Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

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Negerkuss oder Schaumkuss?

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Milady de Winter
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Milady de Winter » So 5. Feb 2017, 19:16


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Wasteland
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Wasteland » So 5. Feb 2017, 19:21

Dark Angel hat geschrieben:(05 Feb 2017, 19:12)

Ist sie das? Da hätte ich doch gerne mal einen Nachweis.
Ich habe da nämlich eine Quelle, die im Falle der Entstehung/Entwicklung Indoeuropäischen Sprachfamilie das Gegenteil belegt.


Wie soll ich das belegen? Dazu muss man sich halt mit Soziolinguistik etc. befassen.
Und was ist das Gegenteil von sozial konstruiert?
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frems
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 19:35

Dark Angel hat geschrieben:(05 Feb 2017, 19:12)

Ist sie das? Da hätte ich doch gerne mal einen Nachweis.
Ich habe da nämlich eine Quelle, die im Falle der Entstehung/Entwicklung Indoeuropäischen Sprachfamilie das Gegenteil belegt.

Das siehst Du schon daran, dass Wörter im Laufe der Zeit ihre Bedeutung ändern. Und woran liegt das? Nicht an einer Ursprache, sondern daran, wie Menschen Begriffe nutzen, werten und definieren. Das trifft auch dann zu, wenn eine Sprachdiktatorin Frau Kepetry fordert, dass die Gesellschaft das Wort "völkisch" gefälligst ausschließlich positiv zu bewerten hat. Das ist Gesellschaftspolitik, nicht Linguistik.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Dark Angel » So 5. Feb 2017, 20:29

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2017, 19:21)

Wie soll ich das belegen? Dazu muss man sich halt mit Soziolinguistik etc. befassen.
Und was ist das Gegenteil von sozial konstruiert?

Du behauptest Sprache sei (immer) sozial konstruiert.
Ich behaupte Sprache ist in erster Linie die Fähigkeit, lautliche Gebärden herzustellen, wahrzunehmen und mit bestimmten Bedeutungen zu assoziieren. Sprache ist genetisch determiniert. Sie unterliegt einem Regelsystem und kultureller Evolution. Sprache dient der Gestaltung sozialer Beziehungen und damit ist sie Teil von Kultur und Träger fortgesetzter Schaffung von Kultur. Der kulturellen Evolution unterliegend, bedeutet aber auch, dass keine neuen Sprachprizipien eingeführt werden können.
Und Sprache hat eine Funktion, d.h. Sprache ist nur dann sinnvoll, wenn es einen Gegenstand gibt, auf den sich Sprache bezieht - heißt Sprache dient der Kommunikation und der Weitergabe von Information. Sprache bestimmt das Denken und nicht umgekehrt.
Damit ist Sprache kulturelles Produkt, aber nicht soziales Konstrukt.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Dark Angel » So 5. Feb 2017, 20:59

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 19:35)

Das siehst Du schon daran, dass Wörter im Laufe der Zeit ihre Bedeutung ändern. Und woran liegt das? Nicht an einer Ursprache, sondern daran, wie Menschen Begriffe nutzen, werten und definieren. Das trifft auch dann zu, wenn eine Sprachdiktatorin Frau Kepetry fordert, dass die Gesellschaft das Wort "völkisch" gefälligst ausschließlich positiv zu bewerten hat. Das ist Gesellschaftspolitik, nicht Linguistik.

Dämliches Beispiel. Auch wenn Frau Petry gerne eine positive Wertung des Begriffs "völkisch" hätte, ändert das nichts an seiner Bedeutung, weil die schon immer eng mit der Rassenideologie verknüpft war und der Begriff auch dementsprechend wertend verwendet wurde. Bei dem Begriff "völkisch" handelt es sich um einen rein ideologischen Begriff, an dessen Bedeutung auch eine Frau Petry nichts ändern kann und ändern wird. Schon der Versuch ist ein Eigentor.
Auch wenn versucht wird, Sprache politisch zu instrumentalisieren, wird sie nicht per se zum sozialen Konstrukt.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon frems » So 5. Feb 2017, 21:08

Dark Angel hat geschrieben:(05 Feb 2017, 20:59)

Dämliches Beispiel. Auch wenn Frau Petry gerne eine positive Wertung des Begriffs "völkisch" hätte, ändert das nichts an seiner Bedeutung, weil die schon immer eng mit der Rassenideologie verknüpft war und der Begriff auch dementsprechend wertend verwendet wurde. Bei dem Begriff "völkisch" handelt es sich um einen rein ideologischen Begriff, an dessen Bedeutung auch eine Frau Petry nichts ändern kann und ändern wird. Schon der Versuch ist ein Eigentor.
Auch wenn versucht wird, Sprache politisch zu instrumentalisieren, wird sie nicht per se zum sozialen Konstrukt.

