Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

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Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 23. Jul 2017, 20:42

Vorweg, ich weiß auch nicht, ob ein anderes Subforum besser passt.

Das Topics in Berlin-Neukölln muss schließen. Nach monatelangen Kampagnen, Boykottaufrufen und Anfeindungen geben die Enkel von Holocaust-Überlebenden ihren einzigartigen Buchladen/Coffeeshop-Crossover auf. Mitten im liberalen Berlin, wo sich Hipster die Klinke in die Hand geben, geschieht, was man eher von ostdeutschen Provinzstädten oder Vierteln mit hohem Migrantenanteil vermuten würde: Ein jüdischer Laden wird in den Ruin boykottiert. "Nazis" und "Faschos" lautet der Vorwurf, der vorrangig aus Berlins linker Szene getragen wird. Die Eigentümer des Ladens betrachten sich selbst als Linke, der Anlass der Überreaktion: Eine literarische Veranstaltung über den italienischen Philosophen Julius Evola, der im Mussolinireich und danach in neofaschistischen Kreisen liberalismuskritische Texte verfasste und heute in der amerikanischen Alt-Right-Bewegung einige Fans hat. Es sollte gewiss keine Lobhymne werden. Nach massiven Online-Protesten wurde die für März geplante Veranstaltung abgesagt, doch die Vorwürfe und Kritiken gegen den Laden gewannen eine unglaubliche Eigendynamik. Das Topics war kein vordergründig politischer Laden, die Themen der Veranstaltungen reichten bis hin zur Analyse der Star-Wars-Rezeption.

https://www.facebook.com/topicsberlin/p ... 0709696833
I will start with Apologetics- I am not a very political guy- In what sense? well, Politics is the field of thought and action of social powers fighting or collaborating with each other for the sake of a common cause. I am a very privileged person, A white man (well, I'd like to think of the colour of my skin as a jew-coloured) and I come from a financially very established family, therefore although I am trying to be as attentive and involved as I can in whats happening around me I often decide to abstain most of the time from actually taking a stand in certain political issues, I never knew real strife or poverty so my conscience tells me to shut up most of the times. secondly, I hate demagogue, and I will do anything I can to abstain from any laconic propaganda that is catchy and fierce in order to hear a long critical point of view on things, that never appeal to no one.

I was corresponding with 10 Antifa pseudonyms FB warriors, and felt I was actually engaging in a serious discussion with them, my case at the end of ends was, "Ok, you have a problem with what is going on, come to the event, write what you think, make a noise, but don't bully us, don't intimidate us, don't shame us, people should have the right to free speech, and come the fuck on, we are doing an actual intellectual event here, and nothing more than that". At 01:30 in the morning I went to sleep with a good feeling that the winds subsided and we've reached a sort of a argumentative saturation, but In the morning, I woke up to see that tens of people shared and shamed us with the "A Fascist Bookstore in the heart of Berlin" claim. I thought to myself, oh mighty gods, where am I living at?
After the Evola event we had a drastic fall in sales, four months of deep losses, in comparison to the same months in previous years. This was painful, but hey, I told you, privileged, I could still maintain the shop. The thing is, our shop was more than just a shop, our events, which 95% of them were arranged and thought of by Amir Naaman, were the real Schmuckstuck of our store. but after the event, mine and even more so Amir's spirit and ambition dwindled. Yes, we're two softish nerdy lads who took this quasi-personal attack to heart. So with all these factors accumulating I thought well It's one thing maintaining a stuttering business because I think it is special and even important for the people of the neighbourhood, but it's a whole different thing when I am starting to understand that I am not even welcome here.



