Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

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Cat with a whip
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Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Cat with a whip » Mo 3. Sep 2018, 13:41

Angesichts des Spenderorgan-Mangels hat sich die Widerspruchslösung als die belegbar bessere Strategie erwiesen um die Versorgung zu verbessern.

Für jeden Bürger mit einer abweichenden Meinung besteht grundsätzlich die Möglichkeit sich ausdrücklich dagegen auszusprechen, dass nach seinem Tod dessen Körperteile kranken Mitbürgern ein besseres Leben ermöglichen. Ich würde dann auch vorschlagen dass jeder der seinen Widerspruch einlegt und sich gegen gegen diese Solidarität entscheidet auch umgekehrt sein Recht als Empfänger von Spenderorganen verwirkt.

Wäre eine nicht eine ehrliche Sache, was meint das Forum?
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JJazzGold
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Sep 2018, 13:48

Auf alle Fälle pro Spahn, das hätte den Vorteil, dass sich die Bequemen mit besserem Gewissen weiterhin bequemen können und Diejenigen, die auf gar keinen Fall ihre Organe spenden wollen, dies rechtzeitig bekannt geben können und nicht nachträglich auf die Entscheidung ihrer Angehörigen angewiesen sind und zehntausend (?) Wartende bessere Aussichten auf ein verlängertes Leben haben.
Strafe für Verweigerung finde ich unangemessen.

Gruß von der Jahrzehnte langen Organspendeausweis Halterin. ;)
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Cat with a whip
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Cat with a whip » Mo 3. Sep 2018, 14:07

Von Strafe würde ich da nicht reden, eher von freiwilligen Verzicht auf die Solidargemeinschft. Das ist ziemlich fair.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon denkmal » Mo 3. Sep 2018, 14:28

Da scheint mir der Zweck die Mittel zu heiligen.
Grundsätzlich sollte mein Körper mir gehören und ich bestimme dezidiert darüber, was damit geschieht. Für mich hat die Widerspruchslösung den Geschmack der stillschweigenden Vereinnahmung der Körper der Bürger durch den Staat. Dieses scheint immer mehr um sich zu greifen. Unterstellt wird: Du gehörst dem Staat.
In meinen Augen eine besorgniserregende Entwicklung.
Dan könnte man ja auch die Unschuldsvermutung abschaffen und der Bürger soll sich dann im Einzelfall kümmern, einen Nachweis seiner Unschuld zu führen.
Im Laufe ihres steinernen Daseins nehmen sogar manche Denkmäler menschliche Züge an.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon NMA » Mo 3. Sep 2018, 14:56

denkmal hat geschrieben:(03 Sep 2018, 15:28)


(...)Grundsätzlich sollte mein Körper mir gehören (...)



Aber wer bist du nach deinem Tod; oder besser gefragt: Bist du? Wenn du nicht existierst, kann dir auch nichts gehören.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Liegestuhl » Mo 3. Sep 2018, 15:00

denkmal hat geschrieben:(03 Sep 2018, 15:28)
Für mich hat die Widerspruchslösung den Geschmack der stillschweigenden Vereinnahmung der Körper der Bürger durch den Staat. Dieses scheint immer mehr um sich zu greifen. Unterstellt wird: Du gehörst dem Staat.
In meinen Augen eine besorgniserregende Entwicklung.


Sehe ich genauso. In eine solche Entscheidung sollte jeder Mensch bewusst einwilligen.

Ein Kompromiss wäre eine Bevorzugung von Organspendern/Blutspender im Falle einer benötigten Organspende.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Vongole » Mo 3. Sep 2018, 15:07

Pro Vorschlag Spahn, allerdings ohne seine Option der doppelten Widerspruchsregelung.
Das Argument: "Mein Körper gehört mir" zieht in meinen Augen nicht, denn es wäre ja jedem Bürger möglich, der Spende ausdrücklich zu widersprechen.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Billie Holiday » Mo 3. Sep 2018, 15:20

JJazzGold hat geschrieben:(03 Sep 2018, 14:48)

Auf alle Fälle pro Spahn, das hätte den Vorteil, dass sich die Bequemen mit besserem Gewissen weiterhin bequemen können und Diejenigen, die auf gar keinen Fall ihre Organe spenden wollen, dies rechtzeitig bekannt geben können und nicht nachträglich auf die Entscheidung ihrer Angehörigen angewiesen sind und zehntausend (?) Wartende bessere Aussichten auf ein verlängertes Leben haben.
Strafe für Verweigerung finde ich unangemessen.