Es ist aber eben so, dass sich Wörter im Laufe der Zeit verändern. "Geil" hieß auch mal "lustig". Und Begriffe werden auch vom Zeitgeist geprägt. Da gibt's viele Beispiele aus der NS-Zeit, da gerade hier viele Wörter instrumentalisiert werden; die Nationalsozialisten haben sich da gerne in den Naturwissenschaften bedient. (End-)Lösung, Gleichschaltung, Anschluss, (Volks-)Körper, Parasiten, Lebensraum etc. waren ursprünglich keine politischen Kampfbegriffe. Recht empfehlenswert ist hierfür das Buch "LTI -- Notizbuch eines Philologen" von Victor Klemperer. Sprachen leben ja nur dadurch, das sie genutzt werden. Und jede natürliche Sprache wandelt sich von Generation zu Generation. Recht interessant fand ich da mal ein leider unauffindbares Interview mit einer farbigen Frau (Diplomatentochter) in Hamburg, die die NS-Zeit noch miterlebt hat und davon berichtete, wie sie von Lehrern oft "Neger(lein)" genannt wurde, aber niemals abwerten oder disrespektierlich gemeint, sondern eher als Kosename wie "Rotschopf" für ein rothaariges Kind. Die negative, abwertende Nutzung fiel ihr erst in den darauffolgenden Jahrzehnten auf und sie sagte (ca. 2005), mittlerweile würde sie davon ausgehen, dass es nur noch Leute chronisch nutzen, die rassistisch veranlagt sind und es folglich beleidigend meinen. Kann natürlich linguistischer Murks sein.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Wasteland » So 5. Feb 2017, 21:48

Dark Angel hat geschrieben:(05 Feb 2017, 20:29)

Du behauptest Sprache sei (immer) sozial konstruiert.
Ich behaupte Sprache ist in erster Linie die Fähigkeit, lautliche Gebärden herzustellen, wahrzunehmen und mit bestimmten Bedeutungen zu assoziieren.


Das ist der rein biologische Teil.

Dark Angel hat geschrieben:(05 Feb 2017, 20:29)
Sprache ist genetisch determiniert. Sie unterliegt einem Regelsystem und kultureller Evolution. Sprache dient der Gestaltung sozialer Beziehungen und damit ist sie Teil von Kultur und Träger fortgesetzter Schaffung von Kultur. Der kulturellen Evolution unterliegend, bedeutet aber auch, dass keine neuen Sprachprizipien eingeführt werden können.
Und Sprache hat eine Funktion, d.h. Sprache ist nur dann sinnvoll, wenn es einen Gegenstand gibt, auf den sich Sprache bezieht - heißt Sprache dient der Kommunikation und der Weitergabe von Information. Sprache bestimmt das Denken und nicht umgekehrt.
Damit ist Sprache kulturelles Produkt, aber nicht soziales Konstrukt.


Verstehe nicht ganz was du mit genetisch determiniert meinst.
Die Sprache ist Ausdruck des Denkens. Als Teil der sozialen Interaktion zwischen Menschen ist sie natürlich auch sozial konstruiert. Sprache kann sehr viel über eine Gesellschaft und ihre sozialen Strukturen verraten.
Mal ganz abgesehen davon das es soetwas wie Soziolekte gibt, die nur bestimmte soziale Gruppen benutzen (Rotwelsch bspw.).
Und Begriffe verändern halt ihre Bedeutung. Das ist etwas ganz natürliches. Positive Konnotationen entstehen dadurch wie sie benutzt werden, von wem und in welcher Absicht.
Das Wort Neger ist in dieser Hinsicht eindeutig negativ belegt.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Ger9374 » Mo 6. Feb 2017, 00:35

Ebiker hat geschrieben:(05 Feb 2017, 14:30)

Da gibts doch so Knallerketten die klingen wie MPi Feuer, im schäbischen gibts den Begriff Judenfürzle dafür. Darf man ?


Nie gehört , klingt schon wegen Juden bedenklich.
Mit unserer Vergangenheit wohl belastet.
Wie wäre es mit Schwabenfurz?
Da kann keiner was, halt die Schwaben!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Selina » Mo 6. Feb 2017, 00:45

frems hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:08)

Recht empfehlenswert ist hierfür das Buch "LTI -- Notizbuch eines Philologen" von Victor Klemperer.


Dieses Büchlein über die Sprache des Dritten Reiches (Lingua Tertii Imperii - LTI), das bei uns 1975 als Reclam-Band erschien, nachdem es 1947 bereits der Aufbau-Verlag herausgebracht hatte, hat uns Studenten damals so gefesselt, dass wir es regelrecht verschlangen. Würde ich heute unbedingt wieder als Lektüre für Schüler und Studenten empfehlen, da es aktueller denn je ist. Das hätten wir damals nicht für möglich gehalten, dass das Buch noch einmal eine solche Brisanz erhält. Eigentlich traurig in gewissem Sinne.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Teeernte » Mo 6. Feb 2017, 01:20

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:48)
Positive Konnotationen entstehen dadurch wie sie benutzt werden, von wem und in welcher Absicht.


