Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

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krone
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon krone » Fr 15. Dez 2017, 19:46

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)
Wie oft du hier schon gesagt hast, dass Muslime nicht "integrierbar" seien in die hiesige Gesellschaft. Und das hast du dann immer wortreich mit irgendwelchen "wissenschaftlichen" Erkenntnissen (Stichworte Kultur, Biologie) begründet. Das finde ich sehr zweifelhaft dieses Vorgehen..

Naturwissenschaftlich sicher nicht.
Kulturell gibt es da aber ganz sicher Anhaltspunkte,man könnte sogar sagen ,Beweise.


Freitag, 15.12.2017, 17:54

Einige Damen gingen mit Straßenkleidung statt Schwimmzeug ins Wasser oder in die Sauna, andere veranstalteten bisweilen ein Picknick am Beckenrand, sogar von vereinzelten Haarfärbeaktionen im Nichtschwimmerbecken, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ). Seit einer Weile häuften sich die Probleme beim wöchentlichen Frauenbadetag im Vahrenwalder Bad in Hannover.

Im Becken prallen Kulturen aufeinander

„Das Thema sollte eigentlich nicht in die Öffentlichkeit kommen“, sagte Stadtsprecherin Ulrike Serbent der „Welt“. Man habe keine gesellschaftliche Gruppe diskreditieren wollen. „Wir wollten verhindern, dass ein fremdenfeindlicher Tenor entsteht“, begründet die Sprecherin die Entscheidung, den Sportausschuss vertraulich beraten zu lassen.

Es geht in dem Fall vor allem um muslimische Frauen. Bei ihnen ist der Frauenbadetag besonders beliebt. „Die Frauen stammen aus einer anderen Kultur, in der Baden eher als gemeinsames Treffen und weniger als Schwimmen verstanden wird“, erklärte Serbent. Ins Bad kommen aber eben auch Hunderte Frauen, die tatsächlich einfach nur schwimmen


https://www.focus.de/politik/deutschland/sicherheitsdienst-soll-helfen-haarefaerben-und-picknick-im-becken-frauenbadetag-sorgt-fuer-aerger-in-hannover_id_7989967.html
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Dark Angel
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Dez 2017, 19:53

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)

Nö. Ich verschließe mich absolut nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir sind aber hier in einem Politik-Forum. Und wenn naturwissenschaftliche Erkenntnisse für die Abwertung anderer und deren Ausgrenzung eingesetzt werden, dann ist das im höchsten Maße zu kritisieren.

Eine Abwertung und Ausgrenzung Anderer mittels naturwissenschaftlicher Erkenntnisse findet nur und ausschließlich in deiner Phantasie statt. Nirgends sonst!
Im Unterschied zu DIR bin ich sehr wohl in der Lage, zwischen "Sein" und "Sollen" zu unterscheiden und im Gegensatz zu DIR unterliege ICH keinem naturalistischen Fehlschluss!

Mir ist nämlich - ganz im Gegensatz zu DIR - durchaus bekannt, dass eine Legitimierung moralischer Normen durch biologische Einsichten NICHT zulässig ist und außerdem (auch) keineswegs eine logische Konsequenz einer biologischen Betrachtung.
Und entsprechend argumentiere ich!

Also unterlass gefälligst Deine blöden Unterstellungen, von Aussagen, die von niemandem getätigt werden, die du dir lediglich zusammen phantasierst, um andere diffamieren zu können.


Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)]
Wie oft du hier schon gesagt hast, dass Muslime nicht "integrierbar" seien in die hiesige Gesellschaft. Und das hast du dann immer wortreich mit irgendwelchen "wissenschaftlichen" Erkenntnissen (Stichworte Kultur, Biologie) begründet. Das finde ich sehr zweifelhaft dieses Vorgehen.

Das habe ich allerdings, aber IMMER mit Bezug auf entsprechende Politikwissenschaftler und NICHT, wie du schon wieder unterstellst, auf der Grundlage biologischer/naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Und NEIN - im Gegensatz zu DIR verschwurbele ich NICHT Biologie mit Kultur! Schon wieder eine infame Unterstellung.

