Was ist eigentlich "Kultur"?

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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 14:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:40)

Die Frage nach überhaupt der Existenz eines solchen Zusammenhangs muss aber erst mal gestellt werden. Wie soll man anders danach fragen als mit "warum". Nochmal: "Warum ist die Banane krumm" fragt zunächst einmal, ob das Krummsein irgendeine systematische, regelmäßige, vorhersagbare Ursache überhaupt hat. "Wie wird die Banane krumm" setzt einen solchen Zusammenhang bereits voraus. Der muss aber gar nicht gegeben sein. Im Bereich des Politischen stellen sich solche Fragen noch weitaus häufiger. Warum fällt oder sinkt der Euro-Kurs. Warum sind die Jamaika-Sondierungen gescheitert. Es ist ganz entscheidend, ob sich darauf eine einigermaßen eindeutige Antwort finden lässt oder nicht. Sofort zustimmen würde ich Dir, wenns nur darum ginge, ob der Stand des Euro-Kurses oder der Ausgang der Jamaika-Verhandlungen irgendeinen gottgewollten Sinn hätten ... eigentlich zur Debatte steht jedoch die Frage, ob sich dies (überhaupt) auf eine benennbare Hauptursache zurückführen lässt. Und nur wenn "ja" kann man über ein Wie, Wo, Wann nachdenken.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Nov 2017, 14:42

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:28)

Ich möchte nur mal wissen, was das eigentlich sein soll, ein "Identitätsverlust". Ich bin nicht mehr ich?

Richtig - ich bin dann nicht mehr ich, wenn ich nicht mehr leben kann, wie ich es es gewöhnt bin, wenn ich in meinen Freiheiten, meinen Freiräumen in meiner Persönlichkeitsentfaltung eingeschränkt werde, wenn sich mein Lebensumfeld grundlegend verändert bzw verändert wird.
Identitätsverlust passiert dann, wenn die individuellen Erkenntnsse und Erfahrungen (das subjektive Innen) nicht mehr mit dem gesellschaftlichen Außen in Übereinstimmung zu bringen sind, wenn das subjektive Innen nicht mehr zum gesellschaftlichen Außen passt, wenn man sich (als Individuum) sozial neu verorten muss.
Identitätsverlust ist dann gegeben, wenn individuelle Selbstbestimmung durch gesellschaftliche Fremdbestimmung abgelöst werden.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 14:47

Bleibtreu hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:37)

Du macht dasselbe was Selina & Schoko treiben, eben nur aus der anderen Position, nicht weniger besessen. HIER geht es nicht um eine weiterfuehrende Diskussion ueber WAS ist eigentlich Kultur? hinaus. Wenn ihr alle so besessen seid ueber kulturelle Identitaet, IdentitaetsVerlust, RechtsKnaller oder gar den Zusammenbruch einer Kultur zu schwafeln, dann habt endlich die Eier einen Strang dazu aufzumachen. Es reicht mir bis Oben hin, dass kaum ein Strang, der auch nur in der Naehe dieser Thematik sein koennte, vor eurem LieblingsThema sicher ist. Es kotzt mich an, ueberall dasselbe Geseier zu lesen: In den Fluechtlings/KriminalitaetsStraengen - im AFD-Strang - in den ReligionsStraengen - in den IntegrationsStraengen usw. Kaum ein Thema ist vor eurer Besessenheit sicher. Haengt euch das nicht langsam selbst zum Hals heraus?! :mad: :dead:

Nö. Und zwar deshalb, weil die Beantwortung der Frage, "was Kultur ist" in höchstem Maße trivial und einfach beantwortbar ist.

