Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

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zollagent
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon zollagent » Mi 12. Sep 2018, 19:46

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 12:50)

Bei Pro Chemnitz oder Thügida würde ich nicht mitlaufen, es gab ja aber auch andere Veranstalter.

Du musst davon ausgehen, dass

1. viele Leute nicht so gut informiert sind
2. diese Demonstrationen auch spontan entstehen und die Leute gar nicht nach dem Veranstalter fragen
3. den Leuten die Flüchtlingskriminalität auf den Nägeln brennt, sie wütend sind und sie aus Verzweiflung Kompromisse eingehen.

Für dich mögen Chemnitz und Köthen für Rechtsextremismus stehen, für viele andere stehen sie für die brutalen Verbrechen von Flüchtlingen.

Angesichts der rechtsradikalen Parolen, die das skandiert wurden, ist es nicht weit hergeholt, da den Rechtsextremismus zu sehen. Wenn sich deine Abneigung auch glaubwürdig auf diejenigen, beschränken würde, die in der Tat kriminell wären, wäre ich sogar bei dir. Aber schau dir das umstrittene Video an, das Maaßen als "gefaked" darstellen wollte. Hat der Angegriffene da etwas angestellt? Oder warum sonst wurde er angegriffen? Es ging hier einfach darum, jemanden anzugreifen, der "nicht von hier war" und sonst gar nichts. Der Verweis auf "Kriminalität" ist einfach nur ein Feigenblatt für den Hass auf Asylbewerber. Denn DER war das Hauptmotiv.
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Europa2050
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Europa2050 » Mi 12. Sep 2018, 19:58

Fliege hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:21)

Eine pauschale Abneigung gegen Antifa, Araberclans, Mafia, SA, Stasi dürfte niemand für problematisch halten.


All die Gruppen, die Du genannt hast, sind aber Gruppen, denen man sich aus freiem Willen anschließt. Damit beruht eine Abneigung aufgrund einer Mitgliedschaft in so einer Gruppe nicht auf Intoleranz sondern einer persönlichen Eigenschaft/Entscheidung.

Abneigungen aufgrund Geschlecht, Geburt, ererbter Religion oder körperlichen Eigenschaften dagegen sind ein Zeichen von Intoleranz auf Basis von Kollektivismus. Und deshalb problematisch.

Und wenn die Abneigung aufgrund der Nationalität stattfindet, dann ist es Nationalismus, ein notwendiges aber alleine noch nicht hinreichendes Merkmal für Faschismus.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon conscience » Mi 12. Sep 2018, 20:05

Das ist insgesamt eine interessante Fragestellung und an ihr kann man verzweifeln.
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imp
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 20:11

Dark Angel hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:38)
Denk mal darüber nach, dann erübrigt sich deine Frage, welche Würde man Menschen wegnehmen kann!
Vielleicht, aber nur vielleicht, wird dir dann bewusst, wie menschenverachtend deine Aussagen sind, wie menschenverachtend deine Einstellung Menschen gegenüber, die eine andere Meinung vertreten als du.

Du möchtest doch so gern Auseinandersetzung mit dem Argument. Das Argument lautet hier nicht, dass man jemandem etwas wegnehmen sollte sondern, dass man das gar nicht kann, weil der Nationalsozialist sich selbst seiner Würde beraubt. Ich kann an ttens Aussage nichts verkehrtes finden. Selbstverständlich sind Nationalsozialisten Menschen und als Menschen zu behandeln. Als Menschen, die würdelos sind. Wären sie Rindviecher und Säue, würde man mit ihnen ganz anders verfahren wollen. Sind sie aber nicht.

Gut zu wissen, dass DU jedem, der nicht deine Meinung vertritt, seine Menschenwürde und damit auch sein
Menschsein absprichst.

Hier arbeitest du dich an der Person ab. Das wolltest du nicht mehr tun.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon think twice » Mi 12. Sep 2018, 20:20

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:11)

Ich kann an ttens Aussage nichts verkehrtes finden. Selbstverständlich sind Nationalsozialisten Menschen und als Menschen zu behandeln. Als Menschen, die würdelos sind.
.

Das habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint! Ich spreche auch nicht von Nationalsozialisten, sondern von Rechten, die seit Pegida in aller Öffentlichkeit und ungehindert und immer dreister wilde Sau spielen dürfen und klagen, sie würden ihrer Menschen!!Würde beraubt?
Inwiefern denn? Weil man sich weigert, auf ihren Scheissdreck einzugehen? Gehts noch?
Zuletzt geändert von think twice am Mi 12. Sep 2018, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Alexyessin » Mi 12. Sep 2018, 20:23

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:35)

Wie ich geschrieben habe, bin ich selbst für eine Abgrenzung der AfD von Pegida:


Und das, nicht weil ich Pegida an sich generell für rechtsextrem halte, wie du es offenbar tust, sondern weil sich Pegida selbst nicht klar genug von Rechtsextremen abgrenzt.

