"Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

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Dark Angel
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Dark Angel » So 26. Nov 2017, 22:31

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 21:39)

Das ist schwammig formuliert. Ich neige eher dem ersteren Teil ("wer man selbst ...") und Du wohl eher dem zweiteren ("oder wer jemand anderer ...") zu.

OT: Geht's den Händen besser?

Meinst du nach dem Unfall?
Nein - das wird nicht besser, damit muss ich leben.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Selina
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Selina » So 26. Nov 2017, 22:42

James T. Kirk hat geschrieben:(26 Nov 2017, 20:32)

Selina meinte, man dürfe andere Kulturen nicht kritisieren.


Nein, das meinte ich nicht. Ich sagte Folgendes (So 26. Nov 2017, 11:23):

Ja sicher sind das alles Dinge, die ich ebenfalls äußerst kritisch sehe. Dennoch ist der einzelne Mensch, der aus Kriegs- und Krisenregionen fliehen muss, oder der Nachbar mit "fremder" Herkunft, immer der einzelne Mensch, den ich sehe. Egal, welcher Nationalität und welcher Religion. Den behandele ich mit Respekt und nicht von oben herab. Regierungen von unmenschlichen Regimes müssen selbstverständlich auf politischer und diplomatischer Ebene auch kritisiert werden. Was ja auch geschieht. Aber das heißt noch lange nicht für den Einzelnen, mit besserwisserischer und arroganter Geste anderen Menschen zu sagen, wo es langzugehen hat, weil man glaubt, einer überlegenen oder "kultivierteren" Gruppe von Menschen anzugehören. Das ist Herrenmenschentum. Auch wenn das heute alles etwas anders und verschleierter formuliert wird als damals, aber im Grunde ist es genau dasselbe. So etwas habe ich schon immer abgelehnt und werde es bis ans Ende meiner Tage ablehnen.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon PeterK » So 26. Nov 2017, 22:44

Dark Angel hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:31)
Meinst du nach dem Unfall?
Nein - das wird nicht besser, damit muss ich leben.

1. Ja, meine ich.
2. Medizin macht manchmal überraschend schnelle Fortschritte - in dem Sinne: good luck!

BTT: Wollen wir uns weiter kloppen :)? Ich meine, dass Du und @Selina beim Thema "Identität" regelmäßig aneinander vorbeischreibt.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Slawe » So 26. Nov 2017, 23:15

Selina hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:42)
Ja sicher sind das alles Dinge, die ich ebenfalls äußerst kritisch sehe. Dennoch ist der einzelne Mensch, der aus Kriegs- und Krisenregionen fliehen muss, oder der Nachbar mit "fremder" Herkunft, immer der einzelne Mensch, den ich sehe. Egal, welcher Nationalität und welcher Religion. Den behandele ich mit Respekt und nicht von oben herab. Regierungen von unmenschlichen Regimes müssen selbstverständlich auf politischer und diplomatischer Ebene auch kritisiert werden. Was ja auch geschieht. Aber das heißt noch lange nicht für den Einzelnen, mit besserwisserischer und arroganter Geste anderen Menschen zu sagen, wo es langzugehen hat, weil man glaubt, einer überlegenen oder "kultivierteren" Gruppe von Menschen anzugehören. Das ist Herrenmenschentum. Auch wenn das heute alles etwas anders und verschleierter formuliert wird als damals, aber im Grunde ist es genau dasselbe. So etwas habe ich schon immer abgelehnt und werde es bis ans Ende meiner Tage ablehnen.

Wärst du so freundlich mir paar Fragen zu beantworten?
1. Wenn du deine Wohnung mal sauber machst, nen Gast erwartest und generell selbst keine Schuhe zu Hause benutzt. Wurdest du es akzeptieren und es auch respektieren, wenn dein Gast mit dreckigen Schuhen durch deine Wohnung läuft?
2. Wenn du ein Haustier hast, sagen wir nen Goldfisch oder Hamster. Du hast direkt daneben ein spezielles Futter stehen. Dein Gast schmeißt aber dann einfach nur etwas Gras rein, was er von draußen mitgebracht hat. Wäre das für dich okey?
3. Was wäre, wenn jemand bei dir einfach so einziehen wurde. Und dir zu verstehen gibt, dass in seinem Kulturkreis das vollkommen in Ordnung ist. Ist es dann auch okey für dich?

Jetzt ganz ungeachtet der ganzen Flüchtlinge.
Sagen wir, das sind so normale Werte für dich, die dir wichtig sind. Da kommt jemand an und tritt deine Werte und Kultur mit Füßen.
Ein gutes Beispiel bietest du ja selbst, so wie deine Beiträge sich lesen, bist du laut der deutschen Definition weit Links angesiedelt. Für dich ist die IB Rechtsradikal, die AfD genau so, alles was gegen andere Kulturen und Religion geht ist dann in deinen Augen schlecht und radikal. Das ist im Grunde deine kulturelle Identität, du identifizierst dich doch selbst mit solchen Werten und verteidigst sie auch. Rechte tun das auch, hier lebenden Türken genau so und die ganzen anderen Länder sowieso.
Auch wirst du dich nicht immer nur Abgrenzen können sondern wirst auch Ausgrenzen. Ja, auch Linker tut es, sieht man an der lustigen Antifa Truppe. Obwohl auch die Antifa eine kulturelle Identität hat, sie definiert es aber weniger am Volk sondern an den Gedankengut.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Selina » So 26. Nov 2017, 23:51

Slawe hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:15)

Wärst du so freundlich mir paar Fragen zu beantworten?
1. Wenn du deine Wohnung mal sauber machst, nen Gast erwartest und generell selbst keine Schuhe zu Hause benutzt. Wurdest du es akzeptieren und es auch respektieren, wenn dein Gast mit dreckigen Schuhen durch deine Wohnung läuft?
2. Wenn du ein Haustier hast, sagen wir nen Goldfisch oder Hamster. Du hast direkt daneben ein spezielles Futter stehen. Dein Gast schmeißt aber dann einfach nur etwas Gras rein, was er von draußen mitgebracht hat. Wäre das für dich okey?
3. Was wäre, wenn jemand bei dir einfach so einziehen wurde. Und dir zu verstehen gibt, dass in seinem Kulturkreis das vollkommen in Ordnung ist. Ist es dann auch okey für dich?

Jetzt ganz ungeachtet der ganzen Flüchtlinge.
Sagen wir, das sind so normale Werte für dich, die dir wichtig sind. Da kommt jemand an und tritt deine Werte und Kultur mit Füßen.
Ein gutes Beispiel bietest du ja selbst, so wie deine Beiträge sich lesen, bist du laut der deutschen Definition weit Links angesiedelt. Für dich ist die IB Rechtsradikal, die AfD genau so, alles was gegen andere Kulturen und Religion geht ist dann in deinen Augen schlecht und radikal. Das ist im Grunde deine kulturelle Identität, du identifizierst dich doch selbst mit solchen Werten und verteidigst sie auch. Rechte tun das auch, hier lebenden Türken genau so und die ganzen anderen Länder sowieso.
Auch wirst du dich nicht immer nur Abgrenzen können sondern wirst auch Ausgrenzen. Ja, auch Linker tut es, sieht man an der lustigen Antifa Truppe. Obwohl auch die Antifa eine kulturelle Identität hat, sie definiert es aber weniger am Volk sondern an den Gedankengut.


zu 1) ja
zu 2) nein. Ich würde ihn freundlich darauf hinweisen, dass mein Viehzeuchs kein Gras frisst.
zu 3) kommt darauf an, in welcher Situation derjenige ist. Falls er nirgendwo Hilfe kriegt, nirgendwo eine Bleibe hat und er ganz alleine, ohne Unterkunft, ohne Nahrung, ohne Zuwendung wäre, dann wäre das ok für mich. Allerdings würde ich mich zeitnah mit ihm zusammen um staatliche/kommunale Hilfe für ihn bemühen.

Falls du mit IB die Intentitäre Bewegung meinst, die ist rechtsradikal, weswegen sie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Und warum ich diese Rechtspopulisten (was ja eine freundliche Umschreibung ist, um die zarten rechten Seelen nicht zu verletzen) nicht zu meinen Freunden zähle, liegt daran, dass deren Vorfahren gleicher Gesinnung ein großes Unheil angerichtet haben mit Millionen und Abermillionen Ermordeten, Vergasten, Erschlagenen, Erschossenen und tausenden zerbombten und völlig zerstörten Städten und Dörfern, mit hingemetzelten kompletten Dorfbevölkerungen, mit Millionen von Euthanasie-Opfern ("unwertes Leben"), mit einer entmenschlichten Rassenlehre und so weiter und so fort.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Bleibtreu » Mo 27. Nov 2017, 08:19

Die arme Selina, da leiden also einige von uns unter einem kollektiven Missverstaendnis - n'est-ce pas? :D

Darauf habe ich trotz nachhaken bisher immer noch keine Antwort erhalten:
Bleibtreu hat geschrieben:(26 Nov 2017, 11:06)
Nicht ausgrenzen, ich grenze mich ab. Natuerlich grenze ich mich ab, wenn ich mich von einer kranken Scheisse wie FrauenBeschneidung, TodesStrafe fuer "EheBrecherinnen" und HomoSexuelle, Amputationen fuer DiebStahl oder wie in China sogar die TodesStrafe oder dem KastenSystem klar und deutlich distanziere und sie als das benenne was sie sind: Menschen verachtender Dreck. [...]
JFK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 12:28)
Deine Tolle und Abgeschottete Gesellschaft in Israel hat auch viel kranke scheisse produziert, vor allem in Bezug auf ihre Minderheiten, und es sieht immernoch komisch aus, mit dem Finger herablassend auf andere Staaten zeigen, aber die eigenen Missstände unter dem Teppich zu kehren, obwohl doch die Weisheit, "vor der eigenen Haustür kehren" Universal gilt, krönung ist auch noch sich bei so einer Nummer, Moralisch überlegen zu fühlen :dead:
Selina hat geschrieben:(26 Nov 2017, 12:31) Es gibt halt Leute, die brauchen es, immer zu den "Besseren" und "Überlegeneren" zu gehören. Dabei dürfte es keine einzige Nation und keinen einzigen Staat geben, die/der ohne Fehl und Tadel ist ;)
Bleibtreu hat geschrieben:(26 Nov 2017, 12:35)
WER hat behauptet, es gaebe eine Nation oder einen Staat OHNE Fehl und Tadel? Bitte Beweis dafuer verlinken oder ganz schnell zurueck rudern, wenn du dich hier nicht einer dreisten Luege schuldig machen willst. :)
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Selina » Mo 27. Nov 2017, 08:31

Bleibtreu hat geschrieben:(27 Nov 2017, 08:19)

Selina hat geschrieben:
(26 Nov 2017, 12:31) Es gibt halt Leute, die brauchen es, immer zu den "Besseren" und "Überlegeneren" zu gehören. Dabei dürfte es keine einzige Nation und keinen einzigen Staat geben, die/der ohne Fehl und Tadel ist ;)

Bleibtreu hat geschrieben:
(26 Nov 2017, 12:35)
WER hat behauptet, es gaebe eine Nation oder einen Staat OHNE Fehl und Tadel? Bitte Beweis dafuer verlinken oder ganz schnell zurueck rudern, wenn du dich hier nicht einer dreisten Luege schuldig machen willst. :)


Darauf habe ich trotz nachhaken bisher immer noch keine Antwort erhalten:


Ich hab nicht gesagt, dass hier jemand "behauptet" hätte, es gäbe eine Nation oder einen Staat ohne Fehl und Tadel. Sondern ich sagte wörtlich: "Dabei dürfte es keine einzige Nation und keinen einzigen Staat geben, die/der ohne Fehl und Tadel ist ;)"

Ich sagte das. Niemand sonst. Kleiner, aber feiner Unterschied.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Bleibtreu » Mo 27. Nov 2017, 08:44

Selina hat geschrieben:(27 Nov 2017, 08:31)

Ich hab nicht "behauptet", dass hier jemand gesagt hätte, es gäbe eine Nation oder einen Staat ohne Fehl und Tadel.Sondern ich sagte wörtlich "Dabei dürfte es keine einzige Nation und keinen einzigen Staat geben, die/der ohne Fehl und Tadel ist ;)"

Dann schau dir Oben an, was JFK an mich schrieb und was du dann dazu an ihn geschrieben hast. Deine Behauptung steht klar in einem Zusammenhang, die haengt nicht in der Luft. JFK greift mich persoenlich an und du springst ihm mit deiner Behauptung Es gibt halt Leute, die brauchen es, immer zu den "Besseren" und "Überlegeneren" zu gehören. Dabei dürfte es keine einzige Nation und keinen einzigen Staat geben, die/der ohne Fehl und Tadel ist bei.

Ich sagte das. Niemand sonst. Kleiner, aber feiner Unterschied.