Nein Selina - das Bedienen schlechter Argumente, dem Unterliegen naturalistischer Fehlschlüsse, das Aufbauen von Strohmännern und Argumentum ad Hominem ist DEIN Part, NICHT meiner!


Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)Wobei ich gar nicht alles ablehne, was du hier erörterst. Ich weiß genauso gut wie du, was Evolution bedeutet, hab auch nichts gegen etliche deiner Erläuterungen zur "Biologie" des Menschen, solange du sie nicht in dieser Ausschließlichkeit bringst. Denn der Mensch ist eben nicht nur Biologie, er ist kein Rudeltier, sondern ein denkendes und fühlendes Wesen, das sich unter Umständen auch gegen das Rudel entscheiden kann, zeitweilig oder ständig.

Ganz offensichtlich weißt du eben nicht, was Evolution bedeutet - beweist du ja gerade wieder.
Der Mensch IST ein Rudeltier, weil der Mensch in der Systematik der Biologie zur Ordnung der Primaten gehört und Primaten sind ausnahmslos Rudeltiere. Aus diesem Grund hat er evolutionär das, für Rudeltiere ganz spezifische, Sozialverhalten entwickelt. Mensch kann sich eben NICHT zeitweilig oder ganz gegen ein Rudel entscheiden, weil er ohne das Rudel (Gesellschaft) NICHT überlebensfähig ist.
Seine Fähigkeit zu denken, zu fühlen, Kultur zu schaffen etc, liegt einzig und allein in seiner Biologie begründet - nirgends sonst!

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)] Es sind also nicht die von dir genannten Fakten, die ich kritisiere, sondern lediglich die Schlüsse, die du aus vielem ziehst. Da begibst auch du dich dann ins "Normative", ohne es zu merken.

Und schon wieder eine bösartige Unterstellung. Ich begebe mich gerade NICHT ins Normative, unterliege im Gegensatz zu DIR keinen naturalistischen (Sein-Sollen-) Fehlschlüssen!

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)"Normativ" wird man schon durch die Art der Zitate, durch die Art der Argumente und durch die Prioritäten, die man setzt. Aber alles kein Problem, das gehört alles zur gegenseitigen Akzeptanz.

Sorry - aber as ist der absolute Dummsinn.
Ein Zitat ist eine wörtliche Widergabe aus einer Quelle mit Angabe dieser Quelle.
Wenn aus einer Quelle zitiert wird, in der Vorgänge beschrieben werden, dann bleibt das auch beim Zitieren eine Beschreibung und wird nicht durch das Zitieren zum Normativ.
Eine Beschreibung ist eine Beschreibung - völlig irrelevant, was bei deser Beschreibung als besonders wichtig erachtet wird/welche Priorität gesetzt wird. Gleiches gilt für die Art der Argumente.
Und sorry - aber ich akzeptiere a) keine Strohmannargumente, b) keine logischen oder naturalistischen Fehlschlüsse. Da halte ich dagegen, wiederlege den Unsinn - IMMER!
Ende der Durchsage!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 20:18

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 16:07)

Meinst du mich damit? Ich plädierte lediglich für die Akzeptanz der Vielfalt der Meinungen.

Aber nicht doch! Irgendwo weiter oben bekundete D.A. (sinngemäß), dass sie keine Lust habe, sich mit existenzialistischer Philosophie zu beschäftigen. Kein Problem. Dann soll sie es halt lassen. Auch hier.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon ryu1850 » Fr 15. Dez 2017, 20:22

Selina hat geschrieben:(15 Dec 2017, 18:06)

Nö. Ich verschließe mich absolut nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir sind aber hier in einem Politik-Forum. Und wenn naturwissenschaftliche Erkenntnisse für die Abwertung anderer und deren Ausgrenzung eingesetzt werden, dann ist das im höchsten Maße zu kritisieren.


