Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

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Sollen homosexuelle Paare heiraten dürfen?

Ja
52
73%
Nein
19
27%
 
Abstimmungen insgesamt: 71
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Anderus
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Anderus » Mi 5. Jul 2017, 12:43

becksham hat geschrieben:(05 Jul 2017, 13:05)

Es ist nicht verboten, eine Prostituierte zu heiraten.


Stimmt, aber man könnte ihr mehrere Männer erlauben.
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Alana4
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Alana4 » Mi 5. Jul 2017, 12:48

Anderus hat geschrieben:(05 Jul 2017, 13:43)

Stimmt, aber man könnte ihr mehrere Männer erlauben.

wem könnte man mehrere Männer erlauben? Kannst sicher sein: die Frau, die mehrere Männer möchte, hat auch mehrere Männer.

"Ehe" als rechtliches Konstrukt ist aber nun einmal die Verbindung zweier Menschen. Mehrere Partner nebenher sind Privatvergnügen- kann jeder halten wie er möchte.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon luc » Mi 5. Jul 2017, 12:50

Ich bin froh, dass Kardinal Meissner noch kurz vor seinem Tod die Eheöffnung erlebt hat.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Thales » Do 6. Jul 2017, 00:14

Quatschki hat geschrieben:(05 Jul 2017, 08:08)

Dann nimm halt Polygamie.
Oder Androiden mit immer vollkommenerer KI, die in den nächsten Jahrzehnten als Partnerschaftsersatz entwickelt werden.
Für Leute, die keine Prinzipien haben und nicht Willens sind, sich zu Grenzen zu bekennen, kann das Argument, dass ja nirgendwo stünde, dass mit "Ehe" nur die Ehe zwischen Mann und Frau gemeint sei, und man deshalb den Begriff nach Belieben mit neuen Inhalten belegen kann, Argument und Türöffner für alles mögliche sein.


Genau darauf wollte ich hinaus :thumbup:
In vorchristlichen Zeiten war die Polygamie wahrscheinlich der Normalfall. Für die Reichen und Mächtigen sowieso, aber auch für die erfolgreichen Jäger, heldenhaften Krieger usw.
Erst die Christen haben das Prinzip eingeführt: ein Mann und eine Frau bis zum Tod.
Das war ein Prinzip gegen die Mächtigen und für die Armen und hat wesentlich zur Ausbreitung des Christentums beigetragen als linke Politik.

Die "Ehe für alle" ist nur scheinbar linke Politik. In Wirklichkeit ist sie rechte Politik, weil letztendlich auch zur Akzeptanz der Polygamie führen wird.
Aber vielleicht täusche ich mich. Vielleicht geht es einfach nur um die Zerstörung der klassischen Familie. Alleinerziehende Eltern sind eine noch leichtere Beute für Staat und Arbeitgeber
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Anderus » Do 6. Jul 2017, 00:55

Alana4 hat geschrieben:(05 Jul 2017, 13:48)
wem könnte man mehrere Männer erlauben?

Na, den Prostituierten, die sind das doch gewöhnt.

Kannst sicher sein: die Frau, die mehrere Männer möchte, hat auch mehrere Männer.

Ich kenne persönlich 2 Frauen, die mir gesagt haben, das sie gerne 2 Männer hätten, sich das aber nicht trauen würden. Ich fürchte, Du überschätzt deine Schwestern.

"Ehe" als rechtliches Konstrukt ist aber nun einmal die Verbindung zweier Menschen.

Und warum diskutieren wir dann hier "Ehe für alle"? Alle heißt eben auch, das drei oder mehr Menschen heiraten dürfen.

Mehrere Partner nebenher sind Privatvergnügen- kann jeder halten wie er möchte.

Finde ich auch. Lernt man viel mehr Leute kennen, als bei der Einehe.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Dark Angel » Do 6. Jul 2017, 10:28

Ist schon schizophren - auf der einen Seite "feiern" wir die Ehe für alle als herausragende gesellschaftliche Errungenschaft, auf der anderen Seite sorgen wir uns um das Kindeswohl und kriminalisieren Eltern, die ihre Kinder küssen.
Schaut mal hier. :s
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Teeernte » Do 6. Jul 2017, 10:55

Thales hat geschrieben:(06 Jul 2017, 01:14)

Genau darauf wollte ich hinaus :thumbup:

Erst die Christen haben das Prinzip eingeführt: ein Mann und eine Frau bis zum Tod.
Das war ein Prinzip gegen die Mächtigen und für die Armen und hat wesentlich zur Ausbreitung des Christentums beigetragen als linke Politik.


