Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

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Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Fr 8. Dez 2017, 12:23

, der auch immer noch da sein wird wenn irgendwer "mehr Geld" da rein steckt, nicht "einfach" dadurch lösen, dass der Ärztemangel durch Telemedizin gelöst wird, wodurch nicht in jedem Kuhkaff ein Landarzt und nicht in jeder mehr oder weniger großen Stadt ein Spezialist für irgendeine seltene Krankheit da sein muss, und die ganzen Kiddies, die jetzt ins Medizinstudium strömen, als ginge es darum im Barbie-Krankenhaushaus zu spiele, zu Pflegekräften auszubilden? Pflege, alles was mit direktem menschlichem Kontakt zu tun hat, ist bis auf weiteres (solange keine Pflegeroboter existieren) personalintensiv. Medizin ist meiner Erfahrung nach "wissensintensiv". In der medizinischen Versorgung kann es meiner Meinung nach also nicht darum gehen in jedem Kuhkaff einen Spezialisten oder auch Allgemeinarzt zu installieren, was zur Folge haben wird, dass im ganzen Land hunderte (tausende?) mittelmäßige bis zweifelhafte "Spezialisten" und Ärzte rumlaufen. In der medizinischen versorgung muss es meiner Meinung nach darum gehen das Wissen zum Patienten zu bringen. Und wenn es für manche Erkrankungen eben nur 4 Spezialisten weltweit gibt... dann kann man dieses Problem nicht lösen indem man (vor allem für seltene Krankheiten) allerlei Ärzte ausbildet, sondern es kann nur gelöst werden indem man ein System schafft was die "körperliche Nähe" der Ärzte unnötig macht. Es ist ja heute schon so, dass Patienten durch ganz Deutschland fahren, weil sie Rat von einem Spezialisten haben wollen, und der dann laut Aktenlage einen Rat gibt, ohne den Patienten, der eigentlich 1 Meter neben ihm sitzt, auch nur anzuschauen. Sowas ist auch per Telemedizin lösbar. Provokativ: Warum schickt man diese ganzen "Kiddies", die jetzt freudestrahlend und körperlich fit ins Studium strömen und da auf dem Klinikgelände munter rumlaufen, nicht einfach dort hin wo sie wirklich gebraucht werden, in die Pflege, und überlässt die Medizin den Intellektuellen, die dann in einem System vernetzt sind? Das ganze soll nicht dem widersprechen, was ich hier auch schon schrieb, natürlich will ich auch nicht, dass weltfremde Professoren laut Aktenlage und laut abstrakter Berechnungen medizinische Entscheidungen fällen, aber als Denkanregung... Und vielleicht würde ein funktionierendes System von Telemedizin ja genau sowas, was befürchtet wird, verhindern. Wenn heute ein Patient an einen spinnernden Professor gerät, dann kann dieser Professor alles machen worauf er lust hat, ohne sich groß rechtfertigen zu müssen, ein System der Vernetzung würde dafür sorgen, dass jeder der im System involviert ist sich rechtfertigen muss (Mehraugenprinzip).

Die heutige Vorgehensweise, den Ärztemangel mit einer Ärzteflut zu lösen, führt ja paradoxerweise dazu, dass der einzelne Landarzt in irgendnem Dorf hintern Deich, der einzige Arzt ist den der Patient zu sehen bekommt. Wenn dieser Arzt einen Fehler macht... Dann guckt da keiner drauf. Ein System mit Vernetzung würde beinhalten, dass jede "Entscheidung" von mehreren, die im System involviert sind, geprüft und hinterfragt werden kann.

Also, warum nicht so: Pflege durch "Pflegekraftflut" lösen, Leute aus dem Medizinbereich abzweigen in diese Richtung, Den "Ärztemangel" durch Vernetzung lösen, weil es in der Medizin vor allem darum geht (natürlich nicht bei Operationen, aber darum gehts beim Ärztemangel ja gar nicht), dass Wissen zum Patienten kommt?

Und falls ihr keine Antwort darauf habt oder einfach nur der Meinung seid "Wieso im Gesundheitssystem etwas ändern? Uns gehts doch schon besser als Mali!" dann nimmt dies einfach als Denkanregung hin.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » Fr 8. Dez 2017, 23:18

Maltrino hat geschrieben:(08 Dec 2017, 12:23)

, der auch immer noch da sein wird wenn irgendwer "mehr Geld" da rein steckt, nicht "einfach" dadurch lösen, dass der Ärztemangel durch Telemedizin gelöst wird, wodurch nicht in jedem Kuhkaff ein Landarzt und nicht in jeder mehr oder weniger großen Stadt ein Spezialist für irgendeine seltene Krankheit da sein muss,...

