Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

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jack000
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon jack000 » Fr 8. Dez 2017, 21:35

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 17:55)

Aber diese Probleme hatten wir doch immer schon.
Oder hatten wir schon mal eine Zeit ohne Sexualdelikte, ohne Kriminalität oder Gewalt?

Es geht um den Umfang oder hatten wir die Kölner Silvesternacht 2015 schon mal? Hatten wir Security und neue Schilder in Schwimmbädern? Hatten wir Security in Supermärkten? Hatten wir Weihnachtsmärkte bei denen ein LKW Menschen tot gefahren hat?
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 8. Dez 2017, 21:45

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 21:35)

Es geht um den Umfang oder hatten wir die Kölner Silvesternacht 2015 schon mal? Hatten wir Security und neue Schilder in Schwimmbädern? Hatten wir Security in Supermärkten? Hatten wir Weihnachtsmärkte bei denen ein LKW Menschen tot gefahren hat?

Ja, das hatten wir alles schon mal.
Und wir haben schon lange darüber diskutiert.
Und wir waren uns schon mal darüber einig,
Probleme zu lösen.
Aber an Lösungsüberlegungen bist du ja nicht mehr beteiligt.
Es wird hier dramtisiert und sich wieder mal empört.
Ist ja auch einfach!
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon jack000 » Fr 8. Dez 2017, 21:57

think twice hat geschrieben:(08 Dec 2017, 16:37)

Ja, was hätte man mit dem Geld alles sinnvoll machen können ausser Menschen in Not zu helfen?

Es geht nicht darum nicht zu helfen, sondern darum dass es so die falsche Methode ist.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 8. Dez 2017, 22:04

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 21:57)

Es geht nicht darum nicht zu helfen, sondern darum dass es so die falsche Methode ist.

Nun mal ehrlich!
An welcher Stelle wird denn die Methode des Bevölkerungszuwachses
hier ehrlich diskutiert?
Doch nur von Hysterischen oder Empörten.
Wo ist da noch Platz für eine methodische Diskussion?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Boraiel » Fr 8. Dez 2017, 22:33

@ immer noch ratlos
Beschäftige dich doch mal mit den Naturwissenschaften, dann könntest du auch deine Ratlosigkeit ablegen! ;)
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Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Boraiel » Fr 8. Dez 2017, 22:36

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 18:38)

Tja, und du hast Recht.
Zum einen, auch die Braunkohle wird aus u.a. Steuergeldern finanziert
und zum anderen scheint es vielen Usern hier durch steuerfreie hypothetische Problematisierei
wirklich besser zu gehen.
Andere User widmen sich allerdings ernsthaft der Problemlösung.
Nur was ist das Problem und was die Lösung?
Vielleicht das wachsende Bevölkerungszahlen auch bezahlbaren Wohnraum benötigen?
Vielleicht das Kriminalität u.a. mehr Polizei und Justiz als Antwort benötigt?
Vielleicht das eine wachsende Bevölkerungszahl auch eine moderne Bildungspolitik braucht?
Fragen und mögliche Antworten.
Nur dazu müsste man sich mit Inhalten beschäftigen.
Aber empören und jammern macht es doch nun nicht wirklich besser!

Die Braunkohle ist einfach da und der Braunkohletagebau ist hoch rentabel!
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 8. Dez 2017, 22:40

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 21:45)


Es wird hier dramtisiert und sich wieder mal empört.
Ist ja auch einfach!


Die Feststellung des Dramatisierens wäre dann noch einmal einen Schritt weiter weg von Lösungsvorschlägen.

Aber gut, schauen wir mal hin: Dein anderer Punkt war, "die Methode des Bevölkerungszuwachses" zu diskutieren.

Welche Methode? Es gibt ja nur zwei. Entweder Reproduktion oder Zuwanderung.

Dann kommen wir zu den Fragen: Muss die Bevölkerung wachsen? Gemäß welcher Logik oder Bedürfnisse oder Zwänge?
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 8. Dez 2017, 22:49

Boraiel hat geschrieben:(08 Dec 2017, 22:36)

Die Braunkohle ist einfach da und der Braunkohletagebau ist hoch rentabel!

