Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 20. Jan 2018, 12:26

odiug hat geschrieben:(20 Jan 2018, 12:19)

Ein gutes Gesundheitssystem, solide finanziert, hilft gegen die Ausbreitung multiresistenter TBC Infektionen, gründliche Vorsorge und Untersuchungen, sowie eine klare Regulierung und Einschränkung von Antibiotikavergabe in der Landwirtschaft und Tierzucht.
Was nicht hilft ist ein Zaun an den Grenzen und vermehrte Abschiebung.
Was du hier machst, das ist genau jene Masche, die der Vortrag von Jordan B Peterson offenlegt als politische Propaganda, die die Urängste der Menschen ausbeutet und für sich missbraucht.
Das läßt nur drei mögliche Schlüsse zu:
1. Du hast den Vortrag gar nicht gesehen, sondern ziehst voreilige Schlüsse aus der Kurzbeschreibung.
2. Dein Englisch ist zu schlecht, daß du diesen Vortrag überhaupt verstehen kannst.
3. Es ist völlig egal, was der Vortrag an Thesen aufstellt. Deine Meinung steht bereits fest und du hörst nur, was deine Meinung bestätigt und blendest alles Andere einfach aus.
Auch in dem Vortrag beschrieben als Zwangsneurose.


:thumbup:
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ebiker » Sa 20. Jan 2018, 13:14

odiug hat geschrieben:(20 Jan 2018, 12:19)

Ein gutes Gesundheitssystem, solide finanziert,


Wie soll das funktionieren wenn man jedes Jahr eine Gr0ßstadt wie Erfurt oder Freiburg voller H4 empfängern ansiedelt ? Die Bürgerversicherung ist doch im Gespräch weil die durch den Migrantenzuzug weiteexplodierenten Gesundheitskosten dem gesetzlich Versicherten nicht mehr aufzubürden sind. Das soziale Pulverfass würde explodieren.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon odiug » Sa 20. Jan 2018, 14:24

Ebiker hat geschrieben:(20 Jan 2018, 13:14)

Wie soll das funktionieren wenn man jedes Jahr eine Gr0ßstadt wie Erfurt oder Freiburg voller H4 empfängern ansiedelt ? Die Bürgerversicherung ist doch im Gespräch weil die durch den Migrantenzuzug weiteexplodierenten Gesundheitskosten dem gesetzlich Versicherten nicht mehr aufzubürden sind. Das soziale Pulverfass würde explodieren.

Du hat den Vortrag nicht angeschaut ... gib es zu :p
Ich verstehe nicht ganz, wie du etwas diskutieren willst, was du in seiner Aussage völlig ignorierst ... aber ich bin auch kein AfD Wähler :p
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 20. Jan 2018, 16:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jan 2018, 21:57)

Das sehe ich zwar grundsätzlich ganz genau so ... aber die Wirklichkeit ist eben doch noch etwas oder so ganz schön komplizierter. Gerade in Hinsicht auf Nationen wie Japan, Indien und besonders China gab es das Phänomen bzw, die Erfahrung der (z.B. von den Kolonialmächten UK, Frankreich) erzwungenen Öffnung. ("Bakufu" in Japan,) Und das hatte absolut nix mit dem neuzeitlichen Ideal der Offenheit sondern mit der grausamen Realität brutalster Unterdrückung zu tun. "Opiumkrieg" nur mal als Beispiel. Meine These lautet, dass ein Übergang zu dem auch von mir vollkommen und uneingeschränkt positiv gesehenen Ideal der "Offenheit" unter anderem aber wesentlich daran scheitert, dass sich sich als irgendwie "klassisch" sehende Nationen wie Frankreich oder UK bis heute konsequent weigern, ihre extrem negative geschichtliche Rolle in dieser Hinsicht kritisch, illusionslos und vollkommen unpathetisch aufzuarbeiten. Ich habs selbst bei zahllosen Gelegenheiten erlebt. Wir Briten: Klassische Kulturnation. Erste Demokratie der Welt. Shakespeare. Beatlles, Ja. Gut. Aber ihr habt andere historische Kulturnationen wie Indien brutal unterdrückt. Und China in den Opiumkriegen nicht anders als ein globaler Drogenclan in die Knie gezwungen.


Darum geht es nicht. Es steht ja die These im Raum das eine Abschottung ein gesellschaftliches "Immunsystem" schafft. Also muß es innerhalb so einer autarken Gesellschaft mit gleicher Kultus und Rasse ja wunderbar zugehen. Wirft man einen Blick ins abgeschottete mittelalterliche Japan zeigt sich daß es dort auch nicht besser, ja schlimmer, war als in Gesellschaften wo regelmäßig Fremde zuwanderten. Der einzige Effekt war daß man den Anschluss an die Welt verlor und sich deshalb zwangsweise öffnen musste.

