Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

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Dark Angel
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Sep 2017, 11:52

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Sep 2017, 11:33)

Der Unterschied in der Bedeutung von Wörtern zwischen einem demokratischen Politiker und Menschen, die dieses System ablehnen, ist seit der Hitlerzeit bekannt. Ich würde mir da bei SPD-Politikern im Allgemeinen wenig Sorge machen, dass diese die CDU-Regierung zu einem Termin auf ein thüringisches Dorf einladen wollen, um sie dort zu töten und im Ausland zu verscharren. Der Zusammenhang mit den Juden, die "evakuiert" wurden und dann zum Schreiben fiktiver Postkarten genötigt wurden, bevor es zur Endstation ging, drängt sich bei der aktuellen SPD nicht auf. Bei Nationalsozialisten mahnt uns die Historie.

Also doch Doppelstandard - der Eine (SPD-Politiker) darf den Begriff "entsorgen" benutzen, ohne dass irgendwelche Querverbindungen hergestellt und irgendwelche unlauteren Absichten unterstellt werden, dem Anderen (Gauland) wird ganz selbstverständlich untersellt, dass mit "entsorgen" ermorden und verscharren gemeint ist und es werden - egal ob passend oder nicht Vergleiche mit dem Holocaust hergestellt.
Auf die Idee, dass man mit genau diesem Vergleich/dieser Unterstellung den Holocaust auf's Schlimmste relativiert, kommt man selbstverständlich nicht - man gehört ja zu den "Guten".


Ich interpretiere gar nicht! Der Begriff "entsorgen" steht synomym für: abtransportieren, beseitigen, entfernen, fortbringen, fortschaffen, wegbringen, wegschaffen, wegtransportieren Da gibt es kein "sinnwahrend".
Der SPD-Politiker wollte die Regierung "rückstandslos entsorgen" und Gauland die Özoguz "nach Anatolien entsorgen".
Beide sagen sinngemäß das Gleiche - da gibt es nix zu "interpretieren"!


Sole.survivor@web.de hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3998242#p3998242] (11 Sep 2017, 11:33)Die deutschen Gesetze gelten auch für Zuwanderer, soweit sie nicht explizit auf Staatsbürger beschränkt sind. Da sind Steuererklärung und Strafrecht, da sind Umwelt- und Hygienevorschriften bis zur Möglichkeit, mißhandelnden Eltern schlimmstenfalls Kinder auf Zeit oder auf Dauer zu entziehen und so weiter. Dies ist allgemein bekannt, warum nicht dir? Umgekehrt wurden auch vielfach Erwartungen an praktische Notwendigkeiten zum Klarkommen in Deutschland formuliert. Wer da keine Erfolge vorzeigt, wird nicht mal eben deutscher Staatsbürger.

Und was hat das alles mit Özoguz "Impulspapier" zu tun? - Richtig - nicht das Geringste.
In diesem Impulspapier geht es um "Teilhabe" - interessanterweise jedoch nur um die Teilhabe an Rechten, nicht etwa um die Teilhabe an Pflichten. Deshalb möchte sie ja auch Art. 20 des GG geändert haben. Dabei ignoriert sie zweierlei - nämlich
1. dass Abs. 1 bis 3 zentrale Vverfassungsteile sind, die der so genannten Ewigkeitsklausel unterliegen

2. dass "klassische" Einwanderungsländer organisch bzw historisch gewachsen sind und entsprechend "gewachsene" Strukturen aufweisen, welche nicht staatlich verordnet werden können.

Was Frau Özoguz vorschwebt, ist nichts weniger als ein kompletter gesellschaftlicher Umbau Deutschlands und deshalb vermag sie auch keine "spezifisch deutsche Kultur, jenseits der Sprache" zu erkennen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon aleph » Mo 11. Sep 2017, 11:56

Klar. Wenn ein Vorbestrafter sagt "ich mach heute ein Geschäft auf", werden etliche Leute vermuten, er wolle in einen Laden einbrechen, obwohl er meinen könnte, dass er ein Unternehmen gründet.

