Schwangerschaft vertraglich ausschließen

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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » Sa 21. Apr 2018, 08:56

Kael hat geschrieben:(16 Apr 2018, 11:06)

https://www.impulse.de/wp-content/uploa ... nkheit.pdf

Für den Arbeitsgeber entsteht durch solche Regelungen ein indirekter Schaden. Je größer der Betrieb wird desto weniger ist er davon betroffen.

Wenn man allerdings ein Betrieb ist der erst seit kurzem besteht, vielleicht 2 maximal 3 Mitarbeiter hat, kann eine solche Lohnfortzahlung (wo der Arbeitgeber im normalfall in Vorkasse tritt) - schon teilweise das Genick brechen. Des weiteren fällt ein Arbeitnehmer aus, wodurch die Produktion heruntergefahren werden muss. Also eine doppelte Belastung. Und wenn ich dann noch einen weiteren Arbeitnehmer einstellen muss, der die Arbeit der Frau in Mutterschaft übernimmt, dann habe ich für eine temporäre Situation eine 3-Fach belastung:

-Vorkasse für die Lohnfortzahlungen
-Ausfall von Produktionsfähigkeit
-Neueinstellung von Personal und dadurch kurzzeitig erhöhte Kosten.

Also im gesamten, gerade für kleinere Betriebe, ziemlich überflüssig komplizierte Maßnahmen - Vor allem wenn du nicht gerade einen Kaufmann oder BWLer eingestellt hast, was bei Kleinbetrieben nun nicht unbedingt die Norm ist.
Nein, diese Massnahme wurde gerade erdacht, um kleine Betriebe zu entlasten.
Im Übrigen kann man bei Beantragung der U2-Erstattung gleich die Verrechnung mit den zu zahlenden Beiträgen mit beantragen, d.h., man tritt nicht in Vorkasse.
Selbstverständlich bedeuten Neueinstellungen Kosten. Oft wird aber gerade in Kleinbetrieben die Stelle gar nicht mit einer Vollzeitstelle besetzt, sondern eher mit TZ. Und manchmal erweist sich der "Ersatz" sogar als besser.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Kugelblitz » So 10. Jun 2018, 19:34

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 15:40)

Da ich in letzter Zeit relativ oft mitbekommen habe, dass vor allem aufgrund des Gehaltsunterschiedes bei Frauen angespielt wird,
würde ich hier gern einmal diskutieren ob so etwas vertretbar wäre

-Frauen fallen durch Schwangerschaften im Arbeitsleben aus, die Firma muss dennoch 100% des Einkommens zahlen -> Verlust der Firma
-Frauen erhalten durch diese Möglichkeit weniger Gehalt als ein Mann, welcher nicht durcvh eine Schwangerschaft ausfällt und dadurch weiter Leistung bringt.
-Es gibt Extremfälle wo sich Frauen über mehrere Jahre hinweg, durch Gebären von Kindern, aus der Arbeit heraushalten und diversen Firmen hohe Verluste bescheren (Vor allem einschlagend bei kleineren Betrieben)

Also muss die Firma irgendwo das Geld ja wiederholen, da es ja nicht vom Staat getragen wird.

Würde es dahingehend dann nicht eher Sinn machen wenn der Staat das bestehende Gehalt weiterzahlt anstatt die Firma dies bezahlen zu lassen?


Du bist Geschmacklos, genau derartiges wurde in den latainamerikanischen Ländern durchgesetzt, man soll Arbeiten gehen für Deinen Gewinn aber keine Familie haben, genau diese Heuchler haben es geschafft in Deutschland eine demographische Katastrophe ins Leben zu rufen, und mit der Waffe Humanismus für Zuwanderung als Ausgleichsfaktor zu werben...die Folgen sehen wir heute.

Eigener Nachwuchs im Land ist auch die Grundlage für weitere Generationen und sichert Staat, Sprache, Kultur und Renten - aber das schein unseren Monarchisten nicht zu interessieren.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 20:01

Quatschki hat geschrieben:(16 Apr 2018, 20:41)

Ich hab mal mit einer Firma zu tun gehabt, wo im Laufe der Jahre mehrere Mitarbeiterinnen Kinder gekriegt haben, wo der Chef der Kindsvater war. Das haut dann finanziell richtig rein!
Aber er hat es sportlich genommen und das Betriebsklima war wie eine große Familie.

