Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

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jack000
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon jack000 » Sa 1. Apr 2017, 22:09

Den Sinn und Zweck das unbedingt 80 Mio Menschen in Deutschland leben müssen ist mir nicht schlüssig. Bei geringen Geburtenraten kann ein jeder selbst sich für Nachwuchs entscheiden, das ist ein zivilisatorischer Fortschritt.

Wachstum ist eine üble Plage mit negativen Folgen. Immer mehr wird zugebaut mit Büros, Wohnungen und Einkaufszentren. Hier in Stuttgart ist das spürbar, dass Wachstum die Lebensqualität negativ beeinflusst durch extrem hohe Wohnkosten, sowie einer katastrophalen Verkehrssituation (L.A. , New York, Paris, etc... lassen grüßen).

=> Bei weniger Einwohnern kann man die Plattenbauten am Rand abreissen und es ist Platz in der Innenstadt vorhanden (Nennt sich "Stadtreperatur Ost" die auch im Westen dringend notwendig ist) und es senkt die Kosten für Wohnraum.
Die Produktivität steigt um 2% jedes Jahr, somit können weniger Menschen mehr produzieren/an Dienstleistungen leisten.

Ebenso bietet Bevölkerungsrückgang Perspektiven zum Abriss von Baussünden. Als Student ist mir das mal aufgefallen als ich in als Kurierfahrer während meines Studiums in Wernigerode war. Die Innenstadt von Wernigerode:
http://www.harz-seite.de/fotos/werniger ... 9_1774.jpg

Am Rand von Wernigerode:
http://www.wernigerode-in-jahreszahlen. ... 528_14.jpg

=> Wie hier schon erwähnt: Qualität statt Quantität!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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Boraiel
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Boraiel » So 2. Apr 2017, 20:19


Die Menschheit kann nur daran wachsen, wenn wir uns solchen Herausforderungen stellen, anstatt zu sagen, dass das menschliches Leben die Mühe nicht wert, diese Probleme zu lösen.
Ich denke, es wird auch kaum jemand behaupten, dass die heutige Landwirtschaft das Non-Plus-Ultra ist, dass nicht doch Verdoppelungen, Verdreifachungen, Verzehnfachungen des Hektarertrags möglich sind, wenn man Landwirtschaft in kontollierterer Weise betreibt.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Brainiac » So 2. Apr 2017, 21:06

Boraiel hat geschrieben:(02 Apr 2017, 21:19)

Die Menschheit kann nur daran wachsen, wenn wir uns solchen Herausforderungen stellen, anstatt zu sagen, dass das menschliches Leben die Mühe nicht wert, diese Probleme zu lösen.
Ich denke, es wird auch kaum jemand behaupten, dass die heutige Landwirtschaft das Non-Plus-Ultra ist, dass nicht doch Verdoppelungen, Verdreifachungen, Verzehnfachungen des Hektarertrags möglich sind, wenn man Landwirtschaft in kontollierterer Weise betreibt.

Das scheint aber zumindest kein Selbstläufer zu sein.

So habe beispielsweise der Durchschnittsertrag für Weizen in Deutschland vor gut hundert Jahren bei nur 18,5 dt/ha gelegen; heute seien es mit rund 75 dt/ha viermal so viel.
https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Produktivitaetssteigerung-in-der-Landwirtschaft-setzt-sich-weiter-fort-1440206.html

Im selben Zeitraum wuchs die Erdbevölkerung von ca. 1,6 auf 7,4 Mrd, also etwas schneller als der Weizenertrag / ha.

Das Beispiel zeigt, dass deine Aussage stimmen kann, jedoch sind dazu anscheinend größere Anstrengungen vonnöten. Die Frage ist einfach: Wozu? Warum müssen wir immer mehr werden? Haben wir nicht genügend andere Probleme?
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon watisdatdenn? » So 2. Apr 2017, 21:24

Brainiac hat geschrieben:(02 Apr 2017, 22:06)
Das Beispiel zeigt, dass deine Aussage stimmen kann, jedoch sind dazu anscheinend größere Anstrengungen vonnöten. Die Frage ist einfach: Wozu? Warum müssen wir immer mehr werden? Haben wir nicht genügend andere Probleme?

