Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

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Flaschengeist
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Flaschengeist » Mo 9. Okt 2017, 12:20

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Oct 2017, 06:22)

Welche Verantwortung für den Erhalt der Gedenkstätten hat denn England?



Die Briten haben Verantwortung für ihre eigenen Gräueltaten.

Ob das dazu auch Gedenkstätten gibt entzieht sich aber meiner Kenntnis.
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schokoschendrezki
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Okt 2017, 12:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:16)

Welche Staaten sollen das sein? Deutschland, USA, Russland schon mal nicht. UK auch nicht, die nehmen für ihre Agenda sogar eine Krise in Kauf.

Der Brexit oder die Krim-Annexion als Staatsziel-Agenda? Ich weiß ja nicht. Tatsächlich ist beides Teil oder Versuch der Bewältigung einer verdeckten Krise. Der Brexit oder genauer der Beschluss der Brexit-Abstimmung ist letztendlich Ausdruck des tiefen gesellschaftlichen Risses in UK zwischen "liberalen Internationalisten und autoritären Nationalisten“ wie es sinngemäß in etlichen Kommentaren dazu ganz richtig hieß. Mit der Krim-Annexion und der nachfolgenden patriotischen Begeisterungswelle kam Putin (mindestens auch und in großem Maße) dem sozialen Unmut über die sozial-ökonomischen Probleme im Zusammenhang mit den fallenden Erdölpreisen und seinem eigenen Abstieg zuvor. Wenn das keine Krisen sind ....
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Mari
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Mari » Mo 9. Okt 2017, 12:40

Ein Terraner hat geschrieben:(27 Sep 2017, 19:00)

Gerne, erklär das aber doch bitte mal denen die auf eine verbindende nationalistische Kultur bestehen. :) Da darf man dann nämlich nicht mehr fragen was man Gemeinsam hat, sondern nur durch was sich die eine Kultur von der anderen unterscheidet. Und aktuell Unterscheidet sich die Deutsche Kultur anscheinend durch die Erinnerungskultur an die NS Zeit von anderen Kulturen.


Was ist denn eine "verbindende nationalistische Kultur"? Und warum soll man nur nach Unterschieden fragen?
Kultur hat mit zu tun mit Bauwerken, Technik, Landschaften ebenso wie geistige Dinge (Sprache, Literatur, Musik, Wissenschaft etc.). Was ist daran "nationalistisch? Kultur hat mehr Verbindendes als Trennendes.

Eng verwandt mit Kultur ist für der Begriff Zivilisation. Diese kann sich nur positiv entwickeln, wenn das Volk gemeinsame Ziele und Werte hat und diese weiterentwickelt. Auch das hat mehr Verbindendes als Trennendes.

Wir alle wollen Freundschaft mit anderen Kulturen. Freundschaft kann aber nur auf gegenseitigem Respekt wachsen. Respekt bedeutet, dass jeder des anderen Kultur und Identität achtet. Das vergessen leider viele, insbesondere unsere Politiker und Medien, die nicht einmal Respekt haben vor der eigenen Kultur.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 9. Okt 2017, 12:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:37)

Der Brexit oder die Krim-Annexion als Staatsziel-Agenda? Ich weiß ja nicht.

Gewiss. Wobei man in beiden Fällen davon ausgehen kann, dass sie nicht die präferierte, ursprünglich gewünschte Option sind. Das Bild von den Staaten, die hilflos und ziellos der Weltgeschichte hinterherregieren ist doch eher ein antidemokratisches Zerrbild als eine reale Wiedergabe der Weltpolitik. Ein anderes interessantes Beispiel ist die Türkei: Man muss mit dem politischen Geschehen dort nicht einverstanden sein - bin ich auch nicht. Es sich aber rein reaktiv vorstellen fällt schwer. Und erst recht bei Trump.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 9. Okt 2017, 13:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(08 Oct 2017, 22:17)

So sehr ich die Politik der erneuerten FDP kritisch sehe. Dieser Liberalismus-Einsatz gegen Abschottung, "verbindende Kultur", Werte usw. und für Individualismus, Ungergeltheit, Freiheit auf individueller Ebene ist so entscheidend, dass sich in jüngerer Zeit bei mir das Sympathiependel von ewig Grün nach Liberal verschoben hat. Und die Wahlergebnisse zeigen, dass es möglicherweise nicht nur mir so geht.


