Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

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Sollen Menschenaffen dem Menschen gleichgestellt oder angenähert werden?

Ja, gleichgestellt
2
10%
Ja, annähernd
5
24%
Nein, so lassen wie es ist
11
52%
Nein, die Tiere sogar noch stärker einschränken.
3
14%
 
Abstimmungen insgesamt: 21
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Dark Angel
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Dark Angel » Mo 13. Feb 2017, 13:12

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 12:46)

Wir sollten nicht streiten darüber, daß Mitgeschöpfe ansatzweise doch über seelische und geistige Eigenschaften verfügen. Im Bereich der Einzelwesen einer Art sind auch erhebliche Unterschiede zu erkennen. Als Katzenliebhaber, ich meine natürlich Hauskatzen, kann ich am Ende meines Lebens und nacheinander 5 Hauskatzen feststellen, daß ihr Verhalten, ihr Umgang mit den Menschen, sehr unterschiedlich war; auch ihr Lageverständnis. Allerdings waren auch die Bindungen der Tiere an unseren Haushalt sehr eng, so daß man diese Unterschiede sehr genau beobachten konnte. Der "Katzenprofessor" Leyhausen und seine Mitarbeiter haben diese Eigenheiten und ihre Ausprägungen viel besser beschrieben als ich das hier könnte.

Ähem - ich bin auch seit Jahrzehnten "Dosenöffner" für Katzen und ich mag die Tiere sehr und jedes dieser Tiere hat(te) seinen "eigenen Charakter" verhielt sich unterschiedlich und selbst noch im Laufe ihres Lebens (meine derzeitige Mieze ist inzwischen 18 Jahre alt) verändern sie ihr Verhalten. Sie haben ihre ganz eigene Art Zuneigung zu zeigen - das bestreite ich nicht. Ich hüte mich allerdings davor, das Verhalten zu vermenschlichen, da irgendwelche menschliche Eigenschaften hinein zu interpretieren.

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 12:46)
]Mit etwas eigener Erfahrung auf diesem Gebiet und einem Ingenieurverständnis belastet meine ich, daß da eine statistische Verteilungsfunktion um ein allgemeines Mittelmaß einer Art wirksam ist. Mag durchaus sein, daß dieses Mittelmaß im Bereich geistig minderbemittelter Menschen liegt, vielleicht noch deutlich darunter. Aber Ausreißer wird es dann auch geben; und wenn Sie dann an Menschenaffen denken, die in vielen Belangen sehr ähnlich aufgebaut sind, dann kann Ihnen da sicher auch einmal ein besonders begabtes Einzelwesen begegnen, das eben sehr weit aus dem bekannten Mittelmaß heraus ragt. Da beginnen sicher unsere Zweifel über uns selbst als Art und über unseren Hochmut.

Durchaus richtig und das bestreite ich auch gar nicht. Ich will nur sagen, dass der Intelligenz von Menschenaffen Grenzen gesetzt sind und die korrelieren sehr stark mit dem Gehirnvolumen und der funktioneller Organisation dieses Organs.

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 12:46)
]Sie beharren darauf, daß Tiere über kein vorausschauendes geistiges Verhalten verfügen... und dennoch häufen sie Material auf, um ein Hindernis überwinden zu können. Da wird es schwer, angeborenes Verhalten einer Art von eigener Erkenntnis eines Einzelwesens zu trennen.

Nun - ich beziehe mich dabei auf wissenschaftliche Publikationen. Was Menschen und Menschenaffen angeht, zeigen die in den angeborenen Anlagen durchaus gleiche bzw ähnliche Verhaltensmuster.

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 12:46)Von einem "Vorschulkind" erwarten wir sicher kein mathematisches Verständnis. Aber wir kennen Mittel und Wege, dieses Verständnis zu entwickeln und zu fördern. Fast möchte ich wetten, daß man mit mehr Mühe auch bei Tieren der höher entwickelten Arten Teilerfolge dieser Schulung erzielen könnte. Danach aber schlägt sehr wahrscheinlich die Stunde unseres Erfolgs als Art zu: Das nahezu unbegrenzte Lernvermögen... und da liegen eben die Grenzen anderer Arten.

