Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

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frems
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon frems » So 12. Feb 2017, 17:55

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:53)

Mit schmaler deutscher Rente kann man hervorragend in der Türkei leben, wie die Mutter einer Freundin. Hat ein 100 qm-Appartement in einer deutschen Wohnsiedlung. Ab und an fliegt sie 2,5 Stunden nach Deutschland, geht zum Arzt und besucht ihre Tochter. Ist braun gebrannt und zufrieden.

Jedem das Seine. Viele britische Rentner sind in Spanien, Griechenland und Zypern, weil es dort günstiger und wärmer als in London ist. Zudem gibt's ein besseres Gesundheitswesen. Flüge sind auch nicht mehr so teuer, um mal die Heimat zu besuchen. Mir wär's da zu heiß, aber das muss ja jeder selbst für sich entscheiden.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Billie Holiday » So 12. Feb 2017, 17:59

frems hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:55)

Jedem das Seine. Viele britische Rentner sind in Spanien, Griechenland und Zypern, weil es dort günstiger und wärmer als in London ist. Zudem gibt's ein besseres Gesundheitswesen. Flüge sind auch nicht mehr so teuer, um mal die Heimat zu besuchen. Mir wär's da zu heiß, aber das muss ja jeder selbst für sich entscheiden.


Eine kleine Wohnung in Spanien fände ich auch nett. Ich würde spanisch lernen und mir einen Hombre oder besser Marido anlachen. :cool: :thumbup:
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Edmund » So 12. Feb 2017, 19:37

frems hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:39)
Für eine stabile Bevölkerungszahl rechnet man meist mit 2,1 Geburten.


Die gibt es aber in Europa in fast keinem Land. Meines Wissens nur in Island und Irland.

frems hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:39)
Zugleich hat man aber auch Zuzug, z.B. durch junge Akademiker aus Süd- und Osteuropa. Damit kann man schon eine Stagnation hinkriegen.


Die Länder in Süd- und Osteuropa haben ähnlich niedrige, teilweise noch niedrigere Geburtenraten wie wir. Wenn denen auch noch die jungen Akademiker abwandern, haben die überhaupt keine Zukunft mehr.

Außerdem führt das Ersetzen von nicht vorhandenen deutschen Kindern durch ausländische Zuwanderer zu einem immer größeren Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung Deutschland, d.h. es findet ein Bevölkerungsaustausch in immer größerem Ausmaß statt.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon frems » So 12. Feb 2017, 19:47

Edmund hat geschrieben:(12 Feb 2017, 19:37)

Die gibt es aber in Europa in fast keinem Land. Meines Wissens nur in Island und Irland.

Nicht mehr. Zumindest laut der Weltbank mit den Zahlen von 2014 (https://www.google.de/publicdata/explor ... &ind=false). Da hatte Island 1,93 und Irland 1,96. Am höchsten war sie in Frankreich (1,99), wenn man von den Färöern (2,6) und dem Kosovo (2,1) absieht. Am niedrigsten in Polen (1,29), Spanien (1,27), Bosnien (1,26), Moldawien (1,26) und Portugal (1,21).

Die Länder in Süd- und Osteuropa haben ähnlich niedrige, teilweise noch niedrigere Geburtenraten wie wir. Wenn denen auch noch die jungen Akademiker abwandern, haben die überhaupt keine Zukunft mehr.

Da sollten wir Europa als Ganzes sehen. Mobilität von Arbeitskräften ist ein wichtiges Gut, auch wenn die Sozialsysteme noch nicht harmonisiert wurden. Erzähl mal jungen Polen, Griechen, Spaniern etc., die keine Arbeit finden, wie ihre Zukunft aussehen soll, während sich die Alten an ihre beamtenähnlichen Verhältnisse krallen. Das sieht dann so aus: http://www.taz.de/Verlorene-Jugend-in-Italien/!5380146/

Außerdem führt das Ersetzen von nicht vorhandenen deutschen Kindern durch ausländische Zuwanderer zu einem immer größeren Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung Deutschland, d.h. es findet ein Bevölkerungsaustausch in immer größerem Ausmaß statt.