Natuerlich hast DU das gesagt, das ist an den von mir zitierten Beitraegen, die den DiskussionsZusammenhang verdeutlichen sollen, auch klar erkennbar. Oder WO schrieb ich, dass du das nicht gesagt haettest? :cool:
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Slawe » Mo 27. Nov 2017, 09:14

Selina hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:51)

zu 1) ja
zu 2) nein. Ich würde ihn freundlich darauf hinweisen, dass mein Viehzeuchs kein Gras frisst.
zu 3) kommt darauf an, in welcher Situation derjenige ist. Falls er nirgendwo Hilfe kriegt, nirgendwo eine Bleibe hat und er ganz alleine, ohne Unterkunft, ohne Nahrung, ohne Zuwendung wäre, dann wäre das ok für mich. Allerdings würde ich mich zeitnah mit ihm zusammen um staatliche/kommunale Hilfe für ihn bemühen.

Falls du mit IB die Intentitäre Bewegung meinst, die ist rechtsradikal, weswegen sie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Und warum ich diese Rechtspopulisten (was ja eine freundliche Umschreibung ist, um die zarten rechten Seelen nicht zu verletzen) nicht zu meinen Freunden zähle, liegt daran, dass deren Vorfahren gleicher Gesinnung ein großes Unheil angerichtet haben mit Millionen und Abermillionen Ermordeten, Vergasten, Erschlagenen, Erschossenen und tausenden zerbombten und völlig zerstörten Städten und Dörfern, mit hingemetzelten kompletten Dorfbevölkerungen, mit Millionen von Euthanasie-Opfern ("unwertes Leben"), mit einer entmenschlichten Rassenlehre und so weiter und so fort.


Du bist ein komischer Mensch. Wer lässt denn zu, dass der Gast mit schmutzigen Schuhen durch die Wohnung latscht. Man kann ja dem Gast sagen, er soll seine Schuhe ausziehen und Pantoffeln anbieten. :D

Ja, die meinte ich auch. Naja, darüber lässt sich ja streiten ob die jetzt rechts, rechtsradikal oder rechtsextrem sind. Im Grunde ein lustiger Haufen, habe mir mehrere Videos von denen angesehen, ich persönlich wurde von Rechten bis Rechtsradikalen sprechen. Was denn Verfassungsschutz angeht, die beobachten nicht nur Rechte sondern auch Linke. Mehrheit der bekannten Antifa Gruppen werden von denen beobachtet, dazu zählen dann auch paar Gruppierungen der Linkspartei. Auch die Aktion von SPD und Grünen "Aufstehen gegen Rassismus" wird beobachtet. Sowie zahlreiche Islamisten usw.. Im Grunde alles was Demokratie feindlich ist.
Wie stehst du zur den Gruppierungen die ich dir hier aufgezählt habe?
Du bist doch gegen Ausgrenzung und viele Antifa Gruppen grenzen andere aus, es gibt auch statistisch gesehen mehr linksextreme Gewalt als rechtsextreme Gewalt. Auch das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" redet von nen gemeinsamen Feind und zwar die AfD. Auf deren Seite steht auch "AfD wählen = Nazis wählen", weißt du wer Nazis überhaupt waren? Was da für nen Leid gab? Weißt du auch was von den Kommunisten? Den Bürgerkrieg die sie hatten, wie viele Tote es dort gab?
Also ich wäre durchaus beleidigt, wenn man mich mit Massenmördern gleichstellen wurde, egal welcher Seite.
Deutschland hat doch eine Demokratie und sagt auch, dass hier Meinungsfreiheit herrscht. Man muss im Grunde keinen wegen seiner Meinung ausgrenzen, verprügeln, ermorden oder sonst wie schaden. Es wurde schon reichen, wenn Gruppierungen eine
vernünftige Diskussion führen und versuchen das beste auf die Beine zu stellen, gemeinsam und trotz der unterschiedlichen Ansichten.
Denn auch ein Rechtsradikaler hat das Recht auf seine Meinung, solange er es zivilisiert äußern kann. Das gilt auch für Linksradikale.

Soviel zum Thema "kulturelle Identität", davon ist ja niemand verschont, denn die hat jeder. Linke, Rechte, Religionsanhänger, Atheisten usw. ... worum ging es dir eigentlich nochmal? :D
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 27. Nov 2017, 09:27

Slawe hat geschrieben:(26 Nov 2017, 23:15)


Auch wirst du dich nicht immer nur Abgrenzen können sondern wirst auch Ausgrenzen. Ja, auch Linker tut es, sieht man an der lustigen Antifa Truppe. Obwohl auch die Antifa eine kulturelle Identität hat, sie definiert es aber weniger am Volk sondern an den Gedankengut.


