Dürfen Rechte helfen ?

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frems
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon frems » Fr 23. Dez 2016, 19:13

Ebiker hat geschrieben:(23 Dec 2016, 15:21)

oder ist das grundsätzlich abzulehnen ? In Dresden hatte Pegida schon mal gesammelt, Spende abgelehnt. In Thüringen wurde vom Kinderhospiz eine Spende durch Rechte abgelehnt. Und jetzt steht in Dresden wieder ein Bürger am Pranger weil er ähnlich wie in Berlin ein kostenloses Essen für Dresdner Obdachlose an. Im Zeiten in denen Bedürftige ohne Lobby wie es Obdachlose "die schon länger hier leben " gern mal hinten runter fallen finde ich solche Initiativen durchaus legitim.

Die helfen nich, sondern inszenieren sich. Wer halbwegs Anstand hat, verkauft sich nicht für ein paar Euro. Irrsinnig, weil genau solche Typen über Jahre über Obdachlose schimpften und sich nicht für sie interessieren. Und nun wollen sie eine arme Bevölkerungsgruppe gegen eine andere ausspielen. Ekelhaft. Die Mitläufer der Krawallmärsche können ja als Privatpersonen einfach Geld überweisen oder sich engagieren. Machen sie komischerweise nur, wenn ihr Führer Bachmann sie medienwirksam dazu aufruft. Tolle "Hilfe". :rolleyes:
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Misterfritz » Fr 23. Dez 2016, 19:19

frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Die helfen nich, sondern inszenieren sich. Wer halbwegs Anstand hat, verkauft sich nicht für ein paar Euro. Irrsinnig, weil genau solche Typen über Jahre über Obdachlose schimpften und sich nicht für sie interessieren. Und nun wollen sie eine arme Bevölkerungsgruppe gegen eine andere ausspielen. Ekelhaft. Die Mitläufer der Krawallmärsche können ja als Privatpersonen einfach Geld überweisen oder sich engagieren. Machen sie komischerweise nur, wenn ihr Führer Bachmann sie medienwirksam dazu aufruft. Tolle "Hilfe". :rolleyes:

:thumbup:
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon MoOderSo » Fr 23. Dez 2016, 19:28

zollagent hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:09)

Der verfolgt in aller Regel auch keine Absichten, die den Rechtsstaat beseitigen helfen sollen.

Diese fiesen Fieslinge arbeiten sicher schon an grundrechtswidrigen Plänen wie Massenüberwachung durch "anlasslose Vorratsdatenspeicherung" oder einem "Abwehrzentrum gegen Desinformation" um unliebsame Äußerungen zu zensieren. :)
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Schnitter » Fr 23. Dez 2016, 20:12

Ebiker hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:05)

Ist der Wursthersteller auch nicht der 10ct von jeder Wurst an das Kinderhospiz spendet


Stimmt.

Dem Wursthersteller steht man in der Regel aber relativ neutral gegenüber.

Rechtsextremisten verursachen bei den meisten Leuten aber Ablehnung bis Brechreiz. Die werden eben "nicht gemocht", das liegt an deren kaputter Ideologie.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Allenstein » Fr 23. Dez 2016, 20:43

Ebiker hat geschrieben:(23 Dec 2016, 15:21)
oder ist das grundsätzlich abzulehnen ? In Dresden hatte Pegida schon mal gesammelt, Spende abgelehnt. In Thüringen wurde vom Kinderhospiz eine Spende durch Rechte abgelehnt. Und jetzt steht in Dresden wieder ein Bürger am Pranger weil er ähnlich wie in Berlin ein kostenloses Essen für Dresdner Obdachlose an. Im Zeiten in denen Bedürftige ohne Lobby wie es Obdachlose "die schon länger hier leben " gern mal hinten runter fallen finde ich solche Initiativen durchaus legitim.


Die selbstorganisierte Armenspeisung finde ich gut. Eine heiße Suppe mit Bauchspeck aus der Gulaschkanone läßt sich relativ einfach organisieren und kann viele bedürftige Menschen im Winter sättigen.

Daß ein Kinderhospiz seine Gutmenschenreflexe auf Kosten todkranker Kinder kultiviert ist natürlich verachtenswert, aber da kann man wohl nichts machen. Auch in dem Bereich kann man selbst etwas organisieren, um kranken und bedürftigen Kindern eine Freude zu machen. Man muß sich den Umweg über bestehende Organisationen gehen.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Ebiker » Fr 23. Dez 2016, 20:47

Schnitter hat geschrieben:(23 Dec 2016, 20:12)

Stimmt.