Das Problem bei Gauland ist ja, dass er der Ministerin ihr Deutschsein abspricht und ausweisen möchte. Das ist der eigentliche Kritikpunkt.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 12:00

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 12:52)

Also doch Doppelstandard - der Eine (SPD-Politiker) darf den Begriff "entsorgen" benutzen, ohne dass irgendwelche Querverbindungen hergestellt und irgendwelche unlauteren Absichten unterstellt werden, dem Anderen (Gauland) wird ganz selbstverständlich untersellt, dass mit "entsorgen" ermorden und verscharren gemeint ist und es werden - egal ob passend oder nicht Vergleiche mit dem Holocaust hergestellt.

Das ist ganz normal. Wenn ein Maurer während seiner Arbeit einen Ziegel hochhebt, wird das auch anders beurteilt als wenn das ein einschlägig vorbestrafter Krimineller vor den gezogenen Waffen der Polizei tut. Wer das übersieht, kann sich unter Umständen in Gefahr begeben.

2. dass "klassische" Einwanderungsländer organisch bzw historisch gewachsen sind und entsprechend "gewachsene" Strukturen aufweisen

Dass Deutschland beim Versuch, historisch zu wachsen zweimal historisch geschrumpft ist, ist weder das Problem der SPD-Politikerin noch das neuer deutscher Bürger. Es ist allerdings ein guter Grund auch für dynamischere Typen, es lieber nicht wieder zu versuchen. Wenn man wenigstens dies zur verbindenden deutschen Kultur erheben könnte durch Wort und Tat, wäre mehr geholfen als mit unnötiger Nazikuschelei.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Unité 1 » Mo 11. Sep 2017, 12:13

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 12:52)
Beide sagen sinngemäß das Gleiche - da gibt es nix zu "interpretieren"!

Die SPD-Heinis haben sich explizit auf die Regierung bezogen, Graunland auf die Person. Der Unterschied liegt darin, dass der eine einen Regierungswechsel möchte, einen vollständigen, und der andere den Gedanken nahelegt, Özoguz sei menschlicher, pardon, türkischer Müll. Das sind zwei verschiedene Kategorien, auch wenn sie sich des gleichen Wortes bedienen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Mahmoud » Mo 11. Sep 2017, 13:03

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 12:52)

Also doch Doppelstandard -



Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Sep 2017, 13:00)

Das ist ganz normal. ....



...womit sich sole.survivor als ernstzunehmender Gesprächspartner verabschiedet hat. Mit dieser Ansicht ist der persönlichen Willkür Tür und Tor geöffnet.
Linke Träumereien äußern und ernsthaft diskutieren sind eben doch zwei Paar Schuhe.... :p
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Sep 2017, 13:10

aleph hat geschrieben:(11 Sep 2017, 12:56)

Klar. Wenn ein Vorbestrafter sagt "ich mach heute ein Geschäft auf", werden etliche Leute vermuten, er wolle in einen Laden einbrechen, obwohl er meinen könnte, dass er ein Unternehmen gründet.

Das Problem bei Gauland ist ja, dass er der Ministerin ihr Deutschsein abspricht und ausweisen möchte. Das ist der eigentliche Kritikpunkt.

Dann soll man das auch klar benennen und entsprechend kritisieren und nicht mit irgendwelchen Unterstellungen daher kommen.
Was Gauland da vom Stapel gelassen hat, ist in höchstem Maße unqualifiziert und dämlich. Sachliche Kritik an Özoguz' Äußerungen hinsichtlich Kultur sieht anders aus.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon aleph » Mo 11. Sep 2017, 13:16

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:10)

Dann soll man das auch klar benennen und entsprechend kritisieren und nicht mit irgendwelchen Unterstellungen daher kommen.
Was Gauland da vom Stapel gelassen hat, ist in höchstem Maße unqualifiziert und dämlich. Sachliche Kritik an Özoguz' Äußerungen hinsichtlich Kultur sieht anders aus.