Jetzt fragt vielleicht mancher, was ist hier das Thema? Das Thema ist eine gewisse Dünnhäutigkeit unserer Gesellschaft, was das Aushalten von Differenzen angeht. Haben wir verlernt, in den Sprechern hinter Meinungen, die wir ablehnen, ganze Personen zu sehen? Haben wir uns abgewöhnt, abweichende Meinungen auszuhalten, anzuhören und zu durchdenken, bevor wir sie - meistens - ablehnen, zurückweisen? Ich sehe einen gewissen Trend, Meinungsfragen zu Fragen des Anstandes zu verformen und politische Differenzen auf einer existenziellen Ebene auszutragen. Wir alle kennen die Forderung, linke Zentren zu schließen, weil sie die Quelle der Ideologie hinter linksradikalen Anschlägen seien. Wir kennen das Finanzverfahren gegen die NPD, für das eigens neue Gesetze geschaffen wurden. Wir blicken nach USA und reagieren befremdet auf die Nachrichten von Professoren, die kaum noch ihre Vorlesungen halten können und menschlich angefeindet haben, weil sie abweichende Privatmeinungen ausgesprochen haben. Jetzt also dieser Laden in Berlin, der sicher auch vor den Anfeindungen eher ein intellektuelles Hobby eines finanziell privilegierten Menschen gewesen ist, nach den Anfeindungen aber erst recht in die roten Zahlen geriet. Ist es richtig, den Austausch über Themen, die uns nicht behagen, einfach wegzudrücken? Propagandisten kein Forum bieten zu wollen, ist verständlich. Die Auseinandersetzung über ihre Thesen aber einfach abzusagen, könnte sich als Bumerang erweisen.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon MoOderSo » So 23. Jul 2017, 20:58

Teile und herrsche.
Funktioniert doch prächtig.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon unity in diversity » Mo 24. Jul 2017, 02:50

Der intellektuellen Ausrichtung des Topics, waren die Haßtrolle offenbar nicht gewachsen, weil zu anspruchsvoll.
Genau diese "Linken" haben ja immer die Wahrheit gepachtet und wollen sie jedem aufdrängen.
Wenn Julius Evola thematisiert wird, um daraus zu lernen, wittern die gleich den Untergang.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Ebiker » Mo 24. Jul 2017, 03:49

Wie bestellt so geliefert. Wenn man sich das intelektuelle Umfeld an den Berliner Universitäten anschaut ist das kein Wunder.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon watisdatdenn? » Mo 24. Jul 2017, 06:03

Ist doch typisch preußisch/Deutsch und in keinster Weise überraschend, dass es in Berlin passiert ist.
Meinungsfreiheit? Wat is ditte? Hamwa nich!
Hätte der Buchhändler die Diskussion online bei Facebook aufgesetzt, wäre er dank dem neuen NetzDG sicher auch gleich zensiert worden.

Meinungsfreiheit und vernünftiges nachdenken ist halt nicht mehr on vogue. Vor allem nicht in Berlin.
[...]
Zuletzt geändert von Milady de Winter am Mo 24. Jul 2017, 06:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: MOD - ad personam
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Milady de Winter » Mo 24. Jul 2017, 06:42

MOD - ad personam und Provo-Spam solltet Ihr stecken lassen, sonst schreibt Ihr für die Ablage. Danke für Eure Kooperation.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Jekyll » Mo 24. Jul 2017, 06:47

Ich verstehe nicht ganz. Meine Befürchtung war durchaus ernst gemeint und war keinesfalls als Provokation oder Spam gedacht. Es stimmt mich einfach nachdenklich, dass selbst Nachkommen von Holocaust-Überlebenden vor solchen Diffamierungen nicht gefeit sind, so hypersensibel die Gesellschaft mittlerweile anscheinend geworden ist. Da ist es doch völlig konsequent die Fragestellung, welche Chance alle anderen denn haben können?
Man sieht, selbst die Moderatoren dieses Forums scheinen einer gewissen Hypersensibilität anheim gefallen zu sein. Welch eine Ironie.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon gödelchen » Mo 24. Jul 2017, 07:12

Was soll diese "Meinungsäußerung"? Einmal würde diese in den Strand Diskussion der Moderation gehören. Zum anderen zeigt sie wiederum die Verkennung der Lage bezüglich der links- gestylten Mainstreams von Hauptstadt Insassen.

Diese Art des Meinungsfreiheit benutzt nun die Moralin-Demokraten in pseudo-intellektueller Form Nazi-Verdächtigungen um sich aufzuplustern. Sie agieren da komischerweise in der gleichen Stoßrichtung wie wir sie aus muslimisch anti- semitischen Anwandlungen kennen.