Monogamie und Monotheismus ist eine Frage der Ökonomie - es ist einfach PREISWERTER nur einen Gott zu haben und sich um eine Frau zu kümmern.

Dass der Adel sich das RECHT der ersten Nacht zugesprochen hat - ist ne andere Sache.

GEGEN die Mächtigen - auf keinen FALL - da das GELD ja nur einem Gott als KOSTEN als Festbetrag zugeordnet werden musste.

Ein Volk mit vielen Göttern hat höhere ausgaben....benötigt insgesamt auch mehrere Kultstätten.


Die LINKEN haben übrigens keinen Gott ....
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Dark Angel » Do 6. Jul 2017, 13:39

Keoma hat geschrieben:(04 Jul 2017, 16:44)

Irgendwie haben anscheinend manche Angst davor, dass die "normale" Ehe durch die Schwulenehe entwertet wird.
Meine Meinung dazu schreibe ich lieber nicht.

Was heißt eigentlich "normale Ehe"?
Da wird in einer S.P.O.N. von der unsäglichen Frau Margarete Stokowski einerseits die "Änderung des Ehekonzepts" - mit der "Ehe für alle" - bejubelt und andererseits die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau als

"Ehegattensplitting ist letztlich eine sozial weitgehend akzeptierte Nebenform von Prostitution: Ich spare Steuern, indem ich den Staat daran teilhaben lasse, mit wem ich mein Bett teile."

diffamiert.
Wie bitte? Für Frau Stokowski ist eine verheiratete Frau, nichts anderes als eine Prostituierte?
Nun - wenn das keine Abwertung bzw Entwertung der "normalen Ehe" ist, was dann?

Achja
"Wer Gleichberechtigung in Ehefragen fordert, sollte sie nicht nur für diejenigen fordern, die heiraten wollen und bisher nicht konnten, sondern auch für die, die nicht wollen, obwohl sie könnten."
(Quelle)

Was versteht Frau Stokowski eigentlich unter "Gleichberechtigung in Ehefragen", wenn sie einerseits die Ehe zwischen Mann und Frau als "Nebenform der Prostitution" diffamiert, aber andererseits komplett ausblendet, dass gleichgeschlechtliche Paare, mit der Öffnung der Ehe "für alle" ebenfalls in den "Genuss" des Ehegattensplittings kommen.

Was geht eigentlich im Kopf dieser Frau vor, die vor nicht allzulanger Zeit - ebenfalls bei S.P.O.N. - alle Männer als potentiell gewalttätig/potentielle Vergewaltiger betrachtete und Frauen riet, doch die Straßenseite zu wechseln, wenn sie Männerschritte hinter sich hören? :s
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Umetarek » Do 6. Jul 2017, 14:22

Ich bin zwar verheiratet, aber mit der Ehe verbinde ich eigentlich gar nichts: Ein Anlaß zum Feiern und eine Möglichkeit Geld zu sparen, ok. Warum soll das nur Mann und Frau vorbehalten sein? Zumal der Staat, wenn es um die Pflichten geht, keinerlei Hemmungen hat eine eheähnliche Gemeinschaft der Ehe gleichzusetzen.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Alana4 » Do 6. Jul 2017, 15:06

Umetarek hat geschrieben:(06 Jul 2017, 15:22)

Ich bin zwar verheiratet, aber mit der Ehe verbinde ich eigentlich gar nichts: Ein Anlaß zum Feiern und eine Möglichkeit Geld zu sparen, ok. Warum soll das nur Mann und Frau vorbehalten sein?

nun ja, ich hab da schon eine Vorstellung von manifestierten Rechten und Pflichten- dass paar untereinander, aber auch in der Außenwirkung

Zumal der Staat, wenn es um die Pflichten geht, keinerlei Hemmungen hat eine eheähnliche Gemeinschaft der Ehe gleichzusetzen.

wenn die "eheähnlichen Gemeinschaften" die gleichen Rechte haben wollen , dann sollen sie heiraten. Für die gleichen Pflichten haben sie sich durch ihr Zusammenleben entschieden.
Denen allerdings die Pflichten zu erlassen, insbesondere bei Sozialleistungsanspruch, hielte ich doch dann für sehr ungerecht den Ehepaaren gegenüber.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Umetarek » Do 6. Jul 2017, 15:13

Alana4 hat geschrieben:(06 Jul 2017, 16:06)

nun ja, ich hab da schon eine Vorstellung von manifestierten Rechten und Pflichten- dass paar untereinander, aber auch in der Außenwirkung


wenn die "eheähnlichen Gemeinschaften" die gleichen Rechte haben wollen , dann sollen sie heiraten. Für die gleichen Pflichten haben sie sich durch ihr Zusammenleben entschieden.
Denen allerdings die Pflichten zu erlassen, insbesondere bei Sozialleistungsanspruch, hielte ich doch dann für sehr ungerecht den Ehepaaren gegenüber.