So sind durchaus einzelne Rechtsextreme und sogar Leute, die sich später als rechtsextreme Gewalttäter herausgestellt haben, als Redner bei Pegida aufgetreten; dies hat nicht zuletzt auch mit dem relativ offenen Konzept bei Pegida zu tun, wo nicht jederso überprüft wird, wie das eine Partei tun kann und sollte. Auch sind die Ableger von Pegida von unterschiedlicher Qualität und zum Teil auch NPD-Veranstaltungen.

Es ist eben ähnlich wie bei der stillen Post. Da die AfD also nicht bürgen kann für Pegida, bin ich hier für eine klare Abgrenzung, ohne dass ich Pegida insgesamt oder generell für rechtsextrem halte.


Das Problem ist, das sich weder AfD noch Pegida abgrenzen wollen. Und damit machen sich beide selbst zu Rechtsextremen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Laertes » Mi 12. Sep 2018, 20:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:11)
Das Argument lautet hier nicht, dass man jemandem etwas wegnehmen sollte sondern, dass man das gar nicht kann, weil der Nationalsozialist sich selbst seiner Würde beraubt.


Du hantierst hier mit zwei unterschiedlichen Begriffen von Würde, und setzt sie (vermutlich wissentlich) gleich um ein politisches Feindbild zu entmenschlichen und es im Zuge der Relativierung auf eine Stufe mit Tieren zu stellen. Das hätte kein Nazi besser hinbekommen.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Joka » Mi 12. Sep 2018, 20:24

JJazzGold hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:08)

Nur zur Info

Antisemiten haben nach Informationen des Berliner „Tagesspiegel“ im vergangenen Jahr bundesweit mindestens jede zweite Woche eine Synagoge angegriffen. Die Polizei registrierte 2017 insgesamt 27 Attacken auf jüdische Gotteshäuser, berichtete die Zeitung am Samstag aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf Fragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke). Hinzu kämen 20 Schändungen jüdischer Friedhöfe.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 21103.html


Gut, die Zahlen sind mir bekannt. Auch wenn ich die FAZ zusammen mit Bild,Focus und Spiegel lieber zum Grill anzuzünden nehme da ist der Sittliche Nährwert größer. Aber welche davon hat den nun gebrannt?

Ich meine ich weiß schon worauf du hinaus willst aber reden wir hier jetzt von 1939 oder 2018 ? Den dazwischen liegen Welten. Den wer glaubt oder besser Angst davor hat dass das wieder passieren könnte, der sollte sich seine FAZ, die Bild, Grimms Märchen und was weiß ich nicht noch alles nehmen und bei Alice im Wunderland bleiben den da ist ganz eindeutig Realitätsverlust am Werk.

Ist ja auch egal wie ich schon sagte, wer glaubt das die die da marschieren alle die schlimmsten Massenmörder sind, Menschenverachtende kinderfresser und was weiß ich nicht noch alles der sollte tatsächlich mal sein eigenes Weltbild seine eigenen moralischen Werte dem gegenüberstellen.

Der sollte die Geschichte, Geschichte sein lassen das hier und jetzt fokussieren und sich die Menschen für sich in Persona nehmen.

Ich höre jedenfalls keine Vergleiche in Vietnam mit Hồ Chí Minh oder in Spaniern mit den Konquistadoren. Man wirft den Trump Anhängern nicht das abschlachten der Indianer vor, in Frankreich finden keine Vergleiche zu Napoleon statt oder in Russland zu Stalin. Ich höre nicht das wenn es um die katholische Kirche geht jemand das Malleus Malificarum anspricht? Oder in Italien von den Cäsaren? etc etc nur die Deutschen die kriegen das nicht aus dem Hirn. Wo wir wieder beim Thema identitätskrise und Deutsch sein kommen.

Die Geschichte ist wie man so schön sagt Geschichte. Und das diese sich wiederholen könnte ist so realistisch wie fliegende Elefanten.
Man muss erst so manches gelernt haben, ehe man über die Handlungsweise eines Anderen richtig urteilen kann

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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Vongole » Mi 12. Sep 2018, 20:25

think twice hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:49)

Deinen Umkehrversuch kannst du dir schenken. Ich habe niemanden die Menschenwürde abgesprochen. Die Rechten jammern, ihnen würde man die Würde wegnehmen. Und ich frage: Welche Würde?? Sperrt man sie ein, verbietet man ihnen, unentwegt ihren Hass rauszugeifern, kastriert man sie oder was macht man mit ihnen, die selbst nichts anderes tun, als sich unter aller Sau zu benehmen?