So ist es. Wenn man bei jedem Windhauch einen Hurrikan vermutet, dann wird man entweder verrückt oder man verschließt sich so sehr, dass man dann die echte Hurrikanwarnung ignoriert und umkommt.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Sep 2017, 13:21

Unité 1 hat geschrieben:(11 Sep 2017, 13:13)

Die SPD-Heinis haben sich explizit auf die Regierung bezogen, Graunland auf die Person. Der Unterschied liegt darin, dass der eine einen Regierungswechsel möchte, einen vollständigen, und der andere den Gedanken nahelegt, Özoguz sei menschlicher, pardon, türkischer Müll. Das sind zwei verschiedene Kategorien, auch wenn sie sich des gleichen Wortes bedienen.

Sorry - aber ich sehe keinen Unterschied darin, ob eine Regierung "rückstandslos entsorgt" werden soll oder eine Person.
Der Begriff "entsorgen" impliziert beide Male das Gleiche.
In dem einen Fall ist die Regierung "politischer Müll", der beseitigt werden muss, im anderen Fall soll eine Person abgeschoben werden, die sich sehr abwertend über das Land und seine Kultur äußert.
Dass Gauland Özoguz als menschlichen Müll bezeichet, ist nix weiter als eine Interpretation.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 13:24

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:21)

Sorry - aber ich sehe keinen Unterschied darin, ob eine Regierung "rückstandslos entsorgt" werden soll oder eine Person.
Der Begriff "entsorgen" impliziert beide Male das Gleiche. In dem einen Fall ist die Regierung "politischer Müll", der beseitigt werden muss, im anderen Fall soll eine Person abgeschoben werden, die sich sehr abwertend über das Land und seine Kultur äußert.


Eine Regierung wird entsorgt durch Einsetzung einer neuen. Deutsche Staatsbürger werden grundsätzlich nicht "abgeschoben". Wenn man mal bei deiner wohlwollenden Darstellung bleibt, Gauland wolle sie lebend ins Ausland schaffen, ist das immer noch eine gedankliche Ausbürgerung. Das ist ebenfalls jenseits dessen, was ein Bundestagskandidat über eine Politikerin einer demokratischen Partei sagen sollte.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Sep 2017, 13:25

aleph hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:16)

So ist es. Wenn man bei jedem Windhauch einen Hurrikan vermutet, dann wird man entweder verrückt oder man verschließt sich so sehr, dass man dann die echte Hurrikanwarnung ignoriert und umkommt.

Um mal bei der Metapher zu bleiben - die echten Hurricanwarnungen bezüglich Özoguz bleiben ungehört, werden ignoriert.
Da kommt leider der Kassandra-Effekt zum Tragen oder aber "Der Zauberlehrling" - "die Geister, die ich rief ...".
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Uffhausen » Mo 11. Sep 2017, 13:30

Dark Angel hat geschrieben:(10 Sep 2017, 21:34)
Dein Argument zieht nicht! "Soll gar nicht so unüblich sein" - ist nichts weiter als eine faule Ausrede für einen unfähigen Sportlehrer.

Es war auch nicht als Argumentation gedacht - nur als Verdeutlichung, dass geschlechtergetrennter Sportunterricht nicht zwingend eine Folge von Einflüßen fremder Kultur, bzw. Forderungen von Migraten darstellen muss.

Freilich können auch Mädels Fußball spielen - wenn die LehrerInnen aber nicht wollen... es stimmt schon, unsere Sportlehrer waren unfähig. Ob sie sich an irgendeinen Lehrplan hielten, oder ob die freischnauze "unterrichteten", kann ich nicht beurteilen und ist mir heute auch wurscht. Ich habe meine Note (3) in Sport all die Jahre halten können und für meine spätere Berufswahl war sie unbedeutend, also kein Problem für mich.