Dass jede Identität immer mit Abgrenzung und mit Ausgrenzung zu tun hat, ist eigentlich unumstritten. Sonst gäbe es ja auch keine Vorschläge, der kulturellen Identität eine "Identität Mensch" voran- oder gegenüberzustellen.

Eine Menschheit, die frei von Negativität sein möchte, schafft dies nur in einem vollkommen totalitären Gebilde. Die in komplexen modernen Gesellschaften für die Durchsetzung erforderliche Egalität ist vielleicht in Nordkorea derzeit am ausgeprägtesten (die wenigen überlebenden geschlossenen Gesellschaften ausgenommen, aber ein Zurück nach dort gibt es nicht), alternativ bräuchte es halt ein umfassendes Neuroenhancement. Aber der pragmatische Ansatz ist eben: Mit den Differenzen leben und sie aushalten lernen.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 27. Nov 2017, 09:29

Slawe hat geschrieben:(27 Nov 2017, 09:14)

... worum ging es ... eigentlich nochmal? :D


Um die Trennung der Guten von den Schlechten, worum sonst? :D
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Dark Angel » Mo 27. Nov 2017, 09:42

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:44)

1. Ja, meine ich.
2. Medizin macht manchmal überraschend schnelle Fortschritte - in dem Sinne: good luck!

Medizin(er) hat/haben schon getan, was sie konnten, nur beschädigte Nervenstränge "reparieren" können sie noch nicht. :s

PeterK hat geschrieben:(26 Nov 2017, 22:44)BTT: Wollen wir uns weiter kloppen :)? Ich meine, dass Du und @Selina beim Thema "Identität" regelmäßig aneinander vorbeischreibt.

Schau mer mal. Wäre schon viel gewonnen, wenn Selina sich mal inhaltlich mit geschriebenen auseinander setzen würde.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Bleibtreu » Mo 27. Nov 2017, 10:31

Billie Holiday hat geschrieben:(27 Nov 2017, 10:08)

Für mich ist eindeutig, dass die Schleimerin sich selbst für die Allerbeste hält. :D

:D Ich halte mich meinerseits nicht fuer die Beste. Schliesslich bin ich so boese und habe kein Problem damit mich klar und stringent von allem abzugrenzen, was mir zuwider ist - dazu stehe ich schamlos. Denn ich bin ein Individuum und keine billige Kopie von welchen inkontinenten IdeologieGeboten auch immer. :D
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Dark Angel » Mo 27. Nov 2017, 13:11

Billie Holiday hat geschrieben:(27 Nov 2017, 10:08)

Für mich ist eindeutig, dass die Schleimerin sich selbst für die Allerbeste hält. :D

"Die Frage nach der Identität hat eine universelle und eine kulturell-spezifische Dimensionierung."
Quelle


Dieser eine Satz besagt doch eigentlich schon, dass Indetitätsbildung/Identitätsentwicklung des Individuums nicht losgelöst von jeweiligen gesellschaftlich-kulturellen Kontext betrachtet werden kann, dass kulturelle Identität ein Teil der Identität jedes einzelnen Individuums darstellt.
Kulturell-spezfische Dimension bedeutet doch nichts anderes als die Vermittlung und Tradierung bestimmter Wert- und Moralvorstellungen, von Umgangsformen ungeschriebenen Regeln und Normen (ungeschrieben meint: nicht in rechtliche/gesetzliche Form gefasst) durch soziale Interaktion - unabhängig davon ob bewusst oder unbewusst.
Und natürlich bekennt sich das Individuum auch zu dieser kulturellen Identität - auch wieder unabhängig davon ob bewusst oder unbewusst.
Umgangsformen/Höflichkeitsregeln sind dabei sowohl kulturübergreifend universell wie auch kulturspezifisch.
Während die kulturspezifischen Höflichkeitsregeln bei Fremden noch "naserümpfend" toleriert werden, ist das bei den kulturübergreifenden nicht der Fall. Die stoßen überall auf - nach dem Motto "Was'n das für'n Flätz".

