Polygamie

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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 16:23

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:18)

Anders herum nennt man(n) das eine Schlampe und Hure. :)

Wie viele Maenner sind bereit zu akzeptieren, dass eine Frau eine feste Beziehung mit mehreren Maennern hat? Mir ist bisher kein Mann begegnet, der NebenBuhler duldet. Oder wie ich vor einigen Tagen schon schrieb: Mir ist noch kein verliebter Mann untergekommen, der gesagt hat "Meine Liebste, voegel dich fleissig durch die Reihen meiner Kumpels, da freu ich mich drueber!" :D
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Sa 21. Okt 2017, 16:35

Bleibtreu hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:23)

Wie viele Maenner sind bereit zu akzeptieren, dass eine Frau eine feste Beziehung mit mehreren Maennern hat? Mir ist bisher kein Mann begegnet, der NebenBuhler duldet. Oder wie ich vor einigen Tagen schon schrieb: Mir ist noch kein verliebter Mann untergekommen, der gesagt hat "Meine Liebste, voegel dich fleissig durch die Reihen meiner Kumpels, da freu ich mich drueber!" :D



:D so direkt habe ich das auch noch nicht vernommen.
Ging wohl eher darum, dass ER ein Mädcheninternat mitsamt Lehrerinnen beglücken will, aber doch nicht darum, dass seine temporäre Liebste das auch mit der gesamten 1. und 2. Bundesliga der Herren darf. :x
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Okt 2017, 16:38

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 16:54)

Ich muss leider sagen, dass ich hier vielen noch einmal raten würde sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Im Zuge einer sozialen Beratungstätigkeit die ich über Jahre ausübte habe ich mich ausführlichts mit den Konsrukten offene Beziehung/Polyamorie/Polygamie und noch gut einem halben Dutzend anderer Beziehungsformen beschäftigt.

Polygamie, um die es laut Thread hier eigentlich geht, stellt dabei insbesondere einen rechtlichen Status dar und ist sehr Vergangenheitsbelastet. Die Polygamie zeichnet sich dabei aus, dass es einen zentralen Partner gibt (männlich=Polygynie / weiblich=Polyandrie) um die sich das Beziehungskonstrukt aufbaut.

Dem abzugrenzen sollte man die Polyamorie, von denen hier einige gesprochen haben. Dieses Beziehungskonstrukt geht zwar aus der Polygamie hervor, zeichnet sich aber dadurch aus, dass alle Partner gleichberechtigt sind und voneinander wissen. Zentraler Aspekt von polyamoren Beziehungen ist, für manche paradoxerweise, die Treue. Diese ist in einer polygamen Beziehungen nachgestellt, da hier eben keine gleichberechtigten Partner einen Beziehung führen.

Aus der Realtität weiß ich dass solche Beziehungen gibt und funktionieren. Wie einige Vorredner hier angemerkt haben gibt es kein Gesetz das so etwas verbietet. Gleichwohl muss ich dem ursprünglichen Thread-Ersteller recht geben. Solche Beziehungen werden oft sozial stigmatisiert und rechtlich vor große Probleme gestellt (Kinder, Ehegattensplitting, Ehe generell, Erbe, etc.). Und da stimme ich dem ursprünglichen Thread-Ersteller auch zu, dass wenn wir uns als eine aufgeklärte Gesellschaft bezeichnen, in der die 'Ehe-für-Alle' proklamiert wird, auch solche Beziehungskonstrukte vom Staat akzeptiert werden sollten und nicht nur monogame Beziehungen.

Deswegen würde ich einmal empfehlen hier die Begriffe voneinander zu trennen und nicht alle einfach Synonym verwenden.

Was die sexuelle Treue angeht, die hier insbesondere in den direkten Vorredner-Beiträgen angesprochen wurde, so muss das jede Beziehung für sich selber definieren. Fremdgehen verurteile ich allerdings. Denn Fremdgehen bedeutet immer, dass man seinen Partner betrügt, also das geschenkte Vertrauen des Partners missbraucht. Dem stehe ich, trotz alternativer Beziehung ablehnend gegenüber. Trotzdem weiß ich von mir, genauso wie von vielen Freunden (auch weibliche), dass sexuelle Treue aber nicht bedeuten muss immer nur mit einem Partner zu schlafen. Ob man das jetzt abwertend als Promiskuität bezeichnen möchte, darf jeder selbst entscheiden. Aber auch hier sollte noch einmal unterschieden werden, zwischen Beziehungen die auf einer sexuellen Monogamie aufgebaut sind und solchen die eine einvernehmliche Offenheit besitzen.

Allerdings muss ich zustimmen, hier müßige Vergleiche Frauen-Unterhose herzustellen, lässt auf einen gewissen Mangel, sowohl an Phantasie als auch an gutem Umgang, vermuten.

P.S. Und sollte jemanden die Frage umtreiben ... meine letzte Beziehung, die mehrere Jahre hielt, war eine offene Beziehung die emotional Monogam war - um noch ein Beziehungskonstrukt in den Ring zu werfen.

Ich wüsste nicht, was an Promiskuität = Form der sexuellen Selbstbestimmung abwertend sein soll.
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 16:41

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:35)

:D so direkt habe ich das auch noch nicht vernommen.
Ging wohl eher darum, dass ER ein Mädcheninternat mitsamt Lehrerinnen beglücken will, aber doch nicht darum, dass seine temporäre Liebste das auch mit der gesamten 1. und 2. Bundesliga der Herren darf. :x

Jaaa - das hast du amuesant formuliert. :cool:
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Re: Polygamie

Beitragvon Rochhardo » Sa 21. Okt 2017, 16:55

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:03)

:D ich kann es auch durch die Blume sagen, aber wozu? :D


Ich habe nie gesagt, dass es notwendig ist. Aber ich vermisse die gewisse poetische Schönheit darin. :D

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:18)

Anders herum nennt man(n) das eine Schlampe und Hure. :)


Ich habe meine Ex-Frundinnen nie so bezeichnet. Obwohl die meisten in solchen Beziehungen mehr fremde Partner hatten als ich. Aber leider gebe ich dir Recht, dass auch hier wieder eine Stigmatisierung stattfindet, der sich eine aufgeklärte Gesellschaft schämen sollte.

Bleibtreu hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:23)

Wie viele Maenner sind bereit zu akzeptieren, dass eine Frau eine feste Beziehung mit mehreren Maennern hat? Mir ist bisher kein Mann begegnet, der NebenBuhler duldet.[/url]


Eben dass ist der Grund für meine persönliche Beziehungskonzeption. Ich habe kein Problem damit wenn meine Freundin mit jemand anderem schläft. Genauso erwarte ich das andersherum. Allerdings habe ich ein Problem damit meine Eifersucht zu zügeln wenn ich merke, dass es doch mehr als Sex ist, dass eine tiefere emotionale Ebene bedient wird, für die ich da sein möchte.

Im übrigen sind mir auch nicht so viele Frauen begegnet, die Nebenbuhlerinnen akzeptieren. Den Geschlechterkampf sollten wir uns sparen, da ich den als vergebene Mühe ansehe.

Dark Angel hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:38)

Ich wüsste nicht, was an Promiskuität = Form der sexuellen Selbstbestimmung abwertend sein soll.


Da gebe ich dir sogar Recht. Zunächst ist es ein wertneutrales Wort. Jedoch insbesondere wie es gesellschaftlich, als auch hier in diesem Thread verstanden wird, ist es abwertend.
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 17:12

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:55)
[...] Eben dass ist der Grund für meine persönliche Beziehungskonzeption. Ich habe kein Problem damit wenn meine Freundin mit jemand anderem schläft. Genauso erwarte ich das andersherum. Allerdings habe ich ein Problem damit meine Eifersucht zu zügeln wenn ich merke, dass es doch mehr als Sex ist, dass eine tiefere emotionale Ebene bedient wird, für die ich da sein möchte.

Und damit sprichst du genau auf den GeschlechterKampf an, den du Unten verpoenst. Eifersucht zu schueren ist alles andere als ein LustGewinn. Es gibt eben keine Eier legende WollMilchSau. Offene Beziehungen als ideales Konzept sind fuer mich eine Form des SelbstBetruges, bei dem mindestens einer der Partner draufzahlen muss. Es heisst nicht grundlos Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. ;)

Im Uebrigen kann ich mir nicht vorstellen einem Mann meine Lust zu schenken + mich ihm hinzugeben, wenn er mir emotional nicht viel bedeutet. Gut, da ist jeder anders gestrickt.

Im übrigen sind mir auch nicht so viele Frauen begegnet, die Nebenbuhlerinnen akzeptieren. Den Geschlechterkampf sollten wir uns sparen, da ich den als vergebene Mühe ansehe. [...]

So ist es, es gilt fuer beide Seiten - mE haben Maenner aber noch mehr Probleme mit der Akzeptanz Frau/mehrere feste Partner.
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 17:12

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:55)
[...] Eben dass ist der Grund für meine persönliche Beziehungskonzeption. Ich habe kein Problem damit wenn meine Freundin mit jemand anderem schläft. Genauso erwarte ich das andersherum. Allerdings habe ich ein Problem damit meine Eifersucht zu zügeln wenn ich merke, dass es doch mehr als Sex ist, dass eine tiefere emotionale Ebene bedient wird, für die ich da sein möchte.

Und damit sprichst du genau auf den GeschlechterKampf an, den du Unten verpoenst. Eifersucht zu schueren ist alles andere als ein Gewinn. Es gibt eben keine Eier legende WollMilchSau. Offene Beziehungen als ideales Konzept sind fuer mich eine Form des SelbstBetruges, bei dem mindestens einer der Partner draufzahlen muss. Es heisst nicht grundlos Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. ;)

Im Uebrigen kann ich mir nicht vorstellen einem Mann meine Lust zu schenken + mich ihm hinzugeben, wenn er mir emotional nicht viel bedeutet. Gut, da ist jeder anders gestrickt.

Im übrigen sind mir auch nicht so viele Frauen begegnet, die Nebenbuhlerinnen akzeptieren. Den Geschlechterkampf sollten wir uns sparen, da ich den als vergebene Mühe ansehe. [...]

So ist es, es gilt fuer beide Seiten - mE haben Maenner aber noch mehr Probleme mit der Akzeptanz Frau/mehrere feste Partner.
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Re: Polygamie

Beitragvon JFK » Sa 21. Okt 2017, 17:16

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:18)

Anders herum nennt man(n) das eine Schlampe und Hure. :)


In der Natur ist es so, das Weibchen ihre Fortpflanzungpartner akribisch auswählen, während die Männer ihre Samen so breit wie möglich verteilen wollen, deswegen iat so ein quervergleich wenig zielführend.
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Sa 21. Okt 2017, 17:25

JFK hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:16)

In der Natur ist es so, das Weibchen ihre Fortpflanzungpartner akribisch auswählen, während die Männer ihre Samen so breit wie möglich verteilen wollen, deswegen iat so ein quervergleich wenig zielführend.


Welches Ziel wird denn verfolgt? :)
Freie Fahrt für ihn, aber nicht für sie?
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 17:30

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:25)

Welches Ziel wird denn verfolgt? :)
Freie Fahrt für ihn, aber nicht für sie?

Genau das ist ja der Irrtum, wie ich vorhin schon schrieb. In der TierWelt darf in der Regel nur der Staerkste begatten, die anderen Maennchen gucken entweder in die Roehre oder muessen bereit sein im Kampf gegen das herrschende/andere Maennchen ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Die Vorstellung, ein TierMaennchen koenne sich jederzeit alle Weibchen holen die er will, ist ein wahrlich toedlicher Irrtum. :)
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Re: Polygamie

Beitragvon Dark Angel » Sa 21. Okt 2017, 17:36

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:55)
Da gebe ich dir sogar Recht. Zunächst ist es ein wertneutrales Wort. Jedoch insbesondere wie es gesellschaftlich, als auch hier in diesem Thread verstanden wird, ist es abwertend.