Bei der FDP findet man aber auch Übereinstimmungen mit Zielen der AfD. Dann schon wirklich lieber die Grünen. Auch wenn die immer weiter ins konservative Spektrum wechseln, hört man Özdemir und Göring-Eckardt zu. Untenstehender Zeit-Beitrag stammt zwar noch aus den Tagen vor der Bundestagswahl, sagt aber schon einiges über die heutige FDP aus. Obwohl ich bei aller kritischen Sicht auf die FDP schon auch einschränkend sagen muss: Alles, aber auch wirklich alles, ist besser als die Rechtspopulisten-Partei. Sorry für OT :)

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... hl-umfrage
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Okt 2017, 13:29

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:52)

Gewiss. Wobei man in beiden Fällen davon ausgehen kann, dass sie nicht die präferierte, ursprünglich gewünschte Option sind. Das Bild von den Staaten, die hilflos und ziellos der Weltgeschichte hinterherregieren ist doch eher ein antidemokratisches Zerrbild als eine reale Wiedergabe der Weltpolitik. Ein anderes interessantes Beispiel ist die Türkei: Man muss mit dem politischen Geschehen dort nicht einverstanden sein - bin ich auch nicht. Es sich aber rein reaktiv vorstellen fällt schwer. Und erst recht bei Trump.


"Hilflos" habe ich auch nicht geschrieben. Aus Sicht von Putin beispielsweise geht die Krisenbewältigungsstrategie ja auf. Die Leute haben im Durchschnitt weniger Geld aber jubeln ihrem Feldherrn dennoch zu. Und "ziellos" ist auch nicht das passende Attribut. Für den Regierungsstil etlicher moderner Staaten (sowohl Demokratien wie Autokratien und "Zwischen-Fälle") hat sich in zig Kommentaren und auch in Interviews mit Regierenden die Metapher vom Regieren als "Fahren auf Sicht" verbreitet. Und das beschreibt es recht gut.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 9. Okt 2017, 13:34

schokoschendrezki hat geschrieben:(09 Oct 2017, 14:29)

"Hilflos" habe ich auch nicht geschrieben. Aus Sicht von Putin beispielsweise geht die Krisenbewältigungsstrategie ja auf. Die Leute haben im Durchschnitt weniger Geld aber jubeln ihrem Feldherrn dennoch zu.

Es wird niemand Spitzenpolitiker eines Landes ohne politische Ziele zu verfolgen. Die Idee, dass Putin, Kim, Merkel, Corbyn oder sonst irgendwer regiert, nur um danach möglichst lange weiter regieren zu können, ist irrig. Es gibt da nichts zu holen, das es vom Standpunkt des Lebensglückes wert wäre, wenn man keine politische Agenda hat. Frag mal Merkel, wie oft sie ihren Ehemann für sich hat. Ein hübsches Haus, tolle Autos und mehr Geld als man essen kann, könnten Personen wie Merkel, Putin oder Erdogan deutlich bequemer außerhalb politischer Spitzenfunktionen bekommen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 9. Okt 2017, 13:36

Selina hat geschrieben:(09 Oct 2017, 14:06)

Bei der FDP findet man aber auch Übereinstimmungen mit Zielen der AfD.

In Form von Gerhard Papke, ja. Aber der Ex-Förderer von Lindner ist raus und hat in einem Buch abgerechnet.

Die offizielle Linie von Lindner bezüglich Flüchtlingsproblematik ist:
Die FDP steht für Rechtsstaat bei der Zuwanderung, die AfD für völkische Abschottung bis über die Grenze des Rassismus. Wir wollen die zeitweilig chaotische Flüchtlingspolitik von Frau Merkel durch ein liberales Regelwerk ersetzen.


