Beeinflussung der Meinungsbildung?

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Deine Antworten auf den User sprechen da eine andere Sprache.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 10:23)

Deine Antworten auf den User sprechen da eine andere Sprache.
Deine Interpretation meiner Aussagen spricht hier...auch eine "Sprache". :D

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Tom Bombadil
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Jaja, schon in deinem zweiten posting kamst du mit den "sehr rechten Positionen" an, die gegen das GG verstoßen würden :D
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 10:36)

Jaja, schon in deinem zweiten posting kamst du mit den "sehr rechten Positionen" an,
die gegen das GG verstoßen würden :D
Und was ist DARAN (meiner Betrachtung) nun falsch ?

DAS ist doch SO.

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Der Neandertaler
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der Neandertaler »

Hallo Tannhäuser.
Tannhäuser hat geschrieben: Eine Sache kann ich aber immer noch nicht ganz nachvollziehen: Durch Überinterpretation kann man einiges in dem Modell sehen, aber ist es wirklich angemessen, hier zu sagen, es sei rassistisch?
Du hast es erkannt:
  • "Durch Überinterpretation ..."!
Wenn ich neutral und unideologisch an die Sache herangehen - mir also das Modell als Spiegelbild betrachte ... als Abbild, ... es also lediglich als Aussage zum Ist-Zustand wahrnehme - "dass dieses Modell nicht wertet, sondern einfach nur Unterschiede (welche ja auch bestehen) darstellt", kann ich schwerlich darin Rassismus entdecken. Eine Interpretation ... folglich auch ein Überinterpretation findet lediglich im Kontext unserer Gedanken statt.

Wie gesagt:
  • Ich kann aus einer Studie alles oder nichts herauslesen ... wie es mir gerade in den Kram paßt.
    • ... und mit dieser alles und nichts begründen.
Noch ein Gedanke zu Deinem "links-rechts"-Schema:
  • Aufgrund und im Angesichts unserer Geschichte wollte man eine einheitliche, bzw. von oben verordnete Lehre verzichten.
    • ... ja, sie sogar vehindern.
    Vorgegeben ist vielleicht lediglich, daß dieses oder jenes Thema behandelt werden soll, wie? ... das bleibt jeder Schule ... dem Lehrpersonal nunmal selber überlassen. Betrachtest Du dies nun von diesem Standpunkt aus und bedenkst zudem noch, daß es auch unter Lehrern nunmal Menschen mit eigener Meinung gibt, ...
    Eine Diskussion entsteht besser ... und verläuft interessanter, wenn zumindest der Diskussionseröffner eine gegenteilige ... wenn nicht provokante(re) Meinung vertritt. Von daher kann man nie sicher sein - besonders bei Leuten die ihr Handwerk verstehen, ob die geäußerte Meinung auch in Wahrheit deren eigene Meinung ist.
    Konkret gesagt:
    • wenn die Mehrheitsmeinung in der Klasse eher "rechts" anzusiedeln ist, wäre es nicht dumm - um eine lebhafte Diskussion anzuschieben, wenn ich (zumindest anfangs) mit meiner (Lehrer-) Meinug eine eher "linke" Position vertrete. Alles nur im Sinne von einer lebhaften Diskussion und "um Jugendlichen eine neutrale Meinungsbildung zu gewährleisten".
Zuletzt geändert von Der Neandertaler am Do 1. Mär 2018, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Wo war denn die Rede davon, dass das falsch sei?
Es geht um den Gesprächsverlauf:
Tannhäuser hat geschrieben:(28 Feb 2018, 15:42)Damit hast du Recht, auch wenn politisch rechts nicht gleich "gegen das GG und die Werte" verstößt.
Skull hat geschrieben:(28 Feb 2018, 15:45)Und natürlich verstossen... sehr rechte ... Positionen, Gedanken und Meinungen gegen die Werte des GG.
So wird aus "politisch rechts" "sehr rechte Positionen".

Dazu gibt es ein schönes Zitat aus der FAZ:
Denn Rechts heißt das Zauber-, Schmäh- und Schlusswort schlechthin. Mehr muss man gar nicht sagen und auch nicht wissen. Rechts? Alles klar. Sattelt die Pferde!
Quelle: Kampf gegen Rechts: Ein Volk von Antifaschisten
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der General »

Tannhäuser hat geschrieben:(28 Feb 2018, 14:44)

Zuerst einmal zu mir: Ich bin Schüler eines Gymnasiums im Westen diesen Landes und würde mich politisch eher rechts einordnen.
Gestern in der Schule während des PGW (Politik-Gesellschaft-Wirtschaft) Unterrichts haben wir uns mit dem Hausmodell der sozialen Schichtung Deutschlands (2009) von Rainer Geißler beschäftigt.*
Schon nach kurzer Zeit kam es zu dem Hauptdiskussionsthema: Eine überwältigende Mehrheit der Klasse war der Meinung, dieses Modell sei rassistisch, da die Sozialstruktur der Ausländer seperat dargestellt wurde.
Dagegen hielt ich, dass dieses Modell nicht wertet, sondern einfach nur Unterschiede (welche ja auch bestehen) darstellt.
Sofort kam zurück, dass man dies ja auch könne, jedoch die Ausländer innerhalb des Hauses hätte darstellen müssen, und nicht als Anbau, da dies ja Integration verhindere.
Diese Meinung kann ich immer noch nicht verstehen, da nunmal Unterschiede bestehen, Migration eine neue Sache ist, und deswegen auch sehr passend als Anbau dargestellt ist.
Jetzt ist meine Frage: Kann das Modell wirklich missverstanden werden? Erkenne ich das nur nicht auf Grund meiner politischen Einstellung?

Außerdem interessiert mich noch folgendes: Das generell an Schulen und Lehreinrichtungen der politische Diskurs sehr Links dominiert ist, ist wohl nicht zu bestreiten. Doch ist das noch auf einem demokratischen Maße? Sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Jugendlichen eine neutrale Meinungsbildung zu gewährleisten?