Das wollte ich verdeutlichen. Nichts anderes.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 20. Jan 2018, 16:25

Ebiker hat geschrieben:(20 Jan 2018, 11:15)

Und wie genau hilft die Bürgerversicherung z.B. gegen die Form multiresistender TBC wie sie bei einer Migrantengruppe in Hamburg festgestellt wurde?


Tja. Du schreibst es selber. Sie wurde sofort erkannt. Sowas wird regelmässig aus den Tropen eingeschleppt. Durch Reisende, Touristen, Geschäftsleute. Unser funktionierendes Gesundheitssystem sorgt dafür das die Auswirkungen minimal bleiben.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ebiker » Sa 20. Jan 2018, 16:41

Alter Stubentiger hat geschrieben:(20 Jan 2018, 16:25)

Tja. Du schreibst es selber. Sie wurde sofort erkannt.


So doll scheints mit dem Erkennen nicht zu sein. TBC und Krätze nehmen z.B. wieder zu, Mitarbeiter von Behörden die mit Flüchtlingen zu tun haben wurden infiziert. Bei massenhafter unkontrollierter Einreise kein Wunder.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 20. Jan 2018, 16:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(20 Jan 2018, 16:20)

Darum geht es nicht. Es steht ja die These im Raum das eine Abschottung ein gesellschaftliches "Immunsystem" schafft.

Ein Immunsystems zeichnet sich ja auch nicht dadurch aus das es den Körper abschottet.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon odiug » Sa 20. Jan 2018, 19:12

Übrigens ... die Vorträge von J. B. Peterson an der Universität Toronto : Personality Lecture, wovon ein Teil im Eingangspost verlinkt wurde, sind unglaublich interessant :thumbup:
Jeder ungefähr eine Stunde lang und ich bin jetzt bei 4.
Höre aber jetzt auf, weil ich das alles ersteinmal verarbeiten muß ... aber es gibt über 20 davon :eek:
Laut Wiki hat er sich scheinbar erst kürzlich in ein Wespennest von political correctness gesetz bei der Debatte über ein trans sexual Gleichstellungsgesetz.
Sollte einen aber nicht abschrecken, er tut dies aus den richtigen Gründen ... zumindest kann er seine Haltung richtig begründen, im Gegensatz zu den üblichen Gegnern derartiger Gesetzgebung.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Occham » So 21. Jan 2018, 09:52

Wenn das Immunsystem etwas neues kennenlernt, MUSS es sich damit auseinandersetzen... vorstellbar wie zwei Menschen die sich gerade kennenlernen.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 21. Jan 2018, 15:30

Ebiker hat geschrieben:(20 Jan 2018, 16:41)

So doll scheints mit dem Erkennen nicht zu sein. TBC und Krätze nehmen z.B. wieder zu, Mitarbeiter von Behörden die mit Flüchtlingen zu tun haben wurden infiziert. Bei massenhafter unkontrollierter Einreise kein Wunder.

Das wirst du sicher belegen können. Nur bitte nicht über Facebook gelikte Beiträge.....
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ebiker » So 21. Jan 2018, 15:52

Das kannst du mit den richtigen Suchbegriffen leicht selbst herausbekommen. Ist doch ne klasse Übung in Medienkompetenz für dich.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 21. Jan 2018, 23:46

Eigentlich schade - ich hatte da interessante neue Aspekte vermutet. Um Deine Aussagefrage "Rassismus als gesellschaftliches Immunsystem ?" folgen zu können, muss man um zu den entscheidenden Passagen in diesem eineinhalbstündigen Vortrag vorzudringen, vergleichsweise lange vor den Lautsprechern ausharren.

Wenn Du das folgende beachtest, würdest Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - jeder würde schon nach kurzer Zeit wissen wo der Prof die Aussagen tätigt, welche Dich zu dieser These veranlasst hat und user odiug hätte wohl keinen Anlass zu Punkt 1. in seiner womöglich berechtigten Kritik gehabt.