Ein Problem habe ich eher jetzt, weil ich nicht verstehen kann, warum du gemeinsamen Sportunterricht von Jungs und mädels von der Erhaltung unserer Kultur abhängig machst. :s

Das ist nicht blöd, sondern Psychologie!

Natürlich ist es das.

Am meisten empfänglich sind Menschen mit relativ geringem Bildungsniveau...

Versteht sich auch von selbst.

...und es liegt auch nicht am Internet.

Und wo radikalisiert sich entsprechende Menschen sonst? Gehen die etwa gleich in eine Moschee oder zum Salafisten um die Ecke und bitten um Aufnahme und Verführung?

Es ist leicht, seine Probleme bspw. in Alkohol zu ertränken - einfach zum Supermarkt oder zur Tanke gehen, fertig. Aber "alternativer" radikaler Islamismus ist nicht überall zu haben, den muss man - wenn schon - ganz gezielt suchen. Dabei ist eben unser freies Internet hilfreich.

Gegen religiöse und ideologische Missionierung/Radikalisierung helfen Bildung, entsprechende Erziehung und Zuwendung vorzugsweise durch die Eltern/Angehörigen. Wer sich keine Zeit für seine Kinder (egal welchen Alters) nimmt, die aus lauter Bequemlichkeit vor dem Fernseher oder Computer parkt, sich nicht dafür interessiert, was die den ganzen Tag treiben, muss sich nicht wundern, wenn die auf solche Rattenfänger hereinfallen.

Das ist so, keine Frage - aber bringst du damit nicht noch weitere Problematiken ins Spiel?

Ist Eltern für Eltern in der heutigen Gesellschaft denn so einfach, sich entsprechend um Kinder und deren Erziehung/Bildung zu kümmen und ihnen die benötigte Zuwendung zu erteilen? Also ich kenne viele Mütter, die ihre Kinder schon mit ein paar Monaten in der Krippe abgeben und später eben zur Ganztagesbetreuung (erst Kita, dann Schule) - weil sie arbeiten müssen! Weil die Lebenshaltungskosten in Deutschland so hoch sind (Denke doch vorrangig an die Mietpreise! :dead: ). Ich persönlich könnte von meinem Job in der Altenpflege auch keine Familie durchbringen; meine Partnerin müsste auch etwas beisteuern. Demzufolge müssten wir unsere Kinder "abgeben" und somit den Großteil von Bildung/Erziehung anderen überlassen. Ich komme halt eher nach meiner Mutter und nicht nach meinem Vater, der als Ingenieur in einer Stunde schon das verdient, für was ich eine ganze Schicht benötige.

Andererseits liegt uns der Staat im Nacken, der bspw. aufgrund diverser Pisa-Studien meint, unsere Kinder wären zu dumm, bzw. Eltern zu unfähig. Deswegen doch mitunter dieser ganze Krippen- und Ganztagesquatsch. Zudem bereinigt man auf diesem Wege noch die Arbeitslosenstatistiken, weil wenn bspw. die Mutter nicht mehr Kinder hüten muss, kann sie ja arbeiten gehen und das Staatssäckel mit auffüllen.

Mir wäre es auch lieber, alles wäre wieder so, wie ich es selbst auch noch erfahren habe - Vater arbeitet und bringt das Geld nachhause, Mutter kümmert sich um Haus und Kinder (obwohl ich jedwede Kritik an diesem Familiensystem nachvollziehen kann). Und Familienleben, bzw. FamilienKULTUR kann ausreichend gelebt werden!

Was hat das aber jetzt alles mit Flüchtlingen und fremdartigen Kultureinflüßen gemein? Nichts mehr. Persönlich finde ich, die eigentlichen Probleme sitzen viel tiefer und werden allzuschwer erkannt; Flüchtlinge und Fremdkultur sind dabei lediglich die sichtbare Spitze des Eisbergs.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 13:41

Dark Angel hat geschrieben:(09 Sep 2017, 10:16)
Sorry - aber in welchem Hinterwald bist du denn zur Schule gegangen?
Geschlechtergetrennten Sportunterricht - wo gibts denn sowas?