Ich habe deutliche Vorstellungen von Rechten und Pflichten in einer Partnerschaft, Ehe hat für mich damit aber rein gar nichts zu tun.

Warum sollte eine eheähnliche Gemeinschaft die gleichen Pflichten haben, aber keinen Vorteil? Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht raus, ich wollte nur sagen, dass diese (egal welchen Geschlechtes), dann wenigstens heiraten dürfen sollten
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon elmore » Do 6. Jul 2017, 16:12

Dark Angel hat geschrieben:(06 Jul 2017, 14:39)

Was heißt eigentlich "normale Ehe"?
Da wird in einer S.P.O.N. von der unsäglichen Frau Margarete Stokowski einerseits die "Änderung des Ehekonzepts" - mit der "Ehe für alle" - bejubelt und andererseits die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau als

"Ehegattensplitting ist letztlich eine sozial weitgehend akzeptierte Nebenform von Prostitution: Ich spare Steuern, indem ich den Staat daran teilhaben lasse, mit wem ich mein Bett teile."

diffamiert.
Wie bitte? Für Frau Stokowski ist eine verheiratete Frau, nichts anderes als eine Prostituierte?
Nun - wenn das keine Abwertung bzw Entwertung der "normalen Ehe" ist, was dann?

Achja
"Wer Gleichberechtigung in Ehefragen fordert, sollte sie nicht nur für diejenigen fordern, die heiraten wollen und bisher nicht konnten, sondern auch für die, die nicht wollen, obwohl sie könnten."
(Quelle)

Was versteht Frau Stokowski eigentlich unter "Gleichberechtigung in Ehefragen", wenn sie einerseits die Ehe zwischen Mann und Frau als "Nebenform der Prostitution" diffamiert, aber andererseits komplett ausblendet, dass gleichgeschlechtliche Paare, mit der Öffnung der Ehe "für alle" ebenfalls in den "Genuss" des Ehegattensplittings kommen.

Was geht eigentlich im Kopf dieser Frau vor, die vor nicht allzulanger Zeit - ebenfalls bei S.P.O.N. - alle Männer als potentiell gewalttätig/potentielle Vergewaltiger betrachtete und Frauen riet, doch die Straßenseite zu wechseln, wenn sie Männerschritte hinter sich hören? :s


Als ich den Kommentar auf SPON gelesen hatte, fiel mir spontan ein: "Oh, ein grosser, weisser Vogel @work".

Andererseits: Bitte stell dich nicht so an! :D :D
Du kannst deinen Enkelkindern ja auch erst viel später erklären, dass ihre Oma eine "Eheschnalle" war oder noch immer ist. Und sie nicht nur heiss und strahlenförmig von dieser Omi geliebt werden, sondern auch das Ergebnis von Nebenform-Prostitution - möglicherweise sogar generationenübergreifend - sind. Falls dein(e) Kind(er) auch "Ja" sagten zum standesamtlich geförderten Nebenberuf einer Sexarbeiterin. Aber mach dir keinen Kopf. Fast ganz Deutschland ist und bleibt ein "inoffizielles Puff". Und ich leide mit dir! ( Als eindeutiges Ergebnis dieser Nebenform der Prosititution.
Was ich dir hoffentlich nicht mit Geburtsurkunde, standesamtlicher Eheurkunde meiner Eltern und auch alten, ehegattensplittenden Steuerklärungen nachweisen muss, oder? )
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Michi » Do 6. Jul 2017, 17:09

Thales hat geschrieben:(06 Jul 2017, 01:14)

Genau darauf wollte ich hinaus :thumbup:
In vorchristlichen Zeiten war die Polygamie wahrscheinlich der Normalfall. Für die Reichen und Mächtigen sowieso, aber auch für die erfolgreichen Jäger, heldenhaften Krieger usw.
Erst die Christen haben das Prinzip eingeführt: ein Mann und eine Frau bis zum Tod.

