Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

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Dampflok94
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Dampflok94 » So 19. Mär 2017, 16:47

Boraiel hat geschrieben:(18 Mar 2017, 21:06)

Dabei ist immer die Frage, was ein Mensch denn genau ist und zu was sich die Menschheit dann zusammenfasst.
Aber im Prinzip sage ich genau das. Die menschliche Existenz hier wird ewig sein. ...

Tja, dann haben wir da wohl unterschiedliche Auffassungen. Ich würde sagen, der Mensch ist der Evolution unterworfen. Wie alle Spezies die leben oder lebten. Und die meisten sind vergangen. Und so wird es der Menschheit ergehen. Wobei ich eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit sehe,daß der Mensch das ganz alleine schafft. :(
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Boraiel
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Boraiel » So 19. Mär 2017, 17:58

Quatschki hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:52)

Man sollte auch nie vergessen - So unkaputtbar ist die Menschheit nicht...

Wenn man mal an den katastrophaler Unfall von Tschernobyl denkt, der sich ja in unserem kollektiven Gedächtnis ebenso wie Fukushima und 9/11 verankert hat, dann sieht man das dies doch für das Leben der Menschheit Ereignisse von kleinster Bedeutung waren.
Laut Wiki:
Laut WHO und IAEA (2006) starben an den Folgen akuter Strahlenkrankheit knapp 50 Menschen. In den drei am stärksten betroffenen Ländern sei aufgrund der erhöhten Strahlenexposition mit etwa 9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und Leukämieerkrankungen zu rechnen

Einer von einhundert Millionen Menschen (die damalige Weltbevölkerung lag bei knapp 5 Mrd.) starb in kurzer Zeit nach diesem Ereignis daran. Und einer von fünfhundert Tausend wird nach Schätzung dadurch irgendwie an Krebs sterben.
Ich weiß nicht, ob es überhaupt einen einzigen Tag im 20. oder 21. Jh. gab, in dem die Weltbevölkerung nicht zugenommen hat. Der 6. August 1945 war wahrscheinlich noch ein solcher Tag, auch wenn ich mir selbst da nicht sicher bin.
Um das Bevölkerungswachstum überhaupt aufzuhalten, müsste man auf einer täglichen Basis die Atombombenabwürfe auf Nagasaki und Hiroshima auf entsprechende andere Ziele wiederholen.
Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt um die 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den weiteren Jahren kamen etliche hinzu.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1816/umfrage/zuwachs-der-weltbevoelkerung/
Der Seiende als das Zeitliche ist in seiner ganzen zeitlichen Erstreckung aus der Ewigkeit des Seins zur Gegenwart ermächtigt.
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Boraiel
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Boraiel » So 19. Mär 2017, 18:03

Julian hat geschrieben:Bevor man aber darüber reden kann, ob es in Deutschland (warum eigentlich Deutschland? Die Beschränkung auf ein Land wirkt in diesem philosophischen Kontext deplaziert)

Ich bin zwar kein Experte, aber ich denke, dass dieses Wissen um das Sein in Ostasien z.B. gegeben ist. Ich habe mich damit zwar nur sehr oberflächlich beschäftigt, aber ich denke, dass wir dies z.B. im Taoismus finden.
Der Seiende als das Zeitliche ist in seiner ganzen zeitlichen Erstreckung aus der Ewigkeit des Seins zur Gegenwart ermächtigt.
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Quatschki » So 19. Mär 2017, 18:32

@Boraiel
Du must bedenken, bei solchen Einzelunglücken oder Atombombenabwürfen bleibt das intakte Hinterland erhalten. Helfer können herangezogen werden, um die Überlebenden zu versorgen, fortfressende Gefahrenherde wie den Reaktorbrand einzudämmen und vielleicht alles später wieder aufzubauen.
Wenn aber dutzende oder hunderte Atomwaffen zum Einsatz kommen, wird in den betroffenen Regionen auch die Regenerationsfähigkeit der Zivilisation zerschlagen oder stark vermindert, Es gibt dann dort niemanden mehr, der helfen kann. Und die meisten Menschen würden in einem Atomkrieg nicht verbrennen, sondern in den Wochen und Monaten danach verhungern. Da sind die Klimaauswirkungen noch garnicht berücksichtigt.
Wir in unserer Saturiertheit vergessen schnell, auf welch wackligen Füßen die Ernährungsbasis dieses Planeten und besonders der Ballungsräume steht
Ohne Sprit und Storm bleibt der Traktor stehen, sterben die Kühe, fahren weder LKW noch Schiffe, kommt nichts in den Handel.

