Das Schicksal der Kopten in Ägypten

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Gretel
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Gretel » Di 7. Apr 2015, 18:42

Marie-Luise » Mo 6. Apr 2015, 15:31 hat geschrieben:
Das Verbot besteht weiterhin, nur für Leute über 60 ist es gelockert worden.

Der Grund: >Die Zeit ist noch nicht reif, das Verbot aufzuheben. Denn Die Gefahr besteht noch, dass Kopten als Verräter und Verbündete der Zionisten abgestempelt werden!<

https://koptisch.wordpress.com/2015/03/ ... nd-bleibt/

Seltsam, dass sie zu den Arabern dort halten, die ihnen in Ägypten die Kirchen anzünden und sie ermorden.


WIE.

Die Palästinenser zünden den Kopten in Ägypten die Kirchen an?
Aber - wie kann das nur angehen:

Koptische Christen aus Ägypten dürfen weiterhin nicht nach Jerusalem pilgern. Das Patriarchat in Kairo bestätigte laut dem vatikanischen Missionspressedienst Fides ein Verbot zur Reisen ins Heilige Land aus den 1970er Jahren, das damals aus Solidarität mit den Palästinensern im arabisch-israelischen Konflikt vom koptischen Papst Schenuda III. (1923-2012) erlassen worden war. Von den rund 80 Millionen Ägyptern sind nach unterschiedlichen Angaben zwischen 10 und 15 Millionen Christen, meist Kopten.
Patriarchats-Sprecher Boulos Halim reagierte damit auf eine Kritik des palästinensischen Politikers Hazem Abu Schenab. Die Besuche von Christen in Jerusalem vor allem zu Weihnachten und Ostern wären eine materielle und geistige Unterstützung der arabischen Bevölkerung im Heiligen Land, hatte der Politiker argumentiert. Was ursprünglich als Ausdruck der Solidarität von Seiten der koptischen Christen für die Palästinenser gedacht war, schlage nun auf diese zurück.
Dagegen betonte Pater Halim, das Pilgerverbot für die ägyptischen Christen nach Jerusalem bleibe in Kraft, solange nicht auch “unsere muslimischen Brüder” frei in die Heilige Stadt reisen könnten. Im vergangenen Jahr hatte der Besuch von 90 ägyptischen Kopten während der Karwoche nach Jerusalem Diskussionen über das Kirchenverbot ausgelöst.

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/ ... 68787.html


Oder meintest Du, das sei halt die gleiche Rasse, die da in Ägypten und die da in Palästina.
Ja aber Luise - die Kopten sind doch AUCH Araber!
:(

Es gibt schon unverständliche Dinge auf der großen weiten Welt, nicht?

Ägypten: Muslimbrüder feiern mit Kopten Weihnachten

http://www.focus.de/politik/ausland/wah ... 00312.html
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Umetarek » Di 7. Apr 2015, 19:33

Marie-Luise » Mo 6. Apr 2015, 15:31 hat geschrieben:
Das Verbot besteht weiterhin, nur für Leute über 60 ist es gelockert worden.

Der Grund: >Die Zeit ist noch nicht reif, das Verbot aufzuheben. Denn Die Gefahr besteht noch, dass Kopten als Verräter und Verbündete der Zionisten abgestempelt werden!<

https://koptisch.wordpress.com/2015/03/ ... nd-bleibt/

Seltsam, dass sie zu den Arabern dort halten, die ihnen in Ägypten die Kirchen anzünden und sie ermorden.

Ägypter sind Ägypter.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Umetarek » Di 7. Apr 2015, 19:35

Aktuell läßt sich sagen, dass eine Menge Kopten Fans von Sissi sind, ebenso wie jede Menge Kairoer. Ist aber zumindest Großteils auf die (verständliche) Abneigung zu Mursi und Konsorten zurückzuführen.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Demolit » Di 7. Apr 2015, 20:17

Umetarek » Di 7. Apr 2015, 19:33 hat geschrieben:Ägypter sind Ägypter.