It`s clean ...., sagt Donald Trump.
Andere auch!
Wer soll das noch ernst nehmen?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 8. Dez 2017, 22:54

Sextus Ironicus hat geschrieben:(08 Dec 2017, 22:40)

Dann kommen wir zu den Fragen: Muss die Bevölkerung wachsen? Gemäß welcher Logik oder Bedürfnisse oder Zwänge?

Wieso wächst die Bevölkerung aufgrund welcher Zwänge oder Bedürfnisse?
Wer soll das bestimmen?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 8. Dez 2017, 22:58

Bielefeld09 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 22:54)

Wieso wächst die Bevölkerung aufgrund welcher Zwänge oder Bedürfnisse?
Wer soll das bestimmen?


Lies doch meine Fragen.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 8. Dez 2017, 23:23

Sextus Ironicus hat geschrieben:(08 Dec 2017, 22:58)

Lies doch meine Fragen.

Nee, ich such doch nach antworten.
Hast du welche?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Uffhausen » Sa 9. Dez 2017, 00:40

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2017, 16:27)

Es geht halt darum was man mit den 94.000.000.000€ alles hätte machen können. Diese 94.000.000.000€ sind von den Steuerzahlern erarbeitet worden und werden ihnen nun vorenthalten weil das Geld anderen gegeben wird.

Hätte, hätte, Fahradkette... :rolleyes:

Wenn der Staat, bzw. die allgemeine Politik uns "unser" Geld nicht SO ODER SO vorenthalten würde, wären ja alle Schulen, Kindergärten, Straßen und Brücken längst saniert, unsere Renten mehr als sicher, unsere Gesundheitsversorgung bezahlbar und kein Mensch würde in Deutschland in Armut leben aufgrund Arbeitslosigkeit o. ä. usw.

Mit ziemlicher Sicherheit kann behauptet werden, dass wir auch ganz ohne Finanzkrise, Flüchtlinge oder Griechenland NICHTS von diesen Unsummen sehen oder spüren würden - weil umsonst HABEN wir ja nicht die aktuelle Zu- bzw. Missstände!

Was ich damit sagen will ist, dass ich es auch nicht korrekt finde, Unsummen an Steuergeldern quasi selbstverständlich den Banken, Pleiteländern oder Flüchtlingen vor die Füße zu werfen - aber dass unser Staat, bzw. unsere Regierungen derart handeln, dafür können sie alle nichts. Ich finde ebenfalls nicht korrekt, jetzt mit dem bösen Fingen gen Banken, Griechenland oder Flüchtlingen zu zeigen, als wären die allesamt und einzigallein Schuld, nur weil sie es wagen, die Hand aufzuhalten. Sie tragen nur Schuld daran, dass sie sich verzockt und missgewirtschaftet haben oder Lügen aufgesessen sind.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 9. Dez 2017, 00:58

Uffhausen hat geschrieben:(09 Dec 2017, 00:40)

Hätte, hätte, Fahradkette... :rolleyes:

Wenn der Staat, bzw. die allgemeine Politik uns "unser" Geld nicht SO ODER SO vorenthalten würde, wären ja alle Schulen, Kindergärten, Straßen und Brücken längst saniert, unsere Renten mehr als sicher, unsere Gesundheitsversorgung bezahlbar und kein Mensch würde in Deutschland in Armut leben aufgrund Arbeitslosigkeit o. ä. usw.

Mit ziemlicher Sicherheit kann behauptet werden, dass wir auch ganz ohne Finanzkrise, Flüchtlinge oder Griechenland NICHTS von diesen Unsummen sehen oder spüren würden - weil umsonst HABEN wir ja nicht die aktuelle Zu- bzw. Missstände!

Was ich damit sagen will ist, dass ich es auch nicht korrekt finde, Unsummen an Steuergeldern quasi selbstverständlich den Banken, Pleiteländern oder Flüchtlingen vor die Füße zu werfen - aber dass unser Staat, bzw. unsere Regierungen derart handeln, dafür können sie alle nichts. Ich finde ebenfalls nicht korrekt, jetzt mit dem bösen Fingen gen Banken, Griechenland oder Flüchtlingen zu zeigen, als wären die allesamt und einzigallein Schuld, nur weil sie es wagen, die Hand aufzuhalten.

