Was ist eigentlich "Kultur"?

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Dark Angel
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Dark Angel » Sa 18. Nov 2017, 10:26

Sextus Ironicus hat geschrieben:(17 Nov 2017, 19:36)
Aber Kultur ist viel mehr - sofern man sich nicht die Losung "Das Private ist politisch" zu eigen macht. Politik ist ein Teilbereich der Kultur.

Genau diese Losung hat Userin Selina verinnerlicht und aus dieser Perspektive heraus "diskutiert" sie.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 18. Nov 2017, 10:59

Selina hat geschrieben:(17 Nov 2017, 18:48)

Meine Intentionen sind ganz andere. Selbstverständlich leben wir immer in bestimmten kulturellen Zusammenhängen, lernen oft in Gruppen (Elternhaus, Geschwister, Schulklasse, Seminar an der Hochschule etcpp), das ist ne Binse. Ich finde halt nur, dass diese Diskussion, die seit einigen Jahren über Kulturen und den "Kampf der Kulturen" geführt werden, immer auch gleichzeitig etwas mit Abgrenzung und Zensuren-Verteilen (um im Schulbild zu bleiben) zu tun haben.


Selbstverständlich haben Kulturen immer etwas mit "Abgrenzung" zu tun - woher würdest du den Plural nehmen, wenn das nicht so wäre? Ich hatte es schon einmal erwähnt: Am Anfang aller Erkenntnis steht die Einsicht, dass etwas dieses und nicht jenes ist (Liessmann).
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Billie Holiday » Sa 18. Nov 2017, 11:04

Sextus Ironicus hat geschrieben:(18 Nov 2017, 10:59)

Selbstverständlich haben Kulturen immer etwas mit "Abgrenzung" zu tun - woher würdest du den Plural nehmen, wenn das nicht so wäre? Ich hatte es schon einmal erwähnt: Am Anfang aller Erkenntnis steht die Einsicht, dass etwas dieses und nicht jenes ist (Liessmann).


Mit monokulturellen Parallelgesellschaften innerhalb Deutschlands, die Einheimische ausgrenzen, hat sie übrigens keinerlei Probleme. :cool:
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon unity in diversity » Sa 18. Nov 2017, 11:18

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Nov 2017, 11:04)

Mit monokulturellen Parallelgesellschaften innerhalb Deutschlands, die Einheimische ausgrenzen, hat sie übrigens keinerlei Probleme. :cool:

Das ist die angewandte Form von Samuel Huntingtons "Kampf der Kulturen".
Vor allem Linksliberale fallen leicht auf die invasive Standortpolitik Dritter herein.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon PeterK » Sa 18. Nov 2017, 11:26

Sextus Ironicus hat geschrieben:(18 Nov 2017, 00:41)
Dann lässt sich das begründen. Alles, was falsch ist, ist falsch aus einem Grund.

Korrekt: Viele Handlungsweisen des Menschen entspringen der Natur, nicht der Kultur ;).
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 18. Nov 2017, 12:19

PeterK hat geschrieben:(18 Nov 2017, 11:26)

Korrekt: Viele Handlungsweisen des Menschen entspringen der Natur, nicht der Kultur ;).


Aber Ihre Bedeutung ergibt sich ggf. nur aus dem kulturellen Kontext.

Doch um meinen Ausgangssatz zu verbessern: Ich ersetze "Handeln" durch "Interaktion", damit wir das Kopfkratzen nicht kulturell aufladen müssen. ;)
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon think twice » Sa 18. Nov 2017, 12:30

Billie Holiday hat geschrieben:(18 Nov 2017, 11:04)

Mit monokulturellen Parallelgesellschaften innerhalb Deutschlands, die Einheimische ausgrenzen, hat sie übrigens keinerlei Probleme. :cool:

Och, fuehlst du dich von den Libanesen-Clans ausgegrenzt? :(
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Sa 18. Nov 2017, 12:36

Solange ein Kulturbegriff den emanzipatorischen, freien und liberalen Ansatz von Kultur beschreibt, können sich halt die meisten Menschen mit ihm identifizieren. Weil dieser Kulturbegriff ihren Alltagserfahrungen entspricht. Sobald aber eine "gewisse Homogenität im Volk" (Götz Kubitschek) gefordert wird und im Mittelpunkt aller kulturellen Bestrebungen der Schutz des "Eigenen" vor dem "Fremden" steht, dann sträuben sich eben vielen die Nackenhaare. Und das zurecht. Und wenn dann noch als Krönung die Kultur so etwas wie die "nationale, deutsche Identität" zum Ausdruck bringen soll, wie ich es auch schon las, dann wirds einfach nur noch albern.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon unity in diversity » Sa 18. Nov 2017, 12:47

Selina hat geschrieben:(18 Nov 2017, 12:36)

Solange ein Kulturbegriff den emanzipatorischen, freien und liberalen Ansatz von Kultur beschreibt, können sich halt die meisten Menschen mit ihm identifizieren. Weil dieser Kulturbegriff ihren Alltagserfahrungen entspricht. Sobald aber eine "gewisse Homogenität im Volk" (Götz Kubitschek) gefordert wird und im Mittelpunkt aller kulturellen Bestrebungen der Schutz des "Eigenen" vor dem "Fremden" steht, dann sträuben sich eben vielen die Nackenhaare. Und das zurecht. Und wenn dann noch als Krönung die Kultur so etwas wie die "nationale, deutsche Identität" zum Ausdruck bringen soll, wie ich es auch schon las, dann wirds einfach nur noch albern.

