Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 13. Sep 2018, 10:19

Dark Angel hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:14)

Tut mit leid - auch weitere Nebelkerzen helfen dir da nicht weiter!
Wenn im Zusammenhang mit Menschen von Würde gesprochen wird, dann IST Menschnwürde gemeint und genau SO ist auch Toms Beitrag vom 12.09. um 18:30 Uhr zu verstehen.

Was hat er denn wissen wollen? Ich frage ihn am besten direkt selbst, denn dass irgendwelche Menschenrechte von Rechtsextremen in Deutschland in Gefahr wären, kann ich nicht erkennen.

Wenn du allerdings sagst, dass Rechtsextreme, Neonazis jeglichen Respekt verwirkt haben, ist das eine ganz andere Kategorie und vor allem eine sehr viel konkretere Aussage als der (schwammige) Würdebegriff. Auf jeden Fall eine Aussage der vorbehaltlos zuzustimmen ist.

Wenn Respekt für dich der bessere Begriff ist, nehmen wir den. Mein Punkt ist, dass durch Abwehr von Gewalttaten und durch Nichtbeachtung oder Widerspruch niemand irgendetwas verliert, das ihm "natürlich" zusteht. Gerade unter der Überschrift, dass man nicht rechts oder links heissen wolle, weil das so folgenreich sei, ist mir das wichtig.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:27

Doppelt wegen Zitatfehler. Sorry.
Zuletzt geändert von zollagent am Do 13. Sep 2018, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:28

Joka hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:24)

Gut, die Zahlen sind mir bekannt. Auch wenn ich die FAZ zusammen mit Bild,Focus und Spiegel lieber zum Grill anzuzünden nehme da ist der Sittliche Nährwert größer. Aber welche davon hat den nun gebrannt?


Muß eine Kirche/Moschee/Synagoge erst brennen, bevor du einen Angriff auf sie siehst? Du hast schlichtweg solche Angriffe abgeleugnet und diese deine Behauptung wurde korrigiert. So what?

Joka hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:24)Ich meine ich weiß schon worauf du hinaus willst aber reden wir hier jetzt von 1939 oder 2018 ? Den dazwischen liegen Welten. Den wer glaubt oder besser Angst davor hat dass das wieder passieren könnte, der sollte sich seine FAZ, die Bild, Grimms Märchen und was weiß ich nicht noch alles nehmen und bei Alice im Wunderland bleiben den da ist ganz eindeutig Realitätsverlust am Werk.

Ist ja auch egal wie ich schon sagte, wer glaubt das die die da marschieren alle die schlimmsten Massenmörder sind, Menschenverachtende kinderfresser und was weiß ich nicht noch alles der sollte tatsächlich mal sein eigenes Weltbild seine eigenen moralischen Werte dem gegenüberstellen.


Genau, und wer das tut, der wird zurückschrecken angesichts des Hasses, der sich hier offen zeigte.

Joka hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:24)
Der sollte die Geschichte, Geschichte sein lassen das hier und jetzt fokussieren und sich die Menschen für sich in Persona nehmen.


Das ist ein schwerer Fehler. Geschichte lehrt, wie sich Menschen verhielten und auch wieder verhalten. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.

Joka hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:24)Ich höre jedenfalls keine Vergleiche in Vietnam mit Hồ Chí Minh oder in Spaniern mit den Konquistadoren. Man wirft den Trump Anhängern nicht das abschlachten der Indianer vor, in Frankreich finden keine Vergleiche zu Napoleon statt oder in Russland zu Stalin. Ich höre nicht das wenn es um die katholische Kirche geht jemand das Malleus Malificarum anspricht? Oder in Italien von den Cäsaren? etc etc nur die Deutschen die kriegen das nicht aus dem Hirn. Wo wir wieder beim Thema identitätskrise und Deutsch sein kommen.

Die Geschichte ist wie man so schön sagt Geschichte. Und das diese sich wiederholen könnte ist so realistisch wie fliegende Elefanten.


Nun, in Russland wird ein Stalin neuerdings wieder verehrt, in China wird ein Mao verehrt. Und die Einzigen, die ich wirklich lautstark höre, wenn es um das unselige Deutsche Erbe aus genauso unseligen "tausend Jahren" geht, sind eben unsere Rechtsdraußen. Und die hätten gerne alles unter den Teppich gekehrt, so wie du gerade.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:33

think twice hat geschrieben:(12 Sep 2018, 22:10)

Dabei ist die Frage des Threaderstellers doch eigentlich ganz einfach zu beantworten:
Wer nicht rechts sein will, muss einfach damit aufhören, wie ein Rechter zu labern. Gilt natürlich auch für die Linken, aber die haben nunmal eher weniger Probleme mit ihrer Identität.