Nun kann man sagen, dass das ziemlich unwahrscheinlich ist, aber eben nur pro Zeiteinheit.
Je länger die Betrachtungszeit, umso wahrscheinlicher der Ereigniseintritt
Und wenn man in die Rechnung gar die Ewigkeit, also unendlich einsetzt, wird jedes Ereignis, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit >0 ist, hundertprozentig irgendwann mal stattfinden!
Also auch - so oder so - das Ende der Menschheit!
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Fuerst_48 » So 19. Mär 2017, 18:46

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Mar 2017, 13:25)

Willst Du etwas sagen, die Menschheit würde in alle Ewigkeit existieren? Oder wie darf man deinen Beitrag interpretieren?

Am besten gar nicht interpretieren... :mad2: :mad2:
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Boraiel » Mo 20. Mär 2017, 22:31

Dampflok94 hat geschrieben:(19 Mar 2017, 16:47)

Tja, dann haben wir da wohl unterschiedliche Auffassungen. Ich würde sagen, der Mensch ist der Evolution unterworfen. Wie alle Spezies die leben oder lebten. Und die meisten sind vergangen. Und so wird es der Menschheit ergehen. Wobei ich eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit sehe,daß der Mensch das ganz alleine schafft. :(

Wenn der Mensch im Laufe eines evolutionären Prozesses die Form einer Kaulquappe annimmt, gibt es dann eigentlich immer noch Menschen oder ist die Menschheit dann ausgestorben?
Der Seiende als das Zeitliche ist in seiner ganzen zeitlichen Erstreckung aus der Ewigkeit des Seins zur Gegenwart ermächtigt.
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Boraiel » Mo 20. Mär 2017, 22:34

Quatschki hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:32)

@Boraiel
Du must bedenken, bei solchen Einzelunglücken oder Atombombenabwürfen bleibt das intakte Hinterland erhalten. Helfer können herangezogen werden, um die Überlebenden zu versorgen, fortfressende Gefahrenherde wie den Reaktorbrand einzudämmen und vielleicht alles später wieder aufzubauen.
Wenn aber dutzende oder hunderte Atomwaffen zum Einsatz kommen, wird in den betroffenen Regionen auch die Regenerationsfähigkeit der Zivilisation zerschlagen oder stark vermindert, Es gibt dann dort niemanden mehr, der helfen kann. Und die meisten Menschen würden in einem Atomkrieg nicht verbrennen, sondern in den Wochen und Monaten danach verhungern. Da sind die Klimaauswirkungen noch garnicht berücksichtigt.
Wir in unserer Saturiertheit vergessen schnell, auf welch wackligen Füßen die Ernährungsbasis dieses Planeten und besonders der Ballungsräume steht
Ohne Sprit und Storm bleibt der Traktor stehen, sterben die Kühe, fahren weder LKW noch Schiffe, kommt nichts in den Handel.

Nun kann man sagen, dass das ziemlich unwahrscheinlich ist, aber eben nur pro Zeiteinheit.
Je länger die Betrachtungszeit, umso wahrscheinlicher der Ereigniseintritt
Und wenn man in die Rechnung gar die Ewigkeit, also unendlich einsetzt, wird jedes Ereignis, dessen Eintrittswahrscheinlichkeit >0 ist, hundertprozentig irgendwann mal stattfinden!
Also auch - so oder so - das Ende der Menschheit!

Was du schreibst ist durchaus nicht verkehrt, und würde ganz erhebliche Teile der Weltbevölkerung das Leben kosten. Ich denke ein kleiner Teil würde dies dank des heutigen Stand der Technik aber über leben, genauso wie einen Komenteneinschlag oder den Ausbruch eines Supervulkans.
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Re: Fehlt es in Deutschland an einer Kultur der Ewigkeit des Seins in dieser Welt?

Beitragvon Boraiel » Mo 20. Mär 2017, 22:35

Fuerst_48 hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:46)

Am besten gar nicht interpretieren... :mad2: :mad2:

Was denn? :?:
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