Um das Weltall zu besiedeln?!
Wir sind definitiv noch zu wenige mit hohem technologischen Verständnis und forschergeist, sonst wären wir (oder geeignete Lebewesen die wir erschaffen) schon längst auf den Planeten in diesem Sonnensystem verteilt und würden die Besiedlung von Alpha centauri vorbereiten..
Wir sind bisher die einzigen Lebewesen auf der Erde die das Leben in den Weltall expandieren können. Daraus erwächst für mich die Verpflichtung das auch zu tun..
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Boraiel
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Boraiel » So 2. Apr 2017, 21:31

Brainiac hat geschrieben:(02 Apr 2017, 22:06)

Das scheint aber zumindest kein Selbstläufer zu sein.

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Produktivitaetssteigerung-in-der-Landwirtschaft-setzt-sich-weiter-fort-1440206.html

Im selben Zeitraum wuchs die Erdbevölkerung von ca. 1,6 auf 7,4 Mrd, also etwas schneller als der Weizenertrag / ha.

Das Beispiel zeigt, dass deine Aussage stimmen kann, jedoch sind dazu anscheinend größere Anstrengungen vonnöten. Die Frage ist einfach: Wozu? Warum müssen wir immer mehr werden? Haben wir nicht genügend andere Probleme?

Ich finde es sehr erstaunlich, dass solche Fragen überhaupt gestellt werden. Einstellungen, wie du sie scheinbar hast, werden ja auch von anderen geäußert. Ich halte das Leben in dieser Welt für gut und wertvoll. Ich möchte die Chance hier zu leben, zu lieben und glücklich zu sein an Andere weitergeben. Das ist ein, wenn nicht der Hauptantriebsfaktor meines Handelns.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Nomen Nescio » So 2. Apr 2017, 22:08

frems hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:22)

Der Pillenknick traf ja alle Ecken Europas. Hier mal ein Vergleich mit anderen europäischen Staaten: https://www.google.de/publicdata/explor ... &ind=false

Eine stagnierende Bevölkerung ist auch nicht per se schlecht. Bei uns kommt nur erschwerend hinzu, dass es nach dem Krieg noch sehr geburtenstarke Jahrgänge gab, die zugleich sehr wenig Nachwuchs auf die Welt brachten. Daher haben wir keine gleichbleibende Säule, sondern einen demographischen Dönerspieß: https://service.destatis.de/bevoelkerun ... e/#!y=2015

Von 1952 bis 1972 gibt's pro Jahrgang noch über 1 Mio. Menschen in Deutschland, teilweise sogar über 1,4. In den letzten Jahren waren es teilweise weniger als 0,7 Mio. Da muss man wohl auf eine fortschreitende Automatisierung hoffen.

ich habs nicht nachgesucht. erinnere mich aber, daß bereits unter de gaulle franzosen mit geld stimuliert wurden mehr kinder zu bekommen. das ist durch nachfolgende regierungen auch getan.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Hyde » So 2. Apr 2017, 23:32

Nomen Nescio hat geschrieben:(02 Apr 2017, 23:08)

ich habs nicht nachgesucht. erinnere mich aber, daß bereits unter de gaulle franzosen mit geld stimuliert wurden mehr kinder zu bekommen. das ist durch nachfolgende regierungen auch getan.


