Was ist eigentlich "Kultur"?

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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Jekyll » Mi 13. Sep 2017, 18:40

Provokateur hat geschrieben:(08 Sep 2017, 10:34)

Man könnte auch den "oppositionellen Entwurf" anstellen:

Kultur ist alles, was nicht Natur ist.
So ähnlich sehe ich das auch. Entweder die Natur dominiert über uns, oder wir über sie.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 19:08

Jekyll hat geschrieben:(13 Sep 2017, 19:40)

So ähnlich sehe ich das auch. Entweder die Natur dominiert über uns, oder wir über sie.

Demnach haben die auf Barbuda oder den Florida Keys keine Kultur.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Perdedor » Mi 13. Sep 2017, 21:09

Zunder hat geschrieben:Das hat Özoguz nicht gesagt.


Aber im Eingangsbeitrag und in vielen diesbezüglichen Debatten.

Zunder hat geschrieben:Wenn du behauptest, eine Kultur zu haben, und mir fälschlicherweise unterstellst, ich hätte gesagt, daß du keine Kultur hast, finde ich das ein bißchen komisch.


Bei einem "Respekt" mit Ausrufezeichen ging ich natürlich von Ironie aus.
Wenn dem nicht so ist, lasse ich mich natürlich gerne von dir respektieren. ;)

Zunder hat geschrieben:Ich gehe nicht davon aus, daß jeder Deutsche eine deutsche Kultur hat.


Ok. Dann sind wir uns einig.

Zunder hat geschrieben:Wenn du glaubst, daß die Existenz einer deutsche Kultur davon abhängt, ob jeder einzelne Deutsche jeden einzelnen Aspekt dieser Kultur lebt, legst du ein totalitäres Gesellschaftsmodell zugrunde, an dessen Durchsetzung schon Hitler und Stalin gescheitert sind.


Ich glaube überhaupt nichts, sondern habe einige Debatten über Özoguz Äußerung (richtig oder falsch interpretiert) verfolgt und allzu häufig kommt dort eben genau dieser Gedankengang vor: Der Deutsche habe eine deutsche Kultur und daher passten diejenigen ohne deutsche Kultur nicht hierher (siehe die Sache mit dem "entsorgen").
Wie du mir aber zustimmst ist es problemlos möglich Deutscher ohne deutsche Kultur zu sein (bzw welche mit nur sehr geringer Übereinstimmung).
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 21:25

Perdedor hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:09)
Wie du mir aber zustimmst ist es problemlos möglich Deutscher ohne deutsche Kultur zu sein (bzw welche mit nur sehr geringer Übereinstimmung).

Ja, man kann die deutsche Staatsbürgerschaft haben, ohne deutsche Kultur. Wie zum Beispiel Frau Özoguz.

Aber das ist ist hier nicht das Thema.

Die Frage lautete: Was ist Kultur? Gemeint war nicht, ob z.B. Musik Bestandteil einer Kultur ist, sondern was wir unter Kultur verstehen.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Bleibtreu » Mi 13. Sep 2017, 21:30

Perdedor hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:09)

[...] Ich glaube überhaupt nichts, sondern habe einige Debatten über Özoguz Äußerung (richtig oder falsch interpretiert) verfolgt und allzu häufig kommt dort eben genau dieser Gedankengang vor: Der Deutsche habe eine deutsche Kultur und daher passten diejenigen ohne deutsche Kultur nicht hierher (siehe die Sache mit dem "entsorgen").
Wie du mir aber zustimmst ist es problemlos möglich Deutscher ohne deutsche Kultur zu sein (bzw welche mit nur sehr geringer Übereinstimmung).

Dann wuerden auch alle nichtdeutschen Europaer nicht zur deutschen Kultur passen. Du kannst doch nicht ernsthaft glauben, dass Zunder derart bekloppt drauf ist? Hier ist nicht die Frage, wer passt zu wem oder sind alle Deutschen auch deutsch genug, sondern WAS ist Kultur ueberhaupt. Das Thema deutsche Kultur wird in einem anderen Strang behandelt. Und auch das bedeutet nicht automatisch, dass man gegen nichtdeutsche Kulturen ist oder sie per se fuer "schlechter" oder "unpassend" haelt. Diese ueberbordende Hysterie von MultiKultis und deren Gegnern amuesiert nur noch. :D

[Hervorhebung im Zitat von mir]
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 21:35

Bleibtreu hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:30)

Und auch das bedeutet nicht automatisch, dass man gegen nichtdeutsche Kulturen ist oder sie per se fuer "schlechter" oder "unpassend" haelt. Diese ueberbordende Hysterie von MultiKultis und deren Gegnern amuesiert nur noch.