Bitte korrigiere mich wenn ich das jetzt falsch verstehen, aber dieser Satz kommt rüber wie ein. "Naturwissenschaftliche Argumente haben in einer politischen Diskussion nichts zu suchen." Ist das auch so gemeint?
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 20:44

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 17:29)

"Durch die Bestimmung des Menschen als biologisches Wesen, als Vernunft­wesen, als göttliches Wesen etc. erhält der Mensch vor seiner Existenz zunächst schon eine Bedeutung, eben biologisch, vernünftig, gottähnlich. Der Existentialismus kritisiert diese der Existenz vorgängige Sinnbestimmung und setzt ihr die Existenz entgegen: Der Mensch ist als Mensch nicht zu erfassen, wenn nicht je von seiner eigenen individuellen Existenz ausgegangen wird."

Genau darin liegt ja der Unsinn des Existenzialismus. Der Mensch ist zu gar nichts "verurteilt", schon gar nicht dazu "frei von seiner Biologie" zu sein. Der Mensch hat auch keine Bestimmung "als biologisches Wesen", er IST eine biologisches Wesen. Punkt!
Durch die Biologie ist der Mensch determiniert, sind seine Verhaltensmuster/Verhaltensweisen bedingt.
Mensch ist eben "nicht grundsätzlich frei" - schon gar nicht von seiner Biologie. Er unterliegt inneren und äußeren Zwängen (Sachzwängen) und kann nur aufgrund von äußeren Gegebenheiten/Verhältnissen/Situationen Entscheidungen treffen, die sich an genau diesen Verhältnissen orientieren und sein Handeln entsprechend ausrichten.

Über den grundsätzlichen Umgang mit der existenzialistischen Philosophie sind von Anfang der 40er bis Ende der 70er ganze Ozeane an Tinte verschrieben worden. Das muss man jetzt nicht nochmal nachholen. Der Sinn eines Forums besteht - aus meiner Sicht - nicht darin, solche sozusagen längst abgesteckten Terrains neu zu setzen. Das bringt doch nix. Jahrelang hörte man kaum etwas von einem Phänomen wie Existenzialismus. Dann taucht es mal wieder in diesem Forum auf. Und einen Tag danach sehe ich früh um sechs an einem ganz normalen Bahnhofskiosk, drei Leute vor mir kaufen BZ, Bild und Gala, der Alki hinter mir seine erste Flasche. Und genau in dieser Situation sehe ich aufgeklappt auf dem Stapel der Normalausgaben, neben Auto- und Fußballjournalen die Sondernummer "Existenzialismus". Auch wenn ich eine ganze Menge von "Zufall" verstehe .. ich habe mich schon gefragt, was ich von diesem Menetekel halten soll. Was ich von einem Forum wie diesem als Mehrwert erwarten würde: Eine Diskussion darüber, ob und wenn ja was davon zu halten ist, Hintergründe. Informationen darüber, wie solche Geschichten in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands, Europas, der Welt aufgenommen werden. Und, vielleicht nocht wichtiger, in den verschiedenen Generationen. Was läuft bei ganz jungen Jugendlichen. Dass "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt" ein Kernsatz existenzialistischer Philosophie ist und dass dieser Existenzialismus eine ganz wesentliche geistige Strömung Mitte des letzten Jahrhunderts war ... das kann ich in jedem Standard-Lehrbuch nachlesen, Und ebenso die Gegenpositionen. Das ist abgegessen. Hier in diesem Forum möchte ich wissen, was die Motivation für eine solche Zeitschrift wie "Philosophie" ist, heute und jetzt ein Sonderheft zu dem Thema herauszugeben. Ist der Chefredakteur übergeschnappt? Kann ja sein. Hat man in der Redaktion einen verborgenen gesellschaftichen Trend hin zu solchen Wiederaufnahmen philosophischer Grundpositionen herausanalysiert und bedient ihn? Gibt es eine erwartbare Jugendkultur in dieser Richtung und wenn ja, womit hat das zu tun? Für ideologische Grabenkämpfe, die eigentlich längst ausgetragen sind, habe ich irgendwie weder Lust noch Zeit.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon odiug » Fr 15. Dez 2017, 20:46

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 19:53)

Eine Abwertung und Ausgrenzung Anderer mittels naturwissenschaftlicher Erkenntnisse findet nur und ausschließlich in deiner Phantasie statt. Nirgends sonst!
Im Unterschied zu DIR bin ich sehr wohl in der Lage, zwischen "Sein" und "Sollen" zu unterscheiden und im Gegensatz zu DIR unterliege ICH keinem naturalistischen Fehlschluss!

