Kampfhunde

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NMA
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Re: Kampfhunde

Beitragvon NMA » Do 12. Apr 2018, 10:55



"Aber: Beißattacken hätten ihre Ursache "am anderen Ende der Leine". Also nicht beim Hund."

Was ändert es denn jetzt noch an der Gefährlichkeit dieses Tieres und der Sinnlosigkeit, zu finanzieren, dass in seinem Zwinger kein Platz ist für einen normalen Hund? Wer hat denn nun was davon, wenn dieses Tier am leben gelassen wird?
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NMA
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Re: Kampfhunde

Beitragvon NMA » Do 12. Apr 2018, 11:29

Innerhalb kürzester Zeit schmetterten mehr als 250.000 Menschen ihr J’accuse unter eine Petition, die fordert: "Bitte lasst Chico leben! Gebt ihm eine Chance!"

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 02395.html

Eine Chance worauf? Auf das nächste Opfer?
Wahnsinn! Das ist doch total krank! Wie viele von diesen 250.000 Menschen wären bereit, diesen Hund aufzunehmen? Ich hoffe, Jugendamt und Veterinäramt würden es unterbinden, wenn es sich um eine Familie handelt.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Polibu » Do 12. Apr 2018, 11:34

Die Deutschen und ihre Köter. Das Mistvieh hätte schon längst eingeschläfert sein müssen.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 12. Apr 2018, 11:46

Polibu hat geschrieben:(12 Apr 2018, 12:34)

Die Deutschen und ihre Köter. Das Mistvieh hätte schon längst eingeschläfert sein müssen.


Drastisch ausgedrueckt aber ich stimme zu
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Polibu » Do 12. Apr 2018, 11:57

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(12 Apr 2018, 12:46)

Drastisch ausgedrueckt aber ich stimme zu


Ich bin als Kind mit Hunden aufgewachsen. Schäferhunde. Wenn die jemanden auch nur angeknurrt haben, dann gab es ein paar auf die Schnauze. Nichtsdestotrotz mochten wir unsere Hunde. Aber Menschen waren immer wichtiger. Das ist schon 30 Jahre her. Heutzutage wird man wegen so etwas angezeigt. Deshalb würde ich mir auch nie einen Hund zulegen. Ein Hund hätte nach meiner Pfeife zu tanzen. Ein Hund muss wissen wer der das Sagen hat. Sonst respektiert er dich nicht.

Ich rede von Hunden, die noch weitesgehend ihre Instinkte besitzen. Heruntergezüchtete kleine Ratten meine ich nicht.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Misterfritz » Do 12. Apr 2018, 12:18

Polibu hat geschrieben:(12 Apr 2018, 12:57)

Ich bin als Kind mit Hunden aufgewachsen. Schäferhunde. Wenn die jemanden auch nur angeknurrt haben, dann gab es ein paar auf die Schnauze. Nichtsdestotrotz mochten wir unsere Hunde. Aber Menschen waren immer wichtiger. Das ist schon 30 Jahre her. Heutzutage wird man wegen so etwas angezeigt. Deshalb würde ich mir auch nie einen Hund zulegen. Ein Hund hätte nach meiner Pfeife zu tanzen. Ein Hund muss wissen wer der das Sagen hat. Sonst respektiert er dich nicht.
Ein Hund weiss auch, wer das Sagen hat, wenn er nicht geschlagen wird. So, wie Du das schilderst (hattest Du ja schon mal woanders erwähnt), haben die Hunde eher Angst - eine wunderbare Voraussetzung dafüt, dass sie irgendwann mal ausprobieren, wofür ihr Gebiss nützlich ist.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Polibu » Do 12. Apr 2018, 12:21

Misterfritz hat geschrieben:(12 Apr 2018, 13:18)

Ein Hund weiss auch, wer das Sagen hat, wenn er nicht geschlagen wird. So, wie Du das schilderst (hattest Du ja schon mal woanders erwähnt), haben die Hunde eher Angst - eine wunderbare Voraussetzung dafüt, dass sie irgendwann mal ausprobieren, wofür ihr Gebiss nützlich ist.


Der Hundepsychiater. :D

Unsere Hunde haben nie jemanden angefallen.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Billie Holiday » Do 12. Apr 2018, 12:24

NMA hat geschrieben:(12 Apr 2018, 12:29)

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 02395.html

Eine Chance worauf? Auf das nächste Opfer?
Wahnsinn! Das ist doch total krank! Wie viele von diesen 250.000 Menschen wären bereit, diesen Hund aufzunehmen? Ich hoffe, Jugendamt und Veterinäramt würden es unterbinden, wenn es sich um eine Familie handelt.