Haben Asterix und Obelix auch schon vor langer Zeit erkannt. Nach dem Monotheismus kam da kein Duo mehr...oder was mit ner Terz aber kann ja noch werden...?

echt ? ;)
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Adlerauge » Di 7. Apr 2015, 21:33

Die Kopten sind gläubige Christen.
Ich habe sie in Jerusalem in der Grabeskirche beten gesehen.
Mit einer Inbrunst, die mir nicht bekannt war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kopten

Man mache sich über die Kopten kundig und dann erst äußere man sich .
Jesus Christus ist es sicher egal zu welchem Volk Christen gehören und welche Hautfarbe sie haben, wenn sie an ihn glauben.
Dass sie verfolgt werden ist menschenverachtend.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Umetarek » Di 7. Apr 2015, 21:47

Adlerauge » Di 7. Apr 2015, 21:33 hat geschrieben:Die Kopten sind gläubige Christen.
Ich habe sie in Jerusalem in der Grabeskirche beten gesehen.
Mit einer Inbrunst, die mir nicht bekannt war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kopten

Man mache sich über die Kopten kundig und dann erst äußere man sich .
Jesus Christus ist es sicher egal zu welchem Volk Christen gehören und welche Hautfarbe sie haben, wenn sie an ihn glauben.
Dass sie verfolgt werden ist menschenverachtend.

Es gibt Kopten und Kopten, tatsächlich dürfte die Mehrheit ungefähr vergleichbar gläubig wie ägyptische Muslime sein. Allerdings geht mit der besseren Bildung natürlich auch eine geringere Gläubigkeit einher. Der kairoer koptische Taxifahrer, der mich gestern chauffiert hat, hat mir sehr glaubwürdig versichert, dass es in Kairo zumindest keine Repressalien für Kopten gäbe. Die koptische Familie, die aus der Gegend von Minia stammt, mit der ich befreundet bin dagegen, hat da negativere Erfahrungen gemacht, allerdings war das auch eher vor Sissi.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Antonius » Do 25. Jun 2015, 10:05

Eine schon etwas ältere Meldung vom Trauergottesdienst im koptischen Kloster in Brenkhausen in Westfalen:

Bei einem Trauergottesdienst im koptischen Kloster in Brenkhausen haben am Abend 100 Menschen der Ermordung von 21 ägyptischen Christen gedacht.
Bischof Damian dankte allen Gästen für Anteilnahme und Solidarität. Bei der ökumenischen Trauerstunde erinnerten die Redner an die Gräueltaten der Terrormiliz »Islamischer Staat«, die die Welt erschüttert habe. Der Brakeler Pfarrer Wilhelm Koch überreichte 21 gelbe Rosen zur Erinnerung an die Kopten, die in Libyen umgebracht worden waren, in der Klosterkapelle. Dem katholischen Priester Koch, dem Brenkhäuser Pastor Tobias Spittmann und dem evangelische Kirchenrat Gerhard Duncker war es wichtig auszudrücken, dass die Christen zusammenhalten....

{Quelle: http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokal ... lenz-Mails}
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Lomond » Fr 18. Dez 2015, 00:30

Antonius » Do 25. Jun 2015, 11:05 hat geschrieben:


Bei einem Trauergottesdienst im koptischen Kloster in Brenkhausen haben am Abend 100 Menschen der Ermordung von 21 ägyptischen Christen gedacht.
Bischof Damian dankte allen Gästen für Anteilnahme und Solidarität. Bei der ökumenischen Trauerstunde erinnerten die Redner an die Gräueltaten der Terrormiliz »Islamischer Staat«, die die Welt erschüttert habe. Der Brakeler Pfarrer Wilhelm Koch überreichte 21 gelbe Rosen zur Erinnerung an die Kopten, die in Libyen umgebracht worden waren, in der Klosterkapelle. Dem katholischen Priester Koch, dem Brenkhäuser Pastor Tobias Spittmann und dem evangelische Kirchenrat Gerhard Duncker war es wichtig auszudrücken, dass die Christen zusammenhalten....


Das Schicksal der Kopten ist ein schlimmes Trauerspiel. :(
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Schlehmil » Fr 18. Dez 2015, 00:42

Lomond » Fr 18. Dez 2015, 00:30 hat geschrieben:
Das Schicksal der Kopten ist ein schlimmes Trauerspiel. :(


Es wird immer so dargestellt, als seien die Kopten die GUTEN und die Muslime die SCHLECHTEN.
Dabei haben die Kopten mit den diktatorischen Machthabern paktiert.
Das Böse und das Gute und besonders das Dazwischen ist überall gerecht verteilt...



Auch wenn sie es nicht selbst gesehen haben - für die Familie steht außer Frage, wer hinter der Gewalt steckte - die "Bärtigen". "Sie haben sogar den Friseursalon von Artif zerstört", behauptet die 50-jährige Mansur. Das hätten die Nachbarn erzählt. Die vielen Gerüchte vermehren in diesen Tag das Misstrauen und die Angst in Ägypten.

Der Friseursalon von Artif Fathi liegt 800 Meter weiter die Straße hinunter. Der Demonstrationszug verlief direkt am Laden vorbei. Fathi, ein Christ, ist überrascht, als er nach den angeblich Zerstörungen gefragt wird. "Nein, bei mir war nichts. Sie haben die Türen eingeschlagen im Laden des Muslimbruders gegenüber", sagt er.

Artif Fathi versichert, dass es ein Mob Jugendlicher aus der Nachbarschaft war, der die islamistischen Demonstranten attackierte - mit Steinen, Ketten und Schrotflinten. Er habe in seinem Salon vier Islamisten vor der aggressiven Menge versteckt. "Christ oder Muslim, wir sind doch alle Ägypter", sagt der Friseur. Fünf weitere Anwohner, die den Demonstrationszug sahen, beschreiben denselben Tathergang, Kopten wie Muslime.

Die Jugendlichen attackierten demnach die Demonstranten und zerstörten die Kunstglastüren des Ladens gegenüber von Fathi. In der Nachbarschaft weiß man, dass der Ladenbesitzer Mitglied der Muslimbruderschaft ist. Er steht in seinem Geschäft und wirkt ängstlich, als er nach den Ausschreitungen gefragt wird. "Nein, nein, nichts passiert", sagt er nur - obwohl sein Laden offen steht, weil er keine Türen mehr hat.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 14383.html
Zuletzt geändert von Schlehmil am Fr 18. Dez 2015, 00:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Lomond » Fr 18. Dez 2015, 01:26

Schlehmil » Fr 18. Dez 2015, 01:42 hat geschrieben:

Dabei haben die Kopten mit den diktatorischen Machthabern paktiert.




Das bezweifle ich.

Und wenn es so wäre: Rechtfertigt das in deinen Augen, dass sie verfolgt und schikaniert und ausgerottet werden?


Das Schicksal der Kopten ist ein schlimmes Trauerspiel - und zwar seit Jahrhunderten.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Lomond » Fr 18. Dez 2015, 01:31


Die Christen stellen schätzungsweise rund zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung. Auf dem Land, also in Oberägypten oder auf der Sinai-Halbinsel, wo der Staat wenig zu melden hat, sind sie besonders schutzlos. Dort kam es in den Tagen nach Mursis Absetzung zu schrecklichen Szenen:

Im Dorf Nagaa Hassan bei Luxor wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Gerüchten zufolge wurde er von Christen ermordet. Ein Mob belagerte deshalb das Haus des 41-jährigen Kopten Emile Naseem. Er hatte in dem Dorf die Kampagne der Tamarod-Bewegung gegen Mursi geleitet.

Die Polizei nahm die Frauen und Kinder seiner Familie mit, für Naseem selbst und seinen Neffen war jedoch kein Platz mehr im Auto. Die Polizisten ließen die beiden deshalb schutzlos zurück. Der Mob zündete zunächst Naseems Haus an. Naseem und sein Neffe flüchteten aufs Dach. Von dort sprangen sie von einem Häuserdach zum nächsten, bis sie doch von ihren Verfolgern gestellt wurden. Mit Äxten, Ästen und Stöcken schlugen sie auf Emile Naseem und seinen Neffen ein. Der 41-Jährige wurde zu Tode geprügelt, der Neffe überlebte schwerverletzt. Rund 30 weitere Häuser und Geschäfte von Christen wurden in Nagaa Hassan in Brand gesteckt, drei weitere Christen erstochen



http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 14383.html

@ Schlemihl

Hast du das auch gelesen?
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Schlehmil » Fr 18. Dez 2015, 01:48



Herrje, natürlich habe ich das gelesen! Ich habe den artikel schließlich verlinkt.
Darum schrieb ich ja, das alles zwei seiten hat, und dass auch die Kopten Anhänger der Muslimbrüder traktierten.

Wenn Du nicht "glaubst", dass sie mit den Herrschern paktierten (paktieren mußten...) , warum informierst Du Dich nicht?
http://www.theeuropean.de/sailer-matthi ... n-aegypten

Das hat allerdings eine lange und leidvolle Geschichte:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43144634.html
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Lomond » Fr 18. Dez 2015, 05:34

warum informierst Du Dich nicht?


Ich bin sehr wohl und sehr umfassend über die Situation der Kopten informiert.

Und:
Ich finde es sehr schade, wenn man sich darüber womöglich noch freut, welch schweres Schicksal die Kopten haben.

Mehr will ich dazu nicht sagen.
Zuletzt geändert von Lomond am Fr 18. Dez 2015, 05:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Umetarek » Fr 18. Dez 2015, 08:32

Verfolgt genug, dass sie hier Asyl bekommen würden sind sie jedenfalls nicht :|
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Lomond » Fr 18. Dez 2015, 23:32

Adlerauge » Di 7. Apr 2015, 22:33 hat geschrieben:
Man mache sich über die Kopten kundig und dann erst äußere man sich .



Das täte manchem Schreiber und mancher Schreiberin hier gut.
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Antonius » Mi 21. Dez 2016, 15:40

Adlerauge hat geschrieben:(07 Apr 2015, 22:33)
Die Kopten sind gläubige Christen.
Ich habe sie in Jerusalem in der Grabeskirche beten gesehen.
Mit einer Inbrunst, die mir nicht bekannt war.
(...)
Man mache sich über die Kopten kundig und dann erst äußere man sich .
Jesus Christus ist es sicher egal zu welchem Volk Christen gehören und welche Hautfarbe sie haben, wenn sie an ihn glauben.
Dass sie verfolgt werden ist menschenverachtend.

Im Gedenken des Anschlags auf koptische Christen in Kairo am 11.12.2016:

    Mit einem Gottesdienst am Sonntag im koptisch-orthodoxen Kloster in Höxter ist der Opfer des Terroranschlags auf koptische Christen in Kairo gedacht worden.
    Der verheerende Anschlag sei immer noch unfassbar, sagte der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, in seiner Predigt.
    Menschen würden nicht als Terroristen geboren.
    "Es ist nichts anderes als eine absurde Lehre, die leicht beeinflussbare und fanatische Menschen bewegt, unsere Welt zu zerstören und das Ebenbild Gottes zu töten",
    erklärte Damian, der wenige Tage nach dem Anschlag ägyptische Schulen dazu aufgerufen hatte, religiöse Toleranz zu stärken.

    Bei einem der bislang schwersten Anschläge auf koptische Christen in Ägypten waren am 11. Dezember 25 Menschen getötet worden.
    Fast 50 Menschen wurden verletzt.
    Die Explosion ereignete sich nahe der bekannten koptischen Markus-Kathedrale in der anliegenden Kirche von Sankt Peter und Sankt Paul.
    Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu dem Selbstmordanschlag.
https://www.domradio.de/themen/weltkirc ... auf-kopten
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon Antonius » Sa 18. Mär 2017, 14:39

Das ist die vielleicht außergewöhnlichste Reise von zwei Bürgern der schwäbischen Gemeinde Horb am Neckar:
Christa Stiegenroth und Michael Grüber haben die christlichen Klöster in Ägypten besucht. Ein Trip zu den ältesten Klöstern der Christenheit.

"Was mich am meisten beeindruckt hat, ist wie lebendig die Kirche dort ist. Und wie fromm und glücklich die Christen dort in Ägypten sind.
Was das Christentum hier predigt, wird dort gelebt." Er erklärt sich das so, dass die Kirche in Deutschland sehr bürokratisiert sei.
Die Kopten seien in Ägypten in der Minderheit und müssten sich gegen den teilweise aggressiven Islam wehren.

Die Kopten in Ägypten –­ seit fast 2000 Jahren im Land, in dem Joseph, Maria und Jesus Schutz suchten.
Seit der Eroberung ab 639 nach Christus durch Muslime dauernd unter Druck.
Grüber: "Noch heute, so wurde uns erzählt, bieten gewisse islamische Kreise eine Kopfprämie von 2500 Euro, wenn Du einen Christen zum Islam bekehrst...."

In den Klöstern, so erzählen Stiegenroth und Grüber, ist von diesem permanenten Druck durch die muslimische Umgebung nichts zu spüren.
"Hier herrscht eine tiefe Gelassenheit und ein optimistischer Glaube."

Die Pilgerfahrt mit Bischof Damian zu den Kopten. Sie endete vor wenigen Tagen.
Michael Grüber: "Das war keine Tour an der Oberfläche. Die Eindrücke und Erlebnisse gingen richtig in die Tiefe.
Mir ist klar geworden, dass die Christenverfolgung auf der ganzen Welt so schlimm wie nie ist
–­ und hier in Deutschland interessiert das kaum jemanden."

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhal ... f91f8.html
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Re: Das Schicksal der Kopten in Ägypten

Beitragvon firlefanz11 » Mi 12. Apr 2017, 11:58

Zum Thema:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... tanta-tote

Man stelle sich vor was los wäre wenn es statt Kirchen Moscheen gewesen wären... Wahrscheinlich kollektives Ausrasten aller Muselmänner... :rolleyes:

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