#MeTwo - Die Banalität des Rassismus

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Dieter Winter
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Jul 2018, 21:49

Milady de Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 21:41)

Na ja, das hat schon eher was von Satire... :D

Apropos: Du könntest mal Input im FCN Strang geben, bitte!


Naja, ich bin halt eher ein Anhänger der Spielvereinigung. ;)
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Milady de Winter
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Milady de Winter » Fr 27. Jul 2018, 21:52

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:49)

Naja, ich bin halt eher ein Anhänger der Spielvereinigung. ;)

Ich meinte wegen der Sprache. Bist Du nicht Oberfranke, oder täusche ich mich da?

viewtopic.php?f=18&t=26118&start=740#p4260150
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 27. Jul 2018, 21:55

apartofme hat geschrieben:(27 Jul 2018, 21:59)

Der kulturinteressierte Zuhörer möge vielleicht mal in eine Gegend reisen, in der eine der ersten Fragen die nach seiner Religion ist.

Ich war schon in einigen Staaten dieser Welt, auch schon für länger als die gewöhnliche Urlaubszeit, aber ich wurde noch nie nach meiner Religion befragt. Wo wäre das der Fall?
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Dieter Winter
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Jul 2018, 21:58

Milady de Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:52)

Ich meinte wegen der Sprache. Bist Du nicht Oberfranke, oder täusche ich mich da?

viewtopic.php?f=18&t=26118&start=740#p4260150


Naa, iich binn a Middlfrangg. Allerdings midd Owerbfälzer schbroochkenndnissn, waal aafgwachsn binni die erschdn Joar in der Herschbrugger Schweiz.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Milady de Winter » Fr 27. Jul 2018, 21:59

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:58)

Naa, iich binn a Middlfrangg. Allerdings midd Owerbfälzer schbroochkenndnissn, waal aafgwachsn binni die erschdn Joar in der Herschbrugger Schweiz.

Ah, dann nix für ungut! :D
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Jul 2018, 22:03

Milady de Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:59)

Ah, dann nix für ungut! :D


Alles gut. Oberfranke ist ja keine Beleidigung, so wie das bei Oberbayer der Fall wäre. :D
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Dieter Winter » Fr 27. Jul 2018, 22:07

Milady de Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 21:41)

Na ja, das hat schon eher was von Satire... :D



Entspricht aber den Tatsachen. :) Vielleicht jetzt nicht exakt im Wortlaut, aber ziemlich nah dran, glaube ich, Ist schon so an die 40 Jahre her, seitdem verkneife ich mir solche Fragen einfach. Letztlich ist's mir auch wurscht. Ist der Typ in Ordnung, spielt es keine Rolle wo er seine Wurzeln hat, ist er ein Arschloch, dann schon zweimal nicht.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Milady de Winter » Fr 27. Jul 2018, 22:10

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 23:07)

Entspricht aber den Tatsachen. :) Vielleicht jetzt nicht exakt im Wortlaut, aber ziemlich nah dran, glaube ich, Ist schon so an die 40 Jahre her, seitdem verkneife ich mir solche Fragen einfach. Letztlich ist's mir auch wurscht. Ist der Typ in Ordnung, spielt es keine Rolle wo er seine Wurzeln hat, ist er ein Arschloch, dann schon zweimal nicht.

Wenn einer nicht über seine Herkunft sprechen möchte, hab ich damit kein Problem. Ich bin oft geschäftlich im Ausland und werde sehr häufig gefragt, woher ich komme. Ich lebe dort nicht, klar - aber letztendlich ist es egal, geht um die Herkunft, für die man sich interessiert. Ich spreche da gerne drüber, aber wer nicht will, muss nicht.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon JJazzGold » Fr 27. Jul 2018, 22:51

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 23:03)

Alles gut. Oberfranke ist ja keine Beleidigung, so wie das bei Oberbayer der Fall wäre. :D


Gaaanz vorsichtig jetzt.

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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 27. Jul 2018, 23:01

Dieter Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 21:26)

Aber doch vor ca. 40.000 Jahren.


Im Ernst?
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 27. Jul 2018, 23:01

JJazzGold hat geschrieben:(27 Jul 2018, 21:34)

Sag einfach Pangaea und sieh zu, wie die Fragenden ins Grübeln kommen. :D


fies ... :cool:
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon JJazzGold » Fr 27. Jul 2018, 23:05

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Jul 2018, 00:01)

fies ... :cool:


Find ich klasse, wenn das jemand versucht zu verorten. ;)
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 27. Jul 2018, 23:15

JJazzGold hat geschrieben:(28 Jul 2018, 00:05)


Find ich klasse, wenn das jemand versucht zu verorten. ;)


na ja, vielleicht hat ja noch jemand 'n ganz alten Globus .... :)
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon JFK » Sa 28. Jul 2018, 00:03

Quatschki hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:32)

Also wenn du als Sachse in Wuppertal lebst und dann in Düsseldorf gefragt wirst, woher du kommst und antwortest: "Aus Wuppertal", Nein, woher kommst Du wirklich? Aus Elberfeld!
Und wenn der sich dann von der Antwort vergackeiert fühlt und dies zu erkennen gibt - Ist das dann Alltagsrassismus?