Eben - wir erwarten von einem Vorschulkind gar kein mathematisches Verständnis, weil wir wissen, dass es dies erst erwerben muss , aber auch die kognitiven Fähigkeiten besitzt dieses zu erwerben.
Wir unterstellen es aber indirekt den Menschenaffen, indem wir ihnen Abstraktionsvermögen unterstellen, wie die Trainerin in dem verlinkten youtube-Video, das tut, indem sie das Verhalten des Menschenaffen als Trauer interpretiert, als sie diem vom Tode Robin Williams' erzählt.
Sie interpretiert dieses Verhalten so, weil sie will dass es so ist und damit vermenschlicht sie.
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Occham » Mo 13. Feb 2017, 14:38

Dark Angel hat geschrieben:(13 Feb 2017, 13:12)
Ich hüte mich allerdings davor, das Verhalten zu vermenschlichen, da irgendwelche menschliche Eigenschaften hinein zu interpretieren.

Deswegen sollten Tierrechte auf keinen fall von Politikern ausgesprochen werden, sondern von Tierforschern, die Wissen wie sich das Verhalten von Tieren so interpretieren lässt, das sich da für beide Seiten ein sinnvolles Recht daraus machen lässt.
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Mo 13. Feb 2017, 15:27

Occham hat geschrieben:(13 Feb 2017, 14:38)

Deswegen sollten Tierrechte auf keinen fall von Politikern ausgesprochen werden, sondern von Tierforschern, die Wissen wie sich das Verhalten von Tieren so interpretieren lässt, das sich da für beide Seiten ein sinnvolles Recht daraus machen lässt.


Ich sehe schon, daß wir sehr weitgehend einig sind, daß Tiere keine Menschen sein können. Aber wir sind uns auch einig, daß wir unseren Mitgeschöpfen gegenüber Verantwortung tragen (wollen). Ein Tierrecht kann nur von Menschen durchgesetzt werden; Tiere sind keine Menschen... wir sind aufgerufen, Tiere zu schützen... ja, vor wem denn: Vor Menschen! Wissenschaftler können uns sagen, wie Tiere artgerecht geschützt leben können. Wir Laien vermenschlichen unsere Tiere; sehr oft zum Schaden für unsere Schützlinge!
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Mo 13. Feb 2017, 15:35

Dark Angel hat geschrieben:(13 Feb 2017, 13:12)
...
Durchaus richtig und das bestreite ich auch gar nicht. Ich will nur sagen, dass der Intelligenz von Menschenaffen Grenzen gesetzt sind und die korrelieren sehr stark mit dem Gehirnvolumen und der funktioneller Organisation dieses Organs.


Mit der "funktionalen Organisation" haben Sie sich ein Hintertürchen gelassen :D :

Ein hochmögender Mediziner fragt eine Kandidatin scherzhaft, was daraus folge, daß das weibliche Gehirn eine deutlich geringere Masse als das männliche Gehirn aufweist.

Deren schlagfertige Antwort: "Ich schließe daraus, daß es auf die Masse nicht ankommt!"
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 13. Feb 2017, 19:38

Wenn überhaupt, sollte das was wir Homo sapiens als "Tiere" bezeichnen ein Lebensrecht zugestehen. Immerhin meint das BGB in §90a "Tiere" :
Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.
Allerdings sind auf Tiere weiterhin dieselben Vorschriften anzuwenden, die auch für Sachen gelten, soweit im Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist.
Weiter das BGB § 251 "Schadensersatz in Geld ohne Fristsetzung" :
(1) Soweit die Herstellung nicht möglich :?: oder zur Entschädigung des Gläubigers nicht genügend ist, hat der Ersatzpflichtige den Gläubiger in Geld zu entschädigen.