Mir sind die Schleswig-Holsteiner und Niedersachsen als größte Einwanderungsgruppe in Hamburg auch ein Dorf [edit: ein schöner Freudscher, gemeint war natürlich Dorn] im Auge, aber so ist das halt.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 14. Feb 2017, 17:17

"Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?"

"Schiefgelaufen :?: " Wofür braucht man heute noch eine wachsende Bevölkerung, also Fertilitätsraten jenseits der Erhaltungsquote von 2,1 Kinder je Frau ?

D - ZON 2016.10.17 hat inzwischen 1,5 Kinder pro Frau.

Arbeit - hier geht längst Qualität vor Quantität

Macht - einzelner Diktatoren immer über genug "Masse" zu verfügen dürfte zumindest in Demokratien keinen Stellenwert mehr haben

Krieg - spätestens seit dem WK II weiß jeder, es kommt auf die Waffen an - wenige Spezialisten erledigen den Job - große Truppenansammlungen sind lediglich leicht zu beseitgende "weiche Ziele" :?

Was ist so attraktiv hier völlig überflüssiges Wachstum zu haben ?

Bevölkerung des Deutschen Reiches (541.561 km^2) Dezember 1871 41.058.792 Einwohner (76 je km^2) :thumbup:

Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (357.375 km^2) Dezember 2015 82.175.684 Einwohner (230 je km^2) :?

"Irgendwo" dazwischen liegt die "notwendige Größe" eines hochentwickelten Landes mit einer voll mechanisierten Landwirtschaft und dank technischer Entwicklung sehr geringem Bedarf an menschlicher Arbeitskraft.

"Schiefgelaufen" ist lediglich der Babyboom, der nun die (notwendige) Rückentwicklung, auf ein vernünftiges Maß, für einige Jahre zusätzlich erschwert. Der überschüssige "Altenberg" wird auf natürliche Weise abgebaut. Mit jeder Abnahme der um Arbeitsplätze konkurrierenden Jahrgänge, wird der Einzelne wieder wertvoller. Investitionen in deren Bildung landen dann immer seltener auf dem sprichwörtlichen Müllhaufen. Ab einer nachhaltigen Größe, steht normaler erhaltender Fertilität von 2,1 Kindern pro Frau auch nichts mehr im Weg.

Rückbau der überflüssigen Infrastruktur wird Kosten verursachen. Andererseits ist der danach verbleibende Aufwand deutlich geringer. :thumbup:

Man kann nur "beten", dass all die Idioten die so die Deutschen (was inzwischen einer exakten Definition bedarf) "aussterben sehen" - gleich mitaussterben.

Wenn nach und nach jedes Land seine Bevölkerung friedlich auf "sustainable - nachhaltige" Größe schrumpft, könnte es durchaus möglich sein, das die Welt mit den übriggebliebenen Ressourcen vernünftig weiterleben kann.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Boraiel » Di 14. Feb 2017, 19:40

immernoch_ratlos hat geschrieben:"Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?"

"Schiefgelaufen " Wofür braucht man heute noch eine wachsende Bevölkerung, also Fertilitätsraten jenseits der Erhaltungsquote von 2,1 Kinder je Frau ?

Gegenfrage: Wofür hat man je eine wachsende Bevölkerung gebraucht?
Ich hoffe du siehst, dass eine wachsende Bevölkerung das Ziel und nicht Mittel ist.
immernoch_ratlos hat geschrieben:Was ist so attraktiv hier völlig überflüssiges Wachstum zu haben ?

Menschliches Leben ist nie überflüssig, zumindest sehe ich das so. Vielleicht kannst du dich darauf auch noch besinnen.
immernoch_ratlos hat geschrieben:Bevölkerung des Deutschen Reiches (541.561 km^2) Dezember 1871 41.058.792 Einwohner (76 je km^2)

Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (357.375 km^2) Dezember 2015 82.175.684 Einwohner (230 je km^2)

"Irgendwo" dazwischen liegt die "notwendige Größe" eines hochentwickelten Landes mit einer voll mechanisierten Landwirtschaft und dank technischer Entwicklung sehr geringem Bedarf an menschlicher Arbeitskraft.