Und als nächstes empfehlen wir den alterschwachen Omis und Opis auf dem Land und in den Dörfern, dass sie gefälligst endlich mit der Zeit gehen sollen und ihre Sachen für den täglichen Bedarf "bequem" bei Amazon & Co übers Internet kaufen sollen - Dorfladen braucht ja schließlich kein Mensch! Frische Brötchen usw. werden schließlich völlig überbewertet, gell? :rolleyes:

Wäre es dir "lieber", du könntest deine Wehwehchen über Telefon oder Internet "behandeln" lassen; findest du es denn nicht wichtig bzw. notwendig, dass sich ein Fachmensch dich auch mal ansieht, abhorcht, untersucht? Meinst du nicht, dass die Fehl-/Falschdiagnosen bei Telemedizin erheblich steigen könnten?

...und die ganzen Kiddies, die jetzt ins Medizinstudium strömen, als ginge es darum im Barbie-Krankenhaushaus zu spiele, zu Pflegekräften auszubilden?

Wer Medizin studieren will, will Medizin studieren und nicht Pflegefachkraft werden, ansonsten hätte sie/er ja eine entsprechende Ausbildung begonnen!

Genausogut könnte man den Menschen, die sich im kaufmännischen Einzelhandel ausbilden lassen wollen, empfehlen, lieber in die Pflege umzusatteln, schließlich stirbt aufgrund "Geiz-ist-geil" der örtliche Einzel- und Fachhandel aus, da die Leute lieber "billiger" im Internet kaufen; "Produktberatung" erfolgt über Likes und für Kassenjobs oder Regalfüllen in Discountern, SB-Bäckereien oder 1-Euro-Shops braucht's keine mehrjährige Fachausbildung, da reichen Langzeitarbeitslose, Schulabbrecher oder Migranten.

In der medizinischen Versorgung kann es meiner Meinung nach also nicht darum gehen in jedem Kuhkaff einen Spezialisten oder auch Allgemeinarzt zu installieren,...

Warum? Warum sollen die Leute auf dem Land und im Dorf nicht medizinische/ärztliche Versorgung erwarten dürfen? Sind Städter "würdiger" als Dörfler, oder wie jetzt? :?:

Es geht ja nicht darum, dass immer für alles und für jeden ein Fach- oder Wissensmensch zur Verfügung steht. Es würde wohl schon völlig ausreichen, wenn bspw. ein Allgemeinmarzt aus der Stadt einen Tag in der Woche von morgens bis abends für die Belange von Land- und Dorfbewohnern zur Verfügung steht.

...was zur Folge haben wird, dass im ganzen Land hunderte (tausende?) mittelmäßige bis zweifelhafte "Spezialisten" und Ärzte rumlaufen.

Nur weil auf dem Land und auf dem Dorf ärztliche/medizinische Versorgen notwendig ist, leidet die arztliche/medizinische Qualität allgemein?
:?: :?: :?:

Und wenn es für manche Erkrankungen eben nur 4 Spezialisten weltweit gibt... dann kann man dieses Problem nicht lösen indem man (vor allem für seltene Krankheiten) allerlei Ärzte ausbildet, sondern es kann nur gelöst werden indem man ein System schafft was die "körperliche Nähe" der Ärzte unnötig macht.

Das Problem sind oft die Patienten selber!

Ich kenne Leute, die rennen wegen jedem Scheiß zum Arzt. Gestern haben sie zu viel gegessen, heute haben sie deswegen Bauchweh, morgen haben angeblich ein Geschwür und müssen UNBEDINGT zum Arzt - und wenn sie nicht SOFORT eine Termin bekommen, rennen sie in die Notfallaufnahme im Krankenhaus! Eine Bekannte von mir schafft in eben einer solchen in unserem örtlichen Krankenhaus - laut ihren Erzählungen kommen sind da nur ein kleiner Bruchteil wirkliche Notfälle; die meisten kommen tatsächlich nur wegen Lappalien; weil ihr Hausarzt nicht JETZT Zeit für sie hat, sondern vielleicht erst übermorgen... und diese Menschen sind dann diejenigen, die ganz besonders zeitintensiv sind (was sich wiederrum negativ auf die wirklichen Notfälle auswirkt!).

Es stimmt - "körperliche Nähe" zum Arzt ist nicht immer notwendig. In den meisten Fällen ist sowieso (erstmal) Bettruhe das wichtigste. Aber es gibt Menschen, die schaffen es nicht mal für zehn Minuten ihr Smartphone aus der Hand zu legen (man könnte ja was wichtiges versäumen!), wie sollen die es dann schaffen, sich für wenigstens eine Stunde mal hinzulegen und einfach mal NICHTS zu tun? Ihr Körper sagt ihnen "Schone mich mal, gönn' mir eine Pause!" und verpasst ihnen Erkältungssymptome, Überkeits- oder Schwindelgefühle, Kopf- oder Bauchweh usw. Solche Leute brauchen dann unbedingt Tabletten, Tropfen und Spritzen. die Pharmaindustrie freut's.

So war es bei mir diesen Sommer auch - ich habe eine Erkältung nebst Rückenschmerzen nicht ernst genommen und mich nicht geschohnt, sondern so weiter gemacht, wie bisher. Ist nach ein paar Tagen wieder weg, kein Drama. Eine Woche später hatte ich blutigen Auswurf und zusätzlich stechende Schmerzen in der Brust - ärtzliche Diagnose: Lungen- und Rippenfellentzündung. Sechs Wochen lang war ich krankgeschrieben und es ging mir wirklich hundeelend.


Also, warum nicht so: Pflege durch "Pflegekraftflut" lösen, Leute aus dem Medizinbereich abzweigen in diese Richtung, Den "Ärztemangel" durch Vernetzung lösen, weil es in der Medizin vor allem darum geht (natürlich nicht bei Operationen, aber darum gehts beim Ärztemangel ja gar nicht), dass Wissen zum Patienten kommt?

Wenn das alles so einfach wäre, dann hätten wir es schon längst so - tatsächlich ist es aber in keinsterweise so einfach!

Ich arbeite selbst in der (Alten-)Pflege und vor einigen Jahren hatte Vater Staat mal die fixe Idee, ganz einfach den Pflege- und Betreuungsnotstand damit zulösen, indem man Langzeitarbeitslose für einen Euro die Stunde in die Heime zum arbeiten schickt (außerdem schönt man somit ganz toll die Arbeitslosen-Statistiken) - es war eine qualitative Katastrophe! Diese Leute wollen nicht in die Pflege und Betreuung, zumal wenn sie eine ganz andere Berufsausbildung, Kompetenzen und Interessen haben und schon gar nicht für nur einen Euro in der Stunde! Ist auch irgendwie vollkommen verständlich. Und das lassen sie dich und die zu Pflegenden/zu Betreuuenden sowie uns sonstiges Personal auch ganz gewaltig spüren. Nach nur einem halben Jahr hat meine Einrichtung dieses "Staats-Projekt" abgebrochen; schon allein deswegen, weil sich die ein-Euro-Jobber letztlich allesamt krankschreiben haben lassen. Nie wieder!

Wir in den Pflegeberufen brauchen Leute die WOLLEN, nicht welche die lediglich KÖNN(T)EN!
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Dez 2017, 16:25

Uffhausen hat geschrieben:(08 Dec 2017, 23:18)

Und als nächstes empfehlen wir den alterschwachen Omis und Opis auf dem Land und in den Dörfern, dass sie gefälligst endlich mit der Zeit gehen sollen und ihre Sachen für den täglichen Bedarf "bequem" bei Amazon & Co übers Internet kaufen sollen - Dorfladen braucht ja schließlich kein Mensch! Frische Brötchen usw. werden schließlich völlig überbewertet, gell? :rolleyes:

...


Wenn ich irgendwo aufm Land was kaufen will, und damit meine ich jetzt nicht im feinen Restaurant auf dem Lande, wo es regionale Küche gibt, zu essen, dann ist es in der Regel so, dass ich da zu einem kleinen Laden gehe, wo es die Sachen zu kaufen gibt, die es auch in der Großstadt zu kaufen gibt. Und auch "frische Brötchen" sind heute immer öfter, vor allem dort wo es nur wenig Kunden gibt, zentral geliefert und aufgebackt. Aber du wirst nicht in jedem "Kuhkaff" einen hochausgebildeten Fachbäcker finden, der (oder die) für 4 Omas die noch im Dorf leben, feinste Backwaren in Handarbeit herstellt.

Um dies auf meine Gedanken zur Medizin zu übertrage: Ok, es ist unrealistisch, dass Oma und Opa sich an den Computer setzten wenn sie krank sind. Aber: Diese regionale Versorgung, die wir heute haben, führt im schlechtesten Falle dazu dass der Onkel auf dem Lande zu seinem Landarzt geht, dieser Landarzt eine falsche Diagnose stellt, und dann das Dilemma groß ist. Diese nicht regionalistische Versorgung die mir vorschwebt wäre also ein Mittelding. Ja ok, es gibt einen Ansprechpartner vor Ort, meinet Wegen ein "Vertragsarzt" oder "Vertragspartner", der dann aber standardmäßig das System nutzt um weiteres Wissen, was er nicht hat, heranzuziehen. Und jetzt kommt es: Wenn man Telemedizin heranzieht, gerade dann ermöglicht man es der Omi doch in der Region zu bleiben. Die Alternative ist doch das was jetzt schon passiert: Dass Fachärzte und Fachkliniken vom Land verschwinden und Patienten dann gezwungen sind weite Wege zu fahren, auch wenn das Problem vielleicht keine körperliche Anwesenheit bedarf.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Dez 2017, 16:33

Uffhausen hat geschrieben:(08 Dec 2017, 23:18)

...


Warum? Warum sollen die Leute auf dem Land und im Dorf nicht medizinische/ärztliche Versorgung erwarten dürfen? Sind Städter "würdiger" als Dörfler, oder wie jetzt? :?:

Es geht ja nicht darum, dass immer für alles und für jeden ein Fach- oder Wissensmensch zur Verfügung steht. Es würde wohl schon völlig ausreichen, wenn bspw. ein Allgemeinmarzt aus der Stadt einen Tag in der Woche von morgens bis abends für die Belange von Land- und Dorfbewohnern zur Verfügung steht.

...


Das find ich immer lustig. Und solche Ansätze wie meine bekämpft du dann wohl und wählst dann mit Kusshand die Parteien die exakt das machen was du nicht willst, nämlich zum Beispiel die Geburtenstation von Sylt entfernen und jeden Sylter zwingen in Flensburg zu gebären? Gut, in diesem Fall kann die Telemedizin da noch nicht viel leisten, da Geburtshilfe per Skype seine Grenzen hat. Aber: Telemedizin, in welcher Art auch immer, kann ein zusätzliches Angebot sein um räumliche Entfernungen zu überbrücken und somit dem Patienten erlauben in seiner Region zu bleiben. Also, danke dass du überhaupt geantwortet hast, aber ich versteht nicht warum du meinen Ansatz bekämpfen willst. Es ist doch auch in der Wirtschaft so, dass nur das Internet dafür sorgt, dass zum Beispiel ein Unternehmen auch Kunden haben kann, die nicht in der gleichen Stadt wohnen. Das Internet sorgt gerade dafür, dass man auf dem Land leben kann und trotzdem mit dem Rest der Welt vernetzt ist, ohne dass man in die Stadt ziehen muss.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Dez 2017, 16:46

Uffhausen hat geschrieben:(08 Dec 2017, 23:18)

...

Das Problem sind oft die Patienten selber!

Ich kenne Leute, die rennen wegen jedem Scheiß zum Arzt. ...


Tjaha... Und die Patienten die nicht rumjammern sind die dummen. Ich will hier nicht die Extrembeispiele rausholen, wir wollen ja nicht depressiv werden, aber folgendes: Ein netter Herr, Ende 50, wohnt auf dem Land und geht wegen einem winzigen Hautflecken zu einem Land-Hautarzt. Der sagt ihm "Können wir weglasern, muss aber nicht wenn es sie nicht stört". Der Herr sagt: "Ach was, tut doch nichts weh". Drei später wächst ihm das Basaliom aus dem Gesicht und er ist sein Leben lang mit komplizierten und entstellenden Gesichtsoperationen beschäftigt. Realer, aber im Vergleich noch äußerst harmloser, Fall. Hätte dieser Patient "gejammert", hätte auf eine Überweisung in eine Klinik gedrängt oder wär selber zu mehreren Ärzten gefahren, wo er die Wartezimmer belegt hätte, dann wär dies anders verlaufen. Besonders als Mann ist man sowieso immer am Arsch. Wenn man zum Arzt rennt gilt man als Schwächling und Hypochonder. Wenn man dann den Tumor zu spät erkennt heißt es "Typisch Mann, traut sich nicht zum Arzt". Wie gesagt, auch hier hätte es vielleicht geholfen wenn der Landarzt verpflichtet gewesen wäre zumindest ein Foto von dem Fleck ins System zu stellen. Und in diesem Fall bin ich mir sicher, dass selbst anhand eines Fotos das Basaliom im Frühstadium erkannt worden wäre.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » Sa 9. Dez 2017, 16:51

Uffhausen hat geschrieben:(08 Dec 2017, 23:18)

...

Wir in den Pflegeberufen brauchen Leute die WOLLEN, nicht welche die lediglich KÖNN(T)EN!


Und das heißt? Die "Pflegekrise" ist nicht lösbar, da nur die Leute gut pflegen können die aus eigenem Antrieb (ohne Gelddruck oder Staatsdruck) Pfleger werden? Das heißt, selbst höhere Bezahlung wird das Pflegeproblem nicht lösen, da Leute die das nur wegen Geld machen nicht gut sind? Ja was löst das Problem denn? Und jetzt sag bitte nicht "mehr Geld", oder "mehr Pflegekräfte". Du sagst selbst: Nur die Leute die es wirklich lieben, die pflegen gut. Das heißt aber auch: Alle Leute die "aus Liebe" in die Pflege wollen, die tun das bereits. Also, was kann das Problem lösen? oder gibt es kein Problem?

PS: Sorry dass ich vier Antworten brauchte... Macht das zitieren schwieriger ich weiß.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon krone » Sa 9. Dez 2017, 17:06

Die dortigen beschäftigten ordentlich bezahlen ,ihnen gescheite Arbeitsverträge geben
Aufhören die Pflege an Zeitarbeitsfirmen zu outcoursen.
Und das alles nicht nur in dieser Branche
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 9. Dez 2017, 18:54

krone hat geschrieben:Die dortigen beschäftigten ordentlich bezahlen ,ihnen gescheite Arbeitsverträge geben
Aufhören die Pflege an Zeitarbeitsfirmen zu outcoursen.
Und das alles nicht nur in dieser Branche
Die Pflege unserer "Alten" gehört grundsätzlich in die Gesellschaft und sollte nicht dem Markt der Privaten überlassen bleiben. Ein privater Investor will und muß Gewinn erwirtschaften ... er führt ja selten ein gemeinnütziges Unternehmen.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » Sa 9. Dez 2017, 21:31

Maltrino hat geschrieben:(09 Dec 2017, 16:25)
Diese regionale Versorgung, die wir heute haben, führt im schlechtesten Falle dazu dass der Onkel auf dem Lande zu seinem Landarzt geht, dieser Landarzt eine falsche Diagnose stellt, und dann das Dilemma groß ist.

Ärzte können dich falsch diagnostizieren, das ist richtig - aber inwieweit meinst du, sei die Gefahr hierfür bei einem Landarzt größer? :?:

Das find ich immer lustig. Und solche Ansätze wie meine bekämpft du dann wohl und wählst dann mit Kusshand die Parteien die exakt das machen was du nicht willst, nämlich zum Beispiel die Geburtenstation von Sylt entfernen und jeden Sylter zwingen in Flensburg zu gebären?

Was, wie? :?:

Die Politik kann auch nicht viel dagegen unternehmen, wenn sich die Krankenhäuser zunehmend nicht mehr als Krankenhäuser betrachten, sondern als 100%iges Wirtschaftsunternehmen und demzufolge entsprechend agieren. Also bspw. Geburtenstationen zusammenlegen oder mit anderen Kliniken fusionieren um Personal abbauen zukönnen, also Kosten einzusparen usw.

Also, danke dass du überhaupt geantwortet hast, aber ich versteht nicht warum du meinen Ansatz bekämpfen willst.

:eek:
Und ich verstehe nicht, wie du zu der Ansicht kommst, ich würde deinen Ansatz "bekämpfen" wollen - ich vertrete ihn nur nicht, weil ich ANDERER Meinung bin! Zu deiner Info: ich versuche realistisch zusein und nicht populistisch! ;)

Das Internet sorgt gerade dafür, dass man auf dem Land leben kann und trotzdem mit dem Rest der Welt vernetzt ist, ohne dass man in die Stadt ziehen muss.

Du weißt aber schon, dass vowiegend jüngere Menschen zunehmend in die Städte ziehen und die Alten auf dem Land und in den Dörfern zurückbleiben; Dörfer allüberall in Deutschland nach und nach verweisen - eben, weil es dort nichts "lebenswertes" mehr gibt außer vielleicht Natur und Ruhe, weil Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, Banken, Post und öffentlicher Nahverkehr fehlen und eben auch ärztliche/medizinische Versorgung.

Könntest du dir ein derartiges "karges" Land-/Dorfleben vorstellen, wo zu zunehmend bis ausschließlich vom Internet abhängig bist?

Besonders als Mann ist man sowieso immer am Arsch. Wenn man zum Arzt rennt gilt man als Schwächling und Hypochonder.

:?: :?: :?:

Und das heißt? Die "Pflegekrise" ist nicht lösbar, da nur die Leute gut pflegen können die aus eigenem Antrieb (ohne Gelddruck oder Staatsdruck) Pfleger werden? Das heißt, selbst höhere Bezahlung wird das Pflegeproblem nicht lösen, da Leute die das nur wegen Geld machen nicht gut sind? Ja was löst das Problem denn? Und jetzt sag bitte nicht "mehr Geld", oder "mehr Pflegekräfte". Du sagst selbst: Nur die Leute die es wirklich lieben, die pflegen gut. Das heißt aber auch: Alle Leute die "aus Liebe" in die Pflege wollen, die tun das bereits. Also, was kann das Problem lösen? oder gibt es kein Problem?