Quelle hat geschrieben:So ergänzen Sie ein Youtube-Link um eine Startposition
Jedes Youtube-Link hat einen Parameter “v=…”. Dahinter steht der Code, der das Video eindeutig identifiziert. Sie müssen daran noch anhängen “#t=XmYY” dabei steht X für die Minute und YY für die Anzahl der Sekunden.
Ein Beispiel: In folgendem Link lautet die Kennung des Videos 5c81X6BiI0Y (denn ab dem Zeichen & beginnt ein neuer Parameter)

Code: Alles auswählen

http://www.youtube.com/watch?v=5c81X6BiI0Y&feature=related

Wollen Sie, dass es beispielsweise bei 1:03 startet, ändern Sie es so ab

http://www.youtube.com/watch?v=5c81X6BiI0Y&feature=related#t=1m03


Alternativ können Sie auch eine Anzahl der Sekunden eingeben, indem Sie zum Beispiel #t=90s schreiben. Dann startet das Video nach 90 Sekunden.
So könnte das dann aussehen : https://www.youtube.com/watch?v=MBWyBdUYPgk#t=50m00

Nebenbei der Bereich um den es Dir wohl geht....

Doch Jordan B Peterson widerspricht mit seiner Aussage exakt der Vorstellung einem einseitigen Fazit folgen zu können. Er sprich ausdrücklich von der "balance of probabilities" dem "Gleichgewicht der Wahrscheinlichkeiten"

Eine Gesellschaft muss diskutieren "how wide should the gate open how narrow should be closed" "wie weit sollte man das Tor öffnen, wie eng soll der Durchlass sein ? bzw. wie sehr muss etwas begrenzt werden. Klar auch "there is no way to determine whose position is correct" - Es gibt keine Möglichkeit festzustellen, wessen Position korrekt ist.

Einer der Hauptgründe warum es bei den allermeisten Diskussionen hier nur unerfreulichen, sinnlosen Schlagabtausch gibt.

Danach folgt eine äußerst interessante Sicht der Naziperiode. Ich habe den Verdacht, Du hast gründlich missverstanden was Jordan B Peterson eigentlich erklärt....
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Kael » So 28. Jan 2018, 23:27

Abschottung ist genauso tödlich wie offene Grenzen mit alle Mitteln.

Extreme, egal in welcher Hinsicht, sind grundlegend schädlich.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 29. Jan 2018, 08:40

Es gibt eine lange Tradition sozialdemokratischer Eugenik und einer Verknüpfung sozialdemokratischer und biologistischer Vorstellungen. Das vergisst man immer wieder. Einer der Begründer der Irrlehren von "Sozialhygiene" und "Rassehygiene" war Alfred Grotjahn. Gleichzeitig ein wichtiger SPD-Politiker, der vermutlich nur wegen seines Todesjahrs 1931 nicht auch mit der Nazi-Rassenideologie in Verbindung gebracht wird. Ein anderes Beispiel: Die Friedensnobelpreisträger Anna und Gunnar Myrdal und ihr sozialdemokratisch und gleichzeitig extrem rassehygienisch-eugenisch verseuchtes skandinavisches "Volksheim"-Modell. Nur in Unkenntnis dieses Vorgeschichte kann es verwunderlich sein, dass die jüngste Hinwendung zu solchen rassehygienischen Vorstellungen in Deutschland mit Thilo Sarrazin wiederum aus sozialldemokratischer Richtung kommt.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Katenberg » So 4. Feb 2018, 22:58

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jan 2018, 20:43)

abgeschottete Gesellschaften werden wohl auch vom Wohlstand und sonstigen unangenehmen Dingen verschont.


Japan?
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 5. Feb 2018, 00:18

Katenberg hat geschrieben:(04 Feb 2018, 22:58)

Japan?


Soviel wie Japan exportiert, kann man Japan wohl kaum als abgeschottet bezeichnen. Zumindest ökonomisch nicht.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Katenberg » Mo 5. Feb 2018, 00:20

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(05 Feb 2018, 00:18)

Soviel wie Japan exportiert, kann man Japan wohl kaum als abgeschottet bezeichnen. Zumindest ökonomisch nicht.


Ja, es bleibt aber trotzdem eine abgeschottete Nation. Das man, wenn man aus anderen Ländern importiert, auch deren Bevölkerung übernehmen muss, ist ja nunmal eine linke Legende.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ger9374 » Mo 5. Feb 2018, 00:21

Interessante These.
Früher gewiss Schutz der eigenen Gruppe vor fremden Einflüssen.
Ablenkung von eigenen Systemschwächen.
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Watchful_Eye » Mo 5. Feb 2018, 01:11

Ebiker hat geschrieben:(19 Jan 2018, 19:23)
Ist die Ablehnung und Ausgrenzung Fremder keine tumbe Fremdenfeindlichkeit sondern ein evolutionärer Vorteil ? Ist Rassismus tief in uns verwurzelt und nur durch konsequent rationales Denken zu unterdrücken, aber nicht zu beseitigen ?