Hatten wir ab der 7. Klasse. Dafür zwei Parallelklassen Jungen zusammen, Mädchen zusammen, voneinander getrennt.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 11. Sep 2017, 13:44

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:41)

Hatten wir ab der 7. Klasse. Dafür zwei Parallelklassen Jungen zusammen, Mädchen zusammen, voneinander getrennt.


Hatte ich auch. :)
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Mo 11. Sep 2017, 13:45

Uffhausen hat geschrieben:(09 Sep 2017, 00:09)

Deswegen geht unsere Kultur zugrunde, ja? Ach, du himmelblauer See... :rolleyes:



Da stimme ich dir zu - aber was beweist dir, dass es nicht so ist?


Und jetzt meinst du, steht zu befürchten, dass Europa einen kulturellen Rückwärtsgang einlegt, oder was? Also ich persönlich finde ja, dass - bzgl. des Konfliks zwischen den USA und Nordkorea - ein dritter Weltkrieg, bzw. Atomkrieg derzeit wesentlich wahrscheinlicher ist, als der Untergang der westlichen Kultur durch Islamisierung. :s

Nicht ganz Europa wird einen kulturellen Rückwärtsgang einlegen, aber Deutschland allemal, wenn es nach Frau Özoguz und den Islam- und Migrantenverbänden geht.
Lies mal das hier oder das
m Kern geht es um die tiefgreifende Veränderung der Bundesrepublik Deutschland zum erheblichen Nachteil der "Menschen, die schon länger hier leben", wie die Deutschen inzwischen genannt werden, weil für die deutsche Staatsministerin das Wort Deutsch zum Unwort geworden zu sein scheint. Die Präambel des Grundgesetzes spricht aber nicht von "denen, die schon länger hier leben", sondern eindeutig vom "Deutschen Volk", das sich im "Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen" das Grundgesetz als rechtliche Grundlage des deutschen Staates gegeben hat. [...]
Die Einteilung von Menschengruppen dient der Diskriminierung, in diesem Fall natürlich der positiven Diskriminierung, der aktiven und womöglich bald schon gesetzlich geregelten Benachteiligung der Bürger, "die schon länger hier leben", und ihrer Kinder. Mittels einer angestrebten Veränderung werden Artikel 1, 2 und 3 des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt. Denn die Migrantenverbände fordern, dass Integration als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen wird: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein vielfältiges Einwanderungsland. Sie fördert die gleichberechtigte Teilhabe, Chancengleichheit und Integration aller Menschen." [...]
Zweitens regeln die Artikel 1, 2 und 3 die Geltung der Menschen- und Bürgerrechte, das Recht aller Bürger "auf die freie Entfaltung" der "Persönlichkeit", die Gleichheit aller Bürger der Bundesrepublik vor dem Gesetz, die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Das Strategiepapier setzt dagegen die "Interkulturelle Öffnung", heißt im Klartext, wie die Staatsministerin im Strategiepapier: "Menschlich, ehrlich, gerecht – Eckpunkte für eine integrative Flüchtlingspolitik in Deutschland" vom 21.09.2015 geschrieben hat, dass wir unser Zusammenleben immer neu auszuhandeln haben.
Artikel 1, 2 und 3 des Grundgesetzes werden de facto zur Verhandlungsmasse erklärt und durch die Änderung dann auch de jure zur Disposition gestellt. Dieses Aushandeln soll "kultursensibel" erfolgen. [...]
Weil dieser und andere Passi die Veränderung der Bundesrepublik Deutschland im Sinne der Migrantenorganisationen entgegenstehen, wird die Veränderung des Grundgesetzes angestrebt, denn es ist erklärtes Ziel, dass auf der Grundlage der Grundgesetzänderung "alle staatlichen Ebenen zur Umsetzung des Staatsziels" Integration verpflichtet sind, wobei man nicht Integration, sondern Desintegration meint, die irreführend als "Interkulturelle Öffnung" bezeichnet wird.


