Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Moderator: Moderatoren Forum 8

Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 21602
Registriert: Di 19. Mai 2009, 21:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 30. Aug 2017, 11:53

aleph hat geschrieben:(30 Aug 2017, 11:44)

Aha, jetzt wird es interessant: was heißt das für die Deutsche Kultur? Hat die Ministerin da nicht Recht?


Das heisst für jede Kultur, dass sie durch Individuen lebt, welche durch ihre Sozialisation ein Agreement leben.
So geht der Kulturbegriff eben vom Einzelnen, über Familie, Nation, Kontinent bis Menschheit, je nach Fokus.
Viele Menschen kacken nicht auf Strasse, viele tun das.


Da kann ich mitreden, weil das in meiner Branche sehr häufig vorkommt und ich Erfahrungen damit habe. Nun ja, ich muss da nichts umstellen. Es ist egal, aus welcher Kultur jemand kommt. Ich habe mal mit einem Perser zusammen gearbeitet, der übertraf jedes Klischee (Pünktlichkeit, Ordnungsbewusstsein usw.) jedes Deutschen. Genauso arbeitete ich einmal mit einem Perser zusammen, der war das Gegenteil davon.


Ich habe schon mal an anderer Stelle geschrieben, dass es nicht plakativ um Pünktlichkeit geht.
Es geht um die Bewusstheit der Notwendigkeit von Gemeinschaft und Staatswesen vor Ort, welche über Stammesdenken hinausgeht, um nämlich Zukunft überhaupt halbwegs planen zu können.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23117
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon relativ » Mi 30. Aug 2017, 11:56

watisdatdenn? hat geschrieben:(30 Aug 2017, 12:46)

du hast "kriegsgeilheit" als preußische Tugend vergessen.
charakterzüge sind zwar auch etwas kultur, aber darüber hinaus haben die preußen (und Brandenburg/Berlin als Restpreußen) vor lauter kriegsgeilheit keine kulturellen errungenschaften entwickelt.
Darum kann man eine Ministerin Özoguz durchaus verstehen, wenn sie mitten im kulturlosen Berlin der Ansicht ist, es gäbe gar keine deutsche Kultur.

Im kulturreichen Bayern käme niemand auf so abwegige Ideen.

Auf das Maßstemmen und Schuhplattlern scheinst du kulturell ja mächtig stolz zu sein, die sonstige Kultur aus Südeutschland hat eher was mit der Natur zu tun, der Rest ist importiert :D
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon gödelchen » Mi 30. Aug 2017, 11:58

Herr Kister in der SZ liefert heute eine stimmige Erklärung was Leitkultur ist, was verbindet und verbinden kann. Eine kulturvergessene Staatsministerin kann das nicht, sei verbindet nur totes Holz mit ausgeleierten Stricken..:-)

Übrigens ist auch Ausfluss der Leitkultur Deutschlands die hervorragende Anzeige des Herr Dr Fischer Bundesrichter aD wg. Volksverhetzung gegen den National-Chauvi Herr Gauland
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 6267
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 12:15

Eine deutsche Kultur in dem Sinne gibt es nicht. Es gibt aber eine Unkultur, die sich zumindest teilweise mit Deutschland identifizieren lässt.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
watisdatdenn?
Beiträge: 1920
Registriert: Do 19. Jun 2008, 14:08

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon watisdatdenn? » Mi 30. Aug 2017, 12:23

relativ hat geschrieben:(30 Aug 2017, 12:56) der Rest ist importiert :D

falsch.
woher sollen wir z.B. die Zither (z.B. in Psalterform) importiert haben?

für berlin trifft deine behauptung natürlich zu. dort wurde sämtliche kultur nur importiert und deswegen kommt ja die SPD-Ministerin überhaupt erst auf so eine Idee.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 29864
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon JJazzGold » Mi 30. Aug 2017, 13:10

watisdatdenn? hat geschrieben:(30 Aug 2017, 13:23)

falsch.
woher sollen wir z.B. die Zither (z.B. in Psalterform) importiert haben?

für berlin trifft deine behauptung natürlich zu. dort wurde sämtliche kultur nur importiert und deswegen kommt ja die SPD-Ministerin überhaupt erst auf so eine Idee.


Die Erfinder der Zither sind die Hebräer.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10891
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 13:46

Senexx hat geschrieben:(30 Aug 2017, 09:37)

Die "niederdeutschen Mundarten" gehören nicht zum Dialektkontinuum des (Hoch-)Deutschen, sondern zu einer eigenen Sprache, dem Niederdeutschen. Haben Sie das in der Schule nicht gelernt?

