr 9. Feb 2018, 20:44

https://www.welt.de/politik/deutschland ... nicht.html

Erschreckend findet die katholische Kirche die Zunahme von Attacken gegen Christen in Deutschland. Es gebe Radikalisierungstendenzen unter einigen Muslimen, so Erzbischof Schick. „Höchste Wachsamkeit“ sei geboten.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 21:12

Es ist zutiefst befremdlich und sagt doch viel über das handeln unserer Politiker aus:

Verstärkte zunahme von flüchtlingen moslemischen Glaubens
Zeitgleich verstärkte zunahme an Straftaten und Morden an Christen in unserem Land.
Erhebliche zunahme von straftaten gegen israelische einrichtungen, und Jüdische Menschen.
Da gibt es sehr wohl übereinstimmungen.
Mehr moslems mehr verbrechen in Deutschland an juden und Christen!

Was muss noch passieren?!
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Re: Christophobie

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 21:33

Ger9374 hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:12)

Es ist zutiefst befremdlich und sagt doch viel über das handeln unserer Politiker aus:

Verstärkte zunahme von flüchtlingen moslemischen Glaubens
Zeitgleich verstärkte zunahme an Straftaten und Morden an Christen in unserem Land.
Erhebliche zunahme von straftaten gegen israelische einrichtungen, und Jüdische Menschen.
Da gibt es sehr wohl übereinstimmungen.
Mehr moslems mehr verbrechen in Deutschland an juden und Christen!

Was muss noch passieren?!


Selbst der Vatikan zeigt sich besorgt?
Das mitten unter uns, ohne Not und mit voller absicht durch Frau Merkel, "Um das wohl des deutschen Volkes zu mehren"
Dann wird sich gewundert wenn diese Kanzlerin als Volks......verrä......in tituliert wird.
Das äussern menschen von der Strasse.
Wie weit treibt es dieser Politikerkaste noch!?
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Christophobie

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 9. Feb 2018, 21:39

Ger9374 hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:12)

Es ist zutiefst befremdlich und sagt doch viel über das handeln unserer Politiker aus:

Verstärkte zunahme von flüchtlingen moslemischen Glaubens
Zeitgleich verstärkte zunahme an Straftaten und Morden an Christen in unserem Land.
Erhebliche zunahme von straftaten gegen israelische einrichtungen, und Jüdische Menschen.
Da gibt es sehr wohl übereinstimmungen.
Mehr moslems mehr verbrechen in Deutschland an juden und Christen!

Was muss noch passieren?!


Das Problem besteht gar nicht darin, dass man nichts von einer Fanatisierung mitbekommt. Die läuft bereits weltweit seit, ich würde schätzen, 10 bis 20 Jahren. Die einen haben das längst erkannt. Die anderen sind selbst Teil dieser Fanatisierung. Die Wieder-Auferstehung der russisch-orthodoxen Kirche. Der völlig absurde Konflikt zwischen Griechenland und Mazedonien wegen einer historisch noch nicht mal belegbaren Zugehörigkeit. Der fanatisierte Katholizismus samt mittelalterlicher neuer Abtreibungsgesetze in Polen. Der extrem brenzlige Konflikt zwischen Japan, China und den beiden Koreas um irgendwelche Insel-Archipele und Strittigkeiten um Kriegsgedenkstätten. Der Konflikt zwischen Serbien und dem als "nationales Heiligtum" angesehenem Kosovo. Die als "Schande von Trianon" angesehene Verkleinerung des ungarischen Territoriums als Folge des Ersten Weltkriegs. Und eben auch die Radikalisierung eines Teils des islamischen Welt. Und so weiter und so fort. Endlos ließe sich diese Liste fortsetzen. Und keines dieser Phänomene ist einfach nur Folge und Reaktion eines anderen Phänomens dieser Liste. Was wirklich passieren muss: Ein Blick auf die systemischen und gemeinsamen Ursachen und eine Strategie der Gegenwehr, die eben auf diese systemischen Ursachen abzielt und nicht auf eine imaginisierte Feind-Instanz.

Eine der offensichtlichsten Zäsuren - zumindest in Europa - waren die Jugoslawien-Kriege samt Massakern unvorstellbaren Ausmaßes. Fragt man mal nach, stellt sich heraus, dass nicht wenige Menschen in Europa heute diese humanitäre Katastrophe quasi gar nicht mitbekommen haben. Und von einer "längsten Friedenszeit in Europa nach dem zweiten Weltkrieg" schwadronieren.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Fr 9. Feb 2018, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ein Terraner » Fr 9. Feb 2018, 21:44

Atheismus löst Probleme.
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Was ist Artikel 13? https://www.youtube.com/watch?v=1DKk69J5pb4
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Re: Christophobie

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 21:47

Bemerkenswerte these, von Schokoschendrezki!
Viele einzeln unzusammenhängende Krisenpunkte
Aus globaler sicht.

Das schaue ich mir in Ruhe an!

Bis demnächst, gute Nacht!!
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Re: Christophobie

Beitragvon jellobiafra » So 11. Feb 2018, 19:49

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/indonesien-mann-mit-schwert-verletzt-deutschen-priester-a-1192906.html

Während eines Sonntagsgottesdienstes auf der indonesischen Insel Java hat ein Mann vier Menschen mit einem Schwert verletzt, darunter auch den deutschen Priester. Man habe den Angreifer niedergeschossen und festgenommen, teilte die Polizei im Regierungsbezirk Sleman mit. "Es war ein Amoklauf", sagte ein Sprecher.