Genau aus dem Grund sagte ich, die Forderungen nach Streichung von Schweinefleisch aus Speiseplänen sind nur der Anfang.
Ganz nebenbei - Frau Merkel gefällt das so genannte Impulspapier der Frau Özoguz und sie hat sich deren Formulierung zu Eigen gemacht , sie spricht nicht mehr vom deutschen Volk, sondern von "denen die schon länger hier leben" unter Missachtung der Präambel des GG, aud das sie ihren Eid als Bundeskanzler geleistet hat.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 11. Sep 2017, 13:55

aleph hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:16)

So ist es. Wenn man bei jedem Windhauch einen Hurrikan vermutet, dann wird man entweder verrückt oder man verschließt sich so sehr, dass man dann die echte Hurrikanwarnung ignoriert und umkommt.

Ob für die Zukunft der jetzt lebenden Kinder und Jugendlichen das Problem "Lehrermangel" oder "maroder Schulgebäudezustand" oder wachsende Einkommensdifferenzierung oder Überalterung der Gesellschaft oder der sich künftig noch verschärfender Pflegenotstand oder der Klimawandel (um nur einige Hurrikanwarnungwen zu nennen) oder aber eine gewisse Einschränkung des koedukativen Sportunterrichts zukunftsbedrohlicher sind ... wohl nur eine rhetorische Frage. Mir jedenfalls hat der (teilweise) nach Jungs und Mädchen getrennte Sportunterricht nicht geschadet.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 14:16

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:45)
"Menschen, die schon länger hier leben", wie die Deutschen inzwischen genannt werden, weil für die deutsche Staatsministerin das Wort Deutsch zum Unwort geworden zu sein scheint.

Wieder mal fragwürdig. Die Menschen, die hier schon länger leben unterscheiden sich eben darin von anderen Deutschen, die als Russlanddeutsche oder Zuwanderer eben nicht schon länger hier leben.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 14:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:55)

Ob für die Zukunft der jetzt lebenden Kinder und Jugendlichen das Problem "Lehrermangel" oder "maroder Schulgebäudezustand" oder wachsende Einkommensdifferenzierung oder Überalterung der Gesellschaft oder der sich künftig noch verschärfender Pflegenotstand oder der Klimawandel (um nur einige Hurrikanwarnungwen zu nennen) oder aber eine gewisse Einschränkung des koedukativen Sportunterrichts zukunftsbedrohlicher sind ... wohl nur eine rhetorische Frage. Mir jedenfalls hat der (teilweise) nach Jungs und Mädchen getrennte Sportunterricht nicht geschadet.

Du kannst nicht davon ausgehen, dass bloß weil etwas seit vielen Jahrzehnten in Teilen Deutschlands ganz normal ist und nun von Verbänden für andere Teile Deutschlands gefordert wird, es nicht der Untergang es Abendslandes ist.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Uffhausen » Mo 11. Sep 2017, 14:35

Dark Angel hat geschrieben:(11 Sep 2017, 14:45)
Nicht ganz Europa wird einen kulturellen Rückwärtsgang einlegen, aber Deutschland allemal, wenn es nach Frau Özoguz und den Islam- und Migrantenverbänden geht.

Ich habe nie behauptet, dass die Einlassung von fremden Kulturen nicht ohne Folgen für unsere bleibt. Aber...

Genau aus dem Grund sagte ich, die Forderungen nach Streichung von Schweinefleisch aus Speiseplänen sind nur der Anfang.

... explizit hierbei erkenne ich nur Dramatisierung und Panikmache, ansonsten müssten auch Vegetarier und Veganer eine Gefährdung für unsere Kultur darstellen. Ganz ehrlich? Wenn schon, denn schon!

Ganz nebenbei - Frau Merkel gefällt das so genannte Impulspapier der Frau Özoguz und sie hat sich deren Formulierung zu Eigen gemacht , sie spricht nicht mehr vom deutschen Volk, sondern von "denen die schon länger hier leben" unter Missachtung der Präambel des GG, aud das sie ihren Eid als Bundeskanzler geleistet hat.