Dem Wursthersteller steht man in der Regel aber relativ neutral gegenüber.

Rechtsextremisten verursachen bei den meisten Leuten aber Ablehnung bis Brechreiz. Die werden eben "nicht gemocht", das liegt an deren kaputter Ideologie.


Mir ist nichts über eine Häufung von Brechdurchfällen bei dem Essen im Ballhaus Watzke bekannt geworden.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Occham » Di 27. Dez 2016, 11:57

Amtsschimmel hat geschrieben:(23 Dec 2016, 17:09)

Geld stinkt nicht.

Zusammenarbeit stinkt nicht, Geld ist nur eine Infrastruktur, die beim veralten durchaus zum stinken anfangen könnte und dann muss man sich dennoch an Fritz wenden, die Zusammenarbeit... aber ich weiß sehrwohl, das die schnickischnacki-personen sich lieber an fritzchen wenden... und dann laut wundern wenn fritzchen Schabernack macht... eine backpfeife würde da wunder bewirken.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Selina » Di 27. Dez 2016, 12:24

Ebiker hat geschrieben:(23 Dec 2016, 15:21)

oder ist das grundsätzlich abzulehnen ? In Dresden hatte Pegida schon mal gesammelt, Spende abgelehnt. In Thüringen wurde vom Kinderhospiz eine Spende durch Rechte abgelehnt. Und jetzt steht in Dresden wieder ein Bürger am Pranger weil er ähnlich wie in Berlin ein kostenloses Essen für Dresdner Obdachlose an. Im Zeiten in denen Bedürftige ohne Lobby wie es Obdachlose "die schon länger hier leben " gern mal hinten runter fallen finde ich solche Initiativen durchaus legitim.


Ich hab neulich mal eine kurze Doku gesehen, wo eine identitäre Gruppierung gezeigt wurde, die Spenden sammelt, diese aber nur an "Bio-Deutsche" abgibt. Sie sagten: "Wir müssen zuerst unseren eigenen bedürftigen Leuten helfen und nicht den Migranten." So etwas finde ich schlimm. Denn Bedürftigkeit ist Bedürftigkeit, egal, woher der Bedürftige stammt. Da so eine extra betont deutsche Aktion zu veranstalten ("nur für Deutsche"), vertieft nur die Kluft zwischen den Hilfebedürftigen. Wobei das natürlich von bestimmten Kreisen auch genauso gewollt ist: Die einen werden zu den "guten" und "echten" Bedürftigen erklärt, die anderen zu den "schlechten" und "unechten". Mit Nächstenliebe hat das jedenfalls nichts zu tun. Der Spruch "nur für Deutsche" erinnert ein wenig an "Juden ist der Zutritt nicht erlaubt" oder an „Whites only“.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Amun Ra » Di 27. Dez 2016, 12:41

frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Die helfen nich, sondern inszenieren sich.

Wie alle Parteien, Unternehmen und Organisationen es tun. Von denen spendet doch niemand nur der Hilfe wegen.
frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Wer halbwegs Anstand hat, verkauft sich nicht für ein paar Euro.

Wohltätige Organisationen tun aber genau das. Und je dringender sie Geld brauchen, umso günstiger sind sie für jeden Scheiß zu haben.
frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Irrsinnig, weil genau solche Typen über Jahre über Obdachlose schimpften und sich nicht für sie interessieren. Und nun wollen sie eine arme Bevölkerungsgruppe gegen eine andere ausspielen. Ekelhaft.

Nennt sich Politik und ist auch hier wieder kein Alleinstellungsmerkmal der Rechten. Es werden immer die passenden Bevölkerungsgruppen dazu verwendet seine politischen Überzeugungen zu realisieren wie es eben gerade opportun ist. Niedriglöhner gegen Hartzer, Ossis gegen Wessis, Männer gegen Frauen und nun halt auch Obdachlose gegen Flüchtlinge. Aber bei den Rechten findet man plötzlich seinen inneren Gentleman und empört sich? Oh bitte...
frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Die Mitläufer der Krawallmärsche können ja als Privatpersonen einfach Geld überweisen oder sich engagieren.