Mir ist nämlich - ganz im Gegensatz zu DIR - durchaus bekannt, dass eine Legitimierung moralischer Normen durch biologische Einsichten NICHT zulässig ist und außerdem (auch) keineswegs eine logische Konsequenz einer biologischen Betrachtung.
Und entsprechend argumentiere ich!

Also unterlass gefälligst Deine blöden Unterstellungen, von Aussagen, die von niemandem getätigt werden, die du dir lediglich zusammen phantasierst, um andere diffamieren zu können.



Das habe ich allerdings, aber IMMER mit Bezug auf entsprechende Politikwissenschaftler und NICHT, wie du schon wieder unterstellst, auf der Grundlage biologischer/naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Und NEIN - im Gegensatz zu DIR verschwurbele ich NICHT Biologie mit Kultur! Schon wieder eine infame Unterstellung.

Nein Selina - das Bedienen schlechter Argumente, dem Unterliegen naturalistischer Fehlschlüsse, das Aufbauen von Strohmännern und Argumentum ad Hominem ist DEIN Part, NICHT meiner!



Ganz offensichtlich weißt du eben nicht, was Evolution bedeutet - beweist du ja gerade wieder.
Der Mensch IST ein Rudeltier, weil der Mensch in der Systematik der Biologie zur Ordnung der Primaten gehört und Primaten sind ausnahmslos Rudeltiere. Aus diesem Grund hat er evolutionär das, für Rudeltiere ganz spezifische, Sozialverhalten entwickelt. Mensch kann sich eben NICHT zeitweilig oder ganz gegen ein Rudel entscheiden, weil er ohne das Rudel (Gesellschaft) NICHT überlebensfähig ist.
Seine Fähigkeit zu denken, zu fühlen, Kultur zu schaffen etc, liegt einzig und allein in seiner Biologie begründet - nirgends sonst!


Und schon wieder eine bösartige Unterstellung. Ich begebe mich gerade NICHT ins Normative, unterliege im Gegensatz zu DIR keinen naturalistischen (Sein-Sollen-) Fehlschlüssen!


Sorry - aber as ist der absolute Dummsinn.
Ein Zitat ist eine wörtliche Widergabe aus einer Quelle mit Angabe dieser Quelle.
Wenn aus einer Quelle zitiert wird, in der Vorgänge beschrieben werden, dann bleibt das auch beim Zitieren eine Beschreibung und wird nicht durch das Zitieren zum Normativ.
Eine Beschreibung ist eine Beschreibung - völlig irrelevant, was bei deser Beschreibung als besonders wichtig erachtet wird/welche Priorität gesetzt wird. Gleiches gilt für die Art der Argumente.
Und sorry - aber ich akzeptiere a) keine Strohmannargumente, b) keine logischen oder naturalistischen Fehlschlüsse. Da halte ich dagegen, wiederlege den Unsinn - IMMER!
Ende der Durchsage!

Auf wienerisch würde man jetzt ganz biologistisch sagen:"Geh scheißen Alder!"
Es gibt keinen biologischen Determinismus.
Ich finde es auch witzig, wenn einer Naturwissenschaften ins Feld führt und dabei sich ausgerechnet auf die Psychologie beruft ... das hat schon was :p
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Dez 2017, 21:25

odiug hat geschrieben:(15 Dec 2017, 20:46)

Auf wienerisch würde man jetzt ganz biologistisch sagen:"Geh scheißen Alder!"
Es gibt keinen biologischen Determinismus.
Ich finde es auch witzig, wenn einer Naturwissenschaften ins Feld führt und dabei sich ausgerechnet auf die Psychologie beruft ... das hat schon was :p

Ach - es gibt keinen biologischen Determinsmus?
Wozu haben wir dann eine DNA, wenn darin nicht der "Bauplan" für unseren gesamten Organismus und dessen Funktionen determiniert sind?
Merkst du eigentlich, was du da für Unsinn von dir gibst?
Selbstverständlich gibt es biologische Determinsmen, genauso wie es biologische Bedingtheit gibt. Man sollte allerdings den Unterschied zwischen beidem kennen und erkennen. Dazu müsste man sich allerdings mit Biologie beschäftigen, da hilft keine Philosophie und erst recht kein Postkonstruktivismus und auch kein Sozialkonstruktivismus weiter.