Das hättest du erkennen können. Dein Anliegen ist aber ein anderes.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 24. Jul 2017, 07:17

Ich habe gerade heute früh ein Interview mit einem ehemaligen Basketball-Profi aus Istanbul gehört, der sich schweren Herzens entschlossen hat, wegen der politischen Situation nach Deutschland zu emigrieren. Früher als aktiver Sportler hatte er etliche Angebote ausländischer Sportclubs quasi wegen Heimatverbundenheit abgelehnt. Es war sehr interessant, was er sagte: Nämlich, dass ihn als eigentlich unpolitischen Menschen gar nicht so sehr die restriktive Politik der türkischen Regierung aus dem Land treibe, sondern die tiefsitzende Spaltung und beinah flächendeckende Politisierung der Bürger. Man könne selbst im Kreis von Freunden und Verwandten kaum etwas sagen, ohne dass man sofort politisch taxiert werde. Dass man eingeordnet werde in entweder türkische Patrioten oder Volksfeinde. Jedes noch so lächerliche Detail werde nur noch danach bewertet, zu "welcher politischen Seite" es gehöre. Man nehme dazu - nur beispielhaft - die aktuelle Eskalation rund um die Installation von Sicherheitsanlagen am Jerusalemer Tempelberg. Auch die aktuelle Situation in Polen läuft auf eine solche Polarisierung der Gesellschaft hinaus. Der Publizist Krzeminiski spricht von einem "Flächenbrand". ... nein: Die Vorgänge um das "Topics" sind weder eine Deutschland- noch eine Berlin-Sonderangelegenheit sondern "nur" eins von vielen Symptomen der aktuellen politischen Entwicklung in der Welt.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 24. Jul 2017, 07:46

Und das vielleicht markanteste Beispiel für die politischen Prozesse, in die man auch diesen Topics-Shitstorm einordnen könnte, sind die Hexenjagden, die seit einiger Zeit an US-amerikanischen Unis stattfinden. Nur, dass nicht mehr wie noch in den 60ern Studenten die Gejagten sind sondern die Jagenden.

Ich glaube nicht, dass das mit "Dünnhäutigkeit" zu tun hat. Man stürzt sich derzeit überall auf der Welt in verschiedene Kulturkämpfe. Als gäbe es weder Klimawandel noch Nah-Ost-Dauerkrise. Vielleicht ist das Ausdruck mehrerer großer Enttäuschungen: Die Ideologien des 20. Jahrhunderts, Sozialismus auf der einen, die "freie Welt" auf der anderen haben nix, aber auch gar nix gebracht außer Leid. Die nächste große Versprechung, die 90er Jahre, Volksaktie, diese "Ich bin doch nicht dumm"-Stimmung usw. - noch weniger. Und von der Internet-Euphorie ab Ende der 90er ist letztendlich auch nur ein sehr profan-nüchterner Machbarkeitsglaube übrig geblieben ...
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 24. Jul 2017, 09:27

schokoschendrezki hat geschrieben:(24 Jul 2017, 08:46)

Und das vielleicht markanteste Beispiel für die politischen Prozesse, in die man auch diesen Topics-Shitstorm einordnen könnte, sind die Hexenjagden, die seit einiger Zeit an US-amerikanischen Unis stattfinden.

Ein guter Artikel dazu: https://www.nzz.ch/meinung/political-co ... s-ld.90416

Mir kommt es vor, als würde "der Westen" in seiner meta-moralischen Dekadenz ersaufen. Es scheint, nur noch die Gedanken wären frei, alles andere wird zunehmend zur realen Gefahr.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Keoma » Mo 24. Jul 2017, 09:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2017, 10:27)

Ein guter Artikel dazu: https://www.nzz.ch/meinung/political-co ... s-ld.90416

Mir kommt es vor, als würde "der Westen" in seiner meta-moralischen Dekadenz ersaufen. Es scheint, nur noch die Gedanken wären frei, alles andere wird zunehmend zur realen Gefahr.


Ich frage mich jedenfalls, was die an der Uni noch lernen, wenn sie wegen jedem Schmarrn darauf verzichten dürfen.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Dark Angel » Mo 24. Jul 2017, 12:49

Tom Bombadil hat geschrieben:(24 Jul 2017, 10:27)

Ein guter Artikel dazu: https://www.nzz.ch/meinung/political-co ... s-ld.90416

Mir kommt es vor, als würde "der Westen" in seiner meta-moralischen Dekadenz ersaufen. Es scheint, nur noch die Gedanken wären frei, alles andere wird zunehmend zur realen Gefahr.

Tja - Menschenrechte sind unteilbar und unveräußerbar, aber das Menschenrecht auf freie Meinungsbildung und Meinungsäußerung muss dem Meinungsdiktat einer kleinen, aber sehr lauten Minderheit, weichen.
Denn um eine kleine, sehr laute Minderheit handelt es sich in allen Fällen u.a. auch befeuert durch Gender Mainstream und Queeren-Bewegung. Da wird eine Absolutheitsanspruch auf Deutungshoheit und Wahrheit beansprucht, wie er nur von monotheistischen Religionen und totalitären Indeologien bekannt ist.
Jeder der eine Meinung vertritt, die nicht der Meinung konform geht, die von dieser Minderheit als die einzig wahre und richtige beansprucht wird, wird als Rassist, Hetzer und/oder Rechtsextremist diffamiert, der gehört auf irgend eine Art und Weise ins Abseits gedrängt, mundtot gemacht und ggf auch seiner Existenzgrundlage beraubt.
Man kann den Eindruck gewinnen, die Demokratie muss einer totalitären Minderheitendiktatur weichen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Olympus » Mo 24. Jul 2017, 16:38

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jul 2017, 13:49)

Tja - Menschenrechte sind unteilbar und unveräußerbar, aber das Menschenrecht auf freie Meinungsbildung und Meinungsäußerung muss dem Meinungsdiktat einer kleinen, aber sehr lauten Minderheit, weichen.
Denn um eine kleine, sehr laute Minderheit handelt es sich in allen Fällen u.a. auch befeuert durch Gender Mainstream und Queeren-Bewegung. Da wird eine Absolutheitsanspruch auf Deutungshoheit und Wahrheit beansprucht, wie er nur von monotheistischen Religionen und totalitären Indeologien bekannt ist.
Jeder der eine Meinung vertritt, die nicht der Meinung konform geht, die von dieser Minderheit als die einzig wahre und richtige beansprucht wird, wird als Rassist, Hetzer und/oder Rechtsextremist diffamiert, der gehört auf irgend eine Art und Weise ins Abseits gedrängt, mundtot gemacht und ggf auch seiner Existenzgrundlage beraubt.
Man kann den Eindruck gewinnen, die Demokratie muss einer totalitären Minderheitendiktatur weichen.

Aber genau das was du kritisierst, ist genau die Vorgehensweise dieser sogenannten Rechten. Für sie gibt es nur ihre Meinung im Rechtem Eck und kämpft beleidigend und diffamierend gegen alle die diese einseitige Meinungskultur nicht mittragen. Sie lassen keine Meinung zu ausser der ihrigen und beschweren sich dann, das sie diffamiert würden.
Hier geht es schon lange nicht mehr um Meinungsaustausch, sondern lediglich "Wir gegen die anderen!"
Wer selbst keine anderen Meinungen zulässt braucht sich nicht wundern, nicht gehört zu werden.
Hetzer und Rassisten haben nicht zu bestimmen was Meinungsfreiheit ist. Das bestimmt lediglich die allgemeine Meinung des gesamten Volkes und nicht eine kleine Gruppe im Rechtem oder Linkem Eck. Genausowenig Extremisten jeglicher Art. Wer das nicht kapiert, hat Demokratie nicht verstanden.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Dark Angel » Mo 24. Jul 2017, 18:41

Olympus hat geschrieben:(24 Jul 2017, 17:38)

Aber genau das was du kritisierst, ist genau die Vorgehensweise dieser sogenannten Rechten. Für sie gibt es nur ihre Meinung im Rechtem Eck und kämpft beleidigend und diffamierend gegen alle die diese einseitige Meinungskultur nicht mittragen. Sie lassen keine Meinung zu ausser der ihrigen und beschweren sich dann, das sie diffamiert würden.
Hier geht es schon lange nicht mehr um Meinungsaustausch, sondern lediglich "Wir gegen die anderen!"
Wer selbst keine anderen Meinungen zulässt braucht sich nicht wundern, nicht gehört zu werden.
Hetzer und Rassisten haben nicht zu bestimmen was Meinungsfreiheit ist. Das bestimmt lediglich die allgemeine Meinung des gesamten Volkes und nicht eine kleine Gruppe im Rechtem oder Linkem Eck. Genausowenig Extremisten jeglicher Art. Wer das nicht kapiert, hat Demokratie nicht verstanden.

Und warum betonst du das so?
Ich sprach ganz allgemein von einer kleinen sehr lauten Minderheit.
Allerdings kommt die derzeitige politcal Correktness, die keine andere Meinung, als ihre eigene duldet, die die Deutungshoheit beansprucht und sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt, von links. Dies wird v.a. im verlinkten Artikel überdeutlich.
Fühlt sich da etwa jemand persönlich auf den Schlips getreten, weil er unbedingt mit dem Finger nach rechts zeigen muss?
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 24. Jul 2017, 18:45

Das Problem haben wir heute in vielen Bereichen. Bei Antira, bei Gender. Auch bei so mancher Soziologenmeinung, die wissenschaftlich daherkommen will. Von rechts natürlich auch. Parteien wie die PdV können ein Lied singen von der Kritikunverträglichkeit selbst sogenannter Libertärer.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 24. Jul 2017, 20:02

Mittlerweile hat die "Welt" das Thema aufgegriffen, was ich reichlich ekelhaft finde, aber der Sache ja leider keinen neuen Fakt hinzufügt.

https://www.welt.de/kultur/literarische ... essen.html

Fehlt nur noch, dass Broders Sudelblog sich über das gefundene Fressen hermacht. So scheiße das wäre: Verdient wäre es auch.
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Beitragvon Pro&Contra » Mo 24. Jul 2017, 20:14

Was ist daran ekelhaft, wenn die Welt darüber schreibt?
Wenn ich nicht antworte, dann habe ich entweder keine Lust oder deine Argumente sind Unsinn.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 24. Jul 2017, 20:54

Pro&Contra hat geschrieben:(24 Jul 2017, 21:14)

Was ist daran ekelhaft, wenn die Welt darüber schreibt?

Es ist die Welt. Sie bringt ihr ganzes sachfremdes Weltbildgeseier mit rein. Dass hier ausgerechnet die "Antideutschen" zuhause sind, lenkt vom Kern der Sache nur ab. Es ist kein Milieuthema, das man in anderen politischen Lagern nicht hätte.
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Re: Boykott-Terror zwingt Topics Neukölln zum Schließen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 24. Jul 2017, 21:14

Dark Angel hat geschrieben:(24 Jul 2017, 19:41)

Allerdings kommt die derzeitige politcal Correktness, die keine andere Meinung, als ihre eigene duldet, die die Deutungshoheit beansprucht und sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt, von links.

Sieht so aus:
Die schwarze Publizistin Nikki Johnson-Huston weist in einem Essay zu Recht darauf hin, dass gebildete Linksliberale längst den Diskurs über Diversität, politische Korrektheit und all die Themen an sich gerissen haben, über die wir uns empören sollten. Ihr Problem mit dem Linksliberalismus hat damit zu tun, dass die Sprache der Leute angepasst werden soll, ohne dass an den wirklichen Verhältnissen etwas geändert wird. Es lohnt sich, die Passage ausführlich zu zitieren:

«Diese Leute können kein Gespräch mit jemandem führen, der die Welt anders sieht als sie, ohne dazu Zuflucht zu nehmen, sie Rassisten, Homophobe, Frauenhasser oder Fanatiker zu nennen, sie vom Campus ausschliessen zu lassen oder sie und ihren Ruf zu ruinieren. Sie sagen, dass sie das Leiden der Schwarzen nachfühlen, weil sie einmal nach Afrika gereist sind, um den Benachteiligten zu helfen, sind aber nicht willens, ein schwarzes Quartier der Stadt zu besuchen, in der sie wohnen. Dieselben College-Studenten werden Partei ergreifen für die Freuden der Vielfalt, wobei sie im selben Atemzug annehmen, du seist bloss dank positiver Diskriminierung auf dem Campus oder alle Schwarzen seien in Armut aufgewachsen.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/sex-verbo ... -ld.153338

Das fett Markierte sieht man auch hier im Forum sehr oft.
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