Kein rechtsstaatliches Regelwerk ist in Stein gemeißelt. (Solange es ein gesetzgebendes Parlament gibt) Er sagt damit zunächst nur, dass es überhaupt Regeln geben solle. Diesem ganz grundsätzlichen liberalen Prinzip stimme ich auch in Richtung Flüchtlingspolitik zu. Denn es bedeutet ja auch für einen Flüchtling letztendlich ein Stück Rechtssicherheit. Nur wenn es Regeln gibt und diese bekannt sind, kann man Entscheidungen treffen.

Man wird sehen, wie die FDP sich in dieser Frage nun verhält.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Milady de Winter » Mo 9. Okt 2017, 16:20

MOD - werte User, ab hier bitte wieder zurück zur Strangfrage. Diskussionen zur Parteienlandschaft oder diversen Geschehnissen im Rest der Welt könnt Ihr in den dafür vorgesehenen Foren führen. Danke.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 9. Okt 2017, 17:25

Die Beantwortung der Frage, ob es eine "verbindende deutsche Kultur" gibt, steht aber im festen Zusammenhang mit den politischen Äußerungen der Parteien. Das lässt sich nicht trennen. Ich wüsste zumindest nicht, wie man das trennen sollte. Nur der eine FDP-Nachsatz von mir an schokoschendrezki war OT. Dafür hatte ich mich entschuldigt. Alle anderen Parteienbezüge sind bei dem "Verbindende-Kultur"-Thema nicht vermeidbar, finde ich.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 9. Okt 2017, 18:16

Mari hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:40)

Was ist denn eine "verbindende nationalistische Kultur"? Und warum soll man nur nach Unterschieden fragen?
Kultur hat mit zu tun mit Bauwerken, Technik, Landschaften ebenso wie geistige Dinge (Sprache, Literatur, Musik, Wissenschaft etc.). Was ist daran "nationalistisch? Kultur hat mehr Verbindendes als Trennendes.

Eng verwandt mit Kultur ist für der Begriff Zivilisation. Diese kann sich nur positiv entwickeln, wenn das Volk gemeinsame Ziele und Werte hat und diese weiterentwickelt. Auch das hat mehr Verbindendes als Trennendes.

Wir alle wollen Freundschaft mit anderen Kulturen. Freundschaft kann aber nur auf gegenseitigem Respekt wachsen. Respekt bedeutet, dass jeder des anderen Kultur und Identität achtet. Das vergessen leider viele, insbesondere unsere Politiker und Medien, die nicht einmal Respekt haben vor der eigenen Kultur.


Das funktioniert aber nicht mehr wenn man eine deutsche Kultur von einer anderen nationalen Kultur unterscheiden will. Da zählt dann nur noch was gehört zur einen Nation und was zur anderen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Antonius » Mi 11. Okt 2017, 13:28

Mari hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:40)
Kultur hat mit zu tun mit Bauwerken, Technik, Landschaften ebenso wie geistige Dinge (Sprache, Literatur, Musik, Wissenschaft etc.). Was ist daran "nationalistisch? Kultur hat mehr Verbindendes als Trennendes.

Eng verwandt mit Kultur ist für der Begriff Zivilisation. Diese kann sich nur positiv entwickeln, wenn das Volk gemeinsame Ziele und Werte hat und diese weiterentwickelt. Auch das hat mehr Verbindendes als Trennendes.
Ohne Zweifel.
Das Verbindende zeigt sich aus meiner Sicht vor allem in den gemeinsamen Wurzeln der Europäischen Kultur.
Diese liegen in Jerusalem, in Athen und in Rom.