Achja? Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett? Aus welchem Kontext willst du denn Abwertung erkennen?
Der Begriff Promiskuität wurde in diesem Thread lediglich von mir und Bleibtreu benutzt und zwar erklärend.
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Re: Polygamie

Beitragvon JFK » Sa 21. Okt 2017, 17:43

Bleibtreu hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:30)

Genau das ist ja der Irrtum, wie ich vorhin schon schrieb. In der TierWelt darf in der Regel nur der Staerkste begatten, die anderen Maennchen gucken entweder in die Roehre oder muessen bereit sein im Kampf gegen das herrschende/andere Maennchen ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Die Vorstellung, ein TierMaennchen koenne sich jederzeit alle Weibchen holen die er will, ist ein wahrlich toedlicher Irrtum. :)


Ein Silberrücken hat ja nicht alle Weibchen, sondern nur die in seiner unmittelbaren Umgebung.
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Sa 21. Okt 2017, 17:45

JFK hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:43)

Ein Silberrücken hat ja nicht alle Weibchen, sondern nur die in seiner unmittelbaren Umgebung.


Problematisch wird es wohl, wenn der kleine Herr Nielson sich für einen Silberrücken hält.
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Re: Polygamie

Beitragvon JFK » Sa 21. Okt 2017, 17:47

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:25)

Welches Ziel wird denn verfolgt? :)
Freie Fahrt für ihn, aber nicht für sie?


Ich kann nichts dafür, das Frauen für gewöhnlich Sex einsetzen um damit an ihr Ziel zu kommen, selbst wenn es sich nur um einige Stunden Zuwendung handelt, bei Männer ist der Sex schon das Ziel.
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Re: Polygamie

Beitragvon JFK » Sa 21. Okt 2017, 17:48

Billie Holiday hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:45)

Problematisch wird es wohl, wenn der kleine Herr Nielson sich für einen Silberrücken hält.


Das stimmt, wer mit kleinen Karten zu hoch Pokert, wird mit aller wahrscheinlichkwit leer Ausgehen.
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Re: Polygamie

Beitragvon Billie Holiday » Sa 21. Okt 2017, 17:50

JFK hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:47)

Ich kann nichts dafür, das Frauen für gewöhnlich Sex einsetzen um damit an ihr Ziel zu kommen, selbst wenn es sich nur um einige Stunden Zuwendung handelt, bei Männer ist der Sex schon das Ziel.


Sie kennen halt ihre Pappenheimer. :cool:
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Re: Polygamie

Beitragvon Rochhardo » Sa 21. Okt 2017, 17:50

Bleibtreu hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:12)

Und damit sprichst du genau auf den GeschlechterKampf an, den du Unten verpoenst. Eifersucht zu schueren ist alles andere als ein Gewinn. Es gibt eben keine Eier legende WollMilchSau. Offene Beziehungen als ideales Konzept sind fuer mich eine Form des SelbstBetruges, bei dem mindestens einer der Partner draufzahlen muss. Es heisst nicht grundlos Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. ;)

Im Uebrigen kann ich mir nicht vorstellen einem Mann meine Lust zu schenken + mich ihm hinzugeben, wenn er mir emotional nicht viel bedeutet. Gut, da ist jeder anders gestrickt.


So ist es, es gilt fuer beide Seiten - mE haben Maenner aber noch mehr Probleme mit der Akzeptanz Frau/mehrere feste Partner.


Den verstehe ich überhaupt nicht. Was hat meine persönliche Eifersucht mit Geschlechterkampf zu tun? Oder wird hier versucht zwei unabhängige Dinge miteinander in Verbindung zu bringen?

Außerdem empfehle ich auch hier, sich einmal mit der Herkunft von Eifersucht zu beschäftigen bevor man andere darüber belehrt. Eifersucht ist eine Verlustangst und hat daher noch viel weniger mit Geschlechterkampf zu tun ... aber naja ... da sind wir wieder bei den Unterhosen.

Wenn eine offene Beziehung für dich Selbstbetrug darstellt, dann ist das so. Zum Glück muss nicht jeder nur mit dem zu schlafen den er auch innig liebt und nur eine monogame Beziehung zu führen.
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Re: Polygamie

Beitragvon Bleibtreu » Sa 21. Okt 2017, 18:22

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:50)

Den verstehe ich überhaupt nicht. Was hat meine persönliche Eifersucht mit Geschlechterkampf zu tun? Oder wird hier versucht zwei unabhängige Dinge miteinander in Verbindung zu bringen?

