Humanismus- was soll das?

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Betrachter
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Humanismus- was soll das?

Beitragvon Betrachter » Mo 5. Nov 2018, 08:20

Der lächerliche Humanismus

„Meine Zielgruppe ist der Mensch“ (Ken Jebsen)

„Humanismus ist... ähm... das man schon schaut, was geht, aber nicht ganz so.
Humanismus? Scheiß drauf.“ (Joseph Hader)

Es ist lächerlich, als Mensch das Menschliche zu verehren. Jeder kann die Kategorie „das ist menschlich“ behaupten. Rechte wie Linke, Christen und Atheisten, Philosophen und Psychologen, Ausbeuter und Ausgebeutete. Sogar Kriegsgewinnler im Ruf nach Frieden- nach vielen Kriegen, die dazu angeblich nötig sind.

„Der Mensch darf niemals nur Mittel sein“ (Kant)

Der Mensch sei das Maß aller Dinge. Objekt sollte niemand sein. Denn ein Mensch wäre überhaupt immer ein Subjekt. Und zwar völlig unabhängig von seinen Interessen. Der Mensch darf nie nur Mittel sein.

Das ist ziemlich abstrakt. Weil man dann die Frage umgeht, wofür ein Mensch jeweils das Mittel ist. Wenn Skatspieler einen vierten Mann brauchen, dann ist er eben das Mittel zum Skatspielen. Wer fragt denn da: Ist er denn jetzt nur der vierte Mann und gar kein Mensch mehr? Das ist lächerlich.

Wenn dagegen jemand Objekt der Ausbeutung ist, dann bringt das objektive Schäden.

Doch wen stört es, Objekt der Bewunderung zu sein? Der Mensch ist immer auch ein Mittel, etwa als ein nützliches Objekt für andere. Als Helfer beim Umzug oder als Sexualobjekt beim Geschlechtsverkehr. Na und?

Kommunisten sind bedingt „humanistisch“

Auch Kommunisten sammeln bei den Humanisten Punkte. Irgendwie klingt es doch sehr schön menschlich, wenn Kommunisten fordern: jeder nach seinen Fähigkeiten und seinen Bedürfnissen. Doch dann kommt die humanistische Kritik: dürfen Kommunisten gegen Kapitalisten vorgehen, die doch auch Menschen sind?

Die Welt als gedachte Kooperative

Humanisten haben das Bild einer fiktiven Gemeinschaft, eines Kollektivs, in der doch eigentlich Harmonie herrschen müsste. Das wäre der Gehalt des Gattungswesens Mensch. Allen gehe es doch um das Leben und Überleben. Und doch machen sie immer wieder Fehler. Oder doch nicht? Ist „der Mensch“ gar ein Fehler, der seinen höheren Zweck gar nicht erfüllen kann?


Verfehlt sich der Mensch selbst?

Das ist Unsinn. Wie kann man sich denn überhaupt verfehlen? Der Mensch existiert ja nicht doppelt. Seinen Willen will noch jeder durchsetzen.
Die Frage ist nur, ob er die Mittel hat, sein Interesse durchzusetzen. Doch das interessiert Humanisten nicht. Ein jeder könne doch freundlich, respektvoll, solidarisch und friedlich sein. „Veränderung beginnt in dir selbst. Willst Du nicht ausgebeutet werden, dann beute niemanden aus.“
Als ob jeder das Mittel zur Ausbeutung hätte.

Die unantastbare Menschenwürde

Der Humanismus fordert, dass der Mensch in seiner Würde geachtet werde. Da soll Rücksicht genommen werden bei seiner Benutzung. Wenn schon Leute entlassen werden, dann bitte nicht mehr als nötig. Die unnötige Drangsal von Menschen sollte es nicht geben. Dabei ist sie fürs Geschäft gar nicht unnötig.

Besonders schön ist auch die Rede von der Menschenwürde des Soldaten. Schießen und erschießen lassen soll er sich schon. Aber nicht mehr als nötig.

Im Namen der Humanität kann man nur die schlimmsten Auswüchse des „Inhumanen“ kritisieren. Kein Krieg. Kein Faschismus. Kein Hunger. Immer nur die Negation des allerschlimmsten.

Mindestforderungen

Die LINKE fordert ein Existenz-Minimum, das bedingungslos sein sollte. Dabei ist der Mindestlohn wie auch das bedingungslose Grundeinkommen nur das kühl berechnete Verhältnis, in dem Menschen arbeitsfähig bleiben. Und erpressbar.

Die Benutzung des Arbeiters ist human. Nur Sklave soll er nicht sein. Der Arbeiter wird höflich, respektvolle und würdig behandelt. Sowohl bei seiner Einstellung, als auch während der Arbeit und natürlich auch bei seiner Entlassung.