Das Einzige, was euch stinkt, ist, dass man euch sagt, ihr sollt die Klappe halten, dass man sich weigert, euch zuzuhören. Zehntausende sagen das, egal, wo ihr auftaucht. Das ist jedoch kein Verstoss gegen eure Menschenwürde, das ist legitimes Abwehrverhalten.


Merkst du eigentlich noch, was du schreibst?
Mit "Euch" beschuldigst du DA, rechtsextrem zu denken/handeln, sich "unter aller Sau" zu benehmen und was du noch so alles in deinem vorigen Post geäußert hast!
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, gerade in diesem Thread hier die Contenance zu wahren, funktioniert gerade nicht:
Du hast sie doch nicht mehr alle! :mad:
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon think twice » Mi 12. Sep 2018, 20:29

Vongole hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:25)

Merkst du eigentlich noch, was du schreibst?
Mit "Euch" beschuldigst du DA, rechtsextrem zu denken/handeln, sich "unter aller Sau" zu benehmen und was du noch so alles in deinem vorigen Post geäußert hast!
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, gerade in diesem Thread hier die Contenance zu wahren, funktioniert gerade nicht:
Du hast sie doch nicht mehr alle! :mad:

Gut, dass du die Contenance wahren konntest, als sie mich beschuldigt hat, ich würde irgendwem die Menschenwürde absprechen wollen, obwohl ich sie garnicht angesprochen hatte.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon becksham » Mi 12. Sep 2018, 20:30

Vongole hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:25)

Merkst du eigentlich noch, was du schreibst?
Mit "Euch" beschuldigst du DA, rechtsextrem zu denken/handeln, sich "unter aller Sau" zu benehmen und was du noch so alles in deinem vorigen Post geäußert hast!
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, gerade in diesem Thread hier die Contenance zu wahren, funktioniert gerade nicht:
Du hast sie doch nicht mehr alle! :mad:

Dass Dark Angel aber der Userin ungeheuerlich unterstellt, diese würde jedem, der nicht ihrer Meinung ist, die Menschenwürde und damit das Menschsein absprechen, stört dich aber nicht weiter?
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 20:33

Laertes hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:23)

Du hantierst hier mit zwei unterschiedlichen Begriffen von Würde

Ja.

und setzt sie (vermutlich wissentlich) gleich

Nein.

um ein politisches Feindbild zu entmenschlichen

Nein.

und es im Zuge der Relativierung auf eine Stufe mit Tieren zu stellen

Nein.

Das hätte kein Nazi besser hinbekommen.

Ja.

Bitte setze dich mit dem Geschriebenen auseinander. Wenn du Verständnisprobleme hast, beantworte ich dir gern Fragen. Ich habe herausgearbeitet, dass Nazis eben keine Tiere sind sondern Menschen und selbstverständlich als Menschen behandelt werden. Das ist etwas, das sie anderen in der Tat nicht angedeihen lassen wollen. Der Würde-Begriff, um den es hier geht, hat nichts mit Menschenrechten zu tun.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 20:36

think twice hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:20)

Das habe ich nicht geschrieben und auch nicht gemeint! Ich spreche auch nicht von Nationalsozialisten, sondern von Rechten, die seit Pegida in aller Öffentlichkeit und ungehindert und immer dreister wilde Sau spielen dürfen und klagen, sie würden ihrer Menschen!!Würde beraubt?
Inwiefern denn? Weil man sich weigert, auf ihren Scheissdreck einzugehen? Gehts noch?

Eben. Es gibt kein Menschenrecht darauf, dass man denen zustimmt, dass man sie nicht kritisiert, dass man sie nicht mit den Folgen ihrer Ideen kritisiert und dass man keine Konsequenzen aus ihrem Tun zieht.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Vongole » Mi 12. Sep 2018, 20:55

becksham hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:30)

Dass Dark Angel aber der Userin ungeheuerlich unterstellt, diese würde jedem, der nicht ihrer Meinung ist, die Menschenwürde und damit das Menschsein absprechen, stört dich aber nicht weiter?