Es gibt keine notwendige Größe. Der Mensch ist für diese Welt nicht wichtig. Für die Welt macht es keinen großen Unterschied, ob wir existieren, oder nicht. Menschen brauchen nicht zu leben, die meisten wollen es aber. Der wichtigste Orientierungspunkt für staatliche Regelungen sollte daher, die Zu- oder Abnahme der Bevölkerungsanzahl sein.
immernoch_ratlos hat geschrieben:"Schiefgelaufen" ist lediglich der Babyboom, der nun die (notwendige) Rückentwicklung, auf ein vernünftiges Maß, für einige Jahre zusätzlich erschwert. Der überschüssige "Altenberg" wird auf natürliche Weise abgebaut. Mit jeder Abnahme der um Arbeitsplätze konkurrierenden Jahrgänge, wird der Einzelne wieder wertvoller. Investitionen in deren Bildung landen dann immer seltener auf dem sprichwörtlichen Müllhaufen. Ab einer nachhaltigen Größe, steht normaler erhaltender Fertilität von 2,1 Kindern pro Frau auch nichts mehr im Weg.

Das Gerede von Nachhaltigkeit ist doch schwachsinnig, die Menschheit hat in diesem Universum die Möglichkeit zum praktisch unbegrenzten Wachstum, warum das nicht nutzen?
immernoch_ratlos hat geschrieben:Man kann nur "beten", dass all die Idioten die so die Deutschen (was inzwischen einer exakten Definition bedarf) "aussterben sehen" - gleich mitaussterben.

Ich sehe die Deutschen nun nicht aussterben, aber im Vergleich zu fast allen anderen Ländern dieser Erde haben wir in den letzten 4 Jahrzehnten wenig erreicht. Warum eigentlich?
Selbst ein Land mit nur 2,9 Mio. Einwohner 1970 hat mehr neues Leben ermöglicht denn dieses. Sollte man dies nicht komisch finden?
immernoch_ratlos hat geschrieben:Wenn nach und nach jedes Land seine Bevölkerung friedlich auf "sustainable - nachhaltige" Größe schrumpft, könnte es durchaus möglich sein, das die Welt mit den übriggebliebenen Ressourcen vernünftig weiterleben kann.

Ist der wissenschaftlich-technologische Fortschritt der letzten rund 200 Jahren eigentlich an dir vorbeigegangen?
Die Wissenschaft sagt uns, dass es, wenn wir einen bestimmten Weg bestreiten, es keine Grenzen des Wachstums gibt, und Technik erlaubt es uns diesen Weg zu gehen.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 15. Feb 2017, 17:17

Wer ein Ziel hat, wird gewöhnlich auch Gründe dafür haben - welche rationalen Gründe mag es wohl für das "Ziel eine wachsende Bevölkerung" geben :?:

"überflüssiges Wachstum" ist eine Projektion und hat mit menschlichem Leben solange absolut nichts zu tun, bis es stattfindet (zu Leben wird). Menschliches Leben ist durch Überbevölkerung gefährdet.
Boraiel hat geschrieben:Das Gerede von Nachhaltigkeit ist doch schwachsinnig, die Menschheit hat in diesem Universum die Möglichkeit zum keine Grenzen des Wachstums gibt, und Technik erlaubt es uns diesen Weg zu gehen., warum das nicht nutzen?
:?: Nun ja - mit großer Mühe ist es gelungen Menschen auf den Mond zu befördern (was ja auch nicht jeder glaubt) :rolleyes: - Du orientierst Dich gleich am "Universum" - das verdient schon eher "schwachsinnig" genannt zu werden.

Deine völlig unrealistische Wissenschaftsgläubigkeit nachdem es "keine Grenzen des Wachstums gibt, und Technik erlaubt es uns diesen Weg zu gehen." zeigt, Du hast aus 200 Jahren technologischem Fortschritt nur wenig gelernt. Das Du bereits das ganze Universum bemühen musst, um zu begründen es gäbe praktisch "keine Grenzen des Wachstum", zeigt wie wenig Du doch den Begriff "endliche Welt" verstanden hast. :?