Das Wort Neger ist in dieser Hinsicht eindeutig negativ belegt.


....Du hast also bei einem entgegenkommenden Neger (Deine) negativen Vorurteile ?


Ich nicht... :D
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Keoma » Mo 6. Feb 2017, 09:06

Neger hat sich in seiner Bedeutung überhaupt nicht geändert.

Früher wollte man die Sprache "rein" erhalten und hat dabei Bocksprünge gemacht, heute wird das aus übertriebener PC genau so fabriziert.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Alexyessin » Mo 6. Feb 2017, 09:42

Keoma hat geschrieben:(06 Feb 2017, 09:06)

Neger hat sich in seiner Bedeutung überhaupt nicht geändert.


Ja, ist immer noch ein WeiCo.,
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Dark Angel » Mo 6. Feb 2017, 14:25

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:48)
Verstehe nicht ganz was du mit genetisch determiniert meinst.

Es gibt Gene (z.B. FoxP2-Gen) die dafür verantwortlich sind, dass Menschen Sprache korrekt anwenden und verstehen können, die auch die entsprechenden neuralen "Verbindungen" steuern.

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:48)Die Sprache ist Ausdruck des Denkens. Als Teil der sozialen Interaktion zwischen Menschen ist sie natürlich auch sozial konstruiert. Sprache kann sehr viel über eine Gesellschaft und ihre sozialen Strukturen verraten.
Mal ganz abgesehen davon das es soetwas wie Soziolekte gibt, die nur bestimmte soziale Gruppen benutzen (Rotwelsch bspw.).
Und Begriffe verändern halt ihre Bedeutung. Das ist etwas ganz natürliches. Positive Konnotationen entstehen dadurch wie sie benutzt werden, von wem und in welcher Absicht.
Das Wort Neger ist in dieser Hinsicht eindeutig negativ belegt.

Ok, dann verwenden wir (nur) unterschiedliche Bezeichnungen, meinen aber im Prinzip das Gleiche.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Keoma » Mo 6. Feb 2017, 14:30

Alexyessin hat geschrieben:(06 Feb 2017, 09:42)

Ja, ist immer noch ein WeiCo.,


Ein was ?
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Alexyessin » Mo 6. Feb 2017, 14:48

Keoma hat geschrieben:(06 Feb 2017, 14:30)

Ein was ?


Ein Wei(ßbier)Co(la)
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Keoma » Mo 6. Feb 2017, 15:13

Alexyessin hat geschrieben:(06 Feb 2017, 14:48)

Ein Wei(ßbier)Co(la)


Und Cola-Rotwein ist eine Japanerin?
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Alexyessin » Mo 6. Feb 2017, 15:26

Keoma hat geschrieben:(06 Feb 2017, 15:13)

Und Cola-Rotwein ist eine Japanerin?


Korea
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Teeernte » Mo 6. Feb 2017, 15:42

Dark Angel hat geschrieben:(06 Feb 2017, 14:25)

Ok, dann verwenden wir (nur) unterschiedliche Bezeichnungen, meinen aber im Prinzip das Gleiche.


Es geht ja nur darum schnell genug die Bezeichnung zu ändern - damit der "Betreffende*" die Vorurteile nicht mitbekommt.

Boche*
Kraut
Piefke
Teutone
Bockwurst
Fritzen
Kartoffel
Kartoffelkopf
Krautwurst-Teutone
Besserwisser
Klugscheißer
Schlauberger
Schlaumeier
Jonathan
Moffen
scharlachroter Blitzmerker
Scheipi
Schmock......
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Alboche
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 6. Feb 2017, 15:50

Wasteland hat geschrieben:(05 Feb 2017, 21:48)
Das Wort Neger ist in dieser Hinsicht eindeutig negativ belegt.


Hälst du es für möglich, dass es Menschen gibt, bei denen das Wort nicht negativ belegt ist?

Ich bin zum Beispiel mit diesem Wort aufgewachsen und habe nie etwas abwertendes dabei gedacht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Sprachpolizeiliche Maßnahmen oder traditionelle Ausdrücke?

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 6. Feb 2017, 17:49

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Feb 2017, 15:50)

Hälst du es für möglich, dass es Menschen gibt, bei denen das Wort nicht negativ belegt ist?

Ich bin zum Beispiel mit diesem Wort aufgewachsen und habe nie etwas abwertendes dabei gedacht.

Ist bei mir genauso. Das Schimpfwort ist "Nigger", während NEGER eine Bezeichnung OHNE Wertung ist.
Und da können die Gutmenschen jammern, was und wieviel sie wollen. Beissen bei mir als Germanisten und Semantiker auf Granit.

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