Die geistige Strömung des Humanismus entstand in der Antike, kam dann durch byzantinische Gelehrte,
die vor und nach der Besetzung Konstantinopels durch die Türken nach Italien kamen, im 15. Jahrhundert vor allem nach Florenz.
Von dort aus verbreitete sich diese kulturelle Strömung der Renaissance in ganz Mittel- und Westeuropa.
Bedeutende Bauwerke entstanden, beispielsweise der Dom von Florenz und die Peters-Basilika in Rom.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » So 15. Okt 2017, 11:01

Selina hat geschrieben:(09 Oct 2017, 18:25)

Die Beantwortung der Frage, ob es eine "verbindende deutsche Kultur" gibt, steht aber im festen Zusammenhang mit den politischen Äußerungen der Parteien. Das lässt sich nicht trennen. Ich wüsste zumindest nicht, wie man das trennen sollte. Nur der eine FDP-Nachsatz von mir an schokoschendrezki war OT. Dafür hatte ich mich entschuldigt. Alle anderen Parteienbezüge sind bei dem "Verbindende-Kultur"-Thema nicht vermeidbar, finde ich.

Es ist doch immer wieder interessant, wie Linke die Existenz einer deutsche Kultur negieren und jeden der sich für deren Erhalt einsetzt, in die räächte Ecke schiebt und ihm Nationalismus unterstellt.

"Und auch diejenigen, die erklären, der homogene Nationalstaat habe ausgedient, haben zwar darin recht, dass Zuwanderung jetzt europaweit etwas Normales ist, aber trotzdem werden alle europäischen Staaten bei ihren Amts- und Verkehrssprachen bleiben, wie auch bei ihren nationalen Feier- und Gedenktagen und den schwer zu definierenden, aber umso hartnäckiger bestehenden nationalen Traditionen und Üblichkeiten.

Wenn ein Regierungsmitglied – und ausgerechnet die Integrationsbeauftragte – erklärt, außer der deutschen Sprache gebe es keine deutsche Kultur, sollten wir sie bitten, auch mal in Frankreich oder Polen lautstark zu behaupten, es gebe keine französische oder polnische Kultur. „Die Bestimmung unserer nationalen Identität dürfen wir nicht extremen politischen Kräften überlassen.“ (Helmut Schmidt)"
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169627929/10-Thesen-fuer-ein-weltoffenes-Deutschland.html


In diesem Sinne könnte man Frau Özoguz durchaus als extreme Politikerin bezeichnen, zumal sie ein Änderung des GG anstrebt.

In der Präambel des GG steht immer noch:
"Präambel. Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."

Ja da steht doch wirklich Deutsches Volk (groß geschrieben), aber dieses Deutsche Volk hat ja Frau Özoguz schon ersetzt - durch "die, die schon immer hier leben" und sie will Art 20 GG (der bis auf Abs. 4 der Ewigkeitsklausel unterliegt)

"1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden."


durch

"Aufnahme eines neuen Staatsziels ins Grundgesetz als Art. 20b
: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein vielfältiges Einwanderungsland. Sie fördert die gleichberechtigte Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Integration aller Menschen.“


ersetzt wissen und outet sich damit als Verfassungs- und Demokratiefeind.

Ob ein Staat eine Einwanderungsland ist, einscheidet keine einzelne Staatsministerin, das entscheidet der Souverän - das Volk.

Deutschland ist kein "vielfältiges Einwanderungsland", weil Einwanderungsländer über Einwanderungsgesetze verfügen. Ein solches Einwanderungsgesetz existiert in Deutschland nicht. Einwanderung ist an/mit bestimmte(n) Bedingungen gebunden/verbunden - diese Bedingungen gibt es in Deutschland nicht!
Deutschland ist ein Zuwanderungsland!
Frau Özoguz sollte sich erstmal über den Unterschied zwischen Zuwanderung und Einwanderung informieren, denn der scheint ihr genauso unbekannt zu sein, wie deutsche Kultur.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ein Terraner » So 15. Okt 2017, 11:12