Und ich sprach von evolutionärer Psychologie/Evolutionspsychologie und die IST Naturwissenschaft, die ist nämlich Teilgebiet der Evolutionsbiologie. Da ist gar nichts witzig dran!
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Dez 2017, 21:36

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2017, 20:44)

Über den grundsätzlichen Umgang mit der existenzialistischen Philosophie sind von Anfang der 40er bis Ende der 70er ganze Ozeane an Tinte verschrieben worden. Das muss man jetzt nicht nochmal nachholen.

Nur weil da "Ganze Ozeane an Tinte verschrieben" wurden, bedeutet das noch lange nicht, dass da auch nur annähernd etwas sinnvolles bei rumgekommen ist.
Man kann auch ganze Ozeane an Tinte verschreiben und es kommt nur Quatsch raus.
Als Philosophie kann man so ziemlich alles bezeichnen unabhängig, ob das geschriebene irgend einen Sinn ergibt.
Ist doch symptomatisch, dass sich Philosophen auf keinen gemeinsamen Nenner einigen können, jeder Philosoph hält seine "geistigen Ergüsse" für die einzig Wahren.
Früher wurde die Philosophie mal als Mutter der Wissenschaften bezeichnet, weil sich aus der so genannten Naturphilosophie die heutigen Naturwissenschaften entwickelt haben.
Heute sind Philosophen nur noch ein Quasselclub - je hochgestochener, unverständlicher und pseudointellektueller um so besser.
Auch wenn der Existenzialismus heute bei einer kleinen Minderheit eine Renaissance feiert, ändert das nichts daran, dass das ganze Geschwalle nur Unsinn ist, welcher wiederum nur von einer Minderheit konsumiert wird.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Adam Smith » Fr 15. Dez 2017, 21:47

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 21:36)

Nur weil da "Ganze Ozeane an Tinte verschrieben" wurden, bedeutet das noch lange nicht, dass da auch nur annähernd etwas sinnvolles bei rumgekommen ist.
Man kann auch ganze Ozeane an Tinte verschreiben und es kommt nur Quatsch raus.
Als Philosophie kann man so ziemlich alles bezeichnen unabhängig, ob das geschriebene irgend einen Sinn ergibt.
Ist doch symptomatisch, dass sich Philosophen auf keinen gemeinsamen Nenner einigen können, jeder Philosoph hält seine "geistigen Ergüsse" für die einzig Wahren.
Früher wurde die Philosophie mal als Mutter der Wissenschaften bezeichnet, weil sich aus der so genannten Naturphilosophie die heutigen Naturwissenschaften entwickelt haben.
Heute sind Philosophen nur noch ein Quasselclub - je hochgestochener, unverständlicher und pseudointellektueller um so besser.
Auch wenn der Existenzialismus heute bei einer kleinen Minderheit eine Renaissance feiert, ändert das nichts daran, dass das ganze Geschwalle nur Unsinn ist, welcher wiederum nur von einer Minderheit konsumiert wird.

Stimmt. Trotzdem ist die Philosophie immer noch wichtig, weil man über sie viele verschiedene Vorstellungen kennenlernen kann.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon odiug » Fr 15. Dez 2017, 21:56

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 21:25)

Ach - es gibt keinen biologischen Determinsmus?
Wozu haben wir dann eine DNA, wenn darin nicht der "Bauplan" für unseren gesamten Organismus und dessen Funktionen determiniert sind?
Merkst du eigentlich, was du da für Unsinn von dir gibst?
Selbstverständlich gibt es biologische Determinsmen, genauso wie es biologische Bedingtheit gibt. Man sollte allerdings den Unterschied zwischen beidem kennen und erkennen. Dazu müsste man sich allerdings mit Biologie beschäftigen, da hilft keine Philosophie und erst recht kein Postkonstruktivismus und auch kein Sozialkonstruktivismus weiter.