Milch und Zitrone sollen sich vertragen

Indem der Humanismus das Allgemeine fordert, verfehlt er immerzu das Konkrete, was Menschen Schaden zufügen. Das ist schon seine ganze Leistung. Unter dem Dach des Humanismus versammeln sich besorgte Bürger ebenso wie gelangweilte Snobs, Kriegstreiber wie Kriegsopfer, Kirchenfürsten wie Religionskritiker.

Wäre der Humanismus ein Rezept für Getränke, würde er noch einen Mix aus Milch und Zitronensäure empfehlen. Irgendwie muss sich doch alles mit allem vertragen. Tut es nur nicht. Tja.

Siehe auch: http://www.wissenschaftskritik.de/kriti ... umanismus/
immernoch_ratlos
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 5. Nov 2018, 11:16

Sag es mit Yuval Noah Harari - auch wenn das nicht jedem gefällt - wer "entdeckt schon gerne negatives über sich"- In seinem Buch "Eine kurzen Geschichte der Menschheit" fallen einige "Hüllen" die wir über unsere nichtsnutzige Existenz (in Bezug auf alles was "wir" nun einmal nicht sind) gebreitet haben, um uns eine selbstgeschaffene Daseinsberechtigung zu schaffen. Ganz sich ist das keine neue Bibel oder etwas vergleichbares. Nur eben ein Prüfstand an dem sich Homo sapiens (schon diese positive Selbstbezeichnung lässt schlimmstes ahnen) durchaus messen lassen muss. Was immer fehlerhaft sein muss, schließlich gibt es ja sonst nichts was uns "tatsächlich von "außen" messen könnte". Messen verändert das Messobjekt • Messen schafft eine eigene / neue Realität :
Harari hat geschrieben:| Seite: 279
Und umgekehrt müssen wir festhalten, dass sich der Götterglaube auch in einigen modernen Ideologien hält, und dass sich einige, allen voran der Liberalismus, ohne diesen gar nicht verstehen lassen.
| Seite: 280
So wie ein Buddhist die Götter der Hindus verehren und ein Monotheist an die Existenz des Teufels glauben konnte, so kann ein typischer Bürger der Vereinigten Staaten gleichzeitig Nationalist, Kapitalist und liberaler Humanist sein und an die Vereinigten Staaten, die Unsichtbare Hand des Marktes und an die Menschenrechte glauben.

Theistische Religionen verehren Götter (deshalb werden sie »theistisch« genannt, vom griechischen Wort theos für Gott). Humanistische Religionen verehren dagegen den Homo sapiens. Der Humanismus vertritt den Glauben, der Homo sapiens habe eine einmalige und heilige »menschliche Natur«, die sich grundlegend von der Natur aller anderen Tiere unterscheide. Für Humanisten ist die einmalige Natur des Homo sapiens der Mittelpunkt der Welt, der allem, was im Universum vor sich geht, Sinn und Bedeutung verleiht. Das höchste Gut ist das Wohl des Homo sapiens. Der Rest der Welt und alle anderen Lebewesen existieren ausschließlich, um das Wohl dieser Art zu mehren.
| Seite: 281
Ohne Rückgriff auf den Schöpfergott und die Unsterblichkeit der Seele hätten die Liberalen ihre liebe Not zu erklären, was denn genau an den Vertretern der Art des Homo sapiens so besonders sein sollte.
| Seite: 282
Sozialistische Humanisten glauben, dass die menschliche Natur nicht dem Einzelnen, sondern dem Kollektiv innewohnt. Für sie ist nicht die innere Stimme des Einzelnen heilig, sondern die Art des Homo sapiens als Ganze.

Die einzige humanistische Sekte, die sich vom traditionellen Monotheismus losgesagt hat, ist der evolutionäre Humanismus, dessen bekannteste Vertreter die Nationalsozialisten waren.
Das alles ist "human" - von Menschen ausgedacht - von Menschen ausgeführt. Schon früher auf Seite 41 sollte jeder das in in seiner ganzen Tragweite "verinnerlichen" :
Harari hat geschrieben:Götter, Nationen, Geld, Menschenrechte und Gesetze gibt es gar nicht – sie existieren nur in unserer kollektiven Vorstellungswelt.
Da das so ist - lässt sich all das "wunschgemäß" anpassen - mal besonders grausam - mal besonders "human" - wo ist da der Unterschied :?: - nur im Kopf eines jeden....