*Bild vom Hausmodell der sozialen Schichten: http://www.bpb.de/cache/images/7/198047 ... .jpg?027B6
Hallo Tannhäuser,

also ich bin Politisch eher "etwas links" einzuordnen :D und den Einwand Deiner Mitschülerinnen und Mitschüler kann ich sehr gut Nachvollziehen.

Schaut man sich das Gebilde an, steht allein unten nur DEUTSCHE - AUSLÄNDER. Die Tatsache, dass die Ausländer dann auch noch als "Anbau" dargestellt werden erfüllt allein schon rein Optisch den Verdacht einer Wertung.

Man kann nach meiner persönlichen Meinung sehr wohl dieses Gebildet missverstehen einen Rassistischen Vorsatz sehe ich aber nicht. Oftmals wird in der Heutigen Zeit viel zu oft und leichtfertig dieser Begriff verwendet. Es gibt bestimmt auch viel bessere Grafiken zum Thema als dieses "Hausgebilde". Ist es vielleicht auch möglich, dass Euer Lehrer genau so eine Diskussion anstrebte, wie ging es denn weiter und was sagte der Lehrer dazu ?

Grundsätzlich muß man sehr aufpassen, dass die Meinungen nicht beeinflusst werden. Lehrerinnen und Lehrer haben im besonderen Maß eine hohe Verantwortung diesbezüglich.

grüsse
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 12:22)

So wird aus "politisch rechts" "sehr rechte Positionen".
Du willst mich ja nicht verstehen. :D

Ich habe sehrwohl mit Absicht von ... sehr rechten...Positionen gesprochen.
Ich schrieb eben NICHT, allgemein von rechts ...genausowenig wie von rechtsextremistisch.

Positionen wie...
- Grundrechte nur für Deutsche
- Religionsfreiheit nur für "Christen"
- gewillkürte Rechtsstaatlichkeit
- differenzierte "Gleichberechtigung"
- differenzierter "Minderheitenschutz"
...
...

sind rechts...eben WEIT rechts ... und kollidieren an vielen Stellen mit dem GG.

Solche Positionen kann man sich auch gerne schönreden.

ICH mache das nicht.

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Alter Stubentiger »

Tannhäuser hat geschrieben:(28 Feb 2018, 21:45)

Ich spreche hier aber von Migration in diesem Ausmaß. Außerdem muss unterschieden werden, woher die Migration kommt. Noch nie gab es eine Einwanderung von so vielen Menschen mit so unterschiedlichen Werten/Normen nach Deutschland. Ein Russland deutscher ist deutlich ähnlicher als ein Afgahne, sei es jetzt äußerlich oder auch kulturell. Deswegen ist es in meinen Augen eben doch eine relativ neue Sache der vergangenen Jahrzehnte. Hätte ich klarer formulieren müssen.
Ne. Da täuscht deine Wahrnehmung. Seit 60 Jahre wird nach Deutschland eifrig eingewandert. Meist aus der EU und dann aus der Türkei. Am wenigsten Afghanen die du so hervorhebst. Die haben auch kaum eine Chance hier anerkannt zu werden. Außerdem wäre nett wenn du zwischen EU-Migranten und Asylbewerbern trennen könntest. Es gab schon Anfang de 90er Jahre Wellen von bis zu 400.000 Asylbewerbern jährlich was zu einer Verschärfung des Asylrechts führte. Ganz ohne AfD. Auch im Moment gibt es viele Anstrengungen die unerwünschte Zuwanderung zu blockieren. Man muß es nur wahrnehmen. Da hapert es bei vielen Rechten. Was ja auch klar ist. Die Beschwörung der "Asylantenflut" ist ja das Geschäftsmodell der Rechten. Wenn sie da nicht punkten können wo dann?

Und die Deppen von Rechts wollen auch die dringend notwendige Zuwanderung von Fachkräften stoppen. Was so ein Blödsinn bedeutet kann man gerade bei den Briten beobachten wo die dringend benötigten Ärzte und Krankenschwestern aus dem EU-Ausland so gar keine Lust mehr haben nach England zu kommen. Deshalb steht das dortige Gesundheitssystem direkt vor dem Kollaps nachdem man es schon vorher ausgehöhlt hatte. (Theresa May herself!)
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 12:49)

Du willst mich ja nicht verstehen.
Doch, ich habe dich verstanden.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der Neandertaler »

HalloTom - Skull.
  • rechts ... sehr rechts ... rechtsextrem?
Vielleicht könnte man sich darauf einigen, daß sehr oft "rechts" als Synonym für "rechtsextrem" gebraucht wird ... verkürzt gebraucht wird. Wobei teilweise der Hintergrund ... warum "rechts" oder "links"?, ... daß dieses nicht ausreichend berücksichtigt wird. Also jemandem zu unterstellen - wenn er von "rechts" redet, würde er damit sofort jedwede "rechte" Positionsäußerung als verfassungsfeindlich einstufen und ihn somit als Nazi zu diffamieren, halte ich nicht für angebracht.
  • ... es schadet einem friedlichen und fruchtbaren Diskurs.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Der General hat geschrieben:(01 Mar 2018, 12:27)

Hallo Tannhäuser,

also ich bin Politisch eher "etwas links" einzuordnen :D und den Einwand Deiner Mitschülerinnen und Mitschüler kann ich sehr gut Nachvollziehen.

Schaut man sich das Gebilde an, steht allein unten nur DEUTSCHE - AUSLÄNDER. Die Tatsache, dass die Ausländer dann auch noch als "Anbau" dargestellt werden erfüllt allein schon rein Optisch den Verdacht einer Wertung.