Ossis sollten grundsätzlich irgendwas tragen das sie zu erkennen gibt, hauptsächlich für Linksgrüne Wessis, aber auch damit Türken und Araber aufpassen können, ich hab nämlich gehört, von denen geht eine "erhöhte" gefahr für diese Gruppe aus.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon MoOderSo » Sa 28. Jul 2018, 01:53

JFK hat geschrieben:(28 Jul 2018, 01:03)

Ossis sollten grundsätzlich irgendwas tragen das sie zu erkennen gibt, hauptsächlich für Linksgrüne Wessis, aber auch damit Türken und Araber aufpassen können, ich hab nämlich gehört, von denen geht eine "erhöhte" gefahr für diese Gruppe aus.

Zumindest überfährt der Ossi keine Flüchtlingskinder wie der bekiffte linksgrüne Wessi.
https://www.mopo.de/hamburg/polizei/zwe ... t-31020892
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon apartofme » Sa 28. Jul 2018, 02:09

Milady de Winter hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:11)

Ah. Was bedeutet die Frage genau?

Beiden Fragen ist gemeinsam, dass sie einen Doppelcharakter haben. Erstens zeigt man Interesse an der anderen Person und zweitens erkundigt man sich gleichzeitig nach dem sozialen Status der anderen Person, ggf. um den eigenen sozialen Status mit ihr in ein Verhältnis zu setzen.

Die Frage, ob die Frage in der Lage ist, Diskriminierung zu reproduzieren, hängt also von genau diesem Verhältnis ab. Das leuchtet freilich nicht intuitiv ein, weil man nach 'gesundem Menschenverstand' normalerweise davon ausgeht, dass eine Handlung überhaupt nur dann rassistisch sein könnte, wenn ihr auch eine rassistische Intention zu Grunde liegt, was allerdings falsch ist.

Der besonders problematische Part dabei, der hier noch gar nicht angesprochen wurde, ist der Umstand, dass die Frage sogar dann Rassismus reproduzieren kann, wenn dir (als weißer Person) jemand in Afrika die Frage stellt, insofern nämlich diese Frage in der Lage ist, ein - mitunter übrigens selbst demütig vom Fragestellenden gewünschtes Herrschaftsverhältnis - zu begründen. Man wird nun mal in Afrika als weißer Mensch, und um so mehr noch als Deutscher, anders behandelt und mit anderen, oft positiven, Stereotypen versehen.

Nun mag man sich freilich fragen, was man denn als natürlicherweise neugierige Person überhaupt mit diesen bestehenden rassistischen Denkmustern und den dahinterliegenden tatsächlichen oder eben nur geglaubten Herrschaftsverhältnissen zu tun hat, bzw. inwiefern sie in der Frage selbst begründet liegen, anstatt vollkommen unabhängig von ihr vorhanden zu sein. Man kann ja nun schlecht etwas dafür, nun mal als weißer Mann geboren zu sein. An dieser Stelle ist dann eben auch eine erhöhte Begabung für Selbstreflexion vonnöten, denn nicht jeder realisiert, wie er sich im Laufe der Jahre darauf konditioniert, Konversationen so anzufangen, dass sie für ihn selbst besonders angenehm sind - und dass genau dies der Punkt ist, an dem man aus dem bestehenden Herrschaftsverhältnis und dessen aktiver Reproduktion Vorteile zieht.

Trägst Du ab und an Farbbeutel bei Dir?

Nein. Über das Thema wurden aber schon mehr als eine Handvoll Bücher und Artikel geschrieben.

Im Gegensatz zu anderen mache ich aber auch kein Drama drum. Leider ist es so, dass - und das sieht man hier ja auch an den heftigen Gegenreaktionen auf den Artikel - viele Menschen davon ausgehen, dass die Reflexion rassistischer und diskriminatorischer Tendenzen in unserer Gesellschaft gleichbedeutend mit dem daherspinnen von Weltuntergangsszenarien ist. Das ist freilich Unsinn, was aber nicht bedeutet, dass es sich nicht lohnt, über diese Tendenzen nachzudenken.

Siehe z.B.
https://www.su.edu/education-abroad/201 ... ou-do.html
https://books.google.de/books?id=d_oOCg ... &q&f=false
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon apartofme » Sa 28. Jul 2018, 02:34

Tom Bombadil hat geschrieben:(27 Jul 2018, 22:55)

Ich war schon in einigen Staaten dieser Welt, auch schon für länger als die gewöhnliche Urlaubszeit, aber ich wurde noch nie nach meiner Religion befragt. Wo wäre das der Fall?

Viele arabische Staaten, streng religiöse Teile Südamerikas, Bible Belt*.

Gläubige Muslime in arabischen Staaten aber (neuerdings) auch in Indonesien** fragen Europäer relativ oft nach deren Religion. Wenn man sie fragt, warum, geben die Menschen oft recht glaubhaft zu erkennen, dass sie lediglich etwas suchen würden, worüber man sich gut unterhalten kann. Das kann für diese Menschen auch subjektiv 'wahr' sein, aber wer die gesellschaftlichen und kulturellen Umstände etwas kennt, kann schnell erkennen, dass die Gründe komplexer sind.

*In den USA ist es oftmals eher die Denomination, die nachgefragt wird

**Indonesien erlebt bekanntlich ein Revival des religiösen Herrschaftsanspruchs. Dieser Umstand geht auch nicht an den 'einfachen religiösen Leuten' vorbei, die mit diesen intoleranten Bewegungen nichts zu tun haben möchten. Das ist genau das Interessante: dass man sich den Herrschaftsmechanismen gar nicht entziehen kann, sondern sie direkt in die Intuition übergehen.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Mahmoud » Sa 28. Jul 2018, 09:43

apartofme hat geschrieben:
Nun mag man sich freilich fragen, was man denn als natürlicherweise neugierige Person überhaupt mit diesen bestehenden rassistischen Denkmustern und den dahinterliegenden tatsächlichen oder eben nur geglaubten Herrschaftsverhältnissen zu tun hat, ...........

An dieser Stelle ist dann eben auch eine erhöhte Begabung für Selbstreflexion vonnöten,


Ich halte diese Argumentation für falsch!

Wenn ich irgendjemandem eine Frage stelle oder mit Irgendjemandem spreche, dann muss ich mir keinen Rassismus vorwerfen lassen, bloß weil man irgendein Wort oder irgendeine Redewendung mit viel schlechtem Willen auch falsch verstehen könnte. Wichtig und maßgeblich ist nur, was ich damit bezwecken
möchte.
Man könnte auch argumentieren: Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage; nicht für das, was Du verstehst.

Wenn ich jedes Wort auf die Goldwaage legen würde und es besser nicht sage, bloß weil man es auch falsch verstehen könnte, dann kommt am Ende nur noch nictssagende, seichte und unverfängliche Unterhaltung bei raus, ein "Merkelsches" Geschwurbel, wo man sich am Ende fragt: Was hat er/sie jetzt eigentlich gemeint?

Es wäre eine Mischung aus Lebensferne und Feigheit.
Political correctness: Nein, Danke. Ich bevorzuge die Wahrheit!
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 28. Jul 2018, 10:48

apartofme hat geschrieben:(28 Jul 2018, 03:34)

Viele arabische Staaten, streng religiöse Teile Südamerikas, Bible Belt*.

Okay. Für den Bible Belt kann ich das aber für "meinen" Teil (Virginia, Texas, Florida) ausschließen.
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Re: #MeTwo - Die Banalität des Rassismus

Beitragvon ThorsHamar » Sa 28. Jul 2018, 10:54

Mahmoud hat geschrieben:(28 Jul 2018, 10:43)

Ich halte diese Argumentation für falsch!

Wenn ich irgendjemandem eine Frage stelle oder mit Irgendjemandem spreche, dann muss ich mir keinen Rassismus vorwerfen lassen, bloß weil man irgendein Wort oder irgendeine Redewendung mit viel schlechtem Willen auch falsch verstehen könnte. Wichtig und maßgeblich ist nur, was ich damit bezwecken
möchte.
Man könnte auch argumentieren: Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage; nicht für das, was Du verstehst.

Wenn ich jedes Wort auf die Goldwaage legen würde und es besser nicht sage, bloß weil man es auch falsch verstehen könnte, dann kommt am Ende nur noch nictssagende, seichte und unverfängliche Unterhaltung bei raus, ein "Merkelsches" Geschwurbel, wo man sich am Ende fragt: Was hat er/sie jetzt eigentlich gemeint?

Es wäre eine Mischung aus Lebensferne und Feigheit.


Einen ähnlichen Einwand wollte ich gerade formulieren.
Ich finde, die "Banalität von Rassismus" liegt in der stets möglichen Beliebigkeit der Bewertung durch Andere!!!
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