Was bist du denn von Beruf? Falls pflegefern - könntest du in der Pflege arbeiten? Weißt du, was auf dich zukäme? Wenn ja, würdest du das wollen? Oder würdest du dass nur können, wenn dir nichts anderes übrigbliebe? Die Pflege und Betreuung von alten gebrechlichen und ganz besonders von zusätzlich dementiell erkrankten Menschen ist ein KNOCHENJOB, kräftezehrend und psyochologisch herausfordernd.

Natürlich spielt bessere Bezahlung eine große Rolle - wie wohl in allen sozialen Berufen. Und natürlich braucht es auch "mehr Köpfe" - schon allein wegen des Freizeitausgleichs (ich habe dieses Jahr knapp 250 Überstunden angehäuft - als Freizeitausgleich entspräche das fast zwei volle Monate! Ich habe bis zum Ende des Jahres also 14 Monate Arbeitsleistung erbracht, bekomme aber nur 12 bezahlt).
Ungemein bedeutend ist auch die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung - wenn ich jemandem Fremden erzähle, dass ich in der Pflege arbeite, kommt vielmals ein abschätziges "Aha, ein Ärsche-Putzer!" o. ä. Manche wollen dir dann sogar nicht mehr die Hand geben oder distanzieren sich von dir, als hättest du immerfort Ausscheidungen an den Händen oder wärst sonstwie keimverseucht. Ist absolut nicht schön. Oder sie nehmen dich nicht für voll, weil "du so blöd bist, freiwillig an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten". Sagen's und gehen in ihrer abgrundtiefen Dummheit an den Wochenenden und an Feiertagen in Kneipen, Restaurants oder nutzen sonstige Freizeitangebote, wo Menschen so blöd sind, wochenends und feiertags zu arbeiten... :rolleyes:
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » So 10. Dez 2017, 14:17

krone hat geschrieben:(09 Dec 2017, 17:06)

Die dortigen beschäftigten ordentlich bezahlen ,ihnen gescheite Arbeitsverträge geben
Aufhören die Pflege an Zeitarbeitsfirmen zu outcoursen.
Und das alles nicht nur in dieser Branche


Der Neandertaler hat geschrieben:(09 Dec 2017, 18:54)

Die Pflege unserer "Alten" gehört grundsätzlich in die Gesellschaft und sollte nicht dem Markt der Privaten überlassen bleiben. Ein privater Investor will und muß Gewinn erwirtschaften ... er führt ja selten ein gemeinnütziges Unternehmen.


Uffhausen hat geschrieben:(09 Dec 2017, 21:31)

...

Natürlich spielt bessere Bezahlung eine große Rolle - wie wohl in allen sozialen Berufen. Und natürlich braucht es auch "mehr Köpfe" - schon allein wegen des Freizeitausgleichs (ich habe dieses Jahr knapp 250 Überstunden angehäuft - als Freizeitausgleich entspräche das fast zwei volle Monate! Ich habe bis zum Ende des Jahres also 14 Monate Arbeitsleistung erbracht, bekomme aber nur 12 bezahlt).
Ungemein bedeutend ist auch die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ...


Bei allem Respekt... Bla bla bla... "Gesellschaft", "ordentliche Bezahlung", "ordentliche Verträge"... Was heißt das konkret? Weniger Wettbewerb also? Das erinnert mich ein wenig an Arbeit in politischen Organisationen. Wenn da jemand vorgeschlagen hat "Wir brauchen einen Wettbewerb über die Kampagne", dann hat immer jemand gesagt "Nein, wir haben doch jemanden der mal in der Werbung gearbeitet hat. Der braucht einfach unseren Rückhalt". Das kommt mir so vor als ob ein Zug feststeckt und jemand sagt "Wir müssen nur mal ordentlich gas geben". Wir müssen also nichts an irgendeinem System ändern, wir müssen keine Mechanismen und Zusammenhänge erkennen, wir müssten nur mal "Pflege die Anerkennung geben die sie verdient, bla bla.." ? Oder kurz: Unsere Gesellschaft braucht keine intelligenten Leute die sich Sachen ausdenken die den hart schuftenden die Arbeit erleichtern, es braucht nur Leute und Politiker die den hart arbeitenden sagen "Ihr arbeitet hart, ihr seid so toll!"? :s
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » So 10. Dez 2017, 14:18

Uffhausen hat geschrieben:(09 Dec 2017, 21:31)

...