Man kann nach meiner persönlichen Meinung sehr wohl dieses Gebildet missverstehen einen Rassistischen Vorsatz sehe ich aber nicht. Oftmals wird in der Heutigen Zeit viel zu oft und leichtfertig dieser Begriff verwendet. Es gibt bestimmt auch viel bessere Grafiken zum Thema als dieses "Hausgebilde". Ist es vielleicht auch möglich, dass Euer Lehrer genau so eine Diskussion anstrebte, wie ging es denn weiter und was sagte der Lehrer dazu ?

Grundsätzlich muß man sehr aufpassen, dass die Meinungen nicht beeinflusst werden. Lehrerinnen und Lehrer haben im besonderen Maß eine hohe Verantwortung diesbezüglich.

grüsse
Zuerst einmal sehr interessant, auch Mal die Gegenseite zu hören. Mein Lehrer hat diese Diskussion nicht angestrebt: Sie entstand im Rahmen einer Präsentationsleitung, wo die Vortragende als Kritik an diesem Modell den Rassismus nannte. Beteiligt hat er sich nicht, worüber ich jedoch auch froh bin, da er meiner Erfahrung nach seine politische Einstellung nicht gerade verdeckt, sondern auch im Unterricht Mal gerne gegen die AfD spricht. Genau aus diesem Grund Frage ich mich eben auch, ob nicht tendenziell eine Dominanz von linker Meinungsbeeinflussung an deutschen Schulen stattfindet.
Zu deiner Kritik zum Modell: Wenn du so denkst, wertet das Modell von Grund auf schon, indem es zum Beispiel Unterschicht im Keller und Oberschicht im Dach ansiedelt. Sich daran aber zu stören, gleicht meiner Meinung nach jedoch einer kleinen Hexenjagd gegen alles auch nur potentiell Rassistische. Ich finde jedoch die Ausländer als Anbau darzustellen sehr passend: Sie sind dazugekommen und was an einem Anbau beleidigend ist, verstehe ich nicht. Man könnte es auch so deuten, dass dieser Anbau eben stabilisierend und ergänzend dient und damit Migration in dem Modell gelobt wird.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Der Neandertaler hat geschrieben:(01 Mar 2018, 12:16)

Hallo Tannhäuser.Du hast es erkannt:
  • "Durch Überinterpretation ..."!
Wenn ich neutral und unideologisch an die Sache herangehen - mir also das Modell als Spiegelbild betrachte ... als Abbild, ... es also lediglich als Aussage zum Ist-Zustand wahrnehme - "dass dieses Modell nicht wertet, sondern einfach nur Unterschiede (welche ja auch bestehen) darstellt", kann ich schwerlich darin Rassismus entdecken. Eine Interpretation ... folglich auch ein Überinterpretation findet lediglich im Kontext unserer Gedanken statt.

Wie gesagt:
  • Ich kann aus einer Studie alles oder nichts herauslesen ... wie es mir gerade in den Kram paßt.
    • ... und mit dieser alles und nichts begründen.
Noch ein Gedanke zu Deinem "links-rechts"-Schema:
  • Aufgrund und im Angesichts unserer Geschichte wollte man eine einheitliche, bzw. von oben verordnete Lehre verzichten.
    • ... ja, sie sogar vehindern.
    Vorgegeben ist vielleicht lediglich, daß dieses oder jenes Thema behandelt werden soll, wie? ... das bleibt jeder Schule ... dem Lehrpersonal nunmal selber überlassen. Betrachtest Du dies nun von diesem Standpunkt aus und bedenkst zudem noch, daß es auch unter Lehrern nunmal Menschen mit eigener Meinung gibt, ...
    Eine Diskussion entsteht besser ... und verläuft interessanter, wenn zumindest der Diskussionseröffner eine gegenteilige ... wenn nicht provokante(re) Meinung vertritt. Von daher kann man nie sicher sein - besonders bei Leuten die ihr Handwerk verstehen, ob die geäußerte Meinung auch in Wahrheit deren eigene Meinung ist.
    Konkret gesagt:
    • wenn die Mehrheitsmeinung in der Klasse eher "rechts" anzusiedeln ist, wäre es nicht dumm - um eine lebhafte Diskussion anzuschieben, wenn ich (zumindest anfangs) mit meiner (Lehrer-) Meinug eine eher "linke" Position vertrete. Alles nur im Sinne von einer lebhaften Diskussion und "um Jugendlichen eine neutrale Meinungsbildung zu gewährleisten".
Das Problem ist, dass eben nicht nur die Klasse links orientiert ist, sondern auch der Lehrer. Was erst einmal kein Problem ist, eine andere politische Einstellung ist nicht falsch. Jedoch kann es so nur schwer zu einer richtigen Diskussion kommen, weswegen man sich Synergietisch in seiner Position hochschaukelt und so den politischen Diskurs in der Klasse eigentlich zum erliegen bringt. Denn was ist eine Diskussion, ohne unterschiedliche Ansichten und Meinungen?
Viele Grüße
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Der Neandertaler hat geschrieben:(01 Mar 2018, 14:26)

HalloTom - Skull.
  • rechts ... sehr rechts ... rechtsextrem?
Vielleicht könnte man sich darauf einigen, daß sehr oft "rechts" als Synonym für "rechtsextrem" gebraucht wird ... verkürzt gebraucht wird. Wobei teilweise der Hintergrund ... warum "rechts" oder "links"?, ... daß dieses nicht ausreichend berücksichtigt wird. Also jemandem zu unterstellen - wenn er von "rechts" redet, würde er damit sofort jedwede "rechte" Positionsäußerung als verfassungsfeindlich einstufen und ihn somit als Nazi zu diffamieren, halte ich nicht für angebracht.
  • ... es schadet einem friedlichen und fruchtbaren Diskurs.
Solche "philosophischen" Fragen...interessieren MICH nicht.

Ich habe etwas KONKRETES geschrieben. Damit kann man sich beschäftigen.

