Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

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sünnerklaas
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon sünnerklaas » Fr 1. Dez 2017, 12:10

Dampflok94 hat geschrieben:(01 Dec 2017, 11:21)

Darum geht es nicht. Es geht darum, daß die PKV die schlechten Risiken in die GKV abschieben kann. Um sich dann damit zu brüsten, wie viel preiswerter sie doch ist. Und dem würde ich gerne einen Riegel vorschieben.


Es gibt einen Aspekt, der hier nach meinem Kenntnisstand noch nicht im Thread angesprochen wurde:

Die Mitgliedschaft in der PKV ist ein gesellschaftliches Statussymbol.ersten Ranges. Man ist wer, wenn man beim Arzt "Privat" ist. Man ist nicht Creti und Pleti.
Zu welchen Konflikten die sichtbare Entwertung von gesellschaftlichen Statussymbolen führen kann, konnte man sehr eindrucksvoll bei der Flüchtlingskrise 2015 beobachten, als da "Dahergelaufene" an kamen, die Smart- und sogar I-Phones besaßen. Die Wutanfälle waren teilweise heftig, weil ein Statussymbol mit einem Federstrich nichts mehr wert war.
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Adam Smith
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Adam Smith » Fr 1. Dez 2017, 12:24

sünnerklaas hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:10)

Es gibt einen Aspekt, der hier nach meinem Kenntnisstand noch nicht im Thread angesprochen wurde:

Die Mitgliedschaft in der PKV ist ein gesellschaftliches Statussymbol.ersten Ranges. Man ist wer, wenn man beim Arzt "Privat" ist. Man ist nicht Creti und Pleti.
Zu welchen Konflikten die sichtbare Entwertung von gesellschaftlichen Statussymbolen führen kann, konnte man sehr eindrucksvoll bei der Flüchtlingskrise 2015 beobachten, als da "Dahergelaufene" an kamen, die Smart- und sogar I-Phones besaßen. Die Wutanfälle waren teilweise heftig, weil ein Statussymbol mit einem Federstrich nichts mehr wert war.

Du meinst bestimmt das Foto von dem Flüchtling der in drei Ländern Verbrechen begangen hat. Hier geht es darum, dass oft behauptet wird wie schlecht es den Flüchtlingen geht.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Dampflok94 » Fr 1. Dez 2017, 14:12

sünnerklaas hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:10)

Es gibt einen Aspekt, der hier nach meinem Kenntnisstand noch nicht im Thread angesprochen wurde:

Die Mitgliedschaft in der PKV ist ein gesellschaftliches Statussymbol.ersten Ranges. Man ist wer, wenn man beim Arzt "Privat" ist. Man ist nicht Creti und Pleti.
Zu welchen Konflikten die sichtbare Entwertung von gesellschaftlichen Statussymbolen führen kann, konnte man sehr eindrucksvoll bei der Flüchtlingskrise 2015 beobachten, als da "Dahergelaufene" an kamen, die Smart- und sogar I-Phones besaßen. Die Wutanfälle waren teilweise heftig, weil ein Statussymbol mit einem Federstrich nichts mehr wert war.

Ist sicherlich auch ein grund in der PKV zu sein. Wobei nicht jeder dort auch gut verdient. Beamte des einfachen Dienstes und auch viele Selbständige sind nicht gerade Großverdiener.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Cat with a whip » Fr 1. Dez 2017, 14:45

Es ist doch gaz einfach warum es die PKV gibt.

Hier finanziert der Steuerzahler zum Beispiel bis zu 80% der Gesundheitskosten der Privatversicher wenn der Versicherte Beamter ist. Und bei Selbstständigen sofern sie mehr als 5000 EUR Monatsverdienst haben, ist dann der Beitrag fix und einkommensunabhängig.

Daraus ergeben sich für den Versicherer überdurchschnittliche Pro-Kopf-Prämien und höhere Umsätze. Vorausgesetzt dass Beiträge mit dem Einkommen anteilig steigen würden, stellt das Modell der PKV für Besserverdienende einen Ausstieg aus der Solidargemeinschaft dar. Und für die PKV gleichzeitig gute Renditen die auf Kosten der entgangenen Einnahmen der gesetzlichen Versicherer entstehen. Für Besserverdienende und Privatversicherer beiderseits ein Vorteil, für Versicherte weniger Kosten und Versicherer die fette Scheibe Wurst, abgeschnitten vom Geschäftsmodell der Entsolidarisierung.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Dez 2017, 14:59

Cat with a whip hat geschrieben:(01 Dec 2017, 14:45)

Es ist doch gaz einfach warum es die PKV gibt.

