Polygamie

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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Mi 18. Okt 2017, 22:12

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:09)

Es soll vorkommen, dass sich Freier in die Damen verlieben. Christiane F. beschreibt so einen Fall in ihrem Buch.


Ja, und je nach Farbe des Geldscheines wird die Liebe sogar erwidert. :D
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Re: Polygamie

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 18. Okt 2017, 22:15

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:03)

Zumindest etwas widersprüchlich zum statement, dass wir über die Riten und Gebräuche nichts wissen.



Es wird hier so einiges ,inhaltlich an logischen Widersprüchen geboten , von einigen genial daneben liegenden Hobby Archäologen :cool:
Zuletzt geändert von Alpha Centauri am Mi 18. Okt 2017, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Polygamie

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 18. Okt 2017, 22:20

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:12)

Ja, und je nach Farbe des Geldscheines wird die Liebe sogar erwidert. :D



Tja Thema Biologie . Die Frauen wollen immer was als Gegenleistung, Geboten haben selbstlos ist nichts, nicht eimal die Liebe :cool:
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Mi 18. Okt 2017, 22:24

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:04)

Sonst müsste der deutsche Durchschnitts" Rotlichtgänger" oder Pornogucker, ja dauernd verliebt sein.

Offensichtlich bekommen diese Maenner nicht genug oder gar keine Frauen, die mit ihnen um des Voegels willen voegeln wollen. So ist das eben, wenn Frauen kein immer verfuegbares FickFleisch sind und stattdessen ein Recht auf sexuelle SelbstBestimmung haben. In den aufgeklaerten Gesellschaften sucht sich die Frau den Mann aus, mit dem sie voegeln will. :)
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Re: Polygamie

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 18. Okt 2017, 22:43

Bleibtreu hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:24)

Offensichtlich bekommen diese Maenner nicht genug oder gar keine Frauen, die mit ihnen um des Voegels willen voegeln wollen. So ist das eben, wenn Frauen kein immer verfuegbares FickFleisch sind und stattdessen ein Recht auf sexuele SelbstBestimmung haben. In den aufgeklaerten Gesellschaften sucht sich die Frau den Mann aus, mit dem sie voegeln will. :)


Ach ja und zugleich empören sich dann vor allem Frauen moralisch über die Männer und fordern Verbot von Pornografie und Prostitution, beides Dinge die es in diesem Ausmaße, ohne das verlogene Verhalten von sogenannten modernen Frauen nicht geben würde, schon klar.
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Mi 18. Okt 2017, 22:52

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:43)

Ach ja und zugleich empören sich dann vor allem Frauen moralisch über die Männer und fordern Verbot von Pornografie und Prostitution, beides Dinge die es in diesem Ausmaße, ohne das verlogene Verhalten von sogenannten modernen Frauen nicht geben würde, schon klar.

Na klar, deswegen ist Prostitution auch das aelteste Gewerbe, also aus den patriarchalischen Zeiten, als Frauen nicht ueber sich selbst bestimmen durften und [Sex]Sklaverei Normalitaet war - total logisch! :D Die Frauen sind mal wieder an allem Schuld, wenn sie nicht jeden LustKnochen freiwillig drueber rutschen lassen.

Du siehst, auch diese NebelKerze ist ein EigenTor und aendert absolut nichts daran, dass diese Maenner nicht genug oder gar keine Frauen bekommen, die mit ihnen um des Voegels willen voegeln wollen. So ist das eben, wenn Frauen kein immer verfuegbares FickFleisch sind und stattdessen ein Recht auf sexuelle SelbstBestimmung haben. In den aufgeklaerten Gesellschaften sucht sich die Frau den Mann aus, mit dem sie voegeln will. Damit musst du leben, ob es dir gefaellt oder nicht. :)
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Re: Polygamie

Beitragvon Provokateur » Do 19. Okt 2017, 07:29

Nicht mehr lange, und wir haben Sexroboter, die in solchen Fällen die dringend benötigte Abhilfe schaffen.
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Do 19. Okt 2017, 07:31

Provokateur hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:29)

Nicht mehr lange, und wir haben Sexroboter, die in solchen Fällen die dringend benötigte Abhilfe schaffen.


Die sind jedenfalls nicht anspruchsvoll und nehmen jeden. :cool: :thumbup:
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Re: Polygamie

Beitragvon Provokateur » Do 19. Okt 2017, 07:36

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:31)

Die sind jedenfalls nicht anspruchsvoll und nehmen jeden. :cool: :thumbup:


Japan hat schon derartige Probleme, dank Love Sims und Onacups. Die Kinder bleiben aber aus.

Bleibt nur noch die Exogenese.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dieter Winter » Do 19. Okt 2017, 07:58

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:12)

Ja, und je nach Farbe des Geldscheines wird die Liebe sogar erwidert. :D


Wenn sie richtig clever sind, dann bekommen sie sogar eine lebenslange Alimentierung.
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Do 19. Okt 2017, 08:03

Dieter Winter hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:58)

Wenn sie richtig clever sind, dann bekommen sie sogar eine lebenslange Alimentierung.


Wie eine gute Freundin meiner Mutter, die wenige sehr solvente Freier hatte und nun als alte Dame mit dem letzten in einem schönen Haus auf Malle lebt. :cool:
Fairerweise muß ich sagen, eine bildschöne, kluge Frau. : :thumbup:
Ich war als Kind immer sehr angetan von der Frau, ihr Pudel passte farblich zu ihrem bodenlangen Pelzmantel.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dieter Winter » Do 19. Okt 2017, 08:22

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Oct 2017, 09:03)

Wie eine gute Freundin meiner Mutter, die wenige sehr solvente Freier hatte und nun als alte Dame mit dem letzten in einem schönen Haus auf Malle lebt. :cool:


Warum nicht?

Für den Spaß findet sie dort dann auch genügend junge, knackige spanische Surflehrer. :)

Eine Bekannte, d. h. sie war in unserer Clique, hat das ähnlich gemacht. Zunächst absolvierte sie eine Lehre als Automechaniker und ging später anschaffen. Ein solventer Freier hat sie geheiratet und lebte bzw. lebt? mit ihr ebenfalls auf den Balearen.
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Re: Polygamie

Beitragvon Provokateur » Do 19. Okt 2017, 10:13

Provokateur hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:36)

Japan hat schon derartige Probleme, dank Love Sims und Onacups. Die Kinder bleiben aber aus.

Bleibt nur noch die Exogenese.


https://9gag.com/gag/aOBpv1D

Genau so.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Okt 2017, 10:51

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)

Doch, sogar mehrmals, u. a. in der headline.

Was in der Headline steht ist aber Unsinn! Vor 20.000 herrschte (globale) Eiszeit und das Klima änderte sich Richtung Kältemaximum (18.000 Jahre bis 16.000 Jahre bp) und das gilt auch für China. Zu dieser Zeit gab es nur im Südwesten Chinas Laubwälder und in Laubwäldern wird keine Landwirtschaft betrieben.

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)]Hier wird der Begriff wohl etwas weiter gefasst interpretiert.

Nein wird nicht! Es handelt sich um eine unzulässige Interpretation des Journalisten und nicht um die Aussage des Wissenschaftlers auf den sich berufen wird.
Der spricht von "gezielter Pflanzenverarbeitung" und das ist etwas vollkommen anderes als Landwirtschaft.
Wir sprechen von Jagd- und Sammelwirtschaft bz Jäger- und Sammler gesellschaften/-gemeinschaften während des Paläolithikums und Mesolithikums und das bedeutet schlicht und ergreifend, dass Pflanzen, Pflanzenteile, Früchte etc pp gezielt für die Nahrungsgewinnung und für medizinische Zwecke gesammelt und verarbeitet wurden.
Sorry - aber ich weiß wovon ich rede!

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)Für Viehzucht definitiv nicht. Zudem ist Landwirtschaft mitnichten zwingend eine Kombination aus Ackerbau und Viehzucht. Die Vollerwerbslandwirte, die ich persönlich etwas näher kenne, haben die Viehwirtschaft komplett aufgegeben oder, in einem anderen Fall, den Ackerbau zugunsten einer reinen Milchviehhaltung. Letzterer hat nur noch ein paar Wiesen zur Futterproduktion - mit Ackerbau hat das nichts zu tun.

Wir sprechen von der Entwicklung der Landwirtschaft im Neolithikum und nicht von moderner spezialisierter Landwirtschaft.
Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird - moderne gesellschaftliche Verhältnisse, Vorstellungen und Denkweisen mal eben 1:1 in die Vergangenheit zu transferieren und als Scheinargument anzubringen. Funktioniert nur nicht - führt eben zu solchen Missverständnissen und Fehlinterpretationen.
Was ich von heute kenne, muss vor 10.000 Jahren genauso gewesen sein. NEIN - war es NICHT!

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)]Erstere haben sich dann eben durchgesetzt, Städte gebaut, Armeen aufgestellt, Schulen errichtet usw., usf. bis sie dann irgendwann bei bezahlten Urlaub und im PF gelandet sind...

Sorry - aber das ist absoluter Dummfug! Welche Lebensweise Menschen pflegen hängt in erster Linie mit den jeweiligen klimatischen Bedingungen in der jeweiligen Vegetations- bzw Klimazone ab. Klimatische Bedingungen haben sich in den letzten 10.000 Jahren mehrfach dramatisch geändert, Vegetationszonen haben sich verändert. Gebiete, die vor 10.000 Jahren zur huminden Klimazone gehörten, haben heute arides Klima.

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)
Nur wenn man sich damit wirklich intensiver beschäftigen will und kann. Populärwissenschaften sind insofern schon sinnvoll, um den aktuellen Stand der Dinge einer breiten Masse zu vermitteln, ohne dazu ein einschlägiges Studium vorauszusetzen. Prof. Lesch beschreibt z. B. Phänomene wie black holes, die Du als Laie der Physik nie auch nur annähernd erfassen könntest.

Populärwissenschaft ist aber nicht gleich Populärwissenschaft und das was diverse Journalisten verzapfen hat nicht mal merh was mit Populärwissenschaft zu tun, weil das so wieder- bzw weitergeben, wie sie es selbst verstanden haben. Hinzu kommt, dass sie Aussagen von Wissenschaftlern in "eigene" Worte kleiden und heraus kommt - oft genug - nur Mist. Habe ich selbst mehr als nur einmal erlebt/erleben müssen.


Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)Dass da eben ein Mann und eine Frau gemeinsam bestattet wurden. In welchem Verhältnis sie zueinander standen wird daraus erst mal nicht ersichtlich. Vielleicht war es seine einzige Ehefrau, oder seine Lieblingskonkubine, oder eine Sklavin die ihm im Jenseits zur Verfügung steht, oder anders rum, er war der Favorit der Dame, oder...........ach wasweißdennichnoch. Möglichkeiten gibt es viele. Mehr als mir ad hoc einfallen.

Doch ist es - egibt sich aus dem Fundkontext UND es ergibt sich aus dem Wissen, dass Jäger- und Sammlergemeinschaften keine hierarchischen Strukturen kennen (siehe rezente indigene Völker) und auch nicht kennen können.
In Jäger- und Sammlergemeinschaften muss jeder entsprechend seiner Fähigkeiten zum Überleben der gesamten Gruppe beitragen und entsprechend sind alle Mitglieder dieser Gemeinschanft gleichberechtigt.
In einer Gemeinschaft aus gleichberechtigten Mitgliedern gibt es keine Sklaven, da gibt es auch keine "Lieblingskonkubine" und keine Ehefrau. Da funktionieren Beziehungen (Paar- bzw Liebensbeziehungen) nur auf gleichgerechtigter freiwilliger Basis.
Ehe ist eine Institution - die erst im Zusammenhang mit der Entwicklung hierarchischer Strukturen entstanden ist, gibt es seit gerade mal 5500 bis 5000 Jahren! Diese Institution Ehe machte die Frau zum Eigentum des Mannes.
In gleichberechtigten Gemeinschaften - ohne hierarchische Strukturen - ist kein Mitgliede der Gemeinschaft, das Eigentum eines anderen!
Sorry - aber wenn du keine Ahnung hast, dann versuche auch nicht mit irgendwelchen sinnbefreiten Pseudoragumenten zu widerlegen, wovon du keine Ahnung hast.

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)Aber eben auch nicht auf das Gegenteil.

Doch - genau DAS tut es. Wenn es EHE nicht gab, dann gab es auch keine Polygamie!
Dann gibt der Bestattungsbefund sehr wohl Auskunft darüber in welchem Verhältnis die Bestatteten zueinander standen.

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)]Möglich. Oder auch nicht. Vielleicht sollte der Typ mit dem Messer auch die beiden anderen schützen? In China ließ sich doch so ein Fuzzy mit einer ganzen Armme, wenn auch aus Terrakotta, einbuddeln.

NEIN! Der Grabungsbefund legt einen Tabubruch nahe. Ende!
Der Rest ist Spekulation nach dem Motto "wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gefangen"

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 21:48)Genau auf das Unterstrichene will ich hinaus. Wir haben nicht den Hauch vom Schimmer einer Ahnung, was diese Leute geglaubt haben. Vermutlich aber etwas, was uns reichlich strange erscheinen würde.

Es geht nicht darum WAS sie geglaubt haben, sondern um die Tatsache DASS sie geglaubt haben und aus diesen Glaubensvorstellungen Regeln und Normen (für ihr Zusammenleben) abgeleitet haben.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Okt 2017, 10:59

Dieter Winter hat geschrieben:(18 Oct 2017, 22:10)

Wäre es möglich, dass wir jetzt nicht so zwischen den Zeitaltern hin und her hüpfen? Wir waren gerade noch in der Frühzeit, da sind Vergleiche mit den Verhältnissen im 21. Jahrhundert vielleicht nicht so richtig passend.

In prähistorischer Zeit und der Antike wurden Kriege überwiegend von Männern geführt. Frauen und Kinder gehörten da wohl oft eher zur Kriegsbeute. Dass während dieser bewaffneten Auseinandersetzungen Kombattanten, wie auch bei der Jagd nach großen/gefährlichen Beutetieren, in die ewigen Jagdgründe eingingen liegt in der Natur der Sache. Und, wie Du ja schon implzit erwähnt hast, ist es vom Standpunkt der Arterhaltung auch sinnvoll, dass die Männchen diesem größeren Risiko ausgesetzt waren, weil einfach leichter auf sie zu verzichten ist, als auf die Mädels.

Bei dem Verhältnis Mädchen- zu Jungengeburten geht es um Biologie - um nix anderes! Das hat nichts mit Krieg zu tun, sondern damit, dass Jungen aufgrund der Chromosomenkombination XY anfälliger für Krankheiten sind als Mädchen - insbesondere in der ersten Zeit nach der Geburt. Männliche Neugeorene sterben häufiger als weibliche - vor allem dann, wenn keine entsprechenden medizinischen Kenntnisse vorhanden sind. Dafür sterben Frauen häufiger bei der Geburt des ersten(!) Kindes.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Okt 2017, 11:06

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Oct 2017, 22:57)

Aus der Tatsache dass man Mann und Frau gemeinsam bestattet vorgefunden hat, folgt demnach auch zwingend , dass diese beiden Bestatteten monogam lebten? Kuriose Logik.

Mehr Spekulation als Beweis. Und es ist kein wirklicher Einwand dagegen dass Einer der beiden zu Lebzeiten nicht doch sexuell sich anderweitig ausgetobt hat. Zudem Sex hat mit Liebe nur bedingt was zu tun.

Aus der Tatsache geht hervor, dass beide eine enge emotionale Bindung zueinander hatten.
Es gab weder Monogamie, noch Polygamie - es gab gar keine Form der Ehe - genau DAS bedeuten die Begriffe nämlich - eine Form der EHE!
Es gab nur Promiskuität und das ist sexuelle Freizügigkeit, die auf sexueller Selbstbestimmung basiert und die wiederum gilt für Männer UND Frauen.
Dein "Mann kann über sounsoviele Frauen (sexuell) verfügen" kannste in die Tonne treten - aber sowas von ...
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Re: Polygamie

Beitragvon Dieter Winter » Do 19. Okt 2017, 11:29

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)

Was in der Headline steht ist aber Unsinn! Vor 20.000 herrschte (globale) Eiszeit und das Klima änderte sich Richtung Kältemaximum (18.000 Jahre bis 16.000 Jahre bp) und das gilt auch für China. Zu dieser Zeit gab es nur im Südwesten Chinas Laubwälder und in Laubwäldern wird keine Landwirtschaft betrieben.


Das war nicht das Thema, sondern deine falsche Behauptung, von Landwirtschaft würd nichts im Artikel stehen.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Nein wird nicht! Es handelt sich um eine unzulässige Interpretation des Journalisten und nicht um die Aussage des Wissenschaftlers auf den sich berufen wird.


Seit wann hast Du die Bedeutungshoheit über den Begriffsumfang? Und vor allem: Wie ist er begründet

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Der spricht von "gezielter Pflanzenverarbeitung" und das ist etwas vollkommen anderes als Landwirtschaft.
Wir sprechen von Jagd- und Sammelwirtschaft bz Jäger- und Sammler gesellschaften/-gemeinschaften während des Paläolithikums und Mesolithikums und das bedeutet schlicht und ergreifend, dass Pflanzen, Pflanzenteile, Früchte etc pp gezielt für die Nahrungsgewinnung und für medizinische Zwecke gesammelt und verarbeitet wurden.
Sorry - aber ich weiß wovon ich rede!