Nicht nur du, sondern auch andere User tragen alles?
Nur blöd, das die rechtsnationialen Eierköpfe nicht alleine sind.
Wie schön wäre es,
wenn man sich auch hier wieder über Lösungen unterhalten könnte.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon kaka » Sa 9. Dez 2017, 01:12

Uffhausen hat geschrieben:(09 Dec 2017, 00:40)

Hätte, hätte, Fahradkette... :rolleyes:

Wenn der Staat, bzw. die allgemeine Politik uns "unser" Geld nicht SO ODER SO vorenthalten würde, wären ja alle Schulen, Kindergärten, Straßen und Brücken längst saniert, unsere Renten mehr als sicher, unsere Gesundheitsversorgung bezahlbar und kein Mensch würde in Deutschland in Armut leben aufgrund Arbeitslosigkeit o. ä. usw.


Sonst wäre es ja langweilig. :D

Mit ziemlicher Sicherheit kann behauptet werden, dass wir auch ganz ohne Finanzkrise, Flüchtlinge oder Griechenland NICHTS von diesen Unsummen sehen oder spüren würden - weil umsonst HABEN wir ja nicht die aktuelle Zu- bzw. Missstände!


Aha?

Was ich damit sagen will ist, dass ich es auch nicht korrekt finde, Unsummen an Steuergeldern quasi selbstverständlich den Banken, Pleiteländern oder Flüchtlingen vor die Füße zu werfen - aber dass unser Staat, bzw. unsere Regierungen derart handeln, dafür können sie alle nichts. Ich finde ebenfalls nicht korrekt, jetzt mit dem bösen Fingen gen Banken, Griechenland oder Flüchtlingen zu zeigen, als wären die allesamt und einzigallein Schuld, nur weil sie es wagen, die Hand aufzuhalten. Sie tragen nur Schuld daran, dass sie sich verzockt und missgewirtschaftet haben oder Lügen aufgesessen sind.


Bei den Banken ist das Problem, dass diese mit dem Steuergeld gerettet wurden. Die Gewinne jedoch in Steuerparadiesen horten, um den Fiskus zu täuschen. Das ist das perverse daran. Dem muss die Regierung auch begegnen.

Griechenland hat das Problem, dass es in fast 10 Jahren keine Wirtschaft o.Ä. aufgebaut hat und daran wird sich auch nichts ändern. Die EU (nicht Deutschland) muss einen Plan aufbauen wie Griechenland wieder finanziell potent werden kann. Striktes sparen ist nicht die Lösung.

Das Problem mit den Flüchtlingen ist ein sehr altes Problem. Ich kann mich noch an den Streit zwischen Italien und Frankreich diesbezüglich erinnern. Der Fehler war Gadaffi zu stürzen.
Im Jahr 2015 war der Fehler, dass die Flüchtlinge ohne Kontrolle aufgenommen wurden. Besser wäre es sie an der Grenze zu kontrollieren, Fingerabdrücke zu nehmen, etc. Dadurch sollte doppelte Identitäten, kontrolle der Personen, Aufenthaltsorte besser kontrolliert werden.

Ein Staat ist souverän, wenn er u.a. die Kontrolle über seine Grenzen hat. Deutschland hat im Jahre 2015/16 gezeigt, dass er dies nicht hat. Zum Teil sogar bis heute.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Hyde » Sa 9. Dez 2017, 01:33

Cat with a whip hat geschrieben:(06 Oct 2017, 06:08)
Die politischen Reaktionen mit verbesserter Kinderbetreuung auf die Bedürfnisse der Berufstätigen haben keinen Effekt auf Geburtenraten. Das sind Propagandamärchen von Politikern bzw. Sinn konstruierendes Wunschdenken.


Deine Aussage ist total unlogisch. Natürlich haben Geburtenraten etwas mit Politik zu tun. Menschen in Deutschland oder in Italien sind ja keine Außerirdischen, die sind auch nicht anders als Menschen in Frankreich oder Schweden. Es ist nicht gottgegeben und unabänderbar, dass ein Land wie Deutschland niedrige Geburtenraten haben muss. Über Jahrhunderte hatte Deutschland sogar deutlich höhere Geburtenraten als Frankreich.

Der Grund, warum Menschen etwa in Frankreich, Schweden oder Großbritannien mehr Kinder haben als in Deutschland oder Italien, ist dass in diesen Ländern die Politik bessere Rahmenbedingungen für Eltern und Familien geschaffen hat. Schlicht und ergreifend. Der Grund ist nicht, dass Deutsche von Natur her weniger fruchtbar seien oder irgend so ein Blödsinn.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Uffhausen » Sa 9. Dez 2017, 01:41

kaka hat geschrieben:(09 Dec 2017, 01:12)
Aha?

Hast du eine andere Erklärung dafür?

kaka hat geschrieben:(09 Dec 2017, 01:12)Bei den Banken ist das Problem, dass diese mit dem Steuergeld gerettet wurden. Die Gewinne jedoch in Steuerparadiesen horten, um den Fiskus zu täuschen. Das ist das perverse daran. Dem muss die Regierung auch begegnen.

Griechenland hat das Problem, dass es in fast 10 Jahren keine Wirtschaft o.Ä. aufgebaut hat und daran wird sich auch nichts ändern. Die EU (nicht Deutschland) muss einen Plan aufbauen wie Griechenland wieder finanziell potent werden kann. Striktes sparen ist nicht die Lösung.

Das Problem mit den Flüchtlingen ist ein sehr altes Problem. Ich kann mich noch an den Streit zwischen Italien und Frankreich diesbezüglich erinnern. Der Fehler war Gadaffi zu stürzen.
Im Jahr 2015 war der Fehler, dass die Flüchtlinge ohne Kontrolle aufgenommen wurden. Besser wäre es sie an der Grenze zu kontrollieren, Fingerabdrücke zu nehmen, etc. Dadurch sollte doppelte Identitäten, kontrolle der Personen, Aufenthaltsorte besser kontrolliert werden.

Ein Staat ist souverän, wenn er u.a. die Kontrolle über seine Grenzen hat. Deutschland hat im Jahre 2015/16 gezeigt, dass er dies nicht hat. Zum Teil sogar bis heute.

Und was hat das jetzt aussagetechnisch mit dem zutun, was du dafür von mir zitiert hast? :?:
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon jack000 » Sa 9. Dez 2017, 01:52

Uffhausen hat geschrieben:(09 Dec 2017, 00:40)

Hätte, hätte, Fahradkette... :rolleyes:

jaja, was wäre denn nun mit den 94.000.000.000€ passiert? (Hinweis: S21, das umstrittene Bahn-Projekt kostet sogar nach den Kostensteigerungen 7,6 Mrd. € (Also 1 Mrd. €) und so geht nun wieder der Zoff wieder hier los ... Hinweis: Nur mal um die Größenordnungen aufzuzeigen)
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Hyde » Sa 9. Dez 2017, 01:55

watisdatdenn? hat geschrieben:(06 Oct 2017, 07:15)
Es sind auf jeden Fall nicht die deutschen Feministinnen die für einen Anstieg der Geburten sorgen.. Das ist schon mal positiv.


Ich finde es ermüdend, dass Geburtenraten und Feminismus (bzw. Emanzipation) immer wieder gegeneinander ausgespielt werden und so getan wird, als seien diese beiden Phänomene Widersprüche, als wären Frauenrechte Schuld an niedrigen Geburtenraten.

Diejenigen die das behaupten, müssen dann schon mal erklären, warum in skandinavischen Ländern (in denen der Feminismus deutlich weiter entwickelt ist als im strukturkonservativen Deutschland) die Geburtenraten massiv höher sind als in Deutschland und als in den Macho-Ländern Italien, Griechenland, Japan, Polen und dem restliche Osteuropa, die mit die niedrigsten Geburtenraten der Welt haben.

Ich kann die Frage auch gleich beantworten: die Geburtenraten in Südeuropa (und im Deutschland) sind gerade WEGEN der konservativen, rückwärtsgewandten Politik so niedrig. Die Politik in diesen Macho-Ländern hat immer noch ein veraltetes Geschlechterrollenbild, wo es mehr oder minder Aufgabe der Frau sein soll, die Kinder zu erziehen. Da infolge dieser konservativen Politik eine schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorliegt, sind die Geburtenraten entsprechend niedrig.

Wenn man die Geburtenraten steigern will, ist also die einzige Antwort: mehr Feminismus, mehr Gleichstellungspolitik, moderne Geschlechterbilder! So wie es skandinavische und westeuropäische Länder (BeNeLux, Frankreich, Großbritannien) vormachen.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon think twice » Sa 9. Dez 2017, 09:00

Hyde hat geschrieben:(09 Dec 2017, 01:55)

Wenn man die Geburtenraten steigern will, ist also die einzige Antwort: mehr Feminismus, mehr Gleichstellungspolitik, moderne Geschlechterbilder! So wie es skandinavische und westeuropäische Länder (BeNeLux, Frankreich, Großbritannien) vormachen.

Ich glaube kaum, dass sich ein Paar bei ihren Überlegungen, ob sie Nachwuchs zeugen wollen, von Feminismus und modernen Geschlechterbildern leiten lassen.
Es geht eher pragmatisch darum, ob sie sich ein Kind finanziell leisten können in Zeiten von befristeten Arbeitsverträgen, von fehlenden Kita-Plaetzen, Lehrermangel. Und viele wollen auch einfach nur nur ihren Wohlstand genießen ohne den lästigen Klotz "Kind" am Bein.
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
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Re: Deutschland hat künftig 83 Millionen Einwohner

Beitragvon Dark Angel » Sa 9. Dez 2017, 10:13

Hyde hat geschrieben:(09 Dec 2017, 01:55)
Wenn man die Geburtenraten steigern will, ist also die einzige Antwort: mehr Feminismus, mehr Gleichstellungspolitik, moderne Geschlechterbilder! So wie es skandinavische und westeuropäische Länder (BeNeLux, Frankreich, Großbritannien) vormachen.

Nein, das ist falsch! Feminismus und Gleichstellungspolitik sind nicht das Allheilmittel und herbei fabulierte "moderne Geschlechterbilder" schon gar nicht. Dieses ganze Gelaber von "modernen Geschlechterbildern" ignoriert biologisch bedingte Verhaltensunterschiede zwischen Männern und Frauen, ignoriert, dass sich bestimmte Verhaltensweisen/Verhaltensmuster als evolutionärer Überlebensvorteil entwickelt haben.
Es sind im Wesentlichen knallharte wirtschaftliche Erwägungen, die zur niedrigen Geburtenrate in Deutschland beitragen.
Der Bevölkerungsökonom em. Prof. Gunter Steinmann hat bereits 2007 eine Analyse vorgelegt, in der er sich mit dem Problem auseinander setzt.
"Kindermangel in Deutschland - Bevölkerungsökonomische Analysen und familienpolitische Lösungen" Prof. Gunter Steinmann, 2007, ISBN 978-3-631-56857-6

Er sieht Probleme in der fehlenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen, darin dass die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder keine Vollzeitbeschäftigung beider Eltern zulassen.
Daran ändert auch noch so viel "Gleichstellungspolitik" gar nichts. Es obliegt immer noch der freien selbstbestimmten Entscheidung des jeweiligen Elternpaares, wie sie Kindererziehung und -betreuung organisieren. Da hat kein Staat irgendwelche Vorschriften zu machen bzw zu bevormunden.
Ein anderer Faktor sind die Kinderkosten - unter Kinderkosten subsummiert Steinmann alle Kosten/Aufwendungen, die ein Paar für die optimale Entwicklung eines Kindes aufwänden muss - angefangen von Kleidung, über Kosten für staatliche Betreuungseinrichtungen, Bildung, Ausbildung, Freizeitgestaltung etc pp.
Und Steinmann vergleicht die Vor- und Nachteile von Sozialpolitik und Bevölkerungspolitik. Er kommt zu dem Schluss, dass Staaten die Sozialpolitik präferieren (z.B. Deutschland) niedrigere Geburtenraten aufweisen als Staaten die Bevölkerungspolitik (z.B. skandinavische Länder, Frankreich) betreiben, weil mit Sozialpolitik Kinderkosten nicht ausreichend abgefedert werden können, mit Bevölkerungspolitik aber schon.
Das Ergebnis der Analyse hat sowas von gar nichts mit Feminismus, "Gleichstellungspolitik" oder "modernen Geschlechterrollen" zu tun - aber sowas von - ganz im Gegenteil, das hat etwas mit der Einstellung des Staates zur Familie und zu Kindern (Kinderfreundlichkeit) zu tun.
Und gerade der Feminismus ist alles, aber nicht kinderfreundlich!
Steinmann verweist u.a. darauf, dass 21% der gebärfähigen Frauen in Deutschland, trotz vorhandenem Kinderwunsch, auf Kinder verzichten, weil die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gegeben ist und das ist (auch) ein Ergebnis des Feminismus.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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