Links-Deutsch. Ein Leitfaden für Sascha Lobo.

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Zunder
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Re: Links-Deutsch. Ein Leitfaden für Sascha Lobo.

Beitragvon Zunder » Do 9. Aug 2018, 00:53

Weltregierung hat geschrieben:(07 Aug 2018, 18:45)

Dafür, dass Volksentscheide "der Albtraum des Linken schlechthin" sind, initiert er aber ziemlich häufig welche:

https://de.wikipedia.org/wiki/Volksents ... rbetrieben
https://de.wikipedia.org/wiki/Volksents ... versorgung
https://de.wikipedia.org/wiki/Volksents ... _in_Berlin
https://de.wikipedia.org/wiki/Mietenvol ... eid_Berlin

Kam alles aus der linken Ecke. Ich muss sagen, dass ich selbst bei Achgut selten einen solchen Schwachsinn gelesen habe, wie dieses niveaulose Rumgehate.

Sascha Lobo:

"Volk
Volk sind für Rechte nur sie selbst. Plus diejenigen, die so denken wie sie, sich aber trotz ihrer grandiosen Deutschheit nicht trauen, das offen zu sagen (zum Beispiel wegen "Political Correctness"). Volk wird bei Rechten passenderweise völkisch-rassistisch definiert - schwarze, jüdische oder muslimische Menschen gehören natürlich nicht dazu, völlig unabhängig vom Pass. Sich selbst mit dem Volk gleichzusetzen, ist Anzeichen eines kollektiven Narzissmus. All das ist der Grund dafür, dass sie mehr Volksentscheide fordern - denn nur sie wollen entscheiden, und zwar über alles, über alles in der Welt."

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/rech ... 21185.html

Claudio Casula:
"Volk
Unberechenbare Masse, die es unbedingt auf Linie zu bringen gilt. Anders als im sozialistischen Arbeiter- und Mauernstaat, wo es Volkspolizisten, eine Nationale Volksarmee, Volkseigene Betriebe etc. gab, ist schon das Wort dem Linken ein Greuel, jedenfalls wenn das Volk deutsch oder zumindest hauptsächlich weiß und westlich geprägt ist. Da der Linke das Volk im Grunde seines Herzens verachtet, ist ein Volksentscheid sein Albtraum schlechthin. So oder so muss das Volk abgeschafft werden, indem es „bunt“ gemacht wird, ob es will oder nicht."

https://www.achgut.com/artikel/links_de ... sacha_lobo

Ich würde jedenfalls nicht behaupten wollen, daß einer der beiden Ergüsse besonders sinnvoll ist.

Der Neu-Rechte Klaus Kunze:
"Gewöhnlich wird jeder Gedanke an plebiszitäre Mitwirkungsrechte des Volkes umso entschiedener verworfen, je weiter jemand "rechts" steht und der Weisheit derjenigen wenig zutraut, die zufällig die meisten sind. Umgekehrt erhofft man sich vom Plebiszit als Mittel der "Basisdemokratie" geradezu den allumfassenden Schlüssel für die Hauptprobleme unserer Zeit, wenn nicht die Aufhebung der Herrschaft des Menschen über den Menschen, je weiter man "links" steht und dem Idealbild des von Natur aus vernünftigen, autonom entscheidenden Individuums anhängt."
http://klauskunze.com/heikun/par/Der%20 ... nstaat.pdf

Sascha Lobo und Claudio Causa halten Volksentscheide für eine Herzensangelegenheit der Rechten, Klaus Kunze für eine der linken Basics.

Ein Volksentscheid kann halt beides sein
- zum einen die plebiszitäre Jubelarie eines propagandistisch manipulierten Untertanenvolkes
- zum anderen die Mehrheitsentscheidung aufgeklärter Bürger.

Was davon zutrifft, läßt sich allerdings nur im jeweiligen Kontext feststellen. Pauschale Zuschreibungen sind jedenfalls wenig hilfreich.

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