Ein empfehlenswertes Buch, was mit sehr vielen Mythen geradezu gnadenlos aufräumt - human eben... :|
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Progressiver
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Progressiver » Mo 5. Nov 2018, 22:03

Wenn man den Humanismus richtig versteht und anwendet, dann ist er die Basis der Zivilisation. Die größte Errungenschaft des Humanismus ist immer noch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Wem das nicht passt, der wird sich sicher an die industriell betriebenen Massenmorde und sonstigen Menschenrechtsverletzungen des Zweiten Weltkrieges und aller Zeiten davor halten bzw. sich danach zurücksehnen. Dabei sollte er aber aufpassen. Jede Barbarei, die er anderen antut, können andere ihm dann auch antun. Der moderne Humanismus ist also die beste Grundlage eines Gesellschaftsvertrages bzw. einer Verfassung. Siehe hierzu das deutsche Grundgesetz.

Vor dem Humanismus gab es noch die Religionen. Diese haben aber immer nur der eigenen Glaubensrichtung Menschenrechte zuerkannt. Ketzer wurden und werden gefoltert und umgebracht. Wenn es beim Humanismus heißt, dass der Mensch dem Menschen heilig sein soll, dann bedeutet das keine Vergottung des Menschen. Es soll nur heißen, dass Krieg, Mord, Folter und andere Verbrechen geächtet werden. Der Humanismus als Grundlage der Zivilisation ist sicher nicht perfekt, sondern ein Ideal. Das Gegenteil aber wäre die Barbarei, die auf sämtliche Regeln des Zusammenlebens pfeift. Anstatt dass jeder dem philosophischen guten Leben nacheifert, sind Raub, Mord, Vergewaltigungen, Sklaverei, Totschlag und andere Verbrechen legitim.

Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, gleichzeitig Naturschutz zu betreiben. Der Mensch ist keine Heiligtum, sondern nur eine Art nackter Affe. Er steht nicht über der Natur, sondern ist Teil von ihr. Der Spruch "Machet euch die Erde untertan" ist übrigens biblischen Ursprungs und somit theistisch geprägt. Ein echter Humanismus dagegen sieht Religion nur als eine Randerscheinung. Es macht einen Menschen nicht besser, wenn er der Religion x angehört als wenn er einer anderen Religion y folgen wollte. Der Humanismus ist da am besten, wo er säkular gedacht wird.

Und noch ein Wort zur Natur: Wenn der Humanist sich um die Natur kümmert, dann betreibt er im weiteren Sinne Arterhaltung. Wenn dagegen die Erde in einen Müllhaufen verwandelt wird und das gesamte Ökosystem zerstört wird, dann sägt er an seinem eigenen Ast.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
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Bielefeld09
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 5. Nov 2018, 22:36

Betrachter hat geschrieben:(05 Nov 2018, 08:20)

Der lächerliche Humanismus

„Meine Zielgruppe ist der Mensch“ (Ken Jebsen)

„Humanismus ist... ähm... das man schon schaut, was geht, aber nicht ganz so.
Humanismus? Scheiß drauf.“ (Joseph Hader)

Es ist lächerlich, als Mensch das Menschliche zu verehren. Jeder kann die Kategorie „das ist menschlich“ behaupten. Rechte wie Linke, Christen und Atheisten, Philosophen und Psychologen, Ausbeuter und Ausgebeutete. Sogar Kriegsgewinnler im Ruf nach Frieden- nach vielen Kriegen, die dazu angeblich nötig sind.

„Der Mensch darf niemals nur Mittel sein“ (Kant)

Der Mensch sei das Maß aller Dinge. Objekt sollte niemand sein. Denn ein Mensch wäre überhaupt immer ein Subjekt. Und zwar völlig unabhängig von seinen Interessen. Der Mensch darf nie nur Mittel sein.

Das ist ziemlich abstrakt. Weil man dann die Frage umgeht, wofür ein Mensch jeweils das Mittel ist. Wenn Skatspieler einen vierten Mann brauchen, dann ist er eben das Mittel zum Skatspielen. Wer fragt denn da: Ist er denn jetzt nur der vierte Mann und gar kein Mensch mehr? Das ist lächerlich.

Wenn dagegen jemand Objekt der Ausbeutung ist, dann bringt das objektive Schäden.

Doch wen stört es, Objekt der Bewunderung zu sein? Der Mensch ist immer auch ein Mittel, etwa als ein nützliches Objekt für andere. Als Helfer beim Umzug oder als Sexualobjekt beim Geschlechtsverkehr. Na und?

Kommunisten sind bedingt „humanistisch“

Auch Kommunisten sammeln bei den Humanisten Punkte. Irgendwie klingt es doch sehr schön menschlich, wenn Kommunisten fordern: jeder nach seinen Fähigkeiten und seinen Bedürfnissen. Doch dann kommt die humanistische Kritik: dürfen Kommunisten gegen Kapitalisten vorgehen, die doch auch Menschen sind?