Du, es mir sowas von sch..egal, was die Merkel sagt, was die Özuguz sagt, was der Gauland sagt.

Wie haben soviele Probleme in Deutschland, wovon eben die Flüchtlings-, Integrations- und Kulturproblematik nur einen winzigen Bruchteil darstellen - mein Leben wird nicht besser, wenn alle Flüchtlinge aus D rausgeschmissen werden und der Islam verboten wird. Davon kann ich keine Familie ernähren, davon kann ich meine Miete nicht bezahlen, dass sichert mir nicht meinen Job, dass macht die Umwelt nicht gesünder usw.

Ich versuche seit mittlerweile drei Wochen einen Arzttermin zu bekommen, weil mein schleimiger Husten nicht weggeht, ich ständig an Gliederschmerzen leide und ich an diesem WE Blut im Auswurf hatte - heute hätte ich einen Termin gehabt, aber mein Arzt ist nun selber krank für den Rest der Woche. Ich habe bei anderen Ärzten angefragt - alle belegt für die nächsten Tage! Keiner kann sich um mich kümmern.
DAS Ist ein wahres Problem in der heutigen Gesellschaft und du fanatisierst wegen einer bescheuerten Aussage einer Deutschtürkin über den Untergang der deutschen Kultur! :mad:

Der Islam ist nicht Bestandteil meines Lebens und wird es auch niemals sein - auch wenn AfD & Co. ihn mir gerne als absoluten Lebensinhalt aufzwängen mögen. Dagegen weigere ich mich entschieden! :mad2:
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 11. Sep 2017, 14:43

Uffhausen hat geschrieben:(11 Sep 2017, 15:35)
Ich versuche seit mittlerweile drei Wochen einen Arzttermin zu bekommen, weil mein schleimiger Husten nicht weggeht, ich ständig an Gliederschmerzen leide und ich an diesem WE Blut im Auswurf hatte - heute hätte ich einen Termin gehabt, aber mein Arzt ist nun selber krank für den Rest der Woche. Ich habe bei anderen Ärzten angefragt - alle belegt für die nächsten Tage! Keiner kann sich um mich kümmern.
DAS Ist ein wahres Problem in der heutigen Gesellschaft und du fanatisierst wegen ein bescheuerten Aussage einer Deutschtürkin über den Untergang der deutschen Kultur!

Zunächst mal gute Besserung und ich hoffe, dass du schnell medizinisches Personal zur Unterstützung erreichst. In Brandenburg und Sachsen holen sie mittlerweile Ärzte aus Spanien, Portugal und Polen, um die Versorgung hinzubekommen. Ob da ein plumpes Ausländer-Raus hilft? Klar, der Arzt aus Syrien muss für die deutschen Standards möglicherweise mehr als nur die Sprache lernen, bevor er hier loslegen kann und darf. Arzthelferin, Krankenpflegerin sind evtl schneller. Sowas kann man auch grundständig lernen, wenn man einmal die Sprache hat. Zu wem die beten, kann mir ja egal sein.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon pikant » Mo 11. Sep 2017, 14:47

Uffhausen hat geschrieben:(11 Sep 2017, 15:35)



Wie haben soviele Probleme in Deutschland, wovon eben die Flüchtlings-, Integrations- und Kulturproblematik nur einen winzigen Bruchteil darstellen - mein Leben wird nicht besser, wenn alle Flüchtlinge aus D rausgeschmissen werden und der Islam verboten wird. Davon kann ich keine Familie ernähren, davon kann ich meine Miete nicht bezahlen, dass sichert mir nicht meinen Job, dass macht die Umwelt nicht gesünder usw.

:


sehe ich auch so, denn dieses Fluechtlingsthema ist fuer mich Rand und nicht bedeutend fuer meine Wahlentscheidung.

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