Außerdem empfehle ich auch hier, sich einmal mit der Herkunft von Eifersucht zu beschäftigen bevor man andere darüber belehrt. Eifersucht ist eine Verlustangst und hat daher noch viel weniger mit Geschlechterkampf zu tun ... aber naja ... da sind wir wieder bei den Unterhosen.

Wenn eine offene Beziehung für dich Selbstbetrug darstellt, dann ist das so. Zum Glück muss nicht jeder nur mit dem zu schlafen den er auch innig liebt und nur eine monogame Beziehung zu führen.

Nur nicht die Contenance verlieren, weil ich das Modell offene Beziehungen nicht praeferiere. :)

Seien wir doch ehrlich, eine offene Beziehung als Monogamie zu beschoenigen ist SelbstBetrug + RosinenPickerei, das getraeumte RumdumVersorgungsPaket. Hier die kuschelige Behaglichkeit einer festen Beziehung auf die nicht verzichtet werden will und obendrein alles abgrasen, was zu haben ist. In der Regel beinhaltet Monogamie auch die Treue. Das wird dir sicherlich nicht unbekannt sein. Wenn deine Partnerin damit einverstanden ist, ist das eure Sache. Mein Modell ist es halt nicht. Muss du mit klar kommen, auch ich habe hier das Recht meine Meinung offen zu aeussern. :p

Richtig, Eifersucht ist VerlustAngst. Die kann nur auftreten, wenn es entsprechende Konkurrenz gibt, die bei der "freien Liebe" bewusst gesucht wird. ICH wuerde das meinem Partner nicht antun wollen, noch mir antun lassen. Es gibt fuer mich noch andere Gruende, warum ich dieses Modell ablehne. Denn ich begehre nur dann einen Mann, wenn er mir etwas bedeutet. Das fuer mich Intimste und Innigste [Hingabe] mit jemandem zu teilen, der mir im Grunde nichts bedeutet, kann und will ich nicht. Ich wuerde mich damit selbst entwerten und meinen Partner mit etwas verletzen, das im Grunde keinerlei Wert hat. Und der SexPartner wird dadurch, dass er mir nichts bedeutet, zu einem GebrauchsGegenstand degradiert. Auch das gefaellt mir daran nicht.
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Re: Polygamie

Beitragvon Alpha Centauri » Di 24. Okt 2017, 22:09

Rochhardo hat geschrieben:(21 Oct 2017, 17:55)

Ich habe nie gesagt, dass es notwendig ist. Aber ich vermisse die gewisse poetische Schönheit darin. :D



Ich habe meine Ex-Frundinnen nie so bezeichnet. Obwohl die meisten in solchen Beziehungen mehr fremde Partner hatten als ich. Aber leider gebe ich dir Recht, dass auch hier wieder eine Stigmatisierung stattfindet, der sich eine aufgeklärte Gesellschaft schämen sollte.



Eben dass ist der Grund für meine persönliche Beziehungskonzeption. Ich habe kein Problem damit wenn meine Freundin mit jemand anderem schläft. Genauso erwarte ich das andersherum. Allerdings habe ich ein Problem damit meine Eifersucht zu zügeln wenn ich merke, dass es doch mehr als Sex ist, dass eine tiefere emotionale Ebene bedient wird, für die ich da sein möchte.

Im übrigen sind mir auch nicht so viele Frauen begegnet, die Nebenbuhlerinnen akzeptieren. Den Geschlechterkampf sollten wir uns sparen, da ich den als vergebene Mühe ansehe.



Da gebe ich dir sogar Recht. Zunächst ist es ein wertneutrales Wort. Jedoch insbesondere wie es gesellschaftlich, als auch hier in diesem Thread verstanden wird, ist es abwertend.



Ja, so ist es.
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Re: Polygamie

Beitragvon Alpha Centauri » Di 24. Okt 2017, 22:12

JFK hat geschrieben:(21 Oct 2017, 18:47)

Ich kann nichts dafür, das Frauen für gewöhnlich Sex einsetzen um damit an ihr Ziel zu kommen, selbst wenn es sich nur um einige Stunden Zuwendung handelt, bei Männer ist der Sex schon das Ziel.



Ja, dass ist grob der gewöhnlich Unterschied zwischen den Gender.

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