Und ich sprach von evolutionärer Psychologie/Evolutionspsychologie und die IST Naturwissenschaft, die ist nämlich Teilgebiet der Evolutionsbiologie. Da ist gar nichts witzig dran!

Ja und :?:
Was hat die DNA mit meiner Sozialisation zu tun, was mit meinen Entscheidungen, was mit meinen Überzeugungen :?:
Und nein ... auch wenn du Evolution vor Psychologie schreibst, ist und bleibt die Psychologie per Definition eine Geisteswissenschaft.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 22:00

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 17:29)
Mensch ist eben "nicht grundsätzlich frei" - schon gar nicht von seiner Biologie. Er unterliegt inneren und äußeren Zwängen (Sachzwängen) und kann nur aufgrund von äußeren Gegebenheiten/Verhältnissen/Situationen Entscheidungen treffen, die sich an genau diesen Verhältnissen orientieren und sein Handeln entsprechend ausrichten.

Die prägenden historischen Ereignisse für die Entstehung des existenzialistischen Denkens waren der spanische Bürgerkrieg und die verschiedenen Faschismen in Europa. Wie sein individuelles Freisein darüber hinwegretten? Mit Orientierung an den Verhältnissen? Mit pünktlich Steuernzahlen? Der grundsätzliche Gegenentwurf war: Macht mit mir, was ihr wollt. Ich bin und bleibe grundsätzlich frei. Egal, ob es real so ist oder nicht. Und nun zeigte sich aber, dass man mit dieser zunächst absurd erscheinenden Behauptung letztendlich wesentlich, viel viel tiefer am Wesen des Menschseins angelangt war als mit biologischem Determinismus.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 22:02

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 21:36)

Nur weil da "Ganze Ozeane an Tinte verschrieben" wurden, bedeutet das noch lange nicht, dass da auch nur annähernd etwas sinnvolles bei rumgekommen ist.
Man kann auch ganze Ozeane an Tinte verschreiben und es kommt nur Quatsch raus.
Als Philosophie kann man so ziemlich alles bezeichnen unabhängig, ob das geschriebene irgend einen Sinn ergibt.
Ist doch symptomatisch, dass sich Philosophen auf keinen gemeinsamen Nenner einigen können, jeder Philosoph hält seine "geistigen Ergüsse" für die einzig Wahren.
Früher wurde die Philosophie mal als Mutter der Wissenschaften bezeichnet, weil sich aus der so genannten Naturphilosophie die heutigen Naturwissenschaften entwickelt haben.
Heute sind Philosophen nur noch ein Quasselclub - je hochgestochener, unverständlicher und pseudointellektueller um so besser.
Auch wenn der Existenzialismus heute bei einer kleinen Minderheit eine Renaissance feiert, ändert das nichts daran, dass das ganze Geschwalle nur Unsinn ist, welcher wiederum nur von einer Minderheit konsumiert wird.

Das ist auf dem Level: "Haben die Kosmonauten/Astronauten Gott im Weltall gesehen? Nein! Na siehste. 's gibt keinen Gott."
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Adam Smith » Fr 15. Dez 2017, 22:11

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:02)

Das ist auf dem Level: "Haben die Kosmonauten/Astronauten Gott im Weltall gesehen? Nein! Na siehste. 's gibt keinen Gott."