Geschwafel...interessiert mich...nicht. :)

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 14:52)

Solche "philosophischen" Fragen...interessieren MICH nicht.

Ich habe etwas KONKRETES geschrieben. Damit kann man sich beschäftigen.

Geschwafel...interessiert mich...nicht. :)

mfg
Du hast eben nicht konkret geschrieben. Wäre das der Fall gewesen, hätten wir nicht eine Seitenlange Diskussion über deine Aussage gehabt. Uns für eine Fehlinterpretation verantwortlich zu machen, aber gleichzeitig von gelungener Konkretisierung deiner Aussagen zu sprechen, ist paradox.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der Neandertaler »

Hallo Skull
Skull hat geschrieben:Solche "philosophischen" Fragen...interessieren MICH nicht.

Ich habe etwas KONKRETES geschrieben. Damit kann man sich beschäftigen.

Geschwafel...interessiert mich...nicht. :)

mfg
Ja ist für Dich keine Antwort, hä?
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Alter Stubentiger hat geschrieben:(01 Mar 2018, 13:22)

Ne. Da täuscht deine Wahrnehmung. Seit 60 Jahre wird nach Deutschland eifrig eingewandert. Meist aus der EU und dann aus der Türkei. Am wenigsten Afghanen die du so hervorhebst. Die haben auch kaum eine Chance hier anerkannt zu werden. Außerdem wäre nett wenn du zwischen EU-Migranten und Asylbewerbern trennen könntest. Es gab schon Anfang de 90er Jahre Wellen von bis zu 400.000 Asylbewerbern jährlich was zu einer Verschärfung des Asylrechts führte. Ganz ohne AfD. Auch im Moment gibt es viele Anstrengungen die unerwünschte Zuwanderung zu blockieren. Man muß es nur wahrnehmen. Da hapert es bei vielen Rechten. Was ja auch klar ist. Die Beschwörung der "Asylantenflut" ist ja das Geschäftsmodell der Rechten. Wenn sie da nicht punkten können wo dann?

Und die Deppen von Rechts wollen auch die dringend notwendige Zuwanderung von Fachkräften stoppen. Was so ein Blödsinn bedeutet kann man gerade bei den Briten beobachten wo die dringend benötigten Ärzte und Krankenschwestern aus dem EU-Ausland so gar keine Lust mehr haben nach England zu kommen. Deshalb steht das dortige Gesundheitssystem direkt vor dem Kollaps nachdem man es schon vorher ausgehöhlt hatte. (Theresa May herself!)
Ich habe auch nie bestritten, dass seit den späten 50er Jahren Migration stattfindet. Sondern nur davon gesprochen, dass die Ausmaße von 2015/2016 ein Novum sind, da zum einen nie diese Anzahl erreicht wurde (auch nicht in den frühen 90ern, was interessanterweise durch die Ausschreitungen in Rostock Lichtenhagen maßgeblich beendet wurde), zum anderen auch die Kulturfremde etwas ganz neues ist. EU-Ausländer, Türken, Russen: Alle hatten uns mehr ähnlich, als die derzeitigen Migranten. Afghanistan habe ich hier als Beispiel genannt, welche übrigens entgegen deiner Aussagen eine sehr große Gruppe darstellen. Wie sie anerkannt werden, ist erst einmal egal, da in DE eh keine wirkliche Abschiebepolitik betrieben wird.
Aber ich möchte gar nicht über Asylpolitik debattieren, da gibt es eigene Threads. Auf deine Strohmannargumente gehe ich auch nur sehr ungern ein, da sie mit dem Thema hier nichts zu tun haben.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tannhäuser hat geschrieben:(01 Mar 2018, 14:57)

Du hast eben nicht konkret geschrieben. Wäre das der Fall gewesen, hätten wir nicht eine Seitenlange Diskussion über deine Aussage gehabt. Uns für eine Fehlinterpretation verantwortlich zu machen, aber gleichzeitig von gelungener Konkretisierung deiner Aussagen zu sprechen, ist paradox.
???

Was war daran nicht KONKRET ? :D

Grundrechte gelten für alle.

Egal ob man ein Kopftuch tragen will, seine Geburtsort irgendwo auf dieser Welt war,
anders aussieht, schwul sein will oder was auch immer.

Die Grundrechte gelten IN Deutschland für jedermann. Punkt.

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tannhäuser hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:03)

Sondern nur davon gesprochen, dass die Ausmaße von 2015/2016 ein Novum sind,
da zum einen nie diese Anzahl erreicht wurde (auch nicht in den frühen 90ern,
was interessanterweise durch die Ausschreitungen in Rostock Lichtenhagen maßgeblich beendet wurde),
zum anderen auch die Kulturfremde etwas ganz neues ist
Ich schulde so einen Blödsinn mal Deinem jugendlichen Alter.

Die Einwanderung in den frühen Neunzigern wurde nicht durch GEWALT von Deppen beendet. :mad:

Sie wurde durch ein ENDE des Jugoslawien-Konflikts beendet.

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Ein Terraner »

Tannhäuser hat geschrieben:(28 Feb 2018, 14:44)

und würde mich politisch eher rechts einordnen.
Und wodurch denkst du wurde deine Meinung gebildet ?
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der General »

Tannhäuser hat geschrieben:(01 Mar 2018, 14:43)