Vortrag: "Christlich-abendländische Kultur"? von Rolf Bergmeier



https://www.youtube.com/watch?v=LxKYxcRnxkw
https://www.youtube.com/watch?v=yCnCBYeZRkY
https://www.youtube.com/watch?v=hhKuLewUQAI
https://www.youtube.com/watch?v=i1soxQdiCLU
https://www.youtube.com/watch?v=SKK5gBVaf0o
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ringelspatz » So 15. Okt 2017, 18:57

Dark Angel hat geschrieben:(15 Oct 2017, 12:01)

Es ist doch immer wieder interessant, wie Linke die Existenz einer deutsche Kultur negieren und jeden der sich für deren Erhalt einsetzt, in die räächte Ecke schiebt und ihm Nationalismus unterstellt.

"Und auch diejenigen, die erklären, der homogene Nationalstaat habe ausgedient, haben zwar darin recht, dass Zuwanderung jetzt europaweit etwas Normales ist, aber trotzdem werden alle europäischen Staaten bei ihren Amts- und Verkehrssprachen bleiben, wie auch bei ihren nationalen Feier- und Gedenktagen und den schwer zu definierenden, aber umso hartnäckiger bestehenden nationalen Traditionen und Üblichkeiten.

Wenn ein Regierungsmitglied – und ausgerechnet die Integrationsbeauftragte – erklärt, außer der deutschen Sprache gebe es keine deutsche Kultur, sollten wir sie bitten, auch mal in Frankreich oder Polen lautstark zu behaupten, es gebe keine französische oder polnische Kultur. „Die Bestimmung unserer nationalen Identität dürfen wir nicht extremen politischen Kräften überlassen.“ (Helmut Schmidt)"
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169627929/10-Thesen-fuer-ein-weltoffenes-Deutschland.html


In diesem Sinne könnte man Frau Özoguz durchaus als extreme Politikerin bezeichnen, zumal sie ein Änderung des GG anstrebt.

In der Präambel des GG steht immer noch:
"Präambel. Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."

Ja da steht doch wirklich Deutsches Volk (groß geschrieben), aber dieses Deutsche Volk hat ja Frau Özoguz schon ersetzt - durch "die, die schon immer hier leben" und sie will Art 20 GG (der bis auf Abs. 4 der Ewigkeitsklausel unterliegt)

"1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden."


durch

"Aufnahme eines neuen Staatsziels ins Grundgesetz als Art. 20b
: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein vielfältiges Einwanderungsland. Sie fördert die gleichberechtigte Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Integration aller Menschen.“


ersetzt wissen und outet sich damit als Verfassungs- und Demokratiefeind.

Ob ein Staat eine Einwanderungsland ist, einscheidet keine einzelne Staatsministerin, das entscheidet der Souverän - das Volk.

Deutschland ist kein "vielfältiges Einwanderungsland", weil Einwanderungsländer über Einwanderungsgesetze verfügen. Ein solches Einwanderungsgesetz existiert in Deutschland nicht. Einwanderung ist an/mit bestimmte(n) Bedingungen gebunden/verbunden - diese Bedingungen gibt es in Deutschland nicht!
Deutschland ist ein Zuwanderungsland!
Frau Özoguz sollte sich erstmal über den Unterschied zwischen Zuwanderung und Einwanderung informieren, denn der scheint ihr genauso unbekannt zu sein, wie deutsche Kultur.


Gut dargestell.

Frau Özuguz ist das "Opfer" einer Bildungspolitik. Einer Bildungspolitik das Absenkens gen 0. Wer die Frau auf den Posten gebracht hat ist auch 0. Frau Özoguz ist minderkulturell aufgestellt. Fehlten ja die Vorbilder. Nun ist sie weg vom Fenster.

Immer dran denken. Es gibt ein Recht auf Emigration, keines auf Immigration. Das ist eine Grundregel des menschlichen Miteinader.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ein Terraner » So 15. Okt 2017, 20:12

Nachtrag:



https://www.youtube.com/watch?v=jlRptE55su4
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 16. Okt 2017, 09:40

Dark Angel hat geschrieben:(15 Oct 2017, 12:01)

Es ist doch immer wieder interessant, wie Linke die Existenz einer deutsche Kultur negieren und jeden der sich für deren Erhalt einsetzt, in die räächte Ecke schiebt und ihm Nationalismus unterstellt.