Diese Naivität ist gemeingefährlich.
Solche Leute haben zuviele Filme mit gaaaanz süßen Hunden geguckt.

Ich frag mich, wie diese Naivlinge sich die Zukunft von Chico vorstellen. In einem sicheren Zwinger ja wohl nicht.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon NMA » Do 12. Apr 2018, 15:10

Eine Hundeexpertin:
https://www.welt.de/vermischtes/article ... bsurd.html


Für die Hundetrainerin Sabine Busch aus dem hessischen Biedenkopf steht hinter Vorstellungen wie diesen eine große Naivität. „Der Hype von Tierschützern, die Chico unbedingt das Leben retten wollen, ist absurd“, sagt die 53-jährige Betreiberin der Mobilen Hundeschule Hinterland. „Jeder, der Ahnung von solchen Hunden hat, würde von diesem Vorhaben abraten.“

Sabine Busch ist Expertin für auffällige Hunde. Sie bereitet regelmäßig als aggressiv eingestufte Tiere auf die von den Behörden angeordneten Wesensprüfungen vor. Sie weiß, wie unberechenbar und gefährlich Hunde sein können. Die Vorstellung, dass ein Hund wie Chico lediglich eine liebevolle Umgebung brauche und sich zu einem friedlichen Tier entwickele, hält sie für fahrlässig.

„Es ist nicht bekannt, warum Chico zwei Menschen getötet hat“, sagt sie. „Das wird man auch nicht herausfinden. Aber niemand kann ausschließen, dass er es wieder tut, wenn er wieder mit dem auslösenden Reiz, den wir nicht kennen, konfrontiert wird.“
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Re: Kampfhunde

Beitragvon unity in diversity » Fr 13. Apr 2018, 19:16

NMA hat geschrieben:(12 Apr 2018, 12:29)

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 02395.html

Eine Chance worauf? Auf das nächste Opfer?
Wahnsinn! Das ist doch total krank! Wie viele von diesen 250.000 Menschen wären bereit, diesen Hund aufzunehmen? Ich hoffe, Jugendamt und Veterinäramt würden es unterbinden, wenn es sich um eine Familie handelt.

Oder man läßt zu, daß die lautesten Schreihälse Chico aufnehmen müssen.
Das RTL-Dschungelcamp-Team braucht eine neue Reality-TV-Serie.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon NMA » Mo 16. Apr 2018, 19:43

Gottseidank hat sich die Vernunft durchgesetzt:
https://www.focus.de/wissen/natur/hunde ... 72338.html

Hoffentlich folgt der andere auch bald!
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Kael » Mo 16. Apr 2018, 20:28

Hundeführerschein durch private Firmen sind teilweise vollkommenr Humbug.
Es kommt bei all den Hundeschulen nicht selten vor das die Hunde dort verzogen werden.

Ein familiär-strenger Umgang mit einem Hund ist meistens ausreichend.
Das was man als Mensch lernen muss ist 'Zeichen der Tiere deuten' - Wenn man das vergisst, den Respekt gegenüber dem Tier fallen lässt oder z.B, gerade in jungen Jahren, dem Tier zeigt das es auf sich allein gestellt ist - weil man es z.B. selbst nicht in Schutz nimmt, leidet das Loyalitätsverhältnis des Tieres einem gegenüber.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Apr 2018, 21:11

Der Punkt für mich ist, dass Hunde auch ohne irgendwelche Bissigkeit oder Aggressivität - ohne Selbstverschuldung natürlich . Teil eines (bewusst oder unbewusst) gewählten Sozialverhaltens von Menschen sind. Man entscheidet sich dafür, dass Mitmenschen angesprungen, angejappst, angebellt werden, ohne dazu befragt worden zu sein, Die Antwort kann aus meiner Sicht nur heißen, diese Zeitgenossen sozial zu meiden und auszugrenzen. Man muss das nicht mitmachen und klaglos ertragen.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Senexx » Mo 16. Apr 2018, 21:16

Ein Killerhund weniger.

Aber es laufen noch genug davon herum.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
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Re: Kampfhunde

Beitragvon Welfenprinz » Di 17. Apr 2018, 19:02

Misterfritz hat geschrieben:(12 Apr 2018, 13:18)

Ein Hund weiss auch, wer das Sagen hat, wenn er nicht geschlagen wird. .


“artgerecht“ ;)
Wie erziehen Papa und Mama Hund ihre Welpen?
Nein,das ist kein Freibrief fürs schlagen.(eher im Nacken packen und schütteln :D ).

Dem Menschen mangelt es,das ist nicht als Vorwurf gemeint, an Wissen über die Kommunikation von Hunden.
Damit verdienen Martin Rütter und Co ganz gutes Geld. :p
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.

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