In einer offenen Zivilgesellschaft, kann es sein, daß sich verschiedene Kulturen überlagern.
Daraus ergeben sich Anknüpfungspunkte, Differenzen, oder gar Ausschlüsse.
Kultur ist dann eventuell, wie man damit umgeht?
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Sa 18. Nov 2017, 13:16

unity in diversity hat geschrieben:(18 Nov 2017, 12:47)

In einer offenen Zivilgesellschaft, kann es sein, daß sich verschiedene Kulturen überlagern.
Daraus ergeben sich Anknüpfungspunkte, Differenzen, oder gar Ausschlüsse.
Kultur ist dann eventuell, wie man damit umgeht?


Ja, damit kann ich leben.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 18. Nov 2017, 13:27

Selina hat geschrieben:(18 Nov 2017, 12:36)

Solange ein Kulturbegriff den emanzipatorischen, freien und liberalen Ansatz von Kultur beschreibt, können sich halt die meisten Menschen mit ihm identifizieren. Weil dieser Kulturbegriff ihren Alltagserfahrungen entspricht. Sobald aber eine "gewisse Homogenität im Volk" (Götz Kubitschek) gefordert wird und im Mittelpunkt aller kulturellen Bestrebungen der Schutz des "Eigenen" vor dem "Fremden" steht, dann sträuben sich eben vielen die Nackenhaare. Und das zurecht. Und wenn dann noch als Krönung die Kultur so etwas wie die "nationale, deutsche Identität" zum Ausdruck bringen soll, wie ich es auch schon las, dann wirds einfach nur noch albern.


Da waren wir schon.

Oben hatte der User 3x Schwarzer Kater eine Bemerkung (nicht unrecht, verlieren) gemacht. Wenn man die auf eine "Formel" bringt, könntest du den Unterschied sehen. Es ist, so lautet meine "Formel" dazu, davon auszugehen, dass das Ringen um einen deskriptiven Begriff zum Verständnis dessen, was ist, im Ergebnis zu einem auf einen Sachverhalt bezogenen Begriff führt, während das Ringen um einen normativen Begriff zur Herstellung von ideologischer Einheit zu Sieg und Niederlage auf der allgemeinen politischen und/oder der individuellen moralischen Ebene führt. Darin sehe ich den Unterschied zwischen unseren beiden Ansätzen. Du setzt dasjenige (Emanzipation, Freiheit, Liberalität), dessen Definition erst innerhalb eines ganz bestimmten, kulturellen Horizontes geleistet wird, schon in den Begriff der Kultur selbst. Das ist im Grunde die säkulare Variante der Kulturschöpfungsgeschichte. Im Anfang war das Wort Kultur, und das Wort war beim Sozialkonstruktivisten, und der Sozialkonstruktivist war das Wort, um das mal etwas zugespitzt zu sagen, und von da aus wird dann das, was sein soll, als Seiendes konstruiert.

Und weil du immer wieder irgendwelche politischen Figuren erwähnst. Die interessieren mich auf der Ebene des Deskriptiven nur mäßig - Frau Göring-Eckhardt oder Herr Kubitschek interessieren mich hier überhaupt nicht, ihre Ansichten sind für den Kulturbegriff als solchen völlig uninteressant, denn auch sie arbeiten, wie du das tust, nur auf der normativen Ebene innerhalb der Kultur mit einem politischen Kulturbegriff, der für einen Teil steht, aber nicht fürs Ganze.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Sa 18. Nov 2017, 13:40

Ja, sorry, ich verstehe zwar die Angst vieler Leute vor einer politischen Sicht der Dinge (übrigens kurios in einem Politik-Forum). Aber ich denke halt, dass es irgendeinen neutralen Kulturbegriff, der frei jeglicher Bezüge zu den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnissen ist, nicht geben kann. Und es wird auch keinen neutralen Kulturbegriff geben, der frei von eigenen Anschauungen, Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen ist. Wenn ihr Hübschen hier schon davon ausgeht, dass Kultur quasi alles ist, was ich - und nicht nur ich - einfach als den "weiteren Kulturbegriff" bezeichne, dann ist dieses "alles" in der theoretischen Debatte natürlich auch beeinflusst von dem, was der jeweilige User mitbringt an persönlichen Erfahrungen, Erlebnissen und gesellschaftlichen Vorstellungen. Daher sind die Ergebnisse bei der Kultur-Begriffs-Debatte auch so vielfältig.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 18. Nov 2017, 13:40

Selina hat geschrieben:(18 Nov 2017, 12:36)

Solange ein Kulturbegriff den emanzipatorischen, freien und liberalen Ansatz von Kultur beschreibt, können sich halt die meisten Menschen mit ihm identifizieren.