Niemand, zumindest niemand von Verstand, würde auf die Idee kommen, die deutsche Kultur sei zum Beispiel der französischen oder italienischen überlegen. Und niemand würde wahrscheinlich auf die Idee kommen, es gäbe keine italienische Kultur.

Nur manche Deutsche oder solche mit deutschem Pass kommen auf die Idee zu sagen, es gäbe keine deutsche Kultur außer halb der Sprache.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Perdedor » Mi 13. Sep 2017, 21:50

Bleibtreu hat geschrieben:Hier ist nicht die Frage, wer passt zu wem oder sind alle Deutschen auch deutsch genug, sondern WAS ist Kultur ueberhaupt.


Ja, und Zunder verwendet hier eine andere Definition als viele (nicht alle) der Özoguz-Kritiker, welche davon ausgehen, dass man als in Deutschland aufgewachsener Deutscher automatisch eine große Übereinstimmung mit der deutschen Kultur haben müsse. Es geht hier nicht um die Wertung, sondern um die grundsätzliche Frage, wie man Menschen Kulturen zuordnet. Das ist für die Definition relevant.
Zuletzt geändert von Perdedor am Mi 13. Sep 2017, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 21:52

Perdedor hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:50)

als in Deutschland aufgewachsener Deutscher


Was ist das denn genau?

Ist Frau Özoguz eine in Deutschland aufgewachsene Deutsche?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Perdedor » Mi 13. Sep 2017, 21:52

Senexx hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:52)

Was ist das denn genau?


Was ist daran unverständlich?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 21:57

Perdedor hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:52)

Was ist daran unverständlich?

Können Sie den Begriff nicht erklären?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Perdedor » Mi 13. Sep 2017, 22:02

Senexx hat geschrieben:Können Sie den Begriff nicht erklären?


Ein "in Deutschland aufgewachsener Deutscher" ist jemand der in Deutschland aufgewachsen ist und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Das ist doch wohl trivial. Ich könnte zur Erläuterung meiner ursprünglichen Aussage noch hinzufügen, dass seine Vorfahren seit mehreren Generationen die deutsche Staatsbürgerschaft (bzw Entsprechendes) besitzen.
Daraus folgt nicht automatisch, dass dieser heute lebende Mensch die deutsche Kultur hat (nach Zunders Definition).
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Senexx » Mi 13. Sep 2017, 22:06

Perdedor hat geschrieben:(13 Sep 2017, 23:02)

Ein "in Deutschland aufgewachsener Deutscher" ist jemand der in Deutschland aufgewachsen ist und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Das ist doch wohl trivial.


Das würde dann auf Frau Özoguz zutreffen.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 14. Sep 2017, 07:26

Bleibtreu hat geschrieben:(13 Sep 2017, 22:30)

Dann wuerden auch alle nichtdeutschen Europaer nicht zur deutschen Kultur passen. Du kannst doch nicht ernsthaft glauben, dass Zunder derart bekloppt drauf ist? Hier ist nicht die Frage, wer passt zu wem oder sind alle Deutschen auch deutsch genug, sondern WAS ist Kultur ueberhaupt. Das Thema deutsche Kultur wird in einem anderen Strang behandelt. Und auch das bedeutet nicht automatisch, dass man gegen nichtdeutsche Kulturen ist oder sie per se fuer "schlechter" oder "unpassend" haelt. Diese ueberbordende Hysterie von MultiKultis und deren Gegnern amuesiert nur noch. :D

[Hervorhebung im Zitat von mir]

Wie schon einmal angedeutet: Auch (sogenannte) "MultiKultis", also Multikulturalisten, sind Kulturalisten, also letztendlich, wenn auch wahrscheinlich in den meisten Fällen unbewusst, moderne Rassisten.

Alexander Dugin in Russland und vor allem Alain de Benoist in Frankreich sind die Leitsterne dieses neurechts umgedeuteten Multikulturalismus. Nachdem jeder Mensch die Pflicht habe, "anders" zu sein. Was aber bei diesen neurechten Multikulturalisten nicht auf ein individuelles sondern auf ein kollektives Anderssein hinausläuft.

Und im politischen Maßstab läuft es auf nationale Wiedergeburten im Zeichen von Identität und Zugehörigkeit hinaus. Es wird sich noch zeigen, ob die Menschheit damit wiederum vor einem 1933 steht.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Eritrea Ede » Do 19. Okt 2017, 08:43

Mahmoud hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:15)

Komisch....?! Weiter oben hast Du geschrieben, es gebe gar keine deutsche Kultur. Und jetzt willst Du wissen, was Diese ausmacht...?