Die Christen haben da gar nix eingeführt. Die Römer und Griechen hatten keine polygamen Ehen.
"When in doubt... C-4"
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 6. Jul 2017, 17:18

Dark Angel hat geschrieben:(06 Jul 2017, 14:39)

wenn sie einerseits die Ehe zwischen Mann und Frau als "Nebenform der Prostitution" diffamiert, aber andererseits komplett ausblendet,


Sie hat nicht die Ehe als Nebenform der Prostitution diffamiert sondern das Ehegattensplitting.
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ (Karl Valentin)
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Dark Angel » Do 6. Jul 2017, 17:45

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(06 Jul 2017, 18:18)

Sie hat nicht die Ehe als Nebenform der Prostitution diffamiert sondern das Ehegattensplitting.

Ehegattensplitting gilt mit der "Ehe für alle" auch für gleichgeschlechtliche Paare - das blendet die "Dame" aus und bezeichnet die Ehe zwischen Mann und Frau als Nebenform der Prostitution bzw als "ein zentrales Machtinstrument, mit dem der Staat das Patriarchat stützt"
Die glaubt doch wohl selber nicht, dass alle (zukünftigen) gleichgeschlechtlichen Ehepaare inetwa gleich verdienen und damit die gleiche Steuerklasse hätten, dass die die anfallenden Arbeiten brav 50/50 aufteilen und im Falle einer Adoption nicht einer der Partner beruflich zurück steckt. Denkt die vielleicht ihre Leser ziehen die Strümpfe mit Messer und Gabel an und sind zu dämlich zu begreifen, was sie wirklich sagt.
Ehegattensplitting mit Prostitution gleichsetzen ist Diffamierung der traditionellen Ehe.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 6. Jul 2017, 17:50

Dark Angel hat geschrieben:(06 Jul 2017, 18:45)

Ehegattensplitting gilt mit der "Ehe für alle" auch für gleichgeschlechtliche Paare - das blendet die "Dame" aus und bezeichnet die Ehe zwischen Mann und Frau als Nebenform der Prostitution


tut sie nicht.

Aus deiner Quelle:

Und was machen wir morgen? Das Ehegattensplitting abschaffen! Was ist das für ein merkwürdiger Move, Geld dafür sparen zu wollen, dass man einem anderen Menschen Treue verspricht? Ehegattensplitting ist letztlich eine sozial weitgehend akzeptierte Nebenform von Prostitution: Ich spare Steuern, indem ich den Staat daran teilhaben lasse, mit wem ich mein Bett teile. Was soll das? Dabei ist das Problem gar nicht das der Prostitution, die unter geregelten Bedingungen stattfinden können sollte. Das Problem ist, wenn so getan wird, als sei die Beziehungsform "Ehe" für die Gesellschaft irgendwie wertvoller als andere Formen. Was für ein Quatsch, wenn man weiß, dass Kinder auch ohne Ehe zustande kommen und sowieso mehr als jede dritte Ehe geschieden wird.


Wer Gleichberechtigung in Ehefragen fordert, sollte sie nicht nur für diejenigen fordern, die heiraten wollen und bisher nicht konnten, sondern auch für die, die nicht wollen, obwohl sie könnten.
Dass der Staat die Ehe finanziell bevorzugt, kommt nicht daher, dass er besonders romantisch wäre, sondern dass man 1958, als das Ehegattensplitting eingeführt wurde, noch ganz andere Vorstellungen davon hatte, wie das Zusammenleben von Leuten aussehen sollte.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Dark Angel » Do 6. Jul 2017, 18:02

elmore hat geschrieben:(06 Jul 2017, 17:12)

Als ich den Kommentar auf SPON gelesen hatte, fiel mir spontan ein: "Oh, ein grosser, weisser Vogel @work".

Andererseits: Bitte stell dich nicht so an! :D :D

Doch - ich stelle mich aber so an, wenn ich sowas lese, kocht mir der Blut, da kommt mir die, nicht mehr vorhandene, Galle hoch.
Mir ist wurscht, ob Paare/Familien mit Trauschein zusammen leben oder ohne , aber mir ist nicht wurscht, wenn ein Lebensmodell derart in den Dreck gezogen wird, wie die Tussi das macht.

elmore hat geschrieben:(06 Jul 2017, 17:12)Du kannst deinen Enkelkindern ja auch erst viel später erklären, dass ihre Oma eine "Eheschnalle" war oder noch immer ist. Und sie nicht nur heiss und strahlenförmig von dieser Omi geliebt werden, sondern auch das Ergebnis von Nebenform-Prostitution - möglicherweise sogar generationenübergreifend - sind. Falls dein(e) Kind(er) auch "Ja" sagten zum standesamtlich geförderten Nebenberuf einer Sexarbeiterin. Aber mach dir keinen Kopf. Fast ganz Deutschland ist und bleibt ein "inoffizielles Puff". Und ich leide mit dir! ( Als eindeutiges Ergebnis dieser Nebenform der Prosititution.
Was ich dir hoffentlich nicht mit Geburtsurkunde, standesamtlicher Eheurkunde meiner Eltern und auch alten, ehegattensplittenden Steuerklärungen nachweisen muss, oder? )