Womit wir wieder bei dem Punkt sind, den ich ja schon vorher angemerkt habe. Es geht um den Kulturbegriff an sich, werturteilsfrei und in diesem Sinne deskriptiv. Also woran machen Menschen (hier im Forum, im Leben, im Fernsehen, im allgemeinen Sprachgebrauch) den Begriff "Kultur" fest. Die grundsätzliche Ausprägung einer Kultur, wie du sie wieder ins Spiel bringst ist nicht Gegenstand der Diskussion hier. Darüber kann man sich erst dann unterhalten, wenn man sich mal einig geworden ist, worüber man spricht.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 18. Nov 2017, 13:44

Selina hat geschrieben:(18 Nov 2017, 13:40)

Aber ich denke halt, dass es irgendeinen neutralen Kulturbegriff, der frei jeglicher Bezüge zu den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnissen ist, nicht geben kann. Und es wird auch keinen neutralen Kulturbegriff geben, der frei von eigenen Anschauungen, Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen ist.


Natürlich gibt es den. Man kann ja aber das Verständnis, was "Kultur" im Sinne einer Metadiskussion diskutieren. Und zwar werturteilsfrei. Warum sollte das nicht möglich sein? Ganz im Gegenteil. Sich darüber einig zu sein über was man eigentlich spricht ist sogar Grundvoraussetzung jeder Kommunikation.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Sa 18. Nov 2017, 13:54

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(18 Nov 2017, 13:44)

Natürlich gibt es den. Man kann ja aber das Verständnis, was "Kultur" im Sinne einer Metadiskussion diskutieren. Und zwar werturteilsfrei. Warum sollte das nicht möglich sein? Ganz im Gegenteil. Sich darüber einig zu sein über was man eigentlich spricht ist sogar Grundvoraussetzung jeder Kommunikation.


Ja klar, deswegen ist es beim Kulturbegriff ja so schwierig, weil es davon mehrere verschiedene gibt. Ich kann mir da fast nicht vorstellen, dass man einen Nenner finden kann zum Kulturbegriff. Hat nix mit bösem Willen zu tun.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon Selina » Sa 18. Nov 2017, 13:56

Manchmal schadet es auch nichts, die Erkenntnisse so, wie sie genannt werden und so konträr sie auch zu sein scheinen, einfach nebeneinander stehen zu lassen. Ein relativ unabhängiger User (also keiner der streitenden Parteien) sammelt diese Erkenntnisse dann und zieht Schlüsse daraus bzw. versucht, das Gesagte irgendwie zu bündeln. Er bindet den Sack zu, wie man so schön sagt. Auch das sind einfache Regeln der Kommunikation.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon PeterK » Sa 18. Nov 2017, 14:03

Sextus Ironicus hat geschrieben:(18 Nov 2017, 12:19)
Aber Ihre Bedeutung ergibt sich ggf. nur aus dem kulturellen Kontext.

Doch um meinen Ausgangssatz zu verbessern: Ich ersetze "Handeln" durch "Interaktion", damit wir das Kopfkratzen nicht kulturell aufladen müssen. ;)

LOL! Ich meinte eher Dinge wie Empathie, Aggression oder Angst, die ja durchaus unser Handeln beeinflussen. Aber ich stimme Dir darin zu, dass viele dieser in unserer Natur begründeten Handlungen bzw. Interaktionen kulturell bedingt unterschiedliche "flavours" haben können.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon krone » Sa 18. Nov 2017, 14:15

Das ist z.b. ein Teil unserer westlichen Kultur.

Ein Chor ,ein Saal der "because the night " singt .

Findet man nicht im Islam .
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 18. Nov 2017, 14:32

Selina hat geschrieben:(18 Nov 2017, 13:54)

Ja klar, deswegen ist es beim Kulturbegriff ja so schwierig, weil es davon mehrere verschiedene gibt. Ich kann mir da fast nicht vorstellen, dass man einen Nenner finden kann zum Kulturbegriff. Hat nix mit bösem Willen zu tun.


Bakterienkultur z.B. um es mal überspitzt zu sagen. Daher ist es auch wichtig sich darüber einig zu werden über was man spricht. So habe ich auch die Intention des Threaderstellers verstanden, auch wenn der Eingangsbeitrag für eine Threaderstellung mal allenfalls unteres Mittelmaß war.
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Re: Was ist eigentlich "Kultur"?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 18. Nov 2017, 14:34

krone hat geschrieben:(18 Nov 2017, 14:15)

Findet man nicht im Islam .


Was findet man anstelle dann dort?
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