Man muss allerdings hinzusetzen, dass kaum etwas so spezifisch menschlich-kulturell ist, wie der Erhalt von Humor. Humor ist weitgehend zweckungerichtet. Wenn "Kultur" einfach alles Menschengemachte und nicht Naturgegebene ist ... kaum etwas ist derart menschengemacht und in dem Sinne unnatürlich, als dass es eigentlich nur Energieverlust und Entropieverminderung bedeutet, wie Humor. Nur mal als kleiner Fingerzeig.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Nov 2017, 14:48

Bleibtreu hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:37)

Du macht dasselbe was Selina & Schoko treiben, eben nur aus der anderen Position, nicht weniger besessen. HIER geht es nicht um eine weiterfuehrende Diskussion ueber WAS ist eigentlich Kultur? hinaus. Wenn ihr alle so besessen seid ueber kulturelle Identitaet, IdentitaetsVerlust, RechtsKnaller oder gar den Zusammenbruch einer Kultur zu schwafeln, dann habt endlich die Eier einen Strang dazu aufzumachen. Es reicht mir bis Oben hin, dass kaum ein Strang, der auch nur in der Naehe dieser Thematik sein koennte, vor eurem LieblingsThema sicher ist. Es kotzt mich an, ueberall dasselbe Geseier zu lesen: In den Fluechtlings/KriminalitaetsStraengen - im AFD-Strang - in den ReligionsStraengen - in den IntegrationsStraengen usw. Kaum ein Thema ist vor eurer Besessenheit sicher. Haengt euch das nicht langsam selbst zum Hals heraus?! :mad: :dead:

Sorry, war und ist nicht meine Absicht, das Thema in die von dir vermutete Richtung zu lenken. :(
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 14:51

Dark Angel hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:42)

Richtig - ich bin dann nicht mehr ich, wenn ich nicht mehr leben kann, wie ich es es gewöhnt bin, wenn ich in meinen Freiheiten, meinen Freiräumen in meiner Persönlichkeitsentfaltung eingeschränkt werde, wenn sich mein Lebensumfeld grundlegend verändert bzw verändert wird.
Identitätsverlust passiert dann, wenn die individuellen Erkenntnsse und Erfahrungen (das subjektive Innen) nicht mehr mit dem gesellschaftlichen Außen in Übereinstimmung zu bringen sind, wenn das subjektive Innen nicht mehr zum gesellschaftlichen Außen passt, wenn man sich (als Individuum) sozial neu verorten muss.
Identitätsverlust ist dann gegeben, wenn individuelle Selbstbestimmung durch gesellschaftliche Fremdbestimmung abgelöst werden.

Ganz klar und deutlich: Es existiert keine Fremdbestimmung. Grundsätzlich nicht. Niemand und keine Umstände könnten mich jemals "fremdbestimmen". Selbst, wenn man mich in den Knast steckt. Ich würde nur zu gern wissen, wie das überhaupt gehen soll: Fremdbestimmung.

Mir haben schon immer all die Leute Leid getan, die das Zwangssystem DDR-Gesellschaft nicht als Verhinderung irgendeines Auslebens von irgendwas sondern als "Fremdbestimmtheit" empfunden haben. Wie erbärmlich ist das denn? Lass ich mich vielleicht irgendwie "fremdbestimmen"?
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 20. Nov 2017, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Bleibtreu » Mo 20. Nov 2017, 14:55

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:47)

Nö. Und zwar deshalb, weil die Beantwortung der Frage, "was Kultur ist" in höchstem Maße trivial und einfach beantwortbar ist.

Man muss allerdings hinzusetzen, dass kaum etwas so spezifisch menschlich-kulturell ist, wie der Erhalt von Humor. Humor ist weitgehend zweckungerichtet. Wenn "Kultur" einfach alles Menschengemachte und nicht Naturgegebene ist ... kaum etwas ist derart menschengemacht und in dem Sinne unnatürlich, als dass es eigentlich nur Energieverlust und Entropieverminderung bedeutet, wie Humor. Nur mal als kleiner Fingerzeig.

Und wieder ueberfluessiges, hohles Geschwafel, um ja nicht darauf einzugehen und darueber nachzudenken, was hier diskussionstechnisch wie so oft im Argen liegt. Es ist einfach nur noch zum Kotzen! Ich bin hier aus dem Thema raus - spamt euch weiter in den StrangTod, mit dem ewig gleichen Geschwurbel. ENDE! :p
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Provokateur » Mo 20. Nov 2017, 14:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:51)

Ganz klar und deutlich: Es existiert keine Fremdbestimmung. Grundsätzlich nicht. Niemand und keine Umstände könnten mich jemals "fremdbestimmen". Selbst, wenn man mich in den Knast steckt. Ich würde nur zu gern wissen, wie das überhaupt gehen soll: Fremdbestimmung.