"Und auch diejenigen, die erklären, der homogene Nationalstaat habe ausgedient, haben zwar darin recht, dass Zuwanderung jetzt europaweit etwas Normales ist, aber trotzdem werden alle europäischen Staaten bei ihren Amts- und Verkehrssprachen bleiben, wie auch bei ihren nationalen Feier- und Gedenktagen und den schwer zu definierenden, aber umso hartnäckiger bestehenden nationalen Traditionen und Üblichkeiten.

Wenn ein Regierungsmitglied – und ausgerechnet die Integrationsbeauftragte – erklärt, außer der deutschen Sprache gebe es keine deutsche Kultur, sollten wir sie bitten, auch mal in Frankreich oder Polen lautstark zu behaupten, es gebe keine französische oder polnische Kultur. „Die Bestimmung unserer nationalen Identität dürfen wir nicht extremen politischen Kräften überlassen.“ (Helmut Schmidt)"
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article169627929/10-Thesen-fuer-ein-weltoffenes-Deutschland.html


In diesem Sinne könnte man Frau Özoguz durchaus als extreme Politikerin bezeichnen, zumal sie ein Änderung des GG anstrebt.

In der Präambel des GG steht immer noch:
"Präambel. Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."

Ja da steht doch wirklich Deutsches Volk (groß geschrieben), aber dieses Deutsche Volk hat ja Frau Özoguz schon ersetzt - durch "die, die schon immer hier leben" und sie will Art 20 GG (der bis auf Abs. 4 der Ewigkeitsklausel unterliegt)

"1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden."


durch

"Aufnahme eines neuen Staatsziels ins Grundgesetz als Art. 20b
: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein vielfältiges Einwanderungsland. Sie fördert die gleichberechtigte Teilhabe, Chancengerechtigkeit und Integration aller Menschen.“


ersetzt wissen und outet sich damit als Verfassungs- und Demokratiefeind.

Ob ein Staat eine Einwanderungsland ist, einscheidet keine einzelne Staatsministerin, das entscheidet der Souverän - das Volk.

Deutschland ist kein "vielfältiges Einwanderungsland", weil Einwanderungsländer über Einwanderungsgesetze verfügen. Ein solches Einwanderungsgesetz existiert in Deutschland nicht. Einwanderung ist an/mit bestimmte(n) Bedingungen gebunden/verbunden - diese Bedingungen gibt es in Deutschland nicht!
Deutschland ist ein Zuwanderungsland!
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Und noch ein "Schmankerl" für alle die, die beim Thema Leitkultur einen "Herzkasper" kriegen.
Eine Leitkultur, die für die Zivil-/Mehrhheitsgesellschaft von einigen Zeitgenossen so vehement abgelehnt wird, gibt es in großen, international agierenden, Unternehmen bereits seit Langem - nennt sich Total Quality Management und Lean Management.
Kernziele dieser Leitkultur in der Hochleistungsgesellschaft sind fehler- und verschwendungsfreie Arbeitsprozesse, welche die Unternehmen zu „operativer Exzellenz“ befähigen. Vorbild hierfür ist der Hochleistungssport. Wegbereiter für diese "unternehmerische Leitkultur" ist Toyota. Total Quality Management und Lean Management setzen auf die Vermittlung von Leitbildern im Managment, die als verbindliche Handlungsmaximen die tägliche Arbeit von Führungskräften und Mitarbeitern anleiten. Zum Gelingen dieser Unternehmenskultur werden detaillierte Arbeitsstandards entwickelt, an die sich die Mitarbeiter zu halten haben. Die Unternehmen verlangen von ihren Mitarbeitern - unabhängig von deren Nationalität, Sprache, Ausbildung, Geschlecht oder Religion, Werte, Normen und Grundannahmen nicht nur zu akzeptieren, sondern auch nach ihnen zu handeln.
Wer als Flüchtling/Migrant Zugang zu Arbeit erhält, muss die geltenden Arbeits- und Verhaltensstandards des jeweiligen Unternehmens übernehmen. Ist er dazu nicht bereit, muss er das Unternehmen wieder verlassen.
Kein Unternehmer kommt auf die Idee, diese unternehmerische Leitkultur in Frage zu stellen und durch ein multikulturelles Vorgehen zu ersetzen, bei dem es den Mitarbeitern selbst überlassen bleibt, nach welchen Regeln sie arbeiten.