Ja. Meine Oma hat mir mal gesagt, dass es damals aus rein finanzieller Sicht schlecht für sie gewesen war, dass das Saarland sich 1955 von Frankreich abkoppelte und an Deutschland fiel, weil damals die finanziellen Leistungen der französischen Regierung für Kinder wesentlich höher gewesen waren als dann in Deutschland.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Misterfritz » Mo 3. Apr 2017, 05:37

Boraiel hat geschrieben:(02 Apr 2017, 22:31)

Ich finde es sehr erstaunlich, dass solche Fragen überhaupt gestellt werden. Einstellungen, wie du sie scheinbar hast, werden ja auch von anderen geäußert. Ich halte das Leben in dieser Welt für gut und wertvoll. Ich möchte die Chance hier zu leben, zu lieben und glücklich zu sein an Andere weitergeben. Das ist ein, wenn nicht der Hauptantriebsfaktor meines Handelns.
Das kommt wohl darauf an, wo man in dieser Welt lebt...
Im Südsudan z.B. würde kaum jemand auf die Idee kommen, das Leben gut zu finden.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Brainiac » Mo 3. Apr 2017, 07:00

Boraiel hat geschrieben:(02 Apr 2017, 22:31)

Ich finde es sehr erstaunlich, dass solche Fragen überhaupt gestellt werden. Einstellungen, wie du sie scheinbar hast, werden ja auch von anderen geäußert. Ich halte das Leben in dieser Welt für gut und wertvoll. Ich möchte die Chance hier zu leben, zu lieben und glücklich zu sein an Andere weitergeben. Das ist ein, wenn nicht der Hauptantriebsfaktor meines Handelns.

Gut, einverstanden, aber daraus folgt doch noch nicht, dass wir immer mehr werden müssen. "Nicht mehr" oder zumindest "nicht viel mehr" ist doch noch kein Aussterben.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Brainiac » Mo 3. Apr 2017, 07:11

watisdatdenn? hat geschrieben:(02 Apr 2017, 22:24)

Um das Weltall zu besiedeln?!
Wir sind definitiv noch zu wenige mit hohem technologischen Verständnis und forschergeist, sonst wären wir (oder geeignete Lebewesen die wir erschaffen) schon längst auf den Planeten in diesem Sonnensystem verteilt und würden die Besiedlung von Alpha centauri vorbereiten..
Wir sind bisher die einzigen Lebewesen auf der Erde die das Leben in den Weltall expandieren können. Daraus erwächst für mich die Verpflichtung das auch zu tun..

"Verpflichtung" ist Ansichtssache, aber ja, das wäre eine Perspektive. Es ist ja auch eine Art Menschheitstraum, wie man an den vielen SciFi-Romanen, -Filmen und -Spielen sieht. Dazu müssten allerdings die Fortschritte in der Raumfahrt und der Entdeckung und Erschließung extraterrestrischen Lebensraums demnächst diverse Quantensprünge machen. Wir reden gem. aktueller UN Prognose von 9 Mrd Menschen in 2050, 11 Mrd in 2100.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 3. Apr 2017, 10:25

Was so alles im menschlichen Gehirn vorgeht... einfach irre :dead:

Die bislang einzigen Menschen, welche wirklich frei waren, waren unsere Vorfahren, die lediglich als Sammler und Jäger durch die Lande zogen. Die Selbstversklavung fing mit der Sesshaftigkeit an. Nun war man an den Platz gebunden, wo die Felder standen, das domestizierte Vieh weidete. Fortan, musste das auch verteidigt werden und wenn es mal schlecht lief, verhungerte man auch des öfteren.

Frauen wurden zu Gebärmaschinen degradiert und hatten und haben eher wenig mitzureden, ob ihnen die nächste Vervielfältigung auch wirklich passt. Die Aufzucht von möglichst viel menschlicher Arbeitskraft, Kämpfern für die sich als Herrscher etablierenden, war über Jahrtausende hinweg die Haupttriebfeder für die Ausbreitung des Homo Sapiens, der einzige Überlebende der durchaus einst vielfältigen Hominiden.