Mir haben schon immer all die Leute Leid getan, die das Zwangssystem DDR-Gesellschaft nicht als Verhinderung irgendeines Auslebens von irgendwas sondern als "Fremdbestimmtheit" empfunden haben. Wie erbärmlich ist das denn? Lass ich mich vielleicht irgendwie "fremdbestimmen"?


Oh, das ist hinzubekommen. Nimm Nordkorea. Mach, was du sollst - oder geh ins KZ.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 15:00

Bleibtreu hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:55)

Und wieder ueberfluessiges, hohles Geschwafel, um ja nicht darauf einzugehen und darueber nachzudenken, was hier diskussionstechnisch wie so oft im Argen liegt. Es ist einfach nur noch zum Kotzen! Ich bin hier aus dem Thema raus - spamt euch weiter in den StrangTod, mit dem ewig gleichen Geschwurbel. ENDE! :p

Was hier "diskussionstechnisch" im Argen liegt, ist dasselbe, was auch in den meisten anderen Strängen im Argen liegt. Ein Mangel an Bereitschaft, fremde Argumente überhaupt erstmal wahrzunehmen und über andere Standpunkte als die eigenen mal nachzudenken zu versuchen.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Nov 2017, 15:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:40)
Die Frage nach überhaupt der Existenz eines solchen Zusammenhangs muss aber erst mal gestellt werden. Wie soll man anders danach fragen als mit "warum". Nochmal: "Warum ist die Banane krumm" frag zunächst einmal, ob das Krummsein irgendeine systematische, regelmäßige, vorhersagbare Ursache hat. "Wie wird die Banane krumm" setzt einen solchen Zusammenhang bereits voraus. Der muss aber gar nicht gegeben sein.

Nochmal: Die Frage "Warum" verlangt eine Begründung und eine Begründung ist keine Erklärung.
Die Frage nach dem "WIE" fordert eine Erklärung des Prinzips von Ursache und Wirkung. Etwas passiert genau dann (Wirkung), wenn genau diese Voraussetzungen/Bedingungen gegeben sind. ==> hinreichend genau und zeitkernig gültig. Ergeben sich neue Erkenntnisse, wird die Erklärung a) modifiziert, erweitert oder b) es wird eine neue Erklärung gefunden bzw muss gefunden werden.
Die Frage "warum ist die Banane krumm" fordert eine Weil-Antwort, aus welcher sich wiederum eine Warum-Frage ergibt, die wiederum eine Weil-Antwort fordert. Da ist nichts systematisch, regelmäßig und vorhersagbar.
Vorhersagbare Ergebnisse liefern Erklärungen ==> "genau dann, wenn ..."


schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:40) Im Bereich des Politischen stellen sich solche Fragen noch weitaus häufiger. Warum fällt oder sinkt der Euro-Kurs. Warum sind die Jamaika-Sondierungen gescheitert. Es ist ganz entscheidend, ob sich darauf eine einigermaßen eindeutige Antwort finden lässt oder nicht. Sofort zustimmen würde ich Dir, wenns nur darum ginge, ob der Stand des Euro-Kurses oder der Ausgang der Jamaika-Verhandlungen irgendeinen gottgewollten Sinn hätten ... eigentlich zur Debatte steht jedoch die Frage, ob sich dies (überhaupt) auf eine benennbare Hauptursache zurückführen lässt. Und nur wenn "ja" kann man über ein Wie, Wo, Wann nachdenken.

Es ist wurscht wo die Warum-Fragen gestellt werden. Auch in der Politik kann die Frage nach dem Warum, nach dem Grund bis in alle Ewigkeit (unendlich) weiter geführt werden.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 15:02

Provokateur hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:57)

Oh, das ist hinzubekommen. Nimm Nordkorea. Mach, was du sollst - oder geh ins KZ.


Nach Sartre: Nicht mal das geht irgendwie. Die Erfahrung habe ich zwar glücklicherweise nicht machen müssen. Aber ich verstehe perfekt, was mit seiner Existenzialismus-Philosophie eigentlich gemeint ist. Immer und überall vollkommen frei zu sein, ist nicht einfach eine erfreulich-erstaunliche Tatsache sondern ein zuweilen schwer zu ertragendes Schicksal. Eine Hineingeworfenheit. Eine anthropologische Grundkonstante.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Mo 20. Nov 2017, 15:09

Bleibtreu hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:37)

Du macht dasselbe was Selina & Schoko treiben, eben nur aus der anderen Position, nicht weniger besessen. HIER geht es nicht um eine weiterfuehrende Diskussion ueber WAS ist eigentlich Kultur? hinaus. Wenn ihr alle so besessen seid ueber kulturelle Identitaet, IdentitaetsVerlust, RechtsKnaller oder gar den Zusammenbruch einer Kultur zu schwafeln, dann habt endlich die Eier einen Strang dazu aufzumachen. Es reicht mir bis Oben hin, dass kaum ein Strang, der auch nur in der Naehe dieser Thematik sein koennte, vor eurem LieblingsThema sicher ist. Es kotzt mich an, ueberall dasselbe Geseier zu lesen: In den Fluechtlings/KriminalitaetsStraengen - im AFD-Strang - in den ReligionsStraengen - in den IntegrationsStraengen usw. Kaum ein Thema ist vor eurer Besessenheit sicher. Haengt euch das nicht langsam selbst zum Hals heraus?! :mad: :dead:


Schon mal aufgefallen, dass du einen sehr unschönen und unfreundlichen Diskussionsstil an dir hast? Ich "treibe" hier nichts. Und ich "schwafele" auch nicht. Wenn dir die Diskussion nicht behagt, dann bleibe ihr fern. Steht doch jedem frei. Und ja, selbstverständlich gehören alle Fragen, die sich um "Kultur" ranken, auch hier mit rein. Und selbstverständlich werden die dann politisch und kontrovers diskutiert in einem Politik-Forum. Wenn wirklich nur exakt die eine Frage "was ist Kultur" beantwortet werden darf, wie in der Schule, dann hätten das fünf User auch brav gemacht und der Strang hätte wieder geschlossen werden können. So aber gibt es halt noch mehr Gesprächsbedarf über das rein Semantische hinaus. Wo ist das Problem?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Nov 2017, 15:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:51)

Ganz klar und deutlich: Es existiert keine Fremdbestimmung. Grundsätzlich nicht. Niemand und keine Umstände könnten mich jemals "fremdbestimmen". Selbst, wenn man mich in den Knast steckt. Ich würde nur zu gern wissen, wie das überhaupt gehen soll: Fremdbestimmung.

Ach - es existiert keine Fremdbestimmung?
§218 StGB beinhaltet also keine Fremdbestimmung?
Bestimmte gesellschaftliche Vorgaben, wer sich wie in der Öffentlichkeit zu kleiden hat, welche Berufe er ausüben darf, ist also keine Fremdbestimmung?
Wenn bestimmte Teile der Bevölkerung vom Wahlrecht, von Zugang zu höherer Bildung ausgeschlossen werden, ist das keine Fremdbestimmung?
Wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sein müssen, um heiraten zu dürfen, ist das keine Fremdbestimmung?

Fremdbestimmung ist die Ausübung von Zwang - das Erzwingen bestimmter Verhaltensmuster durch Dritte, die Einschränkung des Selbstbestimmungsrecht durch Dritte, Bevormundung etc wird und Frendbestimmung subsummiert.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 15:21

@Bleibtreu: Ich hab' zwar bestimmt nicht alle 21 Seiten dieses Threads gelesen. Aber an einen Beitrag, wo du nicht darüber lamentierst, dass alle den Kulturbegriff nicht verstehen, sondern deinen eigenen Kulturbegriff erläuterst und zur Diskussion stellst, kann ich mich jedenfalls nicht erinnern. Schreib doch einfach mal. Was ich bislang an konsistenter Meinung dazu gelesen/gehört habe, läuft darauf hinaus, dass der Kulturbegriff vor allem eines ist: Ambivalent. Was machen wir nun daraus?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 15:23