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:thumbup:
Sehe ich ähnlich. Ich habe seit etlichen Jahren einen Spenderausweis in der Handtasche.
Zum einen habe ich miterlebt, wie ein Bekannter mit Spenderniere wieder neu aufgelebt ist und eine deutliche Verbesserung seiner Lebensqualität erlangte....und zum anderen lebe ich selbst auch sehr gern und würde mich sehr freuen, wenn ich im Notfall ein Spenderorgan bekäme.
Deshalb kann nach meinem Ableben alles rausgenommen werden, was anderen helfen könnte, ich lasse mich da nicht lumpen. Im Verbrennungsofen benötige ich keine Organe mehr, aber bestimmt jemand anderes. :cool:
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Skull » Mo 3. Sep 2018, 17:18

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Sep 2018, 14:41)

was meint das Forum?

Ich bin in jedem Fall für die französische Lösung. :)

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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Cat with a whip » Mo 3. Sep 2018, 17:18

denkmal hat geschrieben:(03 Sep 2018, 15:28)

Für mich hat die Widerspruchslösung den Geschmack der stillschweigenden Vereinnahmung der Körper der Bürger durch den Staat. Dieses scheint immer mehr um sich zu greifen. Unterstellt wird: Du gehörst dem Staat.
In meinen Augen eine besorgniserregende Entwicklung.


Unterstellt wird eher dass jeder gerne in Not ein verfügbares Spenderorgan erhalten kann. Wer das nicht will kann ja widerrufen. Ich fänds dann fair wenn diese Egoisten dann auch verbindlich auf Spenderorgane verzichteten.

Bestimmt denken sie anders wenn sie in Not sind und kein Spenderorgan da ist das ihnen das Leiden veringert.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Wähler » Mo 3. Sep 2018, 17:23

Bei den derzeitigen Organspende-Ausweisen der Techniker-Krankenkasse kann man übrigens jetzt schon widersprechen. Mit der neuen gesetzlichen Lösung müsste sich jeder mit dem Thema beschäftigen und für sich persönlich eine Entscheidung treffen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon jack000 » Mo 3. Sep 2018, 17:36

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Sep 2018, 14:41)

Angesichts des Spenderorgan-Mangels hat sich die Widerspruchslösung als die belegbar bessere Strategie erwiesen um die Versorgung zu verbessern.

Für jeden Bürger mit einer abweichenden Meinung besteht grundsätzlich die Möglichkeit sich ausdrücklich dagegen auszusprechen, dass nach seinem Tod dessen Körperteile kranken Mitbürgern ein besseres Leben ermöglichen. Ich würde dann auch vorschlagen dass jeder der seinen Widerspruch einlegt und sich gegen gegen diese Solidarität entscheidet auch umgekehrt sein Recht als Empfänger von Spenderorganen verwirkt.

Wäre eine nicht eine ehrliche Sache, was meint das Forum?

Bin ich 100% dafür! Es ist mir ein Rätsel was ich als Toter noch mit funktionierenden Organen sollte die jemand anderes das Leben retten können noch anfangen sollte, ... würde aber auch niemanden pauschal verurteilen der das ablehnt (Das muss ein jeder mit seinem Gewissen entscheiden).
=> Das Ganze abrunden tut die hier bereits genannte Idee, das diejenigen die noch keine Ablehnung durchgeführt haben bei eigenem Bedarf bevorzugt werden!

Ein Thema für eine Ablehnung könnte allerdings sein, das die Gefahr besteht schneller als tot erklärt wird als wie das wirklich der Fall ist.

PS: Es hätte durchaus einen Sinn gemacht zu dem Thema eine Umfrage zu machen.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon imp » Mo 3. Sep 2018, 17:55

Spahn tut der Organmafia einen Gefallen und liefert Kliniken betriebswirtschaftlich gute Gründe, aus einer Notfall-OP mit ungewissem Ausgang im Zweifel eine gute Verwertungskette zu bauen. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Liberty » Mo 3. Sep 2018, 18:06

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2018, 16:07)
Das Argument: "Mein Körper gehört mir" zieht in meinen Augen nicht, denn es wäre ja jedem Bürger möglich, der Spende ausdrücklich zu widersprechen.


Es ist ein grosser Unterschied, ob sich ein Mensch sich selbst aktiv zum Spender erklärt oder ob der Staat alle Menschen zwangsweise zu Spendern erklärt und der einzelne Mensch sich dagegen dann wehren muss.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Sep 2018, 18:30

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Sep 2018, 15:07)

Von Strafe würde ich da nicht reden, eher von freiwilligen Verzicht auf die Solidargemeinschft. Das ist ziemlich fair.