Die Frage lautet, warum sollte in der Zivil-/Mehrheitsgesellschaft nicht gefordert werden bzw nicht funktionieren, was in der Wirtschaft inzwischen zur Normalität gehört?

Und noch ein Punkt: NRW leistet sich als zweites Bundesland eine so genanntes Heimatministerium. Ziel dieses Ministeriums ist es, sich mehr um die Belange der Menschen zu kümmern, ein Auseinanderklaffen von Stadt und ländlichem Gebiet zu verringern und Brauchtum zu pflegen. Sogar die Grünen haben den Heimatbegriff/die Heimat (neu) für sich entdeckt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Agesilaos Megas » Mo 16. Okt 2017, 11:55

Mari hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:40)
Kultur hat mit zu tun mit Bauwerken, Technik, Landschaften ebenso wie geistige Dinge (Sprache, Literatur, Musik, Wissenschaft etc.). Was ist daran "nationalistisch? Kultur hat mehr Verbindendes als Trennendes.


Mh, diese Zeile liest sich nicht gerade als überzeugendes Bsp. dafür, was sich in einem abgeschlossenen Raum als "verbindende Kultur" glaubhaft definieren ließe. Bauwerke trennen, wenn sie wollen, sehr gut, auf mehreren Ebenen. Stadt-Land, Ost-West, Nord-Süd, Epoche, selbst Einkommen. Das "deutsche Haus" existiert so wenig wie das Pariser Stadthaus ganz Frankreich verbindet oder das spießige Fachwerk gar ganz Europa. Landschaften sind selbst in den einzelnen Bundesländern divers. Und Sprachen, Literatur, Musik - all dies sind Produkte individuellen Schaffens, das in einen Kontext verschiedener Kulturen eingebettet sein kann, und deshalb auch kräftig innerhalb eines Landes variieren kann. Und Technik, Wissenschaft als verbindende Kultur? Beide sind per definitionem frei, wie auch Sprache, Literatur, Musik, und unabhängig. Würden diese Felder tatsächlich verbinden, dann müsstest Du zuerst das wirklich Verbindende abschaffen, das ihre und unsere Freiheit garantiert. Das wiederum, wie Terraner andeutet, wird Dich auf dunkle Pfade führen.
A Radical is a man with both feet firmly planted - in the air.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon relativ » Mo 16. Okt 2017, 12:04

Ringelspatz hat geschrieben:(15 Oct 2017, 19:57)

Gut dargestell.

Frau Özuguz ist das "Opfer" einer Bildungspolitik. Einer Bildungspolitik das Absenkens gen 0. Wer die Frau auf den Posten gebracht hat ist auch 0. Frau Özoguz ist minderkulturell aufgestellt. Fehlten ja die Vorbilder. Nun ist sie weg vom Fenster.

Immer dran denken. Es gibt ein Recht auf Emigration, keines auf Immigration. Das ist eine Grundregel des menschlichen Miteinader.