Die Welt als gedachte Kooperative

Humanisten haben das Bild einer fiktiven Gemeinschaft, eines Kollektivs, in der doch eigentlich Harmonie herrschen müsste. Das wäre der Gehalt des Gattungswesens Mensch. Allen gehe es doch um das Leben und Überleben. Und doch machen sie immer wieder Fehler. Oder doch nicht? Ist „der Mensch“ gar ein Fehler, der seinen höheren Zweck gar nicht erfüllen kann?


Verfehlt sich der Mensch selbst?

Das ist Unsinn. Wie kann man sich denn überhaupt verfehlen? Der Mensch existiert ja nicht doppelt. Seinen Willen will noch jeder durchsetzen.
Die Frage ist nur, ob er die Mittel hat, sein Interesse durchzusetzen. Doch das interessiert Humanisten nicht. Ein jeder könne doch freundlich, respektvoll, solidarisch und friedlich sein. „Veränderung beginnt in dir selbst. Willst Du nicht ausgebeutet werden, dann beute niemanden aus.“
Als ob jeder das Mittel zur Ausbeutung hätte.

Die unantastbare Menschenwürde

Der Humanismus fordert, dass der Mensch in seiner Würde geachtet werde. Da soll Rücksicht genommen werden bei seiner Benutzung. Wenn schon Leute entlassen werden, dann bitte nicht mehr als nötig. Die unnötige Drangsal von Menschen sollte es nicht geben. Dabei ist sie fürs Geschäft gar nicht unnötig.

Besonders schön ist auch die Rede von der Menschenwürde des Soldaten. Schießen und erschießen lassen soll er sich schon. Aber nicht mehr als nötig.

Im Namen der Humanität kann man nur die schlimmsten Auswüchse des „Inhumanen“ kritisieren. Kein Krieg. Kein Faschismus. Kein Hunger. Immer nur die Negation des allerschlimmsten.

Mindestforderungen

Die LINKE fordert ein Existenz-Minimum, das bedingungslos sein sollte. Dabei ist der Mindestlohn wie auch das bedingungslose Grundeinkommen nur das kühl berechnete Verhältnis, in dem Menschen arbeitsfähig bleiben. Und erpressbar.

Die Benutzung des Arbeiters ist human. Nur Sklave soll er nicht sein. Der Arbeiter wird höflich, respektvolle und würdig behandelt. Sowohl bei seiner Einstellung, als auch während der Arbeit und natürlich auch bei seiner Entlassung.

Milch und Zitrone sollen sich vertragen

Indem der Humanismus das Allgemeine fordert, verfehlt er immerzu das Konkrete, was Menschen Schaden zufügen. Das ist schon seine ganze Leistung. Unter dem Dach des Humanismus versammeln sich besorgte Bürger ebenso wie gelangweilte Snobs, Kriegstreiber wie Kriegsopfer, Kirchenfürsten wie Religionskritiker.

Wäre der Humanismus ein Rezept für Getränke, würde er noch einen Mix aus Milch und Zitronensäure empfehlen. Irgendwie muss sich doch alles mit allem vertragen. Tut es nur nicht. Tja.

Siehe auch: http://www.wissenschaftskritik.de/kriti ... umanismus/

Warum fragst du überhaupt?
Unsere Gesellschaft basiert auf dem Grundgesetz.
Klar und deutlich.
Und ja, diskutieren kann man vieles.
Aber dann werde in den Fragen auch konkret und schwurbel hier auch nicht rum.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon keinproblem » Mo 5. Nov 2018, 22:38

Progressiver hat geschrieben:(05 Nov 2018, 22:03)

Vor dem Humanismus gab es noch die Religionen. Diese haben aber immer nur der eigenen Glaubensrichtung Menschenrechte zuerkannt. Ketzer wurden und werden gefoltert und umgebracht.

Ich denke, das ist so nicht ganz korrekt.
Immerhin wird fast jeder Religiöse bestätigen, dass Mord und Folter im Namen der Religion absurd ist und ihren Grundwerten antagonistisch gegenübersteht.Und fast jeder Humanist wird bestätigen, dass Mord und Folter im Namen des Humanismus absurd ist und seinen Grundwerten ebenso antagonistisch gegenübersteht. Wer hat nun Recht, welche Argumentation kann man als überlegen betrachten und welche nicht? Ich denke dieses Argument langt nicht um den Humanismus von anderen Ideologien hervorzuheben.


Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, gleichzeitig Naturschutz zu betreiben. Der Mensch ist keine Heiligtum, sondern nur eine Art nackter Affe. Er steht nicht über der Natur, sondern ist Teil von ihr. Der Spruch "Machet euch die Erde untertan" ist übrigens biblischen Ursprungs und somit theistisch geprägt. Ein echter Humanismus dagegen sieht Religion nur als eine Randerscheinung. Es macht einen Menschen nicht besser, wenn er der Religion x angehört als wenn er einer anderen Religion y folgen wollte. Der Humanismus ist da am besten, wo er säkular gedacht wird.

Aber es macht einen Menschen auch nicht besser, wenn er dem Humanismus statt einer anderen Idee folgt, oder?
Die Frage danach ob die Religion hinfällig ist und sich ihre besten Elemente im Humanismus wiederfinden oder ob der Humanismus hinfällig ist und sich seine besten Elemente in der Religion wiederfinden ist so alt wie der Humanismus selbst.

An welcher These nun mehr dran ist und in wie fern der Humanismus die ontologische Lücke innerhalb der Gesellschaft (welche die Religion zweifelsohne hinterlassen hat) zu schließen vermag, sei mal dahingestellt.
Eins ist aber klar: Die zentralen Werte der "beiden" Gesinnungen (weder Humanismus noch Religion sind ein monolithischer Block) funktionieren als Fundament jeder unterstützenswerten Zivilisation und müssen auf jeden Fall von allen verschiedenen Farben dieser Ideologie solidarisch gefördert werden.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Bielefeld09 » Mo 5. Nov 2018, 23:15

keinproblem hat geschrieben:(05 Nov 2018, 22:38)

Ich denke, das ist so nicht ganz korrekt.
Immerhin wird fast jeder Religiöse bestätigen, dass Mord und Folter im Namen der Religion absurd ist und ihren Grundwerten antagonistisch gegenübersteht.Und fast jeder Humanist wird bestätigen, dass Mord und Folter im Namen des Humanismus absurd ist und seinen Grundwerten ebenso antagonistisch gegenübersteht. Wer hat nun Recht, welche Argumentation kann man als überlegen betrachten und welche nicht? Ich denke dieses Argument langt nicht um den Humanismus von anderen Ideologien hervorzuheben.



Aber es macht einen Menschen auch nicht besser, wenn er dem Humanismus statt einer anderen Idee folgt, oder?
Die Frage danach ob die Religion hinfällig ist und sich ihre besten Elemente im Humanismus wiederfinden oder ob der Humanismus hinfällig ist und sich seine besten Elemente in der Religion wiederfinden ist so alt wie der Humanismus selbst.

An welcher These nun mehr dran ist und in wie fern der Humanismus die ontologische Lücke innerhalb der Gesellschaft (welche die Religion zweifelsohne hinterlassen hat) zu schließen vermag, sei mal dahingestellt.
Eins ist aber klar: Die zentralen Werte der "beiden" Gesinnungen (weder Humanismus noch Religion sind ein monolithischer Block) funktionieren als Fundament jeder unterstützenswerten Zivilisation und müssen auf jeden Fall von allen verschiedenen Farben dieser Ideologie solidarisch gefördert werden.

Nein, eben nicht.
Wir haben eben keine ideologisch zu diskutierende Gemeinschaft.
Wir haben ein Grundgesetz!
Und Diskussionen haben sich daran zu orientieren!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon van Kessel » Mo 5. Nov 2018, 23:52

Ist der Zusammenhang zwischen Religion und Humanismus nicht eine zweifelhafte Argumentation? In vielen Religionen wird der Gedanke des Humanismus nicht nur gelebt, sondern ist zentrale Forderung dieser Religionen. Das Christentum mag stellvertretend für diese 'Handhabe' stehen. Es ist wohl eine irrige Ansicht, dass sich das ethische System des Humanismus, mit dem Atheismus verbinden muss. Eine Münze hat zwei Seiten, so wie der Humanismus und die Religion die zwei Seiten eines gesellschaftlichen Modells sind, sich nicht gegenseitig den Schädel einzuschlagen.

Humanismus ist aber auch die Hoffnung der Menschen, durch eine Handlungs- und Denkweise, in den Genuss von Zuwendungen zu gelangen, wenn er selbst sich in einer schlechten Position befindet.
Anthropologen stellten fest, dass Knochenbrüche von Neandertalern verheilt waren, was nur möglich war, dass die übrigen Stammesmitglieder ihn pflegten und mit Nahrung und Zuwendung versorgten. War dies human oder ein stillschweigender Kontrakt, dass man einen Mitmenschen nicht im Stich lässt, weil man vielleicht selbst in die Lage der Abhängigkeit / Not geraten kann?

Humanismus als Kontrakt des Überlebens? So könnten Religionen der Versuch sein, diesen Kontrakt in eine Ideologie zu kleiden, was aber häufig kontraproduktiv oder das Gegenteil eines Kontaktes darstellte und in die Inhumanität führte. Wenn man die Humanität in ein Korsett von Gesetzen kleidet, wird es inhuman, weil die geistige Freiheit human sein zu wollen, dem freien Willen entgegensteht.

Humanität bedeutet daher, dass man human sein möchte, ohne den Zwang es sein zu müssen. Humanität kann man nicht 'verordnen'.
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Bielefeld09
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Bielefeld09 » Di 6. Nov 2018, 00:08

van Kessel hat geschrieben:(05 Nov 2018, 23:52)

Ist der Zusammenhang zwischen Religion und Humanismus nicht eine zweifelhafte Argumentation? In vielen Religionen wird der Gedanke des Humanismus nicht nur gelebt, sondern ist zentrale Forderung dieser Religionen. Das Christentum mag stellvertretend für diese 'Handhabe' stehen. Es ist wohl eine irrige Ansicht, dass sich das ethische System des Humanismus, mit dem Atheismus verbinden muss. Eine Münze hat zwei Seiten, so wie der Humanismus und die Religion die zwei Seiten eines gesellschaftlichen Modells sind, sich nicht gegenseitig den Schädel einzuschlagen.

Humanismus ist aber auch die Hoffnung der Menschen, durch eine Handlungs- und Denkweise, in den Genuss von Zuwendungen zu gelangen, wenn er selbst sich in einer schlechten Position befindet.
Anthropologen stellten fest, dass Knochenbrüche von Neandertalern verheilt waren, was nur möglich war, dass die übrigen Stammesmitglieder ihn pflegten und mit Nahrung und Zuwendung versorgten. War dies human oder ein stillschweigender Kontrakt, dass man einen Mitmenschen nicht im Stich lässt, weil man vielleicht selbst in die Lage der Abhängigkeit / Not geraten kann?

Humanismus als Kontrakt des Überlebens? So könnten Religionen der Versuch sein, diesen Kontrakt in eine Ideologie zu kleiden, was aber häufig kontraproduktiv oder das Gegenteil eines Kontaktes darstellte und in die Inhumanität führte. Wenn man die Humanität in ein Korsett von Gesetzen kleidet, wird es inhuman, weil die geistige Freiheit human sein zu wollen, dem freien Willen entgegensteht.

Humanität bedeutet daher, dass man human sein möchte, ohne den Zwang es sein zu müssen. Humanität kann man nicht 'verordnen'.

Sie haben aber anscheinend alles begriffen.
Humanität bedeutet das jedermann sich nackt zeigt,
aber jedermann für die Kleidung des anderen sorgt.
Wo wäre denn in ihrer idelogischen Welt an dieser Stelle ein Problem?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon van Kessel » Di 6. Nov 2018, 00:11

hey "Bielefeld09"](05 Nov 2018, 23:15)
Nein, eben nicht. Wir haben eben keine ideologisch zu diskutierende Gemeinschaft.
Wir haben ein Grundgesetz! Und Diskussionen haben sich daran zu orientieren!
seit wann ist der Humanismus eine Ideologie? Gesetze regeln das Zusammenleben, sie sind aber nicht das Zusammenleben. Diskussionen sind selbst über Grundrechte notwendig oder wie stellst du dir die Entwicklung von Gesetzen vor?

Die Entwicklung, welche das Grundgesetz Deutschlands seit 1948 'erlebte', lief über die Diskussion über Gesetze ab. Die Ächtung von Gesetzen (§175), die Diskussion über die Selbstbestimmung der Frau (§218) oder das Gesetz über Partnerschaften sind und waren die Vorbedingung erst die Rechte zu schaffen. Unser Grundrecht wurde schon in den großen Teilen von der Weimarer Republik formuliert und sind seither in ständiger Überprüfung. (Auch wenn man die ersten 20 Gesetze als Ewigkeitsgesetze formulierte, da sie die Menschenrechte repräsentieren).

Diskussionen ersetzen den Gebrauch von Gewehren, denke mal darüber nach.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon van Kessel » Di 6. Nov 2018, 00:22

hey "Bielefeld09"](06 Nov 2018, 00:08)
Wo wäre denn in ihrer idelogischen Welt an dieser Stelle ein Problem?
welche Ideologie habe ich denn propagiert? Ich empfehle, sich erst einmal über die Begrifflichkeiten klarzuwerden, ehe man Worte aneinander reiht.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon BingoBurner » Di 6. Nov 2018, 00:42

Betrachter hat geschrieben:(05 Nov 2018, 08:20)



Indem der Humanismus das Allgemeine fordert, verfehlt er immerzu das Konkrete, was Menschen Schaden zufügen.
Siehe auch: http://www.wissenschaftskritik.de/kriti ... umanismus/


Was für ein Quark !