Das ist allgemeiner Konsens.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 22:17

Mal ein völlig anderer Blickwinkel: Der heute inflationär gebräuchliche Begriff "Coolness". Entstanden ist er ursprünglich in der Lebenswelt schwarzer Jazz-Musiker wie Miles Davis. "Coolness" war die Gegenhaltung zu der Tatsache, dass diese Musiker auf der Bühne von Tausenden gefeiert wurden und wenn sie am Hinterausgang rausgingen, Gefahr liefen, von einem weißen Polizisten willkürlich verhaftet zu werden. Die indivuelle Lösung hieß: Coolness. Die Tatsache der völligen Machtlosigkeit damit komprimieren, dass man ein Verhalten an den Tag legt, als ginge einen das nichts an. Auch dieses irreale und eigentlich absurde Lebensmodell erweist sich am Ende als näher am Kern des Menschseins als irgendwelche biologischen Vorbestimmtheiten.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 15. Dez 2017, 22:19

Adam Smith hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:11)

Das ist allgemeiner Konsens.

Dass eine Nichtexistenz Gottes mit der Nichtsichtung durch Kosmonauten endgültig bewiesen ist? Das ist nicht Konsens sondern Kindergarten.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Dark Angel » Fr 15. Dez 2017, 22:20

odiug hat geschrieben:(15 Dec 2017, 21:56)

Ja und :?:
Was hat die DNA mit meiner Sozialisation zu tun, was mit meinen Entscheidungen, was mit meinen Überzeugungen :?:
Und nein ... auch wenn du Evolution vor Psychologie schreibst, ist und bleibt die Psychologie per Definition eine Geisteswissenschaft.

Du hast behauptet es gäbe keinen biologischen Determinismus und das ist schlicht Unsinn!
Der gesamte genetische Code IST ein Determinismus.

Evolutionäre Psychologie ist KEINE Geisteswissenschaft, sondern als Teilgebiet der Evolutionsbiologie Naturwissenschaft und die beschäftigt sich mit biologischen Bedingtheiten.
Evolutionäre Psychologie beschäftigt sich mit angeborenen Verhaltensmustern und Fähigkeiten, die sich als Überlebensvorteil für die Spezies Mensch erwiesen haben und die heute noch in der gleichen Art und Weise vorhanden - eben angeboren sind.

Biologisch bedingt = angeboren bedeutet durch Umwelteinflüsse während der pränatalen Entwicklung - insbesondere während der Embryogenese - bedingt/beeinflusst. Umwelteinflüsse wirken sich u.a. auf die Aktivierung bestimmter Mastergene aus und/oder darauf wann welche Hormaone in welcher Menge zur Verfügung stehen, was wiederum Auswirkungen auf bestimmte angeborene Verhaltensmuster, Fähigkeiten und Interessen hat. (vergl. Prof. Doris Bischof-Köhler et al, Prof. Anne Campbell et al)

Und diese biologischen Bedingtheiten wiederum, wirken sich auf deine Sozialisation aus, weil diese keine Einbahnstraße ist, bei der dem Kind irgendwas anerzogen wird, sondern ein interaktiver Prozess mit zwei aktiven Parteien.
Kinder sind im Sozialisationsprozess nicht passiv "Nehmende", sie sind auch "Gebende".
So zeigen sich beispielsweise sehr früh ganz bestimmte Fähigkeiten und Interessenlagen (die sind angeboren, heißt biologisch bedingt). Du wirst aus einem Kind, dass sehr kreativ veranlagt ist, keinen reinen Techniker machen können, aus einem Kind mit deutlich leichathletischen Fähigkeiten, keinen Gewichtheber etc, sondern du wirst diese Fähigkeiten und Interessen besonders fördern, wirst dieses Kind in seiner ganz individuellen Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

Nicht die biologische Determination hat mit deiner Sozialisation, deinen Überzeugungen und Entscheidungen zu tun, sondern die biologische Bedingtheit.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Adam Smith » Fr 15. Dez 2017, 22:23

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:19)

Dass eine Nichtexistenz Gottes mit der Nichtsichtung durch Kosmonauten endgültig bewiesen ist? Das ist nicht Konsens sondern Kindergarten.

Das mit der Philosophie. Bei Gott ist es wie mit dem Osterhasen.
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon odiug » Fr 15. Dez 2017, 22:24

Dark Angel hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:20)

Du hast behauptet es gäbe keinen biologischen Determinismus und das ist schlicht Unsinn!
Der gesamte genetische Code IST ein Determinismus.