Ja die Zukunft ist hell - ich kann es sehen das Licht am Ende des Tunnels - oh Gott es ist der nächste Zug....... :eek:
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 15. Feb 2017, 19:32

Mit 300 Euro lässt es sich wo gut leben?
Und @ Frems: Die Idee ist gar nicht schlecht.
Wo kann man die diskutieren?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Boraiel » Mi 15. Feb 2017, 22:02

immernoch_ratlos hat geschrieben:Wer ein Ziel hat, wird gewöhnlich auch Gründe dafür haben - welche rationalen Gründe mag es wohl für das "Ziel eine wachsende Bevölkerung" geben

Einen rationalen Grund möchtest du also haben; einfach zu sagen, dass Leben ist gut und Liebe zum Leben reicht dann wohl nicht, oder?
Nun gut dann versuchs ich es mal hiermit:
Nicht lebendig kann man immer sein, das Leben aber ist flüchtig und bietet die Möglichkeit, die Welt zu erkunden und andere - nennen wir es mal - Seelen kennen zulernen.
Es ist wertvoll, anderen diese Möglichkeit auch zu geben.
immernoch_ratlos hat geschrieben: Nun ja - mit großer Mühe ist es gelungen Menschen auf den Mond zu befördern (was ja auch nicht jeder glaubt) - Du orientierst Dich gleich am "Universum" - das verdient schon eher "schwachsinnig" genannt zu werden.

Ok, wenn du meinst. :p
immernoch_ratlos hat geschrieben:Deine völlig unrealistische Wissenschaftsgläubigkeit nachdem es "keine Grenzen des Wachstums gibt, und Technik erlaubt es uns diesen Weg zu gehen." zeigt, Du hast aus 200 Jahren technologischem Fortschritt nur wenig gelernt. Das Du bereits das ganze Universum bemühen musst, um zu begründen es gäbe praktisch "keine Grenzen des Wachstum", zeigt wie wenig Du doch den Begriff "endliche Welt" verstanden hast.

Ne, habe ich auch nicht, aber du kannst mir gerne erklären, wie, wo, wann die Welt zu Ende geht.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 11:11

Provokateur hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:19)
Ich wäre dafür, die Rentenhöhe nach der Anzahl der Kinder zu bemessen, die man in die Lage versetzt hat, stabile und dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse aufzunehmen.

Das wäre Ungleichbehandlung u. damit verfassungswidrig (Thema u. A. Zeugungs-/empfängnisunfähigkeit) Ausserdem auch völliger Humbug da Rente sich an der lebenslangen Arbeitsleistung orientiert u. nicht daran wieviele Kinder man gezeugt/geworfen hat.
Insbesondere deshalb weil einer der Haupgründe der geringen Kinderzahl in D neben dem Bildungsniveau der Frauen die wirtschaftliche Unvereinbarkeit v. Job u. Kind ist. Solange das nicht verbessert wird ist, wird sich da auch nichts ändern...
Zuletzt geändert von firlefanz11 am Mo 20. Feb 2017, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 11:13

Provokateur hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:29)
Keine Kinder mit abgeschlossener Ausbildung: Halbe Rente, ein Kind: 60% der vorgesehenen Rente, zwei Kinder: 80% der vorgesehenen Rente, drei Kinder: 100% der vorgesehenen Rente.

Und was machen Eltern deren Kids entweder zu blöd für ne Ausbildung sind o. zu zurückgeblieben. Ihren eigenen kleinen Rentenanspruch auch noch einbüßen? Und sowas arbeitet im Staatsdienst... :rolleyes:
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Feb 2017, 11:17

frems hat geschrieben:(12 Feb 2017, 19:47)
Am niedrigsten in Polen (1,29), Spanien (1,27), Bosnien (1,26), Moldawien (1,26) und Portugal (1,21).

Um so aussagekräftiger als diese Länder allesamt erzkatholisch sind...
Zuletzt geändert von firlefanz11 am Do 23. Feb 2017, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 20. Feb 2017, 15:28

Nun, wenn Du ansonsten doch über alles so gut bescheid weißt, soll ich Dir nun tatsächlich erklären was es mit dem Begriff "endliche Welt" so auf sich hat ?

Da hätte ich zunächst den Duden anzubieten :

"endlich" : Adjektiv - in Raum, Zeit, Zahl o. Ä. begrenzt

"Endlichkeit" : Substantiv, feminin - endliche Beschaffenheit

Oder WIKIPEDIA :
WIKI hat geschrieben:Endlichkeit steht für:

allgemein die Eigenschaft von Objekten und Prozessen, ein Ende zu besitzen. Die Objekte oder Vorgänge können

örtlich oder räumlich begrenzt sein, siehe Abmessungen und Länge
zeitlich begrenzt sein – also einen Anfang und/oder einen Abschluss haben
in der Barockliteratur taucht die Endlichkeit in der Vanitassymbolik auf
in den Geisteswissenschaften ein Synonym für Begrenztheit oder Zugänglichkeit
in der Physik Größen, die weder (symbolisch) unendlich, noch 0 sind (z. B. endliche Temperatur, endlicher Innenwiderstand, endliche Wahrscheinlichkeit.)
"endliche Welt" bedeutet also für unseren Planeten : örtlich oder räumlich begrenzt Was selbstverständlich auch für alle Ressourcen gilt, da diese unmöglich "unendlich" verfügbar sein können in einer räumlich begrenzten Welt. Das sieht nicht jeder so, vermutlich hat dies Albert zu dieser Erkenntnis veranlasst :
Albert Einstein hat geschrieben:
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Hyde » Mi 22. Feb 2017, 17:17

Boraiel hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:11)
Interessant ist hingegen, warum die Entwicklung in Deutschland so schlecht war. Wir sehen ja in ganz vielen anderen Ländern, das anderes möglich war und ist. Welche Faktoren standen (und stehen) einer besseren Entwicklung in Deutschland im Wege?


Ich denke, dass Deutschland einfach zu lange eine familienfeindliche und kinderfeindliche Politik betrieben hat. Die unheilvolle Kombination aus fehlenden Kita-Betreuungsangeboten, Halbtagsschulen sowie auch falschen Anreizen beim Erziehungsgeld haben zu der misslichen Lage geführt.
Die Frauen wurden vom Staat quasi dazu gezwungen, dass sie ihre Karrieren opfern mussten, wenn sie Kinder haben wollten. Dazu waren viele nicht bereit.

Erst unter von der Leyen vollzog Deutschland eine Trendwende in der Familienpolitik, seitdem macht Deutschland in diesem Bereich meines Erachtens eine gute Politik - nur halt ein paar Jahrzehnte zu spät.

Als weiteren wichtigen Schritt, um kinderreiche Familien zu fördern, erhoffe ich mir, dass in der nächsten Legislaturperiode das Ehegattensplitting hin zu einem Familiensplitting verändert wird.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Schwachzocker » Fr 31. Mär 2017, 10:39

Hyde hat geschrieben:(22 Feb 2017, 17:17)

Ich denke, dass Deutschland einfach zu lange eine familienfeindliche und kinderfeindliche Politik betrieben hat. Die unheilvolle Kombination aus fehlenden Kita-Betreuungsangeboten, Halbtagsschulen sowie auch falschen Anreizen beim Erziehungsgeld haben zu der misslichen Lage geführt....

Hat man denn zu Zeiten des Baby-Booms in den 60er Jahren mehr Betreuungsangebote gehabt?

Die Frauen wurden vom Staat quasi dazu gezwungen, dass sie ihre Karrieren opfern mussten, wenn sie Kinder haben wollten. Dazu waren viele nicht bereit.

Die Frauen werden zu nichts gezwungen, sondern sie müssen sich bestenfalls entscheiden, was sie wollen. Das muss aber jeder!

Provokateur hat geschrieben:(12 Feb 2017, 17:19)
...
Ich wäre dafür, die Rentenhöhe nach der Anzahl der Kinder zu bemessen, die man in die Lage versetzt hat, stabile und dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse aufzunehmen...

Da bin ich als Single auch sehr dafür. Ich habe aber den Verdacht, Du erwartest, dass ich trotzdem in das Rentensystem einzahle?

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 11:11)

Das wäre Ungleichbehandlung u. damit verfassungswidrig (Thema u. A. Zeugungs-/empfängnisunfähigkeit)...