Dark Angel hat geschrieben:(20 Nov 2017, 15:17)

Ach - es existiert keine Fremdbestimmung?
§218 StGB beinhaltet also keine Fremdbestimmung?
Bestimmte gesellschaftliche Vorgaben, wer sich wie in der Öffentlichkeit zu kleiden hat, welche Berufe er ausüben darf, ist also keine Fremdbestimmung?
Wenn bestimmte Teile der Bevölkerung vom Wahlrecht, von Zugang zu höherer Bildung ausgeschlossen werden, ist das keine Fremdbestimmung?
Wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sein müssen, um heiraten zu dürfen, ist das keine Fremdbestimmung?

Fremdbestimmung ist die Ausübung von Zwang - das Erzwingen bestimmter Verhaltensmuster durch Dritte, die Einschränkung des Selbstbestimmungsrecht durch Dritte, Bevormundung etc wird und Frendbestimmung subsummiert.


Nein. Es existiert keine Fremdbestimmung. Es gibt einzig und allein Selbstunterordnung. Ganz klar und eindeutig. Man kann mich im Extremfall am Weiterleben hindern. Aber nie nie niemals kann man mich "fremdbestimmen".
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Nov 2017, 16:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 15:23)

Nein. Es existiert keine Fremdbestimmung. Es gibt einzig und allein Selbstunterordnung. Ganz klar und eindeutig. Man kann mich im Extremfall am Weiterleben hindern. Aber nie nie niemals kann man mich "fremdbestimmen".

Fremdbestimmung ist das Gegenteil von Selbstbestimmung.
Immer dann, wenn du nicht selbstbestimmt über dein Leben, deine Handlungen entscheiden kannst, handelt es sich um Fremdbestimmung
Wenn es Vorschriften für Bekleidung in der Öffentlichkeit gibt, handelt es sich um Fremdbestimmung und nicht um Selbstunterordnung. Dir wird von Dritten vorgeschrieben und zwar unter Androhung von Strafe, wie du dich zu kleiden hast.
Wenn bestimmte Bevölkerungsschichten vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, kein Zugang zu bestimmten Bildungseinrichtungen gewährt wird, handelt es sich um Fremdbestimmung und nicht um Selbstunterordnung.

Apropos Selbstunterordnung: Erzähle mal einem Sklaven oder Zwangsarbeiter, dass er keiner Fremdbestimmung unterliegt, sondern nur Selbstunterordnung "betreibt".
Sorry, aber dämlicher und arroganter gehts wirklich nicht
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 20. Nov 2017, 16:24

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 14:51)

Ganz klar und deutlich: Es existiert keine Fremdbestimmung. Grundsätzlich nicht. Niemand und keine Umstände könnten mich jemals "fremdbestimmen".


Typischer westlicher Subjektivismus, bzw. zu enge Auslegung von "Fremdbestimmung". :D

Du bist aus dir selbst heraus nichts. Wer nach der Geburt in einen Raum gelegt und am Tropf hängend wachsen würde, wäre am Ende nicht wesentlich von einer beweglichen Kartoffel zu unterscheiden. Jedes Wort, dass du sprichst, erhält seine Bedeutungen nicht von dir, sondern ergibt sich aus seinem allgemeinen Gebrauch in der Sprache. Ein Subjekt ohne die Beziehung zu einem gesellschaftlichen Außen ist nichts. Noch in der heftigsten Abgrenzung bestimmt das, wovon du dich abgrenzen möchtest, was du bist.

Hätte man dich nach der Geburt, nach China oder nach Südamerika gegeben, wäre auch etwas ganz anderes aus dir geworden. Warum wohl?