Du argumentierst schon fast wie eine Gender"forscherin". (Ich finde übrigens, dass braune AfD-Vollpfosten, Faschisten und linksautoritäre Feministinnen viel mehr gemeinsam haben, als sie das gemeinhein wahrhaben wollen. Aber das ist ein anderes Thema)

Ich will von Euch, die ihr die deutsche Kultur so hoch haltet, wissen, was diese EURER Meinung nach ausmacht. Und wenn ihr darauf keine Antwort geben könnt, dann bestärkt das eine Vermutung in mir.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon relativ » Do 19. Okt 2017, 08:59

Eritrea Ede hat geschrieben:(19 Oct 2017, 09:43)

Du argumentierst schon fast wie eine Gender"forscherin". (Ich finde übrigens, dass braune AfD-Vollpfosten, Faschisten und linksautoritäre Feministinnen viel mehr gemeinsam haben, als sie das gemeinhein wahrhaben wollen. Aber das ist ein anderes Thema)

Ich will von Euch, die ihr die deutsche Kultur so hoch haltet, wissen, was diese EURER Meinung nach ausmacht. Und wenn ihr darauf keine Antwort geben könnt, dann bestärkt das eine Vermutung in mir.

Ich Glaube die meisten die von deutscher Kultur sprechen, meinen damit die Errungenschaften die andere Deutsche in der Geschichte der Deutschen erlangt haben und immer noch präsent sind.
Ob nun klassische Musik, bahnbrechende Erfindungen , der Protestantismus, als auch die Literatur. Ich sehe dies eher als deutsches Erbe, worauf man in so fern stolz sein kann, daß es in Deutschland eben nicht nur zerstörrerische Phasen gab, sondern auch wirklich Phasen indem solche wunderbaren kulturellen Dinge einen Nährboden hatten.
Diese kulturelle Geschichte vereint die Deutschen, aber auch wirklich nicht viel mehr, denn ansonsten sind sie für sich gesehen doch sehr unterschiedlich und heterogen, was ich Ok finde. Wichtiger ist nämlich , daß man große gemeinsames Ziele hat.
Es gibt aber Menschen die neigen dazu, diese kulturelle Geschichte zu überhöhen und als wichtiger , wenn sich sogar den gescheidenen Kit zu betrachten, der unsere Gemeinschaft zusammen hält. Das halte ich für ziemlich Übertrieben.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Mahmoud » Do 19. Okt 2017, 12:48

Eritrea Ede hat geschrieben:(19 Oct 2017, 09:43)

Du argumentierst schon fast wie eine Gender"forscherin". (Ich finde übrigens, dass braune AfD-Vollpfosten, Faschisten und linksautoritäre Feministinnen viel mehr gemeinsam haben, als sie das gemeinhein wahrhaben wollen. Aber das ist ein anderes Thema)

Ich will von Euch, die ihr die deutsche Kultur so hoch haltet, wissen, was diese EURER Meinung nach ausmacht. Und wenn ihr darauf keine Antwort geben könnt, dann bestärkt das eine Vermutung in mir.


Kultur ist das, was ein Volk ausmacht. Der Begriff "Volk" ist aber rückwärtsgerichtet. Ein Volk war früher mal eine Menschengruppe, die und deren Nachfahren auf begrenztem Gebiet zusammenlebten und dabei eben besagte Kultur entwickelten. Heute entstehen wahrscheinlich keine Völker mehr, im Gegenteil, alles vermischt und nivelliert und vereinheitlicht sich ( Manche nennen das Vielfalt, aber das ist ein anderes Thema :rolleyes: )
Nun, welche Eigenschaften und Fähigkeiten hat denn das Volk früher entwickelt. Was steht für Deutsch bzw. deutsche Kultur?

Christentum; weiße Hautfarbe ( will heißen: europäischer Typus); hat gelernt, mit widrigen Wetterbedingungen umzugehen, da in der gemäßigten Zone aufgewachsen. Hat dabei hohe Intelligenz entwickelt, denn musste die Frage klären: Was muss ich tun, damit ich im Winter nicht verhungere?; Regelt und organisiert gut und gerne, manchmal zuviel; Rippchen mit Kraut; Rouladen mit Rotkraut; neigt zu Extremen ( weiter oben erläutert); sehr hohe technische Kompetenz; verspeist keine Insekten; gutes Bier; Fußball, lässt sich einreden, Tempolimits seien ein Zeichen für Unfreiheit; Kartoffeln.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon relativ » Do 19. Okt 2017, 13:05

Mahmoud hat geschrieben:(19 Oct 2017, 13:48)

Kultur ist das, was ein Volk ausmacht. Der Begriff "Volk" ist aber rückwärtsgerichtet. Ein Volk war früher mal eine Menschengruppe, die und deren Nachfahren auf begrenztem Gebiet zusammenlebten und dabei eben besagte Kultur entwickelten. Heute entstehen wahrscheinlich keine Völker mehr, im Gegenteil, alles vermischt und nivelliert und vereinheitlicht sich ( Manche nennen das Vielfalt, aber das ist ein anderes Thema :rolleyes: )
Nun, welche Eigenschaften und Fähigkeiten hat denn das Volk früher entwickelt. Was steht für Deutsch bzw. deutsche Kultur?

Christentum; weiße Hautfarbe ( will heißen: europäischer Typus); hat gelernt, mit widrigen Wetterbedingungen umzugehen, da in der gemäßigten Zone aufgewachsen. Hat dabei hohe Intelligenz entwickelt, denn musste die Frage klären: Was muss ich tun, damit ich im Winter nicht verhungere?; Regelt und organisiert gut und gerne, manchmal zuviel; Rippchen mit Kraut; Rouladen mit Rotkraut; neigt zu Extremen ( weiter oben erläutert); sehr hohe technische Kompetenz; verspeist keine Insekten; gutes Bier; Fußball, lässt sich einreden, Tempolimits seien ein Zeichen für Unfreiheit; Kartoffeln.

In erster Linie sind ein Volk Menschen, die in der selben Region leben und dieselbe Sprache sprechen. Regional bedingt haben sie auch gleiche traditionelle Interessen, die sind aber grundätzlich leicht varriabel, was Sprache so nicht ist.
Heutzutage und in der globalisierten Welt spielen solche Volksdefinitionen aber eine immer untergeordnetere Rolle, da wir uns sowohl Sprachlich weiterentwickeln/anpassen und auch örtlich nicht mehr in diesem Maße gebunden sind.
Was wichtig ist und auch meist dauerhaft bleibt sind Familie und Freunde , was man dann wohl eher unter den Begriff Heimat versteht.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon schelm » Do 19. Okt 2017, 13:35

Eritrea Ede hat geschrieben:(19 Oct 2017, 07:21)

Nö, nicht wirklich. Ich will nur wissen, was die deutsche Kultur denn ausmacht. Mir geht es nicht darum, die deutsche Kultur "abzuschaffen" und zu ersetzen.

Wieso weißt du das nicht ? Bist du ein Migrant oder Ausländer ? Fragst du die gleiche Frage ebenfalls in Bezug auf alle anderen Kulturen ?
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon relativ » Do 19. Okt 2017, 13:41

schelm hat geschrieben:(19 Oct 2017, 14:35)

Wieso weißt du das nicht ? Bist du ein Migrant oder Ausländer ? Fragst du die gleiche Frage ebenfalls in Bezug auf alle anderen Kulturen ?

Kannst oder willst du die Frage nicht beantworten? Du legst doch soviel Wert auf eine einheitliche und indentitätsstiftende deutsche Kultur. Dann solltest du sie ja auch einfach beantworten können. Dieses schwurbelige Ausweichen einer Frage ist wieder mal ziemlich peinlich.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon schelm » Do 19. Okt 2017, 13:44

relativ hat geschrieben:(19 Oct 2017, 14:05)

In erster Linie sind ein Volk Menschen, die in der selben Region leben und dieselbe Sprache sprechen. Regional bedingt haben sie auch gleiche traditionelle Interessen, die sind aber grundätzlich leicht varriabel, was Sprache so nicht ist.
Heutzutage und in der globalisierten Welt spielen solche Volksdefinitionen aber eine immer untergeordnetere Rolle, da wir uns sowohl Sprachlich weiterentwickeln/anpassen und auch örtlich nicht mehr in diesem Maße gebunden sind.
Was wichtig ist und auch meist dauerhaft bleibt sind Familie und Freunde , was man dann wohl eher unter den Begriff Heimat versteht.

Mitnichten. Dieser Eindruck wird von wurzellosen Kosmopoliten verbreitet. Die absolute Mehrheit eines Volkes besteht eben nicht aus Globetrottern, die meinen überall " zu Hause " zu sein. Überall auf der Welt pflegt man eine typische Identität an Hand der gewachsenen Traditionen, Mentalitäten und kulturellen Besonderheiten. Das ändert sich auch nicht dadurch, weil man durch Urlaubsreisen sich etwas anderes gönnt. Ein Ausflug in eine andere Welt bedeutet nicht die Relativierung oder Bedeutungslosigkeit der eignen.

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