Hier finanziert der Steuerzahler zum Beispiel bis zu 80% der Gesundheitskosten der Privatversicher wenn der Versicherte Beamter ist. Und bei Selbstständigen sofern sie mehr als 5000 EUR Monatsverdienst haben, ist dann der Beitrag fix und einkommensunabhängig.

Daraus ergeben sich für den Versicherer überdurchschnittliche Pro-Kopf-Prämien und höhere Umsätze. Vorausgesetzt dass Beiträge mit dem Einkommen anteilig steigen würden, stellt das Modell der PKV für Besserverdienende einen Ausstieg aus der Solidargemeinschaft dar. Und für die PKV gleichzeitig gute Renditen die auf Kosten der entgangenen Einnahmen der gesetzlichen Versicherer entstehen. Für Besserverdienende und Privatversicherer beiderseits ein Vorteil, für Versicherte weniger Kosten und Versicherer die fette Scheibe Wurst, abgeschnitten vom Geschäftsmodell der Entsolidarisierung.



Warum soll ich als PKV Versicherter "solidarisch" mit den nicht arbeitenden Ehefrauen der gut verdienden Ehemänner sein?

Wir könne gerne auf eine GKV Kopfprämie umstellen wie in der Schweiz - unabhängig vom Einkommen
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Cat with a whip » Fr 1. Dez 2017, 15:09

Man kann natürlich auch so sehen dass die PKV eine sich abgrenzende Solidargemeinschaft der Besserverdienenden sind. Ihre fixen Kosten sind daher möglich weil sie bereits schon deutlich mehr einzahlen als es Normalverdiener könnten. Würde man das Geschäftsmodell der PKV verbieten würden die Renditen dieses Geschäftsmodells den Versicherten zugute kommen.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Dez 2017, 17:27

Cat with a whip hat geschrieben:(01 Dec 2017, 15:09)

Man kann natürlich auch so sehen dass die PKV eine sich abgrenzende Solidargemeinschaft der Besserverdienenden sind. Ihre fixen Kosten sind daher möglich weil sie bereits schon deutlich mehr einzahlen als es Normalverdiener könnten. Würde man das Geschäftsmodell der PKV verbieten würden die Renditen dieses Geschäftsmodells den Versicherten zugute kommen.


der Traum das die Besserverdienenden mehr bezahlen - und weniger Leistung bekommen...

das wird nicht passieren

in der PKV steigen die Beiträge ja mit dem Alter

somit würde der "Zwangswechsel" in die GKV für die älteren PKV Versicherten BILLIGER werden...

ebenso für alle "nicht besser verdienenden" Selbständigen....


weiterhin würden all Rücklagen auszuzahlen sein...
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Boracay » Sa 2. Dez 2017, 09:49

Realist2014 hat geschrieben:in der PKV steigen die Beiträge ja mit dem Alter
..


Nein, es sei den du wechselst im hohen Alter in die PKV. Durch die „Beitragsminderung durch Altersrückstellungen“ steigen die Beiträge nur aufgrund steigender Kosten des Gesundheitssystems bzw. der Alterung der Gesellschaft, nicht wegen des Alters der Versicherten. Im Gegenteil.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Julian » Sa 2. Dez 2017, 10:59

sünnerklaas hat geschrieben:(01 Dec 2017, 12:10)

Es gibt einen Aspekt, der hier nach meinem Kenntnisstand noch nicht im Thread angesprochen wurde:

Die Mitgliedschaft in der PKV ist ein gesellschaftliches Statussymbol.ersten Ranges. Man ist wer, wenn man beim Arzt "Privat" ist. Man ist nicht Creti und Pleti.
Zu welchen Konflikten die sichtbare Entwertung von gesellschaftlichen Statussymbolen führen kann, konnte man sehr eindrucksvoll bei der Flüchtlingskrise 2015 beobachten, als da "Dahergelaufene" an kamen, die Smart- und sogar I-Phones besaßen. Die Wutanfälle waren teilweise heftig, weil ein Statussymbol mit einem Federstrich nichts mehr wert war.


Ja, die PKV wird in der Tat als Statussymbol angesehen, allerdings vor allem von Leuten, die es nötig haben, um ihren vermeintlichen Status zu kämpfen und sich von anderen Bevölkerungsgruppen abzugrenzen. Bei Ärzten kommen wichtigtuerische Privatpatienten in der Regel nicht gut an, aber selbstverständlich gibt es einen materiellen Anreiz, solche Patienten zu halten, ihnen alle möglichen unnötigen Dinge anzubieten, und sie in ihrem Gefühl zu bestätigen.