Oder, um innerhalb des westlichen Kulturrahmens mit seinem Menschenbild zu bleiben: Dein Verhältnis zu Ordnung und Nicht-Ordnung, zum Leviathan und zum Behemoth, würde ggf. wesentlich davon abhängen, ob du nach einer Wiedergeburt als per Genickschuss hingerichteter Nordkoreaner oder in Somalia zu Tode gefolterter "Falschgläubiger" erwachst und dann mit dem anderen, der du von diesen beiden nicht bist, gemeinsam zu beraten müsstest, wie der ideale Staat zu sein hätte. Eure Präferenzen wären alles andere als selbstbestimmt. Und dann erzähl' mal was von "keine Umstände können mich fremdbestimmen".
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 16:35

Sextus Ironicus hat geschrieben:(20 Nov 2017, 16:24)

Typischer westlicher Subjektivismus, bzw. zu enge Auslegung von "Fremdbestimmung". :D

Du bist aus dir selbst heraus nichts. Wer nach der Geburt in einen Raum gelegt und am Tropf hängend wachsen würde, wäre am Ende nicht wesentlich von einer beweglichen Kartoffel zu unterscheiden. Jedes Wort, dass du sprichst, erhält seine Bedeutungen nicht von dir, sondern ergibt sich aus seinem allgemeinen Gebrauch in der Sprache. Ein Subjekt ohne die Beziehung zu einem gesellschaftlichen Außen ist nichts. Noch in der heftigsten Abgrenzung bestimmt das, wovon du dich abgrenzen möchtest, was du bist.

Hätte man dich nach der Geburt, nach China oder nach Südamerika gegeben, wäre auch etwas ganz anderes aus dir geworden. Warum wohl?

Oder, um innerhalb des westlichen Kulturrahmens mit seinem Menschenbild zu bleiben: Dein Verhältnis zu Ordnung und Nicht-Ordnung, zum Leviathan und zum Behemoth, würde ggf. wesentlich davon abhängen, ob du nach einer Wiedergeburt als per Genickschuss hingerichteter Nordkoreaner oder in Somalia zu Tode gefolterter "Falschgläubiger" erwachst und dann mit dem anderen, der du von diesen beiden nicht bist, gemeinsam zu beraten müsstest, wie der ideale Staat zu sein hätte. Eure Präferenzen wären alles andere als selbstbestimmt. Und dann erzähl' mal was von "keine Umstände können mich fremdbestimmen".
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 16:41

Sieh es einfach mal von der anderen Seite. Von der Seite des Gejammeres über "Fremdbestimmtheit". Es ist einfach das sinnvollere Lebensmodell, davon auszugehen, wie schon mehrfach erwähnt nach Sartre, dass man immer und überall vollkommen frei ist. Vollkommen selbstbestimmt. Aber auch selbstverantwortlich. Man kann alle möglichen sozialen Beziehungen eingehen, klar. Geschwister, Freunde, Ehe usw. usf. Das ist einfach Lebenspraxis Aber man steht vor sich selbst letztendlich uneingeschränkt und ohne jeglichen Rückverweis verantwortlich. Ich habe keine Lust, es ist mir zutiefst unsympathisch, mich für fehlende Lebenserfüllungen mit Erich Mielke herauszureden.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 20. Nov 2017, 16:47

Dark Angel hat geschrieben:(20 Nov 2017, 16:05)

Fremdbestimmung ist das Gegenteil von Selbstbestimmung.
Immer dann, wenn du nicht selbstbestimmt über dein Leben, deine Handlungen entscheiden kannst, handelt es sich um Fremdbestimmung
Wenn es Vorschriften für Bekleidung in der Öffentlichkeit gibt, handelt es sich um Fremdbestimmung und nicht um Selbstunterordnung. Dir wird von Dritten vorgeschrieben und zwar unter Androhung von Strafe, wie du dich zu kleiden hast.
Wenn bestimmte Bevölkerungsschichten vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, kein Zugang zu bestimmten Bildungseinrichtungen gewährt wird, handelt es sich um Fremdbestimmung und nicht um Selbstunterordnung.

Apropos Selbstunterordnung: Erzähle mal einem Sklaven oder Zwangsarbeiter, dass er keiner Fremdbestimmung unterliegt, sondern nur Selbstunterordnung "betreibt".
Sorry, aber dämlicher und arroganter gehts wirklich nicht

Nein. Genau so ist es. Ich schreibe aus eigener Erfahrung. Und kann mich dabei auf kluge Köpfe berufen:
J.P. Sartre hat geschrieben:Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein.