Und wenn sie sich engagieren, ganz ohne großes tamtam, dann nur solange bis die Öffentlichkeit infrage stellt ob Rechte sich überhaupt engagieren dürfen. Klick
frems hat geschrieben:(23 Dec 2016, 19:13)

Machen sie komischerweise nur, wenn ihr Führer Bachmann sie medienwirksam dazu aufruft. Tolle "Hilfe". :rolleyes:

Auch hier wieder: so wie die überwiegende Mehrheit der Deutschen. Die helfen auch nur wenn sie durch die Medien dazu aufgefordert werden. Siehe Flutkatastrophe in Südostasien 2004.

Ich verstehe einerseits dieses Bohei nicht, jemand schrieb schon sehr richtig "pecunia non olet", andererseits bin ich gerade sehr heftig am facepalmen wie man auf einmal sich echauffieren kann über Nonsense, nur weil es dabei um Rechte geht, aber bei allen anderen kein Wort verliert. Hauptsache man hat sich mal wieder ein wenig auf die Brust geklopft und aller Welt gezeigt was für ein aufrechter deutschnationaler... ähem... ich meine natürlich antideutschnationaler (sind aber auch schwer auseinanderzuhalten heutzutage)... man ist.

Echauffieren wir uns morgen darüber, dass Rechte in den Supermarkt zum einkaufen gehen statt auf den teutschen Wochenmarkt?
'I find that offensive.' has no meaning; it has no purpose; it has no reason to be respected as a phrase. 'I am offended by that.' Well, so fucking what? - Stephen Fry
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon frems » Di 27. Dez 2016, 13:14

Amun Ra hat geschrieben:(27 Dec 2016, 12:41)
Echauffieren wir uns morgen darüber, dass Rechte in den Supermarkt zum einkaufen gehen statt auf den teutschen Wochenmarkt?

Die sollen ja gerne spenden und von mir aus mit Aufruf von ihren Führern. Dagegen spricht nichts. Wenn es nur darum geht, dass ein Faschist einen großen Scheck irgendeiner Organisation grinsend und händeschüttelnd vor der Kamera in die Hand drückt, muss man sich das nicht antun.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon Amun Ra » Di 27. Dez 2016, 14:32

frems hat geschrieben:(27 Dec 2016, 13:14)

...Wenn es nur darum geht, dass ein Faschist einen großen Scheck irgendeiner Organisation grinsend und händeschüttelnd vor der Kamera in die Hand drückt, muss man sich das nicht antun.

Och, das muss sich die Organisation schon antun, wenn sie sich zuvor von anderen Politikern vor Kameras grinsend und händeschüttelnd hat Schecks überreichen lassen und auch ansonsten durch die Weltgeschichte rennt und verlautbart "Wir brauchen Geld, Geld, Geld, Geld, viel Geld, Geld, Geld!". Ansonsten hat es nämlich ein Geschmäckle. Kommt nämlich nicht so gut der Öffentlichkeit zu sagen "Ja eigentlich haben wir ja genug Geld." Und dann kommt noch dazu das sich viele Vereine sowas wie "politische Neutralität" auf die Fahnen geschrieben haben. Da sollte man sich dann schon auch dran halten. Ist so ne Integritätssache. Hat auch was mit Anstand zu tun.

Hat auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: je mehr Rechte Geld für wohltätige Zwecke spenden, umso weniger können sie es braunen Rattenfängern und Propagandisten in den Rachen werfen. Ist doch auch schön. :p
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon frems » Di 27. Dez 2016, 14:40

Amun Ra hat geschrieben:(27 Dec 2016, 14:32)
Hat auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: je mehr Rechte Geld für wohltätige Zwecke spenden, umso weniger können sie es braunen Rattenfängern und Propagandisten in den Rachen werfen. Ist doch auch schön. :p

Mag sein, aber es ist schon ein Unterschied, ob Extremisten oder Demokraten sich medial in Szene setzen. Das hat auch mit Anstand zu tun. Recht "interessant" fand ich einmal eine Reportage, wo eine braune Kameradschaft Obdachlosen Decken, Schlafsäcke usw. brachten. Die Reporter fragten dann den Obdachlosen, was er davon hält und er meinte sinngemäß: "Ich nehm die Sachen schon an bevor ich erfriere, aber verstehen tu ich es nicht. Das sind die selben Typen, die uns schon verprügelten und einen Freund von mir vor einigen Monaten ins Krankenhaus traten". Sowas tun "andere Politiker", von denen man Spendenschecks annimmt, normalerweise nicht.
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Re: Dürfen Rechte helfen ?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 27. Dez 2016, 17:05

Die Hisbollah ködert auch durch einen gemeinnützigen Arm der Organisation. Drum ist die Vorsicht vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern berechtigt.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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