Für eine gute Behandlung sind andere Dinge ausschlaggebend: Am wichtigsten ist eine gewisse Grundintelligenz, die dazu genutzt werden sollte, sich selbst über seine Erkrankung zu informieren. Ein Arzt wird einen intelligenten, informierten Patienten anders behandeln als andere Patienten, insbesondere, wenn man Intelligenz und Wissen dazu benutzt, nicht besserwisserisch, sondern konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten, unter Beachtung der Kompetenz und der Grenzen des Arztes.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon aleph » Sa 2. Dez 2017, 12:23

chefarztbehandlung ist übrigens nicht notwendig. es gibt fast nichts, was ein Chefarzt besser kann. Operationen werden eh meist von oberärzten durchgeführt. diese stehen unter den chefärzten, sind also potentielle Nachfolger von chefärzten, haben aber mehr Praxis, weil sie ja mehr operieren.
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Boracay » Sa 2. Dez 2017, 12:28

aleph hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:23)

chefarztbehandlung ist übrigens nicht notwendig. es gibt fast nichts, was ein Chefarzt besser kann. Operationen werden eh meist von oberärzten durchgeführt. diese stehen unter den chefärzten, sind also potentielle Nachfolger von chefärzten, haben aber mehr Praxis, weil sie ja mehr operieren.


In der PKV kannst du dir aussuchen wer die OP macht, beim richtigen Tarif sogar einen internationalen Top Experten.

Dazu gibt es eben Annehmichkeiten die einfach nur geil sind im Krankenhaus oder noch besser einer Privatklinik.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon John Galt » Sa 2. Dez 2017, 14:36

Man sollte die Beamten in die GKV stecken und die Rentenkasse gleich auch noch.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Thomas I » Sa 2. Dez 2017, 19:21

Dampflok94 hat geschrieben:(01 Dec 2017, 09:08)
Nur
Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Ich kenne deinen Gesundheitszustand ja nicht. Ich gönne es im übrigen jedem der Rahm zu sein. :)


Ich koste die PKV im Moment jährlich 1300% meines Jahresbeitrages.
Ich vermute das ist nicht mal mehr Rohmilch.... ;)

Von daher ist das mit der Sahne ein dummes Klischee.
Nicht jeder in der PKV ist jung, dynamisch und kerngesund.
Die Verteilung ist da nicht anders als bei der GKV.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Dampflok94 » Sa 2. Dez 2017, 19:28

Thomas I hat geschrieben:(02 Dec 2017, 19:21)

Ich koste die PKV im Moment jährlich 1300% meines Jahresbeitrages.
Ich vermute das ist nicht mal mehr Rohmilch.... ;)

Von daher ist das mit der Sahne ein dummes Klischee.
Nicht jeder in der PKV ist jung, dynamisch und kerngesund.
Die Verteilung ist da nicht anders als bei der GKV.

Natürlich ist es nicht jeder. Schließlich wird so manch einer erst im Laufe des Lebens krank. Ich gehe mal ganz stark davon aus, daß Du bei Eintritt in die PKV keine 1300% gekostet hast.

Die PKV kann nun mal bekannte Risiken ausschließen. Zukünftige logischerweise nicht. Die GKV muß alles nehmen.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon ryu1850 » Sa 2. Dez 2017, 19:31

John Galt hat geschrieben:(02 Dec 2017, 14:36)

Man sollte die Beamten in die GKV stecken und die Rentenkasse gleich auch noch.


In die GKV stecken macht Sinn, da stimme ich 100% zu. Die Pension kann so bleiben wie sie ist, aber unter der Bedingung, dass sie genau so wie die Rente berechnet wird.
Staat --> Rentenkasse --> Beamte im Ruhestand
Staat --> Beamte im Ruhestand

In Version 2 fehlt eine "Bürokratieinstanz" also wäre das System günstiger.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Thomas I » Sa 2. Dez 2017, 19:35

Dampflok94 hat geschrieben:(02 Dec 2017, 19:28)

Natürlich ist es nicht jeder. Schließlich wird so manch einer erst im Laufe des Lebens krank. Ich gehe mal ganz stark davon aus, daß Du bei Eintritt in die PKV keine 1300% gekostet hast. J

Die PKV kann nun mal bekannte Risiken ausschließen. Zukünftige logischerweise nicht. Die GKV muß alles nehmen.


Nein, da waren mir die Risiken noch nicht bekannt.
Da war ich noch Student aber zu alt für die Pflichtversicherung. Ich wäre auch in der GKV geblieben, aber die wollte in dem Moment 100 Euro im Monat mehr als die PKV.
Obwohl ich Student war, wollte die GKV mir da den Beitagssatz für ein Einkommen an der Beitagsbemessungsgrenze abnehmen.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Thomas I » Sa 2. Dez 2017, 19:39

Boracay hat geschrieben:(02 Dec 2017, 12:28)

In der PKV kannst du dir aussuchen wer die OP macht, beim richtigen Tarif sogar einen internationalen Top Experten.

Dazu gibt es eben Annehmichkeiten die einfach nur geil sind im Krankenhaus oder noch besser einer Privatklinik.


Ja, wenn du einen entsprechenden PKV-Tarif mit umfassenden Wahlarztleistungen hast, dann ja.
Dann zahlst du aber für diese Annehmlichkeiten auch extra.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon ryu1850 » Sa 2. Dez 2017, 19:44

Cat with a whip hat geschrieben:(01 Dec 2017, 14:45)

Es ist doch gaz einfach warum es die PKV gibt.

Hier finanziert der Steuerzahler zum Beispiel bis zu 80% der Gesundheitskosten der Privatversicher wenn der Versicherte Beamter ist. Und bei Selbstständigen sofern sie mehr als 5000 EUR Monatsverdienst haben, ist dann der Beitrag fix und einkommensunabhängig.

Daraus ergeben sich für den Versicherer überdurchschnittliche Pro-Kopf-Prämien und höhere Umsätze. Vorausgesetzt dass Beiträge mit dem Einkommen anteilig steigen würden, stellt das Modell der PKV für Besserverdienende einen Ausstieg aus der Solidargemeinschaft dar. Und für die PKV gleichzeitig gute Renditen die auf Kosten der entgangenen Einnahmen der gesetzlichen Versicherer entstehen. Für Besserverdienende und Privatversicherer beiderseits ein Vorteil, für Versicherte weniger Kosten und Versicherer die fette Scheibe Wurst, abgeschnitten vom Geschäftsmodell der Entsolidarisierung.


Genau das.
Der Name Bürgerversicherung ist nur blöd, ich würde es eher eine "Gesundheitssystemsteuer" nennen.
Bei keiner anderen Versicherung muss man einen Prozentsatz seines Einkommens zahlen, deswegen ist die Gkv eigentlich keine Versicherung sondern eher eine Steuer die nur Versicherung genannt wird.
Man kriegt in der GKV für unterschiedliche Beträge die gleiche Leistung, das ist genau so wie es bei der Polizei oder Feuerwehr. Man zahlt einen %Satz seines Einkommens und hat einen Anspruch auf Leistungen von diesen wenn man sie braucht. Nur weil man sich eine private Feuerwehr leisten könnte, kann man seine Steuerlast ja auch nicht um den Betrag der ins "Feuerwehrsystem" ginge kürzen.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Thomas I » Sa 2. Dez 2017, 19:52

Dampflok94 hat geschrieben:(01 Dec 2017, 14:12)

Ist sicherlich auch ein grund in der PKV zu sein. Wobei nicht jeder dort auch gut verdient. Beamte des einfachen Dienstes und auch viele Selbständige sind nicht gerade Großverdiener.


Ja und das ist ein bedeutender Anteil derjenigen in der PKV.
Auch im mittleren und gehobenen Dienst bist du kein Großverdiener.
Als Rechtspfleger mit A9 wäre ich auf anfänglich 1850 netto gekommen, wovon ich noch 250 bis 300 Euro für die PKV hätte aufwenden müssen.
Und Rechtspfleger sind gehobener Dienst.
Und dann hätte ich von dem Geld im Quartal noch 6000 Euro für etwa 6 Wochen aufbringen müssen um meine Medikamente zu bezahlen bevor die Beihilfe und PKV mir das dann erstatten.
Bei der Medikation des letzten Jahres wären es in einem Quartal sogar 66000 Euro gewesen.
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Re: Ärzte laufen Sturm gegen Bürgerversicherung

Beitragvon Realist2014 » So 3. Dez 2017, 10:55

Boracay hat geschrieben:(02 Dec 2017, 09:49)

Nein, es sei den du wechselst im hohen Alter in die PKV. Durch die „Beitragsminderung durch Altersrückstellungen“ steigen die Beiträge nur aufgrund steigender Kosten des Gesundheitssystems bzw. der Alterung der Gesellschaft, nicht wegen des Alters der Versicherten. Im Gegenteil.


doch..

bis zum 60 Lebensjahr steigen sie...( nicht kontinuierlich ..)

ab dem 60 Lebensjahr gibt es die 10% Zuschlag nicht mehr ( die Beiträge steigen aber trotzdem weiter- reduziert um die 10%...)

Ab dem 65. werden dann die Altersrückstellungen zur Beitragsdämpfung verwendet... ( da sollten sei dann nicht mehr steigen)


und diesen Sachverhalt habe ich schriftlich von meiner PKV... ( bei der ich seit 35 Jahren bin...)
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