Die immer vom Aussterben bedrohte relativ kleine Bevölkerung des Sapiens, wuchs kaum wahrnehmbar über mehrere zehntausende von Jahren hinweg. Durch eigenes Verschulden (Kriege), Missernten und Seuchen, oft nahe an der Zahl, die eben nicht mehr zur Erhaltung eines Spezies ausreicht. Mit der ersten "Industriellen Revolution" fallen gleich mehrere Entwicklungen zusammen, welche sehr schnell zum Beginn der "S - Kurve" in der immer exponentiellen Entwicklung führte. Nun ist der Sapiens unweigerlich auf der "zweiten Hälfte des Schachbretts" angekommen. Nicht jeder scheint diese "Eigendynamik" zu verstehen oder überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

Wäre es nicht so immens traurig, was da z.B. Herr "Borail" an geistigem Dün... absondert, könnte man herzlich über diese Faxen lachen. Wer das EXISTIERENDE menschliche Leben achtet, tut gut daran, dafür zu sorgen, das es möglichst ALLEN gut geht. Meint, das ALLE eine halbwegs menschenwürdiges Leben führen können und nicht Tag für Tag mitansehen müssen, wie ihre Kinder verhungern oder in den ersten fünf Lebensjahren krepieren :mad2:

"Wir" haben keinerlei Instinkt für unser Überleben entwickelt die über das permanente Reproduzieren von längst überflüssigen Nachkommen hinausgeht. Kein "Instinkt" hindert uns daran, unsere einzige Lebensgrundlage nicht durch übermäßige Nachkommenschaft nicht nur zu gefährden, sondern unwiederbringlich - zumindest für höhere Säuger - und endgültig zu zerstören. Nichts hindert Sapiens daran, seine eigenen Weibchen zu übermäßiger Fortpflanzung zu zwingen. Die nun einsetzende Freiheit und Gleichstellung von Frauen, hat jedenfalls bei den ehemaligen Treibern der übermäßigen Fortpflanzung zu einem eher vernunftgeleiteten Verhalten geführt. Offensichtlich erkennen Frauen, die ja die gesamte Last einer Schwangerschaft tragen müssen, zunehmend, wie sinnlos es doch ist, sich völlig losgelöst von Umweltbedingungen wie die Karnickel, ungehindert zu vermehren.

Ob sich dieser vernunftbezogene Trend noch rechtzeitig durchsetzen kann, hängt entscheidend davon ab, ob die dazu notwendige Befreiung und Bildung der Frauen in all den Ländern, die durch eine Mischung aus paternalistisch, religiösen "Tradition" daran gehindert werden, selbst darüber zu entscheiden, ob sie nach zehn oder mehr Geburten wie ein kaputtes Werkzeug krepieren wollen, wobei auch die überlebenden Kinder - namentlich der weibliche Anteil - weiter und sehr "nachhaltig" zur lokalen Überbevölkerung beiträgt.

Es sieht leider alles andere als "gut" aus. Wer rechnen kann, wird, wenn auch widerwillig verstehen, Mathematik - unveräußerlicher Teil der Natur - ist hier "gnadenlos". Zuerst, haben die Europäer jedes Maß für "nachhaltige" - also an die tatsächlichen Verhältnisse angepasste Reproduktion verloren. Mit am Ende Millionen Zwangsauswanderern, welche ihr Verhalten eben sehr lange nicht veränderten - den "Rest der schwach besiedelten Welt" förmlich überrannt. Entwicklungen auf den beiden Kontinenten Asien und Afrika, verliefen leider bislang vergleichbar. Was die These, es gibt keine natürliche Obergrenze in unseren Köpfen, sehrwohl allerdings eine physikalische Obergrenze die durch die für menschliche Besiedlung geeignete Erdoberfläche bedingt ist.

Nach entsprechenden Forschungen und statistischen Untersuchungen gibt es die unzweifelhafte Erkenntnis, es dauert regelmäßig (bei günstigem Verlauf !) drei volle Generationen, bis einwandernde Frauen (aus Ländern mit den bekannten Restriktionen für Frauen) sich dem Verhalten der Zielbevölkerung angleichen. Erst dann, pendelt sich die Kinderzahl auf den dort herrschenden Durchschnitt ein. Dies hat zur Folge, große Kontingente solcher Einwanderer, verändern für mehrere Generationen das zuvor existierende Gefüge im Zielland. Höchst unerwünscht, weil im letzten Jahrhundert durchaus noch benötigte Arbeitskraft, inzwischen unsinnig und auch unerwünscht ist.

Wenn selbst China, innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne 16 Millionen vormals billigere eigene Arbeiter, durch deutlich billiger produzierende Technologie ersetzt, sollten auch die Letzten begreifen, im 21. Jahrhundert zählt Qualität vor Quantität.

Von welcher Zeitspanne muss man ausgehen, wenn man in (modernen) "Generationen" zählt ? Es hilft wenig, dafür die Zeitspanne einer Generation eines Entwicklungslandes heranzuziehen. In D sind wohl ~70 Jahre eine begründbare Annahme. Passt auch gut für die zweite "Hälfte des Schachbretts" Bei angenommener weltweiten Zuwachsrate - ich hatte das schon für drei verschiedene Prozentsätze ausgewiesen - von nur einem Prozent im Jahresdurchschnitt (was deutlich niedriger als die Realität ist) gilt die vereinfachte Formel "70 geteilt durch den Prozentsatz" ergibt die Jahre bis zur nächsten Verdoppelung. Unschwer zu erkennen, bei "nur einem Prozent" dauert es bis zur nächsten Verdoppelung der gesamten menschlichen Weltbevölkerung, nur noch eine unserer Generationen - in 70 Jahren, also schon 2087 werden dann ~14 Milliarden Menschen auf diesem Planeten dahinvegetieren. Und weil es so "schön" ist falls das irgendwie zu schaffen sein wird, sind es weiter 70 Jahre später dann ~28 Milliarden :eek:

Was einige nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen, solche Entwicklungen sind nur durch Großkatastrophen von ungeahntem Ausmaß noch "revidierbar". Nichts, das heute existiert oder in der "technologischen Pipeline" ist, gibt Anlass zu Optimismus. Wer nur ein kleinbisschen rechnen kann, wird problemlos erkenne, alles was "uns" vom Planeten Erde zu auch nur näheren Umgebung führen kann, ist mit einem geradezu ungeheuerlicher energetischer Aufwand verbunden. Schon allein die Bewältigung höchst irdischen energetischer Probleme wird uns in den nächsten Jahrzehnten unweigerlich an diese Grenze bringen.

"Energie" ist unlösbar mit der Ernährung verbunden. Bevor jemand von " möglicher bis zu 10facher Lebensmittelproduktion" schwadroniert, sollte der, mal recherchieren, wie viel fossile Energie bereits heute in jedem kg Weizen, Reis usw. steckt. Wer sich schlicht mit diesen Fakten befasst, dem wird sehr schnell klar werden, was niemand wirklich braucht, sind noch mehr Menschen auf diesem Planeten. Was wirklich Beachtung und Schutz verdient ist real existierendes Leben und nicht eine herbeifantasiertes zusätzliches Leben, welches allenfalls in den Gehirnwindungen von einer handvoll "höchst unerfreulicher Zeitgenossen" scheinexestiert. Leben, das ganz natürlich und gewaltlos endet, muss zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für viele Generationen in Folge eher nicht ersetzt werden. Eine vernünftige "Konsolidierung", beginnend in den Ländern der "1. Welt" trägt mit Sicherheit mehr zum Erhalt nicht nur von Sapiens, sondern von allen Lebewesen dieses Planeten bei...
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 3. Apr 2017, 10:33

@ immernoch_ratlos: wow, ich bin begeistert! :thumbup: :thumbup:
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Ger9374 » Mo 3. Apr 2017, 10:43

Die Entwicklung Deutschlands kann eventuell
korrigiert werden, doch durch weiteren Zuzug
ist da doch schon Bewegung. In der nächsten
Generation muss dann gesichert sein das diese
Deutsche Staatsbürger sind. Und alles ist doch
paletti.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Provokateur » Mo 3. Apr 2017, 10:57

Ger9374 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 11:43)

Die Entwicklung Deutschlands kann eventuell
korrigiert werden, doch durch weiteren Zuzug
ist da doch schon Bewegung. In der nächsten
Generation muss dann gesichert sein das diese
Deutsche Staatsbürger sind. Und alles ist doch
paletti.


Aus der Staatsbürgerschaft alleine erwächst aber noch keine Loyalität. Geschweige denn der Wille, mitzugestalten.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 3. Apr 2017, 13:09

Boraiel hat geschrieben:(01 Apr 2017, 10:58)

Von 80 Mio. auf 60 Mio. Menschen in diesem Land runterzugehen, wäre eine schreckliche Entwicklung. Die grundlegende Vorstellung, dass menschlichen Leben etwas Positives ist, etwas was wir mehren, pflegen un beschützen wollen, ist bei einigen scheinbar noch nicht angekommen.

Sach ma bist Du irgend ner radikalchristlichen erzkonservativen Sekte beigetreten?! :rolleyes:
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 3. Apr 2017, 13:11

Billie Holiday hat geschrieben:(01 Apr 2017, 11:10)

Was eine Regulierung von oben bewirkt, sieht man in China. Millionen junge Männer, die keine Frau finden.
Hab mal gelesen, dass Schätzungen von 80 Mio Frauen ausgehen, die im asiatischen Raum fehlen.

Jetzt stell Dir mal vor die kommen auch noch alle nach Deutschland... ;) :D
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 3. Apr 2017, 13:15

firlefanz11 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:11)

Jetzt stell Dir mal vor die kommen auch noch alle nach Deutschland... ;) :D


Ich hatte mal die Überlegung angestellt, dass eine Frau ganz gut mehrere Männer gebrauchen könnte. Einen Romantischen, einen für das Handwerkliche, einen Sportlichen, einen für die Oper, einen für den Garten, einen für Jazzkonzerte, alle fürs Bett und alle verstehen sich gut. :cool: Man wird doch noch träumen dürfen. :D
Immerhin träume ich nicht von der eierlegenden Wollmilchsau. :thumbup:
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 3. Apr 2017, 13:23

Billie Holiday hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:15)

Ich hatte mal die Überlegung angestellt, dass eine Frau ganz gut mehrere Männer gebrauchen könnte. Einen Romantischen, einen für das Handwerkliche, einen Sportlichen, einen für die Oper, einen für den Garten, einen für Jazzkonzerte, alle fürs Bett und alle verstehen sich gut. :cool: Man wird doch noch träumen dürfen. :D
Immerhin träume ich nicht von der eierlegenden Wollmilchsau. :thumbup:

Du hast noch einen schwulen Mann zum Reden u. shoppen vergessen, falls mal keine der Freundinnen zur Hand ist... ;) :D
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 3. Apr 2017, 13:29

firlefanz11 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:23)

Du hast noch einen schwulen Mann zum Reden u. shoppen vergessen, falls mal keine der Freundinnen zur Hand ist... ;) :D


Ich bin mit 3 schwulen Paaren befreundet bzw. gut bekannt. Keiner von denen interessiert sich für Frauenthemen oder mag Frauenklamotten shoppen. :p Ich bin auch keine Gabi.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 3. Apr 2017, 13:44

Billie Holiday hat geschrieben:(03 Apr 2017, 14:29)

Ich bin mit 3 schwulen Paaren befreundet bzw. gut bekannt. Keiner von denen interessiert sich für Frauenthemen oder mag Frauenklamotten shoppen. :p Ich bin auch keine Gabi.

Na ja, viele Frauen beschweren sich immer darüber, dass die einzigen Männer, mit denen man vernünftig reden, shoppen u. make up aussuchen kann, Schwule sind... ;)

Auf der anderen Seite bin ich zwar ne hardcore hete aber gehe sehr gern mit Frauen shoppen... :cool:
Männer shoppen aber eh nicht. Männer entscheiden... :D

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