Ich mache mir keinen Kopf, ich mag nur solche männerhassenden Genderfeministinnen wie die Stokowski nicht, die keine Gelegenheit auslässt, Männer zu kriminalisieren, weil sie Männer sind und jede (Liebes)Beziehung zwischen Mann und Frau in den Dreck zu ziehen. Die Art Schreibe, wie sie die jetzt bei S.P.O.N. angesondert hat, ist bei ihr normal, die kann nicht anders.
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Thales » Do 6. Jul 2017, 19:00

Michi hat geschrieben:(06 Jul 2017, 18:09)

Die Christen haben da gar nix eingeführt. Die Römer und Griechen hatten keine polygamen Ehen.


Schon in den Kinderbüchern ist zu lesen, dass die "familia" nicht nur aus Großeltern, Eltern und Kindern bestand. Es gehörten auch die rechtlosen Sklaven dazu. Diese hatten in etwa die gleichen Rechte wie heute die Haustiere. Sie mussten gefüttert, aber nicht entlohnt werden.
https://www2.klett.de/sixcms/media.php/ ... usf_L2.pdf

Dass eine knackarschige Sklavin nicht nur für Wäschewaschen zuständig war, kann ich mir gut vorstellen. Du etwa nicht?

Die Christen haben die moralische und später auch die rechtliche Pflicht zur Monogamie eingeführt. Auch für die Reichen. Sogar die serielle Monogamie wurde stark eingeschänkt (also die Scheidung und Wiederheirat)
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon Thales » Do 6. Jul 2017, 21:26

Teeernte hat geschrieben:(06 Jul 2017, 11:55)

Monogamie und Monotheismus ist eine Frage der Ökonomie - es ist einfach PREISWERTER nur einen Gott zu haben und sich um eine Frau zu kümmern.

Dass der Adel sich das RECHT der ersten Nacht zugesprochen hat - ist ne andere Sache.

GEGEN die Mächtigen - auf keinen FALL - da das GELD ja nur einem Gott als KOSTEN als Festbetrag zugeordnet werden musste.

Ein Volk mit vielen Göttern hat höhere ausgaben....benötigt insgesamt auch mehrere Kultstätten.


Die LINKEN haben übrigens keinen Gott ....


Ich glaube nicht, dass der Monotheismus mit "preiswert" zu tun hat. Der Monotheismus ist eher Diktatur und Globalismus.
Das Christentum war also bezüglich der Ehe auf der Seite des "kleinen Mannes" (linke Politik), in der Sache aber eine Diktatur (rechte Politik): nur ein Gott, nur eine "Wahrheit"
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Re: Deutliche Mehrheit für Ehe für alle

Beitragvon elmore » Do 6. Jul 2017, 21:50

Es käme fast einem Wunder gleich, wenn sich die CSU nicht
doch noch quer stellen würde, gegen die "Ehr für alle".

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bayerns-justizminister-ehe-fuer-alle-ist-mogelpackung-15094699.html

Mit gewohnt einseitigem "Verdrehungspopulismus",
hier mal nicht vom Södomat lanciert oder dem Fremdgeher und
reumütigen Ehe-Rückkehrer Seehofer selbst, sondern
von der politischen Pausbacke, diesem Herrn Bausback, seines Zeichens
bayr. Justizminister, der das Gesetz von zwei "renommierten" Wissenschaftlern
prüfen lassen will.

"Das Gesetz sei nichts anderes als eine Mogelpackung, für die Betroffenen nichts gewonnen."
So die Begründung aus dem CSU-Scheichtum Bayern für den strammen Ausfallschritt zur Rettung der Hetero-Ehe.

Da könnten sich die ganzen "Betroffenen", Schwule, Lesben usw. - wirklich mal bedanken, dass die CSU
sich da so für sie in die Bresche haut.

Selbst die inhaltliche Begründung ist so widersinnig und dünnflüssig wie fast immer,
wenn sich diese CSU 0.4 als Lordsiegelbewahrer der wahren Werte aufmandelt.

Fazit: Nichts Neues aus dem politischen Bierkeller der "Weltstadt mit Scherz"
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.

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