(2) Der Ersatzpflichtige kann den Gläubiger in Geld entschädigen, wenn die Herstellung nur mit unverhältnismäßigen Aufwendungen möglich ist. Die aus der Heilbehandlung eines verletzten Tieres entstandenen Aufwendungen sind nicht bereits dann unverhältnismäßig, wenn sie dessen Wert erheblich übersteigen. :thumbup:
Nun ja wir sind eben ganz oben die Herren / Damen der Nahrungskette - da müssen die übrigbleibenden Tiere eben darauf hoffen, das wir das Problem - also uns - irgendwie selbst erledigen - das werden "wir" aber gleich so gründlich tun, dass nur sehr wenig Hoffnung, für alle die nicht irgendwie als Krabbeltiere ihr Dasein frönen, sein wird, da sie gleich mit "übern Jordan gehen" werden. :?

Mir tut es nur leid für die Milliarden von Bewohnern, die sich bis dahin auf und in uns ihr Dasein gestalten, :eek: welche zu spät für einen "Umstieg" erfahren werden. :( OK - der Bandwurm ist daran irgendwie selbst schuld.... Auch um den Fußpilz mache ich mir wenig Sorgen.

Alles in allem, haben wir und unsere Vorfahren schon soviel Viehzeug ausgerottet, da kommt es auf die paar Hominiden und "Unterarten" jetzt auch nicht mehr an.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon harry52 » Mo 13. Feb 2017, 20:57

Quatschki hat geschrieben:Willst du den Affen vor Gericht stellen, wenn er einen Artgenossen im Kampf und die Weiber oder ums Revier tötet?

Das war eine sehr gute Frage.
Gleiche Rechte müssten normalerweise auch zu einigen gleichen Pflichten führen. Tatsächlich sind Schimpansen (nicht die Bonobos) dazu in der Lage unglaublich brutale Kriege zu veranstalten und andere Grausamkeiten.

Die Gewaltkriminalität in manchen von Wissenschaftlern beobachteten Gruppen überstieg das 20fache der übelsten Stadtvierteln der USA, habe ich so als Zahl lose in Erinnerung.

Insgesamt ist das ein ganz schweres, kaum lösbares Thema
und soweit ich weiß, werden Schimpansen und andere Menschenaffen bei uns insgesamt meist sehr gut behandelt, wenn man mal Tierversuche ausblendet. Ich sehe da keinen großen Handlungsbedarf, denn alle Vergleiche hinken immer auch stark.

Erwachsene geschlechtsreife Schimpansenmännchen sind auch keine 5 jährige Kinder, wie andere hier meinten, sondern nur in einigen Fähigkeiten wie 5 jährige Kinder. Wie gesagt, sind sie ansonsten sehr oft richtig brutal, aber so richtig brutal.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon busse » Di 14. Feb 2017, 09:18

immernoch_ratlos hat geschrieben:(13 Feb 2017, 19:38)

Wenn überhaupt, sollte das was wir Homo sapiens als "Tiere" bezeichnen ein Lebensrecht zugestehen. Immerhin meint das BGB in §90a "Tiere" :
Allerdings sind auf Tiere weiterhin dieselben Vorschriften anzuwenden, die auch für Sachen gelten, soweit im Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist.
Weiter das BGB § 251 "Schadensersatz in Geld ohne Fristsetzung" : Nun ja wir sind eben ganz oben die Herren / Damen der Nahrungskette - da müssen die übrigbleibenden Tiere eben darauf hoffen, das wir das Problem - also uns - irgendwie selbst erledigen - das werden "wir" aber gleich so gründlich tun, dass nur sehr wenig Hoffnung, für alle die nicht irgendwie als Krabbeltiere ihr Dasein frönen, sein wird, da sie gleich mit "übern Jordan gehen" werden. :?

Mir tut es nur leid für die Milliarden von Bewohnern, die sich bis dahin auf und in uns ihr Dasein gestalten, :eek: welche zu spät für einen "Umstieg" erfahren werden. :( OK - der Bandwurm ist daran irgendwie selbst schuld.... Auch um den Fußpilz mache ich mir wenig Sorgen.