Unter "Deutsch" verstehen wir das Althochdeutsche im Gegensatz zum Alt-Niederdeutschen. Der Übergang vom Germanischen zu den neueren deutschen Sprachen im Zuge der Althochdeutschen Lautverschiebung.



Sie sprachen (ursprünglich) aber nicht vom "Dialektkontinuum des Hochdeutschen" sondern vom "Deutschen Sprachraum" (ohne Zusatz). Ein Sprachraum ist umfassender. Der deutsche Sprachraum umfasst selbst getrennt liegende Gebiete wie das rumänische Siebenbürgen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10891
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 13:55

Zunder hat geschrieben:(30 Aug 2017, 09:17)

Es sind nicht zuletzt die Sprachwissenschaftler, die die deutsche Sprache von der russischen, englischen oder arabischen unterscheiden können. Die Veränderungen vom Nibelungenlied über Luthers Bibelübersetzung bis in die Gegenwart gehören zur Geschichte der deutschen Sprache. Gäbe es die deutsche Sprache nicht, könnte sie sich auch nicht verändern. Das hat nichts mit Sprachschützerei zu tun, sondern mit der Anerkennung ziemlich banaler Tatsachen.

Ändert aber nix daran, dass der Duden, n-te Auflage (n=1..27) keine leitkulturell kanonische Verbindlichkeit sondern lediglich als Snapshot des aktuellen Sprachgebrauchs ein nützliches Tool und in seiner Verbindlichkeit von sehr temporärer Natur ist.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 24791
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Adam Smith » Mi 30. Aug 2017, 13:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:55)

Ändert aber nix daran, dass der Duden, n-te Auflage (n=1..27) keine leitkulturell kanonische Verbindlichkeit sondern lediglich als Snapshot des aktuellen Sprachgebrauchs ein nützliches Tool und in seiner Verbindlichkeit von sehr temporärer Natur ist.

Es gibt aber den Duden. Das ist eine Tatsache. Und in Somalia und Jemen tragen fast alle Frauen eine Niqab.

Und für unsere Drogenbefürworter:

Hier kauen 75% der Männer Kath. Es gibt Bürgerkrieg, Wassermangel, Cholera und exorbitant viele Geisteskranke. Im Moment droht auch mal wieder eine Hungersnot.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Mi 30. Aug 2017, 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10891
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 14:00

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(30 Aug 2017, 13:15)

Eine deutsche Kultur in dem Sinne gibt es nicht. Es gibt aber eine Unkultur, die sich zumindest teilweise mit Deutschland identifizieren lässt.

Ja.. Und die Unkultur der Leitkultur ist wie die Sehnsucht nach einer Straßenlaterne. Nur dass kreative Ideen wie Open Source oder neue innovative Musikstile natürlicherweise nicht im Lichtkegel solcher Leit-Scheinwerfer sondern grundsätzlich im Dunkeln liegen und dem gehören, der den Mut, die Mühe und das Risiko nicht scheut, den Dunstkreis leitkultureller Sichtbereiche zu verlassen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10891
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 14:02

Adam Smith hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:58)

Es gibt aber den Duden. Das ist eine Tatsache. Und in Somalia und Jemen tragen fast alle Frauen eine Niqab.

Das hast Du gut beobachtet. Bekämst eine eins, wenn wir noch in der Schule wären.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
gödelchen
Beiträge: 924
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon gödelchen » Mi 30. Aug 2017, 14:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:55)

Ändert aber nix daran, dass der Duden, n-te Auflage (n=1..27) keine leitkulturell kanonische Verbindlichkeit sondern lediglich als Snapshot des aktuellen Sprachgebrauchs ein nützliches Tool und in seiner Verbindlichkeit von sehr temporärer Natur ist.


Nach Richtlinien der dt. Universitäten zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten ist der Duden maßgeblich. Deshalb ist er verbindlich überall. Das er sich entsprechend den sprachlichen Veränderungen anpasst, ändert an seiner Verbindlichkeit nichts.