Nein, damit bin ich nicht einverstanden. Menschen haben ihre Gründe, von religiös bis psychisch bedingt, weshalb sie ihre Organe nicht spenden wollen und diese Freiheit muss ihnen unter allen Umständen gewährt bleiben, ohne sie deshalb zu benachteiligen.

Selbst die Girlies und Boys, die es vorziehen die Zeit, die es kostet, den von den Krankenkassen in regelmäßigen Abständen zugeschickten Ausweis, auszufüllen lieber in den Kauf eines Coffee to go oder die Weiterleitung eines Smartphonebildchens zu investieren müssen diese Freiheit haben, ohne spätere drastische Folgen befürchten zu müssen. Denn das wäre Erpressung.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon imp » Mo 3. Sep 2018, 18:31

Liberty hat geschrieben:(03 Sep 2018, 19:06)

Es ist ein grosser Unterschied, ob sich ein Mensch sich selbst aktiv zum Spender erklärt oder ob der Staat alle Menschen zwangsweise zu Spendern erklärt und der einzelne Mensch sich dagegen dann wehren muss.

Zumal man nichts tun kann, wenn sie den Widerspruch "leider zu spät" gesehen haben.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Sep 2018, 18:35

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 Sep 2018, 18:55)

Spahn tut der Organmafia einen Gefallen und liefert Kliniken betriebswirtschaftlich gute Gründe, aus einer Notfall-OP mit ungewissem Ausgang im Zweifel eine gute Verwertungskette zu bauen. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.


Was, glaubst du, interessiert mich das, wenn ich tot bin? Würde ich dann wütend die Harfe von der Wolke schmeißen, trifft sie mit Sicherheit den Falschen und Derjenige ist froh, ein Spenderorgan zu bekommen.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Sep 2018, 18:39

Billie Holiday hat geschrieben:(03 Sep 2018, 16:20)

:thumbup:
Sehe ich ähnlich. Ich habe seit etlichen Jahren einen Spenderausweis in der Handtasche.
Zum einen habe ich miterlebt, wie ein Bekannter mit Spenderniere wieder neu aufgelebt ist und eine deutliche Verbesserung seiner Lebensqualität erlangte....und zum anderen lebe ich selbst auch sehr gern und würde mich sehr freuen, wenn ich im Notfall ein Spenderorgan bekäme.
Deshalb kann nach meinem Ableben alles rausgenommen werden, was anderen helfen könnte, ich lasse mich da nicht lumpen. Im Verbrennungsofen benötige ich keine Organe mehr, aber bestimmt jemand anderes. :cool:



Bei mir gehen die Reste auch durchs Feuer und dann an die Baumwurzel. Dem Baum ist es egal, ob in der Asche auch Organe enthalten sind und mir zu diesem Zeitpunkt auch.
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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Skull » Mo 3. Sep 2018, 18:46

jack000 hat geschrieben:(03 Sep 2018, 18:36)

Ein Thema für eine Ablehnung könnte allerdings sein,
das die Gefahr besteht schneller als tot erklärt wird als wie das wirklich der Fall ist.

Aufklärung tut Not. Vorurteile sind dagegen nicht auszurotten.

Stirbt jemand, erklärt "irgendEINER" ihn für tot.
Stirbt jemand, der Organe spenden würde/wollte/könnte müssen ihn ZWEI "unabhängig" voneinander für tot erklären.
Was mag da wohl "sicherer" sein ?

Das irgendjemand oder irgendwelche "zwei" jemanden vorschnell für tot erklärt,
ist genauso wahrscheinlich wie heute. Ärzte vor Ort beim "Betroffenen" habe ja nichts
mit der Organspende"kette , sowie den nachlaufenden Prozessen zu tun.

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Re: Spenderorgan-Mangel: Vorstoss Widerspruchslösung

Beitragvon Skull » Mo 3. Sep 2018, 18:49

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(03 Sep 2018, 18:55)

Spahn tut der Organmafia einen Gefallen und liefert Kliniken betriebswirtschaftlich gute Gründe, aus einer Notfall-OP mit ungewissem Ausgang im Zweifel eine gute Verwertungskette zu bauen. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

Ich finde es bedauerlich, hinter jede Ecke ... irgendeinen Hintergedanken zu vermuten.

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