Alles in allem, haben wir und unsere Vorfahren schon soviel Viehzeug ausgerottet, da kommt es auf die paar Hominiden und "Unterarten" jetzt auch nicht mehr an.


Also nach neuesten Forschungen haben sich vor ca. 5- 6 Millionen Jahren die Menschenähnlichen von den Affenartigen getrennt um es mal Umgangssprachlich zu definieren.
Die einen blieben Tiere , die anderen wurden später zu Menschen wie wir sie heute kennen (zusammengerafft). Nicht die Natur hat uns geholfen , das wir wurden was wir jetzt sind, das pure Gegenteil war der Fall, sondern wir haben uns selber geholfen gegen alle Widerstände der Natur, da eigentlich ziemlich am Ende der Nahrungskette stehend, wenn man die Anfänge berücksichtigt. Wir haben von Anfang an, die Tiere benutzt um genau das zu erreichen was wir jetzt sind. Wir haben durch die massive Zufuhr von Fleisch die Gehirnkapazität so weit ausdehnen können, dass wir uns aus dem Tierreich herausentwickeln konnten. Ein Lebensrecht für Tiere gab es da freilich noch nicht und auch die bezauberten Säugetiere die als Raubtiere uns über dem Weg liefen, kannten solche Rechte auch nicht.
Im Übrigen hat die "Mutter Natur" erheblich dafür gesorgt das wir schon sehr viele Artensterben auf der Erde hatten, wir sind die Einzigen die mit dem Wissen umgehen können und dies erfassen.
Ja, die übrig gebliebenen Tiere dürfen hoffen, dass wir sie nicht mehr für unsere Nahrungsaufnahme brauchen und zur Erhaltung der Natur die wir zum Überleben brauchen, beitragen. Nicht mehr und nicht weniger. Lebensrechte ? Nein !
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Feb 2017, 13:00

Occham hat geschrieben:(13 Feb 2017, 14:38)

Deswegen sollten Tierrechte auf keinen fall von Politikern ausgesprochen werden, sondern von Tierforschern, die Wissen wie sich das Verhalten von Tieren so interpretieren lässt, das sich da für beide Seiten ein sinnvolles Recht daraus machen lässt.

Sinnvolles Recht?
Rechte kann nur haben, wer auch Rechte in Anspruch nehmen bzw einfordern kann.
Tiere - auch Menschenaffen - können das nicht, weil sie gar keine Vorstellung von "Recht" haben.
Darüber hinaus: Natur kennt keinen Artenschutz!

Das einzige Lebewesen, das genug "Bewusstsein" und Selbsreflektionsvermögen besitzt, ist der Mensch und aus diesem Grund hat auch nur der Mensch Verantwortung zu tragen - etwa dafür Lebensräume anderer Lebewesen (egal ob Pflanzen oder Tiere) zu schützen und so deren Überleben zu gewährleisten.
Was Menschen immer noch nicht begriffen haben, ist dass sie Teil des Ökosystems Erde sind und selbst nur in einem funktionierenden Ökosystem überleben können.
Zerstören sie dieses Ökosystem bzw das biologische Gleichgewicht dieses Ökosystems, dann entziehen sie sich selbst die Überlebensgrundlage.
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Dark Angel » Di 14. Feb 2017, 13:07

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 15:35)

Mit der "funktionalen Organisation" haben Sie sich ein Hintertürchen gelassen :D :

Nein - durchaus kein Hintertürchen.
Neueren neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge gibt es sogar geschlechtsspezifische Unterschiede in der funktionalen Organisation (Arbeitsweise) des Gehirns, so arbeitet/funktioniert das weibliche Gehirn mehr symmetrisch, während das männliche Gehirn mehr asymmetrisch funktioniert.
Hat aber nichts mit Intelligenz und/oder kognitiven Fähigkeiten zu tun.

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2017, 15:35)Ein hochmögender Mediziner fragt eine Kandidatin scherzhaft, was daraus folge, daß das weibliche Gehirn eine deutlich geringere Masse als das männliche Gehirn aufweist.

