Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

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Umetarek
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Umetarek » Do 15. Jun 2017, 10:10

Boracay hat geschrieben:(15 Jun 2017, 11:03)

Die große Mehrheit (50% der Stimmen und mehr) wählt AFD.

Ok, die AFD ist also auch ein Migrantenproblem :|
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schokoschendrezki
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Jun 2017, 12:08

Bleibtreu hat geschrieben:(08 Jun 2017, 22:53)

Mir ist das alles zu hypothetisch und zu spekulativ. Wie viele der AFD Waehler mit MigrationsHintergrund, die die deutsche Staatbuergerschaft besitzen muessen um waehlen zu koennen, sind denn Hartzer? Wie viele davon aus dem ehemaligen Ostblock? Wenn ich mir beispielsweise die Einstellung von Polen, Ungarn oder Russen zu Muslimen ansehe, brauche ich gar nicht auf die Hartzer schielen. Gerade Menschen aus den oestlichen Laendern, die historisch uebelste Erfahrungen mit dem Osmanischen Reich gemacht haben, haben deswegen grosse Vorbehalte gegen Muslime.

Das sind allerdings historisch weit zurückliegende Erfahrungen. Weitaus prägender, weil jüngeren Datums ist die habsburgische Vorherrschaft im k.u.k.-System in Ungarn, Böhmen, Polen usw.Und da war eben gerade die Türkei der bevorzugte Zufluchts- und Emigrationsort. Nach der Niederschlagung der 1848/49-er Revolution durch die Habsburger flohen zirka 6000 polnische und ungarische Aktivisten in die Türkei. Darunter einige, die heute - wie etwa General Bem in Polen - als Nationalhelden und Identitätsstifter gefeiert werden. Dieser Widerstand gegen Habsburg wirkt heute sehr viel stärker als die frühere Expansion des osmanischen Reiches. Eines der wichtigsten Werke der ungarischen Literatur heißt "Briefe aus der Türkei" von Kelemen Mikes und wurde, wie der Titel vermuten lässt, in der Türkei verfasst. Einer dieser ungarischen 48/49-er Generäle, Richard Guyon, war der erste europäische Christ überhaupt, der in den Rang eines türkischen Paschas erhoben wurde, ohne zur Glaubenskonversion gezwungen worden zu sein.

Der Nationalismus dieser 48er, antihabsburgischen Traditionslinie ist ähnlich zu sehen wie etwa auch der Nationalismus solcher sich als "Freiheitshelden" verstehenden und auch oft und noch heute verstandenen deutschen 48er wie Ernst Moritz Arndt. Der eben auch ein (nicht einmal verkappter) Rassist und Antisemit war. Und in diesen Nationalismus reihen sich auch heutige fremdenfeindliche Tendenzen in Ostmitteleruopa ein. Wir hier in Deutschland würden bei ähnlichen Zuständen landen, wenn diese Berufung auf nationalistische 48/49-er ähnlich prägnant wäre.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Pro&Contra » Do 15. Jun 2017, 14:27

Boracay hat geschrieben:(15 Jun 2017, 11:03)

Die große Mehrheit (50% der Stimmen und mehr) wählt AFD.


Woher hast du diese Zahl? Die ist definitiv nicht korrekt.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon think twice » Do 15. Jun 2017, 17:15

Boracay hat geschrieben:(15 Jun 2017, 11:03)

Die große Mehrheit (50% der Stimmen und mehr) wählt AFD.

50% der Russlanddeutschen wählen die AfD? Na dann: Sofort ausweisen, weil Integration verpennt. :p
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Pro&Contra » Do 15. Jun 2017, 17:31

Deutsche kann man schlecht ausweisen.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon jack000 » Do 15. Jun 2017, 18:04

think twice hat geschrieben:(15 Jun 2017, 18:15)

50% der Russlanddeutschen wählen die AfD? Na dann: Sofort ausweisen, weil Integration verpennt. :p

Ok, Menschen mit Migrationshintergrund wählen eine Partei, die dir nicht gefällt => Ausweisung

Somit auch bei:
- Raub ?
- Vergewaltigung ?
- Mord ?
- Diebstahl ?
- Gewaltdelikte ?
:)
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon gödelchen » Do 15. Jun 2017, 18:56

Pro&Contra hat geschrieben:(15 Jun 2017, 18:31)

Deutsche kann man schlecht ausweisen.


Aber man könnte den Schäferhund erschießen, dann hätten wir ne neue Rechtsgrundlage.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Pro&Contra » Do 15. Jun 2017, 19:00

Nicht witzig.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 15. Jun 2017, 20:57

Boracay hat geschrieben:(08 Jun 2017, 21:57)


Gab es früher eine Schlägerei mit Verletzten war immer die erste Frage ob es Kanacken (Türken oder Araber) waren, ....

Nein, vor 2015 gab es kaum Araber in D. Wir Jugos waren/sind auch Kanaken, genauso wie die Itaker, Türken, Portugiesen usw. Die sunnitischen Araber sind neben den Biodeutschen die neuen Herrenmenschen hierzulande.
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Re: Konkurrenz verschiedener Migrantengruppen in Deutschland

Beitragvon Katenberg » Fr 16. Jun 2017, 07:18

Marmelada hat geschrieben:(15 Jun 2017, 00:55)

Bezüglich dieses Mitziehens sehe ich noch einen ganz anderen, unbewussten Grund. Im "real existierenden Sozialismus" wurde der irre Versuch unternommen, mittels Unterdrückung den "neuen Menschen" zu schaffen. Das Ergebnis daraus sind stockkonservative Gesellschaften in Osteuropa bis hin nach Ostdeutschland (nicht jeder einzelne aber merkbar ausgeprägter als im Westen). Hinzu noch der ausgebliebene bzw. niedergeschlagene 68er-Ruck im Osten, der in der heutigen Konstellation nicht mehr nachgeholt werden kann, dort aber genauso notwendig gewesen wäre wie er es hier war. Und so findet die AfD in Spätaussiedlern eine Migrantenbasis, die sie gerne als Deutsche willkommen heißt (den Grund nanntest du schon) und die idealerweise auch noch im Adenauer-Mief festhängt.

Indem die CSU Wahlwerbung auf Russisch schaltet? Belohnt das nicht eher die Nicht-Assimilation und schafft eine Anspruchs- und Fordermentalität?


Es zielt lediglich auf das Zeigen einer Wertschätzung. Ob es sachpolitisch sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
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