Doch, das ging auch meiner Meinung nach zu weit.
Aber trotzdem hat DA recht: wer einem Menschen die Menschenwürde abspricht, spricht ihm das Menschsein ab.
Es wäre etwas vollkommen anderes, hätte tt geschrieben, dass Rechtsextreme sich gegen die Menschenwürde vergehen, und sie deshalb Verachtung und Ablehnung verdienen.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Brainiac » Mi 12. Sep 2018, 21:01

Diese Debatte hier ist sozusagen der Nukleus, die Metaebenenerklärung aller anderen Diskussionen dieses Forums. :|
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 21:09

Brainiac hat geschrieben:(12 Sep 2018, 22:01)

Diese Debatte hier ist sozusagen der Nukleus, die Metaebenenerklärung aller anderen Diskussionen dieses Forums. :|

Das nicht, aber es ist tatsächlich ein Muster erkennbar, dass die Leute emotional werden, wenn es um konkreten Umgang mit den Aktivisten auf der Straße geht
- Straftaten und dergleichen werden wegerklärt
- Kritik an rechtsextremen Handlungsweisen wird aufgenommen wie ein Menschheitsverbrechen - nota bene von solchen, die Tagein, Tagaus erklären, dass sie mit diesen Kreisen gar nicht überein stimmen.
- Es wird dann leider doch ein wenig persönlich.

Um zur Ursprungsfrage zurückzukommen:
Wenn man weder rechts noch links sein will, sollte man rechte und linke Argumente und Diskursmuster meiden. Unsere Kanzlerin Angela Merkel macht das gut vor. Sie ist weder rechts noch links, wie die CDU insgesamt auch.
Ich halte es aber gar nicht für nötig, "nichts rechts" oder "nicht links" sein zu wollen. Man sollte die Argumente vorbringen, die man für richtig hält. Man sollte auch damit leben können, wenn es dafür Kritik gibt.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon JJazzGold » Mi 12. Sep 2018, 21:09

Joka hat geschrieben:(12 Sep 2018, 21:24)

Gut, die Zahlen sind mir bekannt. Auch wenn ich die FAZ zusammen mit Bild,Focus und Spiegel lieber zum Grill anzuzünden nehme da ist der Sittliche Nährwert größer. Aber welche davon hat den nun gebrannt?



Gebrannt hat zum Glück keine. Der User dem Sie antworteten, schrieb nicht “gebrannt“, sondern, “wenn sie Synagogen angreifen“.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon think twice » Mi 12. Sep 2018, 21:10

Brainiac hat geschrieben:(12 Sep 2018, 22:01)

Diese Debatte hier ist sozusagen der Nukleus, die Metaebenenerklärung aller anderen Diskussionen dieses Forums. :|

Dabei ist die Frage des Threaderstellers doch eigentlich ganz einfach zu beantworten:
Wer nicht rechts sein will, muss einfach damit aufhören, wie ein Rechter zu labern. Gilt natürlich auch für die Linken, aber die haben nunmal eher weniger Probleme mit ihrer Identität.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Fliege » Mi 12. Sep 2018, 22:00

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Sep 2018, 16:53)

Ist man eigentlich immer Nazi, wenn man pauschal Abneigung/Vorbehalte/Vorurteile gegen irgendeine Gruppe Menschen hat?
Fliege hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:21)

Eine pauschale Abneigung gegen Antifa, Araberclans, Mafia, SA, Stasi dürfte niemand für problematisch halten.
Europa2050 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 20:58)

All die Gruppen, die Du genannt hast, sind aber Gruppen, denen man sich aus freiem Willen anschließt. Damit beruht eine Abneigung aufgrund einer Mitgliedschaft in so einer Gruppe nicht auf Intoleranz sondern einer persönlichen Eigenschaft/Entscheidung.

Abneigungen aufgrund Geschlecht, Geburt, ererbter Religion oder körperlichen Eigenschaften dagegen sind ein Zeichen von Intoleranz auf Basis von Kollektivismus. Und deshalb problematisch.

Und wenn die Abneigung aufgrund der Nationalität stattfindet, dann ist es Nationalismus, ein notwendiges aber alleine noch nicht hinreichendes Merkmal für Faschismus.

Die Frage von Billie Holiday kann nach dem, was du und ich erläutert haben, so beantwortet werden:

Nein, man ist nicht schon dann Nazi, wenn man pauschal Abneigung/Vorbehalte/Vorurteile gegen irgendeine Gruppe von Menschen hat. Es müssen, um Nazi zu sein, spezielle Gruppenspezifikationen herangezogen werden. Hinzu kommt, welche Art von Abneigung/Vorbehalte/Vorurteile gehegt wird.
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Re: Was kann man tun, wenn man weder rächts noch links sein will?

Beitragvon Alexyessin » Mi 12. Sep 2018, 22:15

think twice hat geschrieben:(12 Sep 2018, 22:10)

Dabei ist die Frage des Threaderstellers doch eigentlich ganz einfach zu beantworten:
Wer nicht rechts sein will, muss einfach damit aufhören, wie ein Rechter zu labern. Gilt natürlich auch für die Linken, aber die haben nunmal eher weniger Probleme mit ihrer Identität.


Was ist denn genau, "wie ein Rechter labern"? Und wer bestimmt dies, was es ist wie ein Rechter zu labern?

Diese Fragen behandeln des Pudels Kern durchaus richtig.
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