Standardwerke über das, was die Deutsche Sprache ist, gibt es genüge z.B. Göttert ( https://www.amazon.de/Deutsch-Biografie ... rt+Sprache)
Zuletzt geändert von gödelchen am Mi 30. Aug 2017, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
Julian
Beiträge: 6556
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Julian » Mi 30. Aug 2017, 14:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:55)

Ändert aber nix daran, dass der Duden, n-te Auflage (n=1..27) keine leitkulturell kanonische Verbindlichkeit sondern lediglich als Snapshot des aktuellen Sprachgebrauchs ein nützliches Tool und in seiner Verbindlichkeit von sehr temporärer Natur ist.


Der Duden hat sich auch dem Zeitgeist angebiedert, und der wabert eben in Unverbindlichkeit und Zufälligkeit. Lächerlich für ein Wörterbuch, dessen Aufgabe es ist, eine halbwegs einheitliche Rechtschreibung zu gewährleisten.

Fleicht, müßn vihr aber auch auff Eyne eynheidliche rächtsschreibung, värrzichtn umb den sinn ayner Sollchen tsu värrdoitlichn;
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 6267
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 14:08

Adam Smith hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:58)

Es gibt aber den Duden. Das ist eine Tatsache.

Der Wahrig ist auch eine Tatsache. Eine besondere deutsche Kultur, die in Österreich oder Bulgarien nicht mit einheimischer verwechselt werden kann, gibt es aber nicht. Open Source ist so spezifisch deutsch wie Analverkehr und Polka.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 10891
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Aug 2017, 14:11

gödelchen hat geschrieben:(30 Aug 2017, 15:03)

Nach Richtlinien der dt. Universitäten zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten ist der Duden maßgeblich. Deshalb ist er verbindlich überall. Das er sich entsprechend den sprachlichen Veränderungen anpasst, ändert an seiner Verbindlichkeit nichts.


In Bezug auf das eigentliche Thema ("verbindende Deutsche Kultur") ist das schon maßgeblich. Denn wenn das Verbindende nicht in einem einmal festgelegten bindendem Sprachgebrauch liegt sondern in dem "Duden", also einem bestimmtem konkreten Produkt eines konkreten Verlags ... dann läuft das natürlich auf einen Unsinn hinaus. Das wäre so als würde man "Selters" als die verbindliche Form von "Mineralwasser" festlegen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 21602
Registriert: Di 19. Mai 2009, 21:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 30. Aug 2017, 14:12

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(30 Aug 2017, 15:08)

Der Wahrig ist auch eine Tatsache. Eine besondere deutsche Kultur, die in Österreich oder Bulgarien nicht mit einheimischer verwechselt werden kann, gibt es aber nicht....


Machst Du deutsche Kultur an Staatsgrenzen fest? Österreich ist deutsche Kultur, wie auch https://de.wikipedia.org/wiki/Bulgariendeutsche
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 6267
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 14:16

ThorsHamar hat geschrieben:(30 Aug 2017, 15:12)

Machst Du deutsche Kultur an Staatsgrenzen fest? Österreich ist deutsche Kultur, wie auch https://de.wikipedia.org/wiki/Bulgariendeutsche

Wenn ein Brauchtum spezifisch deutsch ist, dann muss es einerseits in breiten Kreisen gelebt und ansonsten unumstritten sein, sich aber auch vom Brauchtum woanders absetzen.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
ThorsHamar
Beiträge: 21602
Registriert: Di 19. Mai 2009, 21:53
Benutzertitel: Jury Jury
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 30. Aug 2017, 14:22

Ja, und?
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5164
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Zunder » Mi 30. Aug 2017, 14:22

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Aug 2017, 14:55)

Ändert aber nix daran, dass der Duden, n-te Auflage (n=1..27) keine leitkulturell kanonische Verbindlichkeit sondern lediglich als Snapshot des aktuellen Sprachgebrauchs ein nützliches Tool und in seiner Verbindlichkeit von sehr temporärer Natur ist.

Ja und?
Es geht nicht um Leitkultur oder Kanon, sondern um kulturelle Gemeinsamkeit. Und für Deutschlehrer war der Duden nicht nur zu meiner Schulzeit verbindlich. Er konnte übrigens nur deshalb republikweit verbindlich sein, weil sich die sprachlichen Veränderungen in diesem Standardwerk niedergeschlagen haben.
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 6267
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 30. Aug 2017, 14:28

ThorsHamar hat geschrieben:(30 Aug 2017, 15:22)

Ja, und?

Deshalb gibt es ein solches Brauchtum heute nicht. Nicht in Deutschland, nicht in Italien. Vielleicht in Nordkorea, wer weiß.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.

Zurück zu „8. Gesellschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste