Schwangerschaft vertraglich ausschließen

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Kael
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Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Kael » So 10. Dez 2017, 15:40

Da ich in letzter Zeit relativ oft mitbekommen habe, dass vor allem aufgrund des Gehaltsunterschiedes bei Frauen angespielt wird,
würde ich hier gern einmal diskutieren ob so etwas vertretbar wäre

-Frauen fallen durch Schwangerschaften im Arbeitsleben aus, die Firma muss dennoch 100% des Einkommens zahlen -> Verlust der Firma
-Frauen erhalten durch diese Möglichkeit weniger Gehalt als ein Mann, welcher nicht durcvh eine Schwangerschaft ausfällt und dadurch weiter Leistung bringt.
-Es gibt Extremfälle wo sich Frauen über mehrere Jahre hinweg, durch Gebären von Kindern, aus der Arbeit heraushalten und diversen Firmen hohe Verluste bescheren (Vor allem einschlagend bei kleineren Betrieben)

Also muss die Firma irgendwo das Geld ja wiederholen, da es ja nicht vom Staat getragen wird.

Würde es dahingehend dann nicht eher Sinn machen wenn der Staat das bestehende Gehalt weiterzahlt anstatt die Firma dies bezahlen zu lassen?
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Liegestuhl » So 10. Dez 2017, 16:00

Jetzt soll ich diese ganzen nutzlosen Marketing-Assistentinnen und Schmuckdesignerinnen auch noch durchfüttern?

In Anbetracht einer immer größer werdenden Weltbevölkerung sollten wir zusehen, wie wir weniger Menschen in die Welt setzen und von unseriösen Schneeballsystemen wie die gesetzliche RV wegkommen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Sextus Ironicus » So 10. Dez 2017, 16:00

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 15:40)

Da ich in letzter Zeit relativ oft mitbekommen habe, dass vor allem aufgrund des Gehaltsunterschiedes bei Frauen angespielt wird,
würde ich hier gern einmal diskutieren ob so etwas vertretbar wäre

-Frauen fallen durch Schwangerschaften im Arbeitsleben aus, die Firma muss dennoch 100% des Einkommens zahlen -> Verlust der Firma
-Frauen erhalten durch diese Möglichkeit weniger Gehalt als ein Mann, welcher nicht durcvh eine Schwangerschaft ausfällt und dadurch weiter Leistung bringt.
-Es gibt Extremfälle wo sich Frauen über mehrere Jahre hinweg, durch Gebären von Kindern, aus der Arbeit heraushalten und diversen Firmen hohe Verluste bescheren (Vor allem einschlagend bei kleineren Betrieben)

Also muss die Firma irgendwo das Geld ja wiederholen, da es ja nicht vom Staat getragen wird.

Würde es dahingehend dann nicht eher Sinn machen wenn der Staat das bestehende Gehalt weiterzahlt anstatt die Firma dies bezahlen zu lassen?


Schwangerschaft vertraglich auszuschließen würde vermutlich der Sittenwidrigkeit zum Opfer fallen.

Von welchem weiterbezahlten Gehalt sprichst du?
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Misterfritz
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Dez 2017, 16:03

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 15:40)

Da ich in letzter Zeit relativ oft mitbekommen habe, dass vor allem aufgrund des Gehaltsunterschiedes bei Frauen angespielt wird,
würde ich hier gern einmal diskutieren ob so etwas vertretbar wäre

-Frauen fallen durch Schwangerschaften im Arbeitsleben aus, die Firma muss dennoch 100% des Einkommens zahlen -> Verlust der Firma
-Frauen erhalten durch diese Möglichkeit weniger Gehalt als ein Mann, welcher nicht durcvh eine Schwangerschaft ausfällt und dadurch weiter Leistung bringt.
-Es gibt Extremfälle wo sich Frauen über mehrere Jahre hinweg, durch Gebären von Kindern, aus der Arbeit heraushalten und diversen Firmen hohe Verluste bescheren (Vor allem einschlagend bei kleineren Betrieben)

Also muss die Firma irgendwo das Geld ja wiederholen, da es ja nicht vom Staat getragen wird.

Würde es dahingehend dann nicht eher Sinn machen wenn der Staat das bestehende Gehalt weiterzahlt anstatt die Firma dies bezahlen zu lassen?

Es gibt das U2-Verfahren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Umlage_U2
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Kael
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Kael » So 10. Dez 2017, 16:07

https://www.monster.de/karriereberatung ... -pflichten

Bleibt es bei dem Beschäftigungsverbot, muss der Arbeitgeber das Gehalt in voller Höhe weiterbezahlen. Wenn die Schwangere eine andere Tätigkeit zugewiesen bekommt, weil sie ihre ursprüngliche nicht mehr ausüben kann, darf das Gehalt nicht gekürzt werden.




Dies wird allerdings nicht bei erfolgreichen Betrieben angewandt. Obwohl es für die Firma ein Verlust für die entsprechende Zeit ist.
Zuletzt geändert von Kael am So 10. Dez 2017, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Umetarek » So 10. Dez 2017, 16:08

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 15:40)

Da ich in letzter Zeit relativ oft mitbekommen habe, dass vor allem aufgrund des Gehaltsunterschiedes bei Frauen angespielt wird,
würde ich hier gern einmal diskutieren ob so etwas vertretbar wäre

-Frauen fallen durch Schwangerschaften im Arbeitsleben aus, die Firma muss dennoch 100% des Einkommens zahlen -> Verlust der Firma
-Frauen erhalten durch diese Möglichkeit weniger Gehalt als ein Mann, welcher nicht durcvh eine Schwangerschaft ausfällt und dadurch weiter Leistung bringt.
-Es gibt Extremfälle wo sich Frauen über mehrere Jahre hinweg, durch Gebären von Kindern, aus der Arbeit heraushalten und diversen Firmen hohe Verluste bescheren (Vor allem einschlagend bei kleineren Betrieben)

Also muss die Firma irgendwo das Geld ja wiederholen, da es ja nicht vom Staat getragen wird.

Würde es dahingehend dann nicht eher Sinn machen wenn der Staat das bestehende Gehalt weiterzahlt anstatt die Firma dies bezahlen zu lassen?

Männer können auch Vaterschaftsurlaub nehmen.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
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Re: Schwangerschaft vertraglich ausschließen

Beitragvon Misterfritz » So 10. Dez 2017, 16:10

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 16:07)
Dies wird allerdings nicht bei erfolgreichen Betrieben angewandt. Obwohl es für die Firma ein Verlust für die entsprechende Zeit ist.
U2-Umlage ist verpflichtend für Betriebe bis zu 30 VZ-Mitarbeitern, also ist für kleine Betriebe gesorgt.
Und wenn erfolgreiche Betriebe keine Vorsorge treffen, wessen Problem ist das?

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