Über die These mit dem "Immunsystem" kann ich nichts sagen, aber die wichtigste & durchaus auch in unserer Natur liegende Grundlage dafür ist meines Erachtens:
Menschen bevorzugen in der Regel Menschen, die ihnen ähnlich sind; Menschen mit ähnlichen Ansichten, mit ähnlichem Aussehen, ähnlicher Identität usw. Man sagt, Empathie bedeute, sich selbst in anderen zu erkennen.

Menschen, die aus anderen Kulturen kommen, sehen tendenziell anders aus und haben auch tendenziell stärker sich unterscheidende Ansichten bzw. identifizieren sich mit anderen Werten. Man fühlt sich ihnen dementsprechend tendenziell weniger "vertraut" bzw. eher "fremd". Das "Gefühl von Heimat" definiert sich sehr stark darüber, von Menschen umgeben zu sein, die man kennt und als ähnlich oder zumindest gewohnt empfindet.

Meiner Einschätzung nach liegt demnach zwar nicht zwangsläufig Rassismus in unserer Natur (vielleicht beweist mir dieses Video das Gegenteil, ich sage dazu ggf. später noch was), aber eine Skepsis gegenüber dem Fremden. Das macht evolutionär gesehen auch absolut Sinn. Es ist aber natürlich trotzdem absolut möglich, zu Menschen aus anderen Ethnien ein gleichwertiges Vertrauen zu gewinnen. Es ist nur für viele Menschen zunächst schwieriger.

Ich fürchte übrigens auch, dass Zuneigung nach Innen und Abgrenzung nach Außen zwei Seiten einer Medaille sind. Gegen einen äußeren Feind ist es leichter, sich trotz starker Differenzen nach Innen zu verschweißen und Empathie zu empfinden. Das gilt natürlich nicht nur für Ethnien und Nationen, sondern auch politische Gruppen etc. :|
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Re: Rassismus als gesellchaftliches Immunsystem ?

Beitragvon Ger9374 » Mo 5. Feb 2018, 01:40

Watchful_Eye hat geschrieben:(05 Feb 2018, 01:11)

Über die These mit dem "Immunsystem" kann ich nichts sagen, aber die wichtigste & durchaus auch in unserer Natur liegende Grundlage dafür ist meines Erachtens:
Menschen bevorzugen in der Regel Menschen, die ihnen ähnlich sind; Menschen mit ähnlichen Ansichten, mit ähnlichem Aussehen, ähnlicher Identität usw. Man sagt, Empathie bedeute, sich selbst in anderen zu erkennen.

Menschen, die aus anderen Kulturen kommen, sehen tendenziell anders aus und haben auch tendenziell stärker sich unterscheidende Ansichten bzw. identifizieren sich mit anderen Werten. Man fühlt sich ihnen dementsprechend tendenziell weniger "vertraut" bzw. eher "fremd". Das "Gefühl von Heimat" definiert sich sehr stark darüber, von Menschen umgeben zu sein, die man kennt und als ähnlich oder zumindest gewohnt empfindet.

Meiner Einschätzung nach liegt demnach zwar nicht zwangsläufig Rassismus in unserer Natur (vielleicht beweist mir dieses Video das Gegenteil, ich sage dazu ggf. später noch was), aber eine Skepsis gegenüber dem Fremden. Das macht evolutionär gesehen auch absolut Sinn. Es ist aber natürlich trotzdem absolut möglich, zu Menschen aus anderen Ethnien ein gleichwertiges Vertrauen zu gewinnen. Es ist nur für viele Menschen zunächst schwieriger.

Ich fürchte übrigens auch, dass Zuneigung nach Innen und Abgrenzung nach Außen zwei Seiten einer Medaille sind. Gegen einen äußeren Feind ist es leichter, sich trotz starker Differenzen nach Innen zu verschweißen und Empathie zu empfinden. Das gilt natürlich nicht nur für Ethnien und Nationen, sondern auch politische Gruppen etc. :|



Gut herausgearbeitet, leicht verständlich.
Respekt für diese erklärung.

Ich behaupte mal ins blaue, wenn eine sehr tolerante Gruppe , also von Kindheit an so erzogen
fremde positiv zu sehen und ohne angst neues anzunehmen auf fremde trifft bricht irgendwann doch eine art schutzmechanismus aus. Abstand und erstmal schauen. Wenn dann noch optische auffälligkeiten bei den fremden bestehen vielleicht noch schneller.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!

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