Sachlich begründete Ungleichbehandlung ist nicht verfassungswidrig!

Ausserdem auch völliger Humbug da Rente sich an der lebenslangen Arbeitsleistung orientiert u. nicht daran wieviele Kinder man gezeugt/geworfen hat.

Ja, es wurde aber vorgeschlagen genau das zu ändern.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 10:46

1. Angesichts der Überbevölkerung der Welt ist unsere Bevölkerungsentwicklung beispielhaft positiv!
2. Der Unterschied zu "früher" ist, dass das Leben in unserer Zeit nicht mehr planbar ist.
3. Es ist also nichts schief gelaufen.
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Welfenprinz » Fr 31. Mär 2017, 10:55

Abstand zum Nachbarhaus 350m. Näher ist nicht artgerechte Massenmenschhaltung.

Mein Gott,es ist doch nur positiv,wenn in diesem Land die Bevölkerungszahl bei 60 ,oder 40 Mio liegt.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Quatschki » Fr 31. Mär 2017, 10:58

In allen Ländern, in denen ein irres Bevölkerungswachstum losgelöst von der wirtschaftlichen Entwicklung stattfindet, wird es irgendwann in nächster Zukunft zur Populationskatastrophe kommen. Vielerorts hat das schon begonnen.
Verteilungskonflikte, Bürgerkriege, Massenvertreibungen, Hungersnöte. Auch Massenmorde.
Das ist reine Mathematik und ich wüßte nicht, wie man das abbiegen kann.
Europa ist im Vergleich dazu in der komfortablen Situation, sich nur gegen die Ausläufer dieser Eruptionen und die Flüchtlingswellen schützen zu müssen. Eine vergleichbar leichte Aufgabe. Aber wenn sie nicht ernst genommen wird, sehe ich schwarz.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Bevölkerungsentwichkung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Provokateur » Fr 31. Mär 2017, 11:22

Schwachzocker hat geschrieben:(31 Mar 2017, 11:39)
Da bin ich als Single auch sehr dafür. Ich habe aber den Verdacht, Du erwartest, dass ich trotzdem in das Rentensystem einzahle?


Du zahlst ein, bekommst aber weniger, weil deine Kinder nichts erwirtschaften. Sie existieren ja nicht.

Es handelt sich dabei nicht um eine verbotene Ungleichbehandlung. Jemand, der Kinder großgezogen und ausgebildet hat, damit diese einträgliche Arbeit aufnehmen können, dürfte in diese Kinder wesentlich mehr investiert haben, als dir für die Dauer deines gesamten Leistungsbezuges fehlt.
Irgendwer hat mal die Gesamtrechnung aufgestellt, dass Kinder bis zur Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses 250.000 € (je) kosten.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
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Re: Bevölkerungsentwicklung Deutschland: Was ist schief gelaufen?

Beitragvon Occham » Fr 31. Mär 2017, 11:44

Quatschki hat geschrieben:(31 Mar 2017, 11:58)

In allen Ländern, in denen ein irres Bevölkerungswachstum losgelöst von der wirtschaftlichen Entwicklung stattfindet, wird es irgendwann in nächster Zukunft zur Populationskatastrophe kommen. Vielerorts hat das schon begonnen.
Verteilungskonflikte, Bürgerkriege, Massenvertreibungen, Hungersnöte. Auch Massenmorde.
Das ist reine Mathematik und ich wüßte nicht, wie man das abbiegen kann.
Europa ist im Vergleich dazu in der komfortablen Situation, sich nur gegen die Ausläufer dieser Eruptionen und die Flüchtlingswellen schützen zu müssen. Eine vergleichbar leichte Aufgabe. Aber wenn sie nicht ernst genommen wird, sehe ich schwarz.

Nur übersieht man mit Fachwissen/Mathematik ab und an die einfachen Dinge. Warum geht hier die Bevölkerung zurück, wohingegen sie anderorts wächst?

Mathematik zu können, heisst nicht, die Dinge vielseitig betrachten zu können :eek: klar ist Fachwissen wichtig, aber wichtig ist es auch, mit einem einfachen Blick die Anschauung wechseln zu können.

:|
Große Dinge haben kleine Ursachen.

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