Zuerst einmal sehr interessant, auch Mal die Gegenseite zu hören.Mein Lehrer hat diese Diskussion nicht angestrebt: Sie entstand im Rahmen einer Präsentationsleitung, wo die Vortragende als Kritik an diesem Modell den Rassismus nannte. Beteiligt hat er sich nicht, worüber ich jedoch auch froh bin, da er meiner Erfahrung nach seine politische Einstellung nicht gerade verdeckt, sondern auch im Unterricht Mal gerne gegen die AfD spricht. Genau aus diesem Grund Frage ich mich eben auch, ob nicht tendenziell eine Dominanz von linker Meinungsbeeinflussung an deutschen Schulen stattfindet.
Ob eine Dominanz von linker Meinungsbeeinflussung an Schulen stattfindet weiß ich nicht und ist sicherlich auch schwer heraus zu finden. Ganz gleich welche Politischen Ideologien die Lehrer vertreten, sollten Sie stets Verantwortungsvoll aufklären und Neutral Informieren. Gleiches gilt im übrigen auch für Medien !
Tannhäuser hat geschrieben: Zu deiner Kritik zum Modell: Wenn du so denkst, wertet das Modell von Grund auf schon, indem es zum Beispiel Unterschicht im Keller und Oberschicht im Dach ansiedelt. Sich daran aber zu stören, gleicht meiner Meinung nach jedoch einer kleinen Hexenjagd gegen alles auch nur potentiell Rassistische. Ich finde jedoch die Ausländer als Anbau darzustellen sehr passend: Sie sind dazugekommen und was an einem Anbau beleidigend ist, verstehe ich nicht. Man könnte es auch so deuten, dass dieser Anbau eben stabilisierend und ergänzend dient und damit Migration in dem Modell gelobt wird.
Das große Problem an dieser Diskussion ist der Weitreichende Begriff RASSISMUS ! Dieser Begriff bzw. Deutung ist so Komplex das er erst einmal Richtig verstanden werden muss. Der Begriff stammt aus dem 20 Jahrhundert, jedoch sind die Ableitungen wesentlich Älter und waren schon zur Antike ein Phänomen der Menschheit.

Grundsätzlich bedeutet Rassismus im Klassischen Sinne, eine Negative "Gesinnung" von Menschen oder Gruppen die äußerlicher Merkmale aufweisen.

Aus Wikipedia um das vereinfacht darzulegen:

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt. Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden

Wenn man nun die von Dir Verlinkte Studie betrachtet, gibt es Zweifelsohne Ansätze die Rassistische Anhaltspunkte liefern, zumindest könnte man diese so deuten.

Eine Gruppe, in diesem Fall Ausländer wird als "Anbau" dargestellt. Und ja, selbst die Darstellung von Elite ganz oben bis Unterschicht ganz unten, weisen schon durchaus Rassistische Tendenzen auf wenn man rein der Wissenschaft folgt.

Der Begriff Rassismus ist wie schon geschrieben eine große Materie die, besonders in diesem Fall nicht eindeutig definiert werden kann. Ich bewerte diese Studie durchaus schon an der Grenze, kann aber auf jeden Fall Deine Mitschüler verstehen, zumindest das darüber diskutiert wird. Meine Kritik geht aber eher in die Richtung, dass man vielleicht eine andere, Grafisch bessere Studie hätte vorlegen können. Letztendlich sollte man das Ganze aber nicht Überbewerten. Das Thema als solches ist aber sehr interessant, da es Heutzutage oftmals missbraucht wird um andere Politisch zu diffamieren.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:04)

???

Was war daran nicht KONKRET ? :D

Grundrechte gelten für alle.

Egal ob man ein Kopftuch tragen will, seine Geburtsort irgendwo auf dieser Welt war,
anders aussieht, schwul sein will oder was auch immer.
Nein, das stimmt so nicht. Es wird hier im Grundgesetz schon differenziert. Was die allgemeinen Menschenrechte angeht gilt das wohl für jeden in Deutschland, bei den Grundrechten sieht das anders aus. Da werden Deutschen schon mehr Rechte zugestanden.
Sieht man z.B. schon an folgenden Artikeln:

Artikel 9
[Vereinigungs-, Koalitionsfreiheit]
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.


Artikel 12
[Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit]
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

Artikel 16

[Verbot der Ausbürgerung, Auslieferung]
(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.


Es gibt also durchaus Grundrechte, die sich nur auf Deutsche beziehen.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der Neandertaler »

Hallo Tannhäuser.
Tannhäuser hat geschrieben:Das Problem ist, dass eben nicht nur die Klasse links orientiert ist, sondern auch der Lehrer.
[...]
Jedoch kann es so nur schwer zu einer richtigen Diskussion kommen,...
[...] Denn was ist eine Diskussion, ohne unterschiedliche Ansichten und Meinungen?
Geh bitte mal davon aus, daß, in der Regel, Lehrpersonal pädagogisch geschulte Leute sind - also wissen was sie tun.
Wenn also, wie Du selber sagst, aufgrund der oben genannten Voraussetzungen "es so nur schwer zu einer richtigen Diskussion kommen" kann, vielleicht war die nachfolgende Diskussion, die Dein Lehrer "nicht angestrebt" hat ... nicht ersichtlich angestrebt hat - "Sie entstand im Rahmen einer Präsentationsleitung, ...", ... vielleicht war dies ("im Rahmen einer Präsentationsleitung") ein Teil der Strategie ... um "zu einer richtigen Diskussion" zu kommen?

"... vielleicht eine andere, Grafisch bessere Studie hätte vorlegen können.", wie es der General vorgeschlagen hat, ... dies wäre vielleicht zu offensichtlich gewesen?!?
  • (im Sinne von Meinungsbeeinflußung an Schulen)
Rassismus in diesem Modell?
  • ... nur wegen der Unterscheidung, welchen Hintergrund eine bestimmte Bevölkerungs-Gruppe hat?
Muß jeder selber beurteilen - ich finde: NEIN!

Wir unterscheiden heutzutage immer noch zwischen Ost-und Westdeutschland ... zwischen der Entwicklung in den alten und den neuen Bundesländer - in der wirtschaftlichen Entwicklung, der Rentner, der Arbeitslosen, etc., ...
Auch eine Art der Einteilung ... der unzulässigen Einteilung, oder nicht?
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Kael
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Kael »

Da muss ich dir widersprechen Neandertaler.
Das diese Leute 'geschult' sind bedeutet überhaupt nichts. Meist sind sie überideologisiert und versuchen durch ihre "Lehrer-" also "Machtposition" ein entsprechendes Weltbild aufzudrücken.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Alter Stubentiger »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:09)

Ich schulde so einen Blödsinn mal Deinem jugendlichen Alter.