Evolutionäre Psychologie ist KEINE Geisteswissenschaft, sondern als Teilgebiet der Evolutionsbiologie Naturwissenschaft und die beschäftigt sich mit biologischen Bedingtheiten.
Evolutionäre Psychologie beschäftigt sich mit angeborenen Verhaltensmustern und Fähigkeiten, die sich als Überlebensvorteil für die Spezies Mensch erwiesen haben und die heute noch in der gleichen Art und Weise vorhanden - eben angeboren sind.

Biologisch bedingt = angeboren bedeutet durch Umwelteinflüsse während der pränatalen Entwicklung - insbesondere während der Embryogenese - bedingt/beeinflusst. Umwelteinflüsse wirken sich u.a. auf die Aktivierung bestimmter Mastergene aus und/oder darauf wann welche Hormaone in welcher Menge zur Verfügung stehen, was wiederum Auswirkungen auf bestimmte angeborene Verhaltensmuster, Fähigkeiten und Interessen hat. (vergl. Prof. Doris Bischof-Köhler et al, Prof. Anne Campbell et al)

Und diese biologischen Bedingtheiten wiederum, wirken sich auf deine Sozialisation aus, weil diese keine Einbahnstraße ist, bei der dem Kind irgendwas anerzogen wird, sondern ein interaktiver Prozess mit zwei aktiven Parteien.
Kinder sind im Sozialisationsprozess nicht passiv "Nehmende", sie sind auch "Gebende".
So zeigen sich beispielsweise sehr früh ganz bestimmte Fähigkeiten und Interessenlagen (die sind angeboren, heißt biologisch bedingt). Du wirst aus einem Kind, dass sehr kreativ veranlagt ist, keinen reinen Techniker machen können, aus einem Kind mit deutlich leichathletischen Fähigkeiten, keinen Gewichtheber etc, sondern du wirst diese Fähigkeiten und Interessen besonders fördern, wirst dieses Kind in seiner ganz individuellen Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

Nicht die biologische Determination hat mit deiner Sozialisation, deinen Überzeugungen und Entscheidungen zu tun, sondern die biologische Bedingtheit.

Nochmals ... und :?:
Wir haben Triebe und Veranlagungen ... und :?:
Man kann doch nicht einfach 30 000 Jahre Kulturgeschichte wegwischen mit ein par DNA Schnipsel und Banalitäten aus dem Küchenkabinett der Verhaltensforschung :eek:
Ein Mensch kann auch gegen seine Veranlagung handeln im Gegensatz zu Hund, Katz oder sonst einem Vieh.
Die meisten von uns müssen das sogar :eek:
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
ryu1850
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon ryu1850 » Fr 15. Dez 2017, 22:30

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:19)

Dass eine Nichtexistenz Gottes mit der Nichtsichtung durch Kosmonauten endgültig bewiesen ist? Das ist nicht Konsens sondern Kindergarten.


Man kann eine Nichtexistenz prinzipiell nicht beweisen. Kannst du mir beweisen, dass es keine Einhörner gibt?
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Zunder
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Re: Gibt es eine verbindende Deutsche Kultur?

Beitragvon Zunder » Sa 16. Dez 2017, 01:28

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Dec 2017, 20:44)
Dass "Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt" ein Kernsatz existenzialistischer Philosophie ist und dass dieser Existenzialismus eine ganz wesentliche geistige Strömung Mitte des letzten Jahrhunderts war ... das kann ich in jedem Standard-Lehrbuch nachlesen, Und ebenso die Gegenpositionen. Das ist abgegessen.

Solange es noch Leute gibt, die diesen Quatsch nachplappern, scheint er nicht wirklich abgegessen zu sein.

Daß der Mensch zur Freiheit verurteilt sein soll, ist übrigens eine Aussage über die Wesensbestimmtheit des Menschen und somit essenzialistisch und nicht existenzialistisch.
Existenzialistisch müßte der Freiheitsbegriff vom Menschen ausgehend bestimmt werden, d.h. der Mensch bestimmt die Freiheit, nicht die Freiheit den Menschen, was ohnehin Unfug ist.

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