Leider labern die nicht nur so, die denken auch so.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:35

Alexyessin hat geschrieben:(12 Sep 2018, 23:15)

Was ist denn genau, "wie ein Rechter labern"? Und wer bestimmt dies, was es ist wie ein Rechter zu labern?

Diese Fragen behandeln des Pudels Kern durchaus richtig.

Das beginnt doch schon mit "....aber ein bißchen Recht haben sie schon", wenn es um die hirnrissigen Behauptungen von "Masseneinwanderung in die Sozialsysteme" und ähnlichen Schwachsinn geht.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:38

Raul71 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 23:33)

Da es bei Linken schon als rechts gilt, wenn man gegen die Flüchtlingspolitik ist, labern viele Linke, nicht die Politiker, inzwischen rechts. Gar nicht so schwer zu begreifen?

Und wieder die übliche Simplifizierung, die so schon mal gar nicht stimmt. Es ist halt mal so, daß gerade die Flüchtlingspolitik inzwischen zur Ikone der Rechtsdraußen geworden ist. Die KÖNNEN offenbar gar nicht anders, als dieses Thema in jedwede Diskussion einzubringen. Daß sie dann an diesem Haken gefangen werden, haben sie sich selbst zuzuschreiben. "Ist doch ein Vogelschiss". ;)
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:41

Zunder hat geschrieben:(13 Sep 2018, 01:14)

Rechts - stramm rechts - ist, wenn ein Köthener, der mit 22 Jahren aus nicht zweifelsfrei geklärten Umständen stirbt, als "Köther" verunglimpft wird, weil dieser Kalauer einfach raus muß, auch wenn der Tote damit unbestreitbar entwürdigt wird.

Aber in Wirklichkeit ist das gar nicht rechts, weil rechts die Anderen sind. Außerdem hat der "Köther" einen rechten Bruder. Das muß reichen. Einem Nazi (auch wenn er vielleicht gar keiner ist) kann man die Menschenwürde gar nicht nehmen. Er hat nämlich keine. Kann man hier lernen. In diesem Forum.

Stramm rechts ist vor allem, wenn dieser Köthener trotz der "nicht zweifelsfrei geklärten Umstände" durch eben die Rechten als Opfer für die Hasskundgebungen instrumentalisiert wird.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:44

Neandertaler hat geschrieben:(13 Sep 2018, 07:05)

Wie wahr die Idee das man eine geschichtliche Epoche, natürlich nur eine bestimmte, wieder heraufbeschwören kann, das man auf Zeichen achten muss die von einer Wiederkehr künden, ist so irreal und gehört in einen Fantasy-Roman nicht jedoch in eine Politik Diskussion.

Wer nicht sieht wie weit sich Deutschland und die Welt im Jahre 2018 von der 1932, auch durch das Jahr 1945, unterscheiden ist wahrlich mit Blindheit geschlagen.

Genau diese Unterschiede sollen doch durch die Wühlarbeit der "Vogelschisser" wieder eingeebnet werden.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Joka » Do 13. Sep 2018, 10:44

zollagent hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:28)

Muß eine Kirche/Moschee/Synagoge erst brennen, bevor du einen Angriff auf sie siehst? Du hast schlichtweg solche Angriffe abgeleugnet und diese deine Behauptung wurde korrigiert. So what?



Genau, und wer das tut, der wird zurückschrecken angesichts des Hasses, der sich hier offen zeigte.



Das ist ein schwerer Fehler. Geschichte lehrt, wie sich Menschen verhielten und auch wieder verhalten. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.



Nun, in Russland wird ein Stalin neuerdings wieder verehrt, in China wird ein Mao verehrt. Und die Einzigen, die ich wirklich lautstark höre, wenn es um das unselige Deutsche Erbe aus genauso unseligen "tausend Jahren" geht, sind eben unsere Rechtsdraußen. Und die hätten gerne alles unter den Teppich gekehrt, so wie du gerade.


Bitte nicht persönlich werden, mache ich ja auch nicht. Worauf ich hinaus wollte ist: drehen wir das Rad der Zeit nach vorn und es geschieht was hier nur all zu oft beschworen wird. Dann würde Deutschland dem Erdboden gleichgemacht bevor die erste reichsflagge auch nur hochgezogen wurde. Ein anderes Szenario wäre das die umliegenden Länder wie Frankreich und England welche weit aus besser gerüstet sind als wir einmarschieren. Und das können sie ganz legal ohne Kriegserklärung tun den es besteht kein Frieden - oder nicht angriffspakt.