Deren schlagfertige Antwort: "Ich schließe daraus, daß es auf die Masse nicht ankommt!"

Im Verhältnis zur Körpergröße haben Frauen keine geringere Gehirn"masse" - das ist nämlich entscheident das Verhältnis Gehirnvolumen zu Körpergröße.
Der Mediziner war sehr hinterhältig, er hat eine solche Antwort verdient. :D
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Lupus » Di 14. Feb 2017, 14:57

Quatschki hat geschrieben:(11 Feb 2017, 14:12)

Willst du den Affen vor Gericht stellen, wenn er einen Artgenossen im Kampf und die Weiber oder ums Revier tötet?

Vegetarier wollen ja ihre Köter auch schon dazu erziehen, kein Fleisch mehr zu essen. So weit hergeholt ist deine Frage also nicht. :rolleyes:
Bitte sehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu gehen!
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Occham » Mi 15. Feb 2017, 08:04

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2017, 13:00)

Sinnvolles Recht?
Rechte kann nur haben, wer auch Rechte in Anspruch nehmen bzw einfordern kann.
Tiere - auch Menschenaffen - können das nicht, weil sie gar keine Vorstellung von "Recht" haben.
Darüber hinaus: Natur kennt keinen Artenschutz!

Das einzige Lebewesen, das genug "Bewusstsein" und Selbsreflektionsvermögen besitzt, ist der Mensch und aus diesem Grund hat auch nur der Mensch Verantwortung zu tragen - etwa dafür Lebensräume anderer Lebewesen (egal ob Pflanzen oder Tiere) zu schützen und so deren Überleben zu gewährleisten.
Was Menschen immer noch nicht begriffen haben, ist dass sie Teil des Ökosystems Erde sind und selbst nur in einem funktionierenden Ökosystem überleben können.
Zerstören sie dieses Ökosystem bzw das biologische Gleichgewicht dieses Ökosystems, dann entziehen sie sich selbst die Überlebensgrundlage.

Naja, Tiere haben eigene Vorstellung von Rechte, wenn man sie beobachtet, fällt einen das irgendwann auf. Diese dürfen aber auf "gar keinen Fall" vermenschlicht werden, damit schadet man Menschen und den Tieren. Und das wir uns unser Ökosystem bewahren sollten, sehe ich genauso.
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Do 16. Feb 2017, 18:04

Dark Angel hat geschrieben:(14 Feb 2017, 13:07)
...

Im Verhältnis zur Körpergröße haben Frauen keine geringere Gehirn"masse" - das ist nämlich entscheident das Verhältnis Gehirnvolumen zu Körpergröße.

...


Ja, da bin ich hin und hergerissen: Mit einer großen Muskelmasse, durch Übung in Form gehalten, kann ein Mensch doch buchstäblich Berge versetzen. Müßte man beim Hirngewicht nicht Ähnliches vermuten, gutes geistiges und körperliches Training vorausgesetzt? (Ich renne ja schon in sichere Deckung! :D :eek: )
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Dampflok94 » Fr 17. Feb 2017, 09:26

Wenn man damit anfängt, wo endet es? Unter den anderen Primaten finden sich so einige, die von den Menschenaffen nicht weiter entfernt sind als diese von uns. Also mit welchem Argument kann man bei den Menschenaffen enden?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Misterfritz » Fr 17. Feb 2017, 09:52

H2O hat geschrieben:(16 Feb 2017, 18:04)

Ja, da bin ich hin und hergerissen: Mit einer großen Muskelmasse, durch Übung in Form gehalten, kann ein Mensch doch buchstäblich Berge versetzen. Müßte man beim Hirngewicht nicht Ähnliches vermuten, gutes geistiges und körperliches Training vorausgesetzt? (Ich renne ja schon in sichere Deckung! :D :eek: )
Wohin soll sich den die Hirnmasse ausdehnen? In den Hals? :D
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 17. Feb 2017, 17:56

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Feb 2017, 09:26)

Wenn man damit anfängt, wo endet es? Unter den anderen Primaten finden sich so einige, die von den Menschenaffen nicht weiter entfernt sind als diese von uns. Also mit welchem Argument kann man bei den Menschenaffen enden?