Außer natürlich, man heißt Selina und toleriert alles - angefangen von der Unhöflichkeit bzw Respektlosigkeit dem Gastgeber gegenüber, mit dreckigen Schuhen durch eine frisch geputzte Wohnung zu latschen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen.
Diese ignoriert sie dann "geschmeidig" als nicht vorhanden oder redet sie sich schön, weil ihr Gegenüber diese nicht als Menschenrechtsverletzung erkennt bzw nicht als solche wahrnimmt, weil "das schon immer so war", weil ihr Gegenüber entsprechend sozialisiert wurde und ihm/ihr entsprechende Wertvorstellungen vermittelt wurden.
Dass es sich dabei aber ebenfalls um kulturelle Identität und das Bekenntnis dazu handelt, das begreift sie nicht, weil - kulturelle Identität ist ja sowas von rääächts. :s
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Selina » Mo 27. Nov 2017, 14:05

Die rechtsradikalen Identitären bringen es schön auf den Punkt, was sie wollen. Sie wollen endlich nicht mehr ausgegrenzt und diskriminiert werden, wenn sie sich offen und ehrlich zu ihrer eigenen Kultur bekennen. Endlich :D

ZItat:

Wir brauchen endlich wieder ein gesundes Verhältnis zu Patriotismus und Heimatliebe sowie echte Meinungsfreiheit. Viele Jahre dominierte die politische Linke den Medien- und Kulturbetrieb. Jetzt ist es Zeit, dass eine identitäre Gegenstimme auf die Bühne tritt. Heimatliebe ist kein Verbrechen, sondern etwas völlig Normales. Wir wollen, dass sich jeder offen und ehrlich zu seiner eigenen Kultur und Tradition bekennen kann, ohne dabei Ausgrenzung oder Diskriminierung erfahren zu müssen.

Wir wollen endlich eine offene Debatte über die Identitätsfrage im 21. Jahrhundert. Das etablierte Meinungsspektrum verengt diese Frage lediglich auf die Utopie einer einheitlichen One-World-Ideologie. Wir hingegen fordern eine Welt der Vielfalt, Völker und Kulturen. Die Bewahrung unserer ethnokulturellen Identität muss als Grundkonsens und als Grundrecht in der Gesellschaft verankert werden.

Illegale Einwanderung darf nicht zur Normalität werden. Wir brauchen eine Rückführung aller illegal Eingereisten nach humanen Standards und eine demografische Tendenzwende hin zur Remigration. Der große Bevölkerungsaustausch in Europa erfordert klare Umkehrungsmaßnahmen der Migrationsströme, die der Bewahrung von Frieden, Sicherheit und Stabilität in allen europäischen Ländern dienen.


https://www.identitaere-bewegung.de/cat ... rderungen/

Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig :D

https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4re_Bewegung
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Occham » Mo 27. Nov 2017, 14:09

unity in diversity hat geschrieben:(26 Nov 2017, 11:09)

Lebe deine eigene Kultur.
Du brauchst nichts weiter dazu, als authentisch/genuin zu sein.
Dann folgen sie dir alle, wie die Lemminge...

Ich fühle mich aber ab und an wie ein Multikulti-Giraffenpferd, bis mir plötzlich einfällt, das es Giraffenpferde ja gar nicht gibt. Daraufhin fühle ich mich plötzlich wie ein Marsmensch, bis mir einfällt, der Mars ist ein Wüstenplanet, da kann nichts überleben. Daraufhin schau ich mir Madmax an und komm zu den Schluss, dass das Leben wie eine Blume ist, es muss Klein anfangen um darauf aufbauend über mehrere Stadien hinweg wachsen zu dürfen bis man Groß ist. Kurz gesagt war das Wachstum meines eigenen Horizontes nicht immer angenehm. Lieber wäre es mir gewesen, wenn mein Horizont mit neuen Dingen von Klein auf gefüttert worden wäre und von Klein auf über mehrere Stadien hinweg LANGSAM gewachsen wäre. Aber es war mir nicht vergönnt, ich musste bei den Kontakt mit anderen Kulturen zwischendrin die Beine in die Hand nehmen und nun wo mein Horizont ist, was er ist, würde ich mein Wissen auch gar nicht mehr hergeben wollen, aber anderen wünsche ich ein langsames Wachstum.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Occham » Mo 27. Nov 2017, 14:09

Billie Holiday hat geschrieben:(26 Nov 2017, 11:10)

Man muß sich nicht zwingend zusammentun, wenn man nicht zusammenpasst.

Im Arbeitsleben muss man das manchmal schon.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: "Kulturelle Identität" - Was steckt dahinter?

Beitragvon Provokateur » Mo 27. Nov 2017, 14:57

Wir fahren jetzt alle mal runter. Bis auf weiteres ist hier zu.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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