Also kehre ich nichts unter den Tisch oder Rede etwas klein sondern ich bin realistisch. Es ist schlichtweg nicht möglich. Das schlimmste wäre ein Bürgerkrieg und auch dieser würde nicht lange anhalten denn dann passiert das was immer passiert wenn Menschen ohne Waffen auf Menschen mit Waffen treffen.

Deswegen werde ich jetzt nicht ewig zurückschauen und mir in die Hose machen das bald irgendein glatzköpfiger Hauptschüler das tausendjährige reich ausruft.

Ich finde nur schlimm das ( irgendeiner weiter hinten ist mich deswegen angegangen) Patriotismus mit Rassissmus auf eine Stufe gestellt wird. Den dazwischen liegen Welten.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 13. Sep 2018, 10:46

becksham hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:07)

Was meinst du mit Mittelweg?

Wie man seine Kritik äußern kann, ohne "Jammerei" vorgeworfen zu bekommen, aber eben auch nicht als rächts einsortiert zu werden. Oder geht das nicht, kann und darf es heutzutage nur noch schwarz-weiß geben?
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:47

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:45)

Nein, das ist sowas wie auf jedem Flughafen ....

Werden auf einem Flughafen bestimmte Gruppen von Flügen ausgeschlossen, weil einige Angehörige dieser Gruppen mal was angestellt haben? Mir ist das so nicht bekannt.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 13. Sep 2018, 10:47

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 19:34)

Wie soll man denen eine Würde verschaffen?

Also haben Rächte erst gar keine Würde?
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:50

Betrachter hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:18)

Demzufolge müssten viele Polizisten Rassisten sein. Die kontrollieren oft nach Hautfarbe Ausweise. Letztlich sind es freilich nicht diese Polizisten, sondern deren Auftraggeber, der Staat, spezielle das Innenministerium, die den Rassismus anordnen, welcher- wie du sagst- "der Denkweise von Nazis ähnlich ist".

Müßten sie das? Oder ist in deren Einsatzraum die Erfahrung auch ein Hinweis, wo man suchen sollte. Daß da schon mal Vorurteile im Spiel sein können, will ich nicht abstreiten. Nur die grundlegende Absicht der Bekämpfung eben dieser "bevorzugt kontrollierten" Gruppe, die halte ich für nicht gegeben.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Do 13. Sep 2018, 10:51

Billie Holiday hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:28)

Was heißt "auch du"?

Du hast gefragt.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon aleph » Sa 15. Sep 2018, 14:23

so, wieder geöffnet
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon ThorsHamar » Sa 15. Sep 2018, 15:25

zollagent hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:47)

Werden auf einem Flughafen bestimmte Gruppen von Flügen ausgeschlossen, weil einige Angehörige dieser Gruppen mal was angestellt haben? Mir ist das so nicht bekannt.


Nein, auf einem Flughafen werden ALLE von der Unschuldsvermutung ausgeschlossen, weil Angehöriger EINER Gruppe tausende Unschuldige umgebracht haben.
Deshalb bin ich nicht verpflichtet, den Angehörigen dieser besonderen Gruppe eine Unschuldsvermutung zuzugestehen und/oder von Angehörigen dieser Gruppe irgend eine Forderung entgegen nehmen zu müssen.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Laertes » Sa 15. Sep 2018, 15:46

Vorausgesetzt man versteht Englisch und hat keine Datenschutzbedenken, kann man hier anhand von 36 Fragen testen wie links oder rechts die eigene Einstellung ist:

https://www.idrlabs.com/morality/6/test.php
Right is right and left is wrong.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Sep 2018, 15:49

zollagent hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:38)

Und wieder die übliche Simplifizierung, die so schon mal gar nicht stimmt. Es ist halt mal so, daß gerade die Flüchtlingspolitik inzwischen zur Ikone der Rechtsdraußen geworden ist. Die KÖNNEN offenbar gar nicht anders, als dieses Thema in jedwede Diskussion einzubringen. Daß sie dann an diesem Haken gefangen werden, haben sie sich selbst zuzuschreiben. "Ist doch ein Vogelschiss". ;)



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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Neandertaler » Sa 15. Sep 2018, 15:54

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 07:38)

Zwei Weltkriege und 6 Millionen tote Juden reichen wohl nicht, um ein wenig hellhörig zu werden, wenn schon wieder jede zweite Woche eine Synagoge angegriffen
ich finde es auch furchtbar wenn ein Hindu Tempel angegriffen wird, ganz ohne historische Vorgesichte. Ein Angriff pro 2 Wochen klingt für mich einfach nur erschreckend aber ohne näheres Hindergrundwissen (Steigerung, Täter, Art etc.) kann ich da nichts weiter zu sagen. Ein viertes Reich sehe ich trotzdem nicht am Horizont aber man sollte auf jedenfall verstärkt versuchen den Tätern das Handwerk zu legen, auch auf Grund der Historie.

Nimm's mir nicht übel, aber dein Umgang mit dieser offensichtlichen Propagandanummer irritiert mich ein klein wenig.
Du meinst denn neuen Account? Nun ich muss Gestehen, zu meiner Schande das ich den ersten Beitrag dem ich da zustimmte nur überflogen habe, er schien sich erfreulich vom üblichen Schlagabtausch abzugrenzen, der Pro AfD Part ist mir dabei entgangen. Mea culpa (und dabei bin ich selber genervt von Usern die nur Stereotypisch Dauerfeuer abgeben und die Beiträge auf die sie reagieren gar nicht richtig zur Kenntnis nehmen. :s
Zur dem die Nazis (können) wiederkommem Punkt, sorry das ist zwar ein weiteres verbreitetes Denken aber je länger man drüber nachdenkt einfach nur absurd. Warum sollte ausgerechnet dieses bizarre kurzfristige verbrecherische Loser System Wiedekommen? Ich habe dazu ja auch einen Tread Im Geschichtsforum eröffnet. Wie abzurd das ganze ist merkt erst wenn man darüber nachdenkt ob es Zeichen gibt die die Wiederkehr des Kaisers oder Adenauerers ankündigen. Geschichte ist vergangen die Welt dreht sich weiter.


Selbstverständlich kommt nichts 1:1 wieder, der Angriff auf die so sicher geglaubte demokratische Ordnung ...
ich denke nicht das die demokratische Ordnung für alle Zeiten sicher ist, nur woher und wie der nächste Angriff auf die demokratische Ordnung erfolgt wissen wir schlichtweg nicht da wir nicht in die Zukunft sehen können. Ein Blick in die Vergangenheit hilft da wenig.



1. Die Wortwahl Endkampf finde ich gelinde gesagt befremdlich, klingt sehr nach Hysterie und nach 45.
2. Typische das der NDR nicht sagt was der Antrag eigentlich Aussagt. Nicht das man sich noch ein eigenes Bild machen kann...
3. Wenn jemand über die Gedankengänge von (politischen) Gegner spekuliert wird das immer Recht einseitig und läuft meist auf die sind böse und/ oder dumm hinaus dafür brauch man nicht so viele Worte verlieren.
4.die Idee das die AfD hier eine Strategie gar eine ausgeklügelte geheime verfolgt, ist für mich schon fast eine Verschwörungstheorie. Ich kann bei der AfD keine Erkennen, bezweifle auch das die eine gibt, oder jemand der in der Position wäre, so eine festzusetzen.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
Alpha Centauri
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 15. Sep 2018, 15:57

zollagent hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:28)

Muß eine Kirche/Moschee/Synagoge erst brennen, bevor du einen Angriff auf sie siehst? Du hast schlichtweg solche Angriffe abgeleugnet und diese deine Behauptung wurde korrigiert. So what?



Genau, und wer das tut, der wird zurückschrecken angesichts des Hasses, der sich hier offen zeigte.



Das ist ein schwerer Fehler. Geschichte lehrt, wie sich Menschen verhielten und auch wieder verhalten. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.



Nun, in Russland wird ein Stalin neuerdings wieder verehrt, in China wird ein Mao verehrt. Und die Einzigen, die ich wirklich lautstark höre, wenn es um das unselige Deutsche Erbe aus genauso unseligen "tausend Jahren" geht, sind eben unsere Rechtsdraußen. Und die hätten gerne alles unter den Teppich gekehrt, so wie du gerade.


Der Vergleich Napoleon , Hitler,Stalin, oder Mao ist schon sehr weit her geholt, gewiss Napoleon war auch kein Friedensengel aber da sind im direkten Vergleich (auch was die Anzahl an ausgelöschten Menschenleben betrifft und die Art der Verbrechen) Hitler oder Stalin eine andere Kategorie

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