Die Einwanderung in den frühen Neunzigern wurde nicht durch GEWALT von Deppen beendet. :mad:

Sie wurde durch ein ENDE des Jugoslawien-Konflikts beendet.

mfg

Na ja. Das Asylrecht wurde von Helmut Kohl schon früher geändert. Grundgesetzänderung mit 2/3 Mehrheit 1993. Das war noch vor den großserbischen Träumen von Milosevic.
Auf jeden Fall kamen zu dem Zeitpunkt bis zu 400.000 jährlich. Die Probleme der Kommunen waren ähnlich denen von heute. Solche Einwanderungswellen passieren regelmässig. Wobei die heutige über die Tannhäuser sich wohl so erregt die Folge eines Einwanderungsdrucks ist dem einfach nicht mehr standzuhalten war. Die Einladung Merkels war allerdings wirklich ein politischer Fehler auch wenn er aus humanitärer Sicht richtig war. Ein Dilemma halt. Manchmal kann man es einfach nicht richtig machen.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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3x schwarzer Kater
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 12:22)

Wo war denn die Rede davon, dass das falsch sei?
Es geht um den Gesprächsverlauf:

So wird aus "politisch rechts" "sehr rechte Positionen".
naja so streng sehe ich das nicht. Für mich diente das nur einer Klarstellung. Sowas dient ja auch der Meinungsfindung. Ob man überhaupt mal ein gleiches Verständnis über die Begrifflichkeiten hat. Rechts zu sein hat natürlich per Se erstmal gar nichts mit dem Grundgesetz zu tun. Das kann man meiner Meinung schon mal ausschließen. Das bedeutet für mich schon erst mal nur wo in der Bandbreite man sich in der Interpretation des Grundgesetzes befindet. Der Hinweis von Skull, dass sehr rechte Einstellungen wohl dem Geiste des Grundgesetzes widersprechen ist meiner Meinung auch angebracht. Dieser Hinweis dient schon allein dazu, dass man sich in einer ernstgemeinten Diskussion erst mal darüber klar wird, worüber man überhaupt redet. Und natürlich wird es so sein, dass sehr rechte Positionen gegen den Geist des Grundgesetzes verstoßen. Nehmen wir mal ein Beispiel. Die Forderung nach Wiedereinführung nach der Todesstrafe. Die ist natürlich legitim, aber größtenteils eine sehr rechte Position. Aber sie entspricht nicht dem Geist des Grundgesetzes. Das kann man auch diskutieren (obwohl ich das mit allen Maßen ablehne). Genauso gibt es Forderungen auf der linken Seite, z.B. die Forderung nach Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln. Auch das geht in Ordnung (auch wenn mit mir nicht zu machen) ist aber letztendlich auch eine Forderung, die dem Geist des Grundgesetzes widerspricht.
Das ist grundsätzlich nichts verwerfliches und dient letztendlich der politischen Diskussion.
Nicht gleichzusetzen, und das hat Skull ja nicht getan ist das mit rechtsextremistischen Positionen. Denn hier geht man (wie bei linksextremistischen Positionen) regelmäßig davon aus (also im Sinne des BVerG), dass diese Postionen dazu geeignet wären die FDGO zu gefährden, also illegitime Mittel zu verwenden. Beispielhaft seien hier mal die die RAF oder der NSU genannt und im weiteren Sinne natürlich auch diejenigen, die das für legitim halten.
Darüber hinaus ist die deutsche Sprache auch noch sehr gut geeignet Unterschiede zwischen rechtsextrem und extrem rechts oder linksextrem und extrem links deutlich zu machen.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:06)

Darüber hinaus ist die deutsche Sprache auch noch sehr gut geeignet Unterschiede zwischen rechtsextrem und extrem rechts oder linksextrem und extrem links deutlich zu machen.
Das ist ja alles klar, es war nur halt interessant zu sehen, wie der Reflex funktioniert, wenn sich jemand als "rechts" bezeichnet. Da wird gleich Gefahr gewittert und man muss das Grundgesetz in Stellung bringen bzw. es beschützen.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:49)

Das ist ja alles klar, es war nur halt interessant zu sehen, wie der Reflex funktioniert, wenn sich jemand als "rechts" bezeichnet. Da wird gleich Gefahr gewittert und man muss das Grundgesetz in Stellung bringen bzw. es beschützen.
Wie geschrieben, ich persönlich habe das nicht so empfunden. Es diente meiner Meinung nach (und die hab ich ja ausführlich dargelegt) lediglich der Begriffsfindung, also dass man sich einig darüber ist über was man spricht.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Mar 2018, 16:04)

Nein, das stimmt so nicht. Es wird hier im Grundgesetz schon differenziert. Was die allgemeinen Menschenrechte angeht gilt das wohl für jeden in Deutschland, bei den Grundrechten sieht das anders aus. Da werden Deutschen schon mehr Rechte zugestanden.
Sieht man z.B. schon an folgenden Artikeln:

Artikel 9
[Vereinigungs-, Koalitionsfreiheit]
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.


Artikel 12
[Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit]
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

Artikel 16

[Verbot der Ausbürgerung, Auslieferung]
(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.


Es gibt also durchaus Grundrechte, die sich nur auf Deutsche beziehen.
Lieber 3x schwarzer Kater.

Das hatten wir schon. Mehrmals.

Die elementaren Grundrechte (Menschenrechte) gelten für jeden. Weitere Grundrechte unmittelbar...für Deutsche.
Andere...eigentlich für Deutsche, durch europäische Verträge und Vereibarungen dann doch durchaus für EU-Ausländer.