Der Schwiegervater meines Schwagers hatte eine Tankstelle mit eines Tages mehreren Schwangerschaften gleichzeitig. Seither stellte er keine Frauen im gebaerfaehigen Alter mehr ein.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Quatschki » So 10. Jun 2018, 20:29

Wenn Selbständige schwanger werden ist viel schlimmer.
Zum Beispiel junge Ärztinnen. Die müssen die Praxis schließen, die Schwestern beurlauben. Kredite müssen gestundet werden für die Wochen, wo kein Geld reinkommt. Und kaum ist das Kind auf der Welt, muß sie wieder praktizieren weil von so Babyzeit wie bei Angestellten kann sie nur träumen.

Vielleicht hat ja der Moslem doch Recht und sein Ansatz beim Umgang mit Frauen ist viel humanistischer als das was hier der Westen predigt?
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 20:45

Quatschki hat geschrieben:(10 Jun 2018, 21:29)

Wenn Selbständige schwanger werden ist viel schlimmer.
Zum Beispiel junge Ärztinnen. Die müssen die Praxis schließen, die Schwestern beurlauben. Kredite müssen gestundet werden für die Wochen, wo kein Geld reinkommt. Und kaum ist das Kind auf der Welt, muß sie wieder praktizieren weil von so Babyzeit wie bei Angestellten kann sie nur träumen.

Vielleicht hat ja der Moslem doch Recht und sein Ansatz beim Umgang mit Frauen ist viel humanistischer als das was hier der Westen predigt?

Moslems sehen die soziale Verantwortung in der Familie verankert, Antichristen beim Staat.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Billie Holiday » So 10. Jun 2018, 20:45

Schizophren....

Die demografische Entwicklung wird bemängelt, dass Frauen, die schon länger hier leben, kaum Kinder bekommen, wird bemängelt, dass Frauen ohne Bildung und Beruf, die noch nicht so lange hier leben, häufiger gebären, wird bemängelt, dass Frauen mit Bildung trotz Kind gern arbeiten wollen, wird bemängelt, dass Frau mit Kind eine Weile zuhause bleibt, wird bemängelt, dass Frau ohne Arbeit abhöngig ist vom Mann, wird bemängelt, dass sie staatliche Unterstützung benötigt, wird bemängelt....und dann wird hier gefeiert, dass einige Betriebe keine Frauen mehr einstellen.

Meine Güte, wie wöre es, einen Vertetung für sie einzustellen und sich einfach über das Baby zu freuen?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Jun 2018, 20:50

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Jun 2018, 21:45)

Schizophren....

Die demografische Entwicklung wird bemängelt, dass Frauen, die schon länger hier leben, kaum Kinder bekommen, wird bemängelt, dass Frauen ohne Bildung und Beruf, die noch nicht so lange hier leben, häufiger gebären, wird bemängelt, dass Frauen mit Bildung trotz Kind gern arbeiten wollen, wird bemängelt, dass Frau mit Kind eine Weile zuhause bleibt, wird bemängelt, dass Frau ohne Arbeit abhöngig ist vom Mann, wird bemängelt, dass sie staatliche Unterstützung benötigt, wird bemängelt....und dann wird hier gefeiert, dass einige Betriebe keine Frauen mehr einstellen.

Meine Güte, wie wöre es, einen Vertetung für sie einzustellen und sich einfach über das Baby zu freuen?
So isses! :thumbup:
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 21:00

Billie
Du kannst ja mal versuchen, einen Familienbetrieb zu fuehren, in dem 2 von 3 Mitarbeitern schwanger sind und die Vertretung so viel kostet, was du bisher verdient hast. Ich verstehe natuerlich, warum Frauen so selten selbstaendig sind.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Jun 2018, 21:22

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:00)

Billie
Du kannst ja mal versuchen, einen Familienbetrieb zu fuehren, in dem 2 von 3 Mitarbeitern schwanger sind und die Vertretung so viel kostet, was du bisher verdient hast. Ich verstehe natuerlich, warum Frauen so selten selbstaendig sind.
Hat die Schwangere vorher kein Geld gekostet? Doch, hat sie, oder war sie Sklavin?
Gerade Kleinstbetriebe bekommen über U2 sämtliche Kosten nicht nur erstattet, sie müssen nicht mal in Vorleistung gehen, zahlt alles die Krankenkasse.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Quatschki » So 10. Jun 2018, 21:28

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:00)

Billie
Du kannst ja mal versuchen, einen Familienbetrieb zu fuehren, in dem 2 von 3 Mitarbeitern schwanger sind und die Vertretung so viel kostet, was du bisher verdient hast. Ich verstehe natuerlich, warum Frauen so selten selbstaendig sind.

Tja, hätten mal die Eltern deiner Mitarbeiterinnen, die Eltern deiner Kunden und deine Eltern seinerzeit verantwortungsbewusst auf Kinder kriegen verzichtet!
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 21:31

Misterfritz hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:22)

Hat die Schwangere vorher kein Geld gekostet? Doch, hat sie, oder war sie Sklavin?
Gerade Kleinstbetriebe bekommen über U2 sämtliche Kosten nicht nur erstattet, sie müssen nicht mal in Vorleistung gehen, zahlt alles die Krankenkasse.

Das war 1987.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Jun 2018, 21:33

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:31)

Das war 1987.
Mag sein,
aber heute ist es eben anders. Und U2 bedeutet gerade für kleinere Firmen keine Kosten - allenfalls die Einarbeitungszeit des Ersatzes.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 21:36

Misterfritz hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:33)

Mag sein,
aber heute ist es eben anders. Und U2 bedeutet gerade für kleinere Firmen keine Kosten - allenfalls die Einarbeitungszeit des Ersatzes.

Formal richtig.
Wird Zeit, dass du selbstaendig wirst.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Jun 2018, 21:39

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:36)

Formal richtig.
Wird Zeit, dass du selbstaendig wirst.
Was ist das denn für ein dämliches "Argument"?
Du hast Kosten ins Spiel gebracht, ich habe gesagt, dass die fast nicht vorhanden sind.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Billie Holiday » So 10. Jun 2018, 21:56

Ich kenne viele selbständige Frauen, Frisörmeisterinnen, unsere Tierärztin, diverse Ärztinnen, Steuerberaterinnen, Kauffrauen, Kosmetikerin..... ist nicht so, dass nur Männer das Wagnis eingehen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 22:40

Billie Holiday hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:56)

Ich kenne viele selbständige Frauen, Frisörmeisterinnen, unsere Tierärztin, diverse Ärztinnen, Steuerberaterinnen, Kauffrauen, Kosmetikerin..... ist nicht so, dass nur Männer das Wagnis eingehen.

wieviel prozent sind frauen?
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Vongole » So 10. Jun 2018, 23:39

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:31)

Das war 1987.


Tatsächlich, also fast in der Neuzeit? :?
Nach Ihren Posts im ganzen Forum hätte ich Sie so im Kaiserreich angesiedelt, wie man sich doch täuschen kann.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » Mo 11. Jun 2018, 04:54

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:40)

wieviel prozent sind frauen?
Von den Frauen, die Billie kennt? :cool:
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon H2O » Mo 11. Jun 2018, 05:59

Misterfritz hat geschrieben:(11 Jun 2018, 05:54)

Von den Frauen, die Billie kennt? :cool:


Dann doch 100%, oder mogeln sich da einige als Frauen durch? :)
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Billie Holiday » Mo 11. Jun 2018, 06:11

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:40)

wieviel prozent sind frauen?


Ich habe es nicht ausgerechnet, stelle aber fest, dass in meinem Umfeld viele Frauen selbständig sind. Ergänzend noch Floristinnen und eine Fotografin mit kleinen Geschäften und weiblichen Angestellten. Scheint zu funktionieren.
Mein Umfeld wird nicht das einzige sein. Vermutlich ist die Zahl bei Männern größer, ich denke an die ganzen Handwerksmeister. Aber alle benötigen gute Bürokräfte und haben Frauen im Büro sitzen.

Ok, viele werden mit ihren kleinen Geschäften nicht stinkreich werden. Ist zuhause hocken die Alternative?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski

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