Da habe ich inzwischen gewisse Zweifel.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Wir sprechen von der Entwicklung der Landwirtschaft im Neolithikum und nicht von moderner spezialisierter Landwirtschaft.


Nö. Wir sprachen von Landwirtschaft ganz allgemein.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird - moderne gesellschaftliche Verhältnisse, Vorstellungen und Denkweisen mal eben 1:1 in die Vergangenheit zu transferieren und als Scheinargument anzubringen. Funktioniert nur nicht - führt eben zu solchen Missverständnissen und Fehlinterpretationen.


Und warum tust Du es dann? Jetzt in Bezug auf Polygamie/Monogamie?

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Was ich von heute kenne, muss vor 10.000 Jahren genauso gewesen sein. NEIN - war es NICHT


D'accord. Davon rede ich doch.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Sorry - aber das ist absoluter Dummfug! Welche Lebensweise Menschen pflegen hängt in erster Linie mit den jeweiligen klimatischen Bedingungen in der jeweiligen Vegetations- bzw Klimazone ab. Klimatische Bedingungen haben sich in den letzten 10.000 Jahren mehrfach dramatisch geändert, Vegetationszonen haben sich verändert. Gebiete, die vor 10.000 Jahren zur huminden Klimazone gehörten, haben heute arides Klima.


Und wo steht das im Widerspruch zu meiner Feststellung, dass aus der Sesshaftigkeit Städte entstanden?

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Populärwissenschaft ist aber nicht gleich Populärwissenschaft


Doch: X=X: Frag mal Deinen Mod Kollegen, der Mathematiker ist.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
und das was diverse Journalisten verzapfen hat nicht mal merh was mit Populärwissenschaft zu tun, weil das so wieder- bzw weitergeben, wie sie es selbst verstanden haben. Hinzu kommt, dass sie Aussagen von Wissenschaftlern in "eigene" Worte kleiden und heraus kommt - oft genug - nur Mist. Habe ich selbst mehr als nur einmal erlebt/erleben müssen.


Änert aber nichts an diesem speziellen Sachverhalt. Sesshaftigkeit hat sich gegen das Nomadentum durchgesetzt. Teilweise kriegerisch, worauf die erwähnte Story von Kain und Abel möglicherweise hindeutet. Mehr stand nicht im Raum.


Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Doch ist es - egibt sich aus dem Fundkontext


Nö. Da wird fröhlich interpretiert und angenommen. Sonst nix.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
UND es ergibt sich aus dem Wissen, dass Jäger- und Sammlergemeinschaften keine hierarchischen Strukturen kennen (siehe rezente indigene Völker) und auch nicht kennen können.


Das ist kein Wissen, sondern ein gewaltiger Irrtum. Selbstverständlich kennen solche Gemeinschaften auch Hierarchien. Sogar im Tierreich herrscht da keine Egalität.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)n Jäger- und Sammlergemeinschaften muss jeder entsprechend seiner Fähigkeiten zum Überleben der gesamten Gruppe beitragen und entsprechend sind alle Mitglieder dieser Gemeinschanft gleichberechtigt.


Bullshit³! Es gibt auch da Rangordnungen. Der beste Jäger ist der Boss. Oder der kräftigste Bulle. Meinetwegen auch der oder die erfahrenste Person sagt wo es lang geht.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
In einer Gemeinschaft aus gleichberechtigten Mitgliedern gibt es keine Sklaven, da gibt es auch keine "Lieblingskonkubine" und keine Ehefrau. Da funktionieren Beziehungen (Paar- bzw Liebensbeziehungen) nur auf gleichgerechtigter freiwilliger Basis.


Kommst Du mir jetzt mit dem "Edlen Wilden", oder was soll der Schmarrn? Erstens gibt es keinerlei Nachweise, dass diese Gesellschaften egalitär waren und zweitens bliebe die Möglichkeit von Sklaverei (z. B. von Kriegsgefangenen) davon völlig unberührt.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Ehe ist eine Institution - die erst im Zusammenhang mit der Entwicklung hierarchischer Strukturen entstanden ist, gibt es seit gerade mal 5500 bis 5000 Jahren! Diese Institution Ehe machte die Frau zum Eigentum des Mannes.
In gleichberechtigten Gemeinschaften - ohne hierarchische Strukturen - ist kein Mitgliede der Gemeinschaft, das Eigentum eines anderen!
Sorry - aber wenn du keine Ahnung hast, dann versuche auch nicht mit irgendwelchen sinnbefreiten Pseudoragumenten zu widerlegen, wovon du keine Ahnung hast.


Immerhin sind meine Pseudoargumente stichhaltig genug, dass Dir lediglich die Flucht in ad personam und wildes spekulatives Geschwurbel bleibt. :cool: Dank für das Eingeständnis der Kapitulation.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Doch - genau DAS tut es. Wenn es EHE nicht gab, dann gab es auch keine Polygamie!
Dann gibt der Bestattungsbefund sehr wohl Auskunft darüber in welchem Verhältnis die Bestatteten zueinander standen.


Nur in Deiner doch sehr beschränkten Phantasie. Woher willst Du wissen, dass die beiden nicht einfach zusammen dem großen, blauen Mondkalb geopfert wurden? Z. B. weil sie das Pech hatten dafür ausgelost zu werden.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
NEIN! Der Grabungsbefund legt einen Tabubruch nahe. Ende!


Sehr wissenschaftliche Argumentation, die Du da auftischst. :D Zu Ende ist die Forschung NIE!

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Der Rest ist Spekulation nach dem Motto "wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gefangen"


Du meinst die Sache mit dem Tabubruch? Allerdings eine wilde Spekulation, ohne greifbare Basis.

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:51)
Es geht nicht darum WAS sie geglaubt haben, sondern um die Tatsache DASS sie geglaubt haben und aus diesen Glaubensvorstellungen Regeln und Normen (für ihr Zusammenleben) abgeleitet haben.


Die wir ebenfalls nicht kennen.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dieter Winter » Do 19. Okt 2017, 11:32

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:59)

Bei dem Verhältnis Mädchen- zu Jungengeburten geht es um Biologie - um nix anderes!


Doch, nämlich um Statistik. Aber egal.


Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 11:59)
Das hat nichts mit Krieg zu tun, sondern damit, dass Jungen aufgrund der Chromosomenkombination XY anfälliger für Krankheiten sind als Mädchen - insbesondere in der ersten Zeit nach der Geburt. Männliche Neugeorene sterben häufiger als weibliche - vor allem dann, wenn keine entsprechenden medizinischen Kenntnisse vorhanden sind. Dafür sterben Frauen häufiger bei der Geburt des ersten(!) Kindes.


Ändert aber nun mal nullkommanix daran, dass die Buben Kriege führten und dabei wohl auch in mehr oder minder großer Zahl über den Jordan hüpften. Was dann zum Frauenüberschuss führte. Hatten wir in D übrigens auch nach dem WW2.
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Do 19. Okt 2017, 11:33

Alpha Centauri hat geschrieben:(18 Oct 2017, 23:20)

Tja Thema Biologie . Die Frauen wollen immer was als Gegenleistung, Geboten haben selbstlos ist nichts, nicht eimal die Liebe :cool:

Tja - Thema Biologie - Frauen investieren auch sehr viel mehr, als nur ein paar Sekunden und einige Milliliter Sperma.
Frauen tragen das volle Risiko - Männer hingegen gar kein Risiko!
Aber ausgerechnet DIE Männer, die Frauen als williges Objekt ihres Triebabbaus ansehen labern was von Selbstlosigkeit.
Soll die Frau doch die Beine breit machen und dann auch noch - ganz selbstlos - die Konsequenzen tragen, wohigegen der Mann sich das nächste willige Objekt sucht, ohne sich auch nur ansatzweise Gedanken über die Konsequenzen zu machen.

Nee - umsonst ist nichtmal der Tod, denn der kostet das Leben!
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Re: Polygamie

Beitragvon Dieter Winter » Do 19. Okt 2017, 11:34

Dark Angel hat geschrieben:(19 Oct 2017, 12:06)

Aus der Tatsache geht hervor, dass beide eine enge emotionale Bindung zueinander hatten.
Es gab weder Monogamie, noch Polygamie - es gab gar keine Form der Ehe...


Du kannst das sicher mit notariellen oder Standesamtlichen Aufzeichnungen belegen!

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