Dont take your organs to heaven !
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BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Bielefeld09 » Di 6. Nov 2018, 00:47

van Kessel hat geschrieben:(06 Nov 2018, 00:11)

hey "Bielefeld09"](05 Nov 2018, 23:15)
seit wann ist der Humanismus eine Ideologie? Gesetze regeln das Zusammenleben, sie sind aber nicht das Zusammenleben. Diskussionen sind selbst über Grundrechte notwendig oder wie stellst du dir die Entwicklung von Gesetzen vor?

Die Entwicklung, welche das Grundgesetz Deutschlands seit 1948 'erlebte', lief über die Diskussion über Gesetze ab. Die Ächtung von Gesetzen (§175), die Diskussion über die Selbstbestimmung der Frau (§218) oder das Gesetz über Partnerschaften sind und waren die Vorbedingung erst die Rechte zu schaffen. Unser Grundrecht wurde schon in den großen Teilen von der Weimarer Republik formuliert und sind seither in ständiger Überprüfung. (Auch wenn man die ersten 20 Gesetze als Ewigkeitsgesetze formulierte, da sie die Menschenrechte repräsentieren).

Diskussionen ersetzen den Gebrauch von Gewehren, denke mal darüber nach.

Und welche Gewehre hätte ich?
Keins, warum auch?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon BingoBurner » Di 6. Nov 2018, 04:42



Und da soll nochmal jemand behaupten Fernsehen bildet nicht :D

Shape of My Heart
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BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon MäckIntaier » Di 6. Nov 2018, 08:30

Progressiver hat geschrieben:(05 Nov 2018, 22:03)

Wenn man den Humanismus richtig versteht und anwendet, dann ist er die Basis der Zivilisation.


Die menschliche Zivilisationsgeschichte beginnt nicht mit der Renaissance und auch nicht mit der Erklärung der Menschenrechte.
Die Gleichsetzung Zivilisation und Humanismus hat historisch gesehen u.a. den Wilden vom Zivilisierten unterschieden. Und warum einem der Indigene, der noch nichts vom Humanismus gehört hat, manchmal "humaner" vorkommt als der zivilisierte Humanist, mag sich jeder selbst überlegen. Also inwiefern "Humanismus" ein Selbstermächtigungsprojekt des Menschen unter anderen ist.
If voting made any difference they wouldn't let us do it. (Mark Twain)
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Betrachter » Di 6. Nov 2018, 08:33

Progressiver hat geschrieben:(05 Nov 2018, 22:03)

Wenn man den Humanismus richtig versteht und anwendet, dann ist er die Basis der Zivilisation. Die größte Errungenschaft des Humanismus ist immer noch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Wem das nicht passt, der wird sich sicher an die industriell betriebenen Massenmorde und sonstigen Menschenrechtsverletzungen des Zweiten Weltkrieges und aller Zeiten davor halten bzw. sich danach zurücksehnen. Dabei sollte er aber aufpassen. Jede Barbarei, die er anderen antut, können andere ihm dann auch antun. Der moderne Humanismus ist also die beste Grundlage eines Gesellschaftsvertrages bzw. einer Verfassung. Siehe hierzu das deutsche Grundgesetz.

Vor dem Humanismus gab es noch die Religionen. Diese haben aber immer nur der eigenen Glaubensrichtung Menschenrechte zuerkannt. Ketzer wurden und werden gefoltert und umgebracht. Wenn es beim Humanismus heißt, dass der Mensch dem Menschen heilig sein soll, dann bedeutet das keine Vergottung des Menschen. Es soll nur heißen, dass Krieg, Mord, Folter und andere Verbrechen geächtet werden. Der Humanismus als Grundlage der Zivilisation ist sicher nicht perfekt, sondern ein Ideal. Das Gegenteil aber wäre die Barbarei, die auf sämtliche Regeln des Zusammenlebens pfeift. Anstatt dass jeder dem philosophischen guten Leben nacheifert, sind Raub, Mord, Vergewaltigungen, Sklaverei, Totschlag und andere Verbrechen legitim.

Nichtsdestotrotz spricht nichts dagegen, gleichzeitig Naturschutz zu betreiben. Der Mensch ist keine Heiligtum, sondern nur eine Art nackter Affe. Er steht nicht über der Natur, sondern ist Teil von ihr. Der Spruch "Machet euch die Erde untertan" ist übrigens biblischen Ursprungs und somit theistisch geprägt. Ein echter Humanismus dagegen sieht Religion nur als eine Randerscheinung. Es macht einen Menschen nicht besser, wenn er der Religion x angehört als wenn er einer anderen Religion y folgen wollte. Der Humanismus ist da am besten, wo er säkular gedacht wird.

Und noch ein Wort zur Natur: Wenn der Humanist sich um die Natur kümmert, dann betreibt er im weiteren Sinne Arterhaltung. Wenn dagegen die Erde in einen Müllhaufen verwandelt wird und das gesamte Ökosystem zerstört wird, dann sägt er an seinem eigenen Ast.


Es ist schon bemerkenswert, wenn Verteidiger des Humanismus auf frühere Zeiten verweisen müssen, oder auf Verhältnisse in fernen Ländern.
So leicht ist es also gar nicht, den Humanismus zu loben. Kein Wunder, wenn man sich die beglückenden Taten anschaut, die heute im Staatsauftrag begangen werden. Zunehmende Armut, auch in den Staaten des freien Westens, "Zivilisationskrankheiten" auf dem Vormarsch, Massenmorde in der Levante seit 2001,
Erpressung armer Länder durch globale Finanzpolitik, exportiertes Elend des Hungers und vermeidbarer Krankheiten...

"Der II. Weltkrieg forderte 56 Mio Opfer in sehchs Jahren. Das schaffte der Kapitalismus heute locker in einem Jahr." (Jean Ziegler)

Aber schön human gehts zu. Weil nur Menschen fähig sind, solch wahnsinnige Verhältnisse einzurichten.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Betrachter » Di 6. Nov 2018, 08:37

van Kessel hat geschrieben:(06 Nov 2018, 00:11)

hey "Bielefeld09"](05 Nov 2018, 23:15)
seit wann ist der Humanismus eine Ideologie? Gesetze regeln das Zusammenleben, sie sind aber nicht das Zusammenleben. Diskussionen sind selbst über Grundrechte notwendig oder wie stellst du dir die Entwicklung von Gesetzen vor?

Die Entwicklung, welche das Grundgesetz Deutschlands seit 1948 'erlebte', lief über die Diskussion über Gesetze ab. Die Ächtung von Gesetzen (§175), die Diskussion über die Selbstbestimmung der Frau (§218) oder das Gesetz über Partnerschaften sind und waren die Vorbedingung erst die Rechte zu schaffen. Unser Grundrecht wurde schon in den großen Teilen von der Weimarer Republik formuliert und sind seither in ständiger Überprüfung. (Auch wenn man die ersten 20 Gesetze als Ewigkeitsgesetze formulierte, da sie die Menschenrechte repräsentieren).

Diskussionen ersetzen den Gebrauch von Gewehren, denke mal darüber nach.


Wer diskutiert denn Gesetze? Wo wird hierzualnde massenhaft diskutiert und danach bestimmt(!), wie Hartz- Sanktionen aussehen sollen und ob es die überhaupt geben soll? Schon im Grundgesetz wird jede gewährte Freiheit mit einem Zusatz versehen- diese beschränkt die Freiheit. Rechte ergeben sich aus Pflichten. Zuerst aus der Pflicht, dass jeder der Staatsgewalt gehorsam sein muss.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon X3Q » Di 6. Nov 2018, 08:41

Was wäre denn eine brauchbare Alternative zum Humanismus?

--x
Betrachter
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon Betrachter » Di 6. Nov 2018, 09:10

X3Q hat geschrieben:(06 Nov 2018, 08:41)

Was wäre denn eine brauchbare Alternative zum Humanismus?

--x
Wer gleich nach der Alternative fragt, ist zu faul, sich mit der Sache zu beschäftigen, welche er alternativ untersuchen möchte.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon MäckIntaier » Di 6. Nov 2018, 10:35

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Nov 2018, 11:16)

Ein empfehlenswertes Buch, was mit sehr vielen Mythen geradezu gnadenlos aufräumt - human eben... :|


Spannend wäre es zu erfahren, was seine Kritik an der liberalen Demokratie ist, die er in seiner Einleitung erwähnt und wo von der Abwägung zwischen Selbstzensur und notwendiger Kritik spricht.
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Re: Humanismus- was soll das?

Beitragvon MäckIntaier » Di 6. Nov 2018, 10:41

X3Q hat geschrieben:(06 Nov 2018, 08:41)

Was wäre denn eine brauchbare Alternative zum Humanismus?

--x


Falls Sie theoretische Anregungen für Gegenpositionen suchen, finden Sie beispielsweise hier eine:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69277681.html
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