Der Jesuitenorden in Deutschland teilte mit, Pater Karl-Edmund Prier, der den Gottesdienst zelebriert habe, sei am Kopf verletzt worden. Der wütende Mann sei in die Kirche gestürmt, habe Gläubige beschimpft und das Schwert geschwungen. Dann sei er zum Altar gestürmt, um den deutschen Priester anzugreifen. "Außerdem schlug er die Köpfe einer Jesus- und einer Marienstatue ab." Laut dem Orden lebt der 81-jährige Pater seit 1964 in Indonesien, wo er an Kirchenmusik arbeite.
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Re: Christophobie

Beitragvon Ger9374 » So 11. Feb 2018, 20:27

Christen werden weltweit verfolgt, wo der verstand
in den hintergrund gerät kommen fanatiker zum zug.Wo frieden gepredigt wird, respekt für andere eingefordert, auch für andersgläubige da tun sich die abgründe der menschlichen Seele auf.
Vielleicht war der Täter geistig verwirrt, betrunken,im rausch. Hoffen wir das es dem deutschen Jesuitenpater bald besser geht. Seine Gemeine braucht ihn.
Trotzdem gibt es auch positive beispiele, interreligiöser zusammenarbeit,und das seit vielen jahren.Das darf nie vergessen werden!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Christophobie

Beitragvon Ger9374 » So 11. Feb 2018, 21:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:39)

Das Problem besteht gar nicht darin, dass man nichts von einer Fanatisierung mitbekommt. Die läuft bereits weltweit seit, ich würde schätzen, 10 bis 20 Jahren. Die einen haben das längst erkannt. Die anderen sind selbst Teil dieser Fanatisierung. Die Wieder-Auferstehung der russisch-orthodoxen Kirche. Der völlig absurde Konflikt zwischen Griechenland und Mazedonien wegen einer historisch noch nicht mal belegbaren Zugehörigkeit. Der fanatisierte Katholizismus samt mittelalterlicher neuer Abtreibungsgesetze in Polen. Der extrem brenzlige Konflikt zwischen Japan, China und den beiden Koreas um irgendwelche Insel-Archipele und Strittigkeiten um Kriegsgedenkstätten. Der Konflikt zwischen Serbien und dem als "nationales Heiligtum" angesehenem Kosovo. Die als "Schande von Trianon" angesehene Verkleinerung des ungarischen Territoriums als Folge des Ersten Weltkriegs. Und eben auch die Radikalisierung eines Teils des islamischen Welt. Und so weiter und so fort. Endlos ließe sich diese Liste fortsetzen. Und keines dieser Phänomene ist einfach nur Folge und Reaktion eines anderen Phänomens dieser Liste. Was wirklich passieren muss: Ein Blick auf die systemischen und gemeinsamen Ursachen und eine Strategie der Gegenwehr, die eben auf diese systemischen Ursachen abzielt und nicht auf eine imaginisierte Feind-Instanz.

Eine der offensichtlichsten Zäsuren - zumindest in Europa - waren die Jugoslawien-Kriege samt Massakern unvorstellbaren Ausmaßes. Fragt man mal nach, stellt sich heraus, dass nicht wenige Menschen in Europa heute diese humanitäre Katastrophe quasi gar nicht mitbekommen haben. Und von einer "längsten Friedenszeit in Europa nach dem zweiten Weltkrieg" schwadronieren.




Es ist wahr das zu dieser zeit der jugoslawien krieg eher als Fernseh krieg wahrgenommen wurde. Das dies mitten in Europa geschah war gar nicht auf dem zettel von uns durchschnitts bürgern.Die Tagesschau und die Bildzeitung lieferten die bilder dazu. Ein ferner Krieg der kaum zu diskussionen anregte. Zuletzt die Bombenangriffe auf Serbien. Massaker, an ethnischen minderheiten. Flüchtlinge zu zehntausenden. Wie ein Krieg in einem Hollywood film.Gesehen,aus,vergessen.
Das zeigte damals schon die gefahr der abstumpfung durch die medien dauerberichte aus Krisengebieten.Es macht gleichgültig,
obwohl eine sensibilisierung besser wäre.
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Re: Christophobie

Beitragvon firlefanz11 » Fr 16. Feb 2018, 14:26

jellobiafra hat geschrieben:(10 Jan 2018, 22:01)

https://www.welt.de/debatte/article172365228/Christenverfolgung-ist-ein-Grund-fuer-harte-Sanktionen.html

Erschreckend am neuen Bericht des evangelikalen Hilfswerks Open Doors über die Lage der Christen in der Welt ist nicht nur das dort geschilderte Ausmaß der Unterdrückung.

Na ja... In den vergangenen Jahrhunderten waren es die Christen (insbesondere die RKK), die Andersgläubige around the world unterdrückt, enteignet, ermordet u. whatnot hat. Schmeckt halt nicht, die eigene Medizin. Is schon klar...
Soll nicht heissen, dass ich es gut heisse...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."

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