Bei deiner Antwort erkennt man schön wohin uns kultureller Wandel auch führen kann.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Selina » Mo 16. Okt 2017, 13:56

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2017, 10:40)

Und noch ein "Schmankerl" für alle die, die beim Thema Leitkultur einen "Herzkasper" kriegen.
Eine Leitkultur, die für die Zivil-/Mehrhheitsgesellschaft von einigen Zeitgenossen so vehement abgelehnt wird, gibt es in großen, international agierenden, Unternehmen bereits seit Langem - nennt sich Total Quality Management und Lean Management.
Kernziele dieser Leitkultur in der Hochleistungsgesellschaft sind fehler- und verschwendungsfreie Arbeitsprozesse, welche die Unternehmen zu „operativer Exzellenz“ befähigen. Vorbild hierfür ist der Hochleistungssport. Wegbereiter für diese "unternehmerische Leitkultur" ist Toyota. Total Quality Management und Lean Management setzen auf die Vermittlung von Leitbildern im Managment, die als verbindliche Handlungsmaximen die tägliche Arbeit von Führungskräften und Mitarbeitern anleiten. Zum Gelingen dieser Unternehmenskultur werden detaillierte Arbeitsstandards entwickelt, an die sich die Mitarbeiter zu halten haben. Die Unternehmen verlangen von ihren Mitarbeitern - unabhängig von deren Nationalität, Sprache, Ausbildung, Geschlecht oder Religion, Werte, Normen und Grundannahmen nicht nur zu akzeptieren, sondern auch nach ihnen zu handeln.
Wer als Flüchtling/Migrant Zugang zu Arbeit erhält, muss die geltenden Arbeits- und Verhaltensstandards des jeweiligen Unternehmens übernehmen. Ist er dazu nicht bereit, muss er das Unternehmen wieder verlassen.
Kein Unternehmer kommt auf die Idee, diese unternehmerische Leitkultur in Frage zu stellen und durch ein multikulturelles Vorgehen zu ersetzen, bei dem es den Mitarbeitern selbst überlassen bleibt, nach welchen Regeln sie arbeiten.

Die Frage lautet, warum sollte in der Zivil-/Mehrheitsgesellschaft nicht gefordert werden bzw nicht funktionieren, was in der Wirtschaft inzwischen zur Normalität gehört?


Und noch ein Punkt: NRW leistet sich als zweites Bundesland eine so genanntes Heimatministerium. Ziel dieses Ministeriums ist es, sich mehr um die Belange der Menschen zu kümmern, ein Auseinanderklaffen von Stadt und ländlichem Gebiet zu verringern und Brauchtum zu pflegen. Sogar die Grünen haben den Heimatbegriff/die Heimat (neu) für sich entdeckt.


Das hat hier auch keiner bestritten. Ich kenne keinen einzigen Ausländer, der hier angefangen hat zu arbeiten oder eine Ausbildung begonnen hat, der sich diesen unternehmerischen und alltäglichen Gepflogenheiten nicht unterordnet. Das ist ein internationales Prinzip. Ich weiß nicht, was da ein "multikulturelles Vorgehen" sein soll. Das, was ich kritisiere, ist die "deutsche Leitkultur" a la Thomas de Maizière, die Leuten aus anderen Nationen mit erhobenem Zeigefinger und mit Herrenmenschen-Getue erklärt, wo es langgeht, wer hier das Sagen hat. Die Ausländer, die ich kenne, die aus den verschiedensten Gründen in Deutschland ein zweites Zuhause finden müssen oder finden wollen, denken nicht im Traum daran, sich irgendwelchen deutschen Sitten und Bräuchen nicht anzupassen und die nicht zu verinnerlichen. Im Gegenteil. Sie sind mit diesen Sitten und Bräuchen fast noch besser vertraut in nur kürzester Zeit als man selbst, obwohl man Deutscher ist :D Allerdings gibt es in meinem Umfeld auch keine Deutschen, die jemals in Richtung eines Ausländers/Flüchtlings/Migranten den Zeigefinger so dermaßen hoch erheben würden, wie du das ständig tust. Ein Gschmäckle kriegt das Ganze erst durch dein immer wiederkehrendes leitkulturelles Mantra, als seien die Leute alle bekloppt.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz

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