Mir ging es um Grundsätzliches. Elementare Grundrechte gelten IN Deutschland für JEDEN. :)

mfg
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Der Neandertaler »

Hallo Kael.
Da muss ich dir widersprechen Neandertaler.
Das darfst Du ruhig ... wäre ja nicht sehr förderlich, wenn alle die gleichen Ansichten und Meinungen haben.
Das diese Leute 'geschult' sind bedeutet überhaupt nichts. Meist sind sie überideologisiert und versuchen durch ihre "Lehrer-" also "Machtposition" ein entsprechendes Weltbild aufzudrücken.
Im Bezug auf "überideologisiert" gebe ich Dir zum Teil recht, allerdings hat dies nichts mit deren Vor- und Ausbildung zutun.
  • ... kann, sollte und darf also nicht nur auf's Lehrpersonal bezogen werden. Dies ist in allen Gesellschaftsschichten vorhanden.
  • "... versuchen ... ein entsprechendes Weltbild aufzudrücken."
Dies sehe ich nicht so!
Im Gegenteil:
  • durch vergangenheitlich verschiedene bildungspolitische "Reformen" konnte man den Eindruck bekommen, daß dadurch Schüler und Schülerinnen ... Studenten und Studentinnen zum Unpolitischen erzogen werden sollen.
    • "... und daher das Lehrpersonal (mit seinen durchaus bescheidenen Mitteln) lediglich versucht dem entgegenzusteuern."
Darüberhinaus kann ich nicht erkennen, daß die politische Diskursmentlität an Schulen einer linken Dominanz unterliegt. Bedenkt man, daß Lehrer und Lehrerinnen mittleren und höheren Alters eben von der 68er Generation geprägt sind, ist eine eher linke Ansicht ein wenig natürlich. Ein Aufstand unserer Jugend ist nicht in Sicht. Wobei alle "Reformen" von linken Jugendbewegungen ausging.
Zuletzt geändert von Der Neandertaler am Do 1. Mär 2018, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:06)

Das ist grundsätzlich nichts verwerfliches und dient letztendlich der politischen Diskussion.
Nicht gleichzusetzen, und das hat Skull ja nicht getan ist das mit rechtsextremistischen Positionen.
Danke, wenigstens einer, der mich versteht. :D

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:53)

Wie geschrieben, ich persönlich habe das nicht so empfunden. Es diente meiner Meinung nach (und die hab ich ja ausführlich dargelegt) lediglich der Begriffsfindung, also dass man sich einig darüber ist über was man spricht.
Hier, noch so ein Ding: http://www.politik-forum.eu/viewtopic.p ... 6#p4144216 "Rechts", nicht rechtsextrem, der Begriff "rechts" ist verbrannt.

Was hindert eigentlich nachzufragen, was der User mit "rechts" meint? Warum direkt die schweren Geschütze auffahren?
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von 3x schwarzer Kater »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 18:01)

Hier, noch so ein Ding: http://www.politik-forum.eu/viewtopic.p ... 6#p4144216 "Rechts", nicht rechtsextrem, der Begriff "rechts" ist verbrannt.
Was hat das mit der gegenständlichen Diskussion zu tun?
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:49)

Das ist ja alles klar, es war nur halt interessant zu sehen, wie der Reflex funktioniert, wenn sich jemand als "rechts" bezeichnet. Da wird gleich Gefahr gewittert und man muss das Grundgesetz in Stellung bringen bzw. es beschützen.
Um das nochmals klarzustellen.
Ich lehne sehr weit liegende rechte Positionen ab.
Ich lehne genauso sehr weit liegende linke Positionen ab.

Ich lehne die "extrem" linken "Bekloppten" ab.
Ich lehne die "extrem" rechten "Bekloppten" ab.

Auf einer Skalierung von 0 - 100 liegt da LINKS bei 99. RECHTS aber immer noch bei 100.
Diesen minimalen Unterschied begründe ich damit, das die Linken eine theoretische Ideologie haben,
die theoretisch positiv gemeint ist. Realität ist indiskutabel.

Bei den Rechten kann ich nicht mal an der Ideologie was positives sehen.
Das Gegenteil allenfalls.

So, das soll es für mich zu DEM Thema gewesen sein.

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 18:09)

Bei den Rechten kann ich nicht mal an der Ideologie was positives sehen.
Sind jetzt Rechte, Rechtsextreme oder Rechtsradikale gemeint?
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Mar 2018, 18:23)

Sind jetzt Rechte, Rechtsextreme oder Rechtsradikale gemeint?
Extrem weit ... rechts liegende und denkende Menschen. Somit zweiteres und dritteres.

Und manchmal sogar ganz normale Menschen...wenn sie irgendeinen "Dreck" raushauen. ;)

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:04)

???

Was war daran nicht KONKRET ? :D

Grundrechte gelten für alle.

Egal ob man ein Kopftuch tragen will, seine Geburtsort irgendwo auf dieser Welt war,
anders aussieht, schwul sein will oder was auch immer.

Die Grundrechte gelten IN Deutschland für jedermann. Punkt.

mfg
Darauf beziehe ich mich gar nicht. Sondern auf das Thema "rechts" "sehr rechts". Hier wäre es bei einer Konkretisierung wohl nicht zu dem Missverständnis gekommen.
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Tom Bombadil
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tom Bombadil »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 18:25)

Extrem weit ... rechts liegende und denkende Menschen. Somit zweiteres und dritteres.
Also genau das, was ich schon von Anfang an beschrieben habe.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:09)

Ich schulde so einen Blödsinn mal Deinem jugendlichen Alter.