Eine der tiefliegendsten Erkenntnisse der letzten paar hundert Jahre. Genau so ist es. Und es ist nicht beruhigend sondern bestürzend in seiner einfachen, schlichten Wahrheit.

Ich danke Gott, wenns ihn denn gibt, dafür, dass ich nicht verurteilt bin, meine Ansichten, Einstellungen, Meinungen von äußeren Lebensumständen abhängig zu sehen. Es kann keine Fremdbestimmung geben. Es gibt äußeren Zwang, der sehr unangenehm werden kann, aber letztendlich in Bezug auf Selbstbestimmtheit bedeutungslos ist.

Dass der Mensch von seinen biographischen Gegebenheiten her geprägt ist, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Man braucht nur die Summe dieser Prägungen zu seinem Ich hinzufügen, und schon haben wir dennoch den hundertprozent selbstbestimmten und keine Fremdbestimmung notwendig unterliegenden Menschen.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Mo 20. Nov 2017, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Sextus Ironicus » Mo 20. Nov 2017, 17:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Nov 2017, 16:41)

Sieh es einfach mal von der anderen Seite. Von der Seite des Gejammeres über "Fremdbestimmtheit". Es ist einfach das sinnvollere Lebensmodell, davon auszugehen, wie schon mehrfach erwähnt nach Sartre, dass man immer und überall vollkommen frei ist. Vollkommen selbstbestimmt. Aber auch selbstverantwortlich. Man kann alle möglichen sozialen Beziehungen eingehen, klar. Geschwister, Freunde, Ehe usw. usf. Das ist einfach Lebenspraxis Aber man steht vor sich selbst letztendlich uneingeschränkt und ohne jeglichen Rückverweis verantwortlich. Ich habe keine Lust, es ist mir zutiefst unsympathisch, mich für fehlende Lebenserfüllungen mit Erich Mielke herauszureden.


Ich seh's von der anderen Seite, oder besser gesagt: Über den Umweg über andere "Seiten" sprich über die Menschenbilder anderer Kulturen.

Dein Lebensmodell, das du über den Komparativ von "sinnvoll" darstellst, weist einfach auf einen funktionalen Vorteil hin, der wiederum nur zu einem stabileren Gesamtmodell führen soll. Aber für den "Sinn" gelten die gleichen Annahmen wie für Kultur, wobei "Sinn" dann im Gegensatz zu "Kultur" doch ein metaphysisches Konstrukt ist, wenn man es nicht materiell dahingehend versteht, dass Sinn nichts anderes ist als das, was einem im Leben begegnet, zu meistern. Das beginnt also ganz profan damit, dass sich Sinngefühle nicht einstellen, wenn man ein Ticket für 3 Euro am Fahrkartenautomaten ziehen möchte, aber der anzeigt, dass er kein Wechselgeld ausgibt und einem deshalb der 50er in der Hand nichts nützt. Spätestens wenn die Zugtüren sich schließen, und niemand einem den 50er gewechselt hat, man zu spät zum Vortellungsgespräch kommt, ist die kurzfristige materielle Sinnfrage negativ beantwortet. :D

Ich habe die Bemerkung vom "Warum" des Universums gesehen. Wenn sie sinnvoll zu stellen wäre, wäre sie auch nach ihrer endgültigen Beantwortung nicht geschlossen. Denn wenn dann noch etwas wäre, wäre es nichts mehr außer einem lähmenden Stillstand, dröhnend angefüllt mit der Frage, warum man es unbedingt wissen wollte. Oder aber, was wahrscheinlicher ist, das reine Nichts. Denn so, wie es keinen Anfang in der Zeit gibt, weil er schon in der Zeit läge (Blumenberg), so kann es auch keine letzte Antwort auf die Warum-Frage geben. Denn so lange sie in der Zeit läge, wäre es nicht die letzte. Und ohne Zeit wären wir nicht. :) Was alle Kulturfragen lösen würde.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)

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