Das ist die entscheidende Frage!
Lassen Menschen andere Lebensformen zu und leben gemeinsam mit ihnen?
Ich war mal in einem Zoo und schaute mir Orang Utans an.
Einer davon blickte mir ins Auge.
Ich hielt nicht stand und habe den Zoo verlassen.
Ich habe mich für die Menschen geschämt.
Was, wenn wir endlich toleranter würden?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Fr 17. Feb 2017, 18:15

Misterfritz hat geschrieben:(17 Feb 2017, 09:52)

Wohin soll sich den die Hirnmasse ausdehnen? In den Hals? :D


Da müssen Sie einmal mit einem Schädelspezialisten reden. Bei Säuglingen kann die Hirnkapsel noch ganz erheblich zulegen... aber bitte, wozu gibt es solche Wissenschaftler!
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Dark Angel » Fr 17. Feb 2017, 18:17

H2O hat geschrieben:(16 Feb 2017, 18:04)

Ja, da bin ich hin und hergerissen: Mit einer großen Muskelmasse, durch Übung in Form gehalten, kann ein Mensch doch buchstäblich Berge versetzen. Müßte man beim Hirngewicht nicht Ähnliches vermuten, gutes geistiges und körperliches Training vorausgesetzt? (Ich renne ja schon in sichere Deckung! :D :eek: )

Das Gewicht des (erwachsenen) Gehirns nimmt durch Training nicht zu, aber dessen Vernetzung (Anzahl der Synapsen) und die Geschwindigkeit der Reizübertragung und -verarbeitung.
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 17. Feb 2017, 18:49

H2O hat geschrieben:(17 Feb 2017, 18:15)

Da müssen Sie einmal mit einem Schädelspezialisten reden. Bei Säuglingen kann die Hirnkapsel noch ganz erheblich zulegen... aber bitte, wozu gibt es solche Wissenschaftler!

Warum das Problem biologisch betrachten?
Was wäre denn ethisch zu betrachten?
Das Orang Utan und Schimpanse deine evolutionsbiologischen " Eltern" sein könnten?
Und denen willst du alle Rechte absprechen?
Da bin ich aber vorsichtiger.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Fr 17. Feb 2017, 19:12

Dark Angel hat geschrieben:(17 Feb 2017, 18:17)

Das Gewicht des (erwachsenen) Gehirns nimmt durch Training nicht zu, aber dessen Vernetzung (Anzahl der Synapsen) und die Geschwindigkeit der Reizübertragung und -verarbeitung.


Davon ist aus zu gehen: Wohin sollte es sich bei ausgereiftem Knochenbau aus ausdehnen? Ich wollte eigentlich ein wenig herum albern... aber es ist schon verblüffend, welche Fragen und Erkenntnisse auch aus albernen Anmerkungen hervor gehen können!
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Re: Menschenaffen dem Menschen rechtlich annähern

Beitragvon H2O » Fr 17. Feb 2017, 19:20

Bielefeld09 hat geschrieben:(17 Feb 2017, 18:49)

Warum das Problem biologisch betrachten?
Was wäre denn ethisch zu betrachten?
Das Orang Utan und Schimpanse deine evolutionsbiologischen " Eltern" sein könnten?
Und denen willst du alle Rechte absprechen?
Da bin ich aber vorsichtiger.

Mit diesem Ansatz sind Sie nach meinem Kenntnisstand auf dem Holzwege. Die genannten Tiere sind bestenfalls unsere sehr weit entfernten Vettern mit völlig anderer Spezialisierung. Aber wir haben doch auch gemeinsam das Glück, wenigstens alle aus Einzellern hervor gegangen zu sein. Insofern sollten Sie Ihre Mohrrübe mit einiger Andacht knabbern!

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