Die Einwanderung in den frühen Neunzigern wurde nicht durch GEWALT von Deppen beendet. :mad:

Sie wurde durch ein ENDE des Jugoslawien-Konflikts beendet.

mfg
Ich will hier nichts gut heißen, [Edit - Mod]. Zwei Zitate von Wikipedia bezüglich des Asylkompromisses am 6.12.1992:

I: "Noch während der Ausschreitungen von Lichtenhagen positionierte sich die SPD in der Frage einer Asylrechtsänderung [...] neu. Ausschreitungen wie die in Rostock zukünftig vermeiden zu wollen, diente als wichtiges Argument für eine Grundgesetzänderung. Am 6. Dezember 1992 beschloss der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von CDU, CSU, FDP und SPD den Asylkompromiss."
II: "Angesichts der politischen Stimmung stimmten FDP und SPD nach höchst kontroversen innenpolitischen Diskussionen einer Änderung des Grundrechts auf Asyl zu."

Natürlich spielte das Ende des Jugoslawien Krieges eine Rolle, aber eben auch die Ausschreitungen in Rostock Lichtenhagen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Ein Terraner hat geschrieben:(01 Mar 2018, 15:15)

Und wodurch denkst du wurde deine Meinung gebildet ?
Eine schwere Frage, die denke ich kaum jemand beantworten kann. Hier spielen wohl jegliche Erlebnisse im Leben eine Rolle, sei es direkt oder indirekt.
Ausschließen kann ich jedoch auf Grund von Einfluss von Lehren/Mitschülern/Eltern. Alle sind bis auf Ausnahmen sehr links, vorallem vor der Flüchtlingskrise.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 18:25)

Extrem weit ... rechts liegende und denkende Menschen. Somit zweiteres und dritteres.

Und manchmal sogar ganz normale Menschen...wenn sie irgendeinen "Dreck" raushauen. ;)

mfg
Ich habe mir eben noch einmal alle Beiträge durchgelesen uns verstehe schon, worauf du hinaus wolltest. Ich sehe es aber dennoch als verständlich an, dass der Sprung von "rechts", was Gesprächsthema war, hin zu "sehr rechts ist GG feindlich", etwas zu schnell und weithergeholt war. Das eine hatte erst einmal nichts mit dem Anderen zu tun. Das ist jetzt aber egal, ich will nicht wieder eine Diskussion anfangen, deswegen ist dieses Thema jetzt abgeschlossen.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Skull »

Tannhäuser hat geschrieben:(01 Mar 2018, 19:17)

Das ist jetzt aber egal, ich will nicht wieder eine Diskussion anfangen, deswegen ist dieses Thema jetzt abgeschlossen.
Du hast einen grossen Fehler gemacht. Daher ist das "Thema" noch nicht (ab)geschlossen. ;)

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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Skull hat geschrieben:(01 Mar 2018, 19:34)

Du hast einen grossen Fehler gemacht. Daher ist das "Thema" noch nicht (ab)geschlossen. ;)

mfg
Wo habe ich denn "einen großen Fehler" gemacht?
Langsam wirst du aber maliziös.
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Provokateur »

Tannhäuser hat geschrieben:(01 Mar 2018, 22:47)

Wo habe ich denn "einen großen Fehler" gemacht?
Langsam wirst du aber maliziös.
Langsam musst du ins Bett, du willst morgen um 8 auf der Schulbank sitzen.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Tannhäuser »

Provokateur hat geschrieben:(01 Mar 2018, 22:53)

Langsam musst du ins Bett, du willst morgen um 8 auf der Schulbank sitzen.
Dein Name scheint wohl zu dir zu passen.
Uffhausen
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Uffhausen »

Tannhäuser hat geschrieben:(28 Feb 2018, 14:44)

Außerdem interessiert mich noch folgendes: Das generell an Schulen und Lehreinrichtungen der politische Diskurs sehr Links dominiert ist, ist wohl nicht zu bestreiten. Doch ist das noch auf einem demokratischen Maße? Sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Jugendlichen eine neutrale Meinungsbildung zu gewährleisten?
Ein generell linker, bzw. EINSEITIGER politischer Diskurs an Schulen ist doch quasi eine Aufforderung, auch mal andersherum zudenken. Ich verstehe das/dein Problem nicht. Ich hatte übrigens seinerzeit einen bekennenden bis fanatischen linksgrünen Gemeinschaftskundelehrer. Freie, eigene und demokratische Meinung war ihm sehr wichtig - und das auch, wenn sie seiner politischen Linie widersprach. Dafür wurde er von den meisten Schülern (und Eltern!) fast schon gehasst. Die wollten lieber festgefahrene Ideologien, Gruppenzwang und Schubladendenken. Genauso wie heute, rund zwanzig Jahre später - nur nicht so krass-extrem, politisch relevant und gesellschaftlich spaltend.

Was richtig und was falsch ist, das musst du irgendwann selbst bestimmen - für dich und nicht für die Schule oder irgendeinen Lehrer. Freilich ist es in der Schule diesbezüglich schwer - ein Lehrer will bestimmte Antworten haben und muss dich entsprechend benoten. In der Regel agiert ein Lehrer ja auch nur nach Vorgaben, die nicht zwingend seine eigenen sind. Meinungsfreiheit infolge neutraler meinungsbildenden Maßnahmen kann man nicht benoten (weil dann eben alles richtig UND falsch wäre), deshalb dieser teils unrealistische Einheitsbrei. Muss man nicht verstehen, nur aushalten können und damit leben lernen.

Und warum man immerzu die Demokatie in Frage stellen muss, möchte ich mal gerne wissen. :s
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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Re: Beeinflussung der Meinungsbildung?

Beitrag von Geri2 »

Was mir bei TV-Talkshows zunehmend auffällt, ist das Fehlen jeglicher Dialektik bei bestimmten Themen,
bei denen es alternativlos nur eine Meinungsrichtung geben darf und weshalb auch nur Gäste der
gewünschten Denkrichtung eingeladen werden. Letzte Woche Presseclub war mal wieder so ein Beispiel.
Solche Sendungen wirken zuweilen wie öffentliche Selbstbefriedigungsdramen.
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