Du weißt aber schon, dass vowiegend jüngere Menschen zunehmend in die Städte ziehen und die Alten auf dem Land und in den Dörfern zurückbleiben; Dörfer allüberall in Deutschland nach und nach verweisen - eben, weil es dort nichts "lebenswertes" mehr gibt außer vielleicht Natur und Ruhe, weil Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, Banken, Post und öffentlicher Nahverkehr fehlen und eben auch ärztliche/medizinische Versorgung.

Könntest du dir ein derartiges "karges" Land-/Dorfleben vorstellen, wo zu zunehmend bis ausschließlich vom Internet abhängig bist?
...


Ok, dann ziehe ich meinen Vorschlag zur Modernisierung zurück und streichen den Landleuten zusätzlich noch das Internet und jegliche Ansätze von Telemedizin. Jetzt haben die gar nichts mehr. Nur noch Natur und Ruhe. Jetzt zufrieden?
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » So 10. Dez 2017, 14:42

Maltrino hat geschrieben:(10 Dec 2017, 14:17)

Unsere Gesellschaft braucht keine intelligenten Leute die sich Sachen ausdenken die den hart schuftenden die Arbeit erleichtern, es braucht nur Leute und Politiker die den hart arbeitenden sagen "Ihr arbeitet hart, ihr seid so toll!"? :s


Die "intelligenten Leute, die sich Sachen ausdenken, die den hart Schuftenden die Arbeit erleichtern" machen ihre Arbeit ja auch nicht für umsonst und hätten bestimmt auch gern ein Feedback, oder? Was ist da jetzt noch der Unterschied?
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Uffhausen » So 10. Dez 2017, 14:43

Maltrino hat geschrieben:(10 Dec 2017, 14:18)

Ok, dann ziehe ich meinen Vorschlag zur Modernisierung zurück und streichen den Landleuten zusätzlich noch das Internet und jegliche Ansätze von Telemedizin. Jetzt haben die gar nichts mehr. Nur noch Natur und Ruhe. Jetzt zufrieden?

Du hast es nicht verstanden. :|
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Kael » So 10. Dez 2017, 15:17

Der Mangel an Pflegekräften sollte eigentlich durch robotische hilfskräfte mittlerweile beheben können. Zumindest wenn die Bundesregierung mehr Geld reinstecken würde
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Der Neandertaler » So 10. Dez 2017, 15:24

Hallo Kael.
Kael hat geschrieben:Der Mangel an Pflegekräften sollte eigentlich durch robotische hilfskräfte mittlerweile beheben können. Zumindest wenn die Bundesregierung mehr Geld reinstecken würde
Ich will aber nicht von einem Roboter gepflegt werden - ich möchte menschliche Wärme und Unterhaltung haben. Roboter sollten zur Unterstützung der Pflegekräfte eingesetzt werden, diese aber nie und nimmer ersetzen. Unterstützung meint:
    als Hilfe - etwa, um einen alten und eventuell bewegungsunfähigen und bettlägrigen Menschen anzuheben, während die Pflegekraft das Laken wechselt.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » So 10. Dez 2017, 17:19

Uffhausen hat geschrieben:(10 Dec 2017, 14:42)

Die "intelligenten Leute, die sich Sachen ausdenken, die den hart Schuftenden die Arbeit erleichtern" machen ihre Arbeit ja auch nicht für umsonst und hätten bestimmt auch gern ein Feedback, oder? Was ist da jetzt noch der Unterschied?


Kein Unterschied. Ok, wenn ich das was ihr über die Pflegekräfte gesagt hab nun auf diese ähm, "intelligenten Leute" übertrage: Die Regierung und die Gesellschaft soll einfach nur die Arbeit von "intelligenten Leuten" anerkennen, ihnen ordentliche Arbeitsverträge und ordentlichen Lohn geben, und dann wird das schon. :?: Ich zum Beispiel: Hab Abitur, Studiumabschluss und noch so einige lustige Zertifikate und Urkunden hier rumliegen, die 99% der anderen Leute in dieser Art so nicht haben. Bin ich jetzt ein "intelligenter Leut"? Oder wer ist das? Und hilft es dann zu sagen "Solche Leute brauchen einfach nur Anerkennung, gute Bezahlung und feste Verträge". Was würde zum Beispiel passieren wenn der Staat sagt "Der Maltrino, der leistet wichtige grundlagenarbeit für die Gesellschaft, der bekommt Anerkennung, einen festen Arbeitsvertrag und gutes Gehalt, damit er der Gesellschaft dienen kann". Das wäre dann gut? Oder sollte man besser die Arbeit von Uffhausen anerkennen und gut bezahlen?

Also natürlich, ich geb zu, das wäre eine gute Lösung. Wenn ich Anerkennung bekommen würde, 3000 Euro garantiert monatlich, und einen geregelten Arbeitsvertrag, dann ginge es der Gesellschaft besser, da ich dann meine wertvolle Arbeit (Ich entwickle zum Beispiel Konzepte zur Lösung der Pflegekrise) ohne Stress und Überarbeitung leisten kann. Aber ist das wirklich eine systematische Lösung? Wir geben den Leuten die etwas tun viel Geld, Arbeitsverträge und Anerkennung? Also mir? Das wollt ihr?

Ok, kann ich mit Leben. Dann wähl ich euch, falls ihr eine Partei habt, und dann erwarte ich aber auch, dass ihr der geistig hart arbeitenden Schicht dieses Landes, also mir, das gibt was ich verdiene...

Oder wir machen es wie ich vorschlug: Schaffen ein Sytem der "Telemedizin", wodurch sich für viele Ärzte das Berufsleben drastisch ändert und vielleicht weniger "Wühlmäuse in weiß" gefragt sind, die durch Krankenhäuser wetzen und fünf Leuten in einer Stunde sagen "Ich hab das noch nie gesehen, aber ich hab das studiert und deshalb müssen sie mir glauben dass..." sondern vielleicht eher ganz andere Typen gefragt sind. Und wen sich durch diese Art der vernetzten Medizin das Berufsbild des Mediziners ändert, dann merken vielleicht einige "Oh, das ist ja doch nichts für mich, ich wollt doch eigentlich körperlich mit Menschen arbeiten..."

Aber wie gesagt, wir können auch euren Weg gehen, der dann bedeuten würde, dass die hart arbeitenden, also vor allem Ich, gesellschaftliche Anerkennung, festen Vertrag und ordentliches Geld bekommen.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Maltrino
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Maltrino » So 10. Dez 2017, 17:24

Uffhausen hat geschrieben:(10 Dec 2017, 14:43)

Du hast es nicht verstanden. :|


Doch ich hab verstanden. Ich schlage vor, dass man weiße Eiscreme an alle Bürger verteilt und "ihr" versteht nur "Der böse Mann will den Leuten rote, gelbe, blaue und grüne Eiscreme wegnehmen, Skandal!".

:|
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
krone
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon krone » So 10. Dez 2017, 17:25

Kael hat geschrieben:(10 Dec 2017, 15:17)

Der Mangel an Pflegekräften sollte eigentlich durch robotische hilfskräfte mittlerweile beheben können. Zumindest wenn die Bundesregierung mehr Geld reinstecken würde

Blödsinn
Die netten Spielzeuge auf Youtube-Videos sind Spielzeug.
Im normalen ist der Robby von einen Sicherheitszaun umgeben.
Öffnet man den Zugang schaltet der Robby ab weil man sonst draufgeht.
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Quatschki
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon Quatschki » So 10. Dez 2017, 17:56

krone hat geschrieben:(10 Dec 2017, 17:25)

Blödsinn
Die netten Spielzeuge auf Youtube-Videos sind Spielzeug.
Im normalen ist der Robby von einen Sicherheitszaun umgeben.
Öffnet man den Zugang schaltet der Robby ab weil man sonst draufgeht.

Vor 20 Jahren war das so..
Inzwischen gibt es Staubsaugerroboter oder Rasenmäherroboter und in 10-15 Jahren werden Putzdronen für alle möglichen Anwendungen völlig normal sein. Dann braucht kein Mensch mehr klassisches Reinigungspersonal.
Für die Kommunikation gibt es dann den persönlichen digitalen Assistenten.
Aber Pflegefachkrafte, die auch Injektionen geben oder Verbände wechseln müssen, werden noch eine Weile menschlich sein.
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Re: Lässt sich der Mangel an Pflegekräften...

Beitragvon krone » So 10. Dez 2017, 18:04

Quatschki hat geschrieben:(10 Dec 2017, 17:56)

Vor 20 Jahren war das so..
Inzwischen gibt es Staubsaugerroboter oder Rasenmäherroboter und in 10-15 Jahren werden Putzdronen für alle möglichen Anwendungen völlig normal sein. Dann braucht kein Mensch mehr klassisches Reinigungspersonal.
Für die Kommunikation gibt es dann den persönlichen digitalen Assistenten.
Aber Pflegefachkrafte, die auch Injektionen geben oder Verbände wechseln müssen, werden noch eine Weile menschlich sein.

Das sind keine Roboter.
Das ist vollkommen dämliche